Samstag, 15. November 1919
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen)
Zweites Blatt
Nr. 268
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Der Rücktritt.
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Evelyn griff sich mit beiden Händen <m
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Trittbrett und rief: „©traue versperren! Dir laj'cn $);nbcitbirrg nicht von dem Uittersiichungs- auächuß ai fragen!" Hindenburg protestierte, wie man deutlich erteil neu konnte, v^wmochte sich
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Ort zu Ijmiyen und mir Ihre Behauptung münd- lich wiederholen!"
„Ter E-.ende! CT oroyr iujjui.: ftaft ou getan!" rief Modests au&er |ich.
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Die „Befreiung Polens'.
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p Der Sfarrherein, dessen Organ „Hessisches Krrchenb.att" lei seinem 1-tzdgen Um-
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Auch die Versprechungen der Befurlrvrter der Befreiung Polens, Deutschland würde dadurch fflcid« einen ZuwackB an polnischen Kräften in Stärke einer Armee ge'wr.inen, boten für cm nüchternes Urteil nichts Verführerisches. Es mar kaum zu erwarten, daß die polnisck^ Jipsind, die cs sv ausgezeichnet verstanden lptte, sich der Erfüllung ihrer Pflicht gegen den russischen Staat zu entziehen, mit besonderer Begeisterung zu den deutschen Fahnen eilen würde, die ihnen zum mindesten ebenso verhaßt waren wie bie russischen. Selbst wenn es gelang, eine Armee zu schatten, hatte man noch nichts weiter gewonnen als Truppen ixm bedingter Zuverlässigkeit. Tas; solche mein eine Last, nnd unter Umständen eine sehr schwere, als eine .Hilfe sind, 'batten die Vorgänge tm öfter- reichiick-ungarischen Heer bis zum Ueberdruß ge-
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Male auch begriff sie, warum Magnus H^rz stch van ihr ab- und Modrsta zugewandt hatte, nat Art seiner Art: Hock)genrut, edel und opfer-
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Zusammen kuust in 4 woitbol Hindrobun MtalLU abends 80, Ubr.
Lonrag des Herrn net A. Rossius „
Vie Dcmotratie
Nach der Kriegserklärung Jtasicns an Teutch- land und Numäniens an Oesterreich-Ungarn schreibt General v. Falkenhayn: „Tie Gestaltung der Tinge durch diese Kri-.-gserklärungen traf bu Oberste Heeresleitung nicht unorr2erett?t, aber doch überraschend. Ter G neralstabschef hatte das rumänische Losschlagen erst für die Zett nach Beendigung der rumän schen Ernte, nach ^ite SeptcM^er. erwartet. Welche Ursachen es so früh herbergesuhrt haben, ist noch nicht ganz aufgeklärt. Neuere Nachrichten lassen vermuten, daß die dringende Ausforderung Frankreichs an Rumänien., nicht langer »u zögern, eine wichtige Rolle dabei gesinelt hat. General Josfre mag gehofft haben, aus dme Weise für den infolge des unbefriedigenden Verlaufs der Sommekämpfe und des Erlahmens der ni Hu dien Offensive in Galizien sinkenden Arregswillen in breiten Kreisen der Entente friidte Wahrung schaffen zu können. Jedenfalls, ist dem^neuon Verbündeten durch diese,: Rat nicht genutzt, worden Es genügten wenige Telegramme aus dem deut chen Großen Hauptquartier, um die wohl vorbereiteten Gegenmaßregeln zur Turchsührung zu bringeit Dein bisherigen Generalstabsches war es freilich
Beratungsstelle für Geschlechts- k r a n k e in Gießen und .Kreis Als.eld. She von der Landesvcriicher-ungsanstalt Hesen eingerichtete Be- ratungsstecke für Geschlechts Iran kc in Gießen 'Um« versitäts Hautklinik) ist noch nicht so bei dem Publikum eingesührt, wie das tm Interesse der Allgemeinheit wünschenswert ist. Tas gleick>e gut bezüglich der Tuberkulosemrsorgeitelle für Lrtadt und Kreis Gießen, die unter der Leitung d» $>erm Professors Dr. Stepp fmeb. Klinik) steht. Die Berasii-igsstelle für Geschlechts?rana' (Unirerst- tätsl>autrlinik) hält für Männer jeden Montagnachmittag von 2-4 Uhr und für Frauen leden Donnerstag nachmittag von 2—4: Uljr eprecb= stunden ab. Die Sprechstunden der Tuoerkulosefür- orgestelle werden jeden Mittwoch nachmittag von 5—6 Uhr in der med. Universitätsklinik abgr- ^^Die Bekanntmachung, die Fern-- haltung unzuverlässiger Personen vom Handel betrefsend, vom 28. Sep.ember 1915, wird au'gehvben. Zur Auschhrungl der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 23. Sep- temlxtc 1915 zur Sernba tung uNLUverlasiiger Personen vom Handel (Reichs-Gesetzbl. S. 6ä3) wird aus Grmid d-s ß 2 der genannten Bekanntmachung Simnä: Zuständig- Seijrbe, bu »tr.e, eines Handels durch unzuverla stge Personen zu unterlagen hat, ist das .Krersamt, m Städten über 20 OOO Einwohner der Oberbürgcrrnnfter. Die Beschwerde gegen die Untersagung des Han- delsbetii"bes siudet an den Kreisau-schuß statt, der endgültig entscheü»et.
