Einzelbild herunterladen

Samstag, 13. Dezemder 1919

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen)

Zweites Blatt

M. 292

Gesucht m

Präsideitt Adelung eröffnet ^um 3Vt Uhr

Als Ansschußberichterstatter begründet Abg. Präsiden iber (Dem.) die Dringlichkeit der Borlage, me Sitzung.

S: DonOgafirmelrb n*

Reiber (Dem.) die

wie

Fortsetzung 6.

(Nachdruck verboten.)

iw

w-

Bl

FTLO/C/L

mn;

34.

m

P»

intet M jdjen in

miet

i-»u

NJJt kk-

rien, Hflt »jeit irer

L Jiili- richt

li­tt inb

itl ien en. bl. cb., mb M. 61. -8.

Der Frau ist schlecht geworden, nimm dich ihrer" an Hast du die Kammer gerichtet?"

Äkke nickte, und baitn sagte Ire, mil einem fdxuen Seitenblick aus den am Boden Liegenden:

Die Toten stehen wieder auf. Jngftvatt Ferts vomSchwarzen Falken" ist all wieder da.' Sie schlürfte zu Estrid, die sich loeoen unter Bents Dille langsam emvorrichtete.

Run flog Estrids Blick zu Jngewart Ferks, der, von Sölve und Peter unterstützt, sich muh-

I. Eosiav Stein, > bei liidjt-Dlebtru»

Abg. Dorsch (H. .Bp.) wendet sich gegen die Behauptungen des Abg. Kaul

Bauernbundes. Achtstundentag und Strmkrecht sind auf dem Lande nicht angebracht

der Landarbeiter lasse.sich mit der der städtischen

Wir ebtr Mich?

SeriOgl LrhrLuch d.beurlch 6pr*> 4e 2. St<6n«n 3. etbinfiztlben 4. Slunt fSri't 5.$imogrct|!>ietol' »e-SLrky 6.Hlc(($tnen«brtiber.7. vuL'üyiuna (eüsf .bm p.,owier*t.) 8.D y.ediilenm.sm House 9 Briet» fteOer 10. Se*i^<6reible6re 11. Sranbmbrterbu.» 12. «eograrbse 13.<* utGngdfa 14.*ut^ront2fi<* 15.Ser guU ton 16. »uiZatziedre 16 DcnOfll-2ebtrü»er, >u(.«. 21, eimem M- 1,4b diachn. SBtr lie-errt mich jede» an ere Buch.

4- Kchw-»rj 6 6c.. Bulut Ub

ien. IV.

?r, Id,

aar *d. II. Sl

Utz fit

1t. IL nb

>r ei« ut

IM!

n.

IWF* Familien-Drucksachen:

yesuchr-, Dank, Verlobvngs- M und vennählungr - Karten, m tSevortr- n. Ctaueranzeigen

Jh --- 9 Neuenweg 9 =

^>uckrvruckerel A. Weinert, Ziesten.

Ging es nicht wieder:Tapp, tapp," draußen aus der Diele? Küm nicht wieder das bleiche Gesicht ihr näher und näher mit dem verwilderten Bart, aus dem weithin das Wasser floß,?.

Estrid schrie auf. . . ,y .

Da wurden draußen Stimmen laut und schlei­fende, schwere Schritte. ___

So trägt man Tote," dachte Estrid erschau­ernd

Langsam tastete sie sich der Dtele zu.

Sölve stürmte herein, dre schwarze Wachs- mckkappe hotte sie sich von dem Honten Haar gerissen Wie ein Heiligenschein bauschte es sich m seinem rötlichen Glanz um ihre weiße Strrn.

Me," rief sie,schnell rüstet ein Bett. Sie bringen einen Totkranken und zwei ganz ver- ttamntte Mattosen. Die beiden vielleicht bet den Knechten, den Kranken in die Giebelstute."

