Ausgabe 
10.6.1919
 
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Verzeihung, Herr Hon Armbruster, nur eine Frage!" ' ...

Torival fuhr herum. Dor ihm stand Emst

^Entschuldigen Sie, daß Ä Sie hier cur m Straße anspreche," sagte mit einem höflichen Lächeln der andere.Ich wollte Ihnen nur zu nächst mein Bedauern aussprechen über die schlechte Behandlung, die man Ihnen in dem Institut Prometheus" hat zuteil werden lassen."

Was wissen Sie denn davon?"

Ich sah, daß Sie gezwungen 'waren, üd einen neuen Hut zu kgufen."

Ah so? 'Sie sind hinter mir hergegangcn''

Jawohl, Herr von Armbruster. Ich wollt, die günltige Gelegenheit benutzen, um Ihm« m. i neu Besuch anzumelden. Ist es Ihnen recht, wen. ich mich morgen, so gegen fünf Uhr abends Ihnen ernftelle? Außerdem soll ich Ihnen cinn Gruß von Fräulein Lotz bestellen."

, ''~<nTfr--- ?ber ~ lvelchem Umstand Derber ich Ihre Absicht, mich besuchen zu wollen?"

./Aber, Herr omr Armbrüster, wir haben >?-. wichtige Geschäfte miteinander. Wir müssen nn doch über dic Sache Labwein einigen. Mein.-. Ho : achtem g, Herr loon Armbrüster! Nein, bitir testieren Sie nicht. Sie fömteit stolz auf Arbeit sein! Also, um fünf Uhr. Sie n> r? mich erwarten, nicht wahr, Herr Baron

Ja, kommen Sie. Ich werde zu Ho>>!<° sw Wissen Sie, wo ich wvhnc?"

Aber gewiß, Herr oon Armbrüsten A Wiedersehen!"

Er grüßte und nxmätc sich wieder dar V drichstrafv zu

(Fortsetzung folgt.)

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhchen)

Zweites Blatt

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Die Kleiderlaus ist ein Jnsett non

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- Direktor Jahn vollkommen klar. Unterhalb | Auskunftei. Er «nahm suh den angeb!tchen Grafen

sahen. 1

Tie Untersuchung ergab folgendes:

gehen.

Die Arbeit der .Ausschüsse.

>rr°gs hatte man Schnepfe hier erngesperrt. Die ^r, die das Zimmer mit dem Korridor verband, mit einem guten Sicherheitsschloß versehen.

i- war die einzige, die in den Raum führte, jn Tür gegenüber, an der anderen Schmalseite oes j'-naterS, befand sich ein kleines^ einflügeliges Mer, das durch eine eiserne Lasche derart mit N Fensterrahmen verbunden war, daß man es

I gezeichnet, gestidti ; aus bunten Bändm

Armbrüster."

Ach nee!" ifanmte Torival.

Zufällig war >Herr Crusius gerade in der

Aus Heften.

Ullrich an Mangin.

Darmstadt. 7. Juni. (WTB.) Der hes-

all, so daß Reisende, die sich darauf eingerichtet Uten, bis 1.14 nachts warten mußten.

**- Amtliche Personalnachrichten. tt Seminarlehrer Karl Maurer zu Darm-

ichenhasser vor kurzem folgendes Berslein: Nemme de Schwob am Krchele Und setze ne uffs Wäjele, Denn's Elsaß ischt nit sin, Und ftehre ne an de Rhnrist worauf einetwas weitsichtigerer" Franzose der Erkenntnis der Lage antwortete: Concitvpens, warte numme, T'r Katzejammer wurd scho tmrnne, Tann wäre- it er noch froh, D'r Schwob wär Widder do."

Zur Luisenstraße zog. Und von dorten durch die Pforten Baldigst auf das Pflaster flog. Ja, das war ein schönes Fest, Mittwoch abend ist's gewest. So gibt's Hiebe für die Liebe Zn dem Freistaat Deutschland-West.'

