Dienstag, 9. Dezember 1919
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheyen)
Zweites Blatt
Nr. 288
tet Größeres Interesse bestand I Ter Präsident deS Obersten Rates nahm scbr Anleihen Türkische Renten, Kenntnis von der Mitteilung, die Sie am 1 De- 3mi»cntiqe Bulgaren, Lissa- zember namens der deutic^n„Regierung über- 5^ mitteltcn. Tie Noten vom 1. u. 22. -W habeiid«
Datum:
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Börsenkurse.
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Kurs
9.12.
77,50
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Abend- Kurs 8.12.
77,50
Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Stockholm . Wien....
1099,-
10'9,-
964,-
27,95
32,95
83,80
146,75
1002,-
146,50 18,23
119'25 117, 229,50 210,-
293,- 232,-
165,- 287,- 480,- 335,75 247,- 142,25
974,-
914,25
33,95 29,20 32,45 84,30
144,75 949,-
Berkin Schluß» Anfang-
6. 12. 11,- 5,375 11,35 10,-
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Letzt« Nachrichten. Die Antwortnote Llemenceaur.
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Jährliche Gewinne:
2Rar(-1000000 Dlarf 10000000 '
976,- 815,75
34,05 29,30
32,55 85,20
145,25 951,-
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Kurs 8.12. 77,25 66,75 63,75 64,75 119,- 253,- 175,50 146,50 123,- 128,50 120,25 120,75 222,50 213,- 294,50 235,- 153,50 165,25 295,- 485,- 339,50 243,50 141,50 246,7. 276,- 221,50 260,-
Devifenmarkt.
Geld • Brief
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Marknotierungen.
Datum:
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Kurs 9.12.
77,50 66,-
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119,- 253,- 175,75 148,- 123,-
Geld Brief
8. Dez.
1933,50 1936,50 936,50 938,50
123,-
129,-
123^-
214,25
233,50
1101,-
1011,-
966,-
28^05
33,05
84,20
147,25
1004,-
Was die Unterzeichnung des ProtokoNs vow 1. November anbetrifit, so ist der Oberste Rn der Meinung, taß. da» genannte Protokoll und dü Niedcrlcgung der Ratiiika'.ionsurkundeu die Z'.r- lra'tsehung des FnLxnlsocrtrages und damit Len Eintritt des Friedenszustandes hcrleiführt.
Bon da an wiro dre Turchsührung der Best,mmungen des Protokolls wre der B> stimnnm.zen für die Inkraftsetzung des Fricdensoertrages M den im Bölter rechte anerkannten Ddotioen ga« tanlicrt.
Bis zur Inkraftsetzung des Friedensvertrage» rufen wir Deutschland lunt letzten Male in Erinnerung, daß die Kündigung.des Waffenstiftstm" des genügt, um den aUiierteni Armeen iede Berechtigung zu verleihen, tänenigen Maßnahmen durckzusührcn, die als notlvendig erachtet werden. In diesem Sinne erroatien itrir die unverzügliche Unter zc ich tmng des Protokolls und die Niederle- guug der stiatisikatronsurkunden.
Genehmigen Sie uftr». (gez) Clemenceau.
(Die erwähnte Separatnote folgt morgen.)
Der bayrische Ministerpräsivent über die Lage.
allgemeinen behauptet. Größeres Jnteresft bestand wieder für ausländis^' Saloniki-Monastir, --
boner Stadtanleih- wurden anschnlich höher, oprv- zentige Bosnier gewannen wertere 10 Prozent. Privatdiskont 4 Prozent.
Frankfurt a. TL, 9. Dezember.
MMu laust ju hohen W Erich Beyer, M im Bahnhosstr. 1.
'm $737 : 18.
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Frankfurt 1-Uhr-
Holland ......
Dänemark.....
Schweden.....
Norwegen.....
Schweiz......
Wien (altes). . . . Deutsch.Österr.abg. Budapest......
Prag........
Helsingfors . . . . Spanien......
