Montag, 17. November 1919
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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
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ahmen t>re । ftöfct, in für unsere Zwecke völlig gtmügenter Anspruch I Weise zu schädigen. Anspiele hierfür liehrn die
Aufmersimnfeit der £). £> L. voll in
,Jst das dein Ernst? Und willst du mir mich
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helfen dabei?"
Fortsetzung 50.
. ^Nachdruck verbalen.)
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. ein Thema, boä
Himmels zu entfcfjeimt
nehmen.
(Forriehung folgt.)
wann braucht sreren will?"
Dss Glück drr andern
Original-Roman von Erich Eben st,ein. Copyright 1916 by Ordner & Comp., Berlin W 30.
Im Salon wurde musiziert. Tie Gräfin Wirbna spielte Wagner. Das Xiteb Wolfram von Esckcnbachs über die Drinc Minne ...
Harald summte die Melodie mit, als sie eintraten. Erne Viertelstunde später wurd; zu Tisch
„So sehr ich bedauere, daß Eure Exzell.'nz ohne jede Devanlassung gerade ten gegmwärtigen Zeitpunkt*^*) zu AusernauderseLungen üter vec-
L. U. Von der Landesuniversität. Der Privatdozent für niederländische Sprache an der Universität Frankfurt a. M. Dr. I. van der Meer lieft an unserer Landesuniversi- t ä f im Wintersemester 1919/20: Einführung in das Ncuniederländische an Hand eines neuniederländischen Tertes: zweistündig (Dienstags). Ein- sührung in das wissenschaftliche Studium des Niederländischen an Hand eines mittelnieberländi- schen Textes: einstündig (Dienstags).
** Der Abbau des alten Offizierkorps. Die vorbereitenden Arbeiten für die Stellenbesetzung im neuen Heere und den Abbau des alten Osfizierkorps gehen
Würfel gefallen war . .
„Nun — willst du, Magnus," drängte Harald
itr, um ihr den Arm zu (rieten. Gräfin Santer- fcld lächelte riii wenig, wählend die Fürstin für
♦) Der Fluh friert in der Regel vvm De- Zetnber bis März zu.
**) Beziebt sich auf die Zeit seit Kriegsbeginn.
***) Die Champcrgneoffensive der Fvrnzofen b> frntb sich auf dem Höhepunkt, tne Offensive gegm Serbien hatte soeben begoimm. Beide nahmen die
und schob si ein die Tasche. w „
Tie wollte er sich, aufteben. Zum Antenken an die seine weiß' Kinderhand . . . dr: morgen schon Molkern gehörte . , .
tzalkenhayn un& Hindenburg-Ludendorfs. Dir Verschiedenheit der strategischen iöttkiCLung.
^farrer
Mus ich das wirklich tun? Gibt es keinen Borwand, es abzulehnen — Zeit zu gwirmen — die Entscheidung Auruszuschieben?
Aber wozu? Würde es denn je leichter dadurch,? Und Zeit gewinnen — wozu? Es formte sich ja dach nichts meryr ändern! . .
Vielleicht würve er sogar ruhiger werdm, wenn
Was geht eS mich überhaupt an? Wenn sie dich toll, heirate sie doch meinen Segm hast du!"
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{*8A*ü!
einen Augenblick im Stricken imrehielt und ein Gesicht schnitt, als ginge ihr erst jetzt ein Licht über gewisse Tinge aus . . .
„Nun, Modesta — fontmen Sie!" wiederholte Magnus
Cie stand auf, aber ohne Haralds Arm zu.
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Ä20°/Olitti noch sehr pit sortiert und nr unserer werten Kund- ritnst.Eiijkaafggelegenbeit
gangene und deshalb augenblicklich bcdeutungs- Lo|e Dinge für geeignet halten, so wenig würbe ich Ihre Ausführungen nrifcerlegen, wenn sie mich nur persönlich angingen.
Da cs sich indessen um eine Kritik von Anordnungen der O. H. L. handelt, die in allen wichtigen Fällen bekannt.ich die vorgängige Billigung Seiner Majestät gefunden baden, bin ich leider doch genötigt, dies zu tim.
Ob Eure Exzellenz den Anschauungen der O. H. L. beipllichten, kommt, nachdem eine allerhöchste Entscheidung ergangen ist, nicht mehr in Betracht. In diesem Fall bat sich lebet Teil un- lerer Wehrmacht der O. H. L. bedingungslos anzu- vasfen.
