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Mauen «»Müchen!

Zum ersten Male könnt Ihr Euch am Sonntag an der Wahl be­teiligen. Die Sozialdemokratie, welche seit Jahrzehnten für gleiches Necht für alle kämpft, hat Euch das Wahlrecht verschafft! j)ie übrigen Parteien sind stets dagegen gewesen, oder haben höchstens schöne Worte gehabt, aber nichts getan. Wenn in der Nationalversammlung die sozialdemokratische Partei nicht die Mehrheit bekommt, so ist mit der Möglichkeit, sogar Wahrscheinliche keit zu rechnen, daß den Frauen das Wahlrecht wieder genommen wird^

Wählerinnen! Ehefrauen, Arbeiterinnen, Beamtinnen, Kontoristinnen, Dienstmädchen und Angestellte, gebt am Sonntag den sozialdemokratischen Stimmzettel ab, der (für Hessen) mit dem Namen Ulrich, für die preußische» Gebiete mit dem Namen Scheidemcnm beginnt!

soso Das sozialdemokratische Wahlkomitee.

1.

Ortsgruppe Wetzlar.

629D

Bad Bildungen.

Wähler! Wäbleriuneu! Wählt n n t die dentiä'-demokrarische Litte, beginnend mit dem Namen L n p v e.

Schneidet die obige Sitte and, prägt Euch die Namen ein, unteriayt jede Slcnderung auf dem Sltmn^eiiei. da dieser sonst ungültig wird.

Gesetzmäßig vorgeschrtebene Stimmzettel kommen noch aur Verteilung.

Deutsche demokratische Partei

W

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ttandidaten-Lifte für Hessen-Nassau (ciuichl. Wetzlar «. Waldeck) AcrJeliWüSkNckktiilheZWtt:

Hermann Luppe, DrM Bürgermeister, Krank- für! a. M.,

Chrirb Koch, Oberblirgernieister, Cassel, Walter Lchiicking, Professor. Ma^urg a. L, Anna Schultz, Dr., Frankfurt a.

CornclineTrieichmann, Se.ndw.,Lbereklenbach, Wilhelm Breid,nttein, Rek or, Wiesbaden, JoirvbBnlzer, Ar beilersekrei ar,Frankfurt a.M^ Nritz Krenter, i>abrikant, Hanaw

Cbriitovb Müller, ^iaurermeitter, Cassel, 6b rlottektavpcs, Oberlehrerin, Marburg a.L. Karl Be.tzttedt, Pottsekreiär, Franlfurt a. M* Karl Stein, Pfarrer, Casiei, Friedrich 3ieee?imcber, Kaufmann, Idstein. Arnold 3rfcnfttt, VQ' bivtrt, Cubach b. Weilburg, Pani Wiukbauö, SanilälS-Rat, prakt. Ar^t,

GeschästSttelleRite Post", Fernruf 422.

Lpar- u.Vorsüjußvcrein Stausrnbcrg

In der am 5. Januar 1919 stattgefundenen Generalversammlung wurde beschiänkte Haf- tung bcschlvsicn. Gläubiger, welche dem wider­sprechen, können sich beim Vorstand melden.

Der Vorstand. 474

Geißler, Kraft III.,

Direktor. Rechner.

wahlmanover!

Es ist ein MhlmnSrtt,

Programm die Sozialisierung einigermaßen verwirft, wenn aber ihre maßgebenden Redner in Hessen, in Frankfurt, in Hannover nichts sein wollen alsder rechte Flügel der ge­mäßigten Sozialdemokratie"! (so wörUich der Führer der Demokratie in Hannover!)

Es ist ein WImnüm, ^nV«^'Ä Sammlungen Männern, wie Prof. Köser, säst nationalliberale Reden halten läßt, dann aber auf die Kandidatenliste Männer wie Loo», Henrich usw. setzt!

Es ist ein WMimSm, Ä Hauptführer und Hauptzeitungen der Kirche immer gleichgültig gegenüber gestanden haben;, jetzt aber aus Ang 1 vor der gründlich ver­kannten Meinung unserer christlichen Beoölke» rung ihre alten Schulforderungen (Moralunter» richt usw.) unter den Tisch fallen lassen.

Es ist riB WlihiimüSvtk, tische Partei die Köpfe verwirren will durch dar Schreckge penst eines Bürgerkrieges für den Fall des Sieges des Bürger tumes.

Reine ist, ä»

führuvg der bürgerlichen Grundsätze, durch Treue zum bürgerüch- nationalen Gedanken überwunden wird.

Reine ist, SÄmS und ehrlichen Gegner Respekt hat und chn fürchtet.

