Montag, H. Juli 1919
Sietzen« Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhetzen)
Zweites Blatt
nr.161
wfe$ Gesetze: zu bemessende Abgabe vom rögen.(Rrichc,n-tovftr!)
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205 000 Mk. und brei Srinber hat.
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sehr begierig, zu wissen, I aber nicht, und so nuifete ich denn die ganze Geir? Ach, das ist ja iu schichte auskostcn.
iß ich es Dir doch. I Als Sven kam, war es ganz mibeschreÄich
Tu bist nun natürlich
wie alles kam, nicht wahr
komisch, aber erzählen must ich es
Fortsetzung 10.
Machdruck verboten.)
auch aus-
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von 4500 Mark unterliegen.
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Mittwoch, 16.; nachmittag» 21 werben hn staijcrhos, Sonnenstt. 8, oer^ii Eichene Sncwmöbtl 1 deutsch!, beticbcni ' 4 Tischen u. 23 LÄ 3 runde, 14 lmtgr ii tische verschieb.
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Der 8 1 lautet: Der äußersten Not des Reiches i,sert der Besitz durch eine nach den Vorschriften - - - " - ' rr 'x Abgabe vom Ver-
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An- ireid 8 an
vor Hdd}$notopfet.
Neimar, 12. Hchli. Die große Bcr- vögensabgabe, bie der Reichsfinanzminister krzberger in seiner Programmrede vor der -ratwnalversammlung angekündigt hat, führt den Pawen Reichsnotopfer. Ter Gesetzentwurs enthält 53 Poragraplni, aus denen wir in nachsolgeudem xtt wichtigsten Inhalt wiedergeben:
Die für die sonstigen Abgabepflichtigen vorgesehene Abgabe betrögt für die ersten an angenen oder vollen 50 000 Mk. des abgobe»
Tas Vermögen der Ehegatten wird zuscrm- । MMtzerechuet, sofern sie nicht dauernd vonrin- iriiber getrennt iocrben. Scheu ttrugen, die der Ab- I. cixpflid)tige oder seine Ehefrau nßd> dein 31. Juli 1914 an Kinder oder an denen Abkömmlinge v>or- eenvmmen hat, sind dem Vermögen des Schenken- sttcu hlnruzurechwn. Ausgenommen sind ßtnreu» tungea int Werte von ton tiger als 1000 Mk., stsoülaufende Zuwendungen zum Zwecke des standes- ikemäbeu Unterl-altes oder der Ausbildtkng, Zu- jheTtbungm auf Grund eines gesetzlicl-en Anspruches 1 md bve üblichen Geleg<nl)eitsgeschenke. Eine Ka- uvilalabftndung, die jemand als Entschädigung für j-bcn durch Körperverletzung oder Krankheit Herbci- 'qefülwten gänzlichen ober teilweisen Verlust der 1 riv^rbssLhigst-rt empfangen hat, ist nicht ab gäbe- Ipflirbttg. 1
Die Akliengesellschasten ujw. sind, nne schon Kffcn bemerkt, berechtigt, das Grundkapital bei
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Ange- an den :r.___-
Ragna Svendburg
Roman von Anny Wothe.
ue» frann, ftlelnbab»; »ix. I lextalten ufm. * !"lv Die Eilirrahsrnito □ Freiwillig!
Versteignm
Hn °°n Wichchch
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Abgabepflichtig ist nur der den Betrag von 5000 Mark übersteigende Teil des Vermögens. Besitzt also jemand 50000 Mark Vermögen, so würden mit 45 000 Mark abgabepflichtig sein
nehmern.
Vermögen im Sinne des Gesetzentwurfs ist i>as gesamte betoegliche undunbeweg- liebe Ber mögen nach Abzug der Schulden, tfobet jedoch Haushai tungsschulden, Schulden und 'lasten, die in wirtschaftlicher Bczirimng zu nicht L-^vevstichttgen äknnbacnotrilm stehen, unbe- cÄfichtlgt vletben.