Dien st Nachrichten de S Kreisamts. Baunnte nehmer Ä inrich Preis zu Dauorrngen ist als Bürgermeister der Gemeinde Dauoriiigen verpflichtet und in den Dienst e:ngenn<en wor.en. — Die Verlegung d-s ZiehungstermiNs der- st.Reche der HI. Wormser Dombau'ottcrle aur den 2J. ^covernder d. I. ist genehmigt.
Letzte Nachrichten.
Kundgebungen für Huwenburg.
Berlin, 14. Nov. Auch Ijeute kam es wieder im Anschluß an Demonstrationen für den Generalfeldmarschall v. Hindenburg zu deutsch- nationalen Kündgebungeii gegen die Stegierung unb den Untersuchiingsausschuß. Am großen Stern vereintsten sich die Studenten nnt besonders aus Steglitz sehr zahlreich erschienenen ^diulern und Schülernmen und so nmr kurz vor 10 Uhr eine Menschenmenge von acht- bis zehntausend Kopsen versammelt. Um 10 Uhr kam das Auto des Gene- ralseldmarschalls, um MM Reichstag zu tehren Die Menge versperrte stiuxh die Straße imd hielt den Kraftwagen an. Brausende Axhruse aurHin- denburg ertönten, in tue Rute tme .Meder mit der Revolution!" und „Nieder mst der Jltden- regierung!" mischten. Hindenburg laugte sich aus dem Wagen, dankte für den fremidlichen Empfang und bat, die Straße fr er zu geben, ba er zum Untersuchungsausschuß fahren müsse^ In diesem Augenblick schwang sich ein Student aut da^
Än^ vem yinitti c tunStgnngsv.att.
** Tas Amtsverkündigungsblatt Nr. 1-tO vom 14. November entya t: Drkaunt- maifiviig betr. bie Sitzung des Pvovinziiltiigs der Pi minz Ll-erl/chen. — Dertei.ung vm ^r.chutz- kal'Mkxru an die SckMljugend. — Bekampiung der tveicktecktskranlheiten: hier: Der. tu-'gsst'lle snr Gesel lerhiskranle i i Gießen und Kveis Attte.d. — Zuste.lung der Gemeind.steuer eitel sur Beilluntmachung lelr. bie Fernha turg 'inzuverla - 'igec Personen vom Handel. Bim 5 November 1919. — Tienihiad rid/en des Kreisamts — Fud- lereinigung Cuctflont; hier: di: Zuterung bn den Gemarlu gs.renzregu ierun^n. — S- ^-er,,- itigung Raberlshiuien: liier: dre Arlanen d s II. AMnitt>s. — Fe.d>ereinigung Bergheim: hier: die Arbeiten des II. Abschnitts.
Nutzen bienen zu können.
Sachlich erfüllte ihn bie Gesvischnt, daß jcöc Neubesetzung dieses A,ntes unter den vorliegenden Verlstiltnissen unvermeidlich auch, einen System- wechsel in der Führung des .Krieges zur Fvlgc haben mußte, mit schwwer Sorge."
