Deutsche Volkspartei
(früher nationalliberale Partei)
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Mit diesem Sozialismus eng verbrüdert ist btej
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Hessischer Siedlungs - AMchȧ
Gemeinsam« TeschüstssteLe des Trnst-Ludivig-Deretns nnt> 6es Landesoereins für KrtegerhetmsUttten:
mD Darmstadt, Lulfenplatz 5 (Alter Palair).
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^che Vol8 d. J«ns klar,, drionüer, 1 Kirche 3DRx?a9aben|
Unterzeuge für Damen:
gewebte Korgeltschonsr und Unter- jäokchen, Triket-Üntertalllen, Hemdhosen, Damenstrftaiple von M. 7.50 an, Fflxslinge zum Aneetzen. [082a
Fritz N owack
Gmercil-Aomnumdo
XVIII. A.--K.
Abt. Ib Nr. 3000.
Betr.,: Bergung vom Swercdgeröt.
Bad-Nauheim, 18. Tezemher 1918.
1. Jeder, der herrenloses Heeres- gerät findet und nicht für dessen Bergung sorgt, versündigt sich am Vaterland!
Es ist daher sowohl zur Vermeidung weiterer Verluste für den Staat als auch im Interesse der Ausrechterhaltimg dec öffentlichen Ordnung und Sicherheit Pflicht jedes Einzelnen, alles in den; Ortschaften von den Truppen oder ein^ehud Militärpersonen zurückgrlassene ober rat den Parkplätzen bzw. Abmarschstraßen liegende Speere?.» gerät bei den örtlichen Sicherheitsoracmen (Bürgermeistereien usrv.) abzugeben, und falls letzteres rricht möglich, den betreffenden Stellen zwecks Abholung des Geräts den Fundort genau zu bezeichnen.
Ebenso liegt die Mzeigepskicht für rede Person über alle, gleich auf welche Weise, ihm bdorait gewordenen unbeaufsichtigten fern, herrenlosen foroic unrechtmäßig erworbenen Bestände an Was- feit, Munition nn^ sonstigem S>?fre2k*erdt vor.
2. Tie Bürgermeistereien haben sowohl dieses als auch aus jedem anderen Wege zu ihrer Kenntnis gelangtes, von den Truppen zurück^elassenes Heeresgerät zunächst in sicheren Gewahrsam chs nehmen und vor dem Verderben zu schützen. Wo größer.? Bestände insbesondere scharfer Dtunitivn tn Frage kommen, ist für geeignete Bewachung zu sorgen.
Für die Bürgermeistereien erwächst demnächst die Pflicht, das Gerät sobald als möglich den nächst- gelegenen .Sammelstellen zuzusühren.
Ist dieses infolge Mangel an Transportmitteln nicht möglich, so find den Sammel stylen genaue Angaben über das aufbewahrte £)eere8* serät zu machen. Tiese entscheiden dairn, ob das Gerät vorläufig weiter zu lagern ist oder vmr ihnen ahgeholt wird. .Den Gemeinden entstehende Kosten können auf die Staatskasse übernommen werden.
. , Es muß jedoch bei allem Handeln in dop letzrgen schioeren Zeit, wo durch mangelndes Pflichtgefühl einzelner vielfach dem Starrte ungeheurer materieller Schaden zuge'ügt wird, stets der Grundsatz vorherrschen, den Starrt vor rrröfa> Ten Kosten und roeiterem Schaden zu l«röhren.. Mle Sammelstellen find verpflichtet, den Gemeinden bei der Uebersührwrg des Geräts mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Bei der SEMteferinigf wertvoller optischer Geräte, Meßappamtc und In-, strumente usw. können von den Sammelstrllew für den Finder Belohnungen beim General-Kommando beantragt werden.
Kleinere Mengen scharfer Munition, welche nicht versandt bzw. abgeholt werden können, stich an Ort und Stelle mm technischem Personal bet VSM^sammelstellen zu sprengen.
..Als Sammelstellen gelten f
Itipe Bezirks- und Garnisonkomman- dos, in den größeren Stödten ^nrfgerbem die Polizeireviere.
>nnis$t p.F t-.WÜS
chtnr.
ns'ag. 18.3«.
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5 ; jU-J oonn.: vj-.."' 5 50, u uLte. 1.30.
W! z«r Sesfischcil Lolksfammkr.
Tie Wahlen zur verfassunggebenden hessischen Bolkskammer sind auf
Sonntag den 26. Nanuar 1919 feftgefett Die Absttnunung beginnt vormittags um 10 Uhr und wird um 8 Uhr nachmittags geschlossen.