Reine Wchheit ist, Partei nicht aus Wahlrück­sichten, sondern aus innerem sittlichen Pflicht­gefühl mit ganzer Kraft für den Schutz der religiösen Erziehung, für Rückkehr der na­tionalen Würde kämpft und immer kämpfen, wird.

Rem Wckbeit ist,

tisch töricht ist, sondern geradezu den Terra, rismus hervorlocken muh. Und das tut die stolze Demokratie l

Ein wirklich starkes, entschlossenes Bürgertum braucht sich vor der Sozialdemokratie nicht zu fürch» ten. Sie werden voreiimnber Respekt hoben nnl» miteinander arbeiten, soweit es ihre Grundsätze erlauben.

Ein schwächliche«, zaghaftes, innerlich gebroche. nes Bürgertum wird allerdings die leichte Deute je­der Gewalttat von links l

Wir wollen daS starke, stefchlofseue, selbstbewußte Bürger» u. Bauerntum!

Also wählt den Zettel der NfiWltepiirtfi (früher NatlonaülLerale Partei) beginnend mit TSfo

Dr. Joh. Becker, Fiuauzmiuifte«.

Die Litte der sozialitataiisih Farid itt folgende:

Sari Mich,

aCffcnba*'1a!^L1'

vr. Eduard David,'"'"'Ä'"'81' Dr. Ludwig (Baefiel, Ludwig hcsenzahl, Öin» Henriette Zürth, $riin?furtt£LeBl.

yermann Neumann, Friedrich Detters, 8ern!)arö Hed)tien, 2lnton £UJ, WeSiSnrUabt 74OD

euffdieVolksparfei fSEiffl in Beifen ns

(früher Nationalliberale Partei)

fc wir glaub uri was wir wollen.

In ernster entscheidungsvoller Stunde treten wir vor die hesiischen Wähler. Dem rasenden Lauf der Ereignisse können die wenigsten folgen. Neue Parteien mit neuen Namen und neuen Zielen werben um die Stimmen. Zum letztenmal vor den

Nationalwahlen

wollen wfr klar onb deutlich, in gedrängter Kürze ein Bekenntnis dessen ablegen, wa- ttrtr -laude« U«d 6> Deutschland hat den Weltkrieg verloren. Eine» großen Volkes würdig wäre es gewesen, in

Fassung und einträchtiger Geschlossenheit die Last der Niederlage zu tragen. Es ist anders gekommen. Die Revolution hat die Einheit des Volkes zerrisien. 3m Taumel der Erhebung glaubten die Revolutionäre bas Volk Üb« die Schwere der Niederlage Hinwegtäuschen zu können. Sie haben es um so tiefer hineingeritten. Nilil Mg uicj>tigcnjstn, jetzt endlich mtz gnfgedant wtröcs.

Aal den Trümmern des alten soll dar neue Deutschland erstehen, an dessen Aufbau wir mit unermüd­licher Kraft Mitarbeiten wollen. Aus seiner tiefen Erniedrigung wollen wir unser Volk heraufheben zu einer bessere, Zukunft, «der deutsch im Deuten uu» Fühle« und Sandeln soll uuü) bas neu, Vater- land sein. IJliemanb von UNS will Reaktion ober gar Gegenrevolution, keiner will die großen Ideen der neuen Zeit, die auch ohne Revolution schon da war, verkümmern lassen. Wir wollen sie aufgreifen und die starken Kräfte der alten Zett in ihren Dienst stellen.

Wir wofitn aber in der men Zeit lebe», sicht an ihr Kerben.

Sozialdemokratische Partei

Wähler rind Wählerinnen!

Vei der Wahl zur Nationalversammlung am Sonntag sollt Ihr über das fernere Geschick unseres Volkes mitentscheiden. prüft und überlegt, wie Ihr abitimmen wollt! Laftt Tuch die Erfahrungen, Leiden und Drangsalierungen der letzten Jahre zur Lehre dienen! Heuchlerisch versuchen gewisie Parteien die Schuld an den heutigen Zuständen der Sozialdemokratie zuzuschieben, wobei sie mit der Unkenntnis und Unerfahrenheit eines großen Teils der Wählerschaft rechnen. Wer nur einigermaßen den Lauf der Dinge ver­folgt hat, weiß, wem wir das heutige Elend zuverdanken" haben, weiß, daß in der Anhängerschaft der bürgerlichen Parteien die Kriegshetzer, Kriegsgewinnler und Wucherer sich befanden. Im Sommer 1910 erschien z. D in denDeutschsozialen Blättern", einem antisemitischen Organ, ein mit Vr. W. unterzeichneter Artikel, in welchem in frevelhafter Weise zum Kriege gehetzt wurde. Dieser vDr. W." ist hier nicht unbekannt, er tritt als Kandidat der deutsch-nationalen Partei auf. Auch diese Partei hat, wie alle unsere gegne* rischen, ihr Firmenschild geändert. Warum? Weil sie sich im Bewußtsein ihrer alten Sünden schämen, unter ihren alten Parieinamen aufzutreten! Hinter ihren neuen Namen stecken aber die alte» volksfeindlichen Begebungen!

