Montag, 15. Dezember 1919
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
zweites Blatt
Nr. 295
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Seegespenfter.
Roman von Anny Wothe. Aeafltriscfaes CopyrigM 191* by Anny Wothe-Miho, Laprig. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung S.
Ern eigentümlicher Blick!;0 W «uj« faeifte Estrid. Sie nmtfx plötzlichgewah^ iw streng unb hart Peters sonst so Uchte Augen g>- ^’^u’nb leise schauerte sie unter diesem Blick zu- lamt& sie vielleicht gar S^sht vor P^r »on- ten, den sie um den Finger nuckeln konnte.
,ckZch will aber nicht," fuhr Estrid eigensinnig fort, „daß Jngewart Forts lfter im Hause bleibt. Er muß. fort, hörst du, unverzüglich.
„Erlaube mal, mein liebes Kind. Vielleicht fällt dir dort) ein, daß. der Gotteskovg auch mein tzaus ist, daß dcr Gotteskoog immer eine StE der Barmlierzigkeit gewesm. Wlllst du das an- ^^Durckrdrintzend flammten Peters Augen in di ihixn so daß Estrid die halbgefenlden Lider ra,ch schließen mußte, weil er nicht in ihren Augen lesen mir zuwider," murmelte sie,
„ich ertrage seine Nato nicht/'
Mieder irrte ein merkwürdiges Lächeln um Peters Mund. Er strich sich den röüichen Bart mit ver kräftigen Hand, dann sagte er kurz.
„Du wirst noch Manches ertrage^us en Der Mann bleibt hier, bis er soweit bergest^lt ist, daß ünn die F<tl>rt nach List nicht mehrsch^et
Säunetterr?' •a*a9 Peter dre Tür ms Schloß.
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Estrid blickte ihm ganz entgeistert nach. Das i fehlte gerade noch, daß ihr Mann ine ParA , Schiffbrüchigen nahm, ^vordemsie ^Furcht und Grauen zitterte, der Schuw daran war, batz fte seit ihrer Hockett zede Nacht von den „Seegespm stenr" heimgesucht wurde.
„Wenn er tot wäre/' dachte s^damr ntet erschrak sie vor itzen eigenen sünM'An^' danken und sie nahm ihre Zuflucht zur Bibel, um in dem heiligen Buche Trost zu finden
Doch sie fand ihn nicht. Ales, ,mrs sie las, hatte keinen Sinn für sie, es war chr nur eme tÖnCt^ter'CwQr' meist nicht ba.Ste bekam ihn kamnnoch zu sehen. Er war.«mfderA^o^nn Fischfang. Auch hatte er reichlich mit bei Bewirt schostung seines großen Anwefens zu tun.
Tie Schifssvlanken des „Schwarzen Falten waren angetrieben, auch inanch Werwolfs Stuck das Jngeioart Ferks mit .^g^rW^ter mv- berem auch eine lehr kunswoll beschlagene Truhe, die gewiß Kostbarkeiten entmelt.
Peter Banken hatte an geordnet, doß> alles inroiältia für Jngewart geborgen wurde. An Strandholz, Proviant und vielem ©ernt, das mr- qcttieben wurde, mochten sich die Inselbewohner, w" es ihr Rc«, gütlich hm. 2>e Trichc
S ct, ür Jng-w-rt Frrks ru bew-A-n mit km Sin irrte daß doch wohl Tetn Sylter aus dem Unglück eines Sohnes der Insel Nutzen ziehen waren sie alle einig. Jngewart Ferks, : der so tenge^ Totgeglaubte, sollte das Einige - k6a&n ENrid das träge Sinbärnment x" ibrn SMbe nicht mehr ertragen tonnte, wartete ft- oft
Büchertisch.
