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Hl92 Drittes Blatt Gießener Anzeiger(Seneral-AnzeigerfürGberheffen)

Samstag, April 1919

Das deutsche Gfterdrama.

Bon Dr. Friedrich Spreen.

Die Entstehung des Dramas in der neueren Literatur ist auf das engste mit der Osterseier vcrkmtpft. Kirchliche uub volrstümlicl)e Elemente trawn 91er zusammen, um eine erste bülmen- mLwtp» Darstellung des grössten Stosses her geschrchte l^crvorzubrmgen. Schon aus der Reiben- Jett her lebten im deutschen Volk Erinnerungen an Tänze und Spiele, die zur Feier des Früh- lmpsanianpes auigeführt mürben. Ter alt- gcrman »sche Schwerttanz hat bereits gc- wisse dramatische Höhepunkte, und im ..komps zwrslt«n Sommer und Winter stieben zwei G^'gen- Parteien in heftiger Strei tret* auseinander. Diese dramatischen Vorklänge bilden freilich nur den volkstümlichen Untertan für die Gestaltung der Passion, die sich ans den Zeremonien des Gottes­dienstes entwickelte. Das Leiden des Herrn bietet dem deutschen Drama den ersten und zugleich größten Stoff, und die deutsche Bühne hat seit­dem nicht ansgehört, sich dieses Menschheits- chemas anzunehmen. Das grösste deutsche drama- trschc Werl der ,zftauft", knüpft in seiner weihe­vollen Verherrlichung des Osterfestes an die frühesten Versuche tettmfct an; in Umzügen und Gesängen haben sich jedoch heute im Volksbrauch Neste dieser frühesten Volksdramatik erhalten und sich sogar in einzelnen Darstellungen, wie dem Oberammergauer Passionsspiel, zu internationalen Veranstaltungen entwickelt. Tas Christusdrama von Georg Fuchs, das gegen­wärtig in Berlin das Publikum so tief ergreift, lenkt ebenfalls zu den primitiven Fonnen des mittclalterlick-en Osterdramas zurück. So ist noch vieles aus dieser Frühzeit des deutschen Theaters unter uns lebendig, in der auS den zarten Kei­men der Osterseier der mächtige Baum des deut­schen Dramas erwuchs.

Die Frühmesse deS Ostersonntags schließt einen dramatischen Kern in sich, indem nach dem dritten Responforiurn der Chor in feier­licher Prozession zu einem Orte neben dem Altar zog, der durch das am Karfreitag aufgestellte und in ein Tuch gehüllttr Kreuz alS Grab Christi bezeichnet war. Der Chor schied sich an dieser Stelle bi zwei Teile, von denen der eine die Worte der Marien, der andere die Worte der wachel>altcnden Engel sang. Diese Rede und Gegenrede, der Keim des deutschen Osterdramas, sind uns zuerst in einer St. Galler Handschrift des 10. Jahrhunderts lateinisch überliefert und lauten in Uebecsetzung:Won suchet Ihr im Grabe,

Ihr Christinnen?" ,Lesus von Nazareth, den Gekreuzigten, Ihr Himmlischen."Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Gehet hin, verkündet es, da er aus dem Grabe auf­erstanden." Aus dem Chor traten bann allmählich einzelne Personen heraus. So erschienen nach Beendigung der Frühmesse zwei Kleriker, Palrnen- »weige in den Händen, die die Engel darstellten, und lebten sich an dem leeren Grabe nieder. Tann kamen drei andere Kleriker, in weiten, wallenden Chormänieln, Weihrauchsüsser schwin- geirdz als Marien herangeschrrttcn und sahen sich dabei suchend um. Nim richrcten die Engel an sie die Frage, die Marien antworteten, und bei dem Er ist auferstanden" fiel der Chor mit Gesang ein. Später traten immer neue Hymnen und -LeauLnzen hervor und gestalteten die Szene am Grabe weiter aus. So ist uns die Osterieier noch &im lateinischen Gewände aus dem 12. Jahr- rt überliefert.

