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Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefien)

Dienstag, Januar (919

Amtlicher Teil

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Nährmittelkarte

Nährmittelkarte

vom

Ein-

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rungstreuen Truppen bela-rert iverden und die Unabhängigen in Wilhelmshaven Hilfe Bremen zu erlangen veriucht haben.

daß mis

1. Benner L Krumm,

2. Adolf Geisse,

3. Gebrüder Haustein,

4. Kliirgelhöser L DilgeS,

5. Koch L Kraatz,

6. C. W. Nowack & Sohn,

7. Carl Schlüter,

8. Tribus & Sundheim,

9. Wallenfels & Sauer,

10. Carl Zülch L Sohn,

11. K. Köhler, Lich.

Den Bürgermeistereien der Land- gemeinden des Kreises wird empfohlen.

Betr.: Einsendung der Kreisabdeckereiverzeichnisse für den Monat Dezember 1918

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Mr erinnern an die Einsendung der Ate deckereiverzeichnisse fürden MonatDezcmber

Genaue Aufstellung ist unbedingt notwendig Gießen, den 3. Januar 1919.

Kreisamt Gießen.

I. V.: Langer mann.

Graupen, auf die Marke 46

Militärzwieback, auf die Marke 47

Beknnntmachttnq.

0A ^emäß Beschluß des KrcisausschusseS vom 2y- Dezember 1918 wird der Viehhändler Otto Theiß von Gießen wieder zum Handel mit Vieh

Bekanntmachung.

Betr.: Errichtung einer Schuhmacherzwangs-- tnnung für den Kreis Gießen.

Unter Bezugnahme auf die Veröffentlichung des Kreisamts Gießen vom 17. Dezember 1918, Kreisblatt Nr. 140, mache ich bekannt, daß die Aeußerungen für oder gegen die Errichtung einer Zwangsinnung für das Schuhmachergewerbe im Kreise Gießen schriftlich bis zum 25. Januar 1919 oder mündlich in der Zeit vom 16. bis 25. Januar 1919 bei mir abzugeben sind.

Tie M>gabe der mündlichen Aeußerung kann während des angegebenen Zeitraumes an Werk­tagen von 10 bis 12 Uhr vorm. im Regierungs­gebäude, Zimmer 15, erfolgen.

Ich fordere hierdurch alle Handwerker, die in der Stadt und den Landgemeinden des Kreises Gießen das Schuhmacherhandrverk betreiben, zur Abgabe ihrer Aeußerung mit dem Bemerken.auf, daß nur solche Srflörungen, die erkennen lassen, ob der Erklärende der Errichtung einer Zwangs­innung zustimmt oder nicht, gültig sind, und daß nach dem 25. Januar 1919 eingehende Aeußerun­gen unberücksichtigt bleiten.

Gießen, den 31. Dezember 1918.

Der Kommissar: Pennrich, Kreisamtmann.

Betr.: Wie oben.

Das KreiSamt Gießen an dir Bürger- mcisterrien des Kreises.

Tie vorstehende Bekanntmachung wollen Sie in ortsüblicher Weise zur Kenntnis der Beteiligten bringen.

AB.: Pennrich.

Da sich seit unserem Ausschveiben 23. Septeinber die BerlKltnisse, die eine .... schränkung des H-ortlnldimgsschulunterrichts nötig machten, wesentlich geändert haben, wollen wir gestatten, daß in allen Gemeinden, in denen Schulvorstand und Gemeinderat es übereinstim-

An die Schulvorstände des Kreises.

Nachstehendes Ausschreiben des Ministeriums für Bildungswesen teilen wir Ihnen zur weiteren Veranlassung mit.

Gießen, den 28. Dezember 1918.

Kreiss chulkommission

J.V.: Welcker.

Ministerium für das Dildungswesen.

Zu Nr.M.B. 21420.

Darmstadt, den 28. Dezember 1918.

Betr.: Tie Fortbildungsschule.

Letzte Nachrichten.

