Ausgabe 
8.9.1919
 
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angenommen. Prospekt gratis.

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DerScbul vorstand: Dr. Fromme.

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Mitg5a?ederVersammiUng

[ »Dienstag den 9. Septbr. 1914)

Preis 30 Pf.

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van Baerlc *<)., Worms a. Sih. Bagr.l83&

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Für den Vorstand: Sronm, Alte Klinik.

Darmstädter

Pädagogium

l un g MN Dienstag, 9 September, nachmittags Uhr, int Landeskirchen gebäude hier abhalten Mit Rücksicht auf die Zeit Verhältnisse ist von der ^rtw'raUung eines gröberen Festes auf Beschluß des Vorstandes noch einmal abgesehen worden.

1. KricgSaesa»menenbeimkehr, Referent: Kamerad Jöckel-Offenbach a. M.

2. Verschiedenes.

911 Anbetracht der wichtigen Tagesordnung bitten nur um voUzahligeö Erscheinen.

ASrche und Schule«

Die Ernennung von Rektoren.

r 0- Sept. (WTB.> Ter Minister

für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung ließ fol­genden Erlaß an die Negierungen herausgeb.'n: Auf die Anfrage verschiedener Schul verbände, ob künftig auch Sehr er ohne das Zeugnis über t>v; bestandene Reifeprüfung zu Schulleitern gewählt werden können, bestimme ich, daß die Bestätigung zur Ernennung eines Schulleiters nickt mehr von der vorherigen Ablegung der Rektorprüfung abhängig zu machen ist. Die Re­gierung wolle demnach künftig auch geeignete Lehrer und Lehrerinnen, die das Zeugnis über die bestan­dene Rektorprüfung nicht besitzen, als Rektoren (Rektorinnen» bestätigen. Die Rektorprüfung fällt vom 1. Juli 1920 weg. lieber die weiteren Be­rechtigungen, die bisher nach § 12 der Prüfungs­ordnung für Rektoren vom 1. Juli 1901 durch die Ablegung der Rektorprüfung erworben wurden, bleibt ' eure weitere Verfügung Vorbehalten.

O Darmstadt, 6. ©eDt. Der hessische HauPtve rein der Gustav-Adols-Stif- t u ng wird seine 75. Jahresversamm-

DBettervorarrssage für Dienstag: heiter, trocken, nachts kühl, südliche Winde.

ZntcreisenWmsW öcr NmlsnMtktm bei militärisiht« Sicnftücffen des 18. A. fi. Ortsgruppe Gießen oirasa

AlieeschuSe.

Der Unterricht des Winterhalbjahrs beginnt Dienstag, 23. September. Anmeldungen zu den Kursen (Hauslialtungsschu)e, Kochschule, Weißzeugnähen. Flicken u. Stopfen, Schneidern, Putzmachen, Handarbeiten, Bügeln und Kunst­waschen) werden im Schulhaus I, Steiustraße 19

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Vortrags - Vereinigung Gewerbe»verein ttausmannifcher verein Donnerstag den 11. September, abends 8'/, ttbr in der ueucu Aula 10339D III. Vortrag:

Sommertage im Polargebiet "LW von Herrn Kapitän Carl Herbert, Hamburg. Eintritt 1 Mark für Nicktmitglieder.

Mitglieder nebst eng. Familie geg.VortragSkarte frei.

dem Lehrziel des Gymnasiums, des Re­algymnasiums und der Oberrealschule bis Oberprima. Verberelinng an! alle SehnlprülängeB auch für Damen.

Eintritt jederzeit. eneiU

M. Elias, II erd weg 56'/r«

Versa mm Lung

Tagesordnung:

V. Wahl vor schlag (Teutsch-N atio-' naleParteides Kreises Alsfeld): .Hein­rich Brauer, Mühlcnl>esitzer, Ober-Ofleiden; Gustav Korell, Gutspächter, 8?tnaenwd.

