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Behördliche Anzeigen.

Steckbrief.

Gegen den unten beschriebenen Kartonier Sxnv rrch Metz, Min.-Werf.-Komp. Reichsw.-Regt. 36 Gießen, geb. 26. 11. 95 zu Darmstadt, Hotel- biencr, ledig, welcher flüchtig ist, ist die Unter­suchungshaft wegen unerlaubter Entfernung und Diebstahls verhchigt.

Es wird ersucht, ihn zu verhaften und an die nächste Militärbehörde zum Weitertransport abzuliefern sowie dem Truppenteil Nachricht zu geben. In seinem Besitze befinden sich Ent­lassungspapiere und Dauernachturlaubspaß auf den Namen Georg Doller. 13872V

Bad-Nauheim, den 4. Dezember 1919.

Gericht Reichsw.-Brig. 18.

700800 Ge werfschafl Sa b geordneten, die mehr als 5 Millionen Arbeiter vertreten, statst fand. Der .Wowgreß wurde einberufeu, um bi« Konfiskation der Nr»hlenbergwerve durch den Staat/ die Teuerung, Profitmacherei, Arbeitslosigkeit, die Aufrechterhaltung der Milirärdienst^flicht, die bri­tische Polittk in Rußland und die Schaffung eines besonderen Arbeiterratcs zu besprechen. Wie die englischen Blätter melden, hat der Kongreß eine Entschließung angenommen, in der erklärt wird, daß, wenn die Regierung bis Februar den Giund- atz der Verstaatlichung der Bergwerke nicht anqe- nvmmen hat, ein außerordentlicher Kongreß ciit*- berufot wird, um die vom Glasgower Kongreß gestellte Forderung einer Aktion der Gewerk­schaften zur Durchführung zu bringen, ©nullit erklärte, er habe gehört, daß die Regierung t>cr- suchen werde, im Falle eines Streikes Stein­kohlen aus Indien heranzusühren. In tneicm Falle würde er für eine allgemeine Einstellung der Arbeit cintreten.

Amerikas finanzielle Unterstützung.

Haag, 11. Dez. (WTB.) DerWieuroe Courant" meldet aus Washington, daß die ame­rikanische Regieruna eine finan­zielle Unterstützung m Dollars zur Er­leichterung der wirtschaftlichen Lage in Mitteleuropa nicht für möglich hält, da die amerikanischen Kriegsgesetze nur Vorschüße an die Alliierten gestatteten. Die Regierung zögere, den .fttmgreß um eine Ausnahmeversügung zu ^^e'rlin, 11. Dez. (WTB.) Für heute ist der Empfang der dre i ameri ka n i s chc n Bi­schöfe mit den Herren ihrer Begleitung beim Reichspräsidenten in Aussicht genommen. Morgen sollen die Herren der Mission dem Oberbürger, meister einen Besuch abstatten. W.e dieDeut­sche Allg. Ztg." erfährt, hat die Mission den Zweck, die Mithilfe, die zuns Wiederaufbau Eu­ropas von amerikanisck>er Seite in Aussicht ge­nommen ist, insbesondere für Deutschland, prak­tisch zu machen. In Betracht komme vor allem die Lindern na der Not in den unbemittelten Bevölkerungsschichten.

Eine englische Stimme der Vernunft.

Amsterdam, 10. Dez. Wie englische Blätter vom 3. melden, hat das Parlaments­mitglied Ken »vor thh in Jsltngt-ai eine Rede gehalten, in der er sagte, seit dem Ab­schluß des Waffenstillstandes hätten Lloyd Ge orge und seine Bundesgenossen Haß und Krieg in Europa geschürt und noch immer würde Haß und Rache gegen Deutsch­land gepredigt. Die britische und französische geheime auswärtige Politik seien darauf aus, die deutsche Republik in den Augen des deut- : scheu Volkes herabzusetzen und es der mUi^ i tärischen und royalistischen Partei in Deutsch- . land zu erleichtern, die Macht an sich zu

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Die Versteigerung findet am 15 und voraus­sichtlich 16. Dezember, vorm. 10 Uhr beginnend, statt. Tie Pferde wer­den v o n 1 U hr a b ve r fte i g e r t

Eu do rs, den 22. November 1919. 13610V Hessisches Ortsgericht.

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Handel.

Berlin, 11. Dez. BörsenstimmnngS- bild. An der Börse hielt lebhafte Kauflust für Schantung- und Pettoleumaltten an, die erheblich höher umgesetzt wurden. Auch die bisher weniger beachteten Kolonialwerte wie Kolmanslöp waren reger begehrt Fest verzinsliche Auslandswert: waren wegen der Abschwächung der Devisen bei lebhaftem Geschäft etwas .nachgebend. Sonst war die Börse ruhiger, die Kursbewegung unregelmäßig. Die Spekulation war zurückhaltend, da man eine Klärung der außen- und innerpolittschen Lage ab- wartet.

