ÄTttraa 6eet mtb <en. an? (Hnffl&nmg M 1. Mai wird gegen die Stimmen der $>ef). Beitel)., bet Deutsch. VolkSv., des Zentrums unr> fcei der Stimmen: Hal türm der Demokraten anye- v o m m e n. Dir Eingab' aus Sand auf Einfüh- rnng ted 9. November wird abgelehnt.
Tic Lommerzrit.
Em Antrag Hofmann und (9en. (Ztr. tmj eine Eingabe des io',iah>.mokratischcn Vereins Birenbach nxmbcn jid> o??.-n die (rirvüfrnmg der ßonmwrjeit. Ter P^nlMnc^auS.chuß, für den Abg Seel (Soa.) den Bericht eritatirt, war entnimm ;g der Ansicht, dah die Regierung sich bei der Rrick«- ttgieriuig iür bte Aufhebung der Sommerzeit kürsesten yoU. Ter Vorschlag des dluSschusses Wird ohne Teballe arnmommet.
Aussprache über den Slaarsooranschlag.
Abg. U r st a d t (Tenwkrot : Von Bo -ern ging t* etfte Revolution aus Es ii't zu bcsüvryten.
baß auch die zweite Revolution, die das gute row der zerstört, das die erste Rrvollllüm doch auch gchrcuht hat, wieder vernichtet, von Bar-ern mt5 fibergrrift. Tas must tvrlnnbert werten. Wir ttöU-m feine Rötere vudlik. Ter Reichs lag hat ja tn der Frage der (Ernflfiebcntng bed RäcesyslrmS in die Nnll/steriaisung nadgwben. Die Räte be Som men darnach etnn die eteUing der Arbeils- tommeru. Doch müssen von txornlxrrtin lieber- arifse verhindert n erden. Der Redner Dertangle Auftkärung uter den Vorgang in Hepperchrirn. Tie Zukunfi^berfnxfztintgen bet Beamten sind grundlos. Schon sollen bte Ungleichheiten des bisherigen BesoldunsoNeserrö beseitigt werden. Der Redner nimmt sich der Kanzleig.chilfen und der Steols- bienftannnrter an, die man mit Recht mit den Arbeitslose.', ix-rgl ufert hat. In der Siedlungs- fra«.' tut Eile not, txi die Geduld im Lande tnaufcru nicht mehr sehr groß ist. Erfreulich ist, daß jettt der Baumcbund auch für die Aufteilung des Gnrndtesißes ist, vor der Revolulion falt sich der Aba v. Helmvlt dagegen ausgesprochen. Rhein- Hessen titTD von der frwlzösischen SnliDerflaufSnelle brnnchert, es mutz das vierfache für ffiali zahlen, als cs bei der Berliner Kalizentrale kostet. Der Redner halt seine Forderung nach Aufteiluny der Weiden gegen den Abg. Brauer aufrecht.
Der Redner fordert die Einheitsschule, tritt
aber für das Recht der Eltern und der Privat- frfjhikn ein. Die Versuche der Rechtsparteien, Zwiv- trocht unter die Mehrheitspartrien zu bringen, sind charakteristisch, ebenso die Versuche, den Abgcord- neten Pagen stefer in Gegensatz zur übrigen demokratischen Partei zu bringen. Die Rechte der (Stern sollen vermehrt werden. Deshalb begrüßen wir die Einrichtung der Elternbeirate. Auch ter Re^orm- eiser kann erkalten, deshalb fordern wir die Vor- ta^ie eines Schulgesetzes twch in dieser Taarma. Dre finanzielle Trennung von Staat imb Kirche genügt nid#; es sind auch noch andere Fragen zu lösen, aber in einem durchaus für die lrircte freundlichen Simte. Der Redner spricht sich für Groß Hessen ans, das allerdings fein zwangsweises fürstliches Gebilde sein dürfte. Der Einzcl- stoat muß zugunsten des Reiches in Zukunst einen Leil seiner bisherigen |9terf>be opfern. Vorläufig! lolX man abioartm. , Jedenfalls dürfen d ic drei Provinzen nicht getrennt werten f*Dv Frage ter Hauptstadt muß den Interessen des 'Landes untergeordnet werten.
