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Sendungen verzichtet, haben die alliierten imb assoziierten Mächte in allererster Linie die Zitteressen der eingeborenen Bevölkerung berück­sichtigt, für die Präsident Wilson im fünften ferner vierzehn Punkte der Botschaft vom 8. Ja­nuar 1918 eingetreten ist. Es genügt, auf die deutschen amtlichen und privaten Zeugnisse vor dem Krieg und auf die im Reichstag be­sonders von den Herren Erzberger unb NoSke erhobenen Anklagen Be- ?ug zu nehmen, um ein Bild von den ko- onialen Methoden Deutschlands, .von den grausamen Unterdrückungen, den willkür­lichen Requisitionen und den verschieden For­cen von Zwangsarbeiten zu erhalten, die breite Strecken in Ostajrika und Kamerun entvölkert haben, ganz abgesehen von dem aller Welt be­kannten traurigen Schicksal der Herretos in Slld- westasrika. Deutschlands Versagen auf dem Ge­riet der kolonialen Zivilisation ist $u deutlich klargelegt worden, als dass d-ie aUhertcn und «assoziierten Mächte ihr Einverständnis zu einem «werten Versuch geben und die Verantwortung dafür übernehmen lönnten, 13 bis 14 Millionen Eingeborene von neuem einem Schicksal zu 'über­lassen »von dem sic durch den Krieg befreit wor­den sind.

Eine absolute Neuheit ist ein besonderer Ver- tvagSentnmrf, der unserer Delegation überreicht Werben ist und sich auf die Besetzung der rheinischen Gebiete bezieht. Entsprechend dem ursprünglichen Vertrag soll dae Besetzung zunächst fünfzehn, bann zehn und schließlich fünf Jahve bestehen bleiben; aber In dem besonderen .Kertragsentwurs wird ixe Art der Besetzung ge­regelt. Die Grundzüge ^md, daß von den Alliier­ten eine viergliedrige Kommission eingesetzt wer­den soll, die tue höchste Beiatzungsbehörde barstellt. Darin Pollen .Belgien, Frankreich. (Engktnb und Amerika mA je einem Mitglied vertreten sein. Die gesetzgebenden Gewalten sollen bei Deutschland Ueibcu. Eine Einschränkung wird tnfojern gemacht, als es die Unterhaltung, die Sicherung und die Bedürfnisse des Besatzungs- beettrd erfordern. Die ZivilVerwaltung soll bei Deutschland verbleiben, auch die Gerichtsbarkeit mit der Ausnahme, daß bfr Besatzungstruppen und Verstöße -egen bte Besatzungstruppen vor ein stünd­liches Kriegsgericht kommen sollen. Tie im be­setzten Gebiet vorhandenen deutschen Behörden Wtkn ihre Weisungen von der deutschen Zentral- vcgierung e*alten. Tem Besatzungsheer Mrd wei­te rhin auf Grund der Haager Landkriegsvrdnung, Die doch nur für bie Zeit kriegerischer Operatio­nen gilt, das Recht bet Requisitionen zugesprochen. .Wost, Telegraphen und Eisenbahnen müssen mit cchvem Personal dem Befehl des Besatzungsheercs Folge leisten. Tie Bahnen müssen zu feindlichen Truppentransporten zur Verfügung stehen. Ter ganze Nachschub für das BesatzungSheer muß durch die deutschen Bahnen befördert werden. Tie Mann­schaften und Unteroffiziere sollen künftig nicht mehr in .Bürgerguartreren,. .sondern in den von Deutschland zu anhaltenden und nötigenfalls zu ergänzenden Kasernen untergebracht werden. Für die Offiziere wird das Recht des Bürgerquartiers aufrechterhalten.

Da» Bebauern CHemenceau».

