Einzelbild herunterladen

Donnerstag, 13. November 1919

169. Jahrgang

zu

(ungen ten 15. baltischen fchcwisten

Die

äußern.

DaS Friedensangebot der Sowjetrepublik.

Bergarbeiter haben eine Einladung des Av beitsfekretärs angenommen, mit den Unter­nehmern über ein Lohnabkommen zu ver- handeln.

November festgesetzt. Zwischm der 'Küste und Jamburg greifen die Nol- mit grober Heftigkeit an.

russische Frage im englischen Unterhaus.

führenden. Wir haben erklärt, daß mir Belgien nicht annektieren wollen. Tiefe Erklärung wurde dem Grafen Berrrsoorfs uom Oberl.cn House als höchst wertvoll bezeiclrnct. Die Kollekiilvrwte der Entente vom 17. Januar zeigte, wohin dir Frie- densl»estrebungrm Wilsons eigentlich zielten. Seine Botscl-aft vvm 22. Januar an den Kongreß enthält luid) der Ansicht Bernswrsfs eine Z-msurieruug der Friedensziele der Mittelinactste zu Guchten der Entente, was gegenüber dem einleitenden Referat des Abgeordneten Sinzheimer ausdrücklich gesagt werden muß.

Tamit waren die unerhörten Krwsszielc der Entente und Wilsons bezeichnet, die für uns un­annehmbar 'waren. Aus all diesen Vorgängen heraus erllärl sich, daß sich sästießlich bei uns das 0>esühl durchsetzte:Tank dem Gott, der uns vor diesen Friedensvermittlern bewalwt hat." Hinter der Botschaft Wilsons vom 22. Januar zeigit sich bereits das Gesicht des Wilson von Versailles.

Hierauf wurde die Beratung aus Freitag vor­mittag 10 Uhr vertagt. Morgen interne Sitzung.

Gutachten von Sachverständigen zur letzten Note der Entente.

Berlin, 11. Nov. (Priv -Tel.) Wie der B. Z. gemeldet wird, hat die Reichsregierung wäh­rend der l tz den Tage Gutachten von Sach­verständigen zu der Note der Entente über die Nichtersüllung des Waffenstillstands­vertrages eingefordert, namentlich über die Frage, ob wir überhaupt noch im Besitz von 400 OCX) To. Baggern, Docks usw. sind. Da diese Gutacksten nun­mehr vorliegcn, wrde das Reicksskabrnett heute zu der Ententenote Stellung nehmen.

m. 266

Tex Lietzener Nnzeign erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags.

Bezugspreis:

monatl. Al k. 1.60, viertel- iäbrlich Alk. 4.80. durch Abhole- iu Zweigstellen monall. Alk. 1.50. durch die Bost TU. 5. viertel« jährt, ausschl. Be tellg. Ferulvrech Anschli'fle: für bte Lchr,stleitungll2 Verlag,ltzeschältsstellebl Auschrist für Drahtnach­richten: Lnreiger Stetze».

Postscheckkonto:

Zranksurt a. M. UM6

Vie Arbeiktonferenz in Washington.

Bern, 13 Nov. (Priv.-Tel) Wie die Mai­länder Blätter meld.n, wuroe der Oberste Rat der Alliierten durch ein Telegramm des amerika­nischen Arbeitsministers gemahnt, daß die Abwesenheit der deutschen und österreichischen Vertreter von dec inter- nationalen Arbeitskonferenz in Washington der Konferenz jede Wukarnkcit zu neunten drohe. Ter Minister besteht darauf, daß die Alliierten sich für die möglichst schnelle Ankunft der noch fehlenden Abgeordneten verwenden.

Ter Bergarbeiterstreik in Amerika.

Indianapolis, 13 92ob. (WTB.) Reuter. Bisher ist es nicht bekannt, ob die Bergarbeiter dein den Streik aufheben­den ÄejehlL Folge leiften. Die Vertreter der

Der interalliierte Ausschuß für fcas Baltikum.