— Im Verlag von Emil sttech ist das erste Lest der „Neuen Bürgerkunde für die Fortbil» dungsichulen des Freist°-tes
O. Kinkel, zum Preise von 1.S0 Mk. erschienen, Tas Heft hat die neue Reichs verfass unj zum Gegenstand und brmgt m. leMverstünblicher knapper Form all das, was ein wahltor echtigter Bümer Ser das staatliche Gefüge wissen muß. Tie ledern AbsHntt Wlgeni^usgabenimdFr^ gen regen den Leser zur selbsterzieberilchen Wertes bildung an, ausgehend von der ^.tennttns, ba& der Weg zur vertieften und geseittgten Staats^ gei'innung über das Wissen um die gütliche Gestaltung führt. Heute, da der Einilutz nn* seinen Staatsbürgers auf die Regierung stch sg plötzlich in außerordentlichem Maße v^mchrthat. wird ein Eindringen in die Materie dieses Werk- chens zur Pslicht für jung und alt.
— Die neuen Gctetze über die En t sch ä di-, gung der infolge Verminderung der Wehrmacht aus Heer, Marine und Schutztrtchve aus scheiß senden Offiziere, Deckossiziere und Kapitulanten. Einzelpreis 80 Pf. mw 10 Pf- Teuerungs zuschlag. Gerhards Stallmg, Verlags- buchhandlung, Oldenburg i. O.
— Die Not der akademischen Be^ rufe nach dem Friedensschluß.von Prof. Otto Baumgarten, Kiel. Preis 1.80 Mk. 'zuzüglich 50 Prvz. Teuerungszufchlag). Verlag I. C. B. Mohr, Tübingen.
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Mlerelpfnd 20, L relevtzoi! 2071
Weiter wird auf Grund des § 4 der Verordnung Waldbesitzern gestattet, an ihre Forst- beamten und Waldarbeiter Brennholz zur Ackung des eigenen Bedarfs abzugeben, solche Brenn- bolzempsänger sind dann bei Festeslimg des BrennLrlzbedarfs der Gemeinde außer Betracht zzu lassen. T
Die Verordnungen über den Handel mit (Sämereien treten mit dem 27. November 1919 außer Kraft. _
QUte für Sacke. Die Bekanntmachung der Reichswirtschaftsstelle über Jute Nr. I 10 für Säcke vom 15. April 1919 (Reichsanreiger Nr. 90 wird aus gehoben.
sttich langsam an ihrem gvauen Kleid m»S Mete (fern Wollswff hixmb, d°s eine toftbm chrnöckte. „Ich glaubte schon, Ihr hättet mich ganz vergessen." ____
„Wo werde ich denn, Schön-Eftrid, so norm man Euch ja wohl auf der Insel? Ich habe mich chon lange nach einem guten Wort von Euch
nehmt Platz, Bent, und erzLhtt mir CbDaSw sah ihn mit dem ihr eigenen Blick am der schon viele vor Bent.erfchnu^ ma^, <dä er einen niederen Schemel hrrbnholte und nun säst zu ihren Füßen saß.
Warum klopfte plötzlich Bent so ungestüm das H<rz? Wie dumm das war. ,
(§r wandte die Augen von der blonoen FE und sah weck lnnaus «ms das ^er T« Sttwm^ der tagelang über die Insel graust, hatte (m3- ^Ganz stül war die Lust und leise plätscherte« blC Schwar^schimmerten noch die feiten; aber hier un£> da brach <m3 zerrissenen Wolken fetzen ein goldener Sonnenspeer.
<8ent3 Augen verfolgten das Spiel txr Sonne mit den dunklen Wolken Siegend trat sie letzL aus dem schwarzen Gewölk unb bann .funkelte und bh&te es aus den dunklen Wellen wie von Gold' und Smaragden.
„Ich warte, Bent," begann Frau Estrid, „ytn wollt mir etwas erzähle^" .
„Verzeiht, Frau L-chwagenn, ich W nämlich am Hellen, lichten Tage auch Soegespenst«, tote Ihr des Nachts." (Fortsetzung folgt.)
StL»te Frankfurt, Offenbach, Kas'el, Essen, Dortmund usw. nicht in der Lage sei, die seinerzeit b> teilten am Bezugsscheine zu lte/cmb?n Kartoffeln zur Verteilung zu bringen. An der Tatsache, daß die Stadtverwaltung machtlos sei, lasse lieh nichts ändern Der Äonsumverein teilt jedoch mit, daß den Mitgliedern aus den Vorräten, bte für etniffi Monate anhalten, 6 Pfund pro Kops und Woche aus Marten ausgegeben werden lönroat, und zwar regelmäßig für 4 Wochen aus einmal.
vernHischtes.