Finanz Minister Henrich weist auf bas 'Bedenkliche hin, entylne Beamten kategorien ter- e.-.'zugreifen. ES muß eine einheitliche Neuregelung des BesvldungswesenS burcl>geführt werten. Tie Regvrnmg akzn>tvrt gerne die Erklärungen her Hessischen imb Teuti'chen BollSpartn, daß sie p einer positiven Mi'arbeit bereit sind, und erfand an, daß auch sachliche Kritik positive Mitarbeit ist. Nicht die Kritik baten wir beanftnntet, sondern die Art ter Kritik, durch die in dem gegenwärtigen Aus7tahmez,ustaich, in dem wir uns befinden, die ’CIiitvrität der 3tegicmng im Lande untergraben wird Ter Redner bemängelt die Berichterstattung der Hessischen Lauteszeiturg über die Karnmer- Verhandl rügen.
Abg. Vorne m a n n (Soz.) pobnnisiert gegen den Äbg. Dr. Osann. Wir fordern die Reform der Crintontmenfteurr. Wir falben baS alte Reich nrittXTteioigt, als tes Land unserer Väter. Ich persönlich bin mit Millionen für den Einl^i^sstaat. Vri Schaffung des größeren .Hessens darf unser Hessen-Darmstadt nicht geteilt werten. Der Landlmuger in Ol'erhessen u im Otemteb ist Groß, darum tegrflfen wir das Lmrdsüdlmigsgesrtz. Wer Piflbiwr empfiehlt den Beamten die Schaffung einer Beamtenkammer. Früher traten die Nationalliberalen nicht für die Rechte der freireligiösen Eltern rin. Der Redner freut sich über die Bestrebungen bet Dürerschnle in Hochwaldbausen. Mir wollen keine schematische Ucbertragung des Achtstundentags auf die Landwirlsckraft. In ter Frage der Ä.-Räte hat mein Parteifreund nut Für seine Person gesprochen. Der Tauf des Vaterlandes von gtwiffer Seite ist das Schimpfen über die Enwwbslosenfürsorge. Beim Militär wurde ja den fieutai da- Faulenzen beigcbracht. Es war frivol, daß ein Reklamierter wie der Abg. Dorsch bte Heimatarmee schmähbe. Ter Präsident macht den Redner nufmerCfam, baß er die Grenzen des parlamentarischen Tones hart gestreift. Die Frage bet Wiederkehr ter 1. Kammer ist für uns un- diskutabel. Der U. S. P sage ich, ohne die unselig« Spaltung der Arbeiterschaft würde bie Reaktion nicht so den Kopf erheben.
lWLHrrnd ter flirimer seine mehr als anvert- hakdstünbige Rede ablicst, Icrrt sich bas Haus beinahe ttolIfLihibig.)
Abg. Schorn (Zentrum) erklärt, baß leine Fraktion bei ter vorgerückten Zeit und der Leere bes HauseS heule nicht mrijr nut die Ausführungen des Präsidenten des LaittesbitdimgSamles zurück- tommen wird, sv'idern sich die Ankw^'rk vorbebält.
Cffenter verzichteten eine Anzahl Redner, die noch torgemen": waren, stillschtvrigend auf tes Dort, trerauf Präsident Adelung die General bebatte schließe imb das Haus um 1^ Uhr aus LiniStag teil 29. April vertagt.
Die Milch- und Fettviehpreise.
Darmstadt, 11. April. Die Abgg Fenchel, Dorsch and Gen. haben der Tolkshammer einen Antrag 6etr. die Erhöhung der Milch- und Fett, v I e h p r e (f e vorgelegt.
Die Lage in Sayern.
Hin Aufruf des „Zcutrakraitff".