Bist du die Hausfrau," fvagte Estrid vor- tvctend,daß du hier befHmmft?"

n. u.

ft

e in. v. n, n= en iS2

-der in«» 1^2. M

N

ii bett» bji'f i). I

II

Mp 10

Die Notariatskammer hat erklärt, daß den No- tarialsangrslellten, die zu den wirtfck>aftlich em schlechtesten gestellten Angestellten gehören, nur bann Gehaltserhöhungen gewährt werden können, wenn ine Gebühren.erhöht nTÜrdcn, und -war ruck- wirlcnd vom 1. .Oktober. - .

Dre Vorlage wird omsttmmtg ohne Aussprache angenommen.

Präsident Adelung kündigt.eine Nachnnt- tagssitzung cit. Darauf.wird die Aussprache über Terror und KoaliilionSfrechril

Skunks

- U.. «»rill

Emen Augenblick tauchten die beiten Augen- paarc starr ineinander, dann kam es hohl wie aus röchelnder Brust von. des Verwundeten Lippen:

Hinweg! Hinweg mit ihr, die mir ine Treue brach! Jede Nacht bin ich bei ihr ge­wesen mit meinem Fluch! Jede Nacht bäte ich s« nicht schlafen lassen, weil sie mich verraten. Mer im Tode darf sie nicht bei mrr sem.

Ohnmächtig sank er zurück

Ein wimmernder Laut kam timt Estrids Lippen. , , ..

Fort!" gebot Peter, und wortlos hoben tnt Brüder den Verunglückten auf und trugen ibn hinaus. Sölve folgte. Nicht einen einzigen Bluk mehr hatte sie für die Schwester.

Ist er fort?" fragte Estrid, sich das verwirrte Haar von der Stirn sttcichend.

Mi bewt bat Hart," wehklagte die alte Äkke und schüttelte sich. , . . _ .

,G^h," gebot Estrid hart,und sage Peter Banken, daß für Jngewart Ferks kein Platz im Cvttesloog ist." . . _

Das wär«," rief Mke feierlich, ins Hoch­deutsche verfallend,wir werten doch. unserem; Namen keine Unehre machen? Der Gotteskoog stand Hmrterte von Jahren allen Unglücklichen ossen Weit, weit sollen wir die Tore aufmachm, Frau', wenn ein Totgeglaubter wietertehrt."

Gehe, gehe!" rief Estrid noch einmal.

Und Alle duckte sich unwillkürlich vor dem flammenden Blick der Zürnenden und schlich hin-

Estrid schloß die Augen. Zum Sterten elend war ihr Mühsam schleppte sie sich in ihr Schlaf- zimmer, halb angekleidet sank sie auf ihr Lager.

Ter Sturm heulte noch immer, und sie horchte in die Nacht hinaus auf jeden Laut.

adcvdS ,7^ Hamlet

-NSZ'L W WM/'

S**

Geegespenster.

Roman von Anny Wo th e.

Aeenkeiisches Copyright 1918 by Anny Wolhe-Mehn, Leprig.

nichts abgehen, ich komme nackcher selbst. Tiefer frier braucht uns am nöttgsten " Mtt ftäfti^er Hand schloß er hinter den Schiftern die Tür, dann wandte er sich dem Geretteten zu.

Sölve kniete an der Seite des Bwungluckten Mir barmterziger Hand bettete sie das Haupt es Mannes, von dessen Stirn dunkles Blut hernieter- rann, in ihren Armen. Mit einem lerstn G> fühl des Grauens, gemischt mit leichter Neugrtt, war Estrid unwillkürlich nähergetteten.

War der Mann tot?

Schaudernd hielt sie inne. Aus sernem Bart und Haar, von seinen Kleidern tropfte das Wasser, gerate so, wre sie es jed: Nacht in toten Traumen geilten, und ein nasser Strom ergötz sich übrr bU Dte^' gHchlossenen Augenlider txs Mannes bot-cn sich jetzt einen Augenblick, und glanzlose, hist gebrochene Augen starrten sie an.

