Dienstag, 18. November 1919
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Zweites Blatt
Fr. 270
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aus.
Arbeitgeberin rarffrn den SchickSspruck sofort an und erklärte sich sogar btmkber wnauS bereit, die Rückvirkung bet Lohnerhöhung bemtf am 16. Otte ber 1919 eintreten zu tollen. ÄroeUA rtetymer beizeiten sich Erklärung wr.
M. 60000 an 1. oder 2. Sieüe, trat in Teiibeiränen aus<v leihen. Sd-rifiLÄnf.cb.i 0221 <18 an den (ilienjto
Segen die Zurückhaltung der
Kriegsgefangenen!
beträgt über 5 bis 10 Silograntm 80 Pf., bis 15 Wogt. 1.20 Mk., bis 20 lilogr. 1.60 Ml.
en 10 °b in e« iu icbott ‘Mo ler, f, 8.
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Schutz gegen die Kälte
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Metalllirttrn Stablbxaijunau.atnifj, betttelWt <x. Jeien» fötal frei.
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Enten Morgen, Magnus! Gut S-'s^dnr? n Tn-nF /nirk ti'rr hl? WlrtliW chartert JÜÜ|«nt.
Are» Stadt «nd Land.
® iefccn, ben 18. Nov. 1919.
£_o. «trauer lerne uicn. SIU. kmo- ebrr- M 'oien aoen. JM.
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STTTTTiihil'en Acker zirka zwei borgen grob, i« Mj »achten. T
Look Vegt, dieuenweg 19. _
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Aus dem AmtsverkünditzrrriaHblatt.
** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 121 vom 17. November 1919 enthält: Bekanntmachung betr. den Schutz oer Mieter. Vom 7 November 1919. —. Tabakschmuggel. — Versammlung des Verbandes fcf i'djer Frauentaretne rn Offenbach a M. — Zurucksühruug litauischer Staatsangehöriger. — Höchstpreis" für Berlruuchs- rucker — F-ldbereinigung Queckboru; hier: br Zulc lung btt den Gemarkungsgrenzregillierunge-n — ivTbbereiniaung Bergheim; hier: die Arbeiten des 11. Abschnitts.
Höchstpreise für Verbrmrchszuckcr.
1. Ter Höchstpreis beim Verkauf an den Verbraucher beträgt: I. Für genuxblcuen und Kristallzucker : a) Konsumzucker das Psd. 1,06 Mk„ d> Raf- finicrtei Zucker daS Pfd. 1,08 Mk. ll. Für Hut- tiiffvr: a) ausgewogen ohne Papier das Pst». 1,08 Mk., b) im ganzen Hut mit Papter das sfjfd. 1^)6 Mk. HI. Für Würfelzucker das Psd.
'* 2. Die MeinvertoufSyreise gelten nur für die Monate November und Dezember 1919, da bi? bevorstehende Steuerv-ränderung trt kommenden Jahre eine Aenderung der Zuck?rprmse mit sich
Zuwiderhandlungen gegen vorstehend' Höchstpreise werden mit Gefängnis bis /u etnnn Jahr und mit Geldstrafe bis zu zehntousend Mark oder mit enter dieser .Stta'sen bestraft. Aich?rdem kann MN die Nebenstrase jener B?kannLmachung erkannt werden.
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4 und of.L.anhr m filbernt ^a®T[Orerv$* »Ä
Ortenberg, 16. Nov. Heute nachmittag V,2 Uhr sand im Gasthaus zur Post eine gut besuchte Büraerm-riammlung statt, die Kaufmann Meister eröffnete und in der zu afi-Tbanb wichtigen Fragen, wie Strabenpslasdrung, Str.lung genommen wurde. Ganz besonders wurde ater der Plan bet Erbvl/rung neuer Quellen in Sei ter S, der Erbauung einer Babehalle, den Verkauf von mehreren Morgen Wald-, Acker- und Wiesengelände, die in der Orten berger Gemarkung liegen, an die Gewerkschaft Mattha verhandelt. Ein Mit- glieb des Aufsichtsrates der Gewcrksch ft aus Gießen entwickelte bte Pläne der Gewerkschaft, bte in der nächsten Zukunft ausgesührt werden sollen. Voll Interesse folgten die Amoesenden den Ausführungen und weit möglichste llut-rftützung wurde zugesagt. Auch der Bildung eines VerschötterungS- Vereins soll, falls nötig, na hegt treten werden.