Zum Vermögen gehört u. a. auch der Kapital- fr.Tt ber Rechte auf Stent en und andere wieder- ehveräe Nutzungen und Lristtmgen, ferner noch nicht fällige Ansprüche aus Versick^rnngen. Da- groen find nicht abgabepflichtig Ansprüche an 'Witwen*, Wakstu-- und Pensionskassen, Ansprüche - n-s einer SBtxr.tfe»* oder Unfallversicherrmg usw., . <»<, R-.'nten und Bezügen, tue mit Rücksicht auf rin fnlix'reJ Arbrits- oder Tienstverhältnis ge- l wllhrt werden. Zum steuerbaren SJerntö» I. ien gehören auch nicht Möbel und Hausrat, I.s-ohlaberEdelsteine^erlenoderGe- I-1 en stände aus edlem Metall, soweit l ihr Gesamtwert den Betrag von 1'2 0 00 0 M k. übersteigt.
nglltotn nnttm tzchristl Angrb. uU anjienjlwnr^ MnM bittet W» 1 leeuug 6el 61 sitze» umgchr"^ Nechnmigc» R dcu zu^llritl
lUlin’ «nfi MN''. Lame pao, As-' ! HeAiÄl
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185 000 Mk.
Bon diesen 185000 Mk. ist auf 150 000 Mk. (drei Kinder, für jedes 50 000 Mk.) eine Abgabe von 10 u. fc. = 15 000 Mk. zu zahlen. Für die restlichen 35 000 Mk. des abgabepflichtigen B-r- bnögens „wird die Abgabe nach dein Satze erhoben, der sich für das gesamte abgabepflichtige Vermögen? ergibt", d. h. aus die 35000 Mk. kommt der Satz jlir Anwendmig, der für ein abgabepflichtiges Verwögen von 20u 000 Mk. vorgesehen ist. Es smd also ans 35000, Mk. 13 Proz. = 4550 Mk. zu Fahlen. Zuzüglich der bereits erwähnten lo 000 Mk. beträgt die Abgabe 19 550 Mk. hingegen hatte Irin Abgabepflichtiger, der das gleiche Vermögen, aber fein Kind ober ein Kind besitzt, 26 000 Mk.
x Iftelgert:
15ht HandlrUmvv —I cJn, yluTdüni'cr
I Svtegrl usw., Äh
—1 Abe, Inn Wei
mar froh, als es zu Ende war. Ich loetst nichL wie's kam, GroAnamas Gegenwart beengte und bedruckte mich
Nach Tisch machte Grohmama den Vorschlag, ich sollte Vetter Sven den Park zeigen Er war sehr entzückt darüber, ich sehr ängstlich Einträchtig gingen wir aber doch hm ans. Da wurde mir leichter und ich begann zu plaud^n, wahrend wir durch den knospenden Wald schritten. Ich erzählte von Dir, von unserem Leben und wie ich mich auch hinaus sehnte in bie Welt, nicht tme Tu, um zu arbeiten, sondern um zu genießen. Ta lächelte er so eigen und sah mir tief in dir Augen, und ich fühlte, daß ich rot wurde, was ich sehr dumm fand. Da lächelte er noch mehr und während er sich bückte und mir hals, bte ersten Schneeglöckchen, die am Boden sproßten, zu brechen, sprach er zu mir von einem stillen, süßen Leben zu zweien. Schien mir's auch anders als ich mir's gedacht, denn von Liebe und so 11x19. wie es in den Büchern steht, sagte er gar nichts, so lauschte ich doch mit Entzücken seinen Worten, und als er mir den Strauß Schneeglöckchen bot, die er gepflückt, da hielt er meine aus gestreckte tzand mit sanftem Dimcke fest wid sagte: Darf ich diese süße, liebe, kinderhaste Spar* behalten, fürs Leben, Sigrid?