In wenigen lagen poch!S»big durchgeW^rt fein, tnt (Entwaffnung der Bourgeoisie ist angeorbnet Proletarier, eintet Euch! Der provisorische reooluNouLre Ientralrat. (gez.) Toller.
Augsburg.
Augsburg, 11. April (DTB.) Der revolutionäre Arbeiter- und Soloatenrat der Stadt Augsburg stellt sich unter allen Umständen hinter bw allein zu Recht bestehende Rätr- rcgierunz ter Republik Bayern. Um allen ent- stehenden Gerüchten entgegenzutrcten, erklärt derselbe, daß Augsburg in keinerlei Beziehungen zu Bamberg steht.
Aegeusburg.
Regensburg, 11. Avril (DTB.) Tee hiesige Arbeiter- und Soldatenrat beschloß mit 13 gegen 5Stimmen, den Beschluß vom Montag, hier die Räterepublik einzufub- ren, wieder aufzuheben.
2iia. crg.
Nürnberg, 11. April. (WTD.) Die die hiesigen Blätter melden, wurde bte Räteregierung in Amberg gestürzt.
Sürth.
Nürnberg, 11 '2U?riL (DTB.) Nach einer Meldung der „Bayerischen Volkszeitung" wurde in einer gestern stattgehabten Sitzung des Arbeiterund Soldaten-Rates in Fürth di« Räterepublik mit Mehrheit abgeiehnt.
Die Ltrettlinruhen im Reiche.
Magdeburg.
Magdeburg, 11. April iTB. 3.) Die letzte Nacht ist, abgesehen von einigen unbede tenden Schießereien, ruhig verlaufen; die Arbeit ist allgemein wieder aufgenommen worden. Generalmajor Märker erließ ein Flugverdot für alle Flugzeuge, die nicht zum Landesjägerkorps gehören. Ais weitere Verstärkung ist inzwischen das Freikorps Görlitz unter Oberstleutnant Faupels eingetroffen.
Hannover.
Hannover, 11. April. (W. v.) Herie morgen kam es zu einem Zusammenstoß zwischen etwa 250 Spartakisten und dem Straßenbahnpertonal. Die Straßenöahner griffen gegenüber den Eindringlingen, die sie an der Arbeit hindern wollten, zur Selbsthilfe und trieben sie in die Flucht. Der Straßenbahn- betrieb konnte vollständig aufrecht erhalten werden. Es gab viele Verwundete.
Der von den Spartakisten für den 10. April verkündete General st reik kann als gecheitert be< trachtet werden. 3n einigen Betrieben wurden die Arbeiter durch die Spartakisten zur Einstellung der Arbeit gezwungen. Die Arbeiterschaft bat öaiier um Schutz. Der ftorpsfolbatcnrat des 7. Armeekorps, sowie der Garnison-Soldatenrat Hannover und der Jentral-Arbeiter- und Soldatenrat sagten diesen Schuh in einer Bekanntmachung zu und drohten im Falle der Wiederholung solcher Eingriffe mit der Verhau- gung des $elagcrungs )uftanbes.
Düsseldorf.
Düsseldorf, 11. April (W.T.B.) Gestern abend 11 Uhr versuchten die Spartakisten einen Sturm auf den Haup tbahnHof. Der Angriff wurde »*■ den Negierungstruppen abgeschlagen. Diese hatte« einige Verluste. Die Verluste der Spartakisten dürften erheblicher sein. Am Vormittag ging die Schießerei am Hauptbahnhof und an anderen Stellen der Stabt weiter. Die Arbeiter des (Bas- und Elektrizitätswerkes haben gestern größtenteils die Arbeit wieder aufgenommen. Der Belagerungszustand wurde aufgehoben und b«r private Fernsprechverkehr freigegeben.
»ffCtL
(Elfen, 11 April Die Bergarbeiter verharren, weiter im Streik. Gestern ist die Es seil er Volks- wehr von dem westfällschen Freikorps Lichtschlag wegen Unzuverlässigkeit aufgelöst und entwaffnet worden.