Dreifacher Mord.
München, 13. Dez. (Priv.-Tel.) Gestern abend erschlug in Ziemetshausen der Kaufmann Sch ar nagel seine Frau, die Schwester seiner Frau und das Dienstmädchen mit einem Beil. Er konnte verhaftet werden. Der 8jährige Sohn des Täters konnte sich vtt Sicherheit bringen.
\ wer die ihm iiach 8 3 obliegenden Auskünfte, Anzeigen ober Meldungen nicht innerhalb der ihm bestimmten Frist erstattet oder wissentlich unvollständige ober unrichtige Angaben macht;
2 wer den von dem Ministerium bet Finanzen, Abteilung für Forst- unb Kameralver- waltung, erlassenen Aussührungsvorschristen zu- widerhimdelt.
Das Ministerium der Finanzen (Abt. für Forst- und Kamerolverwaltung) bemerkt dazu OiSC^?§ 1 der Verordnung ermüglicht den Gemeinden, Verfügungen über das ihnen sowohl im srcmden Wald zugewiesene als auch im eigenen Walde gewonnene Brennholz zu treffen. Bei diesen Verfügungen sind jedoch die von uns hierfür getroffenen Bestimmungen zu beadytot. außerdem haben sich die Gemeinden nut der zu- ftänbigen staatlichen Oberförsterei wegen der Be- büigunaen unb Preise zu benehmen, unter denen solche Veräußerungen zugelasien werden.
Aus Grund des 8 4 der Verordmmg haben wir bestimmt, daß neben der zuständigen sittlichen Obersörsterei die Bürgermeisterei einer Gemeinde bie in § 3 erwähnte „sonst etwa bestimmte Stelle" ist, an welche alle von ihr wegen der Brennholzversorgung der Gemeinde »erlangten Auskünfte, Anzeigen und Meldungen zu erstatten
iUlfl|t'2. Für die Zuweisung von Brennholz ist von den Gemeinden eine Gebühr zu entrichten Sie beträgt bei Ankauf von Brennholz durch eine Gemeinde 1 v. H. des Kauspi^ises; bei Zuweisung von Brennholz an eme Gemein^ aus ihrem eigenen Walde Vs v. H. des amtlich festgesetzten Anschlaaspreises. , . ,
§ 3. Waldeigentümer sowie dieienigen, ivelche Brennholz in Gewahrsam haben oder solches zu 'erwerben wünschen, sind verpflichtet, der zuständigen Stelle in der von ihr vorgeschrrebenen Form binnen einer zu bestimmenden tfnft alle Auskünfte, Anzeigen unb Meldungen zu erstatten, die von ilw verlangt werden.
6 4 Vorschriften zur Ausführung dieser Verordnung erläßt bas Ministerium her Finanzen, Abteilung für Forst- und Kameralverwaltung.
Das Ministerium der Finanzen, Abteilung für Forst- unb Karneralverwaltung, kann m besonderen Fällen Ausnahmen geftottnr
ß 5 Mit Geldstrafe bis zu 1500 Mk. wird
antrag angenommen. ,
Den Antrag Knoll u._ Gen. (Ztr.) betr. Aendcrung des Gesetzes dre Fursvrgie fftr Gemeinde beaintc und et.ie Boni-lAlimg b» hessischen Krankenhausverbandes m gleichem trerf, tiegriinbct Abg. Knoll und bti:jct, J® Ruhegebaltsempfängcrn, Witwen und Wmfeu der Gemeindebeamten noch vor Weihnachten eine ein malige Teuerungszulage »u seroabren. ^er Ausschuß beantragt, den Antvag teils durch die Annahme des Gesetzes über dre Gewährung von Zulagen der Ruhegehaltsempsangrr au* der Fürsorgekasse für Gemeindebeamte für «kbigt ?u erklären und im übrigen die an gekündigte Regierungsvorlage über das FürsorgeVastengefetz abzuwarten. Das Haus beschließt demgemäß.
