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Dienstag, Mi |9|9

Gtehener Anzeiger (General-Anzeiger für Sberheffen)

!r. Zwettes Blatt

.setzt. ,

sHüuser

wache

Generaldebatte

Menden Wohnungsnot muß die Stadt dagegen

Mn flecht angelegt und es müsse Aufgabe StMtcs sein, sie populär zu machen. Tie {tobt müsse sich bei Grundstücken das Rückkau fs- lecht oder die Beteiligung an späterem Gewinn tobeftoltcn. Durch KleinwcklMungsbau werde ein Mer Teil der sozialen Frage gelöst werden. Tie , krmeinde hat ihn zu fördern durch billigen

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Generaldebatte Titd. Stadtv. Anträge an.

Zu der

Geschäftlich wären 'wir im Reinen, Herr von Ilmavrüster. Nun hatte ich Ihnen aber trorljin xsoogt, daß ich aus einem gant besonderen Grund rin: Interesse daran hätte, Ihren Namen zu scho- wn. Sind Sie nicht neugierig, diesen Grund taten zu lernen?"

Dorivat blickte betroffen auf.

irpllh! Lie schon frage» ="

Forderung der Aushilfangestellten stehen wir sym­pathisch gegenüber. Bon besonderen Wünschen nen­nen wir Die Einrichtung einer Müllverbrennungs­anstalt, die Emdäusung der Lahn, um Ueber- schwemmungen zu vermeiden, und die Lahnkana-

die Gefahr weiterer Schulden hin ausgebaut wer­den. Die Universität hat bei der Volkskammer den

gelände bereit stellen. Wenn der Bahnhof auf die rechte Lahnseite verlegt wird, ist genügend

)tigen Sonntagamäbti irla fttiibe a»

U (Bitte geb. Hch!

Der Doppelgänger.

Roman von Carl Schüler.

Fortsetzung Nr. 43.

t -arten.

! Serges nch 3°l* ttlrble 16. >1919'

Sitzungsbericht.

Anwesend sind Oberbürgermeister Keller, Beigeordneter Krenzien und mit Ausnahme bc- Herren Heichelheim, Moosdors und Urstadt 39 Stadtverordnete.

Tie Sitzung wird um 4 Uhr eröffnet. Zur 3iatintg steht

der städtische Voranschlag für 1919.

Zn Urkundspersvnen werden erwählt die Stadtv. Ebel und Mann.

Tie Stadtv. 'Frau Biermann und Gmelin, bk iit der Eröffnungssitzung nicht zugegen waren, werden durch Haichsckstaa verpflichtet.

Oberbürgermeister Keller weist vvr Be- tatitng deS Voranschlages darauf hin, daß 5 8 ?n trage vorliegen.

Stadtv. Beckmann (U. S. P.) beantragt

»weite Sitzung der Stadtverordneten Versammlung.

2 Giesten, 16. Juni.

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»et Seif!

r Anmeldung zureichen.

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W^SÜM

Eine kleine Pause trat ein. Emil Schnepfe Üaikte sich etwas umständlich eine neue Zigarre m. Tann sagte er, ernster als bi^er:

iurch Enteignung pon Grundbesitz, sondern durch irrte Besteuerung des unbebauten Bodens. Sv- kmi müsse die Gemeinde billiges Baugelände zur Beifügung stellen. Die Wertzuwachssteuer sei in

lijc/t Grundlagen aufgebaut. Der Ansatz der Ein- mhmen sei gering, der der Ausgaben groß. Ter lftlslbettag von 3 Millionen erkläre sich durch. die Älgemeine Teuerung und die dadurch gestiegenen lrb'itslöhne. Im allgemernen könne man dem Vor- arschlag zustimmen. Seine Fraktion habe keine An­lage gestellt, werde aber bei den einzelnen Titeln Stellung nehmen. Persönlich trete er dafür em, baß das Wohnungswesen auf bodenreformerische 8'undlagen gestellt werden -müßte. Er sei vor L5 Fahren als Bodenrefvrmer gelvählt worden, ter unverdiente Wertzuwachs müsse der Allgc- ecinheit zugute kommen. Ter Boden für Wohn- vtd Arbeitsplätze müsse verbilligt werden, nicht