Die Kartoffeloeriorgung.
rmf. Darmstadt, 13. Nov. Zur K a r - tv fiel Versorgung Tarmstadts aus dem besetzten Ried, die bisher ans den verschiedensten Gründen unterbunden war, während seit langen Jahren bie Riedorte der Hauptversorgungspunkt in Kartoffeln für die Hauptstadt Hessens war, gibt denl Aerbinduiiysossizier der Franzosen bei der Hessischen fjtegncrung nach einer amtlichen Mitteilung bekaimt, daß die von dem deiltschen Lebenö- mitteiversorgungsbeliörben gcnebmiflten Aussuhr- mengcn lediglich einem sranzössichen Pruttings- vermerk unterworfen sind, um iranzönscherselt.> Vie Kartoffelausfuhr einer Kontrolle unterwerfen zu tonnen. Bis jetzt seien diese Bisas nie von ter französischen Behörde verweigert warben. Auch W das Persvrgemgsamt für das besetzte Gebiet in Mainz und der Kommunalverband Groß-Gerau in der letzten Kvnter-mz die Ausfuhr vm 60 000 Zentnern Kartoffeln aus dem Kreis Groß-(sterau auf Bezugsscheine nach Tarmstedt genehmigt und der französische Oberverwalter hibe erklärt, daß die Genehmigung gemäß Artikel 1 der Verfügung des Generals Fayolle durch entspreck>ende Visa-, erfolgen lwerde. Temgegemiber muß festgc: eilt werten daß seit Monaten fast tausend Familien in Tarmstadt auf die Belieferung ihrer nach dem besetzten Gebiet g.-schickten Bezugsscheine märten, wahrend sie in hohen Stößen auf dem Kreisamt tn sisivb-EKrau liegen sollen. Jnzwiicheri unrd es immer faltet und die TransportmöAichki'lt wird immer mehr erschwert. Bon anderer Leite .mrd die Ursache der Verzögerung dem Landesernah- iungsamt vzw. der Landesrarteftelstelle m bie Schuhe geschoben. Tie Unzusriedenlieit und Un- rul« in der Bevölkerung wird immer großer.
"^^^Der^Bergarbetterstrelk in Amerika.,
Washington, 15. 9!ov. (WTB.) öaoa$. ArbeUsminister Wilson crlärte am Freit^m einer Zutemmenkun t dec Ar ^eitgeberil "d lente, daß cs unmögttch sei, den ^r^rungen der Arbeiter aur Giniuljning dec lO-stunden- wock^ unb Erhölmng des Lohnes um 60 Prozent stettzugeben und daß diese Forderung nicht in Erwägung gezogen werden könne
Washington, 15. Nov. (WTB.) Da.s Repräsentantenhaus lehnte einen ^^ente rourf ab, der darauf, hmzielt, bei A r bei ter- kon f li kten den Schtedsipruch futoblivatori Ä .zu erklären. Es stimmte dagegen dem Entivurs eines freiwilligen Ausgleichs zu.
Die Durchführung des Vertrages von London.
Amsterdam, 15. Nov. (WTB^Der »Tete- qraaf" meldet aus London: Der brittiche. .-ilobo- nialminister teilte im Unterhause mit, daß zwischen der englischen, sranzo.ilchon schcn Regierung Verhandlungen über bie Durchführung des Vertrages vo n L o n d o il gesichct rotrben, bei denen feitgchleckt wurde, daß, wenn England und Frankreich ihren arrikansichen Besitz auf Kosten Deutschlmids vergrößern sollten, Italien aur eine Grenzverbesserung .einer airi.anischen Kolonien em Anrecht habe.
Dar Mmpf in Mtzland.
Amsterdam, 15. Nov. (^4.33.) AÄe nres" meldet aus Omsk, daß die B o l s che wi.sten täglich 10 Meilen oorrücken. Fn Omsk sei bet Belagerungszustand erklärt worden. Die Räumung dieser Stadt durch Ko l t s chakver l au,e ordnungsgemäß. General Dietrich sei znm Oberbefehlshaber im fernen Osten ernannt worden.
nicht mehr beschi-.den, die Befehle ergehen zu lasten.