Urkundew-Slempel und Gewissensfrecheit.
Den Antrag Engelmann u. ®en. (<So8j betr. das Gesetz über kn Urfuobenbei unb den Antrag des Abg. Kiel lUnabh.) Aushebung der Stempelgebühren bei Austritt aus der Landeskirche beantragt bet Ausschuß bis zu einer möglichst baldigen Revision
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iUrU?ie^tC(SngeImamt (Soz.) bittet den Ausschußantrag abzulehnen und fernen Antrag anzunehmen. - Abg. Hofmann (Ztr.) will eme Religionsdebatte gegen die So^ldenwkvatte eröffnen (der Präsident bittet, doch bei diesem Gegenstand nicht eine Mligionsdebatte zu eröffnen). Der Webner erklärt die Ablehnung der Anträge durch seine PardTi. — Abg. Kaul (Soz.): Wir sck^l«i eine Religionsdebatte nicht und werden dre Antwort nicht schiKig bleiben. -— Abg. Schildbach (Soz.): Man darf Nicht die Aeußerungen einzelner, sondern die Parteiprogramme für die Stellung der Sozialdcmvb'atie zur SBcurtnhmg ihrer Haltung gegen die Religion heranziehen. --- Abg Knoll (Ztr.): Wir toolten nur nicht, daß eine einzelne Bestimmung totci^torbnmig herausgegriffen wird und wünschen «ne baldige Revision der gongen Drbnuna — Mg- Schor n /Qtr) unterstreicht btt Ausiuhrungen des Vor- rtönerä ^crne Fraktion wollte al^olul ligionsdebatte ober gar eine Erschwerlmg der Austritte (Er findet mit seinen Ausführungen den Beifall des ganzen Hauses )
Da die Bänke der Rechten sehr leer smd, überstimmen die Sozialdemokraten die andere Snte tote Hauses. Der Ausschußantrag wird tch^elehnt und die beiden Anttäge Engelmann und Kiel an»
ein Teil der Unabhängigen. Der Hammelsprung ergibt, daß der Vorschlag des Präsidenten mit 118 gegen 97 Stimmen abgelehnt wird.
Nächste Sitzung Dienstag W Uhr: Elektri- zitätsgesttz, Umsatzsteuergesetz.
Schluß »/« 4Uhr.
verfassunggebende üolfstammer des zreistaates Hessen,
Darmstadt, 12. Dez.
In der Freitagsitzung tmuix eine Vorstellung des Verbandes deutscher Wa renhauser wegen A uf he bun g de sh e f fischen Warenhaussteuergesetzes ohne Aussprache nach dem Ausschußantrag abgelehnt
2)en Änttaa Schulte und Eißnert (Soz.) Ange?freibeit un Altrhein beantragt der <üuä?d)u6 nbsutefmen .fNd Borst^ungkN
(AnglervereiN Darmstadt und, Lehrer K in xei b^l^m' für erlu-bigt zu erllaren. — Abg, ®e-l lSoz.) beantragt Rückverweisung an den Ai^- schuß — Abg. Eißnert (Soz.) wünscht bei dieser Gelegenheit die Aufhebuna der sogenannten Fischereizünfte. — Abg. Schreiber (Dem.) widerspricht dem Antrag ^el. Das Angelverbot erfolgte zum Schutze der Fischbrut Auch muffen die Fischpächter am Altrh-in geschützt werden — Der Antrag Seel wird abgelehnt und der Ausschutz-
Spielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Dienstag, 16. Dez.: ^etei^ chenS Mondfahrt-. Mitvwch
nerstag, 18.' Dosca: Freitag, ,19.. Peterchens Mondfahrt; SamStag, 20.: -tie
Sonntag 21. nachm. 3 Uhr: deterchens Mond- ^brt ; ab/ntte 7 Uhr: T« lustigen Ä^der ton Windsor: Montag, 22.: Carmen: Twnstaa 2ck. Hänsel und Gretel. — Schau spiel yauL. Dienstag, 16. Dez.: Ter Schnee wir m; Mittnuch, 17 • Tie Sendung Semaels: Donnerstag, 18.. Minna von Barnhelm: Im ^^EsbiKungshnm: Jugend: Freitag, 19.:, Liliom: Samstag, 20.x Tie Marquise von ArciS: Simiwg, 21. n^ 3 Uhr: Wilhelm Dell; abends 7 Uhr. Ter Leid- gartost: Montag, 22.: Tie Bildschnchor, hutoMs. Tie Versuchung tote DwgenA ;um Schluß: Dan- sanabum: Ticnstag, 23.: Maß für Maß
Deutsche Nationalversammlung.
