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SwIMngrriMddnick u. Verlag: vnihl'jche Unlo.-Such- u. Steinöruderei H. lange. $d)nftleifnng, ®efc!)üflsjteIU u. öruderci: Lchulstr. 7.

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Anwendung, die hinsichtlich der Fürsorge für b Staatsbeamten usw. bestehen. 2. Der Ruhegeh., soll mindestens 50 Proz. des Gehalts betragen. 5)i

für die

instand bis i» Zcgeniiand über

ilt !er

Au» den, Ueiche.

Eine Rcpublick Birkenfeld,

cklvertreter werden von inb vom Kreisaml ver- :e den für solche gellen-

.6. Juli 1919 in M

Der Ausschuß befaßte sich ferner mit der Vorlage betr. die Gewährung von Zulagen an die Ruhegehallsempfänger usw. der Fursorg kas'e für Gemcindebamte mW besckftoß die in Artikel 2 vor­gesehenen Sätze 15, 10 und 5 Mk. auf den vier­fachen Betrag also auf 60 Mk. für Ruhe- gehaltsemvsänger, 40 Mk. für SB innen und Wai­sen und 20 Ml. Ar Vollwaisen zu erhöhen. Ter Staats^uschuß von 35 000 Mk. wird genehmigt.

^Ratifikation vcs Friedens von den französischen Sozialisten abgelehnt.

Paris, j.5. ^. (Wolff.) Havas. Der ,V,l9 nalausschuß der Sozialisten . nut 1420 gegen 54 Stimmen bei 501 ^Enthaltungen, die Ratifizierung

Kriedensvertrages ab z u l e b n e n.

Sus dem besetzen Gkblct

Der Verkehr Mischen befttztem und unbesetztem Gebiet.

Berlin, 15. Juli. (WTB.) Nach eingehen-

Besprechungen mit sämtlichen beteiligten 9ie<-

tz. Nov IM

Hr. 63

zet Snzelge,

rrfchrbtt w glich, außer Eonn- und Feiertags.

ItjKwrtis: monatl.Mk. 1.60, viertel- |,ibrtic6 Mt. 4.80, durch Übdole- il Zweigstellen nioncrt Alt. 1.50; durch dieSost Mk. 4.50 mertrl- |(ihrl auSschl. Beikellg. ,;tnih>red) - Anschlüsse: ff:i dieCchristleNuug 112 t trlal',0 eschchttzstelleSl Auschritt sfirTrahtnuch- rtchten: Lnzetger Sieße»

pssischecktanto: ranffurt a. M. U686

[inber usw.) für jedes fommcnben GegenMd er 15 Pjemig.

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oren damkn

sorts wird in den nächsten Tagen in Wln eine Zusammenkunft aller beteiligten Brückenkopf- Offiziere mib der in Frage koimnenden Sach verstaudigen stattfinden, uni eine endgültige Rege­lung des B er k e h r s zwischen dem besetzten und un besetzten Gebiet herbeizuffihren. An den Bespreclmngen werden Vertreter aller zustän­digen Behörden teilnehmen. Al? Kommissär des Zdeichsfiuanznrinistcrs Erzberger' wurde von Wei- ^umr zu den ^Besprechungen der Referent für Paß- ,Angelegenheiten der dcntschn WafsenstillstandS- kommission Dr. Bein entsandt.

Begnadigung von vier Eisenbahnarbcitern.

rmk. Darm st-ad t, 15. Juli. General Mangin, Befehlshaber von Mainz, hat Ministerpräsident Ulrich mitteilen lassen, daß die vier noch in Haft befindlichen Eisenbahner in Mainz, die wegen des sei­nerzeitigen Eisenbahnerstreiks in Mainz zu 3 bzw. 5 Jahren Gefängnis verurteilt worden waren, nunmehr begnadigt wurden.

deutsche Nationalversammlung.

Weimar, den 15. Juli.

Am Rsgierungs tisch: Dr. Preuß und Dr. David.

Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung inrt 9.50 Uhr.