Königsberg 13. Nov. (WTB.) Die inter­alliierte Kommission für das Ba l t i ku m ist hier eingetrofsen imb hält heute i!-re erste Sitzung ab. Zur Besprechung in Tilsit sind der Stabschef der russischen Westarmee und die Führer der selbständigen Detachements eingcladen toerben, wozu ihnen freies Geleit zugesichert worden ist.

Konferenz der baltischen Randstaaten.

Helsingsors, 13. Nov. (WTB) Auf der K o n s e r e n z der Randstaat^n t>rben Esth- land, Lettland und Litauen ein gemein, ames Pro­gramm über die Behänd ung der Frage des Frie­dens mit Rußland angenommen. Offiz,elfe Begrüßungen fanden zwiichm ben b,ltischen Staa­ten, Litauen, Polen, Ukraine und Westrußland statt. Ter Beginn der Friedensverhand- mit Sowjetrußland wurde auf

tung er über die Rückrusmöglickstint des unbe­grenzten U-Boot Krieges >.'rientt.-n ward:. Beth- mann-Hallweg: Schon var dein 29. Januar hat Hützendarff mir und den Staatssekvetären Helsieriä und Zimmermann wiederholt und be­stimmt erklärt, daß der U-A-ot-Krieg jetzt nicht mehr rückgängig gemacht werden könne, da die U-Ba>ate draußen wären und ein guter Teil van ihnen nicht mehr zurückgerufen werden könnt:. Diese Erklärung l-at Holtzendarf, mir und Zimmer­mann am 29. Januar kategorisch wederha.t, als wir mit Rücksicht auf ein Telegramm Becnstorffs den Aufschub des U-Ärat-Krieges forderten.

Erat Bernstorfs erklärte in diesem Zu­sammenhang, daß die amerikanische Regierung nichts von dem beabsichittgten U-Dvot-Krieg gewußt habe. Wenn wir mitgetei.t hätten, daß nrir be- absick tigten, die Friedmsvermitt^ung Wilsons an» zunchmen und den U-Boot-Krfeg, den wir -war bc.iliid:itigten, deshalb aufzufchteben, dann wäre irach meiner Ueberzeugung die Fri:densvermrtt- lung to-ätergegangen.

Tie Frage des Vorsitzenden, ab man bet Er­laß der polnischen Proklamation den ungünstigen Eindruck in Rechnung gesteckt habe, den die,e Pra- klamotian aus Rußland machen müßte, erklärte Bethmann-Hollweg außerstande zu barnkwarten, bevor er sich mit dem früheren Staatssekretär von Jagow nicht besprochen habe.