Am 28. Angrist tTid)ien Lei iljm der Ehcs de^ Mili.örkavinettS General der Infanterie Q-reiyeiT v. Lyncter mit ter Mi.lcilnng, daß der Muitcr iw veranlaß, gesehen habe, den Gencralfeldmarichatt v. Hindenb.irg zur Ratserteilung über die striegs- lag*, wie sie sich durch den offenen Heber tritt Rumäuicns in iie Reil-en der Feinde erg:Ixm fatte, für den nächsten Morgen zu sich zu berufen. General v. Falkeiihar>n konnte daraus nur a^nt- norten, er müsse die olrac seine vorherige siu- (ümmung erfolgte HerRiziehung eines Teilsührers in einer Frag.' der - Geiamtfriegsfuhrung. die zu lösen ausjchli.ßlich seine lßache fei, als eine unannehmbar'- Teilung der Berantuveiliästeit und als em Zcicl-en onsesi.n, daß er nickst mehr das für seine Ausgabe erforixrliche, uncingc;d>rän[te Ber- ttauen des Obersten Kri.g.Herrn best e Er bäte daher um sofortig: Entheeuug von .einer ^:cust- stelle. Eine von Seiner Maje'..ät l-erlxstg'.süh-rle Aussprache mit dem Generals.absch s v-rwochte, da es sich für diesen um .iten unbeding sestzu- haltend.''i Grundsatz Ixmtxl c, ferne Annäherung der sich i-ntgegenltelycnben Anstche-i zu be.rarrnt. Tern EnttzisjungSgesuck)e wurde am 29. August früh
itiil, rtnoenunup iiul hu*,h /, ,
Unb nie wurde bie Angst mich »ertaifen, ba& ec Vergleiche ziehen könnt: zwischen dir unb mir^ und daß diese Vergleiche bann zu memm Iht- ,m’KiSÄute ri8un6äto mit
Rettenegg?", fragte sie ekchrch lnse. „Schon lebt
C(ftxi(önCinite:ltfImmm. Slniufr»™ W9t£ f“
tuns Ruhe willen ...
War es wirksick notwendig?
©te zuckte p ötzlich zu ammen. Dor ihr stand die Szene heute im Waldx, wo seoie Augen auf'lhr hatten mit so seltsam weichem, telbstvn> grlfenem Ausdruck, aiiders als je zuvor, warmer, Ms Evelyns Bräutigam durfte
Fa cs mußte sein. L-ie richtete sich stolz aas und "sagte, Evelyns Hand wie zum Gelöbnis um» schliestmd: „Gut, ich werde ge^n. Ich verspreche es dir. Morgen abend, wenn ich mente Mistron bei Gottorb erfüllt habe."
„Aber wirb man dich sortlassen? Mam r ..
,Niemand wird darum wissen. Ick geh.' heimlich nad/ dem Abendesten, während bie anb’ren im Salon sitzen. Don Wien aus schreibe ick ^ama, daß mich Emmy zu sich rief Ich werde das schon mit ihr ausmachen/ (Fortsetzung folgt.)
^War es nicht grausam, sie zn tannen uno leider Leben elend zu machen, blcch weckMagnus sich in unbedachter Stunde an sie gebauter Yatt:?
Aber da hob auch schon btt Sehnsucht in ihr wieder die gierigen Fmsl^- , ,__
Und sie selbst? Was wurde.dann aus ihr? Sollte alles urnstmst gewesen sem und st: als einfache Frau Gottorb daneben s^n, wahrend M-oteta an Magnus Seite auf ben Höhen txs
Netn^^kein Zurück mehr! Es war zu spat, Um Un^b^gte Modestas weiche Stimme mitten ut ihre Gedanken Hinern: „Eins atef Wre mr in befer Stunde, Evelyn —, daß du MagnnS immer lieben und sein Glück über altes stckten
Enelyn ließ die Hände sinken, wandte sich um unb sah die Schwester mit einem seltsam m 3lltt„34. will es versuchen, Modeste. Wer laß uns ganz wahr sein in dieser Sttmde- JÄ ^rbc es nur dann können, wenn du nicht mehr ut sim
Evelyn!? Tu könntest auch sitzt »wch an mir 3a.titeln, nur mißtrauen?" stammelte Modeste fif* iUnSf,«toit, ich »roeiitt.nizti <m
Hrt meiP» du willst ntastS ^ooies.
Aber du inst" so viel besser and edler als ich —
LaM^^7Ubr:
Die Wilden^
„•■*&!« W
U“i , a ylten -
ei»6»“, 11.* MUS
--K.
Der *%.-«*
Das Glück der andern.
Origrnal-Roman von Erich Ebenstem.