Abg. Thiele (Soz.) stellt eine Anfrasxe über das von den BerwertungMrllen veräußerte Heeresgut, das bem Schleichhandel Vo^s^mb geleistet und das Erzielen beträchtlicher Zwischen- gewinne ermöglicht habe. Der Fragesteller regt an, die -Verwaltungsstellen in ben Dienst einer plan-* mäßigen Preissenkung zu stellen.

Ein Vertreterdes Reichsschatzamt- erteilt die Auskunft, daß die Zwischenn-ö.iTinne sich in erträglichm Grenzen bewegen und daß teilweise der Fiskus an dem Verdienst beteiligt wird. Die Herbeiführung einer Pveissenkrmg wurde erfolglos

deutsche Volk unbedingt zur Arbeit anhalten. ligensalls müsse die deutsche Resterung bei Arbeiterschwierigkciten durch slaallick-en Zwang Herr zu werden suchen. Die Alliierten fordern ferner besonders dringend Tiere, Fardstojse, phtti> mazeutische Apparate und Kohlen.

Annahme von Anzeigen f. die ±aqe»numinet bis zuin Noctuninag vorher ohne ftdeVerbludlictzkeit Dreis für l mm höhe für An.einen v.34mm Greift örtli b 15 L't, auSwärt? 18 Pk., für Reklame- nngeigen von 70 mm Brene 48 'Vf. Bei Platz- vorirdr»n20' A,nfri4ag. Hauotjchri t eiter: A>,g. Goe«. Deranlivortlich füt Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; stir den Anzelgetü^il: p. Beck: sämtlich in Dieben

g.

-Bessingen. .

MLL- lewfftnd' w> 8.

,8 er Im, 15. Jull. (Wolff.) Bon unterrit> Leit; wird mitgeteilt: Tie Verhandlungen les sind bis jetzt von den Alliierten in w-Hto lonziliantem Ton geführt worden. Sach- Altchen die Alliierten auf der strikten Durch- mg des Friedcnsvertrages, insbesondere aus , leberführuOlg deutscher Arbeiter. Dvlleii Gruppen von 500 bis 1000 Mann in .-ucn unrcrbriitßcn. Tie französischen Unter» f'c kennten Wohl die Schwierig- u"1' Dle deutsche Regierung müsse aber das

Ter Ausschuß beantragt ferner den Absatz 4, der Hie gleichen Bestimmungen auch für den der­zeitigen Direktor (Aornemann) beim Staatsmini­sterium vorsiecht, zu streichen. Ter Ausschuß ist der Ansicht, daß es dem 'Ministerium überlassen bleibt, dem Kanzleidirektvr eine Angestelltenstellung mit angemessener Kündigungsfrist zu geben, ihn aber in die dtuhegrhccktsfüjrso ge «nicht crnzuleziel.cn.

Tie Vertreter der Hessischen und der Deut­schen Botts Partei stimmten gegen den Entwurf, da die Verständigung ohne ihr Wissen zu Stande gekommen war und sie in den Fraktionen noch keine Stellung nehmen formten.

i 1919.

essstgen-

^sselb-1 ** d1'

Ü verpst^.

-ndcr Gebübrentack ^ivm 1. W 1919

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3*1 *

einzuwirkcn. daß sie den Beamten der Gliedstaat?n usw. an-5 den cb^rrrtenbeit Gebißen alsbald ent= sprechende Stellen in ihren Verwaltungen übertra­gen. Heber bie Einrichtung einer derartigen V'r- nritln g -- und Aus.br. s e le b im Rei smini- steriuln des Innern, zu beven Aurgabekreis audt bie möglichst iveitgeheiche Förderung der Unter­bringung von zahlr.nckkcn Mili:äraiiwärtem ae- härt, sclrweben eingehende E.wägungen. Tie Reichs­regierung ist endlich bereit, solche einzelstaatliche ©emciraxn u d körpersck»aft iche Beamte eriorb.rv D w.. ummw jjw. »»»

ticheufalls nach Maßgabe der versusdaren Stellen I der werter notwendige Betrag soll durch Umlage^ auch in geeignete Rriä^szellen zu übernchmm.1 der Fürsorgekasse aufgebracht werden.