Versailles, 18. Jmri. (Wolff.) Die Note deS Vorsitzenden der FrredcnÄvnfevenz, Clemm- oeau, über die Vorgänge in Versailles an den Vorsitzenden der deutschen Friedensdelegativn Reichsminister des Auswärtigen Grafen Brock- dorfs-Rantzau hat stlgenden Wortlaut:

Herr Vorsitzender! Ich habe erfahren, daß im Augenblick der Abreist der deutschen Delegation auS Versailles gestern abend Zusammenrottungen an den Türen Ihrer Residenz stattgefunden haben, unb daß dicS lärmende Zwischenfälle zur Folge gehabt hat. Ich beeile micfo Ihnen mein dolles Bedauern wegen dieser verurteilens werten und den Gcsttzen der Gastfreundsck)vft in so ärgerlicher Weise zuwiderlausenden Geschehnisse auszudrücken. Diese Kundgebungen waren nur infolge der Ab­wesenheit einer Anzahl von Polizeibeamten, die ans Gründen der öffentlichen Ottmung in der Umgebung von Versailles an eine andere Stelle beordert lvorden waren, möglich gewesen. Ter Präfekt des Departements Serne-et-Oise wird Herrn von Hantel» seine .Entschuldigungen Vor­bringen und wird, rtne auch der PvlizeiLommillar, seines Amtes enthoben werden, da sie die Orb» nungSmastnahmen, bte ihnen anbefohlen waren, nicht getroffen haben. Genehmigen Sie, Herr Vor­sitzender, den Ausdruck meiner ausgezeichneten Hochachtung. (gxz.) Clernenceau.

*

Da» Verhalten Frankreich».

Berlin, 18. Juni. (Priv.-Tel.) Nach gleich- taidcnben Nachrichten aus den besetzten Ge­bieten mürben dort Anschläge verbreitet, wonach bei Ablehnung der Unterzeichnung des Friedens- Vertrages und der daraus erfolgenden Besetzung weiterer deutschen Gebietsteile alle waffen­fähigen Deutschen zwischen 17 und 4b Jahren interniert würden.

Unsere Gefangenen.

Berlin, 18.-Juni (Wolff.) Graf Brock- tzorff-Rantzau empfing morgen» nach der Nückkelir ans Versailles <m Salvilwagcn den Bor- fbtmb des VolksbundcS $um Schutze der Kriegs- imb Zivilgcstngenen, ine Herren Paddinghaus, v. LerSner und -Rose Graf Bvockdvrff betonte, daß es ihm besonders am Herzen liege, die Ver­treter unserer schwer leidenden Gefangenen bcc sich um ihr Loö mehr denn je sorgenden Ange­hörigen jetzt als Allererste nach seiner Rückkehr in die .Heimat zu empfangen. Graf Brvckborsf llärte den Vorstand über die Sachlage auf, ixe durch bte Note der Entente geschaffen fei, unb beantwortete bereitwillig st alle Fragen. Nach den AuSfichrungcn der Vertreter des BolksbundeS schloß Graf Brockdorff-Rantzau die Unterredung mit der Versicherung, hast der von der Regierung zu fassende Entschluß nickst nur dem Interesse der Heimat, sondern and) den Interessen der Gefangenen Rechnung tragen müsse und werde. Auf ausdrücklichsten Wunsch Brockdarsf- Rautzaus verbleibt der Vorstand des Volksbundes bis zur endgültigen Entscheidung in Weimar.

»

Die Italiener in Vorarlberg.

Bregenz. 18. Juni. Die Italiener begin­nen mit her Besetzung Vorarlbergs. Alpini-Qnar- tiermacher trafen in Montafon und in Feldkirch ein. Die Sozialisten fragten im Landtag dringend an, ob bie Lanbestegtetung davon verständigt worben sei. Der Landeshauptmann verneinte und wies auf baß Besetzung.) recht hin.

Die Auslieferung de» früheren Kaiser». > während die Gießener Wehr 7.43 Uhr wieder den sittlichen Bolschewismus unb tritt energisch

" Amtliche K«rs°°aln°chrich.t°n. e °°n m!, -z 180000 Sßerfonat b.

sucht. (Siehe Inserat.)