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r. Müschenheim, 15. I" biefen Tagen ist das Schudtsche Äu t m andere Hände über gegangen Im Jahre ^12 erwarb die Gemeinde von dein Fürsten von Braunfels seinen in hiesiger Gemarfung ^legewn Beiltz von ungesähr 500 Adorgen für 4.o0 000 .M^Drcsts Gut ging zum Y^s»tQi T^e Vlmflrch m dm Besitz hiesiger Landwirte über tos aus ^0^ Morgen, die tar Besitzer der Neumühle Frttz Schudt ut Packst h-ttte. Da nun der Pachtftcers ^crmgrr wat als der Kaufpreis, so setzte dre Gemeinde jährlich einige tausend M<r^ ZA. ,Alle Versuche, sich zu einigen ober das Pacht verhol tn^ zu löstn. scheiterten: die Gemeinde grng nun gttchtlrch gegen Sckmdt vor, in erster Instanz wurde der Prozeß gewonnen, in »weiter verloren. Inzwischen tat« die Gemeinde diese 120 Morgen bereits an diel ige Landwirte verkauft: im April waren die Grundstücke schon in den Besitz der Käujer übergegangen, zum Teil schon bezahlt, aber Schudt bearbeitete fit Die Gemeinde wandte sich nun an die 3Je- gvenmg, und das Sied-lungsamt bat nun die Angelegenheit geordnet. Scknckt gibt die Grundstücke ab und erhält dafür Grundstücke m bet Gemarkung Treis-Münzenberg, die er käuflich vom Grafen von Laubach erwirkst.
STtid Büdingen.
Ult^eaW
*
Das Glück der sndern.
Original-Noman von Erich Eben stein.
Cx>pyright 1916 by Ordner & Cotnp., Berlin W 36-
Nachdruck n ' rn.) Fortietzung 51.
5Zch bitte, sich nicht stören zu lassen," sagte sie Ägeu. „A^ ich chrbe memer Schwester versprvckFn, nach Tisch zu ihr zu kommen ... und lann daher nicht milgehen."
Sie verbeugte sich^m die Damen Wib neigte «gen die iKTten das Haupt — dann hatte ft; das Zimmer verlassen.
Mit tief enttäuschten Mienen blickte HEid ihr nach. D.r wirklich nur ein er Zufall, itiec ibm diese vielleicht so bald nicht w^rkehre,w: Gelegenheit raubte, -oder — Aosnot?
Auch Magnus legte sich diese Frage vor während sie dann beide rauchend auf der Terviftv auf und ab gingen, und Havald seiner Enttäuschung Lust machte. „ . . , ...
Ahnte sie, was ihr bevorsvand und — wollte sie einer Werbung anSweichen, tto'X N«r sie innerlich mit anderen Tin gen beschäftigt?
Magnus hätte sio gerne das Erstere gegtoubt, aber es war etwas in Nbodestns ibnxierto'm Blick genesen, das ihm zuflusteNe: Sie ist sich dm gan- ^n Abend über Haralds Gegenwart gir nicht bewußt geworden.
In dieser Nacht konnte Gvckyu keinen Schla
hatte vergessen, die Läden zu schließen, mrS der bleiche Schein des Miond^ füllte dis mack^ mit gel-eimniSvollem Licht, llittsi un Park K ber tta^nde Schrei eines Käuzchens m die
<»uf der Terrasse ging einer mit 'umrmüd- licken Schritten auf -cnd nied-c, lange iwch, nachdem die Wagen mit den Gasten bereits fvrlgefahren
♦* Amtliche Personalnachrichte n. Am 10. November 1919 wurde dem ständigen Hilfsarbeiter im Landesernährungsaml Regierungsrat Dr. Franz M iche l die Amtsbezeichnung „Oberregierungsrat" verliehen. Ernannt wurden die Regierungsbaufnhrer Edmund Meurin aus Mannheim, Otto Klecberg aus Mühlhausen m Thüringen Emil Sardemann aus Marburg, Wilhelm Frm'nd aus Worms, Adolf Brusias aus Darmstadl, Adolf Kaufhold aus Kassel zu Reg->c- rungsbanmeistem, d r Landgericht^sekretär Iustiz- rat Dr. Philipp Wahl in Mainz zum Staats- amvalt. — lieber tragen wurde am 11. November dem Schulamtsanwärter Ludwig Kaffe kl- berger aus Roßdorf tot Lehrerstellc an der Volksschule zu Bannewd, Kreis Lauterbach. — Die Stelle eines Landgerichtsobersekretärs bei dem Landgerichi der Provinz Rheinhessen ist mit einem mittleren Jnsttzbeamten zu besetzen. Bewerbungen sind bis zum 1. kommenden Monats bei dem Mr- niflerium der Justiz einzi-reichen.