129. Sitzung-
Berlin, 13. 'Dez. 1919.
Am Ministerttfch: Müller, Schiffer.
Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung nm 1 Uhr 40 Min
Zur ersten Lesung des
deutfch^polnischrn Verttager' über die vor l äufige Re gelu n g vvn Be- am ten fragen führt der Minister tos Acuß^rn Müller u. a. aus: Dieser Vertrag ist ein totv enes Teilergebnis der im Gange befindlichen deutsch-polnischen Verhandlungen, die vorläufige Regelung der ^Beamtenfragen .ist sehr drmgmd und mußte die Amnestie frage noch vor dem Inkrafttreten des Friedensvertrages zum Abseyluß gebracht werden. T« polnische Regie.ung verfugt nicht über einen genügend großen Beamtenstand, deshalb sollen wir, besonders Preußen, rhr für die Uebergangszcit die Beamten im Abtretung^ gebiet zur V rfügung stellen. Wir llaben untn «wissen Bedingungen zugestimmt. Den Beamt.-n smd die nötigen Garantien geleistet toorten, ub?r die Regelung ihres Gehaltes und der Gtwährslei'- famg der ©ifticrung chres p-rsönlick^n Vermögens und ihrer Person. Die im ALtrettoigsgebiet befindlichen Vermögen der Beamten sollen von einer Liquidation seitens Polens fteibleiben Das Cie- fei wird ein Provisorium von kurzer Dauer fein.
bitte Sie, ihm zuzustimmen.
Das Gesetz wird in allen drei Lesungen ang> n°m©obann wird die Novelle zum Bau ge se tz in zweiter und dritter Lesung nach den Bcschlüssen des Ausschusses unteräntort angenommen.
Yochsch«lnachr,chten.
Berlin, 13. Dez. (Wolff.) Die tkckprisck- Hochschule in Braunschweig verlieh dem Unter* staatssekretär August Euler, dem Letter d-S Reichsamtes für Lust> und Kraftfahrwe^cn, m Aw- erben nun g seines bahnbrechmdm Wirkens m der Enttvicklung tote deutschen Flugwesens dv Wsttt« eines Dr.-Jng. ehrenhalber.
Aieche nnd Schile.
o Schlitz, 12. Dez. Bei der Wahl zitt Mr- tbengem cintoüertretung wurden erstmalig auch wer Frauen gewählt.
«Hilft «nd wifsenfchaft.
Die Gruft des hl. Bonifatius.
-- Fulda, 14. Dez. Unter Prozessor Bow- heraus Leitung wurde bei ben ©rabungnt im Tom die aus dem 8. Jahrhundert ftommetti* Gruft des hl. Bonifatius und der: hl. Lioba freigelegt. Die Gralmngen sind m letzrer Zeit von Berliner und Frantturter Fachgelehrten tosichtigt worden, die sie als toe "wichttg/^ Ausgrabungen, die in der letzten Zett in Deut^ land gemacht worden sind" bezeichneter Es MHI zu erwarten, daß die Gruft dauernd der Oesfent- lichkeit zugängig gemacht wird.