VI. Wahlvorschlas (Hessischer Bauernbund und Deutsch-Nationale Partei): Gustav Nüogk, Landwirt, Gruno- Schwalheim; Karl RDemheld, Geh.Justizrat, Nioda.

VII. Wahl vor schlag (Hessischer Bauernbund und Deutsch-Na tionale Partei): Tr. Mor^ von Helmolt, Nieder-Wöll- stadt, Rechtsanwalt rn Friedberg; DeEonioinUrit Karl Breidenbach, Landwirt. Dorheim; Konrad Ph. Tiehl Bürgermeister und Landwiri, Hoch>Wejsel; Johannes Seibaldk VI., Landwirt, Nieder-Eschbach

VIII. Wahlvorschlag (Vereinigte Stadt- und Landlisie): Otto Schneider 1., Landwirt UtM; Tr. Paul Gisevius, Professor der Landwirtschaft, Gießen; Peter Neeb, Wer schinder- meister Hattenrod; Heinrich- Keil V., Bürger­meister, Ettulgshausen; Ludwig Riirn, Fabrikant, Heuchelheim.

IX. Wahlvor schlag (Hessischer Bauernbund und Deutsch-Nationale Part e i): Theodor Cellarius, Landwirt, Schotten; Fritz Klingel Höfer, Forstmeister, Gedern.

schwarzen Crepe de Chine für Kleider u. Blusen j i r» , doppeltbreit Mtr.32.--

Ikvtschc ütmofrafifdit Partei.

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Mitgliederabend

be» Herrn Sanitätbrat Dr. Honigmann.

Das Verzeichnis der Wapib iinil irbeitsgemeinschaften im Wintersemester 1919

Ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben oder durch die Geschäftsstpllp (Löberstrasse 2611.) zu beziehen.

imb Weiterhilfe bedürfen, wird am 15. Oktober ge- «ründet. Zugleich soll ein Aufenthaltsraum für Auswärtige geschaffen werden. Wir verweisen au die Anzeige in heutiger Nummer.

** Die Reichsvereinigung ehern. Kriegsgefangener, Ortsgruppe Gießen, ladet alle Ausgetauschten zu einer am 11. Sep­tember, nachmittags 4 Uhr, im Hotel Felsenkeller (Bahnhofstraße) stattfindenden Versammlung ein.

* I m Lichtspielhaus tritt ab morgen Henny Porten in ihrem ersten Film der Saison 19/90Tie beiden Gatten der Frau Ruth", Lust­spiel in 4 Akten, auf. Ferner wirdExtrablatt! Fred Horst ermordet" , Kriminal- und Tetektivsckla- ger in 4 Mten, gegeben.

Landkreis Bietzen.

** Mainzlar, 8. Sept. Der Oelmüller Hernnch S ch m r tz in Mainzlar ist zum Schlagen der Oeftrüchte für Selbstversorger zugelassen wor­den. Die Mühle ist vollständig neu eingerickstet und mit der neuesten Schlageinrichtung versehen.

Kreis Schotten.

O Gedern, 6. Sept. Im Interesse der Hebung der auch hier herrschenden Wohnungs­not fand kürzlich eine Gemeinderatssit- »ung statt, zu der Kreisdirektor Tr. Merck- Schotten, Kreisamtmann Regicrungsrat S chä - fer - Schotten, der stellvertretende Kreisbauinspck- tor Regierungsbaumeister Geibel - Schotten, der Landeswo hnungsInspektor Oberbau rat K lump- Darmstadt, Regiernngs- und Baurat Schenk von der EisenbalMnrektion Frankfurt am Main, der Ortsgeistlich.', sowie der Vertreter der Fürstlichen Standesherrschaft zugezogen waren. Nach einem längeren Vortrag des Landestrwh rungiZinspektors, in hem besonders das Gesetz vom 31. Oktober 1918 über die Baukostenzuschüsse eingehend gewürdigt und erläutert wurde, fand der Beschluß, in Gedern eine Kleinwohnungs-Kolonie zu errich­ten, einstimmige Annahme. Tie Vertreter der Kuckengemcmde und der Fürstlichen Verwaltung erklärten sich bereit, den erforderlichen Erwerb von Baugelände bei ihren vorgesetzten Behörden befür­worten zu wollen.

