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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Er. 92 Zweites Blatt

Samstag, 19. April (9(9

10 Uhr.

*

Knaben- Äm\

| penflon. t » t bacha M. I

l Rcalflaff.,verb m.vorfchnle, ert.rlnfährigenzeugn^

Geii.e voraus, biü nächstens Lgenb en betrag eit er

Zitiere nid);!" bat Umbach unb hob flehend

die Häiite.

mir fürchterlich zu toctben. Ms prak­tischer GesäKsismann"

..Ach du meine Güte!" Das toor Mieder Umbach.

als praktischer Geschäftsmann werde öd) mich se.'bst schützen. Wozu haben mir Pwatdetck- tiv-Jnslitute? Ich wnte tioci Dutz-nd der (»es,en Drück ive hinter diesem Sch evfe herl-etzen mid ihn zur Strecke bringen! Enb.iüllig!"

,.Tas mird sehr teuer tverden?" meinte Um­bachAber du kannst dir ja den Scher- erlauben!"

Letzte Nachrichten.

Tie Vage in Bayern.

Berlin, 19. April. Ueber die Vorgänge in Badern liegen in den Morgcnblättern folgende Meldungen vor: Nach Mitteilung ebie-5 Gewährs­mannes desB. T." wird die Regierung Hoff­mann einen entscheidenden Schlag erst führen, ivenii 39 090 Mairn b;e Stadt eiuge>ch!os en haten.

Die Münchener sehen den kommenden harten Kämpfen mit Bangen entgegen. Sie befürchten, das; sich die Spartakisten bei ihrem Rückzüge in die Negrerungsgeiwnde flüchten werden, um die Re- gierungstruppen zu zwingen, diese -Gebäude an­zugreifen. ________________________________

Israelitische Aeligionsgemeinde. Gottesdienst in der Snnagoge (Süd-Anlage) Montag den 21. und Dienstag den 22. April 1919: 7. Tag. Passah- est-Ende. Vorabd.: 7.30; morg.: 8 30. 8. Tag. Vorabd.: 7.30; morg.: 8.30; abds.: 7.50. Festesausgang: 8 20.

Ter Herr Rittmeister von Umbach und der Freiterr von Armbrüste schlenderten auf dem Heimm g über die Lachen.

Ter Freiherr von Armbrüster fing es sehr schlau an:

Ach. Umbach," meinte er so ganz nebenbei, du verkehrst doch im Hause des Konsuls Rosen­berg?"

3<t"

Gr ist Konsul der Republik Costalinda^

Gan- richtig."

Ich intendiere mich für doMutba!" So?"

Ja. Geschäftlich. Es gibt dort reiche Lager von Wo' sra merzen"

Ach so!"

, und der Konsul fdrntie mir vielleicht rich­tige Äuskwifte geben. Wi lst du mich ein führen?"

Aber das ist ja burrfyaud nicht nötig, lieber Junge"' sagte der Rittmeister g'eichmülig.Tie Geschäftsräume sind in der Behrenstraße"

Weist ick>!"

und es ist selbstverstmchlich, das; du keiner Einführung bedarfst, Menn du den livusul r: seiner amt.ichm EigensckMft als Lvonsul zu sprechen wünschst."

Kann ich mich auf dich bestehens

Hm meinetM gen . . ."

Da wurde Dorival:e:id.

Was ist beim los mit dir?" schrie er.Sei doch nicht so dickfell g. Die Sache ist für mich von Wichtigkeit. Eine cpitr Empfehlung schadet nie, wenn man jemand um eine G.'(Bligkcit bi tct. Ich hätte gerne, wenn du mit mir zu dem Konsul Singst."

Kann ich ja machen. Leider bin ich gerade jetzt von z?hn bis zwölf Uhr nie dienstfrei," ant­wortete der Rittmeister gelassen.

Wir fömtien den Herrn Konsul vielleicht einmal gemeinsam in seiner Wohnung aufsuchen.">

Können wir. Können wir auch nicht. Und» nun will ich dir mal was sagen, mein Lßter: Tn sck)einst dir im Ausland eine gänzlich mdeutsche Begebung fürs Schwindeln angl- Lpiet yi haben. Konsul Rosenberg mag sehr viel über Walframerze wissen. Aber er hat auch yixi Töch er. Tie ältere ist mit einem Prokuristen der Teulschen Bank verlobt. Tie jüngere h.istt Ruth"

Ach..."