Ter wichtigste Schritt zum eigentlichen -A-rama, die Hervorhebung und Jnbivümaiisierung einzelner Persönlichkeiten, war aber noch nicht vollzogen. Gemeinsam fragten die drei Marien, gemeinsam antworteten die Engel. Erst in einer dem 13. Jahrhundert angehörigen Osterseier aus Trier greift zum erstenmal die EinzAperson in die Handlung ein, und zwar dadurch, ba& die Engel jede der drei Marien auffordern, einzeln ihre Antworten zu sagen. Nun tritt zu der Grabesszene auch schon eine zweite dramatische Handlung hinzu, die sich zuerst in einer Augs­burger Feier findet; bck Wettlauf des Johannes und Petrus zum Grabe, in dem fix Linnen und Schwcißtuck des Herrn finden. Zum wirllichen Drama wird die kirchliche Osterseier durch die Einführung deS Helden selbst, indem Christus der Maria Magdalena erscheint. Eine 9türnberget Feier aus dem 13. Jahrhundert zeigt bereits eine reich ausgebildete Szenenreihe, die schon die liturgischen Formen sprengt, und in die lateinischen Hymnen und Chöre tont mächtig ein deutscher Gesang herein, das einfach gewaltige Öfter liebChrist ist c r ft a n b e n". Das volks­tümliche .Element pocht ungestüm au die Pforten der gottesdienstlichen Zeremonie und ringt zu eigener Gestaltung in Sprache und Inhalt. Eine gewisse schauspielerische Mimik und Szenicrung hatte sich in den kirchlichen Ostersciern geltend gemacht Tie Aufführungen lagen in den Händen derfahrenden Stlerifcr", die eine Act geistlicher Berufsschausmeier darstellten. Eifernde Bußpre- diger begannen gegen diese Profanierung des Heiligsten aufzutreten; Verbote gegen das Er­

scheinen dieser Wanderpriester in der Kirche wur­den erlassen. Das Volk aber hatte das Oster- spiel, das ihm in anschaulichen Vorgängen den lateinischen Tert erläuterte, tief inS Herz ge­schlossen.Wir wollen haben ein OstersPiel; das ist fröhlich und kostet nicht viel," erklingt der Ruf immer lauter im 14. Jahrhundert. So ward die Osterfeicr aus dem Gotteshaus ins Freie verlegt, und jetzt erst begann die eigentliche Entfaltung znm Dolksdrama. Nun wird der brutsche Text die Hauptsache. In einem Trierer Spiel des 13. Jahr­hunderts finden wir bereits die lateinischen Hym­nen und Sprüche fast überall in deutsche Reim­paare übersetzt; ein anmutig schalkhafter und an­schaulich derber Geist umspielt die ernsten Sätze der Vulgata, und je mehr das bürgerliche Element in den Darstellern sich neben dem geistlichen geltend macht, desto stärker wird das Latem von dem geliebten Deutsch verdrängt.

Die ursprüngliche Form des Ostec- d r a m a s, wie wir sie im 13. und 14. Jahr­hundert finden, besteht aus einer Reil* von Szenen, in denen sich an den Gang der Frauen zum Grabe der Dialog zwischen dem auferstan- dcuen Heiland und Maria Magdalena anschließt; dann folgt die feierliche Verkündigung der Auf- ierstehung und der Wettlauf der Apostel Petrus und Johannes. Diese Apostelszene wird bereichert durch die Einführung des ungläubigen Thomas, dem Christus auch erscheint, und der Gang der Marien cihält eine volkstümliche Ausgestaltung durch die Begegnung mit einem Salbenkrämer, dem die heiligen Frauen die Salben für den Leichnam des Herrn ablaufen. Das Auftreten des Krämers wird dann zu einem ganzen burlesk-derben Possenspiel ausgcstaltet: der Kaufmann, ein arger £luad|alber und Wunderdoktor, erhält ebute lusti­gen Schalksknecht Rubin, der ihm mit seiner Frau binchbrennt; dazu gesellt sich noch ein Unter» knecht Puster- ober Lasterbalk, und so entsteht eine richtige Jahrmarktsfarce, die in den feier- licben Ernst des Ostcrmorgens mit schallendem Gelächter hineinführt. Doch auch grandiose und weihevolle Szenen weiß das Osterdrama zu sck-affcn. Man verlangte nach einer anschaulichen Darstellung hes wichtigsten Vorganges, der Auf­erstehung! Christus steigt aus dem Grabe empor, die Siegesfahne in der Hand, und singt selbst das: Ich bin auserstanden". Zum Bilde des trium­phierenden Heilaicdcs, das uns auch in den male^ rischen Wecken jener Zeit so wundervoll entgegen^ leuchtet, gehören die Wächter, die uns als derbe K^iegsknechle geschildert und einzeln charakterisiert werden. In prahlerischer Großmannssucht ver­