Starkenburg und Rheinhessen.

Ein Lustmord auf dem Frankenstein.

Büchertisch.

Nummer 3975 der Leipziger ^Illustrierten Zeitun g" (Verlag I. I. Weber, Leipzig; Einzelpreis 2Mk.) ist als Son­dernummer unter dem TitelDer deutsche Film" soeben zur Ausgabe gelangt. Die namhaftesten Fachleute der Filmbranche sowie eine Anzahl be­deutender Maler, Illustratoren und routinierte Photographen haben sich in den Dienst des mit allen Mitteln modernster Drucktechnik ausgestatte­ten Unternehmens gestellt, das sowohl literarisch als auch rein illustrativ den.Höhepunkt in der reichen Filmliteratur unserer Tage bedeutet. Wer sich über die überraschende Entwicklung des ssilms und die damit verbundenen ethischen, wissenschaft- lick>en und wirtschaftlichen Probleme orientieren will, findet in dem vorliegenden Heft einen zu­verlässigen Führer.

Vermischtes.

CV3 * Dumor in trüber Zeit. In origineller Weise hat sich der frühere tschEsche Reichstags- abgeordiwte Graf Sternberg, dem die Füh­rung seines gräflichen Titels untersagt wurde, OCßtn diese Maßregelung helfen gewußt. Um urcht mit den Bestimmmlgen des Erlasses über die Führung von Adels Prädikaten in Konflikt zu kom­men, hat er sich, Besuchskarten mit folgendem Text unfertigen lassen:Adalbert Sternberg, aus dem Dause der Grafen Sternberg, geadelt von Karl dem Grossen, entadelt von Karl Renner."

H istorischehessische Funde auf dem NeuYorker Broadway. Bei Auö- iclwchtungsarbeiten für neue Gebäude auf dem Broadway wurden, wie aus Neu York gemeldet ivtrb, in 12 Futz Tiefe ein offener Feuerplatz und Die Grundmauern eines alten Hauses von Arbeitern entdeckt. Zwei Mitglieder der Neuyarier historischen Gesellsck-aft stellten fest, daß es sich Incr um Ueberrestc eines Lagers hessischer gruppen während des Unabhängigkeitskrieges handelte. Weitere Grabungen brachten denn auch eine ganze Anzahl von Uniform knöpfen mit dem hessischen Wappen ans Licht. Die Reste des alten Dauses stellen die Ruinen einer der 40 Baracken Dar, die das sogenannte Lager des Generals von Donop bildeten. Die hessischen Truppen lagen dort bis zum Jahre 1779 und kämpften zusammen mit einem englischen Regiment gegen General »Washington, den sie in einer blutigen Schlacht 00.11$ m der Nähe bis zu den Harlem-Höhen zurückdrängten.

onaliigchrich^ huldeiikofic Ckfe iu Tarin-Ldt rene

AnerlmMiig t bem Staat gelnslne. versetzt.

im Postverkehr. i ReichsrvsMiMmuv: so im Pnootwege

Form und Paom- tn amtlich «uisgegklv- ntren beutfdien ätze btt Pocket - ab bis um «iixwicht mathäM Hofstarttn jungen (14-.9 cm) bei- om 1.2bodei ad ge­igen übet Geldbettäge, r Poilarnveifung, M- ingcrüift ist, gegen bi: t linden.

e Gieken. Tas Le n und Äroeilsgemm- reffer 1919 il socl'-i les NSHete über die ichtungcn bet Lol^ ii für ^id;d)[fiben uni Mi erteilt äußern n icbermann die Ge- 6II. ^.Anzeige.) r-Bundberdeu'e erverbandehstain e 1b Lernetetmiaimr.' ab. Tir LersaMlm s)raani'a uEfta-m -beMistcnfiiyotse w n Kaum genähten.