Die Stadt Gießen zerfällt in folgende Stimmbezirke:
1. Stimmbezirk. Wahllokal: AlteS Rathaus, Marktplatz 14.
Wahlvorsteher: Direktor Dr. Baur,- Stellvertreter: Metzgermeister Ernst Ludwig Sack.
Aus der Bach, Burggraben, Dammstrage, Hunds- nasse, Kirchenplatz, Kirchstraste, Lindengaffe, Lin- denvlatz. Dtarklplah. Walltorstrage, Wetzsteingasie und -nraste, ZozelSgafse.
2. Stimmbezirk. Wahllokal: Saal im Grd- geutroft des JustizgcbäudeS, Ost Anlage 15.
Wahlvorsteher: Sladioerordneler Rektor Fann: Stellvertreter: Komiuerzienrat Mueller.
Aul Rodverg, Bückingstrage, Ederstrahe, Mar- burger Strahe, Steinstrabe, Weserstraße, Wie- secker Weg.
3. Stimmbezirk. Wahllokal: Schulbau»,
,, Schilleritrane 8.
r.t,c.®C!X^UOT^c0er: Stadtverordneter Rentner Wilh. Lover; Stellvertreter: Landgerichtsrat Neuenhaaen.
Asterweg, Brandgasse, Brandplatz, Brauaaffe, Dreihciusergaffe, Kavlaneigaffe, Lanograf-Philivv- Platz «ohne Zeughauskaserne), Landgrafenstrabe, Nord-Anlage, Schlobgasse, Schillerstrabe, Schort- strafte, Schulstrafte, Sonnenstrahe.
4. Stimmbezirk. Wahllokal: Schulbau», West-
_ , Anlage 43.
Wahlvorsteher:StadtverordneterRentnerGeorg Simon; Stellvertreter: Gewerkschaftssekretär Albin Mann.
Die Demokratie war e5, welche jubelnd die Revolution begrüßt hat, die Demokratie es, welche sich auch bei uns in Hessen wie anderwärts aufs entschiedenste weiqert, die Sozialdemokratie gemeinsam mit den anderen bürgerlichen Parteien zu bekämpfen. Die Demokratie hat die Verbindung der Listen mit diesen Parteien abgelehnt und bannt di« Front des Bürgertums gesprengt! So bleibt für Euch, deutsche Männer und Frauen tn Hessen, nur Eines:
Wählt am 19. Januar alle die Männer nnd Franen der Deutschen volkspartei in Hessen (früher nationalliberale Partei)!
Nehmt am 19. Januar den Stimmzettel mit an die Wahlurne, welcher beginnt mit dem Namen: ö
Dr. Johann Becker, Finanzmirrister.
Die Stimmzettel der Deutschen Volkspartei sind bei den Bürgermeistern und bei unseren Vertrauensleuten zu haben. Auskunft gibt die Landesgeschäftsstelle in Darmstadt, WUHelmincnftraße 5, Fernsprecher 1304.
Gabelsbergerstrabe, Grabenstrabe, Hammstrahe, Kavlansgasse, Kaiharinengasse, Kreuzplay, Löwen- gnsse, Schanzenstrabe, West-Anlage, Hinter der West-Anlage, Wolkengasse
5. Stimmbezirk. Wahllokal: Gewerbebaus,
m Kirchstrafte 16.
Wahlvorsteher: Stadtverordneter Rentner Wilhelm Blank,- Stellvertreter: Professor Dr. Erb. An der Hardt, Kornblumengaffe, Strofborfer Str-, Lahnstrafte, In Löbers Hof, Mühlstrahe, Kleine Mlihlgasse, Neustadt, Rodheimer Straße, Sandgasse. Schlltzenitrafte, Tieienweg.
6. Stimmbezirk. Wahllokal: Hotel Prinz Carl, Selteröweg 40.
Wahlvorsteher: Stadtverordneter Spenglermeister Karl August Faber: Stellvertreter: Schnei- dermetster Johannes Diehl.
JoftanneSstrahe, Kanzleiberg, Mäusburg, Mai- gasse, Marktstrabe, Neuenweg, Plocksrrabe, Ritter» gaste, Seltersweg, Wagengasse, Wettergaffe.
7. Stimmbezirk. Wahllokal: Alte Klinik, Sie-
_ ,, , bigstrabe 16.
Wahlvorsteher: Stadtverordneter Renmer Heinrich Winn: Stellvertreter: Stadtverordneter Kaufmann Eduard Krumm.