Das Hang so feierlich, nicht wahr? Und mir wurde ganz bange. Ta fing ich wie ein Baby an zu meinen. Sven aber zog mein albernes Gesichtchen an seine Brust und küßte mich leist. „An deiner Jugend, an deiner Reinheit will ich gesunden", flüfkrte er. Wenn icf) nur wüßte, wie er das gemeint hat. Großmama meinte, es wäre auch nicht nötig, und das wäre nur so eine Redensart Ach, ich verstehe ihn oster nicht, das macht wohl, weil ich noch so jung und unerfahren bin?" r , x
(Fortsetzung folgt)
Ich bitte mit vorgenommen, wie Du weißt, Sven Svend bürg zu heiraten, denn erstens fand ich fein Bild, das ich in der alten Rumpelkammkw auf dem Boden fand, geradezu „himmlisch",.und dann wollte ich gern Gräfin Sveudburg bleiben. Tu verstehst mich, klügste und reizendste aller Schwestern. „Nichts von nichts, bleibt nia)ts , war bie Rechnung, bie wir alle Tage anfteilten. Tas hatte ich satt Sven ist reich und aus Bnesen, die er an Großmama gerichtet, wußte ich, daß er eine Frau suckste, well er sich so sehr „ödete . Warum sollte ich denn nicht diese Krau sein? Sven hatte Geld, ich hatte zwar keins, aber die Schönheit der Gräfinnen Sveudburg mar, wie Großmama sagte, schon von altersber berühmt. Also ich hatte Mut! Ob Großmama ihm irgendwie erneu Wink gegeben? Zuzutrauen ist's ihr schon, berat seit Jahren ist es ihr brennender Wunsch, eure von uns mit Sven zu verheiraten, damit uns Svend- bürg erhalten bleibt. Da Du ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht hast, mußte ich natürlich die Geschichte ausbaden. Tas soll natürlich kein Vorwurf für Dick sein, mein Süßes, bin ja MM unbeschreiblich glücklich, aber ich wollte Dir doch gern die Sache auseinandersetzen. Großmama hchte mir schon alle möglichen Andeutungen gemacht, bevor Sven kam, und ich wußte fast mit Bestimmt» beit, daß er um mich an halten würde. Mein Bild hat ihm so gefallen, daß er keinen anderen Wunsch hegte, als dem Original täglich in die Augmi zu sehm, hatte er an Großmama geschrieben. Nicht wahr, das ist doch deutlich?
pflichtigen Vermögens
für die nächsten angefangenen oder vollen 50000 Mark des abgabepflichtigen Vermögens
für die nächsten angefangenen oder vollen 100 000 Mark des abgabepflichtigen Vermögens
für die nächsten angefangenen ober vollen 200 000 Mark des abgabepflichtigen Vermögens
für die nächsten angefangenen ober vollen 200 000 9J&rt des abgabepflichtigen Vermögens, ' t
für bie nächsten angefangenen ober vollen 200 000 Mark bes abgabepflickstigeu Vermögens
für die nächsten angefangenen oder vollen 200 000 Mark des abgabepflichtigen Vermögens
für bie nächsten angefangenen ober vollen 500 000 Mark des abgabepflichtigen Vermögens
für Öte nächsten an gefangenen, ober vollen 500 000 Mark des abgabepflickstigen Vermögens
für bie nächsten angefangenen ober vollen 1000 0000 Mark des abgabepflichtigen Vermögens
für die nächsten angefangroen ober vollen
2 000 000 Mark bcS obgabepfuchtigen
Vermögens
für die nächsten augefangaicn ober vollen
2 000 000 Mark des abgabepflichtigen Vermögens
für die nächsten angefangenen weiteren ober vollen Beträge
en (Reichsnoiovser!).