W der yemcitue der Gemeutde Alte«- ^IdAilfe» oeg jtmp. ftteÄ Ortspvung jenftänbe muffen durch ** Aber öiejem bllvertreter haben der iw alsbald (folge ju edtgten direkt an Den Kreter hat übet bie h za ,Uhren das em- ttkausers, Taluin der M ^egenilaildcs uno

oder Verläufer einen sennchl des gewogenen olgler Verwiegung an Mes Hal der Wiege- Auszug über die im de zu fertigen und der ergleichung vorzulegen, n dem Gemeinde-llut dem WiegeMifler an

lillung für jedes Stüd Aeinoieh 10 Pfennig r jeden fonstigen der­er eine Vergütung von Beteiligten direkt zu

Mainz, 14. Jult. Anläßlich des NatiInal- ststes fand hier heute eine große Parade der framöii,dHn Truppen sta t, wob t die pl>anlastisch gvf! ibiten Spahii iw-ber eine g ost Roll spie Len. Rach Beendigung btt Pa.ab.' b ji ierten die Mann- scha len an dem Zeughouje vorüber. An Stell-; des in Paris weilenden General Mangin nahm ein Oberst die Parade ab. Dagegen wird der Ge­neral am Donnerslag im ehemals großh. Schlosse eine große Festlichkeit veccmslolten. Die staatlichen nnb städtischen Behörden waren zu den Vor­führungen zwar nicht offiziell geladen, doch wurde ihnen nahegelegt, baß ihr Nichterscheinen übel ver- mertt werden würde, und so waren eine Reihe unserer Spitzen anwesend. Abeirds wurden die mUitärischcn Gebäude festlich beleuchtet und auf der iKasteler Seite wurde an großes Feuerwerk abgebrannt. Tie Kasernen sind geschmückt wie fintier an Kaisers Geburtstag.

'hl. Mann-Heim, 15. Juli. Wie bieMann­heimer Volks stimme" meldet, wurde die gesamte Le de n s m i t te l ko m mi ssio n des Mann­heimer Arberterrats trrbaftet. Tie Ver­haftung erfolgte auf Anordnung des Staats­anwaltes tue gen großer Schiebungen mit Brannt­wein, Saivarsan ulw. Unter den Verhafte en be- finixm sich insbesondere bie vier Danptmitglieder des Arbeiterratcs.

Anspruch aus Ruhegehalt entsteht nach einer Arnts- baner von mindestens 6 Monaten. 3. Der Anspruch auf Ruhegehalt tritt bei begründetem Ausscheiden aus dem Amte ein. Er ruht insolange und insoweit, als der Ruhegehaltsberechtigte in­folge anbertoeiter Anstellung oder Verwendung im Staats- oder Schulbieitst ober infolge sonstiger Tätigkeit ein Einkommen ober Rat Hegehalt bezieht, bas seinem Einkommen vor Antritt seines Amtes im Gesamtministerium entspricht, wobei jedoch während seiner Dienstzeit wahrscheinlich mtgcfallene Einkommenserhöhungen entfareebenb berücksichtigt werden sollen. War der Ruhe<whaltsberechtigte vor seinem Eintritt in bas Gesamtministerium im Staats- ober Schrüdienft angestellt ober verwendä, so hat er ein Amt im Staats- ober Schuldienst ju übernehmen, bas unter inzwischen wahrscheinlich inzwischen eingetretener Beiördenmg seinem fr filte­ren Amt mindestens entspricht.

Die Beamten «nd der FriedenSvertrag.

lk. Darmstadt, 14. Juli. Ter Reichs­minister des Innern hat auf die Anfrage der dlbgoordneten Becker (Dessen) und Genossen (D. Vp.) betreffenb Sicherstiellung der durch die Be­stimmungen des FrtDdensvertragcs in Mitleiden­schaft gezögerten Vearnten folgendes geantwortet:

Tie Reickzsregierung wird entsprechende Maß- nahmert ergreifen, um ihre Beamten, die ihre Stellen verlassen müssen, nicht nur vor vorüber­gehender Not zp heivahren, 'sondern ihnen auch zu angemessener bnuember S'ellung innerhalb des Gebietes -des Deutschen Rcick)es zu verhelfen. So lange sie keine neuen Sbellen erhalten, werden sie unter Fortgckwälw ihrer Bezüge auf Warbeaeld gesetzt ^werden und Ilnrzugsgeiistr nach dem neuen Aufcnlha t «ort erhal en. Für Sach- und Rech:s- schädeu infolge von Wirren in den Grenzgebieten werden Ent chäbigungsmaßnahmen Platz greifen. Taß die RichsreiM'-ung bereit ist, soweit irgend möglich das Erforderliche wegen der Unterbringung der Beamten zu tun, geh: daraus hervor, daß für dir Beamten aus Elsaß^Lothringen eine be­sondere Abtei, ung bei dem Reichsmin isterium bt? Innern schon seit längerer Zeit geschaffen un? dort eine größere Anzahl von Beamten in gleich­wertigen Stellen uniergebrackt ist. Tie übrigen Beamten erha ten siorllausend ihre zuüändigeit Gi'- bührnifse. Tie ReichSvegierung ist ferner bereit, auf die Regierungen der Gliedstaaten und auf die Verwaltung, n der Gemeinden ir d sonstigen öffent- lich-vschtlich'N Körpersckiaften unt> Verbünde dahin

x,Dcr Kanzler selbst kehrte aus Pleß zurück ii" dem Gefühl eines von Einzeldifferenzen unab» h(eigen, auf bie Tauer unüberbrückbaren Gegcn- 4es zunschen sich und der ^Obersten Leeresleitung." bLelfferichs Enburteil über das Lindenburg-

ramm, das übrigens nur den Namen Linden- s tragt, wie Lelsferich selbst ausdrücklich be- lautet sehr hart:Das Programm ,var ein ^ogranun der Selbstüberschätzung und der Ucber» xitmifl der deutschen Volks- und Wirtschafts-- teft"

Birkenfeld, 15. Juli. (Wolff.) der Provinz Birkenfeld ist gestern die Ne pu­tz l ik B i r k e n f e l d als s e l b st ä n d i g e Ne­tz u b l i k unter eigener Verwaltung im Ver­bände des Deutschem Reiches ausge- rufen worden. Es hat sich eine tzrovisocische Regierung gebildet. Nach Ausrufung der Re­publik bleitzt die alte Regierung noch im Amt, bis am Donnerstag der neugebildete Landes-

ausschuß zusammentritt, um über die weitere Zukunft des Landes zu entscheiden. Die Be­strebungen der Republik zielen auf eine Los­lösung von Oldenburg und auf den Anschluß der Republik Birkenfeld an ein größeres, möglich st benach­bartes Staatsgebilde bin.

Groß-Thüringen.

Weimar, 15. Julr. Rcgierungsvertreter sämt icher thü.rugisch'N S art en haben sich gestern nachmittag in einer in Weimar abgehnltmen Sitzung mit ber Sck>a fnng ei -es einheitlichen Thüringens b wßt. Nach den Mitteitmigeit, die habet gemacht wurden, sollen auch Meinin­gen und Ko bürg bereit s in, sich einem Gvoß- Tlifiriugen anzuschlteßen. 9Jtzni hofft auch auf eilten A schluß d-.r preußischen En flaotw Ter früher ausgesprochene Wunsch, daß bie B»- zirke Erfurt, Mühlhausen und Laugensal-a sich ebenfalls zu dem zu fdtaifenben einheitlichen Thfi5 ringen mtschließen möchten, dürfte nicht in Er­füllung gehen. Die preußische Staatsremerung hat bei diesen Gebietsteilen eine Umfrag: veran­staltet, und übereinstimmend haben die Bezirke erftärt, bei Preußen bleiben zu wollen. Die Be­sprechungen wurden heute fortgesetzt. Es soll ein Statut für einen Volksrat Tlchringen ausgestellt werben, ber Ende Juli ober anfangs August seine erste Sitzung in Weimar abhalten soll.

Die Brotration.