Hübscher Name, nicht wahr? R tl> nun bat pnir von einem Frechling erzählt, ter sie in der Oper begafft und auf einem Spriierntt mit ihr^ hm, an bandeln wollte. Merkst du was?"

Donnerwetter!" schrie Dorival.

Tja. Donnerwetter l Im übrigen kann ich dir nur abraten. Ruth ist zw-'.r sehr schön, aber sie hat einen schlechten Ehurakter!"

Was?"

5a! Emen mifcrnbTen Eharakter Ich fiebt sie, und sic will mich nicht. Ta mm weiß' du's?"

Tas das is ja reizend!" stöhnte TocioaL'

(Fortsetzung folgt.)

Zu größeren Zusammenstüsten zwischen Roten Garden unb Truppen des 7. Jni.-Regts. soll eS, wie verschiedene Blätter aus Oiürnberg melden, bei Freising gekommen fein.

Wie dieDeutsche Allgemeine Zeitung aus Bamberg meldet, haben besorgniserregende Nackv- richten, die bei der Regierung Hoiima_ ui an­gegangen sind, diese veranlagt, ihren Widerltand gegen die Bildung eines Freiwilligen« ko rps in Bamberg au zugeben.

In München hernchl ein furchtbarer Terror Eine ganze Anzahl Bürger, Arbiter und Soldaten seien bereits erschost'en worden. Die Lebensmittel, welche die Reglet nng Hofimaun nach München leitete, um die Bevöl.c.ung n d). um der Spartakisten willen Hunger leunm zu lasten, wur­den von diesen beschlagnahmt und jür die Rote Garde verwandt.

ine neue Räte-Negierung in München.

Bem, 18. Avril. (WTB.) TieGazette de Lausanne" veröstentlicht eine von der reaktio­nären Agence Centrale herrührende Münchner Privatmeldung, wonach die Bildung einer neuen Räte-Reg eeung aus Unabhängigen und Kommu­nisten beschlos eit worden sei. Au cnmu.i.ier werde Richard Greiling, der Verfasser des Buches J'aeouse". ,

Berlin, 19. April. Wie aus Mumberg gemeldet wird, sind vor Tachau igcfterti abend nürttembergtjck)e Truppen in Starte von 3000 Mann angetommen.

Berlin, 19. April. In München wurde von den Kommunisten die Lebensmitlelbeschlag-, nähme in Gastwirtschaften und bei den Besterndcn zu Gunsten der armen Bevölkerung angeordnet. In der neuen Regierung sitzen Lewin, Aj>cte rod und Levien.

Der Putsch in Offenbach.

Offenbach a. M 18. Ap il. lWTB.) Zu den Doreomur i>feu in Ofjenbach wird noch er­gänzend genultet: An der Versainnüinig der Kvm- munisten aut dem Wi helnurplntz beteilig en sich einige hundert Personen, die gegen die Regierung pwlestierten., Tie Menge zog da m mich Beendi- girng der Versammlung noch der Kasenic, um die Räume des Vollseates zu besetzen, der dort seinen Sitz hat. Ter Zug war inzwi'chm auf mehrere tausend Per so r e ir, a g wach en Ein A -a L Kommunisten e r b r a ch d a . i n«rne T v r und drangen in den Hof der Kaserne ein. Wie der Dolksrat mittcilt, griffen die Kvmmu"i'trn eine dort ausgestellte Kompagnie mit Handgrana­ten an mrd versuch'e, der Truppe ein Maschinen­gewehr zu ent reißen, sie wurden a'xr zufückge-. miesen, drangm aber dann noch nals vor. Tann erst feuerten die Regierungstruppe» mit Gewehren, Maschi'-eig roebrrn und Handgra­naten. Die Zahl der Toten wird auf 11 und di« der schwer Verleben aitf 6 ang-geben: auch eine noch nicht fcitgeiMIte Zahl leidjtercr Berste i'.wigen sind zu verzeichnen. Unter den Verwundeten bei finden sich auch verschiedene Soldaten.