Tie Abgabepflicht erstreckt sich auf bie Ange- ijtigen des Deutschen Reiches, auf staatenlose Eafoven, wenn sie im Deutschen Reiche einen Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt haben, auf Ausländer, bie sich im Deutschen Reiche bauernd xi Erwerbes wegen aushalten. Daneben sollen Ikticngefellschaften, Gesellschaften mit beschränkter .'aftuiifl, Bersicherungsgesellschaften auf Gegen- ^rigtrit, eingetragene Genossensä-aften, landwirt- lctastlichc und rllterschaslliche Krebitanstalten, , jaggewerkschaften usw., aber auch alle sonstigen »!rislischen Personen, sowie nicht rechtsfähige Ver- ■hic und Stiftungen ohne juristische Persönlick)- [tit, wenn auch mit Unterschieden, ber Abgabe
^•hunaen , len Uv
:t Klaubt
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wie mui^Lr 3lti|C Ult. ww ituiv w.i»| Als es nun aber hieß, Sven kLne, da wurde 7'Ehr im Herbst soll unsere vochzrit fein. Ich mir doch etwas angsthait, undrchhatte mich am meue mich ganz unbändig darauf. I liebsten in em Mauseloch verkrochen. Yrod gmg
Ich hatte zur Frier de-s Tages ein neues „Weißes" bekommen, natürlich nur Wolle, wie es sich für arme Leute — Gott sei Tank, daß dieser elende Zustand bald aushören wird — schickt, aber ich glaube, es stand mir gut Meine Locken, die sich gar nicht mehr bändigen lassen, hatte ich auf Großmamas Anordnung mit einem hellblauen Band zusammengebundeu — bas machte sich sehr fein. Tie Ofterforaie fiel voll ins Zimmer, alles war wie in Glanz und Liclü getaucht^ und mein dummer, kleiner Kopf war, wie mir Sven später sagte, ganz wie von Flammen umgeben, bas hat ihm gefallen. Tu mein Gott, um so ein bißchen „Rot" in ben Haaren — Tein ehrliches ,Mlond" ist mir tausenbmal lieber, aber es half nichts^ ich mußte einige Schmeicheleien von ihm in Enwfang nehmen und einen du sichen Veilchen str au ß, bjn er mir gewandt in meine Hände legte, dazu.
Während er mit Großmama alle möglichen ernsthaften Sachen besprach, steckte ich meine Nase tief in ben Strauß und dabei schielte ich eut bißchen zu Sven hinüber. Er ist noch viel hübscher als auf dem Bilde. Große, feurige, schwarze Augen, in denen es wie Soraumglanz liegt, wie kühn gebogene Nase, ein kecker, schwarzer Schnurrbart und dichte^ dunkle Locken. Das ist der ganze Kerl. Dazu eine Gestatt wie ein junger Gott. Bon fernem inneren Menfchen weiß ich noch wenig. Großmama meint, das wäre in unseren Kreisen auchnichi nötig. Bei dem Tiner sprach ich, meiner sonstigen Gewohnheit zum Trotz, fast gar nicht, und ich
feierlich. Gerade zu Ostern war's und Großmama batte das gute schwarze Sammet kleid an mit ber Courschleppe und dem Familienschmuck. Sie sah sehr stattlich und ehrwürdig aus, und als Sven chr die Hand küßte, war eS wirüich effektvoll.
Vermögen 205 000 Mk 5 000 Mk.
200000 Mk.
15 000 Mk.
„Hat ber Abgabepflichtige", so heißt es im Gesetzentwurf, ,,00er haben int Falle der Zu sammenrechming des Vermögens der Ehegatten beide.Wgottcn srttä oder mtijrcrE Mnder, so wird für jed^ Kind ber Betrag von je 5000 Mk. von ber Abgabe freigestellt, zugleich von dem der Zahl ber Kinder entsprechenden Vielfachen von 50 000 Mk. die Abgabe nur in Äöhe von 10°,» erhoben. Vom Rest des abgabepflichtigen Vermögens wird die Abgabe nach dem Satz erhoben, ber sich für das gesamte abgabepflichtige Vermögen ergibt. Ist eines der Kinder bereits unter Hinterlassung von Abkömmlingen gestorben, so zählt das verstorbene Kind mit."
Die BÄ>eutung der Vorschrift ergibt sich aus folgendem Beispiel, bei dem davon ausgegäugen, wird, daß der Abgabepflichtige ein Vermögen '
ber Feststellung des Reinvermögens kn Abzug zu bringen. 3ie dürfen ferner abziehen die Rücklagen für Wohl fahrtszwecke, berät entsprecheude Verwendung gesichert rst, und, soweit es sich um Versicheruugsunternedmungeit hanbell, bie Rücklagen 'für bie Versicherungssummen und fuj bie dem Versickerten selbst als sogenannte Tivioende zurückzugewihrendeu Prärnicnüberfchüsse.