vor Besprechung der einzelnen Mann (Spz.) schließt sich dem

von 3 Millionen ist eine Folge des Krieges, ebenso die Wohnungsnot. An dieser sind auch die Privi- ^egien der Hauseigentümer schuld. Die Gemens Nützigr Baugenossenschaft ist anzuerkennen. Die Stadt nmß sÄbst bauen, ehe Privatbautätigkeit ein» Zwanaseinmietungeil sind erforderlich. Alle t int Besitze der Stadt müssen besser renoviert

Heben Sie die Briefe auf; sie sind bei Fhneu besser aufgehoben als bei mir. Tie Polizei in oft so so zudringlich neugierig!", ,,

Sie können die Briefe morgen Wber haben.

Morgen bin ich schon weit von hier/', lächelte der andere.Behalten Sie die Briefe. Sw sollen eine Sühne sein für die Unannehmlichkeiten, br- Sie durch mich hatten und vielleicht noch habm werden. Lebert Sie ivohl!"

Errnnerrt Sie sich an »ntch, wenn sie Hilfe brauchen! Wenn Sie"

Tanke! Herr Baron, ich tabe bcc Ehre!"

Eine förmliche Verbeugung und er llavv,« die Türe 'hinter sich zu.

Als Torival eine otraibe später ausgeheu wollte, vermißte.er seine polizeiliche Legittmattoite- karte. Sie war nirgends zu sinden.

13.

Im harten des Konsuls Rosenberg neben dein Tennisplatz versteckt hinter einer Hecke von gelbblühenden Berberitzen war eine Schaukel.

IN der Schaukel saß Ruth Rosenberg.

Ihr Bruder Otto, dem das Hamburger (St* porthans, in dem er sein kcutsmännisck)es Ein­jähriges abbiente, einige Tage Urlaub bewilligt 'hatte, saß rittlings auf einem Stuhl neben fr.-r Schaukel und versuchte krampfhaft, seiner Schwe­ster die neuesten Hamburger Räubergeschicksten an erzählen. Aber ief hatte kein rechtes- Glück dann Ruth sagte gelegentlich einmal einsilbig ja, liest sich auch zu entern kurzen Nein herbei, lachte dann und wann ohne besondere Herzhaftlgknl. und schien sich im übrigen iveir mehr Tür btt* dunklen Kiefern zu interessieren, bereit Stamme im Nachmittagssonnenschcin rot lenchteteu.

(Fortsetzung folgt.)

Tie Beratung des Voranschlags' bedeutete den -üen großen Tag des neuen 'Parlaments' und . Rechte die erste RedescksteÄht. Ein Antrag i>es s-tabl^ngigen Beckmann, der. Einzelberatung eine ! nicraldebatte Vvnrngeheu zu lassen, öffnete die , : Geusen zu eingel>enber Darlegung aller Partei- . ü> Privatwünswe und führte die Ausspnuhe ins l!strlose. So eittspannen sich erregte Wechselreden v tt vaterländische Erziehung in der Schule und ' tot erzieherisck^n Wert des Rcligivnsmrterrrchtes. ^urteiner einleitenden Finanz rede batteOber- j iqermciftcr Keller aus Gesundheitsrücksichten ab- sehen, versprach sie aber rm Herbste ausführlich techzuhvlen. Ter noch, o ffengebltebene Titel li rjegskosten läßt sie vvr allen Tirrgen er- 'scverlrch erschenreu.

Tic Einzelberatung gedieh m der vier- i jfodngen Sitzung mir bis Titel 14, ioührend allein i t Voranschlag der Stadtkasse 81 Titel durch- ilmten sind. Die nächste Sitzung ist auf Dienstag Ühr anberaumt. Führt sie nicht zu Ende, so wird äq K r e n z i e n die Verhandlungen weiterleiten, a Oberbürgermeister Keller am Mittwoch ärzt- üch verordneten Erholungsurlaub antritt.

