»sver, ferner Frau Abg Strom Menbe mtt 8bg. Minister c. D. Becker- Darmstadt. Dr. Osann- Darmstadt schloß als Präsident den Parteitag.
Verlegung der Deutschen Nationalversammlung?
Berlin, 16. April. Der Berliner Ma- fliftrat hat an den Reichspräsidenten und die oie zuständige Neichsb höroe eine Eingabe gerichtet, worin er aus Gründen der allgemeinen Politik und aus Rücksicht aus die Interessen der Reichohauptstadt um die Verlegung der Nationalversammlung von Weimar nach Berlin ersucht.
Arr» Statt und Land.
Gießen, 17. April 1919.
Eivftellirng des Eisenbahnverkehr».
Die die „Franks. Ztg." in ihrem gestrigen Abendblatt schreibt, wird nach Mittei- Irnip .bec Elfenbahndikektion Frankfurt a. M von Freitag ab der gesamte Eisen- bahnverkehr wegen Sohlenman- gelS voraussichtlich eingestellt.
Der Station Gießen ist, wie wir durch Nachfrage scststellten, amtlich noch nichts von einer geplanten Verkehrseinstellung bekannt geworden. Die Möglichkeit der Verkehrsein- Peilung ist natürlich nicht ausgeschlossen und würde sich bei dec herrschenden Kohlennot allein schon deshalb empsehlen, weil aus andere Weise ein gesteigerter Ofterverkehr doch nicht einzudümmen wäre.
Die Eisenbahndirektion Frankfurt hat nach dem 2. Morgenblatt der „Frkjt. Atg" ihre gestrige Mitteilung wie folgt ergänzt: „Die Dienstkohlenvorräte sind aufs äußerste zusarnmengefchmolzen. Mit den geringfügi- aen unS verbleibenden Beständen werden wir den Verkehr solangewieiraend angängig aufreckt zu erhalten suchen. Doch ist bereits jetzt damit zu rechnen, daß in wenigen Tagen der gesamte Personenverkehr und demnächst auchdergesamteGüterverkehr zum Stillstand kommen wird."
Crin genauer Zeitpunkt der Stillegung des Verkehrs ist also noch nicht festgesetzt.
Die Polen in Gieße«.
Der erste PolentranSport h>nr für gestern nachmittag I Uhr angelegt, traf aber erst heute morgen kurz nach 8 Uhr ein und fuhr ohne Aufenthalt durch. Der nächst Transport wird zwischen 11 und 12 Uhr vormittags erwartet und auch hier g.speist ttvrteu. Damit werden wohl die regelmäßigen .Transporte ihren Anfang pchmpi.
Um SteiuS Garte«.
Wie wir in den testen Tagen mitteilten, ist b«S Anwesen Steins Garten verkauft worden unb soll m Fabrikwcnckstätteu verwandelt werden. Einen beliebten Konzertgarten, inmitten eines aussichtsvollen Villenviertels, zu Jndustrie- zwecken zu verweuden. erscheint um so weniger notwendig, als in Gießen an Industriegelanoe aewih kem Mangel ist. Mr müssen es daher Lebhaft begrasten, daß eine van 160 Unter- schristen untcrflüott Eingabe an den Oberbürgermeister für Erhaltung von Steins Garten emtritt imb drmgeno um Maßnahmen zur tontxntnntfl der Gefahr einer Industrialisierung des Anwesens bittet. Wir sind überzeugt, daß kein Gießener den ihm vertrauten Kvnzert- ß arten misscn möchte.
An den
Herrn Oberbüraermeister
der Stadt Gießen.
Ew Hochwohlgeboren dürfte ivohl bekannt geworden sein, daß das Anwesen „Steins G a r - t c n" durch Verkauf an die Firma Göbel und Appel übcrgegangen ist und au gewerblichen Zwecken (Auwmobilwerkstätten, Maschinenschwsse- rei usw.) Verwendung finden soll.