Tie Bergwerksgefellschasten, Genossenschaften usw., bie kein Grund- ober Stammkaptial haben, dürfen nach näheren aus dem Gesetzentwurf, sich ergebenden Vorschristen entspreckiende Abzüge machen. _
Wenn auch die Bewertung von Grundstücken im allgemeinen nach dem allgemeinen Wert zu erfolgen haben wird, so ermäßigt sich doch bet EKundstücken, die dauernd land-- oder forstwirtschaftlichen ober gärtnerischen Zwecken zu dienen bestimmt sind, ber Wertansatz um eni Viertel. B.n Brägrunbstücken kann der Abgabepflichtige verlangen, daß der Gemeinwert nach einer ErnsMtzuug sestgestellt wird. Zn diesem Fall muß aber dem Reich, dem Staat oder ber Gemeinde bis zum 31. Dezember 1929 bas Recht eingeräumt werden bas Grundstück für den selbsteingrschätzten Wert zuzüglich Zinsen, Kosten und Äufwendmigen zu etroerben.
Ter Stichtagfür bie Ermütelung des Vermögenswertes ist der 31. Dezember 1919.
Tie Höhe der Abgabe beträgt für bie in» ländischen Akttengefellschaften usw., für die sonstigen inlänbisckien jurtstisckren Personen, für nicht rechtsfähige Vereine, Stxfutngcn usw. 10 vom Hnndcrt bes ber Abgabe unterliegenden Vermögens. TaS bedeutet gegenüber dem Abgabegesetz für die sonstigen Abgabepstichtigen eine we,ent- Udje Ermäßigung, die aber, soweit es sich um Attiengesellschasten, Gesellschasten mit beschränkter Haftung handelt, schon wegen ber doppelten Besteuerung (Gesellschaft einerf^t», Aktionäre andererseits, berechtigt ist.
hei. Ausländische Einzelpersonen und juristische 'Worten sowie ausländische Vereine, Stiftungen, die ira Inland Grund- und Betriebsvermögen ijaben, werden mit diesem abgabepflichtig.
Abgabefve i sind: 1. bie Gliedstaaten, 2. die Gemeinden und sonstigen Kommunalver- bcitbe aller Art, 3. die Kirchen, sowie die kirchlichen und religiösen Gemrinschasten, 4. Anstalten, die mangels eigener Mittel vom Reiche, von den Gliedstaaten oder sonstigen össentlich rechtlichen Wrpersck)afteu teilweise ober dauernd unterhalten Anden, 5. die Reichsbank, 6. Anstalten ber reichs- geseylichen Unfall-, Invaliden-, Krankenversiäte- nmg und Bersicl;eruug von Angestellten, 7. die auf Gegenseitigkeit begründeten Witwen-, Waisen-, Sterbe-, Krankenkassen und Kassen älmlicher Art, 8. Stiftungen, Anstalten ober Vereine die ohne Lmerbsabsichten ausschließlich einem ober mehreren der nachfolgend genannten Zwecke bienen: ber Armenpflege, ber Krankenpflege, der Wöchner innen-, Säuglings-, Kleinkinder- und Waisenpflege für Minderbemittelte, der Fürsorge für Kricgs- 2.t,vehmer ober Hinterbliebene von Kriegsleil-
Dock) das wollte ich Dir ja nicht er» vhlen Etwas viel Wichtigeres, etwas viel Schönes, Herrlicheres, das Dich auch, meine süß« ' - ‘ . ich
Die liommunaiwahlen.