Die Abgabe von Kräften aus Ihrem Bereich während des Krieges dorthin, wo der Nachdruck gegeben werden sollte, ist keine b.'landere Leistung, berat sie erfolgte aus Anordnung der O. H. L., die ia auch allem die Verantwortung dafür tragen kann.
Was Eure Exzellenr über den von tntr gebrauchten Ausdruck „Irrtum" bei dem Telegrammwechsel äler hen Abtransport des 11. Armeekorps lagen, trifft nicht zu. Ich hielt es für einen Irrtum, bat1, gleichzeilig zwei Divisionen nach einem Bahnlwl in Marsch geletzt wurden, au? dem nur 15 Züge tätlich verladen roerben konnten, und stellte fest, daß von mir eine solche Anordnung nicht ergangen war.
Weldren operativen Entschluß Eure Exzellenz bei dem Versuch im Auge haben, die ,,im Sommer bcl-ebte Kriegführung" zu brandmarken, ist mir nicht klar.
Der Ansatz der Narewstoßgnrvpe kann nicht wohl in Frage kommen, denn Eure Exzellenz haben rn Vosen selbst zugegeben, daß, ?5 mehr Gefüblssockre wäre, ob man sich für die Narew- oder Niemen-Operation entscheÄvm sollte.
Ich vermag mich aber bet meinen Vorschlägen nach dm reichen Erfahrungen des letzb-n Winters nicht aus Gefühle anderer. foickiern lediglich aut meine eigene Ueberzeuaung zu stützen, die die fWarcrolinie für zweckmäßig dielt.
Hiernach könnte nur die Ablehnung Ihres späteren Vorschlages gemeint sein, den träten Flügel Ihrer Heeresgruppe durch Teile von Mackensen und Woyrsch zu verstärken Er war ja aber aus zwei Voraussetzungen ausgebaut, die sich als völlig unbegründet herausstell den.
Heute zögere ich nicht, zu sagen, daß ein Eingehen aus jenen Vorschlag unheilvoll sür uns gewesen sein würde.
Ter unmittelbare Beweis hierfür liegt rn ter unumstößlich n Tatsache, datz wir bet Annahme vcs Vorschlags niemals in der Lage gewesen wären, die Kräfte rechtzeitig hierfür zu bringen, die zur Stütze der Westfront unbedingt nötig sind. 3ebe Vrüjimg Der Lage nach Zeit und Raum unter Berücksichtigung der Eisenbahn-- und sonstigen Nachsdxub- verhältnisse ergibt das unwiderleglich.
Freilich scheinen Eure Exzellenz über dies.' Derhältnisie erst sehr spät unterrichtet worden zu sein. Andernfalls wären die wiederholden dringlichen Anträge auf Ueberlassung des X. Arme> korps ganz unverständlich gewesen.
Einen mittelbaren Beweis für meine Ansicht leite ich aus dem Verlaut der Operationen südöstlich von Wilna ab. Es ist genau das eingetreten, waS ich gefürchtet mid vorausgesagt habe. Man kann eben einen zahlenmäßig überlegen m (Gegner, der sich ohne Rücksicht aus Opfer an Land und Leuten nicht stellen will, bayu das weite Rußland mro gute Bahnen hinter sich hat, nicht im großen durch Umfassung tödlich zu hreften hoffen. Dor allem nicht durch eine Umfassung auf der Grundlinie, bei der grobe Teile der eigenen Kräfte während der Märsche im Kam Pt ausfallen. Die zum Gelingen nötige Ueberraschung gelingt, wie dieser Krieg oft gelehrt hat, nie in so ausreichendem Matze, daß der Feind nicht rechtzeitig Gegen maßregeln treffen könnte.
Wohl aber vermag man einen solchen Fernd dadurch, daß man ihm überall fest an der Sfltnge bleibt, ibn so an Verschiebungen verhindert uno mit verhältnismäßig schwachen, aber fest zusammen gefassten Kräften wirklich überraschend m gut Misqewählter Stelle weit in seine Linien hinrin-
ibtdtr«, i Grob- eittli oerlieben. ifl6uniet- egen »x- Aretbge r*iicften- [ BiW,r’ >en!ieimer n werden- mit ent« -riit oer- »sind bis L wr» r unter' le einjN' ibnnn Angeb^ etwa er erber er
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draußen jtrrifdjen den Rasenplätzen bimtel gewor- Himmels zu ent|ck4etern . -y?“ Len. Ter Siidj unter den Kastanien stand ver- Sie ja, rote ich inetE, sehr intern;tert/
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ja, wie ttri itretE, leryr tnreneiiten.