** Aus dem Bureau deS Stadttheaters: Ter Spicklpton der kommenden Woche bringt am 22. November als 6. Vorstellung im Samstag Abonnement Schülers „Teil". Sonntag den 23. November (Totensonntag) finden feine AuM-rungm statt, auch bleibt an genanntem Tage die Kasse geschlossen. Als 7. Vorstellung im Montag-Abonnement getangr nm 24. November „T i e Wildente" von Ib>en zur Darstellung. — Dv erste Schülervorstellung des „Teil" fmdet aller Wahrsch inlichkeit in der elften Tezembernoche statt, jedoch geben wir darüber noch Näheres bekannt.
Die Äunft Pakete In» «u»land zn schicke«.
Postpakete sind nach einer neuen amtttchen Zu- fnmmenftellung nvc 3^ en nach Dänemark nit Grönland, LeutsEe-rrich. Finnland. Grotz- bnitaimien und Irland, Luxemburg. denN^der- L nben, Norwegen, ©rnnKbat, der der
T icheckwstowa fischen Replchlttukto den ^wemigten
L taatm von Amerika. Postfrackststücke kann man je tzt schicken nach Dänemark und Grönland, Deutsch- cä er reich, Luxemburg, den Niederlanden.stior- tr-coen, Schwed.n der Sweiz und der T'checho- stMakischen Republik. Ti: D-ftimmungen ftnd für lie ein-elnen Länder sehr «r.chreben und.^m Teil sttzt ce'in?ert toorb n. So ift letzt die ®e" idjigebu^r bür Postsrachtstücke nach Tanemark für die dänische Beförderungsstv'cke erhöht worden. Patotc müssen fteigmtacht werden. Nach.^r Tschecholtowa- bscheu Republik b'trägt das M.rstgewicht für Post- h-achtstücke 2) Kil>ttamm. Wertangabe, Pak-- arte mch Eilbeste lung ist di selbe wie bei den Paketen. Dringende Pakete sind nur bis 5 Kilogramm zu- a-lassen. Nach der Republik inüftm auch alle Pakete s-eigemacht roertr/n. Auf BostTrachtstücke kommt zur deutschen die tsch chostowaki^che Gewichtsgebühr. Sie
werden ES ist hierzu unerläßlich, die Beschlags nähme von Tabalen, die nicht von den Deutschen TabakhandclSgefellschaften in Bremen oexd Mannheim überwiesen worden sind, in Zukunst un- nacksichtlich durckAusühren. Diejenigen, die die gefetzlicben Vorschriften übertreten, haben nebetf dem Verlust der Ware strafgerichtliche Verfolgung ;u gewärtigen Die zuständigen Dienststellen ftn» angewiesen, gegen die Schuldigen mit aller Schärrv vorzu gehen.
Der Schlichtungsausschutz
-er Provinz Oberhessen.
Vertomdlung vom 14. Novcmbrr 1919^ 1
Bei ber Firma Scheidhauer u.
sing, Abteilung Mainzlar, war am 11. No-> pentber Streik ansgebwckicn und zwar ohne Zustimmung- der Arbertnoftmeu>r«ani^l«n. XmI Fabrikarbeiter und Metaltorberter der diniwf hatten vor etwa vier Wvckten dir Forderung gestellt, daß auf sämtlickv Sötote evre rem 40 Prozent bewilligit werde. Die Deroand-. ttmgen, die sich an diese Forderung angefchwtt« ttatten, waren gescheitert. Man glaubte aut letiea ber Organisation der dlrbeitnehmer und auchde« Vertretung ber Arbeitgeberin, daß eine Verstta- hTurann aui ber Grundlage einer 25pvvzentigeN
*» Ersatzwurst darf nach neuen Bestimmungen aus Ziegenfleisch, Kaninchenfleisch, Geflügelfleisch, Robbenfleisch usw. nut noch einen Zuwtz von Wasser oder Brühe erhalten, wie et bei £r Serftenmig entf»ce4rnb=i
Wurstsorten aus Schweinefleisch oder Rmdfleisch allgemein üblich ist- Der Zusatz darf in keinem Fall ein Gewichtteil Wasser oiKt Brühe auf d«i Mwichtsteile ungiivässerter Wurstmasse über*
morgen mit unerbittlicher Strenge Jein Schicksal verkünden würde. , , .