Landkreis Gießen.

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bewohnt.

-vuili unu Ul utui tyiliULULLC itüi|jci9ijvun luurrci

burd) Pfarrer Weck 205^0 Mark zum Beste, iL uti) in her Si unserer Kriegsgefangenen gesammelt. Die Summ , Mndz< würbe bem Vollsbunb zum Schutze ber deutsche, , fi Mrörtiu Kriegs- unb Zivilgefangenen überwiesen. ^vB^achigen

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unb wirb bei der warmen, trockenen Witt

IV vW MVl Uv V IVUl lltvit, IlUU' Hill - . j >. , .

so rasch beendet sein, wie selten in einem Jail. I rnÄtml Was früh gemäht wird, kann meistens abenM

Handwerke

tollr/ig M 30,-

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fahren, hat ber französische General Ma aus ^Marnz aus Grund der .Schiebereien

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Olpe, der als bedeutender Redner bekannt ist., Sr betiuntit iti icueu Borträgeu «b SchnlLu i

Militär- durch bie

bei freie: !ig. Meld

um bte Ges anzu stellen.

werden.

** Ueberbringung von

Den Kultnringenieuren Georg I a c o b s zu Mainz und August Lorenz zu Friedberg wurde der Titel und Rang eines KulturinspekwrS verliehen. Tie Stelle des Haupt st eueramtsren- bauten zu Gießen ist erledigt.

** Aus de m M ilit ärwochenblatt.

Starkenburg und Rheinhessen.

Darmstadt, 17. Juni. Wie wir

Zweifel, daß, sobald ber Friedensvertrag rotier» zoichlnet sei, die sAlliierten von Holland die AuKlieferungdes Kai sersve-laxs-mwür­den, lum ihn vor ein Gericht zu stellen.

schon eingefahren werden. Wenn auch die MeiH Des Heus auf vielen trocken gelegenen Wiesen je wünschen übrig läßt, so ist doch seine Güte durö

oi Alsfeld, «^>hl wurden 20

i Jie bürgerliche »katische 714 C Big. Bon ^2! iwjeni ihr Stil

4- Bad-Nauheim, 17. Jmri. Bei be, Grasversteigerungen auf den fiaatlixhei Wiesen an der Ufa und in den Neualilagen an Fuße des Johamrisberges trieben die zahlräis

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Frischborn, indessen war es seit alten Zeiten Snl§ daß ein Geistlicher von Lauterbach hier die meiste Gottesdienste titelt, damit der Pfarrer von 7 born sonntäglich seinen Dienst in ber Schlo

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das k

i^E?

Kreis Friedberg.

o - Steinfurth, 18. Juni. In unfcien Dorfe unb in bem Fflialorte Wisselsheim wurde, Weck 205,50 Mark zum Beste,

behÄtern erhalten bleibt. Diese Wafferreserve soll nur jn ganz besonderen Willen hevangezogen

mc Ar werdet!

togdang vorhc tzj Wkündigt: !.' ®iw" BcaoMl llfitt 6. Schaa!

= goarbrürf 7,-iilischeTa (Äiar-Kur

Eine slowakische Naterepablik.

Buda p e ft, 18. Jmri. (WDB^) Das Korrefp.- Bnreau meldet ans Cpcrjes: Hier wurde die slowa­kische Räterepublik audaerufen. Bei dem ungari­schen Rätekongreß traf ome Begrüß»ngsdepesche der neuen Räterepublik ein. Die heutige Sitzung des ungarifdyen Sowjelkongresses wurde vom Präsiden­ten Bokany unter stürmischem Beifall mit einer Begrüßung der slowakischen Räterepublik eröffnet.