Modesta fuhr zusammen, ms Magnus das 1 an sie richtete. Harald stund bereits nebm,
werde."
„Bah — das sagen alle Mädchen!" .Modesta ist nicht wie — „alle" ^Mädchen!
Wenn ich trotz dieser Stellungnahme zu Ihren Operationen Seiner Ma.estät nicht vorgeschlag.m habe, einzugreisen, sie sogar in jeder Wein unterstützt habe, so ist dies daraus zurückzusühren, baf» ich die Ueberzeugung jedes anderen respektiere, so lange sie sich in dem gegebenen Rahmen hält, also das ganze nicht <£i schädigen droht, und weck sich mit mathematischer Gewißheit der Aus- gang keiner Operation vorher übersehen läßt, die io energisch geführt wird, wie es dort stets geschieht.
Von den Bedenken, die Eure Exzellenz gegen den Abtransport der beiden Dfoisonen geltend madvn, werde ich Seiner Majestät Mldung machen. Die übrigen Dünkte Ihres Tekegrammes ;ur -llletchöchsten Kenntnis zu bringen, muß ich al'lchnen, weil es sich nm nicht aktuelle historisch.' Betrachtungen handelt, mit denen ich jedenfalls bem Obersten Kriegslxrrrn in diesen trnfbm Tagen nicht nähertreten will."
Die Entscheidung des Kaisers lautete dahin, daß die Divisionen, wie von dem Generalstabschef angeordnet, abzugeben waren.
Mttenegq zu fontmen. Mick^ bet ich sonst Ges'll- schaiten sboh! Ich vermute setzt, du tatest es damals schon nid.t ohne Absicht . . .!" Er lachte behaglich und stieß M-agnus scherzhaft an. „Tu wolltest uns zusammenbringen, weil du gleich ahntest, daß wir füreinander paßten! He — habe ich nicht recht?"
Magrais nickte stumm. Ter andere batte ja recht . . . es hatte eine solche Zeit gegeben . . .
„Nun, und jetzt bin ich so weit," fuhr Harald fort. „.Das heißt, ich habe mich entschlossen, ihr jneine Hand zu bieten und sie zur Herrin aus Schönau zu machen. Tante Luise ist einfr.iftrmbm. Sie meint auch, es sei doch besser, zu heiraten, als immer nur allein nach den Sternen zu gucken — zu zweien wird das noch viel inteteff-mter fein!"
Magnus fühlte eme plötzliche Wut in sich äUftlriaen.
„Tu redest immer nur von dir!" sagte er höhnisch. „Weißt du denn überhaupt, ob sie dich mag?" Harald sah ihn verblüfft an.
„Modesta? Ja? Ich Haffe es? Ste war rmm n lieb und gut zu mir nnd zeigte so viel Jntnvss-.' ftte meine Lteblingsbeschäftigung. Du hättest sie nur sehen sollen. Tamals, als ich ihr ix.-n Mrrs durch das Fernrohr zeigte und ihr einiges non seiner Beschaffenheit ertärte! Ihr süßes Kinder- ßwfick ttfeft leuchtete förmlich —> o ja, genntz Mrd sie müb wallen."
„Sie fagte mir einmal, daß sie nie heiraten
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Ein Güterzua überfallen u-td au^geranbt!
Hamburg, 14. Rov. (WTB.) Auf bet# Elbbrücke (Harburger Seite) wurde gestern ein Güterzuy überfallen und beraubt, hierzu luicb amtlich mitgeteiltr Als gestern der Güterzug 9311 von Kirchweyhe bei 23icrnen nach Wilhelmsburg die Elbbrücke passierte, mußte er infolge deÄ schneeverwehten Wichelmsburgec Bahnhofesi' auf freier Strecke längere Zeit festliegen. Alb* mählich wurde der Zua von einer immer größer werdenden Anzahl zweifelhafter Elemente umlagert, die schließlich anfingen, Die Waggons auszurauben. Das Zugpersonal war gegen die Banoe vollständig machtlos. Erst beim Eintreffen des telegraphisch bet- be-gerufenen Militärs ergriffen die Plünderer Die Flucht. Wert und Art der in großer Menge geraubten Waren sind noch nicht genau festgestellt.
gebeten.