Verhaftung Eichhorns.

Berlin, 19. April. Die Nachricht, daß Eich« ' Horn auf der Flucht zwischen Holzminden unb : Härter mit feinem Flugzeug eine Notlandung vornehmen muffte und bei dieser Gelegenheit ; durch Regierungstruppen festgenommen wurde, ist gestern nachmittag in Bramischweig amtlich bc- i ftätigt woroen. Eichhorn wollte, wie vermutet ' wird, ein Versteck bei den Bergarl-eitem des Ruhtt reviers aussuchen, wo er die ganze vorige Woche : verbracht hat.

Umbach rief: ,__

£>a(t! Sie hat etwas darauf geschrieben.

Er strich den Zettel g'att, las ihn und gab ihn an Dorival. Aus tem Stück Papier Itanb:.

Geliebter! Ich erwarte N ichrich postla^rnd W. 30 unter G. L. Ich mutz dich sprochn. Dein Gretck^n.ist ^^Eiblich!" rief Dvrrv.il ,Dst- fer Emil Schnepfe scheint wahrlich ein li-ter Mensch zu sein. Er bat der Arten und der Jungem gleich» zeitig den Hof gemach:. Fabellraft vielseitig!"

Er wollte das S ück Papier zerreißen

Dann bestnm er sich. Wozu das Geschreibsel neug-eri'ien M^ieraugen preisgeben er steckte den Zetel in die WerendFche . . .

Und den Rest tes Abends verplauderte man mit der Angelegenhei: Ein.il Schnepfe.

Die po iydiiäx Segitima tonstirte genügt mir doch nicht!" erklärte Dorival endlich.Die

Aus dem Amtroerkündigungrblait.

* Tas Amtsverkündigungsblatt vom 17. April enthält: Bekanntmachung Nr. W. 40./3. 19. über Lfeichlagnahme und Bestands­erhebung von Torfsafern (Blattschi en von Erio piwimm) der Reichswirtschastsstelle für Wolle vom 1. März 1919. Verordnung über die Abände­rung der Verordnung über die Neuausstellung von Zulassungsteschinigungen für Kraftfahrzeuge vom 21. Februar 1919 (Reichs-Gefebbl. S. 243) Vom 31. März 1919. Verordnung zur Behebung der dringendsten Wohnungsnot. Kriegsbeschä­digten- und Hiiiterbliebenensürsorge. Kohlen.

Renausstellnng von ZulassungS- bescheinigungen für Kraslsahr euge.

In einer Abänderung der Verordnung wird be­stimmt: Die der Militärverwaltung gehörenden Kraftfahrzeuge, bei mobilen Heereslerbänten, die den Oberkominandos (Nord, Süd, Lüttwitz) un- terfteben, erhalten ledistich einen römischen Unter» sckteiduugsbuchstaben (N, S, Lj in roter Farbe nebst fortlaufender Nummern. Einer erneuten Zu­lassung bedarf es für diese Kraftfahrzeuge nicht. Die am 15. ?lpril 1919 endigen >e F.ist wird auf den 30. April 1919 erstreckt. Für Kraftfahrzeuge, deren Neuznlafsung bis zum 30. April 1919 nicht hat erledigt werden können, erteilt die zuständige ZulafsungsbeHörde eine Bescheinigung, daß die Er­neuerung der Zulasfung rechtzeitig beantragt wor- ben ist. In Verbindung mit dieser Bescheinigung behalten die bisherigen Zulsssungsbescheinigun'.zen und das bisherige Kennzeichen Gültigkeit auch über den 30. April 1919 Humus bis zur Erledigung der Neurnlafsung.

Zur Behebung der dringendsten Wohnungsnot werden die Kreisdirektoren im unbesetzten Gebiet für iljren derzeitigen Bezirk zu Bezirkswohnungskommissaren bestellt.