** lieberFreie Liebe ober Ehe?" spricht am Freitag den 20. ds , abend» 8 Uhr, im Eafä Einhorn, früher Fürstenhof, Dr. Martin

zu Eisenbach hm tonnte. Für die Kasten mich bie Gemeinde Allmenrod auffiommen. Durch daj freundliche Entgegenkommen der Patronatshen. >

schäft begnügt sich nun bie sehr kleine Gemein!» . bat Die Etsenbach bamit, daß dort nur alle 14 Tagr : Uilitürb

Gottesdienst flattfinbct, so daß der Ortspfarm ' .r.a dürfen < dazwischen alle 14 Tage nach Allmenrod fiomma Ll« »erben, rot kann. ''. tiTiv 'Okr

-m. Sunden, 18. Juni. Einige Mitglich-k ber zur Bcseittgung ber hier herrschenben Ws> nunysnot gebildeten Kommission waren aefteu bamit beschäftigt, eventl. vorhandene noch ... sügbare Wohnungen ausfindig zu machen. Wic weit ihre Bemühungen Erfolg hatten, bleibt nvih abzuwarten, festgestellt ist jedoch, daß tatsächliih noch Wohnungen bercitgestellt werden könnte^ wenn der gute Wille vorhanden wäre. Gröstcie Häuser, in denen 23 Familien gut untere bracht werden könnten, werden von 23 Leutr?

nmg noch nicht einmal lwhe Ertrüge in biejti Jahre abwirft. Auch das .Gras an Wegreinen uni Chaussee grüben wurde zu hoben Preisen verlaust. Sv wurden für etwa 250 Meter Graben an ixt Ockstädter Straße 200 Rüark geboten.

Q. Bad-Nauheim, 18. Juni. Eine hi« zmn Besten der Bad-Mauheimer Lazarett-Jnsajsei veranstaltete Haussammlung ergab du Sumn« von 8000 Mark. In diesem Betrog die Einnahme aus einer Wohltätigkeits-Beranstal' tung der Bctt>e-itzmd 'Kurverwaltung (enthalten. ' -m. Aus der Wetterau, 18. ,

lieber all ist bie Heuernte in vollem Q

M, Wilh. Bog> üäbermeifter, Jfcmtifter, Just ; K Sattletmeiilei Md Duchardt,' F

Kreis Bübingen.

Y. K o h b e n, 16. Juni. Die 5. Batterie bt$ Feld-Ärt.-Reg^. Nr. 25, die seit Ende Novembn ummterbrochen hier einquartiert war, hat Heu» unseren Ort verlassen, um Hebungen auf bem Sdsteßplatz bei Bad Orb zu halten. Zwischen Quartiergebern und den Soldaten bestand trog der langen Einquartierung in säst allen Fällen gutes Einvernehmen, so Daß den Truppen ber Abschied von hier recht leid tat.

Kreis Lauterbach.

Aut ihren Änlrag mürben mit Pension in den Ruhestand versetzt Becker, Oberzahlmeister im Jns.-Rcgt. 116, .201 enger, Oberzahlmeister im Feldart.-Regt. 61. ;

** Vor dem Schwurgericht begann ge­stern die Verhandlung gegen den Heizer Lewan- dawsky aus Nidda, welcher der Ermordung ziveier Madcüen im HimmelsbaMcheu Werk in 'Nidda angeklagt ist. ! u .

** I rn Walde vörirrt hatte sich am Montag nachmittag ber kleine Junge der Frau Degenharbt aus ber Scbillersttatze. Während bie Mutter im Walde Holz sammelte, ging der Kleine in einem unbewachten Moment in den Wald und verirrte sich. Ein Teil der hiesigen 1. Komp. Neichswehr-Regt. 36 nahm sofort freiwillig eine gründliche Abstreifung des Waldes vor und konnte den kleinen Ausreißer feiner geängstigten Mutter wieder zurückgeben.