„Modesta versah ihr Amt als „Haustöchter- cten" mit gewisscnl-aftem Ernst wie früher unten an den blühenden Kastraften. Aber Magnus, C*t »un-eilen verstohlene Blicke auf sie ntorf, bemerkte, daß fte dabei zerstveut war und wie unter dem Bann einer inneven Erregung stund.
Hatte Evelyn ihr vieltelcht noch nachträglich eine Szene gemacht? Oder ahnte sie aus den ftrcibienten Slicten Haralds, ter sich kaum mehr Müle gab, seine Gefühle für Moteste zu verbergen, daß sie noch heute in die AJage fommen sollte, über ihr Schicksal entscheiden zu müssen?
Was Harald vorausgesehen, geschah: die bette» alten Herren tertiehm sich gleick> nach Tisch tn eine Partie.Pcquet, während ixe Füriftn ihre Honte arbeit herouszog unD Gräfin Wirbna eine lange Geschichte zu erzählen begann von einem öirm Eischleben, ter a-egen den Willen der Semen tint Sdau’'pic(erin heiraten wolle . .
Modesta saß in sich, gekehrt ba und blickte mit abnxfenten Augen vor sich hm. Es war ohetu bar, daß sie die intevesscmte HeirftsgeschrftBe Der Gräftn nicht im mindesten an zog.
Ta erhrb sich Magnus nnt gezwungenem Lte tfeln und sagte: „Kommen Sie, Motesda, hric hollen ein wenig aus die Tenass^ g:hen. Harild
lassen im Schein eines einzigen Windlichtes.
Tie Herrschaften hätten sich bereits in den Wort an fte Speisesari begeben sagte ein Tiener, ter eben i(w ihr kam, um das Tiscxseug wegzuirehmen.
Laubgirlanden und Goldregenblüten flogen dabei achtlos zu Boden. Magnus bückte svch und hob verslohlen eine ter gelbäi Blütentrauten auf
ihrer Beendigung entgegen. 9hm ist aber in vielen Fällen die Apresse der Offiziere bei ihrem früheren Regiment nicht festzustellen. Alle Offiziere werden daher auf diesem Weae erneut darauf hingewiesen, daß eine einwano- freie Bearbeitung ihrer persönlichen Angelegenheiten im Reichsweh mftnisterium nut nwglich ist, wenn das für sie nach ihrem Friedenstrupperiteil usw. zuständige Generalkommando pp. in der Lage ist, sie in den erwähnten Listen nachzuwerseli. Für den Fall, daß Benachrichtigungen infolge Unkenntnis des Standortes unterblieben sind, werden nachstehend die Standorte der Abwickelunasämter der früheren Generalkommandos, soweit eine Verlegung stattgefunden hat, an#« gegeben: 5. Glogau, 8. Osnabrück, 9. Schwerin, 14. Dur lach, 15. Kassel, 16. und 21. Kte then-Anhalt, 18. Bad-Nauheim.
♦♦ Tas Fest der silbernen Hochzeit feiern am 18. ds. Mts. die Elieleute Herrmum Pfeffer, Gießen. Cvednerstraßc 12.
** Tas ,,Aufgel d" für die Zahlung) der Zölle »n Gold beträgt für die Zeit oom' 16. bis 22. Novenfoer 6JJ v. H.
Landkreis Gießen.
** Lich, 15. Nov. Die hiesige Orgelbau- sirma Förster & Nifolaus hat für die evangelische Kirche zu Dilcklossroda (Untersranken) eine außerordentlich gelungene Orgel gebaut, die am Erntedank,est ter dortigen Gemeinte eingeweihr wurde. Die neue Orgel ist ausgestattet mit 14 klingenden und 2 fombiitierten Regish-rn, die auf ;wec Manuale und Pedale verteilt sind. Dazu ist sie mit allen Neuerungen mcixTiier Orgelbaukun)t versehen. Das prächtige Werk erntete bei ter Abnahmeprüfung durch den Sachverständigen voat Würzburger Konservatorium für Musik ungeteiltes £ob.
Hessen-Nassau.
Die Braunkohlen im Taunus.