Lotalzug GießenButzbach.

Am 4. Juni veröffentlichte der Gießener An- eijcc eine Mitteilung der Eiseirbahnverwaltung ließen, wonach der Personalzug 10.23 bis Butz- ach Personen befördert.

Es wäre für viele Reisende von Wichtigkeit, «rin der Gegenzug 11.20 von Butzbach nach ^chxn ebenfalls Personen befördern würde. Wie tu mitgeteilt wird, war das bisher nicht dev-

otabldrabtma rar!»' für jede Lett'telle u

MaL an Jedermo

Aaialogfrei.--

^a,ltorstr. l

sich mit einem nmgeit Mädchen des Ortes vcrlvöt hatte. Nun erschien dieser Tage in Enger ein Auto mit zwei französischen Offizieren, die schließlich den bis dahin Standhaften durch die Drohung zur Mit- fahrt zwangen, er würde bei dem bevorstehenden Einmarsch der Ententetruppen wegen Fahnenflucht aus der Stelle erschossen werden.

* Dr. Dorten im Liede. Donnerstag

Hochschr»lnachr8chten.

X Marburg, 6, Juni. Tie philosophische Fakultät der hiesigen Universität hat dem Dr. jur. Fritz Kuhr i n g aus Kassel auf Grund seiner sehr guten ArbeitDie Fleischversorgung der Stadt Kassel" und auf Grund der guten münd­lichen Prüfung Titel, Recht und Würde eines Dr. Phil, verliehen.

Vernrftchtes.

* Französische Ritterlichkeit. Bei Larrdwrrten in dem Torfe Enger (Westfalen) blieb xin französischer Kriegsgefangener zurück, weil er

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0112t

Der Doppelgänger.

Roman von Carl Schüler.

Fortsetzung Ar. 38.

komme eben.von dort," brummte Do- xu. Aber er folgte.

Tie Arrestzelle war natürlick) leer.

Amr wurde Tirettor Zahn wütend.

Torival verstand jetzt, warum der Athlet einer rgegnung mit seinem Brotgeber so scheu nus- totifjen war. 1 Tie Stimme des Direktors schallte Lrf und schneidend durch die Gänge, und schließ- 4 aelang es ihm, die Schuldigen zur Stelle

rüh fand sich am Gebäude der Polizeldirettivn

Wiesbaden folgender Vers:

Als der Dorten mit Konsorten

Elsässische Politik in Versen. . Straßburger Blättern verbreitete ein echter Deut

urbc die Lehrerstelle an der Volksschule zu Bil- izs, Kreis Tieburg, dem Schulamtsanwärter karg Giegerich aus Nieder-Kainsbach die ihrerstelle an der Volksschule zu Hühnlein, Kreis <nSI)cint, übertragen; der Lehrer an der Volks- öu(c zu Nack im Kreise Alzey Heinrich Maus irde vom 1. Juli 1919 ab bis zur Wieder - krstkllung seiner Gesundheit in den Ruhestand gebt. Eine mit einer katholischen Lehrerin besetzende Schulstelle an der Volksschule zu lein-Welzheim, Kreis Offenbach, ist längt.

** Norwegische Staatsange- örige, die in Hessen, in der Rheinpfatz

v. aach Entfernung einer Schraube öffnen konnte, i, führte auf einen mit Steinfließen belegten Tirektor Zahn stellte fest, daß die Schraube

5 der Lasche herausgedreht worden war, eine Mt, oie Schnepfe wahrscheinlich mit einem star- > Taschenmesser ausgeführt hatte. Wie Schnepfe seine Flucht weiter fortgesetzt hatte, erschien

Versailles, 9. Juni. (WTB.) Wie der Temps" meldet, erstrecken sich die heutigen Be­ratungen des Viererrats hauptsächlich au die Wiedergutmachung und die Saar- frage. Heber Elsaß-Lothringen, die deutschen Kolonien, die ntilitäritoen und maritimen Ab­kommen überreichten die zuständigen Ausschüfle ihre Berichte dem Viererrat: die Berichte über Wiedergutmachung, die deutsche Ostgrenze und Deutschlands Ausnahme in den Völkerbund sind noch nicht fertiggestellt.

