Ausgabe 
8.9.1919
 
Einzelbild herunterladen

Piels

her:

ZrvMngrr-unddnick u. Verlag: vrühl'fche llniv.-Buch- u. Zteindruckerei H. Lange. Schristleitrmg, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7.

a

um

Zur Vorgeschichte der Krieges.

tote

ift

-o-

;i einer

venz bezüglich

P

I

Annahme con Anzeigen f. die stagesnuminer bis zum Nachmiltaq vorher ohne jcdeVerbmdlichkett Preis für \ mm höhe für Anzeigen v.34min Breite örtlich 15 Pf , auswärtL 18 Pf., für Reklame- anzeigen von 70 mm Bre'le 48 Pf. Bei Platz- Dorfrbriti200/9hiffd)(nfl. Hauptschriitleiter: Ang. (Stoen, verantwortlich für Politik: illug. Goetz, fiirden übrigen Teil: Dr. Rei.chold Zenz; für den Anzeigenleil: £). Beck; fämtltd) tu Gießen

o au 5 Anna- in einer Rede über

lelfing

10301c

lU??ert°n

Aschen- feinem )lMo»8e Un,i

e n ente Reihe.

22.SeptdJ.

16W leugnähen Handarbetea, enlfliiengenemmen Straße 49II.

K;chei. achnng.

M afafjm Be» t am BrStchoi heb a tat 8. d.Mts. ü ter route giftetet ter 1919. 10909§ tas^llüüücMs

Amsterdam, 6. Selt-mber. (W.B) Wie die aus Bagdad meldet, wird Macken­

sen und sein Stab morgen nach Saloniki abreiscn, sich von dort aus nach Marseille einzuschiffen.

m der <

50 - fyv

3»*1 CtgtroW *919, Acdüers^ lK

ichuntz.

S. witd der Kwv

M 12 Vomig ftr

Wien, i5. Sept. (WTB.) Um zu beweisen, tongerecht das deutsch-österreichische Volk im Friedensvertrag ifür den Kriegsausbruch verant­wortlich gemacht lvird, verösfentlickst derMor­gen" angeblich authentische Mitteilungen über den Verlaus desgemeinsamenMinisterrates am 7. Juli 1914, worüber am Tage darauf die Wiener .Blätter amtliche Verlautbarungen ver­öffentlichen, nachdem der Ministerrat einberufen tourbe, um sich mit der Beratung der Maßnabnren M /beschäftigen, die in der inneren Verwaltung! Bosniens und der Herzegowina zu ergreifen seien.

Demgegeickiber stellt derMorgen" fest, daß zunächst der Austenminister Berchtold Hervor­bob, der Ministerrat sei einberufeu, um über die Maßnahmen zur Sanierung der durch die Kata­strophe (in Serajewo hervorgerufenen Uebelstände in lBosnien und der Herzegowina zu beraten. Vor­erst müsse man aber sich darüber klar loerden, ob nicht der Moment gekommen sei, um Ser­bien durch Kraftäußerung für immer unschädlich rzu machen. Ta ein solch ent- scheidender Schlag allerdings nicht ohne diploma­tische Vorbereitungen geführt nerden könne, nahm er bereits mit der deutschen Regierrmg Fühlung. Nun wäre wohl noch notwendig mit Italien und Rum amen zu rechnen, doch sei er in Uebereinstim- mnng mit den: Berliner .Kabinett der Ansicht, daß 's.besser wäre, zu handeln, und etwaige Kompen- atwnsansprüche abznwatten. Nußlarrd verfolge die Polittt Zusammenschlusses der Balkanstaaten mit Rumänien. Es werde gewiß im entschcitanden Bcoment den Balkanbund gegen Oesterreich-Ungarn ausspielen! Deshalb mußte man zur Stärkung der Position der Habsburger Monarchie und weil ein Avwarten als Schwäche ausgetegt würde, gegen ern 1 Zuvorromme:: durch rechtzeitige Abrechnung mit Serbien, bereits den im vollen Gange befind­lichen ^Entwicklungsprozeß aufauhalten versuchen, was spater zu tun nicht mehr möglich wäre.