Wie Entsetzen zitterte es in Estrids Drgeii auf, und mit einem gellenden Aufschtti:^yn(^1, wart Ferks!" brach sie ohnmachttg zuiammcn.

Peter Banken warf einen durchdringendm Blick aur sein Weib, dem Bent zu Hilfe spvang, dann sagte er scharf und klar zu der hevemttetmten

vruckarbeiten jeder Art serttgr PUreto v,d yreisrorrt an M» Ttmdtrti luttus Christ Eichen ton wetzüetninab« 3» Scrvsprecher Ur.

nldjt »ehr nkiHtorttraöz rz

&«/ob"fc«L SSL

^^ndNiückr Verwaltung,

Adi;- innn ulw. wird non wifsenbaliem ^achm. übernommen. Är. z,

12000 b

ll- Hyvothek QUf Haus flacht. Sch, Angcb. unt 024021 an: «irhener Aiueigerw

Stille, dunkle Tage kamen nun über den Gotrcsloog Jngewart Ferks lag noch immer ohne Bewußtsein in der lichten Stute mit dem nie­deren, breiten Fenster, das einen weiten Ausblick ans das silberschimmernte Watt freigab. Sölve und B^nt Bonten teilten sich in seine Pflege

Estrid war krank. Sie lag fiebernd in ihrer Stute und grollte mit Peter, der ihr Ansinnen, den Kapitän Ferks nach List zu seiner Mutter za geleiten, kurz atgelehnt hcktte.

Der Mann ist todttank," war seine Antwort, ein Transpott ist völlig ausgeschlossen. Ich will aber selbst zu seiner Mutter nach List fahren, itzr zu sagen, daß ihr Sohn lebt. Ich meine, gehött zu haben, daß sie sich schon jahrelang um ihn sorgt Ste kann ja dann vielleicht selbst kommen und ihren Sohn nesund pflegen, denn für Sölve werden die ständigen Nachtwachen ein bißchen za viel, wenn ihr auch Bent treulich zur Seite steht."

Ich ftnde es sehr unpassend, zu erfaßten, daß dein Bruder dauernd mit Sölve zusammen- steckt," grollte Estnd.

Peter lachte spöttisch. _____

Mit dir war er ja auch immer zuiammen. wenn ich in der Wirtschaft oder draußmt «ut der Sce zu tun hatte. Da hast du nichts batet gefun- baT"Ich bin eine verheiratet: Frau und er ist dein Bruder."

(Fortsetzung folgt.).

CO

Angcboie, wenn In Ml. in. «ilb. öo «; flcqeben wird. u«tM- H ... Aii»nonrr an.!

Zu '

r Vereine^

flW-ZS®®; im 6*1

Ärleiter nicht verglerchen. v .,

Abg. Bornemann (Soz.) üolemtnett m hestigen fllusfallen c-.cgcn das Zentrum, dre Deutsche und Heftiiche Bolksoattei.

Präsident A d e l u n g teilt mit, datz die letzte Rede des Abg. Bornemann zwei neue Redner auf den Plan gerufen hat .. _

Abg. Brauer (H. B.) werft als Dorsrtzent« seiner Fraktion die Amoürse des Vorredners zuruck, die durch die Mitarbeit seiner r-rraktton in diel em Hause widerlegt wird. Die Landwirte stteilen nicht und wollen nicht breiten. ,