Dr. David über die nächsten Aussichten.

Versailles, 9. Juni. (WTB.) Der Ber­liner Berichterstatter desTemps" wurde von Dr. David empfangen, welcher ihm erklärte, es gäbe innerhalb des deutschen Kabinetts keinerlei Meinungsunterschiede über die Frage der Nicht­unterzeichnung der gegenwärttgen Friedensbedin­gungen. Dr. David sagte: Wir alle verstehen, was die Versailler Friedensbedingungeu für uns be­deuten. Wir wissen, daß wir uns der militärischen Maßnahmett der Entente nicht widersetzen können, aber andererseits wissen wir auch, daß man das deutsche Volk nicht vernichten kann, und daß uns die Entente unter den augenblicklichen Umständen ihre Bedingungen nicht gewaltsam aufzwingen kann. Wenn wir unterzeichnen, verurteilen wir uns und unsere Nachkommen zu längerer Sklaverei, wenn wir nicht unterzeichnen, dann werden die Blockade und andere Maßiuihmen. der Entente unfehlbar Unruhen herbeiführen, die das Ende der europäischen Zivilisation bedeuten könnten. Zum Schluß erklärte Dr. David, daß die deutschen

c>t wurde ^um Kreisschulinspektor bei der Kreis- Z lhiilkommisston Büdingen ernannt; dem Schnl- itsanwärter Leonhard Daum aus Brensbach

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und in bciu besetzten Teil der Provinz Nassau toohnhaft siird, und die den Wunsch haben, durch dic norwegischen Behörden mit Lebens­mitteln und Bekleidungsstücken versorgt zu lüerben, wollen sich, sofern dies nicht schon geschehen ifti, unter Beifügung der Pässe sämt­licher norwegischer Staatsangehörigen ihres .Haushaltes bei dem KÄnigl. Norwegi­schen Konsulat, Mainz, Lieb­frauenplatz 6, melden.

** Im. Lichtspielhaus gelangt erst ab heute bis einschließlich Freüag bei FilmCo­lumba" zur Aufführung.

** In de n Schwarz-Weiß-Lrcht- spielen, Seltersweg Hl, wird bis einschlreß- lich Freitag das FilmwerkChrysantheme", die Schicksalstragödie einer Frau, gegeben. Die Haupt­rolle spielt Carola Toelle.

Kreis Schotten.

23. Burkhards, 7. Juni. Im Alter von fast 79 Jahren starb nach kurzem Krankenlager Altbürgermeister Johannes Klein IIL Er führte sein Amt 22 Jahre und war lange Zeit im Schul- und Kcrcki-envorstand.

Kreis Friedberg.

4 Bad -Nauheim, 7. Ium. Die Hotel- und Pensionsangestellten sind nicht in den ge- vlanten Streik eingetreten. Heute tarn es zwischen ihnen und den Arbeitgehcrn zu einem Tarif- abschlnß, auf dessen Grundlage alle strittigen Angelegenheiten geregelt werden sollen. In den nächsten Tagen wird bet Tarif in einer Versamm­lung den Angestellten zur Stellungnahme vvrgclegt werden.

4 B ad - Nauheim, 9. Juni. Das schöne Wetter brachte zu Pfingsten einen starken Be­such aus der näheren unb weiteren Umgebung. Unterhaltung wurde den Besuchern in reichem Maße geboten. Dazu zeigt sich die Natur jetzt in ihrem prächtigsten Kleide.

4 Ober-Rosbach, 9. Juni. Die weit über die Greilzen des Hessenlandes hinaus bekann­ten K i r s ch e n a n l a g e n am Taunusvande zwi­schen hier und Ockstadt versprechen eine sehr gute Ernte. Bei gutem Wetter dürften in 14 Tagen die ersten Frühkirschen auf den Markt kommen. In normalen Jahren hat man schon Anfang Juni die ersten Kirschen geerntet.