Die Gefangenen der Spartakisten.

Berlin, 1. Ian. Nach der Besetzung des Schle­sischen Bahnhofes durch die Regierungstruppen wur­den zahlreiche Personen befreit, die von den Spar« tafcusicuten tagelang auf dem Bahnhof gefangen ge« halten worden waren. Bei der Gefangennahme ging es sehr willkürlich zu. Wer verdächtig war, nicht Spartakist zu sein, wurde von der Straße weg ver- haftet, zunächst nach dem Polizeipräsidium gebracht und von dort nach dem Schlesischen Bahnhof, und dort zu anderen in den Keller gesperrt, der von be­waffneten Weibern bewacht wurde. Iu Esten gab es für die Gefangenen wenig, dafür mehr Miß­handlungen. 3in Moabiter Untersuchungsgefängnis und verschiedenen anderen Gefängnissen Groß- Berlins sind außer den im Kampf g fangen ge- nommenen Spartakusleuten, siebzig wertere Spar­takisten , die an den Unruhen der verfloste- nen Woche tcilgenommen haben, eingeliefert wor­den. Die Bewaffnung der Schutzmannschaft ist in den heutigen Morgenstunden wieder durchgeführt worden. Vorläufig sind die Schutzleute mit Kara­binern ausgerüstet. Die Schutzleute, die sämtlich wie- der zum Dienste erschienen sind, werden jetzt im Ver­ein mit 2600 Mann der Sicherheitswehr den Sicher­heitsdienst in Berlin, der in der letzten Zeit der (Eid)- hornschen Herrschaft so furchtbar gelitten hat, wieder in Ordnung bringen. Die verhafteten Ledebour und Dr. Meyer befinden sich in einem der früheren König- lichen Schlösser.

Spartakistenherrschaft in Bremen.

Berlin, 13. Jan. "(WTB.) Nach derB. Z. <r. M." ist, während in Berlin die Regierung über die Spartakisten ge'tcgt yat, in Bremen die Herr­schaft der Sparlalisten vollständig zur Turchfüh- nmg gelangt. Anang voriger Woche fanden in Bremen die Neuwahlen zum Arbeiterrat statt, die das überraschende Ergebnis hatteir, daß die Mebrheitsfozückisten mit viel größerer Slimmeir- zahl rn den Arbeiterrat sinrückten, wie bisher. Um dieses Ergebnis nüeder aus der Welt zu schaffen, beschloß man in den Kreisen der Unab- hängilren und Kommunisten, die Zulassung ter Mehrheitssozialisten zum. Arbciterrat unmöglich zu machen. Am vergangenen Freitag wurde eine große Tenwnstration veranstaltet und beschlossen.

daß ein Rat bet Dolksbeauftragten gebildet, ein Stadtkommandant ernannt und die bürgerliche Presse unter Vorzensur" gesteckt werden sollte. Gleichzeitig wurde die unabhängige sozia­listisch- ko m n-» u n i sti s ch e Republik B re- men ausgerufen. Ter Rat der Volksbeauf- tragtcn besteht u. a. aus dem Sozialdemokraten Höckmann und dem Kommunisten Knies. Tie bürgerliche Presse ist tatsächlich unter Vorzensur gestellt worden. .Im Gegensatz zu deir Vorgän­gen in Bremen vollzog sich der UmsckMung in Wilhelmshaven zugunsten der Mehrheits­sozialisten. Die NaHr^ichten lauen zwar spärlich ein, aber es steht feit, daß die Unabhängigen und die Kommunisten in Wilhelmshaven von regie-

die Marke 43 der Nährmittelkarte B Militärzwieback:

2. für die übrige brotgetreideversorgungsberechtigte Bevölkerung (blaue Karte): auf die Marke 45

Betr.: Verkehr mit Kraftwagen.

An die Schulvorstände des Kreises.