sichern sie ihre Wachsamkeit, um bann um so fester einzuschlafen, und auch ein Torwächter, der ihnen ein mahnendes lagcücb singt, kann sie nicht er­wecken. Mit ihnen zusammen tritt Pilatus auf, der seine Lehnsmannen an ihre Pflichten mahnt. Auch die Juden erscheiium in langer Prozession, von Kaiphas und Hannas geführt, und iiehen mit komischen, halb Iwbcäischen unb halb lateim- schen Gefälligen zur Synagoge, um hier Rat zu holten. Während diese breit ausg.führten Szenen sich als (Einleitung in farbigen Bildern entfalten, wird nach der AuserslelMngsfzene Christi Höllen fahrt geschildert. Tie Patriarchen der Vorhüfte ersehnen die Ankunst des verkündeten Messiae. dann erscheint der Herr und befreit die gefauqeueu Seelen nach hartem Kampfs mit den Teufeln, Ire sonders mit Luzifer und Salanas. Die burleeT Vludmaluiicp der Hölle und des wüsten leufeUxufv die lehrhafte Mahnung an Strafe und G.iichlt. die damit verknüpft siich, treten allmählich sa stark in den Vordergrund, daß ganze T e n fe l S s pi e l in das Oftcrdrama eingefügt werden. Die durch den Sieg des Herrn leer unb öde gewordene Hölle wird von den Boten Luzifers wieder mit allerlei Sündern bevölkert, die. herbeigcschleppt. vor dem Thcvne des Höllenfürsten ihre Schundtaten be- rickittn. Luzifer wächst in ferner tragischen Em­pörung gegen Gott zu einem dämonisch dusteren Gegenspieler des Heilandes empor.

Wir keimen eine große Anzahl solcher nixfi entwickelter Osterdramcn d,-s MttteloltecS, bi*' einen engen, durch volkstümliche Tradition unb handschriftliche Ueberlieferung. fort gepflanzten Zu­sammenhang haben und sich nach der Bevorzu­gung bestimmter Szenen und Ndvlive irr einzelnen Gruppen zusammen fassen lassen. Tas beucutenbftr dieser Werke ist daS Redenttner Osterspiel, das in der erhaltenen Handschrift vom 20. ^November 1464 aus Redentin, einem Gehöft in der Nähe beS Zisterzienser Klosters Doberan im MecUenburgi schen, datiert ist, unb wahrscheinlich um diese Zeit von einem Kleriker verfaßt wurde. Es ist daS gc n altigste Drama des MfttclalterS, eine Dichtung, die auch heute noch durch die reine Ebistuchbett der Erfindung und eine stolze Jnnerlick)keit der Anschauung zu ecsckKttern bermag. Das Oster brama ist hier zu einem nmchwvlleii Wcltgedicht gestaltet, das durch Himmel und Hölle, von der Erde zum Paoadiefe führt, das Heilige nrit dem Teufischen, das Er Eibene mit dem Komischen ver­bindet und neben die heiligen Wunder der Auf­erstehung realistisch geschaute Bilder des Lebens stellt.

Bekanntmachung.

Holzversteigernng

Das Universitäts-Rentamt ist wegen Umzugs am 23., 24. und 25. d. Mts. geschlossen. Von da ab befindet es sich bis auf weiteres im Erdgeschoß der UniversitätS-Biblivthek, Keplerstraße 2.

Gießen, dm 19. April 1919. 4963B

Dermaltungslmsschuß der Landesuniversitöt.

G i s e v i u Zl.

Nntzholzverkauf.

Am Montag dem 2 8. April d». Js., vocm. von 10 Uhr ab, kommt in der Gast­wirtschaft von Friedrich Schmidt zu Großrechten- bach folgendes Nutzholz der nachbeKcichneten Ge­meinden zum Verkauf:

l.Gemeinde Großrechtenbach:

Distrikt 10 a Mütelrod Nr. 1 u. 88 2 Eichen- ftämme III. unb IV. Kl., 1,59 Fm., Distr. 4 b Tiefe Graben Nr. 1 bis 132 138 Fichtenstämme in. und IV. Kl., 34,53 Fm., Nr. 123 bis 144 120 Fickitenstanaen I. Kl. mit 10,80 Fm.