Der Rättfoitgrefj.
Vertin, 11. April Heute gab es zunächst eine Debatte Breuer. Die Unabhängigen verlangten seine Abberufung als Presiechef der Reichskanzlei. Ueber die Schritte zur Freilassung der Unabhängigen Brandes und Ledebour berichteten die zu den in Bettacht kommenden Behörden entsandten Kommifio- nen. Dr. Rosenfeld (Unabh.) verlangte ein Zmmuni- tätsgesetz und forderte vom Zenttairat und den anwesenden Regierungsverttetem Minister Schmidt und Wissell eine Erklärung. Cohen, Neuß, sprach sich für ein solches Gesetz aus. Der Reichsernährungsminister erklärte, er werde der Regierung den Antrag des Kongresses Mitteilen.
Bei der Abstimmung über die Schaffung eines Reichssoldatenrats kam es zu Tumultszenen.
Dir erste Absttmmung war zweifelhaft, da die Mehrheitsfozialisten und Demokraten bis auf wenige Stimmen dagegen waren. Die zweite Abstimmung wurde ausgezähU, wobei die Unabhängigen die Mehrheit mit lebhaften Zwischenrufen wie „Heil Dir im Siegerkranz", „Roske siegt überall", ,^urra!" usw. überschütteten. Die Auszählung ergab für den Reichssoldatenrat 109 Stimmen, gegen 103. Dieses Ergebnis wurde von der Minderheit lebhaft ange- zweifelt, es wurden Rufe laut .Schiebung" usw.
Auf Antrag Droß wurde nochmals namentlich abgestimmt. Während der Abstimmung gab es einen neuen Iwischensall. Die deutsch-österreichischen Delc- gierten erklärten nur dann an der Abstimmung teil- nehmen zu wollen, wenn der Kongreß es wünsche. Die Abstimmung war für Teilnahme der Genannten.
Rücktritt de» Reicdsfinan;mtntster4 Schiffer.
Berlin, ll.Hpril. (WTB.) Ter Reick»- biinilter ter Finanzen Schiffer hat sein Snt- lassunaSgesuch cingcrricht. Dir Einrcichung de» Abschieds geflicktes lient bereits einig« Zeit zurück und erfolgte wogen MeinungSversckneteiiheitritz Aundsätzlikber Art, bie bei ter Aufstellung des Etats zu Tag« traten. Dre BerHandlutrgen, um den Minister zum Bleiben zu bewegen, führten Inter nicht jnm Ziel, jedoch erklärte ''ich Schiffen <$tf Wunscki des Präsidenten o«s Reicks Ministeriums bereit, die Geschäft« bis zur (tmenming seines sfiachsolgerS weiter zu führen. <
Da- frühere Uaiserpaar in Nmerongen.
ülmetongen, 11. April (TD. B) Einer Reutermeldung zufolge beabsichtigt der (Bemeinberat von Amerongen, den früherem deutschen Kaiser mit 80 TI i 11 i o ■ e ■ j u besteuern. Es heißt, daß ber frühere Kaiser bet große Gut Klein- (tnglanb* gekauft habe. Der Kaiser unb die flailern befänden sich wohl In Arnerongen wurden scharfe Schutzmaßnahmen getroffen, da man Iwlschcusälle
I befürcht-»
München, 11. April Der provisorische rcvo- (•jtionärc Zentralrat erläßt folgenden Ausruf an das Proletariat: Bettiebsratswahlen werden im ganzen Lande schleunigst darchgesühtt werden. Aus diesen wirb in aller kürzester Jett bie orbnungsmäßige Wahl der Dolksdeauftragten und der übrigen Organe heroorgehen. Jur S cherung der jungen Rüterepu- ,vllk find die wichtigsten Anordnungen getroffen. Die »Rote Armee ist in raschem Werden begriffen. Die
«Ein Sonöerfritoe zwischrn Wilson nnö Deutschland?