*t Heringsverkauf. Jn sämtlichen Kteinhandelsgefchäften kommen ab 20. Juni Heringe zum Verkauf. Die Ausgabe erfolgt gegen Abgabe des Bezugsabschnittes Nr. 13 der alten Lebensmittelkarte; es entfallen auf jede Karte 2 Heringe zum Preise von 45 Pf. das Stück.

** Ziegenhalter. Das Landesernäh­rungsamt ordnet in einer Bekanntmachung an, daß Ziegenhalter als Selbstversorger anzusehen und ba'ber von dem Bezug von Vollmilch und Speisesett auszuschließen sind. Wenn sie mehr Milch, als ihnen zusteht, erzeugen, können sie von den Gemeinden zur Ablieferung ber Mehr- crzeugung heran gezogen werden.

** Ein Ei n br uchsdieb stahl wurde tn der verflossenen Nacht in einem Geschäft im Sel­tersweg begangen, 'wobei den Dieben weiße Ober­hemden, darunter toeldje mit lila Streifen, weiße und schwarze,Damenstrümpfe, gestrickte und seidene Selbstbinder, Mako-Hrrrenunteriactien und Unter­hosen und weiße Taschentücher mit bunten Rän­dern in die Hcwde fielen. Fortgeschafft hoben sie das gtfiWenc Gut in weißen 25x50 cm großen Oberhemden-Kcrrtons. Wer chber bie Täter und über den Verbleib der gestohlenen .Gegenstände, insbesondere wer verdächtige Perionen in der Nähe des Tatrortes, Bahrchsfftr., Ortsausgängen ge­sehen lmt, die derartiges Gepäck mit sich führten, wild gebeten, dies der Kriminalpolizei, Polizei­wache', Sicherhellswache ober einem Polizeibeam- teu mitzuteilen. >

xi. AllMenrod, 16. Juni. Ein lang fpegter Wunsch unserer Gememde ist jetzt in G» füllung gegangen. Allmenrod gehört zur Pfarrq

von auswärts erschienenen Käufer die Prcist außergewöhnlich in Die Hölie. Der Morgen kam ia Turchschllkitt auf 550650 Mark zu stehen. 5)abd handelt es sich durchweg um trocken gelegen^ Wiesengelände, das infolge der ungünstigen Wüt«

Kreis Wetzlar.

wa. Wetzlar, 19. Juni. Jn den letzten 2* äen wurde unsere Stadt mehrfach von anschci«»' feindlichen Und zwar amerikanischen Flvk zeugen überflogen.

Hessen-Nassau.

v. Alücke tätlich mißhandelt.

t. Fr anksu r t a. M., 18. Juni. Als heilt Kapitänleutnant v. Mücke im L>cl)umanntheLS vor etwa 5000 Schülern Über seine Erlebnisse sveci dmd im Lichtbilde die deutsche Flagge zeigte, ftiirrN ten aus den Kulissen mehrere 'Perionen, ixrania teiirtge Hilfspolizisten und ein Matrose, und w langten unter vorgehaltenen Revolvern von sofort aufzuhören. Es entstand furchtbarer Lüri Von den Brüstungen schrieen andere HilssB'' 'zisten und MatrosenMörder! Bluthund!" < Mücke hinab. Dieser setzte seinen Vortrag IO- wußte jedoch beim Schlußloort abbrechen, ba rj (Leute ihn gewaltsam niederschrien, »vährenb KinderTeittsdstand, Deutscmand über alles" c* (fbimmten und ältere Schüler dem Redner muh? J Hilfe eilten. Als Mücke das Theater verließ, er von etwa '20 Männern, Hilfspolizisten abermals Matrosen umringt unb mit Stöcken Fäusten mißhanbelt unb blutig gcfd> gen. Auch mehrere anbere Herren erlitten l11 isteiche Schicksal. Mückes Verlangen, man foufJlj auf bie Kommandantur bringen, wurde abgel^.I ,a3u den Franzosen bringen wir dich BluMm). I! Darm sdsteppte man chn unter Anpöbeleim dem Polizeipräsidium, wo ihn der Präpöcnl at Schutzhaft nahm. Später, als die Hilfspolizei ihrem Vorgesetzten, dem Präsidenten, die nmg des Offiziers verlangte, übernahmen in enn j «ischer Weise Herren von der iMminalabtn i'J] den Schuß des 'Seehelden. Er erhielt in fTa|l Abend sturrde den Besud; des Ober b ärgermn I