Vizekanzler a. d. T. Dr. Helfferich: Tie Frage des imbeschränkten U-Boot-Krieges war keinesw.-gs eine Pri zipienfrage, fonbent war ci.ic Frage der militari,chn und po itt ch.n Kriegs,üh- rutig. Sie war keine Frage irgend eines dogmati- tisckmr Glaubens, sond rn d s zweckmaß gen Han­delns. Wir mußten uns der Situation anpaifm Jeder nnz lne mußte mit Berücksichtigung des Standes der politischen Ereignisse und die Pack­tischen Verhältnisse zuhause und draußen und der teckmisckten Ausgestaltung der U-Bootswasfe seine Stellungnahme daraufhin prüfm. Dicke ungeheuere Verantwortung war gleich schwer für die Unterlas­sung wie für das Tun. Es war kein ra-bangue Spiel. Ein solches gab cs für nirnanb Jeder war sich der schweren Brantwortung wohl b^-wußt und trat für das ein, was er vor Gott und seinem Ge­wissen als Rettung des Vaterlandes ansah. Wer feilte von einem ra-bangne Spiel spricht, hat seine Almung von der Pflichttreue, womit alle diese großen Entscheidungm grtrosf.-n wurden. Wilson führte wohl das Völkerrecht auf den Lippen, ordnete aber alles den Han­delsinteressen unter. Tas ist der Wsilivn, mit dem wir es zu tim hatten. Wir waren ihm gegenüber immer schlechter gestellt. Oberst House sagte dem Grasm Bernstorfs gegenüber:Wilson wollte das Geschäft nicht stören, das darin bcktand, aus den Tränen Europas amerikani­sch esGoldzu mün z en." So schver aber auch die unneutrale Haltung Amerikas schon auf uns lastete, so rrar sich die R ichsleitung doch völlig klar darüber, was der Eintritt Amerikas in den Krieg für uns bedeuten müßte. Wir si id stets jeder Schönfärberei entgegen getreten. Ter Redner erin­nert im weiteren Vrwlaus seiner Ausführungen an den 7. Oktober 1916, als Dr. Spahn im Haupt­ausschuß namens sämtlicher MitgliHer der Zen- trumsfraktion erklärte,daß für politische Entschei­dungen der Reichskanzler dem Reichstag a'lein ver­antwortlich wäre, daß aber der Reichskanzler bei seinen Entscheidungen über die Kriegführung sich wesentlich auf die Entichsi ßungcn der Obersten Hee­resleitung zu stützen habe. Fällt diese Entscheidung zugunsten des rücksichtslosen U-Boot-Krieges ans, sv darf der Reichskanzler des Einverständnisses des Reichstages sicher sein." Damit hatte die stärkste ReickBtagssraktion, die in dem U-Boot- Krieg das Zünglein an der Wage bildete, die Entscheidung über den U-Boot-Krieg in die Hand der Obersten Heeresleitung geegt und den Reichs­kanzler von seiner Politischen Verantwortung zu dieser Entscheidung entwaffnet. Wenn sich heute unter den An Nagern in Sachen des U-Boot- Krieges Leute befinden, die damals diese Zen- trumserNärung abgegeben haben, so würde ich, fuhr Heliserich weikc fort, im Privatleben diese Haltung als den Gipfel der Heuchelei bezeichnen. Jedenfalls spreche ich diesen Leuten das Recht zu einer An Nage gegen die damalige Regierung in jeder Hinsicht ab. Auf den Bericht des Kanz­lers an den Kaiser vom 31. Oktober ant­wortete der Kaiser mit folgendem Brief, der auch herangezogen werden muß:Der Vorschlag, Frie­den machen, ist eine sittliche £at, die not­wendig ist, um die Welt, auch die Neutralen, von dem auf ihnen lastenden Druck zu befreien. Zu einer solchen Tat gehört ein Herrscher, der ein Gewissen hat, sich vor Gott verantwortlich fühlt und ein Herz für die Menschheit besitzt, der unbekümmert um die Mißdeuttmg seines Schrit­tes den Wicken l at, di? We t von ilw'n Leiden zu befreien. Ich habe den Mut bau. Ich will xd im Vertrauen aus Gott wagen " Gilt es jemand, fragt Hcl ferich. der die en Ernst, dieses Veeantt wortlichfeitsge ühl bezwei ein möchte? Es wird ein Ruhnr.s itel des deut die i Namens für alle Zeit'N bleiben, daß von Deutschland und feinen V r- bündeten zuerst die Frage des Friedens au gen-or en wurde. Wer will bestreiten, da'; wir dm Mitten zum Frieden hatten? Es wäre unter allen Um­ständen zum Irenen getont mn, wmn ein Funke dieses ehrlichen W llens b i un­seren Feinden und den Männern der mächtigste t neutralen Macht vor landen gewesen e. Unser Friedensangebot vvm 12. Dzemver wurde mit sckmcideuder Schärfe von der Entente abgc- Idfctt. Ihre Antwort an Wilson bedeutet eine glatte Zurückweisung seines guten Dienstes zur Herbei-- süchrung einer Verstjändigung ratter den Krieg­

A«4 der Türkei.

Bern, 11. Nov. (Wolff) Nach derTriBime de Gencoe" hat Prinz Saba Heddin, ein Neffe Mohamwcd VI. und Ches der liberalen Oppo­sition in der Türkei, am Tienstag die Schweiz verlafsen, um nach Konstantinop l ^urückzu kehren. Wie das Blatt erfährt, sind alle poli t ch n Parteien in der Türkei ber.it, ihm dieNeubildungdes Kabinetts anzuvertrauen.