Copyright 1916 by Ordner & Comp., Berlin W 30.
INackdruN " - o Fortsetzung 49.
„Weil ich ihn nicht zum Zeugen lolchrr Aus- einandtrsetzungen machen durfte," sagte sie nach einer Pause verlegen. „2,u k-nnst Gottorb nicht. Ec ist em unberechenbarer Dsenich. .
„Um so weniger durftest du. teichtsinnig mit dem Feuer spielen und sv viellncht schwere Gefahren herausbesckwören." 3
„Beruhige dich doch. Es ist ja nun alles zu
„Seit der Besetzung bv3 Gebius von Kongreß- boten im Sommer 1915 war der Streit der Met- nangen über das künftige Scksicksal Polens nicht ( ceiflummt, obg eid> das Wort vom Fell, d.s man : nidt verteilen darf, bevor das Wltd et^gt ist, , m Dor iät hätte mahnen socken. «er.vier unb die Wiener Regierung ei.iigtaii sich ba.d bayin daß den Polen noch wahrend'des ^Krieges die volle
Bcttkiung vom russischen ^ock zugebi lrgt und iupeiidert werden inüfie. lieber b:e ckrt, wie tieie Befreiung durchattührt werdm sollte, ver- mocktc man sich jedoch lange Zart nicht zu verständigen. Tas lonnte auch nicht anders h«i. Tit oeutfcke Po.i ik ging tn der bejagten Richtung nur der Not gehocche.id vor, wen sie ketten beiseren Weg, über tie Zukunft Po.ens zu entsckech.ai, fand. Tie ösietreichsich-ungartsche dagegen war mit vollem Herzen bet der ^afc, von der sie gvos> Zukunsisvorteile für sich er Hof sie
Ter Gene^üstebschef stand der Frage mtß- tiauikl'' gegenüber. Er hielt es ^nr unzaveckmog. der Regierung in Petersburg jeb.’ Pog ichLett ao- rulchneiden, wieder Anlehnung an ^u.schluich zu suchen. Unb er glaubte nach ben Be>ovack/ttmg<n der Bevölkerung polnischer Zunge m s-etn'r Hetma^- provinz Westpreußen nickt daran, daß ein erlrog- lickes nack b rliches Derhälmi:- zwt chen entern auy trrr Asckc nnterftanbenen Staate Pol'.n und dem Teutscken Reiche bau.-mb he.zustrckcn sein nruri-e. Tie polniche Jrrebenta hatte Preußen bisher ick-m manche Sorgen bereitet. Tiefe mußten sich unendlich verinehren, wenn sich hinter der Bewegarng cm selbst äibigcr polnischer Sa.ck mit a.l.'N Zukunsishofsnungen einer N'usck>övfmig am» ricktete Zweite los geivann De,.er eich-Ungarn durch feine galizischen Beziehun>'en über» wiegendm Einfluß in d-m jimgen Gebilde, daraus ivaren Reibungen zu b fürrf>tm, bie für das Bun- desverbäl nis verhängnisvoll hxrbrn konnten. Tic bami nötige rein westliche Orientierung der deutschen Politik war militärisch sehr bedenttich, indem sie an die Stelle der Rechnung nut freilich sckstvack'en, aber bekannten eine solckoe mit zur Zett ganz unsicheren Größen setzte. Gensiß Jxitten die preußischen Soldaten aus dm podn ch tprecheiiden Gcbteien im allgemeinen während des Kri geslreu ihre Pflicht erfüllt. Taß fr sie in gletcksir, Weile tun würben, wenn sie jenseits der Grenze ein polnisches Reich mit ganz anbereit Belangen wte Deutschland kannten, war im hasten Grade mi.vahr-
ZN eiebtTbri„?dtenb- 5 JobnuHQt,naer flme i bNd)(
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I Vereine 1
»Wettervoraussage
für Sonntag:
Bedeckt, wetterhin Schneefälle, Winde ans südöstlicher Rickstung vorherrschend, Temperaturen unter Null Grad.
fang nicht genug Ge'egenheit zur Aussprache brennender F agen bietet, muß wieder za'.stretckete Zusammenkimite veranstasien. Au' der teages- orbnung der Provinz.a Versammlung am Id. b. M., nachmittags 3 Uhr, im Hotel Viktoria hier steh.m neben wichtigen P arrocreinchra;cn und Beschlüs en zwei Vorträge öoii U?aricr Sattler- Wteseck unb P arrer Weck- Stern- furt: „V o m notwendigen Kamp! für unsere Kirche".