♦* Allertshausen, 12. Juli Vorigen Sonntag faitb hier die Bürgermcisterwahl ftatt Tie Wahlagitation war, da außer dem bisherigen Bürgermeister lwck ein Gegenkandidat ausgestellt mar, sehr rege. Zum Bürgerm.ifter wurde Land- mirt .Heinrich Reinhard t, Sohn beo Sdmrtebt* Meisters W. Reinhardt, mit 114 Stimmen ge wählt: der bisherige Bürgermeister Hillgärtner erhielt 32 Stimmen. Bon 171 Wahlberechtigten machten 146 von ihrem Wahlrecht Gebrwlch. Di« hohe Stimmenzahl ist gewiß ein ehrendes Zeugnis, welcher großen Beliebtet sich der neue Bürgermeister in der Gemeinde erfreut. Unter Teilnahme von fast der ganzen Gjenteinbc bewegte sich abends ein stattlicher Zug unter fRorantragen des Ehrern baumes durch den Ort, nach seiner Wohnung, nm unter ben üblichen ElMnbezetgungen ber Ehrenbaum ausgerichtet wurde. Herr Reinhardt zählt zur Zeit erst 30 Jahre: er dürfte einer ber lüngften Bürgermeister deS Kreises sein. Nächsten Sonntag, den 13. d. M., findet die Deigeorv- netemoahl statt: zu dieser wurde als ütanbtbat Landwirt Jo Hs. Hillgärtner I. Mifgesteltt.
** Garbenteich, 14. Juli. Bei bet gestrigen Beia eorbnetenwahl wurde bvs Gememderatsmitglied Inspektor Heinrich Mvhr mit 220 Stimmen gewählt. Ter Gegenkandidat Jolrannes .Hinterländer (Bauermdündler) emett 217 Stimmen. Tie Wal^agitation war außerordentlich stark. — Bei ber Gerneinberats" n> ahl wurden von ber rechtsstehenden Partei 2efr rer Weisel, Johannes Schwär-, Heinrich Wallbott X., Heinricki Wallbvtt XI. und Ludwig Briv- gel: von den liicksstehrndsn Kandidaten Adokf Becker, Jakob Brieget, Jakob Stumpf VII., Heinrich Mohr, Heinrich Briegel, Jakob Burk und Ludwig Stumpf gewphtt.
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ltz Grüningen, 10. Juli. Wttt über die Grenzen des Kneifes Gießen hmaus ist unser Dorf als Parteidorf bekannt. Zwei Parteien, btt „Roten" und die „Schwarzen", führten ganz erbitterte Wahlkämpfe. Bei Ziriegsausbruch faitb eine Verbrüberung der Parteien statt. Während bes Krieges hat man, von einigen Ausnahmen abgesehen, nichts von Parier gemertL Auch zu Beginn der Kommunalivahlen herrschte Einigkeit. Eine vor den Wahlen einberufene Volksnersammlnug brachte für die GerneiuderatSwahl eine Einigung zustande. Der ncugegrünbete Arbeiterverein (nicht ortspolitischer Verein) erhiett 4 Sitze, die Bauern und Bürger erhielten 8 Sitze. Gewählt wurden vom Arbeiterverein Jvhs. Bender III., Konrad Kaus, Joh. Hrch. Bender. Adam Sckäser, von den Bauern und Bürgern Gottfr. Mlh. Fah, Phil. Hrch. Euler, Gottfried Ernst Gilbert, Wilh. Hrch. Leidich II., Hrch. Christoph Marsteller, fönl Christian Leidich II., Christ. Ernst Jay II., Will). Hrch. Bender. Da nur ein Wahlvorschlag vorlag, war die Wahlbeteikigung gering. Von 470 Wahlberechtigten machten 78 von ihrem Mihlvechi Gebrauch: 1 Stimmzettel war weiß. Ein viel lebhafteres Bild zeigte di-e Bürgermeister- wähl. Gerade diejenigen, die in der Volk-Versammlung rin Zusammengehen empfahlen, suchten durch geheime Arbeit den srill^ri^en Bürgermeister Singel zu stürzen und riefen somit die Partei anfS neue wach Ein Gegenkandidat ließ sich m der Person des Bäckers Wilhelm Euler finden. Schars wurde ber Wahlkampf geführt. 420 Stimmen würben abgegeben; davon entfielen auf Adam Loren- Singel 365 Stimmen, auf Wllhelm Euler 1*5 Stimmen, die „Roten" find als» mit 110 Stimmen unterlegen und ber alte Bürgermeister ist wieder gewählt. Er besitzt bas Vertrauen ber Dorfmehrheit. Die Niederlage der Gegner ist nicht zu suchen in ber Abneigung gegen den Gegenkandidaten, sondern nur in ber Abneigung gegen einen der Hauptsührer her Partei. Auch in Grüningen dämmerts langsam. Zur Beigeordnetenwahl war kein Gegner auf- gestellt. Der bisherige Beigeordnete Chri,Nan Aug. Jshrim II. wurde mit 201 Stimmen wieder- gewählt. Doch wurden eine Anzahl Frauen, die sich bei der Bürgermeisterwahl agitatorisch hervorgetan haben sollen, mit einigen Stimmen bedacht. Es erhielten Selma Engel 12, Wilhelmine Marsteller 6, Emma Marsteller 4, Anna Feh 4, dran Lehrer Buß 3, Susanne Buß 1 und Augustr Leidich 1 Stimme, dlußerdcm wurde eine Stimme abgegeben für Wilhelm Alles III., ein Zettel war weiß, ein anderer bemalt unb ein Umschlag war leer, so daß im ganzen 235 Wähler gewählt haben. Gut J)aü die Wahlen vorüber sind, damit die Tage der Unfreundlichkeit bald vergehen unb Ruhe und Friede wieder einkehren zum Wohle unferö Dorfes; denn Zwietracht hemmt bas Gedeihen nach innen unb schädigt das Ansehen nach außen.