Bei der Ein-elberatirng entstanden vielfach chwierigkeiten, da cm Teil der neuen Stadt Vater ,ch mit dem Gang der städtischen Geschäfte noch udit vertraut zeigte. Erne längere Debatte ent- HDck bei dem Antrag der Unabhängigen, als klös der Heu- und Grummeternte nicht den I urchschnittserlös der letzten drei Jahre, sondern Mi zu erwartenden Erlös eintzustellen. Der An- -igfldler Fourier setzte sofortige Abstimmung b'M, wobei sein Antrag gegen die Stimmen der ünllbhängigon abgelehnt wurde.

Bei Tftel 5, Elektrizitätswerk, wur­

den über Kliniken zu beheben, rate ich zur Eirn richtung eines.Schlichtungsausschusses. Um Ner venkräfte zu sparen, ist die Errichtung von öffent­lichen Ruhehallen unbedingt erforderlich, in denen i-ü>er zu billigem Preise eine Schlafkabine haben, taten. Spielplätze für Kinder dürfen nicht schc matisch bestimmt 'werden, sondern sind als Heiner? Spielplätze überalllstn zu verteilen. Daß Gießen nur einen .Lahnübergang hat, ist lächerlich. Di: Flußpassage nach Marburg muß freigelegt wer' den. Es sind nur einige Felsen wegzusprengen, aber das geschieht nicht, weil sie aus der preu­ßischen Grenze Hegen. Ich verlange, daß meine Anträge ferner nicht mehr in den Kommissionen und Aktenschränken verschwinden.

Stadtv. Müller (Bürgerverein). Auch iw muß mich gegen die Borwürfe der sozialdemo­kratischen Vorredner wenden, daß in der Schule Haß gepredigt werde. Die Schule hat das Recht, posftiven Patriotismus zu nähren. Weiter muß das Verantwortlichkeitsgefühl des Elternhauses ge weckt werden: ungebetene Miter^ieher hat die Schule übergenug. Er gibt zu, daß in der Schicke immer noch zu viel gedrillt und zu wenig erzo gen wird: Schuld trifft aber das Stiftern, nicht die Lehrer. Zur Einwirkung auf das Gemüt der Schüler ist die Religion unentbehrlich. Er be­fürwortet die Errichtung von Spielplätzen, Um die Kinder von der Straße wegzubringen.

Stadtv. Wacht e l (Zentrum) weist den von Stadtv. Vetters gegen die Kleinkinderschule, er­hobenen Vorwurf zurück, daß schon die Heilten Kinder zu religiösen und patriotischen. Zrvecten mißbraucht würden. Um die kommunalen Einkünfte, zu vermehren, sind die enormen Ueberschüsse ber Viehhandelsverbände heranzu-iehen.

Stadtv. Vetters (So^) wendet sich gegen die Behauptung der Herren Ebel und Michel, daß er die Lehrer angegriffen habe: auch er schiebt die Schuld an den Mißerfolgen des Erziehung^ wesens auf das System. Wenn auch von anderen Ländern, wie z. D. Frankreich, in der. Schule Haß gepredigt werde, so brauchten wir dies Bei spiel noch lange nicht nachzuahmen.

Stadtv. Goertz (Ztr.): Was den Religions unterricht anlangt, schließe ich mich meinen Kol legen an. Die Lehrmittel müssen verbessert werden. Im Voranschlag ist zu wenig vorgesehen. Für jede Schule werden mindestens 3000 Mk. erfor­derlich fein. Die Schulhäuser sind stark renovier rungsbedürftig. Das Schulhaus in der Nord-- Anlage muß unbedingt fveigemacht werden. Zwischen den Schulen ist Telephonverbindung ein zurichten. Das Gehalt der Fortbildungsschilllehrer bedarf der Neuregelung.