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Die Reichsvereinigung ehern. Kriegsgefangener Ortsgruppe Gießen

ladet alle AuSgetauschten zu der am 11. September b. Y., nachmittaas 4 Hbr, im Hotel Delsenkellcr, Bahnbofstraye, stattfmdenden

letzte Nachrichten.

Professoren und Proletarierdiktntur.

. Budapest, 7. Sept. (WTB.) Tas Präses- lormkollegium der Budapester Universi­tät ernannte laut Ungar. Korr -Bureau ciunt Disziplinarausschuß, der feststellen soll, welche Pr>- . sefsoren während der Pvoletarierdiktatur sich nicht . benahmen, wie es ihre Pflicht als Lehrer <ui . der christlichen und nationalen Zielen dienenden Uiiiversität gewesen wäre und deshalb nicht weiter an der Universität sein könnten. Ter Rektor er­klärte, der Sachschaden, der der Universität durch , 0i'. Kommunisten verursacht worden sei, betrage Millionen. Büchersammlungen, Möbeleinrichtun« ißetti und Maschinen wurden tzu Grunde gerichtet tunb viele Gegenstände gestohlen.

(5in neuer internationaler Sozialistenkongreß.

Amsterdam, 8. Sept. (WTB.) Tas Presse­bureau Radio meldet aus Washington, daß der nationale sozialistische Kongreß zwecks Husammen- fastung der radikalen Kräfte der ganzen Welt einen neuen internationalen Sozialisten­kongreß cinberusen wird.

Eine Erklärung des ungarischen Ministerpräsidenten.

Budapest, 7. Sept. (WTB.) Ter Minister­präsident erklärte einem Mitarbeiter des Ungar. Korr.-Bureaus, er habe mit Brauern ersah re n< daß seine Erklärungen über den christlichen Charakter Ungarns vielfach unrichtig, ja ihrem wahren Sinn gerade entgegengesetzt aus- gelegt worven sind. Seine Erklärung, daß das ieit tausend Jahren christliche Ungarn auch in der Zukunft christlich sein werde, sei irrtümlich in antisemitischem Sinne ausgelegt worden. Ter Mi­nisterpräsident fügte hinzu, er verurteile alle Ge­walttätigkeiten und habe strengste Verfolgung aller an Gewalttätigkeiten Schuldigen angeortmet. Solche Gewalttätigkeiten erschwerten, ja verhinderten ge­radezu die einheitliche Arbeit zum Ausbau des zukünftigen Ungarns.

Die Strafsache gegen ungarische Terroristen.

Budapest, 7. Sept. (WTB.) Nach einer Meldung des Ung. Korr.-Bureaus gelangt in der Strafsache gegen die Terroristen zu­erst die Anklage gegen die Kommandanten der berüchtigten terroristischen Truppen Kohn - Ka­re k e s , K >ovaes und Oserny zur Hauptver- Handlung. Sämtlichen Angeklagten werden mehr­facher Mord und andere schwere Verbrechen zur Last gelegt. Um die Auslieferung des in Deutsch- Oesterreich internierten Bela Khun und Gen. rst dre deutsch-öfterreichische Regierung bereits >ord- nungsgemäß ersucht worden. In Budapest und Umg'bung sind über 3500 Beschuldigte in Hast. . Berlin, 8. Sept. In der Wohnung des trüberen ungarischen Vollsbeauftragten iKza- muelly wurden drei Kisten beschlagnahmt, in denen sich aus acht bis zehn Geschäften gestohlene Schmuckgegenstände und eine Million in Kronen befanden.

Ein Mordanschlag auf Lettow-Vorbeck.

Berlin, 8. Sept. (WTB.) Wie die Morgen- Rätter berichten, hielt General von Lettow- Vorbeck am Samstag in Stargard einen Vor­trag. Beim Besteigen des Wagons nach dem Vor­trag krachte ein Schuß. General Lettow-Vorbeck blieb unverletzt. Der Attentäter wurde verhaftet.