5000000 1 3000000 | 2000000 |
3000000 1
4000000 I 5000000 5000000 i
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3000000 I 2400000
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Derantwortung der deut chcn Regierung rn der Verzögerung der Ratifikation sestgeitellt. aic Schlutz- folgerungen dieser Noten werden ausrechterhalten. Die Bemerkungen über das angebliche Recht Deutschlands als ft-ompenfation für tne Abwesenheit der amerikanischen FriedensdelegaKon von dm Sto mm,Hürnen bis zur Ratifizieruna des Frre- densvertvages durch die Vor. Stuaten Äderung m an den Bestimmungen über die AnHL^nnmg «r Schuldigen und bxe Rückkehr der Lrio-i«gegangenen Abänderungen verlangen zu dürfen, sind unbegründet. Nach den cndgiltzgen Bestimmungen tritt der Vertrag in Kraft von dem Augenblicke an, in dem er von Deutschland und drei der hauptsächlichsten alliierten Mächte ratifiziert ,st. Deutschland sucht vergeblich, diese Inkraftsetzung von ixe neuen Voraussetzung der Anwesenhnt der ameristmischen TÄegierten tn den Kvmmrsironen ablängig zu machen. Es ist unynau, baß der deutsche Standpunkt in dieser Angelegenheit am 14. Oktober angenommen worden sei. Es ist glcrch- falls ungenau, daß von Simon und von Lerner am 20. November zu mündlichen oder schriftlichen Verhandlungen ül'er das Pr-oLwll eingeladen wor- den sind Es wurde ihnen einfach getagt, daß nach der schriftlichen Nvde die deutsche Rcgieramg schriftlich auf bte Bestimmmrgen antworten wüste die darin formuliert waren. Der Oberste Rat i|t der Ansicht, das; her Artigst 221 des Friedens- Vertrages vollständig Aar ist und daß er nicht
ergänzt weroen mutz. erenm nuuu», baß cs die Gefangenen zum Zestpunlt der Ratifikatvn ftcilassen werde. Es hat fernen Grund, dies neuerlich zu wierxrdJlcn. Der bOerfte Rat äußerte sich nur zn den Bemerkungen auf die .Kvmpensationsforderungen für dre Zerstörung der deutschen Flotte in Scopa Flow und die Ankündigung eventueller nnfttärrscher Zwcmgsmahnahmen, die in der Note der Allrrertm vom 1. November genannt worden sind. Die bev gefügte Separatnote ist die Antwort auf die deutsche Note vom 24. November in der Angelegenheit von Scapa Flow. Bevor die all ierten und assoziierten Mächte ihr Begehren stellten, prüften sie diese Frage. Sie teilen die Befürchtungen der deutsche« Recherung gegen die wirtschaftlichen Folgen nicht, die für die deutschen Häfen entstehen könntcn. S« halten das Protokoll, so wie es festgetegt wurde, aufrecht. NaäQem die alliierten und asfozrierten Mächte die Schwimmdocks, die schwimmenden Mime, die Schlepper und Bagaerfchiffe, dre in dem Protpkoll verlangt werden, erhalten is)äben, werden sie ihre Auswahl treffen, wobei der allgemeinen wirtschistlichm Lage der deutschen Häfen Rechnung getragen werden soll. Wenn dann die deutsche Regierung beroei)en zu können glaubt, daß eines der genannten Begehren geeignet ist, Deutschland die Befriedigung der berechtigten Bedürfnisse betreffend die Aufrechterhaltung der Schiffahrt und anderer wrrtschoft- licher LebenSbedingvngen der gleichen Art mcht zu ermöglichen, so kann die deutsche Regierung den alliierten Großmächten Forderungen stellen Diese Mächte sind bereit, solche Begehren in ge°
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eine SondewrSmie (Bonus) von 1000 bis 4000 Wart.
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ZeichkMgSschlH: io.Sez.M» • EinzahlUNßStermiN: L-8.3anuari920 . 1.Ziehung: März ISA,
Deutsche Spar-Prämienanleihe 1919
Uns dem besetzten Gebiet.
Wilhelm Dell verboten.
--- Wiesbaden, 9. Dez. Bei dec W» führang von „Wilhelm Tell" rm LmdeS- thcater kam es zu stürmischen vaterländischen Kund- gelmnaen des ausverkauften Lbausts. Lae ^n:, 8afe feie fvanzöfisäst Militärbehörde stä« wettere Aufführung des staatsgefährlichen^chau- spicls verbot. — Dre franzöftiche Behörde laßt durch zahlreiche ftanzösifche Lehrer in kleinen Einzellehrgängen französischen Sprachunterrrcht an die Bevölkerung erteilen.
Französische Schikaneure.
--- Höchst a. M., .st. Dez. Gegen ^erfonen. die angdxlid) ohne genügende Patzausweise ins besetzte Gebiet reifen, gehen die hiesigen Kontrollstellen mit grausamer Härte vor. Eine Frau aus Frankfurt a. M. schmachtet mit ihren Kindern von 3 und P/a Jahren feit Tagen im hiesigen Gefängnis und darf nicht nach Dause schreiben, wo ,te weilt. Jetzt gelana es ihr, durch einen entlassenen Mitgefangenen ihren Mann hu benachrichtigen. Ein Wetzlarer Kaufmann betritt mit ordnungsmäßig ausgestelltem Pafe HöMer Boden. Er wird verhaftet und von zwei Negern der Militärpolizei zugeführt. Zunächst must er eine Kaution von 100 Mari entrichten, bann steckt man ihn auf zwölf Stunden ein. Danach entläßt man ihn unter Ueberreichung einer Vorladung zu einer Gerichtsverhandlung. Der Wetzlarer Kaufmann gedenkt aber nicht, der Einladung Folge zu leisten. Auf Rückzahlung der Kaution verzichtet er.
