Samstag, H. Juui 1919
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
Zweites Blatt
Rr. 15)
Wetter
Datum
Höchste Temperatur
Niedrigste „
Versailles, 13. 3 uni. (Hovas.) Regiermrgspraside-nt her Pfalz, Frhr. v.
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lich. Wie mitgcteilt wird, kann die Gasfabrik tzrur noch für einige Tage Gas bereiten.
zunehmende Bewölkung, etwas । Kühler, nachts bedeckt.
Der Winter-
Letzte Nachrichten.
v. W'interftein in Versailles.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
‘«j einem alleinsM Mtn. Stbrütiifn.1
Allere unabbiiug^' «.der burgerl. KW Dinaren, möchte itj ^HallSbalt iäbtfU -cbr.Ang. u. 011$
Anz. erbeten^
Fräulein
Der Doppelgänger.
Roman von CarlSchüler.
Fortsetzung Nr. 41.
Entwurf einer rleichrrahmengefetzez über Kommunalifierung von Wirt-
stein ist hier eingetroffen. — Dem Grafen Bvock- bortf wurde mügeteilt, daß die Antlwrt der Alliierten heute nicht Merreicht werden könne.
zurückgeben konnte. —
Emil Schnepke fach ihm seine Gedanken an.
„Sehen Sie mal, Herr von Armbrüster," sagte ec mit ruhiger Freundlichkeit und eines etwas schulmeisterlich klingenden Untertons, „Lne quälen sich ganz unnötig. Sie wollen moqlidtir tot» nett sein. Es geht Ihnen gegen den Ltrich, bas Qk(b und die Wechsel einem anderen zu geben, als dem ursprünglichen Eigentümer Ich glaur^, ich kann Ihnen ein wenig behilflich sein, den richtigen Weg aus Ihren Zweifeln zu fmden. Beschäftigen wir uns zunächst einmal mit der Person dieses Labwein. Ter Mann rft ein skrupelloser Wucherer, der die Lektion, die Sie ihni erteilt haben, durchaus verdient. Wäre mir .dieser Um- - 'chl Jupon bekannt gewesen, hatte ick M Schuldscheinen und Wechseln ersehen mus- • ieincr Brustchche mit sich fcaum*
r Verein®,, w Bemessung der Entschädigung nicht in Ansatz L- TTTCF' I Scbracht Vorübergehende .Wertsteigerungen, die MUMM' -uf außerordentliche Verhältnisse zuruckzuführen Mij'b'v''' M dürfen bei der Berechnung des Wertes nicht Coulltag krEchtigi werden. t ,
na«m. 8 9 Bei Unteriaairna' der Fortsetzung des
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Georg Schubs
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„Stellen Sie Ihre Forderung," antwortete Torival.
„Das ist schnell getan. Ihnen war es, als Sie die Brieftasche an sich nahmen, darum zu tun, eii! gewisses Dokument ijt Ihre Hand zu bekommen Dies Dokument soll Ihnen blerven. Aber der andere Inhalt der Brieftasche geht an muh Über Ich.gelte als der Dieb und erhalte dafilr die Beute. Ist das nicht ganz gerecht?"
Torival überlegte. Dieser Schnepfe war ut seiner Forderung bescheidener als er an genommen hatte Aber er konnte doch dem Mann das Geld und die Wechsel nicht ausliefenn, die er dem Lab- mein fortgenommen hatte! Bisher hatte er sich stets an den Gedanken angeclammert, daß er jeden Angenblick dem Bestohlenen sein Eigentum
8 2 Die Ermächtigung umfaßt folaenve Sefugnisse: 1. Zw a n g sgenv ssen fchasten iu bilden unb Vorschriften über den .Ge,chaftv- betrieb und die Stellung unter öffentlicher Auf- W zu erlassen, 2. Unternelnnungen oder bei ge- ikllschaftlich betriebenen Unternehmungen auch Aktien öder Geschästsanteite einer G. m b. H. auf di' Gemeinde izu übernelMen, 3. |iim Zwecke des MSschlieslichen Betriebes meines Wirtschaf. Zweiges die Errichtung und Fortsülwung von gleichartigen Unternehrnnng'n zu untersagen. .