Berliner Jugend.

r. Berlin, 8. Sept. (WTB.) Die sozialisti­schen Jugendorganrjattonen veranstalteten gestern abend in Berlin eineninternationalen Iugendta g". Trotz Belagerungszustand und Umzugsverbot zogen die Teilnehmer in geschlos­senem Zuge unter Borantragen roter Fahnen und Absingen der Internationale durch die Stadt. Durch Regierungstruppen wurden die Demon ftrnnten zerstteut, ohne daß es zu Zwischenfällen kam.

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Untier 1919: Anteil vn zu Pf. unreu

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provinziattagrwahl.

Ein amtliches Wahlergebnis war bis zur stunde immer noch nicht zu erhalten, da die Mahl- wmmissivu ihre Tätigkeit erst heute ausnimmt, ^on zuständlger Stelle wird uns jedoch mitgeleilt, o r < m unserer Samstagsnummer mitgeteilten Zahlen eine wesentliche Aenderung nichit melw er» Ictbert toerden. Als gewählt dürften demnach fol- 6ende Herren zu betrachten sein:

. I. Wahlvorschlag (li. S. P.): Fourier, boinrrch Ge>chäftsfühver, Gießen, Ludwigstt. 12; Koch, Georg Wilhelm, Weißbinder, Nieder-Flor- nadt; Laudon, Heinrich, Treher, Wieseck, Alice- straße 54.

II. Wahlvorschlag (Deutsche Volks- p a r ter): Tr. Martin Schicrn, Professor, Gießen; Vetnrich Schudt, Müller und Landwirt, Görbel- hctm: Friedrich Heck, Oekouomierat, Msfeld.

III. W ahlvü r schla g (Deuts che de m o- kratische Partei): Will^im Grünewald, Ju- sttzrat, Gießen; Heinrich Ludwig Langsdorf, Kom­merzienrat, Friedberg.

IV. Wahlvor 4ch l a g (Sozialdemo­kratische Partei)? Anlon Lux, M. d. V., Nie- der-Florstadt; Tr. Albert Aaron, Rrck.tsanwalt, Greßen; Wilhelm Pebler, Lehrer, Büdingen; Hans Braun, Krankentassenbeamter, Alsfeld: Emil Selbmann, Kupferschmied, Lauterbach: Wilhelm Schimmel, Privatier, Heuchelheim, Kreis Gießen; . 3rura> SBirtig, Buchdrucker, Butzbach»; Heinrich knas, Techniker, Büdingen; Tr. Felix de Bra, Arzt,, Schlitz: Georg Merz, Händler, Sck.otten; Heinrtch Mehl, Werkmeister und Beigeordneter, Großen-LinDen; Adam Becker, Gastwirt, Groß- Felda.

blhthen Studierenden ins Leben gerufenenVerein der blmden Akademiker Deutsästands" und die ebenfalls hier errichtete .Hochschulbücherei, Stu- DienunUalt, und Beratungstelle für blinbe Stu­dierende" einen Namen gemacht hat, verdient auch ein lunger Marburger Student, Ludwig Machts, wegnr wmer Erfindungen, die besonders den 4) Imb en, Tauben und Stummen Er­leichterungen bringen sollen, erwähnt zu tt>erDen. So erdachte er einen in hohem Grade praktischen Leseopparat für Blinde, dem er im r Dlpsom-Jngenieur Freling eine

[old)e Fwrm gab, daß dre Massenherstellung jetzt fchvn beginnt. Ern zweiter 2lpparat, der die dop- pcOe ©röfce einer Streichholzschachtel hat, ermög- hept den Blinden eine vorzügliche Orientierung am der Straße und ein dritter Apparat, den- Machts im Verein mit einem Mediziner aus­arbeitete, ist für solche Leute bestimmt, die Gehör itnb Sprache verloren haben. Weitere Erfindungen betteffen das Flugwesen. Die Erfindungen, Die, Herr Ma äst s schon vor dem ttriege als Primaner auearbeitete, sind lautOberhessischer Zeitung" bereits patentamtlich geschützt.