In Konstantinopel die Pest anSgebrochen.

Köln, 13. Nov. (WTB.) DerKöln. Ztg." wird von der Sckpveizer Grenze gemeldet, daß das internationale Komitee in Genf durch Tele­gramm vom 9. November tmterri d£ct norden ist, daß in Konstantinopel die Pest ausge- b r o ch e n sei.

^nn'bie

Spaltung ver Kommunisten

DerVorwärts" vom 8. November be­richtet über die Spaltungskonferenz der Kominunisten:

Tie BerlinerRote Fahne" veröffentlicht einen ausführlichen Bericht der Reichs tonfecen^ der Kommunistischen Partei Deutschlands, die be­kanntlich zur Spaltung der Partei führte. Auf der Konferenz waren 43 Delegierte anwesend, von denen 18 gegen die Leitsätze der Partei zentrale stimmten uni) infolgebeffen aus der Partei hinaus­gewiesen wurden. Die Zentrale tonnte ihre knappe Mehrheit nur dadurch etwas verbessern, daß sie sich selbst das Stimmrecht gegen den heftigen Widerspruch der Oppositton gewähren ließ, wodurch ihre Mehrheit von 25 auf 31 Summen stieg. Doch hatte sie auch hierdurch nicht ver­hindern können, daß vor der en bloo-Annahme der Leitsätze die Opposition die Oberhand ge- naim. Die acht PunÄe, die das neue Programm der K. P. D. hüben sollen, sind dadurch beachtens­wert, daß sie als polittsche Kampfmittel Massen­streik, Massendemonstrattonen und vor allem auch den Aufstand in Betracht ziehen, daß sie die indivi­duelle Sabotage und den Syndikalismus als Kampfmittel verwerfen, dagegen die Beteiligung an parlamentarischen Wahlen als Kampfmittel zulassen. Für den Geist der Diktatur, der m der K. P. D. berrfdjt, ist der Punkt 8 charakteristisch, der in feiner von der Zentrale vor geschlagenen Fassung folgendermaßen lautete:

Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands, die diese Anschauungen über Wesen, Organifation und Aktion der Partei nicht teilen, ober ihnen in Wort und Schrift oder Aktion entgegengehandelt haben oder entgegen handeln, haben aus der Partei auszuscheiden."

Dieser Punkt wurde unter Stveichimg ber Worteoder ihnen in Wort und Schrift oder Aktion entgegengehandelt haben oder entgegen han­deln" angenommen.

In Der Diskussion Über das Programm be- jeidmete jeder Teil den anderen als kleinbürgerlich und gegenrevolutionär. Ein Mitglied der Zentrale verlas einen Artikel aus der HamburgerK.A.Z.", dem Hauvtorgan der Minderheit, und bemerkte dazu:Ein S ch u f t, ein Lump, ein Strolch, der das geschrieben hat." Die Minderhett Er. - schwerte sich über den Terror der Zentrale und behauptete, etwas Aehnliches wie die Schlußsätze des Programms (Punkt 8) .habe noch kein lache -

Ter Streik der Trucker iu Paris.

Paris, 11. Nov. (Wolfs.) Das etw- zige Blatt, das von den Zeitungsver- legern gemeinsam herausgcgeben wird, und sichLa Presse de Paris" betitelt, teilt mit, daß oer Streik der Drucker durch eine Forderung auf Erhöhung des Tagclvhns um 5 Franken hervorgerufen wurde. Das Blatt bemerkt, daß die Arbeiter für Tagesarbeit 18 bis 23 Franken und für Nachtarbeit 20 bis 26 Franken verdienen bei einer Arbeits­zeit von im Maximum 7 Stunden. Die Hand­langer verdienen im Tag 14 bis 16 Franken und während der Nacht 16 bis 18 Franken bei nur sechsstündiger Arbeitszeit. Zu Diesem Taris kommen verschiedene Entsck>äDigungen hinzu, so daß Die vorstehenden Minimal- zisfern immer überschritten werden. Das Blatt erklärt schließlich, daß die verlangte Er­höhung nur unter der Bedingung gewährt werden könnte, daß die Abounements der Zeitungen erhöht werden, da die Mehrzahl der Zeitungsbetriebe gegenwärtig mit Ver­lust arbeiten.