Die unterzeichneten Grundbesitzer und An- toohner der Berg- und Gartenstraße unb der näheren Umgebung von Stein- Garten erheben hiermit vorsorglich energischen Einspruch gegen die Niürerlassiing eines derartigen Unternehmens in einem Stadtteile, der ausschließlich der Errichtung von Wohmmgen dienen sollte und hierzu anerkanntermaßen seither hervorragend geeignet war.
Jahrzehntelang ist Klage darüber geführt worden, daß in Gießen neben einem Wohnhause in der Regel mit tödlicher Sicherheit ein störender Gewerbebetrieb, neben der Villa ein großer vierstöcki- Ser Mietslastrn errichtet wurde, weil ei an einem aren, die unhaltbaren Zustände ausschließenden Vebauungsplan fehlte.
Bor etwa acht Jahren wurde mm durch den Erlaß von Ortsbausatzungen der Versuch gemacht, für bestimmte Gebiete ober Straßen in Gießen hierin Wandel zu schaffen, und zwar dadurch, daß die Errichtung gewerblich.'r Anlagen im Sinne deS 8 16 der Geivei beordnung verboten wurde.
Diese OrtSbausatzung ist auch für die 0ar- tenstraßc unb die Bergstraße rechtskräftig erlassen worden unb doch wohl schon besonders mit Rücksicht auf die geplante villenartige Be- barmng des Nahrung S berge §.
Durch dir fragliche Niederlassung eines Fn- 6riB>rlrirb.v in Steins Garten würd^m nicht mir die Bewohner der Berg- und Gartenstraße, des benachbarten Schifsenberger MgeS imb des Nah- rungSberges, sondern auch die G e s a m t h e i t d e r Gießener Bürgerschaft und nicht zuletzt die Unternehm ungsfirma selbst empfindlich geschädigt werden.
SoUhe Unkernehmnngen. bereu bte Unterzeuh» heim eine glückliche Entwicklung sonst von Her- zen wünschen, gehören da bin, wo i^nen alle Möglichkeiten zu einer gedeihlichen Entwicklung auch dauernd unb ohne Beeinträchtrgung geboten werden können und wo sie anderen Bewohnern der Stadt, die Ruhe brauchen, nicht zur Blage werden können.
Taß der hier beabsichtigte Betrieb, wenn er auch wohl nod} in den Ansängen seiner Emwick- lung steht, für die benachbarten Bewohner der Stadt sckwn jetzt eine große Belästigung darstelU, bedarf wohl keiner weiteren Ausführung: daß er sich aber weiter zu einer Plage entwickeln wird, wenn er lebensfähig ist, ist sicher.
Sollten nun unsere Ortsbausatzungen, die, wie oben schon aus^esührt, die Errichtung gewerblicher Anlagen im Sinne des ß 16 der Gewerbeordnung für Steins Garten bereits ausschließen, nicht die nötigen Handhaben bieten, um das Unternehmen an dieser Stelle zu verhindern, so dürften u. E. unserer Stadtverwaltung noch hinreichend Mittel unb Wege zur Verfügung stehen, um dagegen ein- zu schreiten bevor es zuspät ist und Zustande geschassen werben, bu schließlich b t Stadt in Verhältnisse drangen, wie sie sich z. B in ähnlichen Fällen in Nauheim und Friedberg entwickelt hatten, zum Nachteil bet Gemernwe.en
Tie Unterzeichneten bitten Ew hochwohlgeboren deshalb brütjenb um die Veranlassung geeigneter Maßnahmen zur Be.eitigung der hier bestehenden Gefahr.
Straßen bahn wünsche.
Der v.on Geheimrat Sommer an die Stadtverwaltung gerichteten Eingabe we gen Baues einer elekt rischen Bahri nack den Kliniken haben sich über 9<X) Einwohner von Klein-Linden mit der Bitte um Wetterführung der Bahn bis Klein-Linden angeschlossen.
Die Auslandsleben-mittel.