, Präsident des LandesernahrungsamtesRaab erklärt, die Regierungsantwott sei durchaus nicht auf Vermutungen, sondern auf sorgjaltrg! gel^m- meltem amtlichen Material beruhend Aus Die Anfrage des Abg. Wünzer erkläre ich. daß ich alles versuchte, den Arbeiter B. anbenveihg unter» zubrinaeu, ich bedauere, ihm öffentlich den Rar zu geben, freiwillig aus seine Befchätttgung bei Merck zu verzichten, denn ein Zusammenarbeiten mit der übrigen Arbeiterschaft ift nicht möglich, weder in seinem Interesse, noch m dem der Firma Wenn die Deutsche Volkspatter selbst kein Einschveüen des StaatSamoalts wünschte, so Er­stehe ich ihre Anfrage nicht, das; ich geglaubt baten soll, der § 153 der Gewerbeordnung teliehc noch, so beruht das auf einem Mißverständnis. Die Androimng von kirchlichen Sttafen durch bx Geist­lichen ist ein Terror, den die Regierung meines Erachtens nicht dulden fartn.

Präsident Adelung: Es sind noch fün Redner gemeldet. Ich fürchte, daß jede Rede zwei neue gebiett. Die Fraktionen müifcn endlich dazu kommen, Rednerlisten aufzustellen. Wir haben noch 100 Punkte auf der Tagesordnung, Die vor Weih­nachten erledigt werden müssen

Abg Delp (Soz.) hält seine geschichtlichen Ausführungen über die Gewerkschaften gegen die Redner des Zentrums aufrecht. .

Präsident Adelung: Es hat ein Redner gesprochen und drei weitere haben ftch zum Wott

8CmW Scbetet <8«r): Das Mittigi»s her Herr Präsident empsalfl, daß der Arbeiter B sich eine andere Stelle sackte, wird den Terror nicht be­seitigen, sondern bestärken. Die bayrische Regie­rung ist gegen den Terror in der Augsburger Textilindustrie ganz anders aufgetteten. D»e chrrste (iefen Organisationen in Hessen betragen min­destens 30 000. ,

, Präsident Adelung: 10 Abgeordnete haben, den Antrag auf Schluß eingebracht, die Redner, die noch auf der Liste stehen, hatten alle schon tes Wort. Es kann also sofort Schluß der Debatte ^Der Schluß der Debatte wttd mit großer Stimmenmehrheit angenommen.

Die Abgg. Uelel, Lenhart und Dorsch machen imch persönliche Bemerkungen.

Präsident Adelung: Bei derartigen xS.nter« pellationsdebatten muß unbedingt in Zukunft die Anzahl der Debatteredner von den FraktIonen teschrcmtt werden. Im übrigen stelle ich als Er­gebnis der Aussprache fest, daß alle Redner den Terror verurteilt haben.

Schluß der Sitzmig 5 Uhr

» *

fortgesetzt.

Abg. Widmann (Soz.) cholemi, icrt in län­geren Ausiühnmgen gegen.die Redner des Zm- trums Was dem Kollegen Lenhart als cine Amts­pflicht des Seelenhirten .erscheint, «--ridvint ims als eine u.lerhörte.Verletzung der Gennstenspflicht. , Die Geistlichkeit üot Heu schlimmsten Terror aus Sind cüoa die .Zwangsinnungen kein Terror ( Und doch findet.niemand etwas baljtnter

Abg Wünzer (D. Vvt): .Der Konflikt der Firma Merck mit dem Fabttkart-ertervei band wurde dadurch 1-ervorgerusen, daß der Verband der Firma Bruch ihres Ehrenwortes vorgeworien hat.. 8106 der Gewerb.'ordiiung, der am Regierungstlsch .iNS Feld geführt wurde, ist im Jahre 1918 beieUigt worden. Der Ministettaldirektor irrt, wenn er glaubt, daß wir nach dem Staatsanwalt gerufen hätten. Auch wir sind in diesem Puntt Baötttsten. Wir vermißten in der Regierungsantwott.das Gut­achten der unparteiischen Gewerbeinspektion und Auskunft darüber, wie die Regierung bem Arbeiter B. wieder zu feinem Recht zu vereisen (teOcnrt.