Haag, 11. April. Hollanbfch NieuwS Durrau meldet mis Neuyork: Ter Publizist Simuwns erklärt, aus enmyjnbfrcter Quelle erfahren zu haben, daß Präsident Wilson schon ben Enltvurf cütes Sonderfriedens Kvi'chen Teutschland ruL» ter Union vorbereitet habe unb biesen Entwurf, warn Frankreich nicht ruKlfjibt, Teutfch'anb verlegen werde. Simmons erklärt, baß Llovb George tu icter, rate schon so oft, in feiner pol irischen Laufbahn eine Sckrvenkung gemacht hat. Tas nxrbt Wilson vielleicht Pviitgen, seine Pläne in Europa aufzngeben unb nach -Imerika heiinzuvehren und bas würbe zur 5oLgr haben, daß nicht ein Böllerte entern ein Bündnis zwischen Englat^», Fra Jtf> unb Italien zustande tonte.
Zurich, 11 April. Wie bem Bureau Euro- papres; tnbirrft aus Paris gemeldet wird, hat Präfitent Wilson den alliierten Staatsoberhäuptern erklärt, wenn ter Friede nicht auf Grund seiner 14 Paukte beschlossen werde, werbe Amerika sich von ber Konferenz zu rückziehen unb Frankreich. Italien unb Eng anb militärisch, wirtschaft ich und politisch ni.icm Schicksal überleiten. Es würde batm eine Aussöhnung zwischen Ameriko und Teutfch- (a n b ftot finben, wovans Teurfch'.and ten Haupt- nutze» pehen werbe. Auch würde Wi.fon in birfem Fall« nicht mehr lange zögern, bie bolfchewistiiche 'Jtcgicrung inMvstau anitK-rtennen, wovon ihm bisher nur Rücksichten aus öe Alliierten abgehal- ten hätten.
tlu* flepuüten.
London, 11 AptA (DTB.l Reuter. Amtlich. Allenby mdbd aus Aegypten, baß am 9. AvrÄ ein neues Ministcriurn gebildet itorten sei, dessen Präsitertt ter frühere Minister L?u sein Rushdi 'Eafdia sei. Drei frühere Minister gehörten dem Kabinett an. Mlenbu berichtet, baß das Ministerium gut auf genommen norden fei. In der Proter, herrsche Dtube
Londo 7t, 11 Avril (WTB.) Tie „Taily Mail" vom 9. Avril bringt ncuerdtnAs Nachrichten über größer« Unruhen in Kairo, dir zu Blutvergießen geführt haben. Ter Präsident ter ägyptischen Slaatsbahn soll ermordet worden fein ___________
A«r Stadt und fand.
Gießen, 12. April 1919.
„Meinen X orfriev n ohne Rückgabe unserer ßkfattflenen !**
Spülunst ber ftärtii*en Ltrastcnkanale.
Hausbesitzer und Mieter werten aus die in nach «ec Zeit tXMTjanicbntente Spülung ter städtischen StraßenLu-ail« hnifyuricien, die laut Bekanntmachung vorn 14 April bis rinschl. 3. Mai d. I. stattfvlten soll Wöchrotv biefcr Zeit sind die Rückstauverschlüsse asi Qtx undstücks- «ntroäiferungett verschlossen zu lallen, andernfalls bie jtzcmalwässer in ixe Kotier ein- bringen. Mit Rücksicht darauf, daß infolge ber Tauer tes Kriegi-s bet Hochwa sserver - fchlüs s« sich wohl kaum m gm-gbarem Zustande befritten, wird deren Imstrrndietzcrng durch einen Installatear empfohlen.
Weiter wurde beobachtet, daß dir Wässer aus de» 38 in fein zwi schon den Häusern nirfM ablxiuten und baß aus ten am den Bü -geriteg-.-n vor ten SlegnTrobten bennM:dioi eisernen iHegcnrobrfrit^- tm'öen bns Wasser herausläuft. Hirrdurch werten hie Fußsteig oennrretnigt imb dieser Misrstand macht sich bei ber letzigrn sckilechten Fußbekleidung äußerst una -genubnt merkbar.