Die in Rotterdam eingetroffenen ersten Le- benSmiltelsendungen der Entente werden, nach den Mitteilungen aus dem RrichsernährungS- Ministerium, nach einem Schlüs el ö rteilt, der die am meisten notleidenden BedarfSpebicte, also die großen Städte und dir Industriegebiete, in erster Linie berücksichtigt. Ihre Belieferung wird je nach dem Eintreffen der Ware nacheinander erfolgen. Tie anberen Bezirke werben bau ach beliefert. Tie Behörden werden sich die schnellste Verteilung der zur Verfügung stcl-euoen Mengen angelegen sein lassen, doä, muß damit gerechnet worben, baß Berlabung, Transport unb Auslabung einige Zeit in Anspruch nimmt.
Hinsichtlich bet Besckrasienheit bes gelieferten Schmalzes unb der Kondensmilch haben die durch die geschäftlichen Vertreter der zuständigen Reichs- einfuhrsulie vorgenommei.en Unter uchüngen dar- getan, daß wir es — soweit dies aus Proben überl-aupt festgestellt werden kann — mit durchaus guten und gesunden Waren zu tun haben. In dem Gutachten über die Proben, die aus den verschiedenen Ladungen an Kondensmilch entnommen sind, heißt es: „Das Aussehen der Dosen war sauber itnb blank mit gefälliger Aufrnacknnig, die Milch fett tm Geschmack, ohne Verdickung und vollkommen gesund."
Ein bedeutender Teil deS Speisefetts wird m chinesischem Schmalz geliefert werden, das in Deutschland vor dem Kriege kaum gehandelt wurde. ßd ist in der Farbe unansehnlich und schmeckt wegen der in China üblichen Fütterung der Schweine mit Fischabfällen etwas tranig. Die Annahme des Schmalzes konnte nach dem Wortlaut des Vertrages von Spa nicht verweigert tvet- den. Die Engländer haben jedoch erftärt, daß sie ihre Zivilbevölkerung während des letzten Kriegs- jahrrs wesentlich mit diesem Schmalz versorgt hätten und daß es anstmidSlos genommen worden fei. Die Ware ist jedensalls als gesund anzusprechen. Als Brotaufstrich ist das Schmalz verwendbar, wenn cs vorher mit Zwiebeln unb Kartoffeln umgebraten wirb. Das wirb in den einzelnen Haushaltungen geschehen können. Für Kdch- und Backzwecke ist bas chinesische Schmalz ohne weiteres zu venoenben.
Die für Gießen zunächst Mir Verteilung gelangende Speck- unb Schweineflcischration schein» »a nicht chinesischer, fonbem holländischer Herkunst zu sein. Um keine ttügerischen Hoffnungen zu erwecken. macht bas Lebensmiltolamt ausdrücklich barauf aufmerksam, baß einstweilen nur von einer einmaligen Sonberbelieferung an Speck unb Schweinefleisch, nicht aber von einer wöchentlichen Zulage die Rede sein kann.
Lebensrnittel.
♦* Milch und Puddingpulver Am SamStag den 19. d. M. erhalten die Kunden der verschiedenen Geschäfte auf den Bezugsabschnitt Nr. 8 der im Monat Juli 1918 gültigen Lebensmittelkarte entweder 1 Dose kondensierte Milch zum Preise von 1,60 oder 1 Mk., oder x/i Pfund Trockenmilch zum Preise von 2,20 Mk., oder 1 Päckchen Puddingpulver zum Preise von 22 Pf. Siehe Bekanntmachung.