58er!in, 15. Juli. (Wolff.) Von zustän­diger Seite wird mitgeteilt:

Die durch die Presse gegangene Meldung, daß vom 1. Oktober eine Erhöhung der Brot­ration eintreten werde, ist in dieser Form nicht zutreffend. In den Verhandlungen des 28er-Ausschusses in Weimar konnten be­stimmte Zusagen in dieser Hinsicht noch nicht gegeben werden. Die Möglichkeit, frühestens vom Oktober ab mehr Brot zur Verteilung zu bringen, hangt sowohl von dem Ausfall, der Erfassungs- und Ausdruschmöglichkeit der Ernte, als vor allem auch von der Gestaltung der Getreideeinfuhr ab, Faktoren, die durch zahlreiche Umstände, wie vor allem die Ge­staltung unserer Valuta, die Kohlenförderung usw. entscheidend beeinflußt werden. Nicht zu­letzt wären bi? Wirkungen von Landarbeiter­streiks geeignet, die Hoffnungen auf Erhöhung der Brotration zu vernichten.

I Schließlich wird bie Vorlage betr. die betret- mäßige Anstellung von 14 weiteren Scl»reibgrHil­fen im Ministerium der Justiz für 1U19 gut­geheißen.

Tagung des LandesausschusseS der Deutscher Volkspartei Hessens.

lk. Darmstadt, 15. Juli. Gestern fand hier eine aus ganz Hessen zahlreich besuckste Sitzung bcS Landesausschusses ber Teutschen Bolkspartei (Lan- beöüctbanb Hessen) statt. Eine Sitzung des Ge- sckstistssührenben Ausschusses war ihr oorangeaan- gen. Abg. Rechtsanwalt Tingeldeh eröffnete Die Tagung und schlug bie Absendung eines Tele- grammes an Generalfelbmarschall von Hindenburg vor. womit die Versammlung ernDcrftanbm war. Alsdann berichtete der Generalsekretär der Landes- imitci. Herr G. Wittig, über den Stand der Parteib^'wegung nnb die organisatorisck)en Auf­gaben der Zukunft. Viele neue Vereine sind ent­standen, bet allen Gemeindewahlen, an benen sich bie Partei beteiligte, hat sie günstig abgeschnitten bie Jugend und die Frcruen ftrvmen ihr allent­halben zu. An den Berickst schloß sich eine lebhafte Aussprackie. An ihr beteiligten sich u. a. Frau Abg. Bie rau, Herr Landgerichtsrat S ch u d t und Prof. Krausmüller- Gießen, - Geh. Justizrat Windecker - Friedberg, Reallehrer Kahl- Darmstadt, Apotheker S c r i b a » Reinheim. Sodann hielt der Vorsitzerrde, Abg. Dingeldey, einen Vortrag über die politische Lage ip Teutsch« land nach dem Friede ns schluß. Jetzt, nachdem der Friede geschlossen sei und wir vor dem Trümmer­feld einstiger Größe stehen, sei eine sachlich be­gründete, nichtsdestoweniger aber klare und scharfe Opposition der Partei gegen diese Regierung geboten. Sodann behandelte der Redner die Frage, in welcher Weise sich nun die staatliche Gestaltung des deutsck>en Volkes ergeben werde. Er wog die ^entrufugaten und die uni torischen Tendenzen, die sich im Reiche entwickeln, ab. Tie Teutsche Volkspartei mtrbc trotz allem nicht an der Zukunft der Nation verzweifeln. Tie Aus­sprache war außerordentlich rege. Einhellitz wurde die Treue zum Reiche betont imb ebenso einmütig das Bekenntnis zum deutscheir Einheitsstaate als dem obersten Ziele aller Politik hingestellt. Abg. Dr. Osann erörterte die Fragen des hessischen Staates und die Schritte der gegenwärtigen Re­gierung. Ebenso anregend war die Aussprache über das Siedel ungsgesetz. An ihr betei­ligten sich vor allem ländliche Vertreter aus dem Odenwald und aus den oberhessischcn Kreisen. Tas Ergebnis der Aussprache fand in folgender Ent­schließung ihren Niederschlag:

Ter Landesausschuß des Hessischen Landes­verbandes der Deutschen Volkspartei ist von bet Notwendigkeit einer planvollen und großzügigen Siedelungspolitik überzeugt. Er h.ilt des­halb die Aufhebung der Fi^ikommisse für not­wendig. Zu Zwecken der Siedelungspolitik ist das durch die Fideikonrrnisse, durch Aufteilung von Staatsdomärren und des Gutes der toten Hand freiwerdende Land in Anspruch zu nehmen. Es dürfen aber nicht solche Güter aus bisher ge> bundenem Besitz zerschlagen werden, die nackisoeis« lich zur Aufreckiterhaltung ber Ernährung in den Städten ober als Musterbetriebe unentbehrlich sins. Bäuerlicher Besitz barf nicht angetastet werben Tie Neuschaftung von Zwergwirtschasten ist unwirt­schaftlich und deshalb abzulehnen. Für Arbeiter ist nach Möglichkeit Gartenlanb zur Verpachtung bereitzustellen. Auch ber Grunderwerb für den Wohnungsbau ist durch Zulasstmg d's Enteig­nungsverfahrens zu unterstützen. In allen Fällen ber Enteignung barf jedoch den betroffenen Staats­bürgern der ordentliche, durch das bisherige Recht gewährleistete Rechtsweg nicht verkürzt werden. Dasjenige Enteignungsversabren, das in dem Re­gierungsentwurf des Landgesetzes geplant ist, muß abgelehnt werden. Der Landesausschus; erwartet von der Fraktion ber Deutschen Volkspartei in der Hessischen Volkskammer, daß sie ihre Ab­stimmungen nach diesen Richtlinien gestaltet."

Zu den Kreis- und Provinzial« wählen soll möglichst überall ein gemeinsames Vorgehen aller Parteien angestrebt werden.

Die Gehilfen aller hessischen Staatsbehörden veranstalteten am (Sonntag in Frankfurt a. M. eine von mehreren hundert Personen besuchte Ver­sammlung. Tie Regierung hatte zwei Vertreter entsandt. In scharfer Weise wurde gegen die un­zulängliche Bl-zahlung der Gehilfen Stellung ge­nommen. Einmütig wurde die gewerkschaftliche Or« ganisation bsschlosseri. Um als stärkere Macht auf» treten zu können, hat sich ber Verband der Ge­hilfen bei den Hess. Staatsbehörden dem übel 500 000 Mitglieder zählenden Teutsckxm Bureogv angeft^llten-Verband angegliebert. Diesem wird sich voraussichtlich ab 1. Oktooer auch der Handlungs- gchilsrn-Verband mit etwa 300000 Mitgliedern anschließen.

lva. das hindenburgprogramm ein Fehlgriff?

Im -weiten Band seiner unter dem Titel /W Kriegsausbruch zum uneingeschränkten U- Wfrte« bei Ullstein erschienenen Kriegserinne-- Angen befenni ssch der frühere Reichs sck)atzsekrctär Nisser ich als ausg^Prochener Gegner des Hin- ii-ck'm-gprogramms unb des Hilssdicnstgesetzes, die r. schließlich von der Obersten Heeresleitung, d. h. l'Cten Endes von Ludendorss, ausgegangen seien- Vi:t 31. August richtete Hindenburg an den Kriegs- t,<niftrr ein Schreiben, in dem er das stärkste jfrpftaufaebot zur Steigerung der Munition- und ÜMfienberftellung verlangte. Und etwa 2 Wock)en feähn erlftelt der Kanzler ein Schreiben des Feld- tnarschalls. das u. a. eine Airsdehnung der Wehr- plcht auf alle Deutschen männlichen Geschlechts ionn rollnibctcn 15. bis zum 60. Lebensjahr und iw Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht für Lrauen vorschlug.