Es ivird aud) viel ach da, nx> Regenrotestrrk- taflen sich nm ten Bü gerfte gat Ixfhiten, Silage darüber geführt, daß cxe Keller fnutit srnd Um bteiein Uebrlflunte dnubelfcu, empfiehlt sich ein» geltende mrd öftere Reinigung der voch- wässereinläufe unb fRcgei i tx>l,«ri at Ita ft en. (Sten io bäxür>en dieDachrinnen und Abfall- roh r « einer gründlichen Reparatur, beim inan findet hier imb da, test bte Tachteiser direkt zur Erde fallen, tes belästigt de Stmftetipassanlen und fügt den Häusern eicheblichon Sdiaoen zu. Gewaltsame» vorgehen in Fragen der
Landaufteilung?
(Eine Darmstädter Sensationsmeldung will misten, daß in einzelnen Gemeinden Oderhestens Arbeiter in verschiedenen Gutshöfen etnbrengen und von den De- fitzern sofortige Aufteilung und Hergabe von Landbesitz verlangten. Rach unseren Erkundigungen sind im Landkreis Gießen derartige Fälle nicht bekannt geworden. 3n Büdingen soll sich allerdings bereits vor etwa 14 lagen wohl ein ähnlicher Vorfall ereignet haben, aber längst schon beigelegt sein. Da von der Regierung die alsbaldige Regelung der Landaufteilung und Fideikommißfragen zugesagt wurde, wäre ein gewaltsames Vorgehen nicht gerechtfertigt und schädlch.
Leben-mittel.
** Ausgabe oo n Kaffee-Ersatz. Ab Montag den 14. April 1919 gelangen in den Kleinhandels- geschästen, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist, gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Abgabe des Bezugsadschnittes Rr 3 375 Gramm Kaffee- Ersatz zum Preise von Mk. 1.16 pro Pfund für Paketware und Mk. 1.12 für losen Kaffee-Ersatz zur Ausgabe. Diejenigen Kleinhandelsgeschäfte, die noch nicht mit Kaffee-Ersatz beliefert worben sind, erhalten ihn in den nächsten Tagen.
•• Nährmittel-Ausgab« Tic bei ben Kleinhändlern ber Stadt O'ieh n bestellten 23nen für April 1919 können von Mittwoch den 16. b Mts. ab gegen Vorlage teo BestkllaitSwristS jur Nährtet2lkartr unb Abg-idc ter Nährmittel- markc für April (4/ m Empiang gctvmmru werten. ES entfallen 1. auf die gelten Sterten (A): 250 Gramm Sistwenfadrikate: 2. auf bv roten Karten (B): 375 Gramm Grieß, 250 Gramm Üafmlockcn, 250 Gramm ^intergersterrmehl: 3. auf „bk blauen Starten (C): 250 Gramm Orau- ven, 375 Gramm Teigterren, 125 Grazinn Haser- flocken, 125 Gramm Gurocnfabrilatr. Mft bem 30. Aprll 1919 verlieren tric Nährr::ill«lmarken 1 (April 1919; ilnr Gültigkeit. Ter Kleinverka.tfs- höd)ilirrri-3 betrögt, für daS Pfund Gri^-ß 48 Ps., für das Pftmd G.-rslen<naupen 44 Ps, für ba^ Pfund Hafers ocken 62 Ps., für tes Pfund Zeig waren auS 80 proz Mehl 66 Pf., für das Psuird ftinbergerilenmet)! 80 Pf.
** Ausgabe von Dnttermilch. Von Montag bis einschließlich Samstag ge- lanat in ben Verkaufsstellen ber Firma Gebrüder Grieb nachm oon 3—5 Uhr Bu> tcrmilck zur Derieilung.
** Frei da n k ben 14. Avril 1919
werd- von 2—4 Ute bic Ärx, 2S»1 btf SuOO bduutL.