Aber das wttche, nritleibiye GefüiU, .das totb’i in ihr aufsteigen wallte, kämpfte sft sagleich ni?der.
Nein — M.-^esta hat entschieden und dabei »Ute es nun b'eiben. Kein Schwanken, km ckrr<ächliches Rücklvärtssckxruen mehr.
Es gab ja b viel Trust, wenn man in toe Zukunst schonte! Evelyn vertt-.-fte sich immer mehr in diesen Gedanken, malte sich das Lebm aus, vas sie erwartete, und ftrud, daß Mrgnns km tro er ihr dxh mindestens Gckxmkensü:iden im stillen ab-ubrtten hatte, eigentlich gefügiger sein müßte als früher.
Daß sie seine Liebe ganz verlov-n l)al«i könnte, kam ihr gar nicht in den Sinn. Wenn NMdesda fon war, würde alles trnäxt ins alte Gemse
nÖt^l. Den im Antrag vom 12. November 1919 genannten BcrufSgruppen ist wm l--.. November 1919 an bis zur Eitrsi-cLung der Arbeit unb vom Tag der Wiederau fnalMe der Arbett an zu den im Antrag ertcälmlen Lohnsätzen em Zuschlag von drei stig Prozent, W zal-cn. „
Tie Nachzahlung ist als solche auf den Lvhn- düten besonders zu vermerken. . ■
2 F-ür die Fuhrleute findet ber m Gietzep eingefaßte Tarif (70 Mk. Wochentohn) Anwcw»
Vielen Tank auch für die ^under-ch)nen . sagte Evechn mit emem verenden, hcllb strahlenden Lächeln, und bot ihm dte Hmld
stück. Die starrte langt, m aferlet Munttsbilder versunken, Istuaus m ^^n^Es tEde a mut weder gut werden, nxnn nur öwtcJiD erft Ikscknnttittgt und M>desta -ort wäre. Tann laa dtc Bahn w eder frei vor ihr d m glanMndcn M Ä sick. vorgesteck, M Magnus Mücke sie sckvn bcfTUtjam umgehen, daß. er sich wted.r
SU ' Terrasse wurde inzwischen $um
Frühstück gedeckt. Und dann köpfte es an ihre Türe ES war Johanna, die Jungfer, toe^nun kam,' um Evelyn bei der Toilette behilflich zu
bracktte euwn wundervollen Stnrutz blass'r, Uxiigflitltner Rosen und Tazittten, die sie Evelyn lädeinb reichte.
Vom Herrn Grafen. Er lästt dem gnädigen Fräulein guten Morgen wünsckLi unb gunt, datz der böse Kopssämierz ganz ».nrüber ist." •
In (Stte ty/.d Augen leuchtete es triumrhterend mit Ah — er bereute und fudite 9krfötxiung!
‘ Ihr war P'ötz ich jani leicht inte froh ums L-erz. Es so Ite weder Entschu di-unzen noch Auseinandersetzungen geben, sie wollte ihm gjloctte Brücken bauen zur Rückkehr . . .
Mit großer Gornfal wählte fte ein dufttg s, weickes Lrnonkleid mit Stickerei und Spitzen de.s, wie sie wustte, Magnus besonders geftü, liest sich rrikeren und steckte ein paar der b'-ojim Ro^en in ben Gürtel, die Magnus ihr geschickt.
Tann eilte sre lstnao. Wie sie im stillen
hofft, war die Gräfin noch nicht auf der Terrasse — von ihrer Mutter unb Modesta wußte sie es — aber Magnus schritt bereits auf und nieder.