Helsserich läßt sich nun ausführlich darüber warum er dieses Programm nicht habe tehgtn können. Der Kanzler sei ihm beigetreten, Kiö habe sich dann eine weitere Erörterung Mfchcn Reichsregierimg und Heeresleitung daran »knüpst, in deren Verlauf General Gröner aus kn Hauptquartier die Idee eines Kriegsamtes nlbradjte bei dem alle Angelegenheiten der Be- itofhma von Waffen und Munition, einschließlich irr Arbeiter- und Rohstoffragen, einheitlich zu- nnmgefaßt werden sollten. Diese Idee wurde 'ilrbalb in die Tat umgesetzt. Außerdem aber griff die Heeresverwaltung auf ihre frühere Forderung fWt erweiterten Dienstpflicht für Männer und 'Oft Arleckspfticht für Frauen zurück. Am 29. vtober 1916 will Helfferich bei einer Aussprack>e ifrt diesen Gedanken mit dem General Grüner nm erstenmal etwas von dengikkantischen Di- ".nsionen" des sogenanntenHindenburgpro- rrrmmS" gehört haben, bas ausgestellt und mit der .Industrie größtenteils vereinbart war, ohne baß Jie müftarischen Stellen in dieser so tief in das (Äunte Wirtschaftsleben einschneidenden und in i rr Durchführbarkeit von schwer zu übersehenden ^irtschaftlrchLN Voraussetzimgen abhängigen An- irlcynbeiten mit Helfferich als dem Chef des ^ luchaftlii^n Reichsressorts in Verbindung gt> wäken. Helfferich betont meiter:Es sich, daß auch der Eisenbahnminister von i rettenbarf) und der Handelsmirnster Stz- it'-'y zu derFeststelllingbesProgram ms nicht her an» y'it>gcn worden waren, obwohl dessen Tnrchfüh- tüg, dic enorme Transporte für Neubauten

id-urricller Anlagen größten StUs nötig machte Wber usw.) von icdein ,->$ Blrbrauch ber Kohle gewaltig steigern 1 tu Vic, von ber Leistungsfähigkeit unserer Eisen- 115*11 und unserer Kohlenproduktion ebenso ab- I iig mar wie von bet Beschaffung ausreichender i ''-itskräfte. Beide Minister äußerten ebenso wie 1 die ernstlichsten Zrveifel an der Durchführbar- i: des Hiirdeichurgprogramms und wiesen auf die '-rhängnisvollen Folgen einer solchen Ueberspan- irr.g hin."

Erster Blatt 169. Jahrgang Mittwoch, 16. Jult 1919

GietzenerAMiger

General-Anzeiger für Gderhefsen

Man wird bei dieser Meinungsäußerung cksserichs nicht vergessen dürfen, daß eben die kidjdregicrung vor dem Kriege nicht das Q>e» «flite vorbereitet hatte, obwohl Bet h mann-Ho ll- in seinem neuen Buckle lebhaft offenbart. . j,; i Gefahren das Reich bedrohten. Auch an

15 rl piai Wirtschaftsplan für den Fall eines' «nöl; tU8<6 lu<n überhaupt nickt gedacht woroen. 30 vb :1t- war doch wohl bas VersLunrnis der ReichA- Omrng, des Reick^skairzlers. Wir wollen natur- i stick.it sagen, daß man mit solchen Bvrberei- 3L3°n am den Krii>g Ijatte (jmarbeiten sollen, farm keine Rede feilt, denn kein venrünf- pr Ätcnsch in Tcutsck>lanD wünschie einen Krieg. >cr ivcrat trotz friedlicher Gesinirung des LI scheu Volkes und seiner Regierung rct von außen her drolfte, so war es auch die ncht der Regierung, nicht nur eine vernünftige ^artige Politik zur Abwehr zu treiben, sondern ch für alle Fälle sich vorzusehen unb mit der ntmlttäri-dxn Vorsorge auch wirtschaftlich zu halten.

Aus Hessen.

AuS dem Finanzausschuß der Volkskammer.

Darmstadt, 15. Juli. Der Finanz- a u s s ch u ß der Hessischen Volkskammer tagte heute nachmittag und beriet zunächst die Vorlage betr. bie Ruhegehaltsverhältnisse und H'.n- terbliebenenversorgnng ber Mitglieder des Ge­sa m t m i n i st e r i u m s. Tie Vertreter ber Mehr­heitsparteien hatten sich auf folgende Fassung der Vorlage verständigt:

1. Auf die Mitglieder des Gesamtministeriums finden bie gesetzlich<m und sonstigen Bestimmungen

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Arbeiter für den Wiederaufbau.

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