Stadtv. Simon i(Tem.): Damit den Kin dern der Biehmarkt als Spielplatz genommen wurde, mürbe er vor etlichen Jahren für 20 Ml. verpachtet. Das Lebensmittelamt bedarf der Kon ttollc. Vergangene Wock>e war die Butterliefernng mäßig. Es fehlt an Bedürfnisanstalten für Frauen Weitere Lahnbrücken sind erforderlich, ebenso ein Gleisanschluß für den Schlachthof. Dem Schuch- tungsausschuß für Kliniken ist xuzustimmen.

(Fortsetzung im 1. Blatt.)

Wie Schuppen siel es Torival von den Augen: so einfach, so natürlich war diese Erllärung der rätselhaften Aehnlichkeit zwischen ihm und seinem Gegenüber

Es bedarf keiner weiteren Beweise," sagte er.Ich glaube Ihnen. Ich weiß, daß meine Mutter in vielen Dingen andere Anschauungen hatte als :mein Vater.. Daraus ergaben sich .Ver- ftimmunqen, die sich nach und nach vertieften und beide Teile imglüerlich machten. Sie wissen wohl, daß mein Vater, unser Vater, mit eigener Hand seinem Leben etn Ziel setzte. Er hat sich erschossen."

Emil Schnepfe hatte ein Päckchen Briefe her vorgeholt. Es waren alte, vergilbte Briefe, zu- sammengchalten von einem verblaßten, rosafar­benen Bändchen. -

Tas weiß ich!" sagte Emil Schnepfe.Einer dieser Briefe ist nur wenige Stunden vor seinem Tode geschrielien worben. Ich war damals acht Jahve alt. Meine Mutter reiste mit mir -an einem kalten Wintertag zur Beerdigung. . Bost weitem haben.wir gesehen, wie der Sarg in die Gruft gesenkt wurde. Damals habe ich L>w zum erstenmal gesehen."

Er crhwb sich. z

Meine Mutter," sagte Dorwal, hat nach dem Tode meines Vaters rn einer Aufwallung von Verbitterung alles verbrannt, was an wst erinnerte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir die Briefe für einige Tage überlassen würden. Es soll keine Nachprüfung Ihrer Angaben yem. Ich möchte nur einmal einige otimben meinem Vater widmest, und ich glaube, daß diese mich ihm näher 'bringen, als die Erzählungen meiner englischen Verwandten. Wollen^ost -

Einen Augenblick zögette -schnepft^

^Stt haben. <ein Recht darauf, jagte ö dann.

werden. Die Stadt muß zum Wohnungsbau cigat- Ziegeleien errichttn. Die Straßenbahnlinien Wie» seck, Klein-Linden sind auszubanen. Den Arbeitern der städttsck^n Werke muß zusammenhängende Ar­beitszeit gewahrt werden. ')lus dem Gaswerk darf nichts auf Kosten der Allgemeinheit heransgewirv- sckXlftet werden. Im Sckmlwesen forderii wir die konfessionslose Einheitsschule. Religion ist Privat- slache, die Schule «eine weltliche Einrichtung, die 'femttnisteidn? Menschen heranziehen soll. Unent- fgeltlichkeit her Lehrmittel ist erforderlich Wir be­antragen die Freigabe der Schulhöfe als Kinder­spielplätze. Das Tl>eater ist von der Stadtzu über­nehmen und den Arbeitern in höherem Maße zu- sgängig zu machen. Die Verwaltung verfährt nicht objektiv und hat der U. S. P. die Benützung des Saales abgeschlagen. Die DotLnbestattung muß un­entgeltlich sein. Wir fordern Beseitigung der 'Klassenunterschiede bei Beerdigungen und Gleich­heit der Begräbnisstätten. Die Bezüge der Leichen- frauen sind zu erhöhen. Das Lebensmittelamt muß Rechnungsabläge vorlegen. Die Fuhrwerksunter­nehmungen sind in städtische Regie zu übernehmen. Wir fordern die Verstadtlichung des Kohlenhandels, da die übohlenhändler die Verteilung nicht gerecht vorgelwmmen haben, ebenso Uebernahme des Pla­katwesens in eigene Regie. Die Aushilssangestellten der Stadt, unter denen sich Kriegsinvalide befin­den, erhalten 2700 Mk. Gehalt und Kinderzulage erst vom dritten Kinde ab. Wir sind für Gleick)- stellung mit den städtischen Bediensteten. Die Rul>e- 'gehältex entsprechen nicht mehr der Zeit, besonders die Invalidenrente darf nicht mehr angerechnet werden. Die Anstellung -eines Armenarztes und die Errichtung eines städttschen Krankenhauses ist iunabroeisbar. Die Klinikerr sind von auswärts überfüllt. Klagen mehren sich über die Behandlung lunb Verpflegung in den Kliniken. Wir sind für Aufhebung des Oktrois und Beseitigung ber Billet- fteuer.