*♦ Freibank. SamStag den 19 April wer- den von 12—4 Uhr die Nummern 3001—3070 beliefert
Gegen die Abtretung des Saargebietes war eine öffentliche Kundgebung gerichtet, *T7c gestern abend im Saale des Hotels „Einhorn" vom hiesigen Bürgerrate einberufen war. Es n>rr ein erschütternder Zufall, daß aerccke gestern acht Vertriebene auS dem Saar lande sich auf der Durchreise in Gießen aushielten und uns einer von ihnen, Herr Kirchner, eine Schilderung seiner Erlebnisse geben konnte, in der noch die Empörung über diese letzte französische Gewaltrnaß-
wgrfn tebte. Der Redner bcS AberckS. bet Pr Stäben! bes LandeSanus für bad Blldungswcsen Pros. Dr Strecker-Darmstadt, betonte, man forme am Schicksal dieses Gvenzlanbes aixeien, ui welchem (Mltf Der Fiäebe geschlossen werde, und ftdlte aui Grund geschieh: Iicher Bctrachumgen fest, daß bas Saar decken unter keinen UmftanDen Deutschland verloren gehen bürfe, nnc ja auch seine Bewohne-. Deutsche seien unb Deuttchc bleiben ivoilten Aus ben allgemeinen Erörderungen der fltcoe, die auch die elsatz-lothringische Frage streifte, ragte be: Gedanke besonders hervor, baß wir keine Amnestie verlangen, fonbem Gerechtigkeit. Herr Dr V i - g e n e r nahm daraus nach bas Wort, während dir einzelnen politischen Parteien wegen bet vorgerückten Zeit keine Vertreter mehr cuiftcUtrn. Einstimmig würbe tum Schluß bie von Herrn Pros. Rosenberg verlesene Entschließung angenommen:
„Eine van allen politische« Parreien veranstal- tete, überaus zahlreich besuchst Versammlung bei Bürgerschast ber Stabt Gießen legt nachorücklichsi Verwahrung dagegen ein, baß bas Saargcbirt von Deutschland politisch getrennt ober auch nur wirtschaftlich aus längere Jahve adgeschliürt werbe. Eine berartige Friedensadrede wäre eine Berge waltigung uralten Reichsgebiets unb einer rein deutschen Bevölkerung unb widerspräche dem Grunbsatz der freien Selbstbestimmung, den auch das deutsche Volk für sich in Anspruch nimmt Ta nach ber Osterbotschast deS Reichspräsidenten für •Vn Tommenben Frieden ber Wille des deutschen Volkes ber Rcicbsregierung maygebenb sein soll, so fordern wir atS Angehö.ige aller po itiscleu Parteien unb alS Vertreter aller Berufsstände, baß cie Jieichsregierung jede Abtrennung deutschen Bodens unb jede Versklavung des deutschen Volkes verhindere."
e
** Ein „Paletotmordet tritt in letzter Zeit in Gie^n au». Er hat wiederholt in der Universität, Wirtschaften und Hotels Ueberzieher geflöhten. Gestern, am 16. ds. Mk-., wurde in einem hiesigen Hotel abermals cm hellbrauner Sommer-Uebcr^iel-er mit edm solchem feibetim Futter unb mit einer Tüfselborfer Firma, entwendet. Mm» vermutet, daß diese Tat dem Lieb ffieii zur Last zu legon ist. ES wird daher na-ciDrücklichn gebe^n, bei der 2lufbewahrmio von Ueberziehern die größte Vorsich! ivalten zu lassen. Wer in ber Lage ist, über bie Person des TätcrS imb den Verbleib ber gesvhlencn Ueberzieher Aus- ttmft zu geben, wird gebeten, dies der hiesige:» Kriminalpolizei mit,yi'-eilen.
** Der Po st verkehr mitSüd- b a y e r n ist bis auf weiteres gesperrt. Postsendungen, Telegramme und Ferngespräche nach Orten südlich der EisenbalpiInnen Nördlingen — Donauwörth — Ingolstadt — Regensburg — Straubing — Cham — Furih (Wald) werden vorläufig nicht angenommen. Der Postverkehr nach den Städten Donauwörth, Ingolstadt, Regensburg, ^Straubing, Cham, Furth (Wald) und Neuulm wird aufrechterhalten. Griesheim (Main) ist am 11. März von Franzosen besetzt worden. ES bestehen dahin jetzt BerkehrSbeschrän- k u n p e.n wie nach dem übrigen von Franzosen besetzten Gebiet. — Pakete und Wertsendungen nach Düsseldorf und dem von Belgiern besetzten Gebiet können zurzeit nicht befördert werden.