Hessen-Nassau.

[] Marburg, 4. Juni. Im Seebodeschen Saale wurde heute der diesjährige Unterver­bandstag der Raiffeisen-Vereine des Krei­ses Marburg abgehalten. Der Gesamtumsatz der 24 Vereine mit insgesamt 2500 Mitgliedern er­höhte sich von. 17 Millionen Mark in 1917 auf 24 Millionen in 1918, ferner die Spareinlagen um 3 Millionen, wahrend 1,3 Millionen Mark zurückgezahlt wurden. Ter gemeinsame Bezug durch die GesellschaftHessenland" hat sich da­gegen, besonders wegen der fehlenden Futter- und Düngemittel, ganz erheblich vermindett. Von den Tarl-ehcn wurden Vg Million zurückg^ahlt und 40 000 Mark neu ausgeliehen. Insgesamt stellen sich die Darlehen auf 2 Millionen Mark. Im An­schluß an diese geschäftlichen Mitteilungen be­richtete Geirossenschaftsdirektor Schüler-Cassel über den Hessischen Vettrand, der am 9. ititb 10. Juli in Cassel tagen wolle, unb zmn Schluß hielt Pfarrer a. D. Meyenschein aus Cassel einen Vor­trag überDie Rai ff eis en-Vereine im Strom ber Zeit". Tie Vorstandswahl ergab die Wiederwahl des bisherigen Unterverbaitdsdirektors, Pfarrer Dörr-Michelbach, zu dessen Stellvertreter wurde Pfarrer Schmidt- Oberweimar bestimmt.

Starkenburg und Rheinhessen.

ch Aus Rheinhessen, 9. Junt. Die Re­ben entwickeln sich günstig uub zeigen gesunde Gescheine, dürften allerdings bald etwas Regen bekommen. Tie Rebenblüte wird voraussichtlich ziemlich ftüh einseben. Tie Vorbereitung zur Be­kämpfung der Schädlinge wurde getroffen. In geschäftlicher Hinsicht herrscht Leben. Es stehen für die nächste Zeit in Rheinhessen verschiedene Weinversteigerungen in.Aussicht. Im freihändigen Verkauf wurden für das Stück 1918er 6600 bis 9000 Mk. bezahlt.

la- gezwirnte ' ----

boienitßfii Stadt «NS Land.

| Gießen, den 10.Jam 1919.

boibwoüeu Flecktyphus in Gießen.

Bllrfif itl( Das Kreis gesund heilsam tjG.ie-

H11 malert teilt uns mit:

sowie fertige Ein aus dem Osten nach Gießen zurück- geartet Kriegsgefangener erkrankte sofort wVvllSPOK lach seiner Heimkehr an Flecktyphus. .Er In Manns.. gL| Kn,;lrtic deshalb in die städtische Isolierbaracke und KnobenE üaerführt, und es wurden alle erforderlichen offeriertbidigit Maßnahmen getroffen, so daß kein Grund zu irgendwelcher Beunruhigung der Bevölkc- urg voxliegt. Schon daß die Ansteckung im ---------,.,,£llen und nicht in unserer Heimat erfolgt ist, mruzvlatz 15., mg als günstiger Umstand angesehen Werden.

Der Flecktyphus wurde früher auch Mgertyphus genannt, weil die Krankheit be- riders in Kriegs-, Not- und $)ungerweitert usbricht. Seit einigen Jahren wissen wir/ das Fleckfieber durch die K l e i d e r l a u s a/M ttbreitet wird. Kopfläuse find in dieser Hin-

Letzte Nachrichten.

Die Msichten der Entente.

Fünf Tage Bedenkzeit für Dmtschland.