. Kaum hat der Verkehr mit Kraftwagen wieder begonnen, so werden schon wieder Klagen über bte Belästigung der Fahrzeuge durch die Jugerid laut. Wir ersuchen erneut, durch geeignete Einwirkung dreiem Unfug zu steuern.

Gießen, den 7. Januar 1919.

Die Kreisschulkommission. J.V.: Welcker.

Bekanntmachung.

Tas an der Sammelstelle Kreisamt Gießen abgecke erte V l i tza b l e i t e r k u pfer

<^uf den früheren Eigentümern gegen Rückerstattung der serner;eit erbetenen Entschädi­gung zurückgegeben werden. Für die entstandenen Ausbaukosten wird Ersatz bis zum Höchst- "trage von 2 M k. f ü r d a s K i l o g r a m m -eleistet, wenn diese durch einwand r ie Belege nach- ikwie-en werden. Diesbezügliche Anträge sind bis Ipatestens am 2 0. Januar l. I. bei'der unter- zeichneten Behörde einzureichen.

Gießen, den 11. Januar 1919.

Kreisamt Gießen.

I. ,V : Cella r t u 5.

Staat im Laufe des Krieges gespielt hat. Dieser! Vorschlag wurde in der Diskussion umstritten, ohne daß man zu einer Einigung darüber kam. Man nimmt cm, daß der oberste Kriegsrat am Montag die Beratungen über die Verlängerung des Waffen-' stillstandes zum Wschluß bringen wird, sich viel- lieicht auch bis dahin über das Problem der Frie­denskonferenz schlüssig werden wird. Wahrschemlich wird dann am 2i end tag eine vorbereitende Be­sprechung zwif chen den Vertretern der fünf Groß­mächte Amerika, Frankreich, England, Italien und Japan über diese Konferenz sdattjinten können. Orlando nmßte am Sonntag abend nach Italien zurückreisen, da der Rücktritt des Schatzministers Nitti die Neubesetzung des Amtes erforderte.Ich wollte nicht," sagte Orlando, als er die Räume Pichons verließ, z,bic Verantwortung auf mich neh­men, bei den ersten vorbereitenden Besprechungeni M fehlen. Nachdem ich jetzt diese dhufgabe erfüll- habe, verlangen nunmehr andere dringende ?luf- 'gaben meine Anwesenheit in Italien. Ich werde spätestens am Freitag wieder in Paris sein." Die Debatten wurden in englischer Sprache geführt, eine Sprache, die Clemeneeau, Pichon und Orlando verstehen und sprechen. Fraser, der Gesandtschaft^ rat der Vereinigten Staaten, wird Wilson künftig als Dolmetscher dienen.

Ans Luxemburg.

Luxemburg, 13. Jan. (WTB.) Tie Regie­rung veröffentlicht eine Proklamation, dis die revolutionäre Bewegung und die Prollamation der Republik sowie die Absetzung der Dynastie Verurteilt, da dies die nationale Ehre des Groß­herzogtums kompromittiere. Die Proklamation ent­hält einen Aufruf zur Aufrechterhaltung der Ord­nung. Sie kündigt baldige wirtscha tliche Verharid- lungen mit der Entente an, besonders mit Frank­reich. Die Großherzogin, nx(if>e fürchtet, ein Hiildernis für die Verhandlungen, zu sein, erklärte sich aber zum ThronVerzicht bereit unb die Regierung zu beauftragen, die notwendige» Maßnahmen für die Beoahrung der Unablstingig- keit des Landes zu trecken. Die Regierung betortt, daß sie in der Aufrechterhaltung der Dlmastic bte wesentlichste Garantie für die nationale Unab­hängigkeit sieht. Tie Entscheidung' über die Frage der Absetzung der Thnastie soll einer Vol ks- abstimmung Vorbehalten bleiben.