Kohlenversorgung. Nach dem Rund- jkfjreiben des Reichskommissars für Kohlen Vertei­lung soll ein großer Teil der für das laufendo Hausbrandwirtsckwftsjahr ausgeycbenen Bezugs­scheine, die nicht mehr beliefert worden können, zum 1. Mai 1919 für kraftlos erklärt werden. Das Kreisamt empfiehlt daher beit Kohlenhändlern die Lieferanten auf Belieferung zu drängen, damit noch ein großer Test ihrer rückständigen Bezugsscheine beliefert wird.

D i e Räude bei einem Pferche des Heinrich Wagner 7. in Bollnbach ist crlosch.m. Die angeord- ncuin Sperrmaßregeln sind ausgehoben.

Beilegung des NngeftrttkcnstrcjfS?

Berlin, 19. April. (WTB.) Tie Einige ungsverhandlungen, die gestern über die Ästw- legung des Angcstelltenstrciks in der Metallurg dustrie unter Vorsitz des Rcichsarbeitsministers Bauer geführt worden sind, leiben bis 1 Uhr nachts a.Hruert. Es ist gelungen, ein Ergebr.iS zu erzielen, das die sofortige Beilegung des Stteiks gcwiß ersch.inen läßt. Es ist in Ergänzung des vom Schlichttrngsaussckmh gefällten Sckmds- spmches vereinbart wurden, daß den Angestellten eine geordnete Mi.wirkung bei a len Fragen des Tienstverhältnisses, besonders bei Ei ntellnugen, Künd'gungeu und Ent assungen von Angestellten gesichert wird. Tie Enlsch.ndnng über den Ab- bnich des Streiks wird voraussichtlich hi der für Sonntag morgen einbcrufeiioi Obmch.nerverfamm- lung fallen.

Schlkifnnst der FcstunqSanlnsten Don Helqolund?

Berlin, 19. April. Aus Rotterdam wird gemeldet: Der Rat der Vier h t beschlossen, daß die Festungsanlagen von Helgoland ges äste ist hxr* den sollen.

licher Tüchtigkeit den Kampf um ihre Eristenz auszunehmen. Ter Untervsftzier-Verband betrachtet es als seine Hauptaufgabe, das Wissen feiner Mit­glieder zu bereichern, bie Bildung zu heben, die Erziehung zur persönlichen Tüchtigkeit und bie Pflege bet Kamerabschift zu fönxrn. So ivird es mandxn Unterosfizieren möglich sein, sich eine intspreckL-nde Stellung bei Stal>tverwaltungen ober in privaten Betrieben zu crrinl>-n. Ta viele Städte, besonders GarnisonsiLdte, s-hon ftül>er Mi- litäraronärter in ihren Verwaltungen anstellten, geben sich die Unteroffiziere der Garnison Garßen der Hoifttutig hin, daß txe Stadt Gießen die- em Beifovle folgen nxrb.

**Söhne be Volkes" beißt der große Problem itzn bc:- ifchen SchriststellesOe O - en", der bau gro» pvlstchlr- Dr-una miß dcn letzten Tag-.'n jchi bett. TieUmstürzler", bie an Hunderten von Orten der Erde gl-rli.citig geheim ober offen ihve^de g/gen t>« frieblühp unb ge ordnete Gemeinick^st des arbeitenden ux) Werte schaffent'eit Volles erleben, werben am 29er1k ge­zeigt. Wenn d-tnn die Hände, bie zerstören wollten, sich im ersten Jnstm?t des Schaftenwallcns regen, o bat das bewegliche Bild mit leuchtender Tat be­wiesen, daß es eine Mission und fite zu hohen Zielen hinw^'endc Taseinsbereck, ignng hat. Tenn in diesem Film nnrb rnockl ter Arbecher zum Bürr^-r, und um alle Menstch-ei zich! sch der heg' ü-kenie Kreis. Tas voliti'-ck',.' Filmwerk flotnnnt ab den 19. Avril bis inkl Fneitag ben 25. Aprst in den Schwarz-Weiß--Lich spicken zur Uraufführmtg.

HrssfN Wtfftnt.