Stadtv. Kling (Fr. Ser.): Die Ausführun­gen wiederholen sich und sollten bei den Spezial- titeln vorgebracht werden. Die Vorwürfe Vetters titeln vorgebracht werden. Die Vorwürfe Vetters9 gegen die Schule dürfen nicht unwidersprochen blei­ben. Der Borwurf, daß Haß gegen andere Leute gepredigt werde, ist zurückzuweisen. Die nächtlichen .Äusschreitungen sind ebenfalls nicht auf die Cn> tziehüng der Schule zurückzusühren, sondern auf mangelnde Erziehung im Elternhause.

Stadtv. Michel l(Dem.): Für den sittlichen Nredergm,g ist nicht, wie Stad.v. Vetters behauptet, die Erziehung her Schule verantwortlich, fajitern die Einflüsse won anderer Seite, über die die Schule nicht .Herr werden kann, teils Elternhaus, tells Presse (Zuruf: Frankfurter Zeitung) und an­dere Seiten. Daß Stadtv. Beckmann von der veligionslosen Schule die Erziehung zum kennt- nisrcichen Menschen verlangt, zeigt wenig Be­schäftigung mit Bädag-ogik. Das Ziel der Schule ist, charallervolle Menschen mtefeu, dazu ist ber Religionsunterricht erforderlich. (Widerspruch bei den sozialdem. .Parteien.) Sittlich Qualitäten sind dem Religionsunterricht zu verdanken. (Wi­derspruch der.sozialdem. Parteien.) Für konfessio­nellen Unterrickst werden wir alles tun. (Zuruf: Hört die Demokraten.) Religion ist nicht Privat­sache, sie (farm nur gedeihen in Gemeinschaft mit andern. Wir -sind für die Fortbildungsschule für weibliche Jugend. Tie lchhere Mädchenschule be­darf weiteren Ausbaues imd der Möglichkeit, sich die erforderliche Bildung fürs öffentliche Leben anzueignen. (Zuruf der U. S. P.: Alle Schulen.) , Sie soll eine Studienanstalt werden, zu der alle

Schichten tiuffteigen können. Unentgeltliche Toten- , bestattung ist setzt kaum zu erreidjen. Es ist , bedauerlich, daß Gräber bezahlt werden müssen.

Jeder soll ,unentgeltliche Ruhestätte finden. Ter

Kriegsboften sind nicht ausgestellt. Es ist ein No vum, daß die Lebensmittelversorgung jabrelana oi/ne Kontrolle gehandhabt werden tonnte. Boi läge der Abrechnung ist in Kürze zu verlangen Bon Demokratisierung ist bei der Verwaltung noch wenig zu bemerken. Es herrscht ein Willkürregi- meut. Tie iftäbt. Beamten haben bis jetzt noch keinen Angestelltenausschuß, >onst wäre die jetzig Hausordimllg nicht ausgestelll nwrbcn