Abg. Dr. Büchner (Dem.) spricht als Ber- tteter der Jndustttellen. Die Bottvürse des Abg. Delp gegen die Unternehmer dürfen nicht veratt- gemeinert werden. Die von mir seit Jahren ge­führte Organisation der Jndufttiellen hat längst den Herrenstandpunkt ausgegeben. Wir fragen nicht nach dem politischen Standpunkt unserer Arbeite^ Tie zwangsweisen g Iben Generlsckiaften habcn sich allerdings als Brutstätten des Spartakismus er­wiesen. Es hat aber auch friedliche G'werkoernne gegeben, die sich unter den älteren Arbctterii gegen die ewigen Provokationen von Streiks ^bildet hatten. Diese hab n wir natürlich begrüßt. Sm Spaltung in dec Arbeiterschaft bedauern wir Ar­beitgeber am meisten, denn wir sind die Leidtragen­den. Wir erhoffen von der Erzielmmt.der Gewerk­schaften eine Hclnna unseres Wcttichaftsleoens.

?lbg. Nebel (Z) stellt eine Rerl>e von Füllen mis der Dieburger Ecke, die von den Vorrednern eingebracht wurden, ttchttg^ ,

Abg. Kaul (Soz.): Die christlichen Getverk- schäften werden wenig erbaut sein, daß ihre Inter­pellation mit denen der Deutschen Volkspartei und der Hessischen Bolkspartei verquickt wurden. Diese letzteren wurden nur ans politischen Gründen em gebracht Das Lob des Abg. Büchner über die Gel­ben können wir nicht anerkennen. ES ift eine , statistisch festgestellte Tatsache, daß mit der Aus­breitung der Gewerkschaften die indben Sttecks abnehmen. Die Amtspflicht der katholischen Geist- lieben wäre es nach dem Fuldaer Pastorche auch, ' die interkonfessionellen christlichen Gewerkichasten zu bekämpfen. Sie tolerieren sie nur aus Milghcft.

Um 1 Uhr wird die Sitzung abgebrochen, da sich ein weiterer Redner gemeldet hat und noch fünf Redner auf der Liste stellen Nachmlttags- sitzung um 3 Uhr.

NachmittagSsitzung.

sitisch neuttal sind.

Präsiden. Adelung macht darauf aufmerk­sam, daß die Re-dnerlifte immer mehr anschivillt. ba alle Redner mit der Aufforderung schlossen, daß der Terror verhindert werden müsse, und da wir darin alle einig sind, könntai sich die folgenden Redner wohl kurz fassen.

Abg. P i ehl er (Soz.): Der Apparat einer solchen Interpellation wäre nicht notwendig ge­wesen- die bedauerlichen Fälle sind meist auf per­sönliche Reibereien zurückzuführrm. Der Redner verliest ent längeres Sündenregister der Chttst- lichen.

Präsident Adelung (mit schmerzlichem Äugenausschlag gen Himmel): Der Erfolg meiner iLisführuiigen ist eine roeitea Vermehrung der Rednerliste. _ _

Abg. Lang (Soz.) bittet den Abg. Lenhart, her sich zum Worte gemeldet hat. Nippe und llare Antwort auf die Frage: Wird das Vorgehen der Geistlichen von Kanzel und Verckststuhl gegen dte freien Gewettscl>aften von ihren Borge,etzten ge­folgert und gebilligt?

Präsideitt Adelung: Es haben sich zwei Iteitexe Redner gemeldet.

Abg. Lenhart (ZZ : Der katholftche Gei,t- ttche hat nickst nur das Bürgerrecht, sondern auch hie Amtspflicht, durch moralische Einwirkung der sozialdeinottatischen Flut entgegenzutvirken. Ich fwotestierc im Namen meiner Frakttoii gegen das Vorgehen deS Krttsrates in Heppenlkim und des Ministettaldirektors, den Beichtstuhl in die Untcr- kuchung hereinzuziehen. Man hat ein altes Kultur­kampfgesetz «iS der Versenkung hör vorgeholt, das durch die neue Reichsverfassimg als außer Kraft rrefetft angefelten werden muß. Gegen die Anwen- i>mig dieses Gesetzes lege ich wieder namens meiner Fraktion entschieden Verwahrung ein.