München, 9. Dez. (WTB. Am Samstag «in einer sehr stark besuchten Versammlung .zialdcmokratischen Partei Mrnrsterpraswcnl Hoffmann über die politische Lage. Nack) der „Münchener Post" führte er u. a. aus: E r ö - berge r werde viel angefeinbet. Aber etned muife man ihm lassen, datz er in die wichtigstem Fragen der Gesetzgebung Bewegung bringe. Ueber dre von den Franzosen zurückgehaltenen 3—100 000 deutschen Kriegsgefangenen sagte der Minr,terprastd-mt, daß die Regierung alles tue und alles getan habe, um die unglücklichen Volksgenossen zu Mrtien. 9(ber Frankreich sei in seinem Hasse unerbittlich. Weiter führte brr Redner aus, daß aut dem linken Rheinufer offen aus die Mlösung von Damchlanv ^hingearbeitet werde. Es fei auch vieles in krümme, gegangen Aber eines bbnbe uns erhaltm: die deutsche Einheit. Ein vom Reiche losgelöstes Bayern wäre vollständig isoliert. Dagegeil wurden sich sticht nur die Arbeiter, sondern auch werteste Kreise des Bürgertums wehren. Hoffmann fdiloy; Die Diktatur des Proletariats lehnen wir ab. Wir stchen auf dem Boden der Demokratie. Jetzt gib es, aufzubauen, um das Errungene gegen die Reaktion zu behaupten.
Die Verhandlungen über die Valutü-Frage in Schleswig.
Berlin, 9. Dez. Dem „Bert. L.-A.' wird aus Flensburg berichtet, daß die Verhandlungen über die Valutafrage rn Schleswig den dänischen Blättern zufolge nunmehr unmittelbar vor dem Abschluß stehen.
Die aus dem Baltikum Mrückkehrenden
Oandel.
Berlin, 9. Dez. Börsenstimmungsbild An der Börse war regere Kauflust vorhanden für fogennnnte Valutapapiere. Schantuug, Neuguinea, Deutsch liebet fee Elektrische, Anglo Guano nxrren beträchtlich höher. Phönix wurden stark gedrückt, weil die gestrige Generalversammlung die Erwartrmgen der Spekulanten nicht erfüllte. Die Ävhlenaktien waren meist gebessert unter Bevorzugung von Harpener.
F r an k f u r t a. M., 9. Dez. B ö r s e n ft immun g s b i l d. Die Börse bewährte bei ruftgir Beurteilung der schivebenden Tagesfragen Zurückhaltung, so daß sich das Gesamtbild des Efseltenmark- tes im allgemeinen als rulstg kennzeichnete. Nur auf einigen Nebenmärkten war r.'gere Gcschäfts- tätigkeii zu b?inerten. Xie Äursg.ftaltroig selbst war, da vom Publikum Maufanttäge überwogen, fest. Zu geräuschvollen Beive^rungcn kam es wiederum in Schantungbahn, die mit 520 17 Prozent höher einsetzlen Neue Höchstrurse erhielten anfänglich Elektrisch Deutsch Ucben'ee mit 790 (zirka 70 Prozent gesteigert). Ferner fliegen von Kvlonialvapieieu south West auf 499 (VuiS 14 Prozent) Otav minen waren zir a 1(* Mk. hoher. Bagdadbahn sowie Anatolische Bahnen verfolgten steigende Tendenz. Anglo Guano waren 30 Prozent höher. Mvntanpaplere waren schwach, besonders Teutsch-Luremburger-Phöni;- sowie Gelsenkirchener waren behauptet. Unter starken Schwanlimgen litten Adler-Werke Kleyer, die gegen die aestiftge Börse 8 Prozent niedriger umgingen. §ck)iffalwtsa'ktien gaben ebenfalls nach. Am fRcntenmarft waren heimische Anleihen tm
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Paris 9. Dez. iWTB.) Havas. Der Text
der ersten Note, der am Samstag vom Obersten xneie tutuuj« iu>v ♦
3M autgehcißen wurde und die am Montag Herrn I rechter Weise nach Anhörung der Wwdergut- vvn Lersner übergeben wurde, ist folgender:machungskommission zu prüf«.
jMnierbcn angetnuft.
2* &tonfiiirter$irnfceli.
Truppen.
Berlin,9. Dez. Nach dem „Bert. £.*«.*' wird aus Stettin gemeldet, daß in Po mern jetzt täglich Transporte der zurück- -. kehrenden deutschen Truppen aus dem Balti- \d tum eintreffen. Im großen und ganzen mutz t,|mnn sagen, daß der Geist der Truppe» ausgezeichnet ist.
. Die Dorflaadc
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Pnvpeuklichcngciniin Märchev' unb vildcr bischer »u tauf n geliir«
Tchrisil. llaaeb ume: 024368 an den Ms> Äiu SllilklW^n und WollabMc' bnnemb iu Den t: t
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