Stadtv. Sommer: Zur Erziehung ichwaw- sinniger Kinder sind besondere Lehrmittel bereit zu stellen. Zur Frage der Alten Klinik möge je» Partei einen Tepiltterten ernennen, ber die Gründe prüft, die >zu dem Entschluß geführt haben, die Stadtverwaltung dortlsin zu verleben. Räume fih die Stadtverwaltung sind unbedingt notwendig. Wenn anders beschlossen wird, möge man in bet Klinik die Sammlungen zentralisieren. Die elektti fchen Bahnen sind zunächs! nach Wiesock und Klein- Linden auszubauen. Schon früher habe ich dic Vereinigung der Stadt mit ber Baugenossenschaft versucht. Es genügt nicht, daß die Stadt selbst baut, sie muß jede Dautäligkett anvegen. Plane zu städt. Kleinwolmuicgen parallel des Wtesecke, Weges liegen vor. 2te Ausarbeitung wurde durch Arbeitsüberlastung ber Beigeordneten verzögert Besonders erforderlich ist es, sich um die füll tuiercnde Einzelbevölkerung zu kümmern und für diese eine städt. Baracke mit Badeeinrichtung zu erstellen. Dadurch wird cht Teil der Wvbmmgs not behoben. ' Vom Lebensmittelamt ist schärfftt Ztechnungsablage zu fordern. Es möge den Her rtmftsnachweis der schlechten holl. Kartoffeln er bringen, die jetzt zu 45 Mk. verkauft werden. Beim Plan eines Krankenhauses ist Vorsicht geboten, da es die Stadt fefjr belasten kann. Um Beschwer-

teil pon den Unabhängigen gegen den Direktor des Mrö im Ansckstuß an die bereits in der letzten ibimg des alten Parlamentes behandelten Vor- neue schwere Beschuldigmtgen erhoben. Ter Uiiabhängige Kiel brachte einen Antrag aus Er- opiiung des Tisziplinarverfahrens ein, der später ontt ihm vorläufig zurückgezogen wurde.

Torival sprang auf.

Was wollen Sie damit sagen?"

Ihr Vater, der Freiherr Elgar Frieorich Karl von Armbrüster ist auch mein Vater!" laote Emil Schnepfe.Setzt Sie das so sehr in Er­staunen?"

Allerdings!" stotterte Torival. ,Ich habe bisher an 'diese Lösung des Rätsels nickst gedacht. Aber Sie -werden eine Frage begreiflich sinoen, Herr Schnepfe. 1 Haben Sie für Ihre Behauptung ^E/Ti'e habe ich. Aber ehe ich Ihnen dies zeige, gestatten Sic mir, Ihnen eine lleine Erklärung obzugeben Weder meine verstorbene Mutter noch ich haben jemals versucht, einen Vorteil für itn§ aus dem Umstand zu ziehen, daß die Verwandten meines Vaters vermögende Leute sind. Meine Mutter hat 'mich erzogen so gut ,ie komite uno wem. sich au<h. über die Methode ihrer Erziehung ftreiten läßt, so 'bat sie doch an einem, feftgebalten. Sie hat mich, der ich sonst nur wenig auf dieser Welt achte, die Achtung vor dem Ncumm meines Vattts gelehrt. Ich habe von meinem Vater niftt nur einige Aeuherlichkeiten, sondern leider auch gewisse Neigungeli geerbt, und so ist aus nur, da ich kein echter Aristokrat fein, konnte, icner Pseudo-Aristokrat gerouriteit, >ber sich die Mittel ui seiner Scheinexistenz ohne Bedenken da nahm,

sie 'sich ihm boten. Aber das ioll nun anders I werden."

Er lächebch.

den Herrichttlngskosten kann ein neues Gebäude er­stellt werden. Auch die Gegend ist unzweckmäßig. Der Errichtung eines Krematoriums ftimnte ich zu. Beim Bildungswesen ist größter Wert auf die Volksschule zu legen, die toätnxnb des Krieges un- !gcl)euer gelitten hat. Der Hurrapatriotismus in. ber Schule muß entfernt werden. Die Forderung einer Fortbildungsschule für Mädchen ist zu unter­stützen. Es muß mehr Wert auf Kleinkinderschillen sietegt werden, da in den privaten Anstalten ein pietistischer und hurrapatriotischer Geist herrscht, den man nicht billigen kann und der unheilvolle Wirkung ausübt. D« städttschen Werte dürfen keine

Mdauellin. zu ersten, muB sie eonStembcn bentot wild. Ihr Netz mutz'äü! "ftÄÄÄtZ

Boden und Geldmittel Ur hpp. Bau gelber. Hierzu müßten eine städtische Sparkasse und ein ftädttsches Hypothetenrnstttut eingerichtet werden.