Paris, 11. Nov. (Wolfs.) Havas. Auch die s o z i a l i st i s ch e n BlätterHuma- nite",La Bataille" ,>L'Oeuvre" undLa Fron? libre" sollen beschlossen haben, sich zusammenzuschließen, um ebenso wie die an­deren Pariser Blätter ein gemeinsames Blatt herauszugeben. Die bürgerlichen Blätter bedauern Den Streik besonders des­halb, weil die Presse gerade jetzt den Jahres­tag des Sieges und den Vorabend der Neu­wahlen feiern solle.

Versailles, 13. Nov. (WTB.) Der Zei t ungsstreik in Paris dauert fort. Die Zeitungsverleger werben neue Setzer an, um womöglich den Betrieb durch sie wieder in Gang zu bringen.

Neue Verhandlungen des Unterfuchungsausschusses.

Die gestrige Sitzung des parlamentari­schen Untersuchungsausschusses geriet wieder auf einen Höhepunkt parteipolitischer Aus­einandersetzung. Ueberraschend wenig Neues haben die Erhebungen über den U-Bootckkrieg ergeben, und der frühere Staatssekretär H e l s f e r i cb hielt gestern eine Art Plädoyer, worin er alle Feststellung von Schuld sck)arf zurückwies und feststellte, Daß beL ber Zu­stimmung zum entschiedenen U-Boot-Krieg alle Instanzen nach ihrem vaterländischen Pflichtgefühl gehandelt hätten. Daran ist wirklich auch nicht ernstlich zu zweifeln, so berechtigt auch die Annahme sein mag, daß dieser sogenannte rücksichtslose U-Boot Krieg besser unterblieben wäre. Die Kriegslage war ernst gewesen, aber schließlich wendete sie sich doch, nachdem die Ostfront entlastet war, wieder zum Besseren. Auch Ludendorff gibt dies in seinem Buche zu, und er ging mit großen .Hoffnungen zur letzten großen Offen- five über. Wie weit man den führenden In-

WZ-W

r8««rStiiteL 2 i?n 2 uxd^'baiM «, z g , 2 'ufl >

be uni Schule

dorfa d. Lumda, < ern te (fvogelifujn m ' !,fur Mat Winter jein erfi der dem Menten W

M einet einleitenden i Dr. Kuntz, der auch da' ickt Lic. Piarrer 3ägqi ertrag über die Leipziger^ >nt nurde der Abend inra.1! WnnerAsanaverein unter ten, te Lehms Sdünfa

GietzemrAnzeiger

General-Anzeiger sm Oberhefsen

SwiMngrrunddrnck ».Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- n.Steinöruderei R.Lange.5christleit»ng, Seschaftrstelle ».Druckerei: Zchulstr.7.

Annahme von Anzelgrs f. Dir Zaqremimmec vis zmn Ntichminag vorder ohneiet'e'Berbiitbibiifeit Preis Mr l mm höhe für An>elaenv.34mm Brette örtlt t) 15 Ui, ouSmälls 18 üf, für 'Jtetlame- anjeiam von 70 mm Bre ie 48 Pf. Pei Play- »oridiriH2O°, A>iifctckag. HauoticdriMeuer: Aug. Goeq. PrranlioorNich fiii Politik: Aua. Goetz, für den üdnaen Teil: Dr. Reuidolü Jenz, für den Anzeigenteil: H. Peck; fänitlid) in Gießen

I Berlin, 12. Nvv. (WTB.)