Stirn ScUiesten der Glastür wimdte er sich rasch um und kam, als er Evelyn erb.ickte, verlegen auf sie zu. Er sah müde unb ubernachtigt
Berlin, 16. Nov. Im Rahmen ber hlntttgen großen Kunbgcbungen für bte Bett eiung unserer Gefangenen hatte auch der stseichsausschuß deutscher Frauen, dem 204 Frauenveveine angeschlossen sind, unb Der Bund deutscher Frauen zur Bett eiuna der Gefangenen eine Kundgebung tm Theater der Bollsbühne am Bülowplatz ver- asistaltet, die von Frauen alter Stände unb Parteien besucht war. Die Rednerimien, Die im ber Mehrzahl der Nationalversammlung ongehören, brandmarkten nachdrücklich die Aurückhaltung der deutschen Gefangenen durch Frankreich.
^^T'os kann mir Magrrrs sein,"
,F)b er wohl beveut, heute so unfreundlich mit Semm^UWe^fie «n einen andern, item Mckestn
Berlin, 16. Nov. In zehn großen -ohlreich besuchten Bersammlun- - ,?n vereinigte sich heute die Bevölkerung : >>loh-Berlins, nm nochmals nachdrücklichen otest zu erheben gegen die Zurückhal- ivng unserer Gefangenen in rankreich Aus der großen Rednerliste Eien mir gmamtt: Professor Schücking die shaeordneten Wels, Lawerenz und Dr. Hugo, chouspieler Moissy, Rittmeister Freiherr y Lersner und Domprediger Doering. Von »en Versammlungen wurden zwei Ents^ie- stungen angenommen. In der ersten, bic irch Funkspruchan die V ö l k e r d e r Erde verbreitet werben soll, wird gesagt, ! ^ß der Oberste Rat seine Verpflichtungen 'nicht «füllt habe. Zwölf Monate nach Abschluß des WassenstÄstandes *?ar^t£’’ J’c deutschen Gefanaenen m Frankreich vergeht us auf die Bekanntgabe des Datums ihres Mtransportes Ein neuer Winter bringe tten köitfangenen 'Md dei'en Angehörigen den seelischen und körperlichen ZchaEerchruch und Tod Trotzdem verlange bte französische ytefto die Zurückhaltung der Gefangenen als Rand und ber Oberste Rat drohe nut Zwangsmaßnahmen Das.deutsche Volk sor- bete bie gesamte Menschheit auf, sich ruv^> einigen in dem Rufe nach fertiger Heim s^idung aller Gefangenen die,es Krieges - tiine zweite Entschließung verlangt ein ener- [IscheS Vorgehen Der Nationalver- »mmlung für bic Heimbeforbamng ber putschen Gefangenen, sowie Anweisung Der Steffierung an bie nach Paris zu lendenden Vertreter, daß sür die Zuriickhaltung ber Ge- so ngenen einschließlich der Internierten von 6.:apa Flow alle Zwangsmaßnahmen aus- mschlossen sind, vaß ber Abtransport mn- fl^henb beginne uno mit größtmöglichster Besä «leunigung beendet werde.
ayfmcrbobimo möglich fei Tic Arbeitnehmer tw ten jtdoch in Streik vnb es lag die Gefahr nahe, tato wenn der Streik sich länger tonzog, tot öetai nicht utthr in Gang blieben sondern nllostzn würden Es wurde deshalb schleimige ZcrharwlunS vor dem Schllch!-ungsaussci-iß angesetzt, um eine Beile guna des Streiks unb eine RegtB lung der LvhnverhLltnisse zu,erzielen^ In mchrstündign: Verhandlung wurden die Streitpunkte eingehend erörtert. Ta aber ein« Arniffuna nicht zustande kam, wucke Schiedsspruchs
kämmen. . ...
„Ich war ja auch launenhaft und reizbar vis zur Unklugheit," gestand sich Ätelyn ein. „Nun will ich mir wieder .Mühe geben, ihm den Kopf zu veckcehen." Unb Müdeste? Sie wird ihn vergessen, ttöstete sich Evelyn.
Als der Margen graute, fühlte sie sich getröstet. Sie stand auf und öffnete das Renner.
Tas Lrno lag nach in grauen Schatten, aber Dec Himmel im Osten war voll Rosenglut^uud m den Wipfeln des Waldes spielte es golden und leuck-tend wie Feuerbräntte. Dort w.ckten die ersten SonnenstraAen Dec icktasende Welt. .