An den Bahnhöfen, Am Steg, Bahnhosstrabe, Bnchnerftrabe, Crednerstrahe, Friedrichstraße, Glaubrechtstrahe,Hillebrandstrabe, Hofmannstrane, Mittelweg, Wetzlarer Weg.
8. Stimmbezirk. Wahllokal: Stadtbaus, Garten- strafte 2, Sitzungssaal.
Wahlvorsteher: Stadtverordneter Geh. Kommerzienrat Sigmund Heichelheim: Stellvertreter: Geh. Kirchenrat Professor Dr. Krllger.
Diezstrafte, Erlengaste, Gartenstrafte.Goethestrahe.
Gutenbergstrafte, Löberstrabe, Neuen Baue, Sud- . Anlage, Teufelslnstgärtrben, Weidenqasse.
9. Stimmbezirk. Wahllokal: Alte Öbrenklinik, Liebigstrafte 20.
Wahlvorsteher: Beigeordneter Krenzien: Stellvertreter: Apolhekenbesitzer Fritz Bauer.
Buddeitrafte, Frankfurter-Strafte, Kllntkstrahe.
10. Stimmbezirk. Wahllokal: UuiversitütS-Bi- bUotbct, Kcplerstrafte 2.
Wahlvorsteher: Justizrat Dr. Rosenberg: Stell-- vertreier: Geschäftsführer Heinrich Fourier.
AUcestrafte, BiSmarckstrahe, Kevlerstrafte, Heffen- strafte, Ludwigstrahe, Am Rtegelpsad, Schtfsen- berger Weg, Gemarkung Schifsenberg.
1 l.Stimmbezirk. Wahllokal: Konfirmaudeusaal, Liebigstrafte 56.
Wahlvorsteher: Geh. Justizrat Professor Dr. Mittermaier: Stellvertreter: Fabrikdirekt. Friedrich May.
Ebelstrafte, Erdkauterweg, Leihgesterner Weg mit Bergwerk, Liebigstrafte, Wilhelmstrabe, Wilson- strafte.
12. Stimmbezirk. Wahllokal: Reaierungöge- bände, Landgras-Plrilipp Platz 3, Sitzungssaal.
Wahlvorsteher: Beigeordn. Geh. Kommerzienrat Louis Emmeliuß: Stellvertreter: Stadtverordneter Kommerzienrat Heiurich Schaffstädt.
Bruchstrafte, Moltkestrafte, Ost-Anlage, Roon- strafte, Senckenbergstrafte, Gr.Steinweg, Stephan- strafte, Wiesenstrafte und Zeughauskaserne tLand- grai- tzhilipp-Platz 4).
13. Stimmbezirk. Wahllokal: Handelskammergebäude, Louvttpafte 7.
Wahlvorsteher: Geh. Hosrat Pros. Dr. Fromme: Stellverlr.: Handelskammer-Syndikus Dr. Zeidler.
Bleichstrafte. Henselitrafte, Landmannstratze, Licker Strafte mit Kaserne I, Lonystrafte. Nahrungoberg.
14. Stimmbezirk. Wahllokal : Israelitisches Gemeindehaus, Louvttrafte 4.
Wahlvorsteher: Professor Dr. KrauSmüller, Stellvertreter: Weinhän.ller Karl Küchel.
Bergstrafte, Etchgärlen, Eickweg, Georg-Philivv- Gail'Strafte, Kaiser-Allee, LudwigSplatz, Wolf- strafte.
15. Stimmbezirk. Wahllokal: Unteroffizier- Sveiseiaal in Kaserne 11 au der Kaiser-Allee.
Wahlvorsteher: Hanvtmann Kienitz-Gerlofs: Stellvertreter: Bizeseldwebel Reinheinier.
Kaserne II, städtische Kaserne und Baracken an der Kaiser-Allee. ;
Sieben, den 10. Januar 1019. tzWg
L« DbeMxäcemtite Äcllex.
Bekanntntachung.
Betr.: Bergung von HeereSgerät.
Nachstehende Bekanntmackung bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Die Anmeldungen wegen Abholung von HeereSgerät haben auf dem Stadtbauamt Asterweg 9, Zimmer Nr. 2, zu erfolgen, woselbst auch Heeresgegenstände direkt ab- gelte,ert werden können.
Gteben, den 14. Januar 1919. 693B
Der Oberbürgermeister.
9- B.: Krenzien, Beigeordneter.