Frankfurt a. M., 11. Dez., Börsen- Kimmung sbild. Tie Geschäftstätigkeit bewegte sich in ruhigerer Form. Lebhaftere Umsätze voll­zogen sich lediglich in einzelnen Spezialpapieren, des freien Verkehrs. So stellten sich u. a. Deutsche Erdöl auf 633635. Deutsche Petroleum waren ebenfalls sehr Ht (491 bis 495), während Steaua Romana zu 1035 bis 1075 umgingen. Schantung- bahn konnten ihren Kurs um 33 Prozent crhöl^en und ftiegen im Verlaufe bis 544. Amerikanische Bahnen lagen wieder vernachlässigt. Montanakti n lagen still Gel enlirchenec schwächten sich 2>/, Proz , Deutsch Luxemburg« 1 Proz. ab. Oberla)arf ver­besserten ihren Kurs um 2 Proz. Auf dem Markte der chemischen Industrie find Höchster Farben um 5 Prozent, Badische Anilin um 4»/, Prozent niedriger. Anglo Guano waren zirka 20 Pro-

VLcherttsch.

Bon der hessischen Dichterin Johanna Hambsch sie lebt zur Zeit tn Allendors a. d. Lda sind zwei Büchlein Poes« bei Paul Olpp-Verlag, Calw erschienen.3$ o n den singenden Brunnen des Lebens nennt sich das eine Lyrische Gedichte und Lie­ber voll echt weiblicher Empfänglichkeit für all bas fleine Geschehen, das im Grunde unserer derzen ein seines Klingen erwecken will. Manch­mal macht sich allerdings die Gefahr weiblicher Produktivität geltend, und statt einer Stimmung voll kampsesfrohen Sehnens und Strebens finden wir ein weichliches Zerfließen in all dem Weh- leid, das aus der Seele der Dichterin quillt. Das schadet auch so manchem innig empfundenen Bildchen aus der freien Natur; Akkorde von des Herzens enger Trauer dürften sich da nicht ein­drängen. Für diesen Gedichtband wie für das andere Büchlein, dessen StimmungsbilderAus dem Wunderlande der suchenden Seele" betitelt sind, können wir als Vorzug onsühren, daß sie bei aller Tiefe nicht der Klar­heit entbehren, wenn es auch nicht! stets die licht­reiche funkelnde Klarheit des Kristalls ist. Eine aussteigcnde Linie führt von den hirzzeiligen Lie­dern mit ihren an Heine erinnernden pointtn- haften Wendungen über die klangvollen Gedichte mit freierem Rhythmus zu den Stimmungsbil- dern. Hier ist der eiane Schmerz überwunden, und die Dichterin steht dem Leben mit dem Abstand gegenüber, der ein früchtereifes Geben verbürgt. Wir empfehlen die beiden Büchlein Allen, die sich aus der Kinderzeit eine wundergläubige, sehnsüch­tige Seele bewahrt haben.

Neu eingetroffen: Großer Posten dtile Mfojs-Jätktta. Auch alle übrigen Erstlingsartikel. wie Hemdchon. Windeln, Einseh lagt Ocher Kalmekdeckchen. Datschen, Danf-Kleidchen nsw. im*c

sind wieder in reicher Auswahl am Lager.

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reißen.

Schnee im Schwarzwald.

Freiburg, 11. Dez. Im Schwär zwald herrscht starkes Schneetreiben. Auf den Hohen ist bis 20 Grad Kälte, in den Tälern ungefähr zehn (Mrnb fefhnefteHt

Lctzt< Nachrichten.

Aus den Ausschüssen drr Hess. Volkskammer.

rm. Darmstadt, 10. Dez. Der zweite (Gesetzgebungs-) Ausschuß der Bvllskom- mer tagte heute nachmittag unter dem Vorsitz des Abg. Tr. Schröter und erledigte ohne we)ent- liche Debatte die Regierungsvorlage betr. die Er­höhung der Nvtariatsgebühren entlvre- chend den heutigen Teucrungsverhältnissen. Auch der Dritte Ausschuß hatte sich heute mit verschiedenen Gesuchen und Anträgen unter dem Vorsitz des Abg. Tr. Urstadt zn b-schäftigm. Eine längere Aussprache veranlaßte der Antrag Fenchel bett, die Erhöhung des Futterrübenpreises, rcsp. des Höchstpreises für Zuckerrüben. Hierbei entstand eine lebhafte Aussprache über bie Kartos- feloersorgung, an der sich auch der Trrcktor des LandcscrnLhrungsamtes beteiligte, urb der An^ trag wurde mit kleinen Aendenmgen angenommen. Ern Antrag des Abg. Fenchel bett, die Erhöhung der Prcise für Schlachtvieh und Mllch wird nach der Feststellung, daß die Angelegcnknt durch die Regierungsmaßnal7men geregelt ist, für erledigt crf.drt. Ein Gesuch des Reichsbundes der Kriegs­beschädigten bett, die Einsetzung einer Zentralver- nxiltung für die wälpend des Krieges gesammelten Gelder, wie Ludendorfsspende usw., wird für er­ledigt erttärt, da die Regierung nicht in der Lage ist, wegen der schon während der Sammlungen getroffenen Bestimmungen irgend einen Einfluß anszuübcn. Endlich kommt noch di: Eingabe der Eiseubahncrwerki.älte in Kranichstein betr. ihre Gleichstellung in der GelultslohEasse mit ihren Darmstädter Kollegen. Nach der Regicrungsant- wort soll die Angelegenheit zunächst einer Prüfung unterzogen werden, und die Eingabe wird vor- läuftg für erledigt erklärt.