2$. Marburg, 18. April. In letzter Nacht versuchten drei Einbrecher einen Ulrren- unb Schmucksacben-Laden in der Wettergasse auszu- rauben. Als sie im Begriffe waren, von der Verleite hinter der Wtttergasse mri dem Garten aus etrtjub wurden sie von einem Beamten der Marburger Wack>- und Schließ -esellschäft über­rascht. Sic streckten den Mann durch mehrere Revolverschüsse nieder und ergriffen baitn die Flucht. Tcr sofort benachrich­tigten Polizei gelang es, di? drei Einbrecher, als diese den Frühzug in Niederweimar . besteigen wollten, fest zunehmen und in das hiesige (Meranguiß zu bringen. Tem Verneknnen nach sind die drei S3erbrrd)?T von ^rmrkftiN hierl>er gekommen und wollten mich nach dort zurück- whren. Sie trugen geladene Revolver |5ci _ iidi Der Beamte der Wach- und 'Schließgesellschaft sott lebeitsge fährt ich verletzt fein.

Kuttfi und Wissenschaft.

Die Jntendantenkrise in Dnnnstadt.

R M.K. Darmstadt, 18. April. Von der Leitung des 5»ft Heaters ist, wie bereits mitge­teilt, der bisherige Jndknürant Tr. .Krätzer mit Genehmigung des Grvßl>erzogs zurückgetreten. Ter Vrostherzog hat die Sii ung rnterin.istifch bis zur Besrätigutui oder anderwei en Regelung durch die Stcmtsn'gierung aus Antrag des Ditlg.iebcrmtcß des Hoftbeaders in folgenbcr Weise geordnet: 1. Tut geschäftliche Lei.ung erfolgt durch den Intendanz-' rat Dr. Waner. «In allen die Jntevessen der Mitglieder berührenden Fragen handelt er mit Zustimmung des Mitgliederrales. 2. Tie künst­lerische ßeitimg der Oper, des Orchesters unb des Balletts soll Gcneralnrusikbilektor Ba l l in g üter- nehmen. 3. Tie Leitung des Schauspiels über­nimmt vorläufig das bisl)erige Regiekollegium M Schauspiels und zwar die Herren .Baumeister, Hacker und Harprecht. 4. Zu allen Beratunvn über künsüerischc Fragen und Regiefttzungen finb zwei bis drei vom 'Dlü gliche trat emaiptte Ver­treter heranzuzichen.

Kird?!icbe Nachrichten. Gottesdienst am Sonntag, 20. Apcil (1. Ostertag).

Evangeli ckre Gemeinde.

In der S t a b t f i r d> e. 9Vr: Pfr.-Ass. Schae­fer; 11: Kinderk. f. Matth.- u. Mark.-Gem Pfr.- Ass. Schaefer: 6: Pfr. Mahr. Im Anschluß an b. Gottesd. Beichte f. d. Konfirm. aus d. Matth - Gern. u. deren Angeh. In der I oh an ne s- kirche. 9-/2: Pfr. Ausfeld (zugl. Mrl.-G.); 11: Mnderk. f.d. Joh.-Gern. Pfr. Ausseld; 6: Mr. Bechtolsheimer. Kirchberg. Borm 10: H . I Abenbrn. für Staufenberg. Lollar. Vorm. 10. Kirchberg. Nachm. IV2.

Gottesdienst am Montag, 21. Aprrl (2. Ostertag).

In der Stadtkirche. 9V2: Konfirm. ter i Kinder aus d. Matth-Gern., hl. Abenbrn. Pfr. Nkahr; 3: Vorst, u. Prüf. d. Konfirm. aus d. Mark.- u. Mil.-Gem. Pfr.-Ass. Schaefer. In . der Johan ne skirche. 9>/z: Pft. Bechtolshcr- mer; 11: Kinderk. f. b. Luk.-Gcm. Pfr Beckitols-

benner; 2: Vorst, n. Prüf. b. Konfirm. aus d. Joh.-Gern. Pfr. Msfeld. Kirchberg. Bonn. 10. Mainzlar. Borm. 10: Hl. Abendm.

Ka.holische Gemeinde.

Sonntag den 2J. April. Osterfest.