- Das Fest der silbernen Hcchzeit Dienstag. 15. b. TL Gastwitt Karl Rösinger ua> Frau Katharina geb. Hahn.
*♦ Oberhefsischer Kunstverei Die ausgestellten Sammlungen drs Espressio- niften Emil Betzler, Frankfurt, bie Blld- niffe von £tto Jung, Stutt^an und die Sammlung von Hein^ Geilfus, Gießen bleiben nur noch morgen Sonntag ausgestellt. Bon Montag an ist die Ausstellung ivegen vollständigen Wechsels der Gemälde geschlossen. Für die nächste Ausstellung waren nur 'Werke Münchener Künstler vorgesehen, ater durch die dort herrschenden Berbülknisfe ist der Versand der angemeldeten Ännflnxrfc zum Teil nicht erfolgt. Znfvlgedeft'en wurde mit der Berliner Kunst le cgilde eine Vereinbarung getroffen. Eine -lollektion, unter der sich Werke namhafter Zkünstler befinden, ist te- ceits unterwegs.
** Einlösung von Kriegsgefangen enpapiergeld. Tie Inspektion der Kriegsgefangenenlager 18. Armeekorps in Frankfurt a. M. gibt bekannt, daß das von ihr verausgabte Äriegsaefangenenpaviergeld ab 1. Juli 1919 feine Gültigkeit verliert. — Nach diesem Termin findet eine Einlösung nicht mehr statt. Anträge zur Einlösung von Kriegsgefangenenpapiergeld sind zu richten an die Inspektion der Kriegsgefangenenlager 18. A.-K. Abt. Geldverkehrsstelle des K-rieas- gefangenenlagers Gießen in Frankfurt a. M., Scharnhorststraße 50.
** Für auS Elsaß-Lotbringe» vertriebene Deutsche bittet der De- zirkshilfsausschuß Gießen, Geschäftsstelle Roles Kreuz, Alte Klinik, im heutigen Anzeigenteil um Ueberlassung von Haushaltung-- gegenständen aller Art, Möbeln und insbesondere Betten. In den meisten Fällen konnten bie Flüchtlinge pur ganz wenig Handgepäck mitnehmen unb mußten ihre gesamt« Habe im Stich lassen. Da die Ausfuhr von größeren Geldbeträgen verboten ist, sind die Familien oft zur Anschaffung des Allernötig- flen nicht imstande. Wir hoffen, daß der oft gerühmte Ovfersinn der Gießener Bevölkerung sich auch hier bewährt, wo cs gilt, dringender Not abzuhelfen! Auch Geldspenden sind herzlich willkommen.
** Gern eint» esteuerrück stände. Unter den teutiff.-n amil ixten Srianntmadmugcn ter Stadt Gießen beiritbet sich auch oie Ma'.rnung bt# 6. Zieles Qk meinte:-teuer unb .stanals bührm für das RechimuKZiahr 1918. Tie Zolluug kann noch bis emschl. 3. Mai bei ber Slaoilasse ober durch Uebetttrifung auf beten Bank- ober Po sctecktektt« erfolgen. Bei ten Uebmoriiungm ist brr Nom« tes ;3ablenten, bi« Nummer bei Sxbrcaiftrrt und ter Geldtelras genau aiyugcbc.i. Am 5. Mxn beginnt die Brirr^bunn, wobei bie borgttoriebe*m Psändunssvosten «chvten werten.
•* Der 'Bürgerrat für Stabt unb Kreis Gießen beabsichtigt 9Jlittwod) ben 16. April abenbs eine Droteftoerfomlung gegen bie politische ober auch nur wirtschaftliche Abtrennung bet Saar» gebletes abzuhalten Hauptrebner bes Ttvends »trtz ber Direktor bes Hessischen Lanbeoamts Dr. Streduc fein.