Paris, 9. 3uni. (WTB.) Reuter. Clemen- ceau, Lloyd George, Cecil und Oberst House emp­fahlen als Ergebnis ihrer gemeinsamen Bera­tungen, Teutschland^in den Völkerbund auszunehmen, wenn es den Friedensverttag unterzeichnet und loyal durchführt und eine feste Regierung einsetzt. Es wurde beschlossen, daß die A n t w o r t der Alliierten auf dic deutschen Gegen­vorschläge nicht vor dem 13. Junr über­geben werden soll und daß die Deutschen fstnf Tage Zeit zur Erwiderung bekom­men sollen.

Amsterdam 9. Juni. (WTB.)Neuhork Sun" meldet, daß die Ansichten über eine Ab­änderung des Friedensvertrages mit Deutschland beständig wechseln. Die Neigung, eine endgültig« Entschädigungssumme festzusetzen, wächst. Die Franzosen bestehen auf mindestens 50 Milliarden Dollar, die Engländer sind für 40 Milliarden und die Amerikaner wollen nicht über 30 Milliar­

de» Fensters lief ein starkes Gesims rings um das Haus. Von diesem hatte, nach Ansicht des TetektivS, der Flüchtllng den Sprung in beit Hoi geivagt.

Unb wahrscheinlich hat er sich! dabei ver­letzt!" meinte Zahn. . . _

Torival widersprach natürlich nicht, aber er überzeugte sich, daß ein geschickter Turner, wenn er sich flach an die Wand des Hauses drückte und sich mit den ausgebreiteten Armen an den Fenstereinfassungen festhielt, 'auf dem Gesin^ vor­sichtig weitewijenb bis zu dem graften Fenster gelangen konnte, das in das Treppenhaus führte. Tiefen Weg hatte sein kühner unb gewandter Doppelgänger genommen.

Wie ist es Jhnm eigentlich gelungen, den Schnepfe zp fangen unb hierher zu bringen? fragte Dorioal, der nicht begreifen konnte, daß die rmgeschickten Leute desPrometheus" den ge- witztgten Schnepfe überlistet haben sollten.

Wir haben Glück gehabt?" antwortete Tt- rektor ZahnDer Mann ist uns selbst ins Garn gegangen. Er erschien heute nachnnttag in ber anderen Abteilung meines Jnstttuts, in der Aus­kunftei. Er nannte sich Gras Hohenlohe und er­langte eine private Auskunft. Raten Sie, über aen ?" .

Wie kann ich das raten?" antwortete torival und zuckte mit den Achseln.Das ist ja auch gleichgültig."

Tirettor Zahn lächelte überlegen.

Wie Sie meinen. Er »erlangte eine genaue Auskunft über einen gewissen Herrn Torival von

«ft 1, Schnepfe war in dem Raum, der für gewöhil-

M dem Tiener des Direktors als Aufenthalt

! n il^i uto v1*, eingespertt worden. Dieser Raum wurde j, Mizelle genannt, aber als solche natürlich nur \v Ausnahme fällen benutzt. Gegen vier Uhr nach-

1 «r hatte man Schnepfe hier einpefperrt Die f' «tia

lecktyphuskranken Blut und damit den Rchmi?r-Oelt enkheitskeim angesaugt hat, aus einen Ge- □U1IU11CI vwwn vertritt, so impft sie diesem durch TtwhriiWii *6cen Stich die Krankheit em.

I reiDneniCI Die sorgfältige Entlausung der . - i htnfen und der Gesunden ist deshalb die

HJ j HEffl richtigste Maßnahme, um einer Verbreitung Seuche vorzubeugen.