§ 3 Tie d.n.Gemeinden gegebenen Befugnis^ ittheii unter den gleichen Voraussetzungen auch Kvmmimalverbänden sowie Vev.rnigungen von Kommunalverbänden mit Gemcinden zu. Zur Ausübung der .Rechte können sich Gemengen fvwie Lommunalverbände mit Gemeinden zu Verb an- .....Ti. Auf Antrag eines oder welche mindestens die Hälfte
n6D’uu VL. - § 9. Bei Untersagirng der Fortsetzung des
faÄDWBR. Betriebes ist der Schade zu ersetzen, Hen der
erbiinLi^rn
Unternehmer sowie seine Angestellten und Arbeiter infolge der Ernftellung des Betriebes erleiden. Bei Festsetzung der Entschädigung des Unternehmers ist der Reinertrag des Unternehmens sowie die anderweitelBerwendnmgsmöglichkest seiner Arbeitskraft und brr dem Unternehmen gewidmeten Gegenstwchc zu berücksichtigen. Die Angestellten und Arbeiter der Unternehmungen erhalten ihre bisherigen Bezüge bis zum Ablauf des Kalendern ierteljabres, das dem Zeitpunkt der Außerbetriebsetzung folgt.
§ 10. Streitigkeiten, soweit sie Nicht nach § 3 im Verwaltungsstreitverfahren zu entscheiden sind, werden von den ordentlichen Gerichten .entschieden.
§ 11. Von der lieberführung von Unternehmungen in die Gemeinwirtichaft nach § 1 Abs. 1 und § 1 Abs.2 Ziffer 2 ist der Reichsregierung Anzeige zu erstatten. Sie kann innerhalb dreier Monate nach Erlassung der Anzeige int Interesse .der Gesamtversorgnng des Reickisgebiets Einspruch, erheben. Macht sie von dieser Befugnis Gebrauch/ so muh die Uebersüh- rtrng unterbleiben. Verfügungen, ine entgegen dein Einspruch der Reichsregierung getroffen werden, sind unwirksam.
§ 12. Die Regierungen der einzelnen Freistaaten erlassen die erforderlichen Ausführungsbestimmungen, insbesondere über den Begriff der Kommimalverbände sm Sinne des § 3 sowie über das Enteignungs- und Entschädi- gungsverfahrvn.
OHjne lacyeino yerr ’
gebe zu, daß Sie von dieser Aehnlichkett zimfwm Ms einige Unannehmlichkeiten baten. Ich wusste Mch sofort, daß Ihnen, nachdem Sie dem Lab- tefn die Brieftasche abyenommen hat en sehr oiel krön liegen mußte, mich nicht in die Hande der Polizei follm zu lassen. Ich glaube überhaupt, kß es auf der ganzen Welt, außer mir selbst, “ " "ibt, der sich mehr um meine iie Nicht wahr, Herr von
iöii, üüi.'b>ül j,- । «w es aut vet h**'u9v-‘
^nen Menschen gibt Sicherheit sorgt als Si WMbrüster?"
^ych sagte Ihnen ja sctzn, baßA Ne miter
'’'"r rllen Umständen aus den Klauen des Direktors äillM Pi W W lvsgekauft haben würde, wenn Lie mcht S^dii’iEalöi ...... I Ken selbst den Weg zur FreilM gefunden hatten, 0 ,, m Her'11' <dort anlangte."
lus achlbarn jrjmmuuuiuviuuHvc. m»
ucht Siebe,am den zusammenschlteßen.
i-2 Kindern. Cchtf mehrerer Beteiligter, wk . . . .
«Üfc. dec Gesamtbcvölk-.rung famthdxr De ei.igten um-
Wilson.
Berlin, 14. Juni. Aus Amsterdam wird gemeldet: Ter „Telegraaf" meldet aus Paris, Wilson luerbe auf jeixn Fall nach Ablauf der an Deutschland gestellten Frist abreisen. Wenn die Deutschen nicht unierzeichnen sollten, so werde Wilson Lansing mit seiner Vertretung betrauen.