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Hcmn^ranmefstesien für dmers^rlN
des KorpsbcrncheS besrnden sich u. a. in Grvbeu-< Buseck, Grünberg, Lauterbach, Fvankc-nberg, Nie-.> deröhmen, Staufenberg, Gießen, Nidt», außer-, dem beim Nebenzeugamt Frankfurt a. M. in Vilbel. '
, 4. Die Verwertung allen Heevesgutes soll <nr5* schsieftlick durch daS R ichsverux-rtürgsamt, welches, hierzu Vertrauensmänner bestellt, erfolgen.
Tie Behörden, Arbeiter- und SsLateirrate wollen ausklärend dahin wirken, daß alles Heeres-^ gut zur ausschließlichen Verfügung des Bcrwer- ttmgscmrtrs stehl.
Tcr Berkaus emschlieftlich Versteigerung öme Heeresgut ohne Genehmigung des KrieaS- Tninisteritkms, Reichsverwertungsanrtes und beS^ Generalkommandos ist daher aufs strengste untersagt.
Der Verkäufer muß sich durch eine (in dringenden Fällen telegraphisch eingeholte Genehm migung der vorgenannten Sellen ausweisen. Eine mit Stempel unb Unterschrift sowie Angabe dssi Kaufpreises versehene Bescheinigung über das er» worbene Eigentumsrecht ist dem Käufer von der das Heeresgut abgebetchen Behörde bzw. Truppen-, teil auszustellen.
Wer Heerrsgnt txm unzuständigen Stellen erworben hat ober noch erwirbt, erlangt weder recht- mäßiges Eigentum noch Besitz, auch marfjft er sichß der Hehlerei schuldig unb dadurch gesetzlich strafbar^
Es liegt daher im Interesse jedes KÄuserS^ sich txnxm Ueberzeugung $u verschaffen, daß der Verkäufer mm Verkauf berechtigt ist.
Bor dem Verkauf ist Heeresgiit durch Sach^ verständige ab^uschätzen. Unter ben Abschätzungs- Wert darf , Heeres gut nicht abgegeben werden. Wo Käufer bei Beift.irerungen gemeinsckgstfiche Sach» (.Kippe) machen, ist der Verkauf als gesetzwidrig sofort aufznhkben.
Nock Friedensschluß wettvn im .Korpsbereich durch hierzu eingesetzte Zkomnnffionen unter Heranziehung der ZivilbehSrden Nachprü'un^en hii> ichtlich des Desitzrechtes für alle während bet Demobilmachung erworbenen HeereSgüter (Kraftwagen, Pferde, Fahrzeuge, Waffen usw.) stättfin-, den.
Militär- und Aivilpersonen, welche ohne ge- nügenden Ausweis Heeresgut heimlich zum ffaitf anbieten, ivnne solche, toelche Heeresgut üon Unberechtigten erwerben, sind zur Anzeige zu bringe« bzw. ist ihre sofortige Festnahme zu veranlassen. Trese den Staat in gQvissenloser Weise schädigenden Personen werden strenger Bestrafung nicht entgehen.
Mle Behörden werden ersucht, in geeigneter xßeqt. auf die Bevölkerung befnn einzuwirken- daß s« bei dem Mangel an Rohstoffen das zime Wiederaufbau der Fciedenswii-tschaft univebingt notwendige Heeresgut vor dem VeiHerbm schützen hilft und dazu beiträgt, es den für nkitere Verwertung in Frage kommenden Sammelstellen zuzuführen.
Hierzu ist die Wiedererweckung des vielfach verloren gegangenen Pflichtgefühls unbedingte Notwendigkeit. E,
Ter kommandierende Geneval:
iXfe v. SfteL
Dntssn HnllmßS- ttSilsci Lciszig, firtiSo. ßitßea. Freitag 17. Januar, abends 8 Nbr, (Saiibof Hindenburg spart, rechts) Haupt-Versammlung.
Tagesordnung:
1. Begrüftung bet heimgekebrten Mitglieder 2. Wahl des Vorstände)
S. Beioreckuna über die wirtfchaftttcken vnd poltiiicken Verdältnifse der Angestellten. Um vollzähliges Erscheinen ersucht __________________ Der Vorstand.
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Jiabe der strwtz v pacht, q«'- an '.en^JS fluOCaflbranne^ i-tliMltS-S
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Nationalversammlung.
Je nachdem die Wahlen auSfallen, wird das Vaterland aus der Tiefe sich erheben oder noch weiter sinken. Alles kommt darauf an, wie gewählt wird. Alles hängt ab von der einen Frage:
sozialistische oder bürgerliche Negierung?