** Gesellschaft Liebig - Museum. Die dritte Lolksvorlesnna wurde von Herrn Geheimrat Elbs im Hörsaal des chemischen Institutes über die Chemie des Braunsteins vor zahlreichen Hörern abge- halten. Durch Präparate und Experimente wurden die Naturvorgäuge, die zur Bildung der Braunstein- und Brauneisenstein-Lager bei Gießen geführt haben und die für deren technische und industrielle Verwertung von Bedeutung sind, erläutert, wobei besonders auck die Beziehungen zur Eisenindustrie behandelt wurden. Bei der außerordentlich praktischen Bedeutung dieser Stoffe für die industrielle Arbeit ist der Vorstand der Gesellschaft bereit, den Vortrag besonders für die Arbeiter, Angestellten und Beamten des Gießener Bergwerkes in ungefähr 6 Wochen wiederholen ztt lassen. Die Kosten der Volksvorlesungen »verdeu bisher von einem auswärtigen Freunde des Liebig-Museums getragen. Es ist geplant, die Vorlesungen wenn irgend möalicy später sortzusetzen, da sie einen erfreulichen Anfang der geplanten Volkshochschule bilden.
** Ter Volksbund zum Schutze der deutschen Kriegs- und ^ivilgefan- acncn teilt uns m-t, daß M oissi, ber in bem Film ,,Die große Schnsuchtt' die Hauptrolle spielt, selbst m fraiiidilieber xrrirgSgtfangcnfdxift weilte
** Tiebessis che Landwirt scha fts- f a m m e r wird am Diens^g ben 29. April in larrnfnb» xu einer mehrtägigen Verhandlung m den Räumen brr La ioessynobc Mifcnrmmtrrtnt.
** E i n Militär-Streickikonzert findet Dienstag den 22. April (3. Dftereicrtag) 4*/* Uhr auf der Licbig)höbe statt, auSgefühtt von der RegimentSmufik des Jnf-RegtS. 116 unter Leitung des Kvrps^ührerS Sxtikufc.
** $id)lfple(bau», Bahnhofstraße 34 Von SamStag bis Montag wird ein neues Fest- p vgrarnm: Henny Porten in „Ihr Sport" unb Biggo Larsen in „Bräutigam auf Aktien" gegeben.
" Schwär r-Deiß-Lichtspiele. Ab SamStag wird bis auf weiteres daS politische Trema auS ben letzten Tagen „Söhne bes Volkes" gegeben.
Landkreis Gießen.
•* L angb, 16. April. Hier wirrt« eint Ortsgruppe beS VollSbundes zum Sämpe der deutsck^n Kriegs- unb IMitgefangenen gegründet. Der sowrt 97 Familie i öeitvcnrri.
KreiS Alsft.d.
♦* Alsfeld, 16. April. Da das besnsche' Finan-Ministerium sich in der Streitfrage uni ben Homberg ablehnend geäußert hat, beschloß ber eiabtDorftanb in seiner gestrigen Sitzung, eine Eingabe an die hefsische Volkskammer zu richten.
Kreis Friedberg.
G Bad-Nauheim, 16. Lprr'. In brt yfiem abgckil cvn Stadrv erordnelen- oeriommluno wurden telgenbc fkfriiüfic gefaßt: Em Antrag des Arbeiter-Rat-, bte M i l ch ber Beröllerung ms Hans zustellen zu lassen, wird mögen ber Schwierigkeit ber KomrvUe ber imitlnen Händler und der knappen Miller- iorguruj adgelchnt — Die Fahrvrcise für Iwidi.en unb Kraftfahrwagen werden um 1Ö0-» gegenüber denen des Ursprung icden Tarif-S erböbt. Tic nach rechrgesetzticher Vorschrift au*>gcarbci- teten Grundsätze rü: die Erwerb^lofenfürsoige werben grnebniigt. Bisher wurde die Fürsorge in 92 au beim nicht in Anspruch genommen. — Nach vierjährigem Kriegsdienst bat Kurdirektor Obers: von Frankenberg sein Amt tvicbtr ffiigctreten unb wurde mit Wirkung vvm 15. April zum Borsrnnd ber Bade unb <hirtyrr.xil,.itng ec» nannt. Baurat von Böhmer, der Dübrenb brr kn er 71 obre beiben Srrroaltungcn Vorstand, bkibl Badebirettor.
Hesscn Nassau
Zur Bkskilignng ber Woßnnagsnot in Marburg.