9 KreiS des Arberterturner- Hundes (Hessen und ^Ö^'Eassau) werden auf settw VorstÄung 5000 Mark aus Mitteln tote Staatsvovanschlags bewilligt -JBa bteier Ge- legentoit glaubt Abg. Dorsch den Vorwurf der Verschwenoung machen zu müssen, was von den Abg Eißnert (Soz.), Raab (Soz.) (er spncht als Abg., nicht als Regierungstertreler) a^ Zmerhört bezeichnet wird, ebenw oon feiten Prälitomten bete Landesbildun^amtes, der darauf hinweist, datz es sich ja nur um die Verteilungen Geldern handelt, die bereits für diese Zwecke bewilligt ^^Bei^d^n dringlichen Antrag tote Abg. Roß (Soz.), Erhöhung der pflege gelber für Waisenkinder, beantragt bet Ausfchuß die AnnaL der Reichssätze für KriegSwar- cPn _ Aba Frau Hattemer (Ztr.) stellt an bie Neaieruna das Ersuchen, doch Mittel bereit zu stellen, um b« Megefätze um 100 JJrojent M höhen, um die Unterbringung der Waisenkinder in
S^hr^selten trat ,Bent Banken bei ibr ein.
Estrid hatte bann immer das ganz bestimmte Gefühl, alte sei Bent anders geworden. Nicht mehr bäte leidenschaftliche Feuer sah sie m seinen ®uyn «ufftraMm, das »u «’M® ein herrliches Spiel gebunft. Auch führte sie, daß seine Getoniten oft anderswo »teilten, und in eifer- süchttgcr Wallung dachte sie an Solve.
Sollte die junge Schwester, bie ihr noch ein halbes Kind schien, ihm vielleicht besser gefallen alte sie, zu der er doch, wie fte so oft mit heimlicher (Genugtuung festgestellt, in leidenschaftlicher Verehrung aufgeblickt hatte?
Sölve mußte fort, wieder zur Mittler, wie Jr^ewart Ferks unbedingt den Gotteskoog ter- lassen sollte.
Peter mußte sich barem fügen. Niemand an» berte alte sie, Sölve und die Mutter wutzten von ihrem heimlichen Verlöbnis mit Jngewart, und das war ihr ein Trost. , „, ..
Man mußte Jngewart sortschaffm, ehe er wieder zum Bewußtsein kam, denn bei seiner g> mal (tätigen Natur wußte man nickst, westen er fähig war, wenn er erfuhr, wessen Hwrte ihn beherbergte. । . Y ..
Estrid, bie an bet nieberen, breiten Fenstn:- reihe bete Pesels faß, wo rote Geranien blühten, dackste grübelnd: . . „
„Bent Banken muß mir helfen. __
In demselben Augenblick trat ber Kapttcm etn Estrid sah ihm mit einem Hellen Datteln alt* ^^^„Fftchet Ihr auch mal den Weg zu mir.
Es folgt die zweite Lesung des Gesetzes zur Verfolgung von Kriegsv'-rhrochen und Kriegs- vergrhrn.
Mg. Dr. Cohn (Unabh. Svz^): Im gün- tzigsten Falle ist btefete Gesetz ein Berich, Recht toteber wollen zu lassen gegenüber Vergehen, dw im Ausland und in feindlichen Landern durch Deutsche begangen sind. (Oho! rechts.) Denken Sie an die Äerwendung der Kriegtegesangenen und an die Völker- und strafrechllich^n Verstöße in der Heimat. (Rust rechts: Unerhört! Denken Sie an bi- beittschen Kiiegsgefangenen.) Wenn andere Bölter nicht ihre Pflicht hm, so darf bwte nicht davon, abhalten. Im Inland Jmb zahlreiche Freiheitsberaubungen durch Mitzbrvuchlrche Handhabung des Dickagermigtezustmides vora^om- men. ’ In z-dl«ich-n ^cn mntz^, Mckdan^ Timgcn Untergebener f.'stgestelll wtixn. Wenn diese auch ditrch die Vorlage nicht getroffen werden, muß die Regierung doch auch diesen naaig^en. Sie verzögern ton Eintritt des tatsEichen &ne- denszu stundete, wenn sie sich diesem Wiicherintraft- setzen tos Rechtes entgcgenftellen. Anstelle tor gelehrten Richter, muß bäte BokksgeriM c5"Jfc^uW werden. Testolb beantragen w" <nlch, daß mcht tos Reichsgericht, sondern em Vollsgencht für dwst Bevgckhen zuständig sein soll.