Nach einer Panse wird zunächst die Auslprache wer die Koalitionsfreiheit abgebrocheir. zunächst mrb beraten der Regierungsentwurl über bu Eryöchmg der Znstlfläge zu den Gedtchren

Neuapostolische Gemeinde

Gottesdienste: Sonntag nachmittag 3*/, Uhr 7905 Mittwoch abend 8 Uhr.

Sie wartete astf Peter Donkens Schtttt, aber der Morgen brach schon grau und regen schwer durch die Fenster mch noch immer harrte ste vergebens.

Peter Banken kam -nicht.

verfassunggebende Doltstammer der Lreistaatez Hessen.

43. Sitzung vom 11. Dezember

Präsident Adelung eröffnet nm 9V3 Uhr otz Sitzung. Tas Haus weist gähnende Lücken auf. Dre Tribunen sind unbesetzt. Das Haus fährt rott m der ülussprache über.

Koalitionsfieilxtt u. d TrrrorisrmlS.

Der Präsident weist darauf hin, daß sich noch / Redner gemeldet haben. Wir haben für diese Weihnachtssitzung eine sel-r große Tagesordnung, die unbedingt eriedigt nxnxn muß In der Pause wird der Aeltesienrat die Geschäftslage besprechm.

Abg. ft n ö l l (Ztt.): Die Fätle von Terrorist mus haben sich feit der Revolution so gemchtt, Mn non in ihnen feine Ausnahmesalle mehr erdlüken ''ann, sondeni System in iljnen sehen muß. Den Arbeiietti nluß endlich nneber begreiilich gemacht loerden, daß die Herrlichkeit der Arbeiter- und Soldatenräte zu Ende ist, daß roteber Rul)c und Ordnung herrschen und jeder feiner Ueberzeugimg Leben kann. Die chttstlichen Gcnxrkschaften find keine Sckwvfung des Zentrums, sondern aus der Arbeitersckstlft selbst entftraiben infolge der Religions-. teindschast oer freien .Gelverkichaften, die durch Aeußerungen ihrer Führer belegt ist. Er weist nach, daß die freien Geiverkschaften sozialdemokrattich firtb, während die .christlichen Gewerkschaften pv"

>che».

"""'"Mm» JjÄrXW ^o)Qfcr \ Nntrii.®Ä 1 Mii»

i9ig

9^na°Ä9 bni '^Ratt. ltta9s*n

Utw^. «Kilt

Zopfe

Locken, Treber, iowie sämtliche Haararbeiten werden schön und dauer-

Svezial- Haar Geschäft.

CÄrbld und

Carbid- Lampen

Carl Schnnck

Balinhofetr« 62.

war.

II. Aug-Hämch der !

stuIi-Arl. 16, Dirff i

hcren-LEtt-Nim.« V

Adressen an V. N« ber<or,(9itiicn,$ strafe 12.

Mt tatiili' roüre flrntlflt, 2bH3y: l ntite eine Herde 6M ' anzimehmen aal

Wlstittwekl

nach PachWnmm

Lchttstl. iMtb. u r M an den Aen.

Da du dich um nichts Tümmerft, muß.ich es wohl tim," gab Sölve zurück, und im näd^ten Augenblick flog fte der Tür zu.

Die beiden Brüder Bonten trugen einen Mann herein und legten ihn glatt auf die Diele.

Ein Hausen Volks drängte nad>

Nichts da," rief Peter Bonken bestimmt. Dte Matrosen, die sckwn wieder zu sich gekommen, wies er zu den Knechten.Pflegt sie gut zu-,der, von toatue redrt," gebot er seinen Leuten,und laßt ihnen I sam ttmtiagte.

vermischte».