Tann fliegen sie nieder, immer tiercr, bis \u die tau beglänzten Wiesen tas Parkes trafen m oie Fnrbenglut auf tan Blumenrabatten entzündeten. Taujenta von Vögeln sangen — verLeiYer im Hintergründe des Parkes erstrahlte mgolbmcm Schimmer und bie weißen Pkauen, d« bart 9^*9 ft aiten, verließen ihr Nachtguartier, um gr tätisch am User hinzusvrziei-em
In der F-eine sah nutn zwischen STÜn^i >' tclbcm die ersten Arto-tter L^r Heu^v: Mfs^, nährend hier im Schloß nuch altes zu schlafen ick«n' nur Boäe'sang störte dce S.ille
Evelyn nar noch nie »u jofrüber©tunk mite «weien. Tas Wimtar
ffyr fremd unb packte sie tute em erhah-mes Schau-
Schutz der Mieter. Der § 5 ber kmmtmackiung vom v3.Sc3tembtr 1918Ibat durch Art 1 der Reichsverockiumg vom 22. Juni 1919 eine andere Fassung Gruno
hc» § i ber ersteren Bekanntmachung den we- ntfinben aus Nachsuchen erteilte ^fu^S erstreÄ sich auch aus diejenigen Anocknungew die nach der veränderten Fassung des 8 5 getroffen werden b^Der Tabaks chmuggel unb die wilde Verarbeitung von Rohtobak haben ut einzelnen Kreisen einen derartigen Umfang ancpnaminen, bah tarn Reich durch das Einströmen ausländischer Waren ungeheuere Hnanitelte ®erIu^,^^;tnn Diesem Tretten muß enttchieden cntgegengttr.trt
Vermischte».
* Wieder 362 nicht aenehmigt« Ersatzlebensmittel. Etsatzleben-mittel werden nach wie vor in großer Zahl hergestellt nlw zll vertreiben gesucht. So Haden in letzter 3eit rowocc nicht weniger als 362 derartige Erzeugnisse feute GenelMigung gefunden. Abgelehnt rouroen 167, während bei weiteren 11 dem Antrag des im Besitz ber Ware befindlichen nicht entsproche« werden konnte. Bei 90 Ersatzlebensmitteln wuv« den die GenehmigungSanttäge von feiten des uhn tragsiellcrs selbst nachträglich zurückgezogen cückgenommen wurde bie Genehmigung bd 47 Ersatzlebensmitteln. Unter den at^elehnten Ecsatz^ Mitteln befanden ftch wieder alle Arten Backpulver mit verschiedenem Geschmack, Biererjatz, Tierersatz, Brotaufstrich, Zitronen, Tee, Eigelb* färbe, Essenzen, Suppen, Kaff«, die vecschickcw. ften Würste, Kunsthonig, Krasttvürfel, ®»utlbiL Grütze, Würzen usw. Eine neue Liste ist bie sechst»
Ä-o Menno t unb Fenerbestattun«. Die Kvhlennot hat die ntibeli genbc Frage getätigt, ob hielte nicht durch cm Verbot ober eine Bechran- fung ber Feuertostattmig gemindert werden konnte. Auch in ber Nationalversammlung ilt.einc Anträge rn diesem Sinne an die Regierung gerichtet worden Zur Beurteilung dieser Frage ist eine BerechaiMig von Wert. Im Jahre 1915 wurden iw Deutsch« Reich 146 712 350 Donnen, das sind 2 934 247 000 Zentner Kohlen xsördert. Zur Einäscherungl sävite Heber Leichen rn Deutschland wann iährlich 7 Mite (ianen Zentner Kohlm notwendig. Tic Feuertostate tung würde also den 409. Teil der gesamten Kohleniörderung iu Anspruch nehmen. Andererseits nimmt bic BeerdiMng rwn 2 Millionen Leiche» rniiidestcns 4 Millionen Quadratmeter ober 40Q Hektar in Dispruch. ,
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Um Wueiliinn bitte Lichilviclr erlfcrftotk
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dem sic einerseits jede Anspielung auf gestern^ anderseits ictan Versuch zu bräutlicher Zärtlich' feit vermied. _ - „
Nur sv ging es ja. Nur \o konnten s« alte mählich wieder in ein errragltches Geltt.e kommen Was er s-onst als Unnatur oft peinlich empfunden hatte: ber oberflächlich leichte Kon- oersalionsbon, ber rn feinen Kreisen für korrell galt, diese strenge Schulung, alle Gefühlsäutz> rangen in sich zu verschließen, erfdyien chm mm als wahrer Rettungsanker.