2.Gemeinde Hörnsheim:

Distr. 5 a Selzerstück Nr. 1 1 Eichenstamm I. ÄL,

int Sicher Stadtwald.

In den Distrikten Mönchköpfe, MaurerkasverS- köpf, Langebuche, Qidjtentopf unb Plattenwald werden ftreittiA den LS. Avril 1910 nach vor­heriger Zusammenkunft nm Kreuzungspunkt der Konzebühl und viittelsckneife in cküönchköpfe, vor* mittags 10 Uhr «nfanaend. versteigert:

Zweiter, Rm.: 14,7 Fichten 18. Knüppel, Rm.: Eicke 60, Birte 10, Erle 60, Lärche 10, Fickte 13, Sitefer 3. Reisig, Wellen: Eiche 30d0, Erle 750; Fichte 180 Wm Kieler II Rm. Stöcke, Rm.: Bucke 190, Eicke 32, Erle 10, Fichte 140, Kieler ß. Stämme: Eicke 179 Stück 63 Fstm. «Waguer- 6oU), Weymutökieser 5 Stück 1,13 Film , Fickte 0,74 Fstm. Derbstangen: Eiche 70 Stück 8,30 Fstm-, Fichte 10 Stück 0,92 Fstm. Nutz- knüvv.l, Rui: Fickte 6 i3 Mtr. lang», Eicke 4,5 (2,2Uitr. lang). Nutzreisig, Rm.: Fickte 5, Esche 3.

Die Eichenstämme kommen am Vormittag zur

Bürgermeisterei Ltch.

D ö r m e r. 4947B

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Trohe für

2,84 Fm.

3. Gemeinde Lützellinden:

Distr. 2 b An der breiten Straße Nr. 85 und 86 2 Kiefernstämme II. unb III. Kl asst, 2,69 Fm. Distr. 5 Dachsbau Nr. 1 bis 4 4 Eichenstämme I.JV. und V. Kl., 11,71 Fm. (darunter 1 Stamm mit 9,61 Fm. Inhalt).

4.Gemeinde Hochelheim:

Distt. 16 Marsforst Nr. 1 1 Eichenstamm I. Kl., 1,41 Fm., Nr. 82, 83 und 170 3 Eichenstämme II Kl., 3,18 Fm., Nr. 84 1 Eichenstamm III, Kl.,

49378

Der k. Bürgermeister. S chneider.

0,87 Fm.

5. Gemeinde Vollnkirchen:

Distr. 11 Saal Nr. 1 bis 5 Eichenstämme I. Kl., 10,46 Fm., Nr. 6 bis 8 Eick-cnftämme II. Kl. 4 70 Fm, Nr. 10 Eichenstamm III. Klasse, 0,80 Fm., Nr. 13 und 14 Nutzholz (Küferholz) 2Rm. Distr. 3d Kühuntcr 3b Nr. 59 bis 68 10 Kiescrnstämme IV. Kl., 3,43 Fm.

6. Gemein de Weidenhausen:

Distr 2 und 3 Eichmamisberg Nr. 1 unb 30 2 Eichenstämme I. Kl 2,20 Fm., Nr. 2 bis 5 und 31 5 Eicknmstämme II. Kl., 3,94 Fm., Nr. 32 und 33 2 Eickymstämme III. Kl., 1,15 Fm., Nr. 6 unb 34 2 Nm. Eichennutzholz (Küferholr).

Großrechtenbach,den 15. April 1919.

Bilanz am 31 .Dezember 1918

Aktiva Je

1. kaffenbestand - 0 495,92

2. Debitoren nach Angaben d. Lagerhalters 296,48

3. Warenvorrat 3 776,45

4. Inventar................. 85>~

7 663,85

^Passiva

1. Mitgliederguthaben . .

2. Ansgeuommene Kapitalien

3. Warenschulden...............

4. Reservefonds - - -

5. Roch auszuzahlende Vergütung an den Lagerhalter............«...

6. Deiricbsrücklage-Konto..........

7. Reingewinn 1 U4U'7Z

7 653,85

Die Zahl Her Mitglieder betrag Ende 1917 18

Ausgetreten sind in 1918

mithin Stand Ende 1918

Saasen, den 15. April 1919. «sw

LMMMti. Sloafumnerein e. 8. kl s. h.

Saasen.