Aus die Vorstellung T i s z - '

nicht unbedingt für den Krieg e r kl ä-|

l de r baltischen Gebiete an die latente leine Note,, in der die deutsche Regierung be­dauert, daß die von ihr befohlene vollständige , Räumung der baltischen Gebiete durch das gehvr- samswidrige Verhalten der hoch in Kurland stehen­den deutschen Truppen ins Stock«: geraten ist. Während sie die Eigenmächtigkeit der Truppen aufs sck>ärfste verurteilt, sieht sie sich jedoch in­folge der ihr von den alliierten uitb assoziierten Negierungen auferlegten Beschränkungen außer­stande,, durch Anwendung militärischer Machtmittel den Gehorsam der Truppen zu erzwingen. Bei dieser Sachlage bleibe der deutschen Regierung 'nichts übrig als der Versuch, die Truppen durch I Zureden zur Vernunft zu bringen und von Aus­schreitungen, namentlich auch gegen Angehörige der alliierten Mächte, zurückzuhalten.

Eine amtliche deutsche Antwort auf lettische Beschwerden.

Berlin, 6. Sept. (WTB.) (Amtlich) Dem Führer der lettischen Delegation in Berlin, -L ch r einer, wurde heute vom Reichsminister c>es Aeußern, Hermann Müller, folgende Note übergeben:

Tie deutsche Negierung verurteilt aufs schärfste die am 24. August in Mitau von den deutschen Truppen gegen lettische Soldaten mb Behörden verübten Gewalttätigkeiten und spricht der lettländifchen Regierung ihr leb- -aftes Bedauern,über die Vorkommnisse aus. Df)ne dreie Vorl'vmmnis e irgeMvie elftschuldigen zu wal­len, glaubt die deutsche Regierung auch bei dieser Gelegenheit auf die Ursachen der gereizten Stim­mung eines Teils der deutsckien Truppe:: aufmerk- sam machen zu müssen. Ein Teil der deutsche^ Sol- üaten ist im, höchsten Grade erbittert darüber, öafr die lettische Regierung den ftemdstaatlichen Soldatei: zu einer Zeit, als ihr die deutsche mi- lttärische Hilfe mrentbehrlich schien, das Recht der Einbürgerung gab und damit die Aus­sicht auf eine Ansiedelung in Kurland eröff- mte, daß sie diesen nunmehr aber jede Anwart- schaft ab spricht. Dessen ungeachtet versucht die -deutsche Regierimg mit den ihr zu Gebote stellen­den .Mitteln, insbesondere auf dem Wege stärkster Beeinflussung der Truppen durch ihre Führer, weiteren Ausbrüchen dieser verbitterten Stimmung vorzubeugei: und die Truppen zur Aufgabe des Widerstandes gegen den von ihr gegebene:: Befehl der schleunigen und vollständigen Räumung Lett­lands zu bewegen. Tie deutsche Regierimg spricht die Hoffnung aus, daß. sie hierdurch zu dem von ihr erstrebten Ziele der Vermeidung toeiterer Un­botmäßigkeiten der deutschen Truppen in Lettland gelangt."

Die Hcimschaffunq der Krieg-gesaugenen. ; _ Derlin, 7. Sept. (Wolff.) Die Reick-szentral- stelle ifür Kriegs- und Zivilgefangene teilt mit:

Die bereits angezeigte Konferenz tourbe heute vornnttag im Kölner Hof zu Köln eröffnet. Sie wurde englischerseits von General Hutchison mrd deutscherseits von Oberst Bauer geführt. Als bnsherrges ^Ergebnis wird mit geteilt, daß die englffche Qtegienntg mit eigenem Material vorauS- ftchtttchi bis auf weiteres 3000 Gefangene täglich in Köln übergeben wird und wöchentlich nut eigenen Schiffen 3000 Mann nach Rotterdam unter der Voraussetzung des Einverständnisses der hollandrschen Negierung führen will. Die weftere Steigerung der Heimschasfmrg hängt davon ab, in welchem .Umfange die deutsche Regierung in bet Lage äst, rollendes Eisenbahnmaterial und Schiffs­raum /zu stellen. Das Ergebnis der hierzu noch notwendigen lErhebnnge:: wird so schnell als mög- l:ch «der englischen Wako in Köln übermittelt. Der Gang der Verhandlung«: zeigte, daß die englische Regierung bereit ist, die Heimschaffung der beut- ftlEN lKriogsgefangenen:wch Möglichkeit zu fördern. Bis emschließlich 6. September sind in Köln 6000 deutsche Kriegsgefangene übernommen werben Mit einer Heimkehr der in französischer Gefan­genschaft bcfindlckien deutschen Kriegsgefalv- gene:: kann vor der Ratifikation durch Frankreich nicht gerechnet werden.

Mackensen.

sprechenden diplomatischen Erfolg eine starke Te- mütigung Serbiens erzielen fönne, erklärte Graf Berchtold, eine radikale Lösung sei nur durch ein energisches Eingreifen möglich. Auch der M» nisterpräsident Graf Stucrgk trat dafür ein, indem er sich auf die Meinung des Landeschess in Bosnien, des Generals Pot io re k, berief, der sich für einen kräftigen Schlag gegen Serbien »itg* sprach . Der Pole Bilinsk: erklärte, als c-bcr]te» Verwalter Bosniei:s und der'Herzegowiua könne c« sich mit einen: diplomatischen Erfolg allein nid^ begnügen. Derselben Anschauung war der Kriegs- Minister, der daran erinnerte, daß die letzten Krieg«, stets ohne Kriegserklärung begonnen worden sind. Trotzdem Tisza nochmals auf die Furchtbarkeit eines europäischen Krieges unter den derzeitigen Verhältnissen hinwies, stellte Graf Berchtold als Ergebnis der Debatte fest:

. 1. daß alle Versammelten eine rasche Ent­scheidung mit Serbien in einem kriegerischen oder friedlichen, Sinne wünschten,

. 2. daß der gemeinsame Ministerrat bereit wäre, swh der Ansicht des Grafen Tisza anzuschließen, nach welcher erst mobilisiert werden solle, mrichem konkrete /Forderungen an Serbien gerichtet und diese zurückgewieser: worden wären,

3. daß alle Anwesenden mit Ausnahme des Grafen Tisza, der Ansicht wären, daß solche lucit» gehenden Forderungen an Serbien geteilt werden möchten, die die Ablehnung voraussetzen ließen, damit eine radikale Lösung im Wege des militäi rischen Eingreifens angebahnt werde.

0 ________

Die Zurückbringung der russischen Kriegsgefangenen.

Berlin, 6. Sept. (WTB.) Entgegen ow* derslautenden Meldimgen bestellt, wie uns inn zuständiger Seite mitgeteilt wird, zur Zeit keine Möglichkeit, die russischen Kriegsgefan­genen durchs die östlichen Randstaaten lstudurch- zuführen. Tie deutsche Regierung ist nach wie vor vm der Einwirkung der Entente auf die Re­gierungen dieser Randstaaten in ihren Maßnahmen abhängig. Es muß daher leider mit bet Tatsache gerechnet werden, daß die russischen Kriegsgesang-- mn trotz ter schwierigen Verpflegungslagie des Reiches und trotz ihres begreiflichen Wunsäies auf' baldige Heimleh-r in der Mehrzahl noch bis in den Wmter hinein in Deutschlmw verbleiben müssen.' Tenn auch für den Abtransport über See fehlt es an der dazu erforderlichen Tonnage. Tie deutsche Regierung wird, wie bisher, so mrch in Zukunft den Abtransport nach den Gesichtspunkten leiten, daß jeder Kriegsgefangene so abtrans'wr-l t:ert w:rd, daß er möglichst seine Heimat erreicht- oder die Gegend, wohin er sich begebe:: will.

Ukrainer und Bolschewisten.