Minister Schiffer: Ein Gesetz zur Wieder- Mtmachunq vmgekommener Rechsts rercketznn g «i brauchen mir nicht, ^as geltento Recht entUilt genügend Sichenmgen. Weiter muß ich die to- weislosen Beschimpstingen Dr^Cohns Emülvr dem deutschen Rechtsleben zurcklckNxiien. (S<.m: richtig, rechts) Das Gesetz soll mir diejenigen Fülle treffen die uns dis-Her nicht bekanntgeworden ftti) rmd toShvlb nicht zur V.nantwvrttmg gewm rorrton tonnten. Dollsgerichte emruführen, wäre hwr am allerwenigsten Passend.
Adg 2 a n b te b e r g (Sotz.): Mtt Sterb int3 stlrdarifch zu erttaren, nur weil fte Deutsche ^iÄrÄner: Ein Zusammenhang mit Der RatisMtion bete Sp^en^tiertragete besteht für Meiste (tosetz nicht. Tie Ausfüllungen des Abg. Lohn Tlingen agitatorisch. Wenn bei alten Völkern bie Regierungen dem Friedenswillen nachgehen wie'bei uns, sv muß man bald zur Losung Ammen.
Abg Eohn fragt, wie es mit der Ahndung für die Zerstörungen von industriellen Anlagen L Mchfranteeich und Belmen W. (Unru^ Irgend ein Ermittelungteverfahren ist noch nicht ^^D^tt^st^dte erste Leshng .^ndet-^te Gesetz wird in zweiter unb unmittelbar daraus auch in britter Lesung einstimmig angenommen.
Damit ist die Tagesordnung erledigt
Präsident F ehr en bach schlagt vor, dw nächste Sitzung am Montag 1 Uhr ftettnntom zulassen mit ber TEsordnmig Umsatzsteuer^
W» Schnltz-Brvrnberg (D. Natl.) bittet erst Mn Dienstag die nächste Sitzung abzuhilten. da der Ausschußbericht nochmcht ^r^ges^ltstn
Die Abstimmung. i«rüber, ob man MoMag ober Dienstag tagen wlte, bleibt zwnstlhasll Für Montag stimmen nur die Mehrhettssozialisten und
guten Familien zu ermöglichen. — Ausschußantrag wirb angenommen und bäte Gesuchen Der Frau Hattemer der Regierung hinübergegeben
Schluß ber Sitzung um 1 Uhr. Nächste Sitzung Dienstag 10 Uhr.
Aus dem Amtsverkündiqungsblatt.
♦* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 134 vom 12. Dezember enthält: Verordnung bie Verfügung über Brennholz betreffend. — Verordnung über Sämereien. Vom?5. November 1919. — Bekanntmachung (Nr. J. 20) der Relchs- wirtschaftsstelle für Jute über Säcke. Born 13. September 1919.
Brennholz . m
Im Anschluß an bie Verordnung, ine Verfügung über Brennholz betreffend, ist vom Ge« famtmirifterium mit Gesetzeskraft Wetter bas Folgende verordnet: , .
§ 1. Die Verfügung über Brennholz durch die Gemeinde erfolgt nach den Anordnungen, bie von dem Ministerium ber Finanzen, Abteilung für Forst- und Kameralverwaltung, getroffen werden. Verkäufe von Brennholz, die von Gemeinden mit ihren Angehörigen adgeichlonen werden, sind unter ton Bedingungen und Preisen gestattet, welche die zuständige staatlick-e Ober- förfterci ober bie sonst etwa bestimmte Stelle
Französisch.
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Ang. Schneider.
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Die «artoffelversorgung.
rm Darmstadt, 12. D^. Zur Karlos sein ot gibt der Bezirkskonsumverein Darmstadt nunmehr begannt, toiß er hob alter Anforderungen, Drohungen usw., .ähnlich wie ore
im Pesel auf ihren Schwager Bent ob er sich nicht blicken ließe, ihr die bösen Gedanken zu
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