Stadtt. Mann (Soz.): Ter Voranschlag schließt mit erheblicher Steuerlast ab, gibt aber fein übersichtliches Bild, tveil der Titel Kriegslasten unberücksichtigt blieb. Hiernach müsse man die Steuererhvhung um 44«/o nur als Mittels ansehen, den Voranschlag mi bilanzieren, wahrend die wahre Lage ber städtischen FinanzEen erst erkennbar wer­de, wenn die landesstaatlrck-en Grundlagen vor Vchtteilung der Lasten vorlägen. Nach dem Ge­meindeumlagengesetz werden ran die Einkommen bis 900 Bäh. befreit, das fei eine Verschlechterung gegen früher, da die allgemeine Lebenshaltung sich verteuert habe. Tie Bvdenpolittk vor dem Kriege hatte wesenllichen .Einfluß auf die jetzige Wohnungslage. Tie Baugenossenschaft wird wenig Whrlfe sckwffen Knncn. Beteiligimg der Stadt am Klcinwohnungsbau ist erforderlich. Tie Mieten sind durchschnftttich um 36% gestiegen, ohne daß die Mehraufwendungen für Wohnungen dies recht­fertigen. Tie Stadt muß in eigener Regie mit eigenem Material bauen und Mittel zum Ausbau sckwn vorhandener Wvhnväume bereitfieflen. Ter Ausbau der S raßenbahn ist verabsäumt worden.Di? städtischen Werke geben im Voranschlag kein rechtes Bild. In WttllrckMt werden sie statt mit lieber» schössen mit Fehlbeträgen abschließen, auch das Gaswerk, das hoäj- in Rechnung steht und bereits veraltet ist. Eine Neuanlage wird nötig sein. Ueberschußpolittk sollte nicht betrieben werden. Um zu wissen, ob ein städttsches Krankenhaus erstellt werden kann, verlangt der Redner zu wissen, wie hoch' die Stabt belastet ist.

Stadtv. W i n N2 DielAusgaben hohen teilwelse wett über die früheren hinaus. Uebcr das Lebens mittelamt ist eine Uebersicht wünschenswert. Ein Beittag zur Beschaffung eines städttschen Bebau­ungsplanes! muß bewilligt werden, ebenso Zu­schüsse für Mieten. Die Stabt soll selbst wenig bauen, da dir Verwaltung schwierig ist und besser Zuschüsse bewilligen. Vielfach sind den.Anwohnern die Sttaßenkosten zu erleichtern. Ein Anschlußgleis für die städttschen. Werte und die Privatinduitrie ist unbedingt erforderlich und muß bei der Bahnver- walttmg durchaesetzt werden. Ein enttprechender Betrag ist zu bewilligen. Das Elektrizitätswerk ist von jeher ent Schmerzenskind. Ein Gutachten muß entscheiden, ob für 500000 Mk. Neu anlagen vor- genommen "oder der Strom über Land bezogen werden soll. Die Errichtung eines Krematoriums ist ein Bedürfnis. Tie Fortbildungsschulen müssen zu Fachschulen -umgebilbet, die Lehrlingswcrkstat- ten unterstützt werden. Eine Fortbildungsschule für Mädchen muß eingerichtet werden. Maßnahmen gegen die Verwilderung der Jugend sind erforder-i lich. Der Fehlbetrag des Säuglingsheims darf nicht allein durch die Stadt «ufgebracht werden. Auch Kreis und Provinz müssen dazu beitragen. Ter Verkehrsverern muß in städtische Hande über­gehen. Ter Stadterweiterungsfvnds ist aufzulösen. Für die Stadtverwaltung sind Diensttäume unbe­dingt erforderlich. Mehreinnahmen können durch Erschließung ixm Wald geschnften werden.