Kuiift und Wissenschaft.
— Tie Kl eist preise 1 9 1 9. Ter für dieles Jalsi gewählte V-ntrauensmann te.r. siranz Servaes hat, wie von der. Ktett^.t.tiing> mit- oetevt wirb, die Meiirprnte tur 1919 in Höh' pou je 1250 Mk d-m Dramatiker Tsie tz ' n | ck m t b t und dem Äii.n Kurt Heyn icke ver.whm. Auserdem sind Julins Marrn Becker, Oskar Maurus Fontana und 011 o B t - c e k ehrend Erwähnungen zuteil g'vordeil.
steittge>gel<n. .
Die nllgrmeine Lage ivar in dem Zeitpunkt der Ueb:rnähme der Ge'chöite durch den C-Vnterab feldmarsckoall von Hindenwirg ernst. Sst ,^nnt Sä/winkungen dem Grade noch, seit dem - tember 1914 nie anders omnesen, bis zum bttteren Ende so geblieben und tto-^.tte infolge der viel- fachen lieber logen heit der Feinde an Kräfte und Mitteln nicht anders sein, ln»vor deren Kriegs' Wille gebrocksin war. Nichts hat wahrsck^inlich mehr zu dem iämmerlidjcn Ausgang des Krieges beigetragen als der Umstand, daß diele Tatsaw erst zu der Zeit, als nicksts mehr zu retten war, der Masse des Volkes enthüllt wurde. Die Lage war aber Ende August 1916, entgegen allen Be Häuptlingen, die später aufgetanckst sind, mid die noch lsiute geschäftig verbreitet werden, nicht ver- znoeifelt ... . ,, ,
„Ter Generalstabschef war in [einer Ueoer- jeugunq nicht erschüttert worden, daß em gunfti= get Abj'chluß, des Krieges auf keinem anderen w iuie dem eingeschlagenen zu erreichen fern wurde. Persönlich empfand er, im Einklang mit feinem seit dem Frühjahr wiederholt geäußerten Wun> scheu auf Enthebung vorn Amt, kein Bedauerti, die ihm vor zwei langen Jahren tm schiversten Augenblick des Krieges auferlegte Bürde <m ge- sckwntere und tragebereite Schultern abgetot zu dürfen. Unter den Bedingungen, die durch die Meinungsversehicdenheiten zwischen den hockstten Stellen über bie Führung der wickstigsten #Tragen bet Politik und des 'Krieges geschaffen und von ihm nicht zu beseitigen waren, glaubte er dem Baterlande in seinem sitztgen Amt nickst mehr mtt
^^Äls daher der Genrvalsbabschef im August Kenntnis davon erhielt, daß der Reichskanzler zur endgültigen Regelung der polnischen F^ge in Wien Heilte, erhob er Einspruch, und erreichte die Der- togmtg einer Entscheidung m btefer Ülngejegcnjeit. Sie ist erst nach feinem Ausscheiden ans dem Amt unter seinen Nachfolgern wieder aufgegrihen wor-
Endc ..."
„Und doch schreibt er dir noch?
„Ein AbschiedÄrwrt wastsicheinlich. Gib den Brief her und laß seh-n . . t nr
Sie riß das Kuvert auf und überflog die ttenigen Zeilen. Wie erstarrt ließ sie die .Hand dann sinken und blickte bestürzt vor sich hin. Nnn, das war kein Abschiedswort . . . .
M edesta nalmt das Bttlet und las schweigend.
Ihre Entscheidung könnte für mich nur dann autsch lag lebend sein, wenn Sie die dab'i ausgestellte Behauptung mir Auge in Ange wiederholen G> schrie bene Dari ich. ernngen sind m msinen Augen irert(D3 Wollen Sie also verhindern, daß ich unser 'Schicksal selbst in k
„Mache mir jetzt keine Dorwürfe, sagte s. bebend. „Mir ist schiimm genug zu Mute Hilf mir lieber, daß ich eine Ausrede finde unb btt faiUt„9kin’. Um fernen Preis darfst du hin!"