Vie sozialdemokratische Partei dagegen kämpft unter ihrem alten Namen für ihre auf Er- kenntnir der wirtscha tlichen Tatsachen gestützten Grundsätze ».Ziele. Trotz aller Anfeindungen, trotz Bekämpfung mit den übelsten Mitteln tritt sie unablässig für die Rechte und Interesien des arbeitenden und minderbemittelten Volkes ein! Ihre bisherige Tätigkeit ist detz Zeuge! WM" Tieg der gegnerischen Parteien bedeutet NWk" neue Kriegsgefahr, neue Lasten für das Volk! DM- SiegderTozialdemokratieverbiirgtJrieden, MM- Freiheit und Wohlergehen für die Volks» DW" gesamtheit! Darum gebt am Sonntag 988»

den sozialdemokratischen Stimmzettel ab, der mit dem Namen Lari Ulrich beginnt I sozialdemokratische wahNSMttee.

Darum wollen wir:

Nach autzerr:

Erhaltung bet RUchsetnheit

Aufnahme Deutsch-QesterretchS in den Reichsverband Platz als gleichberechtigtes Glied im Bunde der

Pthfer

Unabhängigkeit von fremden Mächten

Freie tür für deutsche Wirtschaft in der Welt Pflege de» Audlunds-DeutschlumS

Ein Volkoheer, das den deutschen Erfordernissen entspricht und nach den Erfahrungen des Kriegs ausgebaut ist.

Im Innern:

Wahre Freiheit beim Ausbau des Staates

Dolle Gl ei ckd^rechtig«»-aller Staatsbürger beiderlei Geschlechts

Freiheit der Personen, des Demfs, des Wahlrechts.

Auf volkswirtschaftlichem Gebiet:

S-ck-rffte Abwehr gegen das sozialdemokratische Ziel der llebersuhruug des Privateigentum» an Produktionsmitteln (Grund und Boden, Haus, Hof, Acker, Fett», Handwerk und Handel) iti ge- Mriusckaftticke» Eigentum, Schutz des Privat­eigentums, Vermehrung derer, die Produktions- mittel ihr eigen nennen. Erleichterung des Ausstiegs der

Arbeiter

zum selbständigen Gewerbetteibenden, Handwerker und Landwirt.

Wiedecaufrichtung des durch den Krieg schwer betroffenen kaufmännischen

Mittelstands

durch schleunige Wiedereinführung des freien Handels. Rasche Auflösung aller Kriegsgeselljchaften. Ge­währung von Krediten. 'Einschaltung des Klein­handels bei staatlicher Warenzuteilung an das Hand« w<rk. Entschädigung für gewerbliche Beschränkung des Handels durch Staatsmonopole. Aufhebung von Kleinhandelsstellen der Gemeinden. Derbeflerung des sachlichen und kaufmännischen Bildungswesens. Ausdehnung der sozialen Dersicherungsfürsorge auf öen kaufmännischen Mittelstand.

Wiederausrichtung und Förderung des

Handwerks

durch Erhaltung der selbständigen Kleinbetriebe, durch Schaffung von Krediten, durch paritätische Zuteilung von Rohstoffen, durch Erteilung staatlicher Aufträge, durch Vergebung öffentlicher Arbeiten nach dem Grund- satze angemessener Preise, durch Schutz gegen staatlicke und kommunale Konkurrenz sowie grosskapitalistische Erdrückung, durch Derbeflerung der technischen und kaufmännischen Bildungsmögl-chkeiten, durch Ein­richtung von Berufsberatung und Lehrstellen Vermitt­lung, durch Ausdehnung der sozialer! Dersicherungs- Wohltaten auf den gewerblichen Mittelstand, durch Reform des Handwerksorganisationsgesetzes.

Schaffung und Erhaltung eines kräftigen freien

Bauernstands.

Förderung des Grundsatzes:Zurück aufs Land". Bereitstellung des nötigen Grund und Bodens zu billigem Dreise zur bäuerlichen Kolonisation.

Auch dem Landarbeiter muß die Erwerbung von Grund besitz ohne Diel eigenes Geld möglich fein.

Die Fideikommisse find aufzuheben.