Kann man der Sozialdemokratie die Stimme geben? Niemals!
Deutscher Mann! Deutsche Fran!
Solltet ^hr jemals vergessen können, wohin uns die mit russischem Geld nach russischem Muster tn des Vaterlandes schwerster Stunde von den sozialistischen Führern vom Zaune gebrochene sozialistische Revolution gebracht hat? Ist nicht das Unerhörte geschehen, daß nach viereinhalbjähriaem Kampf im Felde nun auch noch deutsches Blut im Bürgerkriege fließt, daß in den Straßen friedlicher Städte Maschinengewehre knattern und Kanonen krachen?
So sehen die Errungenschaften der Nevolutio« aus von der ein englischer General sagen mußte, sie habe das deutsche Volk von hinten erdolcht. Hat nicht in den 8 Wochen ihres Bestehens die sozialistische Regierung ihre gänzliche Negierungsunsähigkeit erwiesen? Der Menschheit ganzer Jammer faßt uns an, wenn roir die Hilflosigkeit der Reichsleitung ansehen, die täglich von den eigenen Genossen mit dem Tode bedroht wird. „Sozialismus ist die Quelle der höchsten Wohlfahrt und allseitiger harmonischer Vervollkommnung" sagt das sozialdemokratische Erfurter Programm. Ist der Beweis erbracht?
Sozialismus sei Sparsamkeit?
Ein paar Beispiele statt vielen: Der finanzielle Mehrverbrauch des Reichs betrug tn den ersten vier Wochen der Revolution nach Angabe des Reichsschatzsekretärs Schiffer weit über eine Milliarde. — Die preußisch-hessischen Staatsbahnen sind trotz erhöhter Tanfe infolge der von der sozialistischen Regierung bewilligten Forderungen von rund drei Mtlliarden bankerott. — Im Herzogtum Braunschweig wurde in den ersten Wochen der Revolution der Staatshaushalt um mehr als vierzehn Millionen Mar überschritten. Präsident der Republik ist dort ein Schneider aus dem Hannöverscher nut einem Gehalt von 70000 Mark. — In Hessen beträgt der Aufwand für Minister- gehätter statt 61000 Mark jetzt 120000 Mar^ '
Sozialismus sei Arbeit?
Einige Beispiele statt vielen: Beim Baubeginn des Walchenseekraftwerks m Bayern meldeten sich am ersten Tage 60 Ingenieure und zwei Arbeiter, am zweiten Tage 250 Ingenieure und immer noch zwei Arbeiter. — Von den über 100000 Arbeitslosen der Stadt Berlin meldeten sich bei dem Schneefall zur Weihnachtszeit im ganzen 17 Mann — Trotz eines Tagesverdienstes bis 35 Mark streiken seit Wochen Massen von Bergarbeitern und erdrosseln damit das ganze deutsche Wirtschaftsleben und machen tausende chrer Mitarbeiter brotlos. — Nach dem Bericht der Leverkusener Farbenfabriken sind die Leistungen der Arbeiterschaft seit der Revolution um die Hälfte geringer als früher.
Sozialismus sei Schutz des Privateigentums?
Steht nicht im sozialistischen Programm von Erfurt, daß das Privateigentum an allen Produktionsmitteln aufgehoben werden müsse? Produktionsmittel ist aber jedes Gut, das nicht zum Verbrauch da ist. Also Grund und Boden, Acker, Feld Haus und Hof, Handwerk und Kaufladen. Unter dem Zwang des Wahlkampfs wird das Probramm klüglich verleugnet. Wie das Privateigentum geschützt wird, kann man täglich sehen: Fährt nicht der Arbeiter- und Soldatenrat zu Darmstadt im privaten Automobil des „Bürgers Ernst Ludwig von Hessen" dienstlich und privat spazieren?
Soztckismus sei nicht Neligionsfeindschaft?
Beweis: Ter preußische Kultusminister, der Sozialdemokrat Adolf Hoffmann, am Tage der Revolution: Jetzt sind wir die Herren, jetzt brauchen wir nicht mehr Gott Bater, Sohu und heiliger Geist!
Deutsche Arbeiter! Deutsche Bauern! Deutsche Bürger!
So sieht Sozialismus aus!
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= in Hessen. = An unsere Mitbürger und Mitbürgerinnen! Die Schicksalsstunde des deutschen Volkes, die Stunde der Entscheidung naht.
Am Sonntag den 19. Januar 1919 wählen die Deutschen ihre
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