Unb Evelyn schien dasselbe zu .wipfmtan SiL plauderte v-iel und ltebensrvückig, alxr so, als ob sie sich mitten in einem Salon unter emnn Lutzens fremder Leute befänden.
Unb wohl aus demselben Gefühl heraus schkug iie bann vor, ben Tag zu Besuchen zu tonu^rr. Vormittag su . Zckerns, nachmittag $i wteUxtefl nß4'^tm4fSi die andern. Beü>e Mütter atme ten auf. als iie das Bviutpaar sv friedlich beieinander fanden. m
Gottlob, die Herne Verstimmung ist tnBy* qlicken, tagten befta
Modeste trank still an ihren Tee unb. wigte kaum aulzub icten, aus Jnrchä, Minnis -Slid ja begegnen Aber :r sah sie gar nicift an. Jym war, als könnten fonft alle guten Vorsatz-, t>w ei in eurer schlaflosen NÄt gefaßt, nntbtx ms Wan- fen tommat.^ Evssprechüchen Erleichterung er- hob fte sich übrigens sehr halb und venchwmd ün
Tisch rnrr^e die Gräfin bte Bemerkung, tafe Modeste heute gar nicht wohl aussäh», und icbhig vor, sie möge doch, um ftch zu zerstveum. das Drantpaar nach B.aschjLorw.tz begleiten. -r.as Fohren in ber frischen Luft nxürbe ihr sichrrtich gut tun.
Aber Modeste lehnte es ebenso hastig tote bestimmt ab.
,Lch muß Briefe schreiben," sagte sie, ,,Emmtz wartet schon so lange auf einen ausführliche» Brief von nnr."
(Fortsetzung folgt.)
Kreis Lauterdach. r
f. Lauterbach, 15. Nvv. Lertte fand^tzer ein Vokal- und Jnstrumentellknzert statt, welches durch bie Mitwirkung bes Asses-ors Dr. schütz von ber hiesigen Realschule (früher m Gietzen) zu entern lünstll-rischen Er<-ignis für untere/^tete würbe. Man erhofft non dieser neuen, überrafchend in nufer Musikleben eing;tr eten.cn Snxxft cuten Aufschwung unseres musibllischen Lebens, bas stets ehr reg.- gttocsen ist, da fast jeder Drute hier ein oder zwei Orchesteraiftrumente beyerrscht. Es hän« dies mit ber alten Sitte des „S&xmtiunn«1 dlafens" bei feicrlid)ai Gelegenheiten zuiarnrnen. Der m der Qtemcinix angeftelltc Stadtrnusikus ist eU» seit Jckhrhunderten begehende Emrichttmg unser-r Stadt. Durch ihn wurden unb werden Schul,.trtpen schon vom 12. Jahre an ausgebildet, die bann, erwachsen, unsere beachtenswerte Leistungen ausweisende Stadtkapelle bÜben. — In einer heule hier im ,^ol)anncöberg<' veranstalteten Versammlung wurde nach lebhafter Aussprache eine Ortsgruppe des „Re i chs bu n d e s de r Invaliden und Erwerbsbeschränkten"ge- g-rüntat. — Ter über 100 Mitolicker zählende, unter Leitung des Kaufmanns Alletidorf stehende Gabelsberger Stenograp hen Verein feierte heute sein 18jähriges Stiftunttsfest unter großer VTtkÄigung mts allen Kveisen
Hesten-sllassau.
X Hünfeld, ö. Nvv. In her Sitzung ber Stadtverordneten wurde u. <l lebhaft dte Milch- und Butter frage besprochen mte über bic schlechte Belieferung mit Milch bittere ' Aage geführt. Bürgermeister Beutling meinte, ' wenn keine Mllch da fei, könne die Stedt knne , verteilen. Die äczüichen Atteste und «Ztenehm^ gungen des Landratsamts feien fo an gewachsen, das. bie Vollmilch nicht mehr reichen könne. Land- rai Ludwig gab zu, daß die Milch- und Butter- verfocgung der dunkelste Punkt des Kreises sei. Der Unterschied zwischen dem Butterhüch'stpr.'is von 4,50 Mk. und dem Schleichhartbelspreis von 25 Mk. sei zu groß. Auch ber Höchstpreis für Milch von 50 Pf. sei zu gering.
!um Waschen ^und B«be!n fcbneUfte’/SteteruBabei p-fSrtm
(teigen. Landkreis Gießen.
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