Der stellv.Direk-ftor: Der Lagerhalter: ^"^chnec: Karl Koller Johann Schepp Pau! Schmitt I.

jH

170,- 1500,- 1 692,63 1 955,22

545,28

750,-

1919 Rj. liegt vom 22. d. Mts. an eine Woche lang zur Einsicht für die Interessenten auf der Bürger, meistere, aus. 4926

Trohe, den 17. April 1919.

Bürgermeisterei Trohe. Schmidt.

Freiwillige Versteigerung.

Dienstag den 28. n. Mittwoch den 23. April, vormittags 10 Uhr anfangend, versteigere ich in derKrone" zu Bad-Nauheim im Auftrag der Frau Otto Abrie Ww. öffentlich meistbietend gegen so­fortige Barzahlung:

15 Betten, dar. 6 engt. Metallbctten, 2 Kinderbetten, Roßhaarmatratzen, 'Klnmemtö, Kopskinen, Bettkoller, Steovdecken, Wasckiiscke, Tücke, Stühle, Nacht­schränkchen, ante Vorhänge nebst altem Zubehör, 2 große Brüsseler Teppiche, 4'/,x3»/., noch gut, Sotodläufer, MeMnaläuserstangen, Garten- und Balkonmöbel, 1 Nollschutzwand, Polstertüren, meii- rerc große u. kleine Svicgel, viele Bilder. 1 Partie Porzellan und Glassachen sowie sonstiges Kuchen­geschirr, 2 Ablaufbretter, 1 Wage mit Gewichten, «Lervierbrclier, Wasckgnrniiuren, Toiletteeimer, Wasserflaschen, 1 Bünelöscken, 1 große Küchen- anrichte mit ichw. Bncheuvlatie u. Morinor-Einlage, 5 Sckubkaften und 2 Seitensckränke, 1 ebensolanger Wandbänkel, verschiedene Waschbütten, Zinkwannen, 1 große Wäschemangel mit 8 Rollew eine Partie rlektr. Lamven und Beleuchtungskörper. Ferner eine Partie Bettwäsche, Tischtücher und Srrvienen.

Versteigerung bestimmt. 40461)

Schuch, Pfandmeister und Auktionator.

WVilligeLerßchtrW.

Mittwoch den 23. April 1919 versteigere ich aus dem Nachlaß des A. Behr Neustadt 65 im Pfau gegen Barzahlung und zwar:

Bou vormittags 107- Uyr ab:

1 Büfett (Mahagoni mit Marmorplatte), 1 Spiegel, schrank, 1 großer Spiegel mit Goldrahmen und Mar- moruntersatz, 1 Garnitur Plüschmöbel mit Roßhaar« Polsterung, 1 Garnitur Polstermöbel (Rotzhaarpolste. rung und Seidenbezüge), verschiedene Spiegel und Sofas, eine antike Truhe, 1 geschnitzter Eckschrank, 1 antiker Spiegel in Kirschholz, sowie sonstige wert­volle Hausgeräte. Außerdem ein modernes Speise­zimmer (eiche), bestehend aus Büfett, Dresioir, 8 Stühlen, Ausziehtisch und Spiegel und ein komplettes Boudoir.

Nachmittage von 3 Uhr ad:

2 hanbgemalte reichhaltig assortierte Porzellan- eroice für 18 bzw. 9 Personen, Kaffeeservice, Kristall- iläser, Rippsachen, ein großer Posten fast kaum ge- »rauchter Tischwäsche, Bettwäsche, Gardinen sowie onftige Leinensachen.

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,7. 22. April d.).einfchllehlich

W geschlossen.

Gießen, den 14. April 1919.

Freiwillige Versteinerung.

Die zum Betriebe einer Glaserei gehörige komplette maschinelle Einrichtung, bestehend nuc>: 1 Elcktrornotor41/, PS., 1 Bandstiac, 1 Yomb. Fraic, 1 Sckileismafckine, 3 tpobclbänkcn und verschiedenem Zubehör sowie einer Partie Werk­bolz, will ick Mittwoch den 23. April l. I., von vormittags 10 llbr ab. In meinem Hause Metzger­gasse 18 gegen bare Zahlung meistbietend versteigern taffen. Große Werkstatt nebst LogiS können evtl, mitvermietet werden.

Lllsield, den 15. Avril 1919. 1S32

Theodor Köhler Wwe., Glasergeschält.

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