0 Marburg, 16. April einer gestern atigcbnltencn Siliung ber Stabwevottmeteu, in ber über 20 Bims'.e ber Erlebigmrg barrttu, nahm oie Frage der Bekämpfung der Wohnungsnot einen breiten Raum ein. Es wurde beschlossen, zu den bereits bcreitaeMIten Mitteln zum Bau von eiroa 35 Eß samilie häu eni rox.itociler 50000 Marl hmzuzuwoen. YHiiruem Ml ort Anrcguii^, die OeDonomir^.bäube des früheren Hoffmann'sch-n Guteö hinter bem Bahnhof, baS beltanulitf ber Verein „Invalidenbeim für Jäger unb Schützen" käuflich erworben hat, zu ctroa 25 Dohnmik^-n ouv3ubaucn, Folge gdctikt roeeben. Ter Vorsitze nbe des Mi. .ernigu i rsamts ieifte mit, daß bei bem andauernden 'Äuffaui ber Häuser id^rfere Masrnahrnen bezüglich beS Bersürmugsrechts über die Wohmingeii m Aussüht gciiommcM seien, damit die Maeburg^-r nuch wohuuigrloS würden.
H Kirchhain, 16. April Hier sind die Pocken eingeschcppt worden. Entsprechende Mad- regeln sind getrogen.
Z(ird>(i*c 21dcbrid>fCit.
Evangrli che Gemriude. Gottesdienst am Karfrettag.
Kirchberw Bonn.: 10. — Lollar Vorm. 10: Hl. Abendmahl. — Daubringen. Nachm.: 1»/,.
Ka holische Gemeindc.
7V»: Beginn b. AnbelungSstunden: 9: „Verstörte Messe", Predigt: 10 bis nachm. 5V>: Üüi» betungSstunden. 5V>: Andacht.
Gottesdienst am Karsamslag.
7: Hl. Weihen; »*/>: Hochamt.
•
Ifraklltischr Hefigiomgemtinbt. tstottrSbienü m der Simagoge (Süd^Anlakp- SainStaa, 19. April. Borabd.: 7.16; Mo ■ ।; abdS : v 35 u. 8 15. Jfraelitlfchr vettgioasgefellfch^t. Sabbat eier am 19. April Freilag abb.: 7.00; Samstag vorm.: 8.00; nachm.: 4 00; Sabbatausaang: 8 15 Montag b. 21. u. Dienstag b. 22 April. P assa h- se st-En de. 7.Tag. Dorabd.: 7.15; vorm.: 8.00; nachm.: 4.00. 8 Tag Vorabd.: 815; norm.: 8.00; nachm.: 4.00. FesteSausgang: 8.20 Wochengottesdienst: rnorg 6.3 ), abds. 6.30.
Vcriniscbte».
♦ Der Karfreitag-Geborene und Karfreitag-Gestorbene. Wenig bekannt gst, daß Rasfael, der größte Meister ber neueren Malerei, nicht nur an einem Karfreitag, am 29. März 1483, das Licht der Wett erblickte, sondern ebenso auch an einem Karfreitag, om 6. Aprü 1520, gestorben ist. Als Raffael starb, war er mit einem Gemälde „Tie Verklarung Christi" bc,chäftiat, daS vom Kardinal JuliuS von Medici für die Haupt- kirche seines Erzbistum- Narbonnc bestimmt war, später aber nach Pietro Montorio kam. Der Kopf des verklarten Christus soll bie letzte Arbeit 2t5 Künstlers gewesen fein. Plötzlich imtrbe er von einem heftigen Feber ergriffen, dessen Entstehung ben Aerzten unbekannt blieb. Angeblich soll Raffael dann, durch eine falsche Heilmechodc geschwächt, sehr schnell gestorben sein.
BAO-NAUHE8M
LudwljtMtraDe 13 Tclephea 65
„Hupfeld's Diele“
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nach fir Tarne«. — (Fintntt jebertett
**hv M. Gttas, Cerbintfl 66*/>
Prif: bÄH|ür l^ufminnisi In der Ob Kben BHdi Den Unte Handetiehi Am
Direkti'
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