rm. Darmstadt, 6. Sept. En gemeiner S.u stmord wurde gestern in der Nähe des Fran­kensteins an dem 7 Jahre alten Töchterchen des Wirtes Hufnagel von Franken stein be­gangen. Das Kind ging nach Meder-Beerbach zur schule. Samstag mittag kehrte es nicht zurück. Abe-rdS nach 7 Uhr fand man in der Gemarkung Nieder Lccrbach, etwa 25 Meter seitlvärts des Fußpfades, die Leiche des Kindes. Anscheinend i|t es vergewaltigt und dann emmrbet worden. Der Tat verdächtig ist ein unbekannter Mensch i>mt untersetzter Gestalt im Alter zwischen 20 und SO Jahren, mittelgroß, (1,65 bid' 1,68 Meter), der mit dunklem Anzug und dunklem Hut be- flctbct war, einen Stock und einen Rucksack trug, 'ic ist bei dem Absuckxm des Waldes in der Nähe v)C» Tatortes gefliichtet und konnte nicht mehr '-n geholt werden. Die Staatsamvaltsck)aft l)at eine Belohnung von 1000 Mark für die Ermittlung ausgesetzt.

rm. Darm stabt, 8. Sept. Eine Beloh­nung vsn 1000 ML hat ein hiesiger Fabrikant ausgesetzt für den Ermitteler des Diebes, der ihm am Mittlvoch abend im Hauptbahn Hof bat wertvollen Handkoffer mit Inhalt im Werte von über 10 000 Mk. geskohleir hat, als er sich eine MfiOrfaite lösen wollte. Tie Diebstähle im hie- ngen Hauptbahnhofe haben überhaupt in der letzten Zeit stark zugenommen.

Der Vertrag mit Bulgarien.

Berlin, 8. Sept. Wie demBerl. Lokal- Anz." aus Basel gemeldet wird, hat lautBaseler Nachrichten" der Oberste Rat endgültig den Ver­trag mit Bulgarien gutgeheitzen. Bulgarien mus; auf Thrazien verzichten und dic später von den Alliierten festzusetzende Neugestal- hmg annehmen. Dafür erhält es den freien Ver­kehr mit dem Hafen von Dedeagatsch und di« Benutzung der Schiffahrtslinien, sowie die Binnen­schiffahrt auf der Martha.

Klara Zetkin aus der Schweiz ausgewiesen.

Berlin, 8. Sept. Nach einer Borwärtsmel« düng wurde Klara Zetkin, als sie sich in btt Schweiz begeben wollte, um sich zu erholen, an der Grenze festgenommen und nach dreitägiger Hast nach Deutschland abgeschoben.

Lord Beresford.

Amsterdam, 8. Sept. (WTB.) Reuter mel­det aus London, daß der britische Admiral Lord Beresford im Alter von 73 Jahren in Schott« land Plötzlich gestorben ist.

Spielplan der 8ran?surter Theater.

Opernhaus. Dienstag, 9. Sept.: Rigo- letto. Mittwoch, 10.: Das Dreimäderlhaus. Ton- nerätag, 11.: Ter Rosenkavalier. Freitag, 12.: Hoffmanns Erzählungen. Sonntag, 14.: Tristan E "Gvldc. Montag, 15.: Tosca. Dienstag, 16 : £er Waffenschmied. Mittwoch, 17.: Martha. Schauspielhaus. Dienstag, 9. Sept.: Tie Marquise von Arcis. Mittwoch, 10.: Rausch. Donnerstag, 11.: Tie Marquise von Arcis Frei­tag- 12.: Gespenster. Samstag, 13.: Struenjee Sonntag, 14., nachmittags: Tie drei Zwillinge Abends: Struensee. Montag, 15.: Tie Marquise von Arcis. Dienstag, 16.: Struensee. Mittwoch, 17.: Die Marquise von Arcis.