Zu Brgim, der Sitzung nd>ttte t>er Vor­sitzende Warmuth an Bethmann-H)ll- toe g die Frage, von mem und in welcher Rick>-

ver fertig gebrE, daß w cn ihm und seiner Tant! > -en Mr. Torthin mht: i i. Jj

t w gewöhnlich erst ici mn über Wetter, 'M allgemeine Ereignis. -"hjL ie gelesen, Gräfin, dah M Gestülsdirekttr bebmme.^ ich Zedern an seine 9^ ,'

r!" 7

itzlingRmdauisto.^^ märe sehr fwh govesrn,

<hen, der ja ein b0n \jr(1 aber mit Wrden fantÄv fi untergebracht zu HL-gen. Die .-ine tzugendM»' ch, an mich i tun. Unb Hfl« ! > für ihn geweien! , hilzen ist ja ckenM 'Ms. AeMe P ba^ Mrlich iherpg {eiren W-Bi9^31 ist zu ärsttstch. 'w. t denn dieser PlMe? nant Anteil. EwAs - niärs nxiter!, ihenpg- dec 5ÄwnM ifttr gewflen...

(Fottsekung W J

stanzen zugute halten kann, daß sie auf einen Zusammenbruch Rußlands nicht rechnen konnten, ist heute nicht zu entscheiden. Darin hat aber Dr. Helfferich zweifellos recht: Wilson war unser stiller Gegner, er war nicht der Menschenfreund, als der er sich in seinen Reden immer ausgab, und Gras Bernstorfs, der ja auch wenig unmittel­bar mit ihm in Berührung gekommen zu sein scheint, hegte wohl zu günstige Annahmen für uns. Es fehlte auch am Verständigungswillen der Gegner; auch daran durfte Helfferich gestern mit Recht erinnern. Trotzdem das Verhängnis kam über uns, weil wir keine weitblickende, zielbewußte und entschlossene Re­gierung hatten, die auch im Großen Haupt­quartier überzeugend gewirkt haben könnte. Ludendorff klckgt ja in seinem Buche so beweg­lich, daß dieReichsämter sehr verfahren neben- cinander arbeiteten und der einheitlichen, ziel- bewußten Leitung entbehrten. Woher sollten die obersten Heerführer Bectrauen schöpfen?

Berlin, 11. Nov. Der parlamenta­rische Untersuchungsausschuß setzte heute die Verhandlung über die technische Seite des Ubootklieges fort. Staatssekretär a. D. v. Capelle wies zunächst nach, daß vor dem Kriege und. während des Krieges im ganzen 810 Ubootc in Auftrag gegeben wurden, davon 45 in der Zeit vor dem Kriege. Von Großadmiral v. Tir- pitz sind 186 Uboote in Auftrag gegeben worden und von Capelle selbst während seiner Amtsdauer 579. Die Gründe dafür, daß in den 9 Monaten des Jahres 1916 nur 90 Uboote in Auftrag ge­geben wurden, liegen vor allem in ber damaligen politischen Situation. Im März 1916 fiel bekannt­lich die Entscheidung dahin, daß der rücksichtslose Ubootlrieg vertagt werben solle. Mit der Sussex- note am 4. 5. war der rücksichtslose Ubootfrieg auf den toten Strang aezogen, bis er auf Veranlassung Hindenburgs und Lud^ndoriss wi'der a: fgenommen wurde. Staatssckretär v. Capelle bez.ichnett es als unrichttg, daß er immer nur aus Veranlassung des Reichskanzlers oder der Obersten Heeresleittrng Ubootbestellungen gemacht habe. Auch General L u d e n d o r s f habe im Rahmen der gesamten Rüstungsindustrie eme Steigerung des Ubootbaues als nicht möglich bezeichnet. Nach seiner persön­lichen Auffassung über den Ubootfrieg befragt, er­klärte v. Capelle u. a.: Um die Jahreswende 1916/17 seien er wie die Oberste Heeresleitung, und der ReickBkanzler der Ansicht gewesen, daß unsere Lage sehr ernst wäre. Es blieb gar nichts anderes übrig, als das letzte Kriegsmittel etnfr «üsetzen, um uns vor dem Untergang zu retten. Dieser Auffassung neigte ich um so mehr zu, als der rücksichtslose Ubootfrieg eine mindestens sehr große Chance bot, um den Krieg günstig für uns W. beenden. Von einer Niederzwingung Englands ist niemals die Rede ge­wesen, wohl aber davon, daß er genügen würde, »m England zu einem brauchbaren Frieden geneigt zu machen.