unb des Landesgerichtsprasidenten, die ihm tnr bauern über die Borsalle aussprachen. CberbiiTgiel meister Voigt stellte ihm bann sein Automobil,MI Verfügung, in bem Mücke Frankfurt a. M. verii lWl um von der nächsten Eifenbahnstation aus zUfahren. Er reiste bann auch tatsächlich um II WI vom Oftbahnhof ab. Der Zug erlitt aber VI Dörnigheim einen Aufenthalt, v. Mücke verherMgl Zug, um zu Fuß nach Hanau weiterzumaricm^c » Weitere Nachrichten über sein Verbleib liegen »|| zur Stunde (9 Uhr norm.) nicht vor.

An» Hessen.

Aus dem Finanzausschuß der Volkskammer.

rm. Darmstadt, 17. Juni. Der heute wieder zusammengekommene Finanzaus­schuß der Hess. Volkskammer hatte sich mit drei wichtigen Fragen zu befassen. Zunächst wurde die Regierungsvorlage betr. die T a g e- gelder und Reisekosten der Volks­kammerabgeordneten beraten. Da­nach wird vorgeschlagen, den Abgeordneten aus Darmstadt statt 13 jetzt 15 Mk., und den auswärts wohnenden Abgeordneten ein Tage­geld von 20 Mik. und für Uebernachtung den Betrag von 15 Mk. zu vergüten. Bon verschie­denen Seiten pnrd die Erhöhung der Vergü­tungen an die auswärts wohnenden Abge­ordneten für dringend notwendig erachtet, während die Erhöhung für die Darmstädter Abgeordneten Widerspruch ftndet, da nur ein Ersah für wirklichen Aufwand vergütet wer­den soll. Gegen eine Stimme wird die Vor­lage in diesem Sinne gutgeheißen. ZK der Regierungsvorlage betr. die laufenden Teuerungszulagen an Staatsbe­amte usw. entstand eine lebhafte Aussprache, in deren Verlauf auch die Zulagen anderer; Staaten herangezoaen wurden, und es ergab sich, daß die neue Vorlage ungefähr den mitt­leren Weg beschreitet. Es wurden eine Reihe' Verbesserungen vorgeschlagen und angenom­men. Die laufende Zulage wurde auf 1800 Mk. festgesetzt, die Kinderzulage von 480 Mark auf 500 201t. erhöht. Auch die Zulage der Witwen fand eine entsprechende Er­höhung von 500 Mk. auf 700 Mk. pro Jahr; auch sie erhalten die erhöhte Kinderzulage. Die Ruhegehaltsempfänger erhalten die in der Vorlage vorgesehenen 1200 Mk. Nach wei­teren kleinen Aenderungen findet dann die Vorlage einstimmige Annahme. Zugleich faßte der Ausschuß den wichtigen Beschluß, daß im Falle einer Besetzung die Re­gierung ermächtigt werden soll, die Regie­rungsvorlage als Notgesetz zu erlassen. Auch die vorgeschlagene Aufbringung der Mit­tel zur Deckung dieser Auswendungxn in Höhe von zehn Millionen Mark durch «bie Er­höhung der Einkommensteuer um rund 40 P rozent unb der Vermögens­steuer um je 20 Pf. auf 1000 Mk. wird gutz- geheißen. Die weiter auf der Tagesordnung stehende Regierungsvorlage betr. die Ruhe­gehaltsverhältnisse der Mitglieder des"Gesamtminifterium8 wurde zu­rückgestellt, um den Mitgliedern der einzel­nen Fraktiosten Gelegenheit zu geben, sich zu­nächst mit der Vorlage befassen zu können. Voraussichtlich dürfte die Volkskam­mer erst am 1. Juli zur Beratung der vorstehenden und anderer spruchreifer Gegen­stände zusammentreten.