üche Ministerpräsident Ullrich hat heute tn General Mangin folgendes Telegramm .-richtet: Ich erfahre soeben, daß daS fran- jiftbe Kriegsgericht in Mainz gestern 2 2 isenbah narbeiter aus Anlaß des remonstrationsstreiks zu Gefängnis-

e9endeHolland litafen von insgesamt 33 Jahren 7 Mo- . PuPpenwan8n nüen, darunter Einzelstrafen bis zu 5 Jahren \°^ster Ausfuhr, vrurteilt hat. Diese harte Bestrafung hat Wleder emßetro£; üntfeien in allen Klassen der Bevölkerung J. H, Fuhr h Ivorgernfen umsonrehr, als sich der Streik gegen das französische Militär, son- h-rn gegen das hochverräterische Treiben TürcnkÜAO fl'flen das eigene Vaterland gerichtet hat. ° vlllnßljjl' t) ivenbe mich an Sie, Sjerr General, mit *1 empfiehl* r emdrinalichen Bitte, gegenüber der ent-

Ednar Pnr«^ ' Men Härte der Bestrafungen von ihrem .eanndigungsrecht in weitherziger nie Gebraucki- .zu machen.

Hohenlohe vor und hatte sofort die Ueberzeugung, daß er in ihm diesmal den richtigen Emil Schnepfe gepackt 'batte. ' Ich wurde verständigt und ordnete die Festnahme Ihres Doppelgängers an. Wären Sie in Ihrer Wohnung gewesen, als ich Sie zum erstenmal anrief, Herr Baron, so wäre das Unglück nicht geschehen. Da Sie erst jetzt hier­her kamen, hatte Schnepfe über drei Stunden Zeit, sich einen Fluchtplan auszndenken und ihn auszuführen. Jchchatte angeordnet, daß einer mei­ner Beamten alle Viertelstunden nach dem Schnepfe sehen sollte. Tie Leute behaupte, das wäre ge­schehen."

Dann trifft mich also die Schuld, daß t'.r Ihnen ansgeknifsen ist," spöttelte Torival.Na, ich habe ja auch dafür meine Keile bekommen."

Allerdings, Herr Baron, em Teil der Schuld trifft auch Sie," fuhr Direktor Zahn fort,und wenn Sie mir den Auftrag entziehen, so würde ich mich doch nicht verpflichtet fübten, unter den obwaltenden Umständen Ihnen den erhaltenen Vorschuß zurückzuzahlen." .

Torival mußte unwillkürlich lachen. Also darauf ging die Sache bimms! Er beruhigte den Direktor in dieser Beziehung, und sie schieden in Frieden, i

Torival verließ das Haus m sehr vergnügter Stimmung. Schnepfe war frei, und er war den Tirettor Zahn los, der ihm nur Ungelegensten bereitet hatte. Tas waren Mn Errungenschaften, Über die er sich aufrichtig freute.

In einem Hutgeschäft in der Friedrich stra^ kaufte er sich einen neuen Hut. jtxmn beschloß er, bei Mitscher zu Abend zu essen.

Als er aus der hellerleuchteten Friedrichstraße in die Französische Strafte ciubog, fühlte er, wie

3-4 Millimeter Länge, das sich von mensch- vll|lUUiu|lllly (iqent Blut nährt. Dic Lebensdauer der aus­wieder Donälig. nvachsenen Laus beträgt 8 Tage, während SW (Sebr. M den Eiern (Nissen), deren das Weibchen glich ein halbes Dutzend legt, nach etwa sechs agen die entwickelten Läuse ausschlüpfen.

Wenn eine Kleiderlaus, die von einem

Dienstag, P. Zum W"

Ti VFFif lilLUlJL,'! 'TR.S&'Cr-k

Gegenvorschläge bi-, an die äußer ft.: Gr :n.; oesscn gingen, waS Deutschland ertragen unb rriüllW lönnc.

*

Der füzialdemotratische Parteitag.