Frankfurt a. M., 14. Nvv. Die Brauns Sohlensclrichten bei Bommersh'im, fiter teren Er- idiüicfeimgi wir teridtteten, erstrecken sich auch auf die Gemeinde Obereschbach. Dort soll ein zweiter Schacht ersckLn'sen nxrtten, aus dem eine erstklassige Braunkohle gewonnen werden kann. Tu Felder sind nach den von zivei Oterberrtäntfem vorgenommenen Unterfudiurgeit abbainvürbia; av einet Stelle wurde bereits eine Braunvohlenschichl von 30 Meter Tiefe festgestellt, an anderen Stellen Des außerordentlich umfaitgrciducn Geländes liegt eine Brauncohlenschicht, die auf 80 Dieter gefchätzt trirf). Vorerst nrirb nur aus dem Sd»adü in Bommersheim gefördert, doch soll ter Betrieb ickvn in aller Kürze, sobald die Vorarbeiten erledig» sind, in großem Umfang ausgenommen werten Auch amtliche Stellen bringen tem Taunus- BrvunÜohckenfeld großes Interesse entgegen.
K i r ch h a i n. 14. Nov. Ter Landwirt Wilh. Schmitt, ein Kriegs Veteran von 1870/71 stürzte im Hausflur des Kaufmanns S. Rothschild durch eine offene Falltür in den Meß und gab alsbald seinen Geist auf.
A«» Stadt nnd Cand.
Gießen, den 17. dtov. 1919.
Das Einkilopaket.
Wie erinnerlich, hat die Natipnolversrmm- Utng in diesem Herbst b.i Beratung des n.-um Dostqrbübrengeietzes die Einführung d's Cinftlo- vakets zum 1. Frnuar 1920 üer mqt. Ter Ein- nihrung sdand bis tefrin entgegen ter brotemte Ein- nabm^u:3ral rn Dostgebülwen, ter jich auf Millionen tezifserir wird, und ter Raummangel in den Bab'vo en. Heber tem Cinwihmev'r ust maß die Pvstverwaltnng hinwegzufommen suchen, zumal sie damit zu red)neu hat, drf- wenigstens ein Teil diries Verlustes mit ter Zftt ausgeglichen aerbei wird durch die Zunahme ter bis ein Kilo scliweren Sendung^rn, w.mn dies: zu einer mäßig.'- ren Gebül,r befördert werten a s dT letzigm. Ter Raummangel in den Bahn posten ist ater jetzt idlimmer als.vor bem Kriege, da ungefähr die Hä fte Der Eisend hi izüge upd d 'mit auch ter Post- züge ausgefallen i|‘t, gurz abgesehen davon, dost Dom 5. bis 15. November überltaupt keine Schnell- und Personen^üge meljt gefahren w'rten und d>rß auch noch danach mit gewissen Eins,Irränkungen im lisliertgen Fabrplsn dieser Züge yrytpiet Nxr- den must. Trotzdem ftird die SSorter. ttungen zur Einführung des Einkzlo pakets im vollen Gange, und man erwägt letzt die Maßnrhmen, sic notroei big wären, wenn das Einft oprket etwa in der Form des Fe.dpostpäckchens ringesühn würde, das allerdings nur V» Kilo Gewicht hüte. Eine solche Form müfct ter Vervehrsw.'lt (iete'r Kin, als wenn das .Einkilopaket rin wirkt ick>es Batet bliebe, sich von ten übrigen P,slpaLft.m alb nur durch eine gerrtttere Tape »ntntschi-?te. Wenn cs aber als Häckd>m behcrntell und Wit eine größere Truckiarte ober Warenprobe ratge» Wommen, befördert und bestellt, io wirrte erst dann der Nutzen voll in die Erichriinmg treten. Zur Feststellung ter Ein-Lheilen warm Fachleute aus bem yerriete für die erst: Novemterhälfte nach rierlm einberufon, d.-sg-leichm der butterige Ver- febrdbrirat ter RrichSposlv^rtva 1 tung, ter tetannt- itd) aus Vectrr'crn aller Berussnänte b'steht. Jn- fj.gc ter Verllel.rrsster.e mußv'-n triee Beratungen u'tcter um Wockren bi'uz:i3geT<l?)ten wrd n. Toov- tein hält die Postv.-nvaltting an tem Plane fest. Die Sxnl>e bL^u tem non ter Nationalveri-rmmlung gewünschten Zeirpunkle spruchreif zu machen.
wiedergeben.