Rotterdam, 13. Juni. (WTB.) Der „Nicuwe Rotterdamsche Eourant" meldet aus Paris: Präsident Wilson richtete anläßlich der heute in der Albert-Hall in Londm statfmdenden Versammlung an den Vorsitzenden der Bereinigung für den Völkerbund Lord Robert Cecil folgenden Brief: Die Unterzeichnung der Uebereinkunft bezüglich des Völkerbundes ist die erste formelle Handlung, die zur Gründung eines tätigen Verbandes von Nationen dient. Es liegt im Le bensinteresse heutiger und zukünftiger Generativ" nen, daß sie ihn begreifen und stützen und zwar noch mehr mach dem Geiste als nach den Buchstaben Eine nicht gut unterrichtete öffentliche Meinung bet den Völkern, die die Uebereinkunft mit unterzeichnet haben, würde eine dauernde Bedrv- hung für den Weltfrieden bilden. Das Werk der Wiedergeburt des '.Geistes und des Willens der assoziierten Völker muß unternommen und unermüdlich fortgesetzt werden, damit alle sehen, wie groß die Macht des Bundes zur Förderung der Einigkeit und des internationalen Zusammenwirkens auf dem Wege des Fortschritts ist. Tie heutige Gelegenheit steht in der Geschichte den Menschheit ohne Beispiel da. Ich glaube zu wissen, daß die britische Vereinigung für den Völlerbund ihr Möglichstes tut, um diesen unter den Völkern der britischen Inseln und ülierseeischen Gebiete zu fördern. । Ich vertraue darauf, daß ihre Arbeit fruchtbar sein wird und den Eifer der Schwestervereinigungen in allen assoziierten Ländern an-> spornen wird. Der Friede kann nur durch fortdauernde Arbeit und wMbdwußte Unterstützung gerechter Uebereinkünste, die freiwillig eingegangen, sind, gesichert werden. Es besteht keine edlere ober dringendere Arbeit.
Der amerikanische Senat über Europas Finanzlage.
Amsterdam, 13. Juni. Emer Radiv- mewung zufolge, führte die vom amerikanischen Senat vorgenommene Untersuchung bezüglich der Veröffentlichung des Friedensvertrages zu einer allgemeinen Erörterung der Finanzlage Europas,
Nichten diese Papiere? Sagen Sie ja?" „Sie haben "recht," nickte Torival. „Lassen Sie uns gleich an die Arbeit geben, Sie haben wohl die Güte, die Labwemsche Brus- tasche herzuholen."
Torival ärgerte sich, daß dieser Emil Schnepfe ihm Befehle erteilte. Aber er fügte sich.. Ereilte die Brieftasche muS dem Nebenzimmer. vt>er nmnte er nicht unterlassen, die Frage an seinen Gaft zu richten: >
„Wenn es Ihnen um den Besitz der Brieftasche und ihres Inhalts zu tun war, Sie das Ting nicht gleich galten, als
lyut meinen Schreibtisch geöffnet und durchstöbert haben?"
Emil Schnepfe lächelte.
,Lch wußte ja, daß wir uns einigen würden. Auch stehle ich nicht bei Leuten, bte sich nur gegenüber io nett und höflich zu zeigen nne L>le, Herr öott .Artubrüster. Ich erinnere an unsere Bcgeg-
in der die großen Bcntkiers alle darin überein-' stimmten, daß die Finanzlage Europas stck in einem Chaos befinde und daß Amerna Klien? einspringen müsse,, wenn dne verzweifelte La?? vermieden werden soll, 'ütachrichten aus Washing ton zufolge, wird ein äußerst erbitterter Stampf über den Antrag des Senators Knv,?, in dem lv Abtrennmlg des Friedensvertrag>d> vom Böller- bmidvertrag gefordert wird, erwarret.
Ein dcutsch-schmeizcrisches Abkommen.
Bern, 13. Hnni. Tas itene deutsch-schweize rifdfc Abkomme:i rst soeben von den beiderfeitigmi Telegierteil unterzeichnet worden. Die Veröiieiil lichung der Eiitzelheiten wird nach erfolgter Rat, fikativn statt finden.
Die Wahlen in Polen zum Warschauer Lon? tag.
Berlin, 13 3um. Laut KreuMttung 'rov reu bei den im besetzten Gebiete von Polen veranstalteten Wahlen zum Warsck>auer Lculdchg 42 Abgeordnete zu wählen. Auf Grund eines Mlt^e Mai abgeschlossenen Wahllomprvmisses tourten siebzehn Ätitglieder des zur Linken sich rechnanden nationalen Arbüterbundes gewählt und 2ö Vw' tretet eines Blocks der bürgerlich-demokrattschen Parteien. Tie Wahlen fanden unter dem Trua eines unerhörten Terrorismus statt, der sich ms- besondere gegen die Sozialdemokraten richtete, dre mau wiederholt an der Abhaltuilg von Wähler- Versammlungen hinderte. Tie Sozialdemofraten haben kein Mandat erhalten, obwohl ihr Führer Aieraczewski selbst in Posen war.