* Meiße Kohlen". Wir brachten twr etmgen Zagen eine turje unter ,.'M» Kohlen", nach der,cinc neue Ernndung gelungen! sei vermittelst einer neuen, eigenartigen Hoch- spannungsmaschine und unter.Ausnutzung von Erdsttömen eleMische Sttome m größeren^Men­gen bet einem erheblich desseven Nutz:ftckt, toi. bei bisher üblichen.Maschinen zu erzielen Wie mir von sachkundiger.Seite erfahren, stelst man in Fachkreisen solchen Meldungen sehr stepttschl gegenüber und hält dte bisherigen Angaben für zu ungenügend, um .beurteilen zu tonnen, um was es sich eigentlich handeln soll In der Technik versteht man übrigens unterWeiße ftMtti all- qemriii dte Ausnutzung der Wasserkräfte. Es Muß also der Zeit und cvtl. weiteven genaueveii An- cafcen überlassen bleiben, inwieweit auf diesem Gebiete tatsächlich eine .neue Erfindung und ob in diesem Falle diese AnwenLung rn der Prax^ ftndeii tonn.

Büchertisch.

Dr. Max Pohl, Vierzig Jahre Rampen-, licht. Kultur-Verlag, Berlin W. 30. Mit Bildern auf Kunstdruckpapier. Preis 3 Mk.

Pflege bikc -»ermüd« Vdiite Acfuibi ötbtt'- Siififbo't iiniftO24UM Öen S/etzeNttAmM aunaerliann,24ft eoatifr. men.tiiWi;: t. m|t ek ©eftbölt, ituft- itl bi'* BelannisLait civ ** ytäuUm ttHLfm miste, am VMW

cmAie u

i Die Abgeordneten Brauer, Fenchel und Genossen haben folgende Anttäge an die hessische Volkskammer gerichtet: .

1 Zur Verwendung des Mehrerlöses aus Häuten von Schl a ch tv ie h beantra­gen sie, dte Regierung zu ersuckien, wforl eine Verordnung zu erlassen, daß i>cr nach der Ver­ordnung des Neichswirycya'tsmunster- vom 26 November 1919 auf bte ftommimatüetbanbe entfaüenbe Anteil von 40 Prozent den Erzeugen, zu gewendet werden soll. .

2. Die Regierung soll Wetter bn der m Be­tracht kommenden Reichsttelle dahin voritellw wer­den, daß der Preis für ab^l'eternoen Lllichthaier dem Preis, der im freien Bcrtehr gezahlt ivcrv, an- nälTernb gleichkommt.

3 Die Regierung soll bei der in Jöetradjt kommenden Stelle dahin vorstellig werden, daß der Lieferungsruschlag von lo Mark Uro Doppel zentner für sämtiick>es Brotgetreide und Gerste aus der Entte 1919 bezahlt wird

4 Dieselben Abgeordneten haben Wetter entr dringliche Anfrage betr bic Bewirftchattungder anfallenden Häute von Schlachtvieh an bte .Jte^e^ rung gerichtet, in der sie an fragen, ob es ihribo» tannt sei, daß einzelne Kominunalverbcmde oazu überachen wollen, bte anfall, nden Haute von Schlacliftnch in eigne Bewirtschaftmtg z-n über* ncbuKn ?biß Regrenrng bereit, Auskunft zu ßeben. auf welche gesetzliche Grundlage dwses Verfahre» nach der Aushebung der Zwangswirtschaft für Häute gestutzt ist? .

Diese ArS der Dew^tschaftung wird zur Folge haben, daß die ländlichen Erzeu«rgememdcn gegm- iiber den städtischen Verbraucherberirken benach­teiligt tverden, ba auf dem Lande Großvieh nur in geringem Umfang zur Schlachtung kommt und Leder nach der letzt getretenen Regelung nicht zur Verfügirng stehen würde.

Lieb er all ju txibezz!

reu