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^u, IV^UIt UUU/ HU UlUVi | 14/ LWX.lt, v-v V ‘'vyuw -«r»h!j)82-6»DI(iin < ctterworfrn werben. Die Unterschiede beziehen LL 3ultblQftMrSsi‘ ich r-vackK darauf, daß Aktiengesellschaften usw. st, P&VIqc, baLw!’ int dem Rest vermögen nach Abzug des Grund- W IWieubabnbeirtc 1 Witals abgabepflichttg sind. Dagegen sind alle »"■ Ttbcrcn erwähnten Abgabepflichttgen mit Aus-
^1813, borm. 10 L uhme ber Auslänber mit dem ganzen Ver- \ °us bitte Lögen zum Rrick>snotopfer heranzuziel;en. Bei den \ I ^uteriäuecen folg LusläiLem, die sich im Deutschen Reich dauernd Ln 6iitr- »s Erwerbs wegen aufhalten, bleibt das aus-
S indische Grund- und Bettiebsvermögen. abgabe-
• girtdlÄnhii'rf** ffiniefhrrfnnen und mriltlidie
an Abgaben zu zahlen. , _ „
Die Zahlung der Abgabe erfolgt in der Weise, daß der Abgabebettag zuzüglich einer am11. Januar 1920 beginnenden Verzinsung in Höhe von 5 Prozent innerhalb 30 Jahren in gleichmäßigen Dell- betrögen, von denen der erste ant 1. Oktober 1920 fällig ist, getilgt wird. Für die geschuldete Rente frit der Abgabepflichtige Sicherheit zu leisten. Der ^Abgabepflichtige ist berechtigt, die Rente ganz oder in Teilbeträgen abzulösen. Von diesem' Mecht wird £ur Erfvurung u^, Zinsen voraussichtlich well- Mhender Gebrauch gemacht werden. Wer bis zum 31. Dezember 1929 die Abgabe zahlt, kann über- bie§ Kriegsanleihe stücke und andere, sSchnldverfchrribungen des Deutschen Reiches in Zahlung geben, und zwar werden bert Kriegsan lei hezeichnern ihre fünfprozew- tigen Schuldverschreilnmgen zuml Nennwert ttngereckmri. Für bie übri^n Eigentümer von Kriegsanleihen und für bie EigentLner von sonstigen Schuldverschreibungen des Reiches werden Ixiortbere ~ ' festzestellt, zu denen bk*
Werte bis zacm 31. brr 1920 an Zahlungs- statt angenommen werben.
Für bie Hingabe sonstiger Vermögenswerte irirb eine Anstalt mit eigenen Rechtspersönlichkeiten gegründet, bie bie Grundsätze für bie Annahme von Vermögenswerten ausstellt, jeboch bie Verpflichtung hat, rrichsmündelsichere Wertpapiere bis zum 31. Dezember 1920 auf Grund des fest- gestellten Steuerkurses anzunehmen. An Stelle der 30jährigen Renten kann auf Antrag des Ab- gabepfliänig-en für den auf den Grundbesitz verhältnismäßig entfallenden Tell ber Abgabe eine 50jährige, in das Grundbuch als offene Last rin- zuttagendc Rente treten, die den Namen „R e i chs- notzins" führt.