Stadtv. Vetters (Soz.): Ich vermisse ange­sichts des Voranschlags cht aufklärendes Referat des Magistrates bei Eintritt des neuen Etatsjahres. Unter der allgemeinen Lage leiben auch die For­derungen der Allgemeinheit und müsssr zurück­gestellt werden. Tas Oktroi ist deplaziert unt> be­lästigt nur die Geschäftswelt. Den Ausführungen übet Wohnungspolittk stimme ich zn. Der Beschluß des alten Parlamentes, tote Stadtverwaltung in die Alte Klinik >zu verlegen, muß nachgeprüst wer­den. Das Gebäude ist hernntergewirtschaftet. Mit

Zunächst noch eine andere Frage: Ist ^hnen nie ber Gedanke gekommen, daß die Aehnllchkeck zwischen mls einen reckst naheliegenden Grund ha- könnte? Daß sie nicht ein kleiner Sdjerj der Natur, sondern die Folge des Gesetzes von der Vererbung ist?

^Dvmrerwettrr!" rief er.Jetzt Miß. ich end- Sdjl, wieso -ein Kamerad damals im Kasino dazu tat, mit den Gedanken unterzuschreben, ich hätte btgen des englischen Geldes meinen Leutnants- vck an den Nagel gehängt. Ich habe damals tiitett scharfen Auftritt mit dem Ueckstrltz gehabt , Aese Geschichte oerbante ich also auch .Ihnen?'

Ich bebaute lebhaft, Herr von Armbrüster, ch ich Ihnen Unaimehmlichkeiten verursacht habe.

ist nicht ganz leicht, immer das richtige zu J Ca: S Mn, wenn man die Rolle eines anderen spielt." ^)ch habe damals dem Kameraden eine euer 3W8hrtWS Ae Abfuhr zuteil werden lassen und ihm ge- K ' "-ti, daß ich die Erbschaft ausgesckstaaen haben

ufleb. ^ut^V ^hbe, wenn an ihre Annahme ment DnM etire 3ebinguug geknüpft hätte, die sich auf meine Stel- ^1-8 als deutscher Offizier bezogen hätte. Und habe ich den Leuten getagt daß idj beim aoÄY Mment sein werde, wenn ein Krieg ausbrechen einerlei, gegen wen."

' Grrn» ff ernt' Qtnufp frrrt E

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"Sti fot als erster Stabt». Ebel (Dem.). Er weist [ tzavla Uli. M ierauf hin, daß der Voranschlag gegen frühere . Viten bedeutend übersichtlicher geworden sei, was -v-.......- \i rin Verdienstldcs OberbürgermeistersRmer'Cmtnt

itntoen müsse. Die Finanzen seien auf vernünf-

oen. ^ic unicerinut lkl uvl ouuüiuiiuuii u-ch A! .-cj

Ankauf zweier Häuser beantragt. Bei der Herr OAande hierzu -vorhanden

Menden Wohmmgsnot muß die Stadt dagegen Stadtv. Fourier (U.S.P.): Der Boran- Einspruch' erheben. Bei Titel Gemeinnützige Zwecke» schlag ist für die Stadtverwaltung mit großer Vor- müssen die 'angesetzten 2000 Mk. für türVische [ sicht ausgestellt, nicht für bte Steuerzahler. 700 bis Sch-üler gestrichen ioerben. Tas LebenÄnittelamt 800 000 Mk. sind zu llngunften der Steuerzahler muß kontrolliert und abgetaut werden. Tie Be- \ eingestellt. Tie Grasnutzung ist mtt 60 000 M'k. amtenzahl ist' M vermindern. veranschlagt, während, sie 200 000 Membringt.

Stadtv Be ck m a n n (U. S. P.): Das Defizit I Ter Vesoldungsplan ist nicht ausgefuhrt und die

staatlich I len

lich gestochener rjtl lachen, »oi dttntu u- und Pott-veriad abme).

itzh« G.m.b.L.

Mülsel.