Im weiteren Verlaufe der Sitzung wies Kapi­tän Brüninghaus die Beschuldigung von Dr. Struve zurück, dem Reichstage falsche Angaben hinsichtlich der im Bau befindlichen Uboote gemacht haben. Wenn er die Auskunft gegeben habe, daß 479 Uboote im Ban Peien, so habe oas durchaus den Tatsachen ent spröden. Jnbauzfch.m sei ein tcr- Enrirus technicus, der gktd>b.bcuiertb s ermit Jn- bestellunggeben. Er stettt in der Oeffentlichkeit fest, daß bie Beschuldigung, falsche Angaben gemackst zu haben eine unhaltbare Auffassung Dr. Struves sei.

Kapttan B a r t en ba ch b-merlt, daß bei Be­ginn des unkuckchränklen Ubootk ieges im Februar 1917 es sich für die Marine nickst um einen voll­kommen neuen Krieg gehmdelt habe, sondern um die Ausführung des Planes, dem Wirtsckiaftsleben Englands ehren gehörigen Ader zuzuingen. Tie neu ausfahrenden Uboote unterschieden sich durck) nichts von den früheren. Sie hatten nur andere Verhaltungsvorschriften an Bord. Beim Auslaufen der ersten Schiffe im Januar und Februar herrsch­ten aber außerordentlich schwierige Cisoerhältnisse in der Norl fee.

Hiermit ist die Erörterung ber Ubootfrage nach der technischen Seite erledigt. Nack) einer Reihe per'önlicher B me.kungeu w rd um 2 Uhr die Be­ratung abgcbrod>en. Nächste Sitzung: Mittwoch 10 Uhr mit der Vernehmung des Staatssekretärs O.D. Dr. Helfferich.

Lon^"n, 11. Nov. (Wolff.) HavaS. Im U .c l c - h a u s gab otr Abschnitt der Siebe Llovd Georges in der Guildl)all, der sich auf Rußland bezog, am Montag Anlaß zu verschiedenen An­fragen. Man wünschte zu roifien, ob die Regierung beabsichtige, mit Lenin unb Trotzki in Be­ziehungen zu treten, oder ob die Politik, wie sie vom Premierminister am letzten Mittwoch ge- lem'zeichnet wurde, verlassen nxtben solle und ob das Haus auf jeden Fall be"ragt mürbe, bevor die Regierung in dieser ober jener Weise vorgehen würde. Sonar Sato erklärte an Stelle des Premierministers, die Aeußerungen Lloyd Georges liehen keineswegs baraui schließen, daß die Regie­rung zu einer Aktion bereit sei. Der Premier­minister habe nur der Hoffnung Ausdruck gegeben, baß man zu einer Lösung ber russischen Frage unb ber Wiederherstellung des Friedens mit Ruß­land kommen möge, eine Meinung, bie das Haus gewiß vollständig teile. Es werde kein Schritt unternommen werden, ohne baß das Parlament nicht soiort Gelegenheit bekäme, seine Ansichten

Rom, 13. Nov. (WTB.) DieTribuna" ver­öffentlicht den vollen Wortlaut des Friedens­angebots der Sowjetrepublik an die Entente.

Levin nicht ausgeliefert.

Wien, 11. Nov. (Wolff.) Wie derMorgen" von unterridjfteter Seite erfährt, wurde ber An­trag der bayerischen Regierung, den Kommunisten Max Levien auszuliefern, von der Regierung abschlägig beschieden. Levien werde aber nicht in Freilieit gesetzt, sondern in Karl stein bei Wald- kojeii interniert.

mit Luni) itoamn', finden v°r tfinf S Neim: ' ^block, bfrxi01 ft 4

U? r

'UHU) i* ; eum e.

aus bepi1Q(votc

J ^bült bA nodl 9101

,^f>'itemL niSten' L sc miy >«*, 9lei*< Ne MtzLz

^klmik Gtetzen tätig var,,.