. Berlin, 8. Sept. TieDeutsche Allgrm. Zeitung" gibt eine Meldung des ukrainisch-n Preffebnreaus wieder, wonach die ukrainischen Streitkräfte Kiew von den Bolschewisten geräumt haben und bei der V-rsolguna 50 Mecken über Kiew längs des Dujcper vor- gebrungen sind.

Am st erb am, 6. Sept. (Wolff.) DerTele- graaf" veröffercklicht eine Londoner Meldung, bet Zufolge an: 5. September in Euskirchen im befttzteu Gebiet einige englische Soldaten über» , z .., . fallen wurden. Ein englischer Soldat wurde schwer

z a s, der erklärte, s:ch verwundet. Der Stadt wurde eine Geldbuße von .----2- 100 000 Mark au kriegt. Ter Hauptschuldige, der

reu zu können, da man auch durch erneu ent-! Arbe:ter Kupfer, wurde zum Tode verurteilt.

bürg sind nur durch die nach dem bisherigen Gesetz berufenen Behörden und Volksvertre­tungen von Birkenfeld und Oldenburg zu führen.

Vergrößerung der amerikanischen Zone.

Haag, 6. Sept. Aus Neuyork wird gemeldet: Wie aus Koblenz berichtet wird, hat Marschall Foch beschlossen, daß der Teil der Rhein- lande, der .permanent von Amerikanern zu besetzen ist, zweimal größer sein soll al^das ^jetzt^ unter amerikanischer Verwaltung

*

Au; dem besetzten Gebiet

Birkenftld.

B e r li n, 6. Sept. (Wolff.) Rechtsanwalt Zeller-Birkenfeld hat an die Reichsre- g i e r n n g folgende Depesche gesairdt: Birken­feld sagte sich vom Freistaat Oldenburg in der Landesausschußsitzung vom 30. August als elbständige Republik im Verbände des Deut­schen Reiches los. Die Volksabstimmung über die Anschlußfrage an einen Nachbarstaat ist bereits in die Wege geleitet. Wir bitten um telegraphische Anerkennung. § 18 der Reichsverfassung ist von der Besatzungs­behörde als nicht vollziehbar erklärt worden, >a es sich um besetztes Gebiet handle. Die ranzösische Besatzungsbehörde erkannte die Republik bereits an.

Die Regierung der Republik Birkenfeld: Zeller, Präsident.

Darauf erging folgendes Telegramm des Reichsministeriums des Innern:

Die Erklärung des oldeuburgischen Lan­desteils Birkenfeld zu einer selbständigen Re­publik ist unvereinbar mit den Artikeln 18 und 167 der Reichsverfassung. Die gewünschte Anerkennung durch die Reichsregierung wird deshalb versagt. Verhandlungen über die Loslösung Birkenfelds von Olden-

leater »mm!

am

SamSkag

He eiter t bie^r MSS Ä

ffiifitillM, ransing über da; verfahren gegen den Kaiser.

,jti Amsterdam, 6. Sept. (Wolff.) Nach einer

ro]"Ticloit :g des Pressebureaus Radio auS Ann ZiegelAafü. -o l i s erklärte Lansing in eine

. ke Verhandlungen der Friedenskonfci

I vorgeschlagenen gerichtlichen Verfahrens gegen uv Vvll« I den früheren de n t scheu .Kaiser, es sei vom

Eine verschwindende Minderheit in der I <^ften Augenblick an ersichtlich geiuefen, die französischen Kammer ist der Ueberzelmuna, Mitglieder der Kommisse: entsck-loffen waren, vor daß der Friedensvertrag in Wahrheit ciuch ben %a:|er nor einen mternatronakii