Berlin, 10. Juni. Ter Ausschuß ver so­zialdemokratischen Partei hielt Astern tn Weimar eine Sitzung ab, an ber Oer Partei- Vorstand, Vertreter ber fozialDemolrat i 'ß.irrct in bei Nationlilversammlung sowie Vertreter ju.-? einzelnen Bezirken teilnahmen Der Part-nvor sitzende Hermann Müller gab einen Urberbba über die Bedeutung gerade dieses Parieitages mu. nahm Stellung zu den Aahlreick^n vorliegende Anträgen, darunter auch zu beit Anträgen auf Einleitung neuer Verhandlungen mit den U n a b - hängigen zur Beseitigung ber Parteispattong. Als nicht empfehlenswert wurde es bezeichne!, mit einem besonderen Referat' über die aiisiüärtige Politik ben Parteitag zu belasten. Scheidemamr werde, falls es zu eurem Referat über die Auf­gaben ber Partei tn ber Republik überhaupt kom­men sollte, auch die auswärtige Pvlittk mttb handeln.

Berlin, 10. Juni. Zu Vorsitzenden des morgen zusammeutretenden soKia!bemo?va.lischen Parteitages sind Heinrich Schulz-Ostw-eußen unb Löbe - Breslau, ber Vorsitzende bet iozmi demokratischen Fraktion der Natroualversammlun g auserschen.

Ein angeblicher Gcheimbet7ich1 Luben-orfie

Berlin, 9. Ium. (WTB.) Bon zustän­diger Seite wird mitgeteilt: Tie Machenschn st zur Gründung einer rheinischen Republik waten gänzlich ohne .Erfolg, aber man läßt sich durch, diesen Fehlschlag tn Paris nicht entmutigt ;nn dem versucht auch weiterhin (auf jrire Weise gegen uns Stimmung M machen. Zu diesem Behuf läßt die französische Regierung einen an geb lieben Geheimbericht veröffentlichen, bart General Ludc ndorff, drimals noch Oberst im ßfeneraiftab, 1913 versaßt l>abm soll. Mit diesem Bericht, der bereits int französischen Gell buch ab gedruckt ist, rsoll 'bewiesen nterben, daß Deutsch land den .Angriffskrieg trorbemite*' v'-*nb.-r^ bezeichnet bann (ben Offensivkrie nenbigfeit, um ben Herausfor Gegner entgegenzutreten. Er rf von Unruhen .in Rußland uv schlägt vor, auf bte Heinen eu einen Druck auszuüben, um s uns anzuschließen, -aitbernfalls regeln. Das Ziel unseres O sein, bas Deutschtum in der Deutschland alles >zurückzuge!

Jahrhunderten zum alten D Es 'handelt sich hier ui um eine grobe Fälschung, d zember 1914 in derNor! Heilung" als solche getenn;

Südtir

JnnSb ruch, 9. sJnni Presse T i r v l s ist einig in niemals in die Abtretung werden dürft. Aus Südtt rangen fordern zum unbe^ bis zur Wiedervereinigung i «rotiDOL. An ine Landesregierung wurde die Aufforderung gerirfuet. Italien selbst von der schweren Gefahr einer Ber. feinbung mit TeutMano zu Überzeugen. In Tirol wurde allgemeine Landestrauer angeorvnet

Dorten.

Paris, 9. Juni. (WTB.) Havas melde! aus Mainz: T o r t e n hat LSiesbaden nick: ver­lassen. Er steht ständig unter Bedeckung. Es ist kein Angriff auf den Minister gemacht worden Die Verbreitung deutscher Zeitungnn in Pofen verboten.

Berlin, 10. Juni. Das polnische Poliz'-i- Präsidium in Posen hat lautLokalanzeigeri' iet>-n Ve rkauf deutscher Zeitungen, auch ben Truck von Familtenanzeigen außer Todesmneigen verboten, angeblich um die deutsche Spionage zu unterbinben.

Deutsche Gefangene von einem schweren Eisen­bahnunglück betroffen.

Calais, 9. Juni. (WTB.) Havas. Ei» von Dünkirchen mit deutschen Ge­sa ri g e n e n kommender Zug wurde auf bei Station oon St. Pierre von zwei englischen Lokomotiven von hinten arrgefahren. Zehn Waggons wurden völlig zertriimmertt b r e i deutsche Gefangene, ein Soldat unb ein englischer Sergeant wurden getötet, 25 deutsche Gefangene wu''den schwer verletzt.