Belagerungszustand in Posen.
Posen, 13. Juni. (Havas.) Der Pvjenfch: Nationalrat hat für das ganze Gebiet von Posen den verschärften BelagernngSzustand verhängt.
Kämpfe bei Kronstadt.
Helsingfors, 13. Juni. Ter finnisctzL Generalstab meldet: Starke Truppenzusammen- jidjungen auf ruf bischer Seite. Feuersbrünste uno Explosionen in Kronstadt. Zahlreiche mgerman- ländische Flüchtlinge übergaben sichl in der Nckbc
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 14. Juni 1919.
** Tie Ernteschätzung 1919. Die Ernteschätzung findet in diesem Jahre im Juni und Juli statt für Weizen, Spel^, Roggen, Gerste und Gemenge aus diesen Gelreidearten, im September und Oktober für Spätkartoffeln. Tie Schätzung erfolgt unmittelbar vor der Gmte durch Ermittelung von Turchschnickshektarerträgen für die einzelnen Gemeinden durch Ausschüsse, die von den unteren Verwaltungsbehörden einzusdzen stnd.
** Dringende Pakete richtig bekleben! Dringende Pakete werden häufig nicht detttlich genug als solche gekennzeichnet. Die farbigen Zettel mit dem Vermerk „Dringend" sind oft nicht größer als die Eilbotenzettel. Der Vermerk „Dringend" wird so leicht übersehen. Die dringenden Pakete werden zu den gewöhnlichen gelegt und als solche behandelt. Das Reichspostministerium hat deshalb die Postanstalten angewiesen, dafür zu sorgen, daß die dringenden Pakete bei der Annahme mit dem amtlichen grünen Klebezettel in der vorgeschriebenen Größe beklebt werden. Es empfiehlt sich für die Absender, diese Vorschrift selbst zu befolgen.
** Schwarz-Weiß-Licht spiele, Seltersweg 81. Ab heute bis Montag den 16. Ium kommt das spannende Film merk „Kain" 2. Teil (Goldrausch, mit Erich Kaiser-Titz zur Aufführung Dieses.Riesenfilmwerk besteht aus 4 Teilen und 20 Akten. Jeder Teil ist für sich abgeschlossen. Außerdem wird noch das Lustspiel „Ter Preisboxer" gegeben. 1
** Wo sind bte Toten? Prediger R. Rall wird am Sonntag abend 8 Uhr im Hotel Großherzog von Hessen seinen Kweiten Vortrag über dieses Thema halten.
Kreis Lauterbach.
la. Neuhof, 13. Juni. Seit 3. Juni befindet sich, wie der „Lauterbacher Anzeiger" berichtet, die Welegschaft des Kaliwerkes Neuhof int S t r e i k. Alles liegt still, auch die Notstandsarbeiten werden nicht ausgeführt. Man rechnet mit dem Eintreffen von Soldaten, um die Schichte vor dem Ersaufen zu 'bewahren. Es handelt sich um eine Lohnforderung, der sich auch die Beamten angeschlossen halben. Die hiesige Kaligewerkschaft gehört mit noch anderen Werken ztir Arbeitsgemeinschaft Eisenach, von der ab 1. März allen Arbeitern ein Lohn- znschlag bewilligt ist.
Kreis Wetzlar.
wa. Wetzlar, 13. Juni. Kreisschulinspektor Deiß aus Sonderburg in Nordschleswig ist ab 1. Juni 1919 nach Wetzlar versetzt und hat am gestrigen Tage den Dienst ausgenommen.
Hessen-Nassau.
** Rodheim a. d. Bieber, 13. Juni. Bei der am 2. Pfingstfeiertag von der Burschenschaft Germania veranstalteten Feier erübrigte sich zugunsten der Gefangenen ein Reinertrag von 338 Mk.
tot. Weilburg, 12. Juni. Seit Mitte Mai stocken die Kohlenzufuhr en hierher fast gänz-
jd)aftsbdrieb?n.