Tie Rückzahlung ist bis zum 2. Jmruar 1923 ausgeschlossen.

m . Tie Stücke-Einteilung für jede der beiden! Reiben t|t folgende:

250 Stück, Buchstabe A zu 5000 .46= 1 250 000 J6 1000 Ltück, Buchstabe B zu 2000 36 = 2 000 CO3 J6 1500 Ltück, Buchstabe C zu 1000 J6 = l 50000036 400 Stück, Buchstabe D zu 500.46 = 200 000 36 200 Stück, Buchstabe E zu 200 36 = 100 Stück, Buchstabe E zu 100.46 = Darmstadt, den 28. Dezember 1918.

Ministerium der Finanzen.

________________He nrich._________

Betr.: Sammelwesen. " " "J

An die Herren Leiter der OrtSsammclstcllen.

Sie werden gebeten, binnen 24 Stunden die Mengen der noch lagernden Sammelgegenstända (Altmatertal, Brennen eln, Bucheckern usw.), nach Arten getrennt, hierher mitzuteilen.

Greßen, den 13. Januar 1919.

Für den Kreissammelausschuß.

Dr. Alles.

Bckailntmachnng

die Ausgabe von Schuldverschreibungen durch die Hessrsche Lantes-Htzpothekenlxrnk betreffend, vorn 28. Dezember 1918.

. Aus Grund der Bekanntmachung des Staats- mrmsteriums vom 17. Januar 1903 (Rea.-Blatt ©. 231 erteilen wir hierdurch der .Hessischen Landes- Hypothekenbank, Aktiengesellsckia't zu Darmstadt, dte Genehmigung zur Ausgabe von auf den In- oaber krutenben und zu 4 vom Hundert verzins, ltchen Kommnnalsckmldversckweibtmgen int Geh betrage van 10 000000 Mk. (Reihen XVM XU) nebst zugehörigen Zins scheinen.

Betr.: Aussühnmg der Verordnung über Er- werbslosenfürstrge vom 13. November 1918 und 3. Dezember 1918.

An die Bürgermeisterei en der Landgemeinden des Kreises.

Wir erinnern an die Erledigung unseres Amtsblattes Nr. 3 Dom 17. Dezember 1918 (Be­stellung des Fragebogens) binnen 3 Tagen.

Gie ßen, den 9. Januar 1919. Kreisamt Gießen.

________I. V.: Langermann.

Bekanntmachung.

Betr.: Verbrauchsregelung der in die öffentliche Bewirtschaftung genommenen Nährmittels hier: Bestellung von Nährmitteln.

Aemäß S 5 unserer Bekanntmachung vom 17. März 1917 (Kreisblatt Nr. 48) über die Ver­brauchsregelung der in die öffentliche Bewirtschaf­tung genommenen Nährmittel wttd für die Land­gemeinden des Kreises folgendes bestimmt

Es sollen aus den von der Militär­verwaltung erworbenen Bestanden an Lebensmitteln ausgegeben wer­den:

I. für brotgetreideversorgungsberechttgte Kinder bis zu 12Jahren (rote Karte):

«uf die Marke 42 der Nährmittelkarte B Graupen,

Betaitnr.' -».inng.

Betr.: Feldbeveinigung Mlendorf an der Lumd«; hier den allgemeinen .Melioratwnsplam In der Zeit vom 22. Januar bis einschließlich 6- Februar lfd. Js. liegen werktags auf der Hess Bürgermeisterei Mlendorf die Arbeiten des 1 Ab- schnrtts, nämlich:

der allgemeine Meliorationsplan nebst Er^ läuterungsbericht unb Prüfungsprvttckoll jur Ein licht der Beteiligten offen.

Tagfahrt zur Ertebung von Einwendung« hiergegen findet daselbst

Freitag den 7. Februar lfd. Js., vormittags 11 bis 12 Uhr, statt, wozu ich die Beteiligten mit der Andvohw« emlabe, daß die Nichterscheinenden mit Einwen­dungen ausgeschlossen sind.

Tie Einwendungen sind schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen.

Friedberg, den 31. Dezember 1918. Ter Hess. Feldbereinigungskommissär: __________Dr- Iann, Regierrmgsrat.