** Die Deutsch« demokratische Partei hielt Sonntag ben 6 April im Lokal Aquarium eme gutbeiiute« Veillroikn3>numiervrrianrm- lung tes KreiscS Gießen ab. Nach beifällig auf- O-TWrnmcrcm 'Herübt von Professor Michel uxnbe bte Degünterng emeS KreiSveremS Gießen der TeMftten temofratifdien Partei cbiftiinnri^ be» schlossen. In den Vorstaitd umrben tn« hrigmten Herren g-nxfbd: 1 Vorfitenter: Pool. Michel, 2. Dors.: Pro' Boussct, Rechne: Hoftn! Grünewald, Schns füteer- Leterr Nudlet, Beisitzer: 'Är- nold-Grüi'ingeir, BechtSeslelbach, Pst Deute Groten-Buierk, V öttterg Tau bringen, Steller- Grün berg. Müsler-Lang-H^önS, Sch itc er-Hu wg» n, rimie je «in« Frau aus (ikefoen unb Lollar. Nach Annahme ter Saiarngeir unb Erl« d gung ber übrigen Tagesordnung, bi« ein« frudt.barr gegrn- fritige Aussprack)« ergab, fanb bie Versammlung gegen 6 Uhr ihr End«.
** Eine Frauen-Versammlung ftro- bet Mon'ag ben 14. April, ctenb8 8 Uhr, rin kleinen Saale tes Hotels Schütz statt. Frau Luisa Peters wird über „Tte Arteit ter Narionw' Versammlung^ sprechen.
Die Bcictzung Griesheims.
— GrieSheirn a. M., 11. April. Wolfs-Meldung zufolge hat Marschall Fach erklärt, daß die Besetzung OlrieSteims eine unroiter- ruflirfj beschossene Sache fa. Di« wir hören, erbdlx ter Ort, der etwa 7800 Einwohner zählt unb Unmittelbar vor den Toren FrankfunS liegt, 150 0 Ma n n Besaß ungStruppen. Der Unterbringung dieser Soldaten stellen sich bte denkbar größten Schwierigkeiten entgegen, da in bem rein inbuftrifllen Orte schon seit langem eine schreiende Wohnungsnot herrscht unb grögeve Unterkunft-B räum? so gut wie gar nicht vorhanden fmb. Durch die Besetzung Griesheims fällt aber auch di« große chennicte Fabrik Gri«Sheim-El«ktron ix bie Hänte der Franzosen, eine Maßnahme, die für tee chemische Industrie Frankfurts und andere Werke im linbeseyten Gebiet schwer inS «miAi fällt, da bi.fe ihre Rohstoffe bitter u a. noch voe Griesheim bcjizbtn konnten-
Berlin. 11. April. (®. B.) Trotz bte am 9. Avni in Spa eingelegte* deutschen Proteste, gegen die Besetzung (Briesheims eeb des Hinweises, daß die AlliieNen nicht berechtigt seien, etnfeitig eh* Grenzverleguug ber neutralen Jone norzunehmen, ließ Foch am 10. Aprtl in Spa Mitteilen, daß bie Ent- scheidung. Griesheim $u besetze*. unwiderrAflich fei.
Eine Anfrage über Mainz.
Die deutschnationalen Abgeordneten fB e ([• banm und Vetdt haben bet her National- oerlarnmhmq lolgenb« Tlnfraoe einaebracht: Wü von zuverlässtaer Seite mitgeteili wird, solle* Qti "ilnoi bnunq der Franzosen säintlicyeMtlitär. beamte i n Mainz bis au n 10. April ihn rienftiDobnungen räumen Von dieser Anord- 1 nung weiden etwa »O Kamillen betroffen unb in 'tdwere Bedränanis gebracht. Die Regierung wird gelragt, mal sie gegen diese Vorgänge iu tun gedenkt
— Mainz, 11. Sprit Der Verkehr zwischen den Städten Mainz, Biebrich, Wiesbaden und Kastel ist von den französischen Behörden fretgegebta worben, fo baff cs einer besondere* ^cijetTlaubnis -■y
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