Am 7 Oktober hatte der Oberbefehls- habec voit Ost (Hindenburg) auf den Befehl, Kräfte aus der Front $u ziehen und sie der Obersten Heeresleitung sür andere Zwecke zur Verfügnttg zu stellen, in einem Telegramm gefdjriebcn:
„Den Betrachtungen über die Lage meiner Heeresgruppe tonn ich nicht lxipftichten. Di: zurzeit eingenommene Stellung ist mit od.r ohne Kürziuig tel Smorgon und Dünaburg bet weitem die ungünstigste, die eingenommen mitten kann. Sic ist mit emem Mindestmaß von Kräften zu hallen. Jete rückwärtige Stellung, die aus ten Schutz ter Düna*) verzichtet, würde mehr, zum mmtesten die gleichen Kräfte gritraudjen, als tri? ictzige Stellung ohne Kürzung. Ich habe stets ter Gcsomklage durch wettestgehente Abgaben von Truppen Rechnung getragen, so z. B. vvn 10 Di- nifiomn an die österreidnfch-ungarische Front.**) Ich habe auch jetzt unverzüglich alle irgendwie <nll'€brlid)cn Drvisionen sofort in Marsch gesetzt, oaiet eine des 11. Armeekorps verfrüht abgegtben, 'was seinerzeit von dort als Irrtum bezeichnet wurde. Ich tenke, daß dies jetzt nicht tnrbr so kezeichnet wird. Die Tatsache, daß die weidev.' Ab- • Uite von Divisionen jetzt aus Schnrierigkeiten stößt, -ist tue Folge ter im Sommer tdrebLm Krieg- ■ übrung, die trotz ter gebotenen Gunst der B.r- »lältnisse und meiner emdringtichen Mahram^n, fc>ie 9luffen nicht tödlich zu treffen vermochte. Ich rerfemte nicht die dadurch emgetretenen Schwierigkeiten der gesamten Striegdlag* und werd! auch, falls die russischen Angrisse wirklich mtidieitenb iftgeschlagen werden, sobalo es mir möglich er* fscheim — auch vor Verkürzung der Front ba «Smorgon und Dünaburg — weitere Divisionen «t geben An einen bestimmten Zritpunkt kann uch mich aber nicht binden. Eine verfrühte Abgabe imürte eine Krise zeitigen, wie sie zu münem Be- foouem jetzt im Westen erlebt nnrx>, und unt.'r llmstänten eine Katastrophe für die He-vesgrlcpp' itebniten. da jede rückwärtige B.'wegung d>r im Vergleich zum Gegner nur fdjroadjen Tnippen bn den ungünstigen Btenw-erbältnifsen zur schwerem -Schcchigung ter Verbände führen müßte. Ich bitte, Seiner Majestät über meine Auffassung Vortrag zu frilteri."
affung hatten, als der Cl)ef des General- tabes. Besonders kritisch wurde der Zwie- palt im Frühjahr und Sommer 1915, nx> Hindenburg nur in einer weitaushole n d e n Umfas suna des russischen R o r d f l Ü g e l s die Möglichkeit zur Vernicht tung der russischen Hecresmaäft erblickte, während F a l t e n h a y n von diesen weitaus- holenden Acivegungen absah und den-Erfolg mehr durch frontalen Angriff uno Durchbruch zu erreichen suchte. Die Differenzen führten zu einem fdjarf Zugespitzten Depeschenwechsel, der zum ersten Male veröffentlicht wird und den wir im folgenden
Das Buch des Generals Erich von Fal- fkenhayn, des früheven Chefs des Generalstabes des FelDheeres: „Die Oberste Heeresleitung 1914—1916 in ihren wichtigsten Entschließungen", ist reich an neuen Enthullun- !en. Es stellt eine Begründung uno Rccht- ertigung der Kriegführung vom Standpunll iec Obersten Heereslellung Dar für die Zeit, da General von Falkenhayn die Verantwortung dafür trug. Nicht alle Führer des deutschen Heeres waren mit den damaligen Entschlüssen einverstanden, sondern hatten andere Absichten. Zu ihnen gehörten auch Hindenburg und LuDendorsf, die sowohl über die Gesamtlage, wie über die Führung des Krieges im Osten eine wesentlich andere Aus-
Falkenhahns Erklärung lautete: I Felteüge Mackensens, WoyrschS und auch von ®all- „So sehr ich bedauere, daß Eure Exzellmz Witz ter Praßnysch.