61/2: Beichtgel.; 7: Hl Messe; Komm. d. Jüngl.: 8: Aultril. d. hl. Stumm ; 9: Hochamt m. Pred.; 11: Hl. Messie m Pred.; 2: Be,per mit Segen; 5 il abds. 8: Bcichtgel. Öfter* Montag. 6>/«: Beickstgel.; 7: Hl. Mes e; 8: Austeilung d. hl. Komm.; 9: Hochamt; 11: Hl. Messe; 2: Andacht m. Segen. Samstag den 26. April: 5 u. abds 8: Beichtgel. Diaspora- Gottes^ienft am 20. April in Lich: 91 /?. Am 21 ?lpril: In Grünberg: 9Vr, Hungen: 8, Laubach:

Aus Statt rrnd Land.

Gießen, 19. April 1919.

Llnstcllung des Personenverkehrs.

Frankfurt a. M., 19. April. Die Elfen- b-ihndircktioll Frankfurt a. M. gibt amtlich bc- kanut:

Ter gkrinqe Kohlenvorrat zwinyt bo^n, ben gesamten Personenverkehr im unbcsetz ten Gebiet des Eiscnbahubezirks Frankfurt a.M. z u n ä ch st für d c n 2 0., 2 l. u n d 2 2. A p r i l e i n; n st c l l e n, damit der notwendigste Güter« Verkehr, insbesondere die LcbenSmittelzufuhr,noch ausrcchlerhalten werden kann.

Die Fahrkartenschalter bleiben an dcn genannten Tagen geschlosieu.

Die Wiederaufnahme dcS Personen­verkehrs wird dekanntgegcben.

Der Zuckcrhandel ist nicht sreigegeben.

Das Z!eick)sernährungsministerium teilt mit:

Durch bie Presse gehen vielfach Nach­richten, daß der Handel mit Zucker zu einem bestimmten Teil bereits freigegeben fei. Diese Nachrichten sind unrichtig. Die Zuckerwirt­schaft wird im laufenden Wirtschaftsjahr in der bisherigen Weife unverändert wei- tergeführl. Offenbar gehen jene Mitteilungen auf mißverstandene Aeußerungen über die Ge­staltung der Zuckerwirtfchaft im kommen- i) c n Jahre zurück. Bezüglich dieser schweben allerdings Erwägungen, ob es möglich ist, bie Zuckerwirtschaft freier zu gestalten. Diese Er­wägungen sind indessen noch nicht abgeschlos­sen unb können zu einem enbgültigen Ergeb­nis überhaupt erst bann führen, wenn sich bie Ernte des kommenden Jahres einigermaßen Übersehen läßt.

* Amtliche Perf onalnachrich- ten. Durch Entschließung des Landesamts für das Bildungswesen wurden bie Lehramts- reserenbare Peter Schoch zu Butzbach und Dr. Ferbinanb S ch w e m m 1 e r zu Darmstabt zu Lehramtsassessoren ernannt. Ernannt wurde am 5. April Karl M a r t i n zu Darm­stadt zum Sckireibgehilfen mit Wirkung vom 3 April 1919 ab. In ben Ruhestartd versetzt wurde am 8. April bet Lehrer an der Volks­schule zu Urberach im Kreise Dieburg Adam Schäm bs auf sein Nachsuchen unter An­erkennung feiner dem Staate geleisteten Dienste vom 1. Mar 1919 abt< In den Ntuhestand versetzt würbe am 8. April befr Lehrer an brr katholischen Volksschule zu Bensheim Georg Schäfer auf fein Nach­suchen unter Anerkennung feiner dem Staate geleisteten Dienste vom 1. Mai 1919 ab. Erledigt ist eine «mit einem evangelischen .Lehrer xu besetzende Schulstelle zu Seeheim, Kreis Bensheim. .

* Der Pakelverkehr mit Danzig ist «wtrter aui genummert worden.

** Der Reinertrag des Konzerts der MusikschuleKörner" zum Besten der Hinterblicbenentürsorge m Höl)e ton 842 Mk. ist ter F-ürsorgesteNe für Kriegs- htttberbliebenc überwiesen worden Ter Vermi- fralterin, ten Mitwirkenten ur^ allen tenen, bie fidi in ten Dieirst ter guten Sackx gestellt und ru tem so überaus schönen Erwlg. teigetragen haben, sei auch an dieser Stelle herzlichst gedankt.