stz. tat S

tm. Darmstadt, 8. Sept. Die auch in dielen anderen Städten in der letzten Zeit laut gewordene Klage, daß die Schutzmannschast all- znvtel mit dem Austragen von Steuer- und an» bereu Zetteln aller Art beschäftigt und dadurch in ihrer eigentlichen Tätigkeit außerordentlich be- bmdert wurde, so daß die Sicherheit der Stadt notleidet, hat jetzt hier endlich zur Errichtung einer sogen. Botenmeisterei geführt, die alle richt. zum Exekutivdienst der Polizei gehörigen ^irnitverrichtungen zu erledigen lM. Soweit wie möglich sollen auch hier Kriegsbeschädigte untcr- grbracht werden. Ter alte Ludwigsbahn- h o f wurde vom Staate durch die Stadtverwaltung übernommvn. Es sollen darin eine Anzahl städt Bureaus untergebracht werden, die bisher in Pri­vathäusern usw. während des Krieges Unterkunft .Jnttyn, aber jetzt dort räumen müssen. Für die Herstellung sind 60 000 Mk. für Werfchindcrarbei- ttit notwendig, die in der gestrigen Stadt verord­ne teils itzung bervilligt 'nrurben.

Hessen-Nassau.

0 A ns dem Kreise Kirchhain, 8. Sept. 3n dem Dorfe Halsdorf, dem Geburtsorte Franz hon Dingelstedts, ereignete sich ein schreck­licher Unglücksfall. Ein Landwirt, der Frucht VE Felde nach Hause fahren wollte .hatte, wie rs übttch rst, seinen Kindern gestattet, oben auf dem Wagen Platz zu nehmen Als er die liegen ffebhebene Sense holte und diese hinten in die Krrben crnschlug, traf er sein a chtjä hri ges Mädchen, das ohne sein Wissen dorthin ge­rochen war, so unglücklich, daß das arme Kind bald darauf verschied.

[I Marburg, 8. Sept. Während Marburg un Laufe der Kriegsjahre sich durch den von

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LLngernttDt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Der Gemeinoe-Steuerzettel.

für das Steuerjahr 1919, tvelcher bereits am 1. April ds. Js. fällig war, ist nun endlich, seit einigen Tagen, in den Händen der Steuerpflich­tigen.

als ob mit Sehnsucht auf diesen Zettel gewartet worden wäre, so wäre es sicher einen 6rosten Zahl von Steuerzahlern, namentlich in den Ncihen der Minderbemitteileti, dock, angenehmer gewesen, wenn die Zettel rechtzeitiger zur Zu­stellung gelangt wären, denn es ist nicht jeder­mann imstande, wie es mm durch die, um volle 5 Monate verspätete, Zustellung der Gemeindc- Steucrzettel notwendig geworden ist, 3 Steuer- zieleauf einmal z u entrichten.

Tic Zielzahlnng ist zur Erleichterung ft'lr die ^ttwerzahler gesetzlich eingeführt worden unb diese Erleichterung sollte nicht durch eine so sehr ver­spätete Steuerzettel-Zustellung illusorisch gemacht werden.

Möchten deshalb die zuständigen Stellen Stadtverwaltung und Finanzamt es sich an­gelegen sein lassen, künftig hier Wandel eintreten zu lassen.

Ein Steuerzahler für Viele!

Tie Gebäude Kleine Mühlgasse Nr. 5 sollen Freitag den 12. September d. I., vormittags 10 Uhr, verkauft tverden.

or Dedingungen liegen bei uns wahrend der ckmts tnndeii zur Einsicht offen.

sind schriftlich, verschlossen Und mit cinlprechender Auffchrtft versehen, ckn uns einzu- .. ve- reito . 10337L

V. iu - festen, den 5. September 1919.

<.ichllv. L. tilt 1- Stadtbauamt Gießen. I. B. Kühler

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An. IW' ___________- -

& Vergebung von Abbrnchurbeiten.

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Telephon Nr. 2554

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