Wilhelm Weil, Sohn des Wilhelm Weil II, von Müschen heim, wurde als stellveiftreientee Wiegemeister für die Gemeinde Muschenheim ver- pflichtet.

Bekanntmachung "

In der 3«it vom 15. bis 31. Dezember 1918 wurden rn hiesiger Stadt

gefunden: ein Kneifer, ein Portemonnaie mit Inhalt, ein Paar lederne Herrenhandschuhe, zwei Brillen, ein Partemonnaie mit Inhalt, ein Korsett, ein braunes Portemonnaie mit Inhalt, ein Karton mit Tarnen kl eidern unb Wchckxe, eine Haarschleife, eine Mansck-ette mit Knopf:

verloren: eine Brosche mit sckpvarzen echten etcintm, ein Portemonnaie mit 20 Mk. unb* Fahrkarten Inhalt, ein Portemonnaie mit' nrfa 10 Mk., 2 Brot- und 5 Butter karten, Kohlenbezugsschein usw., eine Damenhand, tasche, Jnl-alt Portemonnaie mit 60 Mk., Milchmarken, BrotMlsw.is, Briee usw.. eine Holzkiste mit Büchern, gez. W. A. Arne, ein schvarzes Portemonnaie mit zirka 40 Mk. unb eine Fahrkarte Lollar-Gießen, ein Perlen- Portemonnaie mtt 2 Mk., Reisebrottnarken, em silbernes Medaillon mit gelbem Knopf, ein Mrlttärpaß, ein Partenronnaie mit 50 Mk. Papiergeld, eine Lacklederhandtasche mit 17 Mk., ein Schirmbezug, ein Portemonnaie (lrla rlearbe» Inhalt, ein Alaskafuchsmuff, Wert 600700 Mk., ein Portemminaie mit bell- blauem Futter, zirka 7 Mk. Jnlalt, ein Porte, monnaie (Maulwurf-FeM, Inhalt 64,20 Mk. ein dunkelblaues Lederportemoimaie, Inhalt zirka 30 Mk.

Tie Ernpfangsberechtiaten der gefunbenere Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald Bet uns geltend zu machen.

Tie Wholung der gelittenen Gegenständ« kann an jedem Wochentag von 1112 Uhr vor­mittags unb 45 Uhr nachmittags bei ter unter* zeichneten Bel>örte, Zimmer Nr. 1, erfolgen.

Gie ßen, den 31. Tezemlier 1918. Polizei amt Gießen.

Gebhardt.

In Oldenburg tourte am Samstag der Präsident ter Republtk Ostsriesland, Kuhnt, ge­stürzt und dort wieder die mehrheitsfozialististhe Regierung eingesührt.

Blutige Zusammenstöße in Halle.

Halle (Saale), 13. Jan (WTB.) Die in ten letzten Tagen gesteigerte Mißstimmung von Garnisonund Bürgerschaft über die Ber- waltungstättgkeit des hiesigen Soldaten­rats fülirte am Samstag zu einem am Sonntag abend abgefawenen Ultimatum des hiesigen Feldarttllerie-RegimentS Nr. 75 an ten S>lda!eir- rat, der sich mit der Frage von Neuwahlen ein­verstanden erklärt batte. Tie Haupt orterung des Regiment 5 war die lieber gäbe sämtlick)er Verwal­tungsgebäude des Sochalenrats und Au löüng des Sicherheits-Regiments einsch.i.'ßli h ter Matrosen- Kompagirie. Während die VrrhMtdlungen am Sonntag narfjimittag in ter Arttllerie-Kaserne an­dauerten, kam es aur dem Rieteck-Platz nahe dem Hauptguartier des Soldatenrats zu stundenlangen Zusammenstößen. Tein Falmenträger eines De- monstrattonszuges wurde die schoarz-rot-goldene Binde heruntergerissen, woraus sofort Schü,se ein­setzten, denen aus der SOtagteburger Straße von Zeit zu Zeit Maschinengewehr,euer folgte. Mehre.e Personen brachen verwundet zusammen, eine soll gestorben fein. Abends sah man Artilleristen mit Matrosen einträchtig durch die Straßen ziehen.

und ter Metzger Adam Allendors von Gießen zum Handel mit Fleisch und Fleischwaren zu- gclassen.