J5 1 Tie Gemeinden sind ermächtigt, ans gründen des öffentlichen Wohles bet Vorltegen tirred dringenden Bedürfnisses nach Zusttmmrmg j> r Landeszentralbehörben oder der von ihnen Hrimmtcn Behörden Unternehm.ungen, die vorwiegend örtlichen Zwecken dienen, a n s d e r Privatwtrtschaft in die Gemetuwtr t- s ch a f t z u ü b e r s ü h r e n. Ter Zusttmm uug der Landeszentralbehörden oder der von thnen be- itintmten Behörden bedarf es mcht zur Ueberfuh- “■ mcht . rung von Unternehmungen nachstehender 2ßtri> ^aiterhi hei92'' ühaftszweige: 1. der Straßenbahnen, 2. der An- öe‘ l. . -ux ,gewerbsmäßtgeir Versorgung der Em- nXer des Gemeindegebiets mit Leitungswasser, : EaS und elektrischer Arbeit, 3. des ^Anschlagwe- rts 4 des .Bestattungswesens, 5. des Älbfuhr- ryesQts, ‘ 6. der Theater, Lichtsptele und Schau-
nung auf der Treppe im Geschältshaus des „Prometheus". Und dann noch eins: Es wäre mtt peinlich gewesen, wenn die Brieftasche bet mir gefunden worden wäre, falls Sie eme Dummheit begangen hätten und zu meinem Empfang hier irgendwo einige ^Krimmalbeamte versteckt haben würden Ein Mann iv meiner Sage muß vorsichtig und auf alles gefaßt sein, besonders auf bte Dummheiten der anderen. Sie sehen das em, nicht wahr, Herr von Armbruster?"
„Vollkommen. Aber ich toerbe noch heute bte Türe meiner Wohnung, die nach der Hintertreppe führt, so sichern, daß weder der Hauswart, noch eilt anderer Unberufener sie öffnen kann."
„Dazu kann ich ^hnen nur raten," bestätigte Emil Schnepfe. > „Sitte, geben Sie mal den Schwamm her." >
Torival reichte seinem.Besucher die Labwein- schetk Wechsel und Schuldscheine. In diesem AngLn- blick Uopfte ^es an bü Zimmertür. Schnepfe schob die Papiere unter die Tischdecke. Dorival eilte zur Tür. '
„Galdinv, bist du es?"
„Jawohl, gnädiger Herr."
„Was willst du?"
„Der Herr, den bet gnädige Herr erttiartee. ist Noch nicht gekommen."
„Du bist ein Schaf. Tn hast wieder geschlafsi. Ter Herr ist schon längst frier, und ich wünsche jetzt von niemand gestört zu werden. Verstanden T'
,Lckwohl, gnädiger Herr."
Torival kehrte zu seinem Besucher zurück.
„Mein Tiener. Weiber nichts. Wir werd« jetzt ungestört sein."
(Fortsetzung folgt.)
der finnischen.Grenze. .
Die Kämpfe der Tschecho-Slowaken.
Prag, 13. Juni. (WTB.) Tschecho-Slotoa^ Usches Preßbureau. Das Ringen schreitet auf der ganzen Front der Heeresgruppe des Generals Hen-- Uoque fort. An verschiedenen Stellen wurden du feindlichen Angriffe abgesÄagen, insbesondere ist ein von einem Panzerzug unterstützter Angrfff bei Kisladana, 10 Kilometer östlich Margitwlu, völlig tzescheitert. Die Gesamtlage ist völlig unveränden. — Heeresgruppe des Generals Mittelhauser. Um ser Vortiicken schreitet fort. Oestlich Komorn erreichten wir Kisfalu, weiter nördlich stehen uni er c Abteilungen am Westtande Levicas. Oestlich Stav- nice wurden heftige Angriffe des Feindes abgeschlagen.
Zeitungsstreik in Berlin.
Berlin, 14. Juni. Infolge einer Lohtwe ' wegung der Druckereihilfsarbeiter, der Falzer uiro., denen sich die Maschinisten und anderes Persona! wlgeschlossen l^ben, ist in den großen Zeitungs-- brudereicn gestern abend ein Streck ausgebrochen. Die in den Berlagsanstalten von Scher l, U l l - stein und Mosse erscheinenden ZeittmE sowie der „Vorwärts" konnten daher nutzt a> scheinen. Auch die sonstigen Zeitungen sind nicht erscknenen mit Ausnahme der „Germania", der „Freiheit" und der „Republik".