Ausreichende und würdige Gestattung und Sicher­stellung der Besoldung und Ruhegehaltsbezüge der

Beamten.

Don der wechselnden Volksgunst muh die Stellung des Beamten unabhängig sein.

Gewährleistung der von der Beamtenschaft ge» forderten Rechte, insbesondere des Koalitionsrechts.

Auf kulturellem Gebiet:

Unbedingte vermögensrechtl.Sicherung derMrche. Erhaltung eines liveusvolle» tthrlfientum». Religiöse Erziehung der Jugend, Aufrechterhaltung des koasefftonellen Sieligionsuuterrichtes von Staats wegen ohne Zwang für Religionslose.

Auf sozialpolitischem Gebiet:

Schaffung menschenwürdiger Wohnnngsverhcklt- ttisse für die unteren Schichten des Volkes, Heim- fiAtte nbau.

Würdige Versorgung der Krleß-ttilaehmer und der Hinterbliebenen der Kriegsgefallenem

Weitestgehende < esuttoheitsfurssrge, bevor­zugte Behandlung kinderreicher Kamitter»,

Sicherung und Ausdehnung des gewerblichen ArdeitcrschutzeS.

Auf steuerlichem Gebiet:

Sofortige Abstellung der Verschleuderung von Volksgütern.

Schärfste Erfaflung der Krieg-gewtnne, auch der versteckten.

2iretlt Besteuerung bi« zur Grenze bes volks­wirtschaftlich Möglichen unter Schonung der schwachen Schultern und Derücksichttgung der Kinderzahl.

Aufiechtelhattuna der Ir.blreftm Steuern, damit nicht buid) übermäßigen Verbrauch Steuer hinter­zogen wird.

Sicherung der Krieg-anleiht».

3m friedlichen Kamps um diese Ziele achte« wir hie Meinung jedes pberSbenf enbett, ohne jedoch auf sa.aNche Tlnsciu anders» tznng zu verzichten. Wrr verwerfen aber die Verhetzung eines Dolks- teils gegen den andern.

Wir sind politische Gegner der i?ori,rldemo. kratie, deren wtrtsckaftticke Lehre» wir für grundfalick hatten. Die Durchführung ihres Dro- aramms und ihrer Versprechungen muffen unserer festen Ueberzeugung nach den Mittelstand in Stabt und Land ruinieren, die Landwirtschaft und Industrie lähmen und den deutzchen Arbeiter um sei« Pr t bringen. Wir verkennen nicht im geringsten, daß mancherlei Gutes, besonders auf sozialpolitischem Gebiete, unter der Einwirkung der Sozialdemokratie geschaffen worden ist.

Wir machen dir Politik der Demokratie nicht mit, welche möglichst innige Annäherung an die Sozialdemokratie verlangt und die Wegen- sütze des rtürgerlums zu ihr verwischt. Da wir uns der Gefahren der Sozialdemokratie voll beroufjt sind, verwerfen wir ein Paktieren mit ihr. Mit grundsätzlichen Meqneru verhandeln, hcitzt seine wrunvsätze opfern.

Selbstverftändl ch unterstützen wir jrde Re- g erung, auch eine sozialistische, wenn es gilt, die psittliche Ordnung ausrecht zu erhalten.

Wer mit uns gehen will, der gebe

Das ist es, waS Wir glauben und Wa- wir wsllen.

am 19. Januar 1919 den Zettel ab mit den Namen:

1. Dr. Ioh. Becker, Finanzminister, Darmstadt

2. Friede. Jak. Schott, Landw., Bürger­meister, Uffhofen ,

3. Arn d>. Heck, Ockonomierat, Landwirk- schaflslehrer, Alsfeld

4. Dr. HanS Gmelm, Universitätspro­fessor, Gießen

5. Karl Läufer, evang. Arbeitersekretär, Darmstadt

6. August Biegler, Landwirt, Dorn- Dürkheim

7. tz)rorg Bickel, Landwirt und Gemeinde- rcdpicr, Affolterbach

8. Fräulein Luise EchweiSgnt, Lehrerin, Darmstadt

9. Wilhelm Kitz, Direktor der Maschinen­fabrik Augsburg-Nürnberg, Mainz- Gustavsburg.

Stimmzettel der Deutschen Volkspartei sind bei den Bürgermeistern trnb bei «wferen Vertrauens­leuten zu haben. Wer keinen Zettel der Partei bekommen kann, schreibt auf weitzes Papier in der Grütze von 9 zu 12 cm den ersten der obigen Namen, nämlich Dr. Becker.

Auskunft bei der Landesgeschäftsstelle Darmstadt, Wityetmirutnstrabe 6, Fernsprecher Nr. 130*.