Die Lage d-r Presse.

Hagen, 10. Dez. (WTB.) Der Deutsche Derlegerverband (LeLllpresse) nahm eine Entschließung an, welche angesichts der fortwähren­den Steigerung aller Materialienpreise, Löhne und Gehälter die dringende Forderung erhebt, die Be­zugs- und Anzeigenpvciie neu festzusetzen, so daß ein Ausgleich geschaffen wird.

Die Angeftelltenbetvegung in Magdeburg.

Magdeburg, 10. Dez. (WTB.) Die Ver­handlungen des Gewerkschaftsbuntes dec Angestell­ten von Handel und Industrie in Magdeburg über eine Wirtschaftsbeihilfe und Erhöhung der Gehal tssätze sind gescheitert. In einem Tel gramm an den Rcich^arbeitsminister er­bitten daher die Angestellten die Einsetzung eines Schiedsgerichts, da sie den von den Arbeitgebern emberufenen örtliri^n Sch ichtungsausschuß ableh­nen. Sic betonen, daß eine Verschleppung den Ge­neralstreik bringen würde.

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Wer auf Grund vorstehender Bestimmungen «laubt, zum Bezüge des Stoffes berechtigt zu fein, hat unter Benutzung eines auf dem Stadt. Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 7, zur Ausgabe «langenden Vordrucks schriftlichen Anttag zu stellen. Die Lebensmitteiausweis karte ist mitzu- rm1ßerfonen, bie als bezugsberechtigt anerkannt werden, erhalten besondere Bezugscheine, die mit dem AufdruckReichsVeü>ung" versehen sind. Der Verkauf des Stosses erfolgt nur gegen Abgabe dieser Bezugscheine.

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Der Verkauf endet am 15. Januar 1920. Gießen, den 9. Dezember 1919. 13824B

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ten Daimler eine Kurserhöhung von 2 PttMit aufweisen. Behauptet waren Elektrowerte, AEG. 246, Schlickert 142,5, plus 1 Proz., während Deutsche Ueberste ihre Aufwärtsbewegung um 8 Proz. auf 765 fortsetzten. Julius Sichel gaben im Kurse nach (11701200). Gesteigert wurden Kopmanskop (360390, Plus 50 Proz.). Ponoma waren fest (6300). Otoviminen waren 5 Mark niedriger. Am heimischen Rentenmarkte waren die Kurse gut behauptet. Kriegsanleihen <7,25. Von fremden Anleihen stellten sich crprozenttge amortisierte Mexikaner auf 301, bprvzentige au» ßrre Mexikaner auf 404^, 3prozentige Mexikaner auf 200,5. Zu gröberen Umsätzen kam es auch im weiteren Verlaus nicht. Schiffabrtsaknen tra­ten mit besseren Kursen hervor. Anatolier (175) verloren 6V2 Proz. Privatdiskont 4 Proz.

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Die Marken können bis einschließlich Freitag den 12. Dezember 1919 ein- gelöst werden. 138798

Gießen, den 11. Dezember 1919.

Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt)

Zreiwillige Inventar- Versteigerung.

Wegen Ausgabe der Pacht auf dem Hofgut Trtzelvod läßt Frau Hrch. Clasen Wwe. daselbst durch das unterzeichnele Ortsgericht tbr lebendes und totes Inventar gegen Bürgschaft ver­steigern. Unbekannte Ste!g rer müssen bekannte Bürgen stellen, die iljre Zahlungsfähigkeit nach weisen. Barzaftung ist nicht ausgeschlossen! Zur Versteigerung kommen: _

8 Pferde, darunter vier belgische Stuten (eine trächtig),

1 Hannoveraner trächtige Stute,

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1 trächtige Stute, Landschlag,

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Börsenkurse.

Frankfurt

Berlin

Abend-

1-llhr.

Schluß. Anfang'

Kurs

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Datum:

10.12.

11.12.

10.12.

11.12.

5e/0Deut.firie9sanL

77,50

77,25

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77,50

4°/,Deut.Neichsanl.

65,87

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66,50

3-/»Deut.Reichsanl.

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63,-

62,87

4% Preutzi. Konsals

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63,-

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1*

Darmstadter Bank

119,-

119,-

119,-

Deutsche Bank. . .

252,50

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Disconto - Gesellsch.

174,50

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123,-

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NaNonaibank f. D.

123,-

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Mitteld.Treditbank

128,50

115,25

128,75

H.-AmeriIi..Paketf.

114,50

119,25

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119,-

122,-

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121,87

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229,-

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