„Graf Waldersee" gerammt.
London, 13. Juni. (WTB) Reuter meldet aus Neupork, daß der Dampfer „Redonno" gestern ben deutschen Dampfer ,Graf Waldersee", der nach Brest unterwegs war, rund 100 Meilen von Sandy Hook rammte. Der Maschinenraum des „Graf Waldersee" ist voll Wasser; man glaubt aber, daß das Schiff gerettet wird. Zwei Dampfer stehen ihm bei; sie nahmen die Passagiere und bte Besatzung an Bord. Nach späteren Meldungen wurden der „Graf Waldersex" von Longbeach auf Lang Island au Strand gesetzt. 400 Passagiere und die Besatzung sind an Bord des Dampfers „Patricia". Mehrere Mitglieder der Besatzung wurden beim Rammen verwundet.
Feuersbrünste.
Amsterdam, 13. Juni. Einer Reuter" Meldung aus Lcmdmr zufolge richtete geftern aberti» eine Feuersbrunst in Manchester an ben Waren- speichern im Traffvrd Park ungeheuren schaden an. Gegen 9 Uhr waren zehn Warenspercper zerstört und elf ernstlich beschädigt. Tie Verluste gehen in die Hunderttauseiw-e Plund Sterlrng.
Rotterdam, 13. Juni. Neuyvrt Tunes melden aus KonstanIirMpel, daß der ^Salaft be? Sultans, Yildiz Kiosk, abgebrMmt ist.
,Lch nehme an, daß ich Ihnen dadurch erneu f Kcheck erspart .habe. Das freut mich, besonders deshalb, weil ich dadurch mcht Veranlassung gegeben iabe, daß der Tivektor Zahn noch.einmal tn mir Geld verdient hat. Um aber auf bte Lab- . teinsche Sache zurückzukommen. Was sagen Sie hu meinem Vorschlag? Ich nehme der Polizei l gegenüber die Geschichte auf mich. Sollte ich er- ItoiW werden, iso werde ich mich! natürlich oer- | !eLigen. Ich gestelle grundsätzlich nur dann et- I ein, wenn ich fürchte, mich im Hinblick au I trie Beweist durch Leugnen lächerlich zu machen. |'Or ich werbe den Verdacht nickst auf öte zu ,
| Vnten. suchen Im Gegenteil, ich 'n>erbe Sie schützen ^ub mcht cho, hrab ich werde auch., falls ich verurteilt werden aus den schickd ioOlte, was sehr wahrscheinlich sein dürste, bte! sen, die er pi 1
Alrchliche Nachrichten.
Gottesdienst am Sonntag, 15. Juni (Trinitatis).
Evangelische Gemeinde.
In der Stadtkirche. 8: Zugl. Christenl. f. d. Neukonfirm. aus d. Matth.-Gern. Pfr. Mahr; 9i/2: Pfr.-Ass. Schaefer; 11: Kiltderk. s. d. Mark.- Gem. Pfr.-Ass. Schaefer. — In der I 0 hanues - kirche. 8: Zugl. Ehristenl. f. b. Neukoufirnt. aus b. Lnk.-Gem. Pfr. Bechtolsheimer; 9Vs: Pfr. Aus- selb; 11: Kinderk. f. d. Joh.-Gem. Pfr. Ausfelv. — Kirchberg. Vorm. 10: Äl. Abenbm. f. Ruttershausen. — Mainzlar. Nachm. V/t.
Kalholische Gemeinde.
6V2: Beichtgcl.; 7: Hl. Messe, Komm, der Jüngl.; 8: Aust. b. hl. Komm.: 9: Hochamt m. Pred.; 11: Hl. Messe m. Preb.; 2: And. m. ©egen. Samstag nachm. 5 u. abds. 8: Beickstgel. — Dia- spora-Gottesd. am 15. Juni: Lich 9J/2.