Tie Einnahme aus den Tilgungsbettügen des Reichsnotopfers ist ausschlieUich für bie Ab - Minderung der Reichsschuld zu verwenden. In dieser Bestimmung kommt das große Ziel zum Ausdruck, das sich die Reichsfinanzverwal- tung mit der Erhebung des Reichsnotopfers steckt. Nur durch eine Herabminderung ber Schulden des Lsteiches insbesondere seiner schövebenden Verpflichtungen, kann rin Gesundungsprozeß herbei- geführt werden, der nicht nur für die gesamte Volkswirtschaft, sondern auch gegenüber dem Auslände, das nach dem ^edensverirag so große Forderungen an uns stellt, von größter Wichtigkeit ist.
|---V5*Ü< 5ä)wester, sehr erfreuen wird. Denke Dir —
Nte mich verlobt — Tu siehst, daß ich auch 0
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i,Ä58L1lprßl'ff'-
nhre, was ich will! Mit wem? Natürlich mit öden Svendburg, gerade so, jvie ich es gewollt ^tbe. Großmama schivimmt in Seligkeit. Sie ist l?pderßi,fL ■** 0 weich gestimmt wie Stieselschmiere und in diesen 'u - ' Ephnbarrn Herzassettionen lyit sie mir erlaubt, £n zu schreiben, Dir die veränderten Berhältnisie si;r mitzittrilen und Dich aufzufordern, unverzug- ■id) tn ihre Arme zurückzukehren. Meiner Verdung wegen will sie Dtt all das Bittere, das Sti ihr zugefügt hast, pergeben^ und milde ver- frihend Tich wieder an ihr großmütterliches Herz Mußen. Ter Grund, liebste Ragna, warum Du oiter.bburg verlassen hast, fällt ja jetzt ganz fort, Sven ist jetzt Tein Schwager, gehört also '« engeren Familie unb es ist doch sribstoerständ- ljÄ, baf* das, was ihm gehört, jetzt auch das unsere 'fb. Tu kannst also ohne Gewissmsbisse hier sein. 1 Iso bitte, packe Deinen Koffer und ziehe wie ber 'etlorene Sohn wieder in Svendburg ein. Wir ^rden natürlich auch rin Kalb schlachten und Tich Mt gebührender Rührung empfangen. Sven freut 'tri) unendlich daraus, Dich kennen $u lernen, er v n.n- nrv.^ckt Dir viele Grütze und bittet Dich, recht bald ’,Ji kommen, damit er Tir noch hier seine Huldi- nfn iet fX ringen zu Füßen legen kann. In einigen Wochen rine größere Reise an. Bald nach Svens Rückkehr im Herbst soll unsere Hochzeit fein. Ich
lir.4e V- ।
Abgab-pflichtiges
HSV-
Prozent
Bermögan
der Abgabe
satz
Mk.
Mk.
1500 000
456 000 »
29,7
2 000 000
671000
33,5
3000 000
1171 000
39,3
4000000
1 721000
43,3
5 000 000
2 271 000
45,4
6 000 000
2 871000
47,8
7 000 000
3 471000
49,6
8 000 000
4171000
51,4
9 000 000
4 771000
53,1
10 000 000
5 421000
54,2
100 000 000
63 921000
63,9
Die Wirkung der Uebersicht klar in
Abgabe tritt in Erscheinung:
der folgenden
Abgabepflichtiges
Höhe
Pvozent-
Vermögen Mk.
der Abgabe Mk.
fab
100 000
11000
11,0
200 000
26 000
13,0
300 000
46 000
15,3
400 000
66 000
16,5
500 000
91000
18,3
600 000
116 000
19,3
700 000
146 000
20,9
800 000
176 000
22,0
900 000
211000
23,4
1000 000
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24,6