Gie ßen, ten 2. Januar 1919. Kreisamt Gießen.

I. B : rüiiüt in a n n.

_ ------ - Nährmittelkarte

Gemüsekonserven in Paketen zu 300 Gr., auf die Marke 48 der Nährmittelkarte C gebrannter Kaffee unb Gerstenkaffee:

3. für Brotgetreide-Selbstversorger (gelbe Karten) auf die Marke 6 der Nährmittelkarte A ge­brannter Kaffee unb G4rstenkaffee.

Wer die auf ihn entfallende Ware Menge wird .päter bekanntgegebeir zu beziehen wünscht, bat unter Vorlage seiner Karte bei einem Aein- handler seines Wohnortes b i s z u m 25. I a n u a r Ds. Js. eine Bestellung aufzugcben. Dabei ist dar­auf zu achten, daß der Kleinhändler nur die betreff fenbeu Bestellmarken abtrennt und auf der gleich -rfstrigen Quitttmgs- und Bezugsmarke die Be­stellung teftätigt.

Wer die vorgesehene Frist für die Bestellung «nicht einhält, vertiert den Anspruch auf die ihm zustehende Ware.

Die Kleinhandelsgeschäfte haben die Bestell­marken auf die in Betrach kommenden Bestell­te gen aufzulleben uird s p ä t e st e n s a m 3 0. I a - fn u a r l. I. ter Großhandelsvereinirung e. G m t>. H. Gießen, West-Anlage 31, einzusenden. Nicht- ernhaltung dieser Frist zieht ten Ausschluß des te- treffenten .Kleinhandelsgefchäftes von ter Beteili- SJung an dem Vertrieb der Nährmtttcl nach sich.

Sei Einsendung der Bestellmarken an bk Großhanbelsvereinigung Gießen ist von ben Klein- hanblern auf ber Rückseite ber Bogen anzugeben, von welchem Großhändler die Ware ?blie f e r t wer ben so ll. Dabei wirb bemerkt, daß für ben Bezug von K a s s e e und Gersten- k a ffee nachfolgende Großhandels firmen in Gießen in Betracht kommen:

lieber ten Ausgang ter Verhandlungen ist noch nichts Zuverlässiges bekannt geroorben.

Die Lage im Osten.

Bromberg, 13. Jan. (WTD.) Die Sromberger -truppen unter ihren Soldatenräten und selbstgewähl­ten Offizieren säuberten Sebubin und Mrotschen oon den Polen. In beiden Orten wurden den Po^.en viele Gewehre abgenommen. Die Bromberger Trup, pen hatten einige Leichtverwundete. Babel wurde von den Polen freiwillig geräumt

Bromberg, 13. Jan. (WTB.) lieber die Lage um Bromberg wird uns von zuständiger Seite mit- geteilt, daß man der Entwicklung der Dinge mit voller Zuversicht entgegensehen kann und daß zurzeit kein Grund zu irgendwelcher Beunruhigung besteht. Schubine.Inin, Labischin befinden sich in polnischem Besitz. Ebenso sind die Polen in Netzwald emgezogen, wäh­rend die deutschen Truppen den Uebergang über den Kanal bei Netzwalde noch halten. Die deutschen Stteit- Kräfte stehen links Cielc-Iielinen-Notzert- Hopfen­berg.

Die Friedtnskouferenz.