Für Eure Exzellenz bot sich meiner Ansicht nach eine solche Gelegenheit zuletzt b:i Orant).
„Tu mißverstehst mich!" sagte Harald verletzt. „Ich wollte dich bitten, mir zu einem All.'infein mit ibc zu verhelfen. Es gelang mir lriSher nie. Sie ist so scheu! Aber h-.-ute — trenn di: Herren spielen und die Tarnen plattem und du z. D. Vorschlägen nürbeft daß wir drei auf die Terrrsse ringen, und du entferntest dich später ratter rinem Born and . . . M-agnuS, ich würde dir diesen Jreundschaftsteenst nie vergessen!"
Magnus war sdchen geb.ieben, als brbc sich ein Abgrund vor ihm aufgetan.
Heute schon! . . . Heute! dachte er, währmd tem Herz fieberhaft klopfte. Und ich soll ihm die Gelegenheit schaffen — ich, ter ich Motesta liebe!
ES lief ihm eisig durchs ten Lrib und gleich darauf glühte seine Stirtr wie in Fieberhitze.
Oberlai8
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Unter den Kastanien bitte mm Windlichtn ongezüntet und plauderte gemütlich. An Heim- iafxrt dackste niemand. Es wir ja auch M^nd- -dFM zu erwarten, und dte Herren hattm vorhin tun einem kleinen Spielchen gesprochen, woraus die Graffn Scmderfeld ten richtigen Schluß ge- V-yen und ter Köchin heimlich hatte sagen lassen, daß für ein Abendessen Sorge zu tragen sei.
Harald Völkern wartete nur, bis die alten denen in Poliftk, die Tomen in Klcttfch stst- •gelegt w.rren, dann stieß er Magnus heimlich -m mtb schlug ihm vor, sich hn Park „rin bißchen Bewegung zu machen,^
Kaum to.iren sie aber außer Hörweite, als er istehen blieb und Magnus am Rrxkknopf festhi'lt, eine Gewohnh.ftt, dir er schon als Kftab: hatte, ttatn er etwas bri^nters Wichtiges rinlriten wollte.
„Tu hast Mi verstanten, daß es nur rin ßrarihinb war? Ich mache mir gir nichts ms Hpazierengehen, aber mein Hn7z muß ich dir endlich, ausschiftten und deinen Rat erbitten!"
Magnus erriet fvfntt, was nun fommen würde. Vin Zug pemlicher, innerer Qual glitt über sein ^Sesickü.
„Warum gerate mu? Ich habe gar kein Ta- Bmt zum Ratgeber für — Verliebte! Und darum handelt es sich ja^vohl bei dir —"
„Natürlich. Du hast aanz richtig geraten. Aber tiu mußtest ja auch längst merken, wie wahniin- «ig verliebt ich in Modesta bin! Eigentlich ein Wunder, nich4? Tenn du weist, daß ich nie heiraten, sondern, von Tante Luise betreut, immer «ur der Wissenschaft leben wollte. Tie mnsten Krauen sind \a auch so banal unb uninteressant! eete haben weder Poesie noch Ti;fe. Aber mit Mvdesla ist das nun anders — du hattest ganz «eckt mit allem, was du mir damals zuerst von
erzähltesh, und daß du mich drängtest, nach
er. ,xSrit rin Weib
l lMM r*n tvirrh'iTt« «Mrtihinyn. H»nn to MtitttdH Wtttwttv» »»» Vkta LrÄE tWeewWn tewtll«, t*< otoUn-Pillen r Praxi» - vorMlichr WtiMM, «M
6t tn Xitin e. 6lnn «I,: rattgesl*! »»hn M «W, aflOtwUtf
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„Warum sagst du das jb scharf? Warum bist du überhaupt so kurz angebunden, fast unfreunL- Ikfj zu mir, Magnus?"
„Ich? Du träamft!"
„Nein. Schon seit einiger Zeit fällt es mir auf. Ist es dir vielleicht nicht recht, daß ich mich, nm teure Schwägerin bnxrte ?"
Magnus lachte unnatürlich laut auf.
„Tu bist nickt bei Trost, mein guter Harald!
„Ja. Wenn es geht . . ." murmelte er bftser. nollcn ein wenig aul die Terras^ gehen Harald Sn kehrten um. Denn es war nun auch hier hat veripoocken, mu bie G-eheunnt^' tes geitrniten