Versorgungsgebührnissen . . .

Briesträger. Militärversvrgungsgebührnisse an kranke und gebrechliche Personen sollen zu­nächst versuchsweise auch in den OrtSbestellbezir-

ken durch Briefträger bestellt werden. Verletzte, die von dieser Einrichtung Gebrauch machen wollen, haben der zuständigen Postanstalt burch eine Bescheinigung ber Ortsbebörbe, ber amt­lichen Fürsorgestelle ober ber Polizeibehörbe nach- LUweisen, baß sie infolge schwerer Kriegsbeschä- bigung, insbesonbere wegen Beinverletzung ober aus sonstigen zwingenden Grünben B. War­tung unb Pflege brittcr Personen) ihre Bersor- aungsgebührnisse von bet Post nicht selbst ab- yolen unb and) burch Familienangehörige nicht abholen lassen können. Diese Rentenempfänger müssen die vorgeschriebenen Quittnngsformulare benutzen unb bie ausgefüllten Quittungen bis zum üblichen Eintreffen bet Gelbbesteller am Renten­zahltage bereithalten.

Der frühere ReichStagSaby. Prof. Dr. Werner hiett, tote uns berichtet torrd, auf Einladung des Tenttchvölkischen BumdeSwn Diens­tag abend im Hotel Einho-r« einen Bortvag über Die wahren Körnige unserer Zeit". Jn seinen ztoeieinhalbsüdLigen AuÄÄMnvgen vertrat er fei­nen genugfam bekannten Standpunkt, baß das Juden tum akS Raffe ein Fremd­körper unseres Staates fei, daß es stets ans Umfturzbetoegnnge« den größten Vorteil ge­zogen habe unb baß an ber gegenwärtigen Leitung unseres Staates Juben in roeit höherem Maße beteiligt seien, als ihnen nach ihrer Zahl (nur l°/o in Deutschland) gebühre. Alle an der Spitze ber ungarischen Räterepublik stehenden Männer mit einer Ausnahme seien Juben, ssbensv alle Führer bes Münchnrer Umsturzes unb bie meisten mssisckren Bolschewisten. Die Entwicklung ber iübischen Gclbmacht unb ihr Einfluß auf Wirt­schaftsleben, Presse und Politik wurde emgehenden Betvadstungen unterzogen. Die größten Hetzer gegen Deutschland wahrend beß K«yeS feien ans Deutsch­land stammende Juden gewesen, z. B. Pulitzer, ber Besitzer desNenpork HeraL", Schwab, ber ameri­kanische SiahlVnig. Lord Northcliffe (vnlgv Stern), ber englische Ztcktungsköaig unb Leiter ber Ententespionage, Reuter, ber Besitzer bes «Neuterbureaus, Greiling, ber Verfasser des Buches ,^accute". Weiter führte et aus, baß unser arnll. Wolff-Bureau während bes Krieges gemeinsame Agenturen mit Reuter in Hollanb unterhalten habe. Professor Werner sagte, et wolle nicht bie Juben unterbrückt wissen, sonbern im Äegen- teil, wie er die völkische Freiheit ber Deutschen wünsche, so trete er für das gleiche Recht für bie Juben ein. Gr begrüße deshalb bte Bestrebungen, den Zusammenschluß ber Juden in einem rein jüdisch nationalen Staat herbeiznfühten, wie ihn die Zionisten anstrebten. Langan haltender Beifall fdtfob den Vortrag. Sanitätsrat Müller, der u. a. über den zahlenmäßigen Anteil ber Juden seiner Fronwivision sprach, erntete dafür reichen Beifall. Ein Schlußwort Professor Werners und des Vorsitzenden der hieftaen Ortsgruppe des beutschvolkischen Bunbes, Dr. Lenz, schloß bte Betsammttmg.