Strafe ohne Murren verbüßen. Ist Jhrren das I getragen hat, bü^sie glücklicherweise m^Jhre^Hände recht? Und was wollen Sie sich das angenehme ftelen. Tas L-chrcksal hat es
Gefühl kosten lassen, künftig wieder ruhig schlasenl armen Leute dce gezwungen wurden, ^ese Wechsrt -- unb Schuldscheme auszustellen, den Händen des
Wucherers entronnen finb. Wollen Sie von neuem diese Menschen auf Gnade unb Ungnade dem öerrn Labwein ausliefern? Nein,, das wollen Sce nicht, ebensowenig wie ich es will. Wenn ich die Auslieferung dieser Wechsel und Schuldscheine verlangte, so geschah es, weil ich diese Papiere vernichten will. Laßen Sie uns ben Opfern des Labwein einen glücklichen Tag bereiten. Tenken sie nicht nur an sich und Jtzr sogenanntes gutes Gewissen, sondern 'bentert Sie auch an das Mück Ihrer Nebenmenschen. Ich glaube, daß dieser Teil meiner Forderung Ihre volle Zustimmung ftildet. Ist e5 nicht so, Herr von Armbrüster? Wrr ver-
24.F; 14 6.: 16.2".
12.0": 14. 6.: 13 0".
'Mef
'dläferliunbl entlrtl
KM- eü"Ä'^L
{affen, kann der Zusammenschluß, lalls ein Em- verständnis nicht erzielt wird, von den Landes- Mtralbehörden oder 'freu von ihnen bcfhmmtm Dchörden angeordnet werden. Gegm diele Anordnung stelst das Berwaltungsstteiwerfahron offen.
§ 4. Streitigkeiten über die Voraus- ___fettungen unb '.den Inhalt der Ermächtigung nach
I 58 1 2 werden im Verwaltungsstrertver- 31311111 fahren entschieden. Tie Versagung dr Zuittm- “ ! mimg der Landeszentralbehörde oder der von ihr idiet unb bDDteMi testimmten Behörde nach § 1 Abs. 1 ist nicht am schrist sienograchdi. Achtbar Ausübung der BefugnMe nach s 2 i)t unb M vor endgültiger Entscheidung des Vertvalnmgs-
:nLr«!^r Weitverfahrens unzulässig.
Sn § 5. Kommt zwischen dem Unternehmer und
den Gimner Abmeiude dne Verständigung wegen ber lieber- Ana || ’Jpphl nchmr des Unternehmens nicht zustande, Jo l>at MH U. V Ul hkl Landeszentralbehörde oder die von ihr b'.strmmte vonL»mvcn,EiInÄ' Bchörde auf Antrag ber Gemeinde die Cntschä- lallc», stnvchcii, Ü bigimg vorläufig festzusetzen und, sobald bte Ent- pin. fflaiditti, ;>t iMigung nach Maßgabe der vvrlauftgen ^st-
Maichüiwsktzung gezahlt -oder ihre Zahlung ftchergestell^ ist, I mi:e Rnihpnkrf Die Enteignung des^ Unternehmens ausM- Lou,s K0II,Ä spr-chen imb die Gemernde in den Belitz nnzu-
dristn 1
§ 6. Mit der Wirksamkeit ber Enteignungs- erklärung gilt ber Uebergcmg des Unternehmens auf die lGemeinde als erfolgt. Sie hastet für alle im Betriebe des Unternehmens begründeten Ver- MMichkeiten. Rechte Tritter. mit denm em von yr X ov Ank^ j^r Enteignung betroffener Gegenstand bckastet rst, v.\rA gewarntJ tz^rtten durch die Enteignung nickst berührt.
§ 7 Für die Uebernahme einer Unternehmung > md bei der Untersagung ber Fortführung der l| Unternehmimg nach § 2 Ziffer 3 hat die Gemdnde ^Entschädigung zu leisten.
8 8. Bei Uebernahme einer Unternehmung be- ilfir'frt die EntschädtIUng in einer Vergü- ittung , die nach dem Sachwert ber übernommenen tegenftanbe unter billiger Berücksichtigung des !WErtragswertes des Unternehmens und einer etwaigen Abfindung »für die Tätigkeit des Unternehmers, sowie unter Berücksichtigung der über» * tmmmenen Verbindlichkeiten zu bemessen ist. Ter Zachwert besteht bei Grund und Boden sowie bei 150 Ml' Erraten in dem gemeinen Wert, bei Anlagen * rvijj und sonstigen Sachen in der Summe, bte notwendig fein würde, .um sie neu herzustellen ober auzu- ifrüffen, abzüglich eines billigen Betrages für Ab- Ntzung. Eine W e r te r h ö h u n g, die die Gegenwände aus Anlaß ber Ueberführung des Unter» Uhmens in die Gemeinwirtschaft erfahren, 'mirb