♦♦ Ter Unterofflzter-Verband Gießen l>at, wie er uns ftweibl, in einer am 14 April im Hotel Großl>erzog abgehaltenen Vcr- tammlung M4fo[jen, bi feine SReiben au^aufert- otbenilidK ffliilglieiKt aufäuntbmen. 03 tarn tu- her iebennann, der tne BrMelmngen der «Iwn Ui.teruffiiieu* zu unter stutzen gewillt tft, tem 450^ bante beitreten. Tie Untervmrtere sehen durch die Vennuiterung des He^es trvstlofen Zettm entgegen. Auch durch bie Eutttrllung vreler Be- amien aus dcn besetzten Gebieten rn die den Militäranwärtern vorbehaltenen Sta<tts- und Kommunal st elfen und die drrckMnberumns ter al'en Unteroffiziere roafyrenb des Krieges ist er tebl icher Ri angel an freien Stellen. So >chen sich denn die lliiterossiziere gmötigt, aus Grund Perlon.

aber lange nickst leise genug für Tvrivals Geschmack, taugt nur ter ^(^4 gegenüber evvas. Ich sehe im 9Iter (Fäbige Frau" Geche voraus, d'st nächstens irgend em Betrogeirer

"SÄnrke' Ich gebe jetzt zur Polizei! Ich mich in vollster Oefte.tttchkeit furchtbar ohrf.igen lasse "mir meine Brillanten nicht stehlen!" wird che ich üterhaupt begreife, was er will.

Und sie blähte sich auf wie ein in Wut gc- Nein! Ter Knabe Schiepft f.mgt an raten er Puter und stolzierte aus tem Steiscsaat Hinter ihr wandelte Fräulein Lotz, ben Dulterkopf tief gesenkt ...

Gräßlich!" sagte Umbach.

^Furchtbar!" nickie Dorival.

, Und was gedenkst du nun zu tun?

Ich werde morgen in aller Frühe meinen! Ann.alt aufsuchen, ihm die Angele.wnteit ausem- andersetzeii und ihn beauftragen, diese Frau von Ma^rkatz ausfindig zu machen und ihr alles zu er­klären Hm nas hab' ich beim ba?"

C-r öffnete bie linke Hanb, bie ein zusammw- gefnüflteö S ück eines Kouz«rtprogramms immer noch krampfhift umschlossen hielt.

, Tas.hat dir bie Magen zngesteckt! lachte der Rittmeister.Ich habe es gesehen."

Toriixil wollte das Papier wegwerfen, aber

Der Doppelgänger.

Roman von CarlSchüler.

Fortsetzung Nr. 9.

TZamt - du hast dem Ungeheuer die Ehe

T^'ist frtr wohl möglich. Aber t«i8 ift nod) gar mcksts! Ich habe der ^ame einen Brillant-

SBa5?" _ . .

einen SBrilTantring im Werte drei­

tausend Mark entlock unter ter Eingabe, uh «volle ihn geschmackvoller fallen laften.

Alter Kniff!" läck>el'e ^ftor MarceNr^

,.Tas ist noch gar nichts. Tean. e.-tU fen^er häßlich von nur, baß ich ba» teticnoe xxr

L'JchLN:« unb alles erklären!"

, Unb nras hast du geantwortet?

ich den Teibel na, teß ich.ter und ter fei und ters beweisen könne, und baß ich schon riclrere Ma'e mit nuinem Doppelgwrger ucrwech Elt irrten sei. Sie ließ mich aber gar nicht oute K sic ^rbe furchtbar wütend. Sie -

Wesbach hast du ihr denn deine £cgttuttatvn mC&t Mhat^e gar keine Gelegenheit tesu. &ätte ich mich nicht schleunigst entfernt, so würbe fte ben mJnnteTamnrt sie!" rief ter Ri'ttncifter.

Tenn Frau von Btaarkatz tette fsth m^ermm Ruck erhoben unb nut lauter

Taschentuch und Si^britte aufqeraM. ^"^^te iie a^r?te-'wegs auf Torivals Tstch zu. . roar uu

^Schurke!" («etc sie. Nicht übeintaBig taut.