"Aber "
"Ich werde für dich gehen!" sagte Moixsba, fl(f? ^Tu tesi^^Evech'n sah die Schwester, halb erstaunt, hiib mitleidig an. „Wie.Öltest du mit ihm fertig werden, da es mir nicht, ^tg bisher? Tu ahnst nicht, rote eiern sem Wille ck. Er würde dir mit feinen vom
kommen, mit fernem Stecht des »^^^0x11.;.
imvn<»r t>r niirii faaen man, fiel oooov^sva
jedoch in dem riesen ha tcn Lorrn, der der Aus- 'ordcrung des Studenten folgte, kein Gehör zu verschaffen. Vor dem Reichstag wurde der Kraftwagen tk-d F-eldma.schalls voll b:r durch den Tiergarten berangetommenen Gruppe in Einpiang genommen. Ein Student hielt eine Rede an be.t General- feldmarscha l, in der er erklärte, daß man um teilten PrciZ Deutschlands größten Fldl>errn wie einen „dummen Jungen" vor dem Ausschuß verhören lacken bürje. In die,em Sm ns forderte er die Umftefcnben aus, a.les zu tun,, um zu verhindern, daß Hindenburg den Auslchuy betrete, unb er schloß eben alls mit einem Hoch auf das Kaisertum unb Wick-elm II. Dem Feidinarschall blieb schließlich nichts übrig, als dem Ehaufsiur Auftrag zu geben, abzubiegen. : r lehnte sich aus dem Fenster unb rief dec Menge zu: „Ich baute Ihnen iür J.:re Hu.diguiig. aber sitzt muß ich nach Hause, ich habe zu arbeiten! Wahrend der Krastwagen sich entfernte, zerstreute sich die Menge. r<yranh 3tg.)
Schwere Ausschreitungen in mel.
Kiel, 15. Noov kWTB.> Okltern aDcnb fam cs hier zu schweren Au s s ck r e \ tuns• tin- Trupps von Atatto e.i brangen, inU R'.pt.lveoi und Knüppeln bewaffnet, in mehreren LxmztebaleN ein, um sich an tx-n Zivilisten zu rachen, bie tfjnm angsickch den A11sinth.lt tn den Lokalen verwehrten. Tie Pcl.zei nahm einig? Eindrrw.lmge fift Tvch kam es bab> zu erneuten Tumulten, fv daß die SicherkcttÄvclw <iiisckweilen mußte. Wxwix Ruhestörer mürben se gunommen^pn <.«1 «JWJt wurden bei den Kr^».?Uen auch -Lchusse abgegeben, wobei es Verwundete gck.
Verkauf der deu scheu Fabriken in Lnrenwurg.
Lurernburg, 15. Nov. (WTB.) Reuter. Die Ka rn me r ermädxtigtc mit 27 12 Stim
men bei 4 StimmeitthaltuwMi die Regnrung, dem Verkauf der deutfchen Fabriken im Großherzogtum zuMstimmen.
WilsÄn lunb die Valutafrage.
Washington, 15. Nvv. (WsiB. ( Pväfl^ , bent Wilson hat em Dekret veroifentlickst, das einen neuen Zolltarif vorsielst, um
i stand der aus lun difch en Valuten Rcch-
Neuapostolische Gemeinde eibr£c-
Sonn^n°chmM°^^ Uhr
Wir laben Sie hiermtt herzlich ein zu den christlichen Versammlungen im BercinöbauS der Stadimiifion Löverstr. 14< J«d?n S°»m°a°bcnd^/> Uhr: R-UMIer Sorira» Fcden Mittwoch abend 8'/, Uhr: Einführung In die ^cUiöC ^Gintritt frei für Jedermann.
,,Lvas immci cl k;» ihn
entschlosien ein, .sich n>.Tbe Worte flnd.m, bie ihn verstummen ma^en. .Erne voii lms muß hiM und du darfst es nicht fern! Aber habe kerne sorg^ Es gibt eine Spracksi des Verzen-^.vor d?ren^Kraft alle Theorien d.s Ego'smu^zu schänden.w^rdm Er liebt dick doch! Äck werde ^^i^J Liebe nicht Liebe ist, wenn sie nicht Opfer bringen kann und sich fctbft üergefwn.
''Ncim^ n'wird nicht latfcn, wenn ich
:fo twr^nbem, t>i6 ich ton "mir erSä«e unb je«
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