Aur Stadt und Land.

Gießen, den 19. Juwi 1919.

Grotzfeuer in tBicfetf.

Heute nacht zwischen 3 und Vi4 Uhr wur­den die Wiesecker durch Großfeueralarm jäh aus dem Schlafe geiflflt. Eine Scheune in der Hofreite von Wilhelm Ford ach stand in hellen Flammen, die schnell auf drei in unmittelbarer Nähe stehende Scheuem von Emil Ludwig Haas, Ludwig Düringer und Johannes Hildebrandt III. Ww. übersprin­gen. Diese vier Scheunen brannten vollständig nieder. Außerdem wurde bas Wohnhaus von Elisabeth Balser RBro. schwer beschädigt, hier mußte von der Wiesecker Wehr bet Giebel niedergelegt wer­den, da das Gebäude sonst verloren gewesen wäre. Die Wiesecker Wehr war sofort nach Ausbmch des Brandes zur Stelle. Die Gefahr für die umliegenden Gebäude war aber erst beseitigt, als um 4 lürr die Gießener Wehr mit chrem Automaterial und vortreff- licben Schlauchleitungen anrückte. Außerdem beteiligte sich noch oie Tro her Feuer­wehr an den Löschuugsarbeiten. Die Ur­sache des Brandes ist unbekannt. Wenn auch oie Scheunen, mit Ausnahme der Heuernte, die teilweise erst am abend vorher eingefah­ren worden war, ziemlich leer standen, da wir kurz vor der Ernte steyen, ist der Schaden mit Rücksicht auf die jetzigen Berhältnifse doch außerordentlich groß.

Bon der Gießener Feuerwehr geht uns folgende Darstellung zu: Heute nacht 3.54 Uhr lies auf der Wache teleplwnisch die Meldung Großfeuer in Wieseck" ein. Gleichzeitig wurde um Hilfeleistung gebeten. Die Wache rückte so­fort aus und war 4.01 an Ort und Stelle. Es brannten einige Scheuern lichterloh, ein Wohnhaus war stark gefährdet, auf meh­rere andere drohte das Feuer ebenfalls LbeS-» zugreifen.'Die Feuerwehr nahm verschiedene Schlauchleitungen vor und kreiste das Feuer ein. Es gelang, die gefährdeten Gebäude zu schützen und eine bereits am Giebel in Brand geratene Scheuer noch zu erhalten. Nach eini­ger Zeit waren die Wehren Herr des Feuers, so daß nur noch Ablöschungsarbeiten vor­genommen zu werden brauchten, dre aber bttrö die Mittler Wchr LUvgeMrt toubcn*

** Ter Wasserverbrauch ist infolge der langanhaltenden außervrbentlishien Hitzje in den letz- teit Tagen ganz aewaltia gestiegen. Er betrug gestern über 10 200 Kubikmeter. Wenn mm auch das Wasserwerk in der Sage ist, den Anforderungen zu genügen, so empfiehlt es sich doch, mit dem Wasser sparsam umzugehen, bamit die nötige Was­serte ferne in den ohnehin etwas knappen Vorrats-

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Truppenübungsplatz nach ber Stadt an ihn gen- toten Protestdepesche am letzten Samstag aus bi hiesigen Staatsministerium mit einer Anzahl £ feieren feiner Umgebung einen Besuch geinLÄ

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schnittlich ausnahmsweise vorzüglich. Bei ber hm- imoter, gdfofar schendcn Hitze ist ber Ansatz für Grummet schstld! rrrfj nnMcht unb es wirb kaum ohne Regen eine auch ruf angehenbe Ernte in Grummet zu erwarten sein ßulage Auch alle anberen Gewächse leiben unter i»| sengenben Hitze erheblichen Schaben.