P a r i S , 13. Jan. (W. P.) Havas. Die Sitzung tes interalliierten Kriegsrates vom Sonntag nachmitbag im Quai b'Orsay war von langer Dauer und sehr großer Wichtigkeit. Sie be­gann um 3/*3 unb war um 3/47 beendet. Nach Auf­teilung ter Tagesordnung wurden die französisckien Minister aufgefortert, ihre Ansichten über die tech­nischen Fragen zu äußern. Legues unb Clemente! zogen sich zurück. Ihre Bericht wurden auf deü folgenden Tag verlegt. Dann behandelte ter inter­alliierte oberste Kriegsrat die Verlängerung des Waffenstillstandes. Die Besprechungen darüber dauerten bis 5.15 Uhr. Marschall Foch erläuterte verschiedene Enrzelheiten tetr. Ausfüh­rung ter Waffenstillstandstebingungen. Tann wurde beraten, unter welchetr Bedingungen die Ver» längerung tes Waffenstillstandes zugebilligt werden soll. Im Laufe ter Sitzung wurde beschlössen, daß die Bekanntgabe der neuen Bedingungen am Mon­tag erfolgen soll. Daim wurde die Frage, welck-e; Zahl Delegierte jede Nation auf die Friedenskonfo- venz entserrten soll, erörtert. Der Vorschlag der ftanzösischnr Gruppe ging auf Ernemrung von 5, 4, 3Z 2 und 1 Delegierten für den Staat, je nach ter Beteutsamveit der Rolle, die der betreffendo vorstehende Bekanntmachung sofort ortsüblich zu veröffentlichen. '

Gießen, den 11. Januar 1919.

Kreisamt Gießen. ____________I. V.: 0r. Sieger t.

Bekanntmachung.

Betr.: Huntesteuer: hier: Befreiung von der Steuerpflicht.

Nach dem Gesetz, die Aenterung des Hunde- steuergesetzes betr. vom 17. April 1918, ist die Be­freiung von der Hundesteuerpflicht vom 1. 3a» uuar 1919 ab auf die Besitzer von Hunden aus- getehnt Worten, die ausschließlich zu wissen- schaitlichen Zwecken, zur Unterstützung von Blin-

Su Polizei- oder Heereszwecken ober sonst in Ausübung eines öffentlichen Dienstes gehalten werten. Etwaige B-efreiungsanträge sind alsbald an das zuständige Hauptsteueramt zu rich- ten. ^ie Anmeldepslicht zum Hunteregister ter Gemeinden wird hierdurch nicht berührt (§ 1 ber BO., die öunbefteuer betr. vom 4. 11. 1899 und § 3 ter Tienstanweisung hierzu).

Gießen, ten 7. Januar 1919.

Kreisamt Gießen, I. V.: Welcker.

wend beschließen, für die nächsten Monate die Schüler der 2 jüngsten oder auch aller 3 Jahr­gänge zum Unterricht heranaezogen toerten.

_________________________Urste. dt.

Betr.: Petroleummotore

An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Lnndgemrindm Les Kreises.

29ir erinnern nochmals an bie Erledigung un* Aer Verfügung vorn 9. November 1918 (Kveisol. Nr. 30), soweit noch nicht geschehen, mit Frist von 8 Tagen.

Gießen, den 28. Dezember 1918.

Kreisamt Gießen.

I. 23.: Langermann.

Betr.: Wie oben.

'4ii den Oberbürgermeister zn Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

.. Vorfteheiide Bekanntmachung wollen Sie orts­üblich veröffentlickien.

Gießen, ten 7. Jammr 1919.

Kreisamt Gießen. ______________I. V.: Welcker. Betr.: Vermittlung von Lehrlingsstcllen.

An die Schulvorstände des Kreises.

Wir empfehlen Ihnen, durch die Lehrer Jchrer Gemeinten ieststellen zu lassen, welche Schüler die Vermittlung von Lehrlingsstellen durch die Zen­tralstelle für die Geiverbe wünschen. Tiesbezügliche Berichte sind bis spätestens 1. März 1919 an uns einzusenden.

Fehlterichte sind nicht zu erstatten.

Gießen, den 7. Januar 1919.

Kreisschulkommis i'M Gießen. __I. V.: W c I cf er.