ssssArsk STSäsEuS be-j aus dem bte:chvkörper gesch,::tten yat, I burgischen Nenttalität so-.vie für flagrante Vcr- unb w:e man mit der Bevorzugung Polens I letzungen der .Vrtiegsgebräucl'e durch deutsch: Stteit- auch Rußland abstoßt, erweckt bei unseren fräfte berantiuortlid) sei. Tie Kommissivn 'habe westlichen Nachbarn allerlei Unbehaglich-1 mit ber Untersuchung der strafrech lichen Vevant- feiten. Der Finanzminister Klotz wollte die Wörtlichkeit bcgvnnen, se: aber schließlicheinstiinmig kritischen Bitterkeiten beseitigen mit der An- dem.Ergebnis gelangt, daß es nicht nckiglich °rh°»?n werde! S SZifMÄ U Ä'Ä ..c:U:ardei: werden vom franzosijchen Volke die moralifd>eit Verbrechen gegen die Menschheit idoqi mach so heiß genossen, wie sie bo-n begangen hat, sah sich aber gleichzeitig genötigt zu Herrn Klotz gekocht werden. Auch unsere Geg- erklären, daß es Tein positives Gesetz gebe, durch ner sehen ja eine Revision des Vertrages ^aS das Verhalten des Kaisers zu einem sttgfbare:: vor, und über die späteren finanziellen Bcrbrechei: gestempelt mürbe. Die Schuld des Kai- Leistungen ist noch gar nichts Bestimmtes feit» nicht derart, daß.sie von einem Gerichits- gesetzt. Man muß sich chso echftw7i?en^wun- sestgestellt und beftraft werde:: konnte, bern über dtese Offenherzigkeit des französi- Wilson über die englischen

Fmanzmtmsters. D:e Zeit schleift Geheimverträge,

manche Ungeheuerlwhkerten der gegenwärtige A

26 ^^ollung, daß ^Utente-Kommis- in einer Rede in der bärtigen Lwudelskammer, 'on. davon abgesehen habe, den früheren er feigegen die Gehei rnvertr äge Groß- Kats e r strafrechtlich zu verfolgen. Die Be-I britanniens und Frankreichs. Er hoffe, grunbung, d:e Lansing dazu erwähnt, bedeu- daß rmter dem Völkerbund Geheimverträge unmög- tet geradezu einen Faustschlag in die von un- lich ftm würden.

seren Gegnern bisher verkündeten Rechtssätze --------

LlÄXfeMÄÄ"i* vieAnnahmedesLriedensvertragrdurch gesetzt hatte, geht zu Ende. Deutsch-Gesterreich.

Nr. 209

Der Siebener Anzeige* erscheint täglidi, außer 6onn« und Feiertags.

vezugrpreir:

monatl.Mk.1.60, oiertal- iährllch Akk. 4.80; durch Aohole- u. Zweigstellen monatl. Aik. 1.50; durch die Post Mk. 4.50 uiertel- jährt. ausschl. Bestellg. Ferusprech - ^luschliisse: für dieSchristleituug 112 Verlag,Geschäitsstelle51 Anschrift sürDrabtuach- richten: Anzeiger Kietzen.

Postscheckkonto:

Zranksurt a. M. V686

Erster Blatt 169. Jahrgang Montag, 8. September ^9

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhefsen

miet 1919. 1O3O8B

(LrbmÄuttebMt).

achnng..

oMriagt der <stcht et 3. September ab

M 8 b» io» m Stetiroitätsfoelci 103788

ibalmb.etaWtn

Verein,

irtttau 4 U6r, "««bewltaen nbes

Dervorftud.

Versailles, 6. Sept. (Wolff.) Marcel . Wien, 6. Sept. (WTB.) Die deutsch- ivembat erklärte in eiirer 9hebc in der gefhigen österreichische Natioualver sarnm- Sitzmrg der ftanzösifchen Kämmer noch, selbst I l u?: g nal/m imch längerer Debatte den vom: Charles Beno ist habe in feinem Bericht fest- He.uptausfchuß, v-orgefch.'age,:en Deschlustmtrig,. geftellt, daß Danzig eine ur deut sche Stadt wonach gegei: die Verletzung p?s Mitbestimmungs- sei. Genuß habe man den Polen bei: Zugang zum Wuj.te4 Deu t sck>-Oesterreichs durch den Fried ms- i'Reere sichern müssen. Das sei aber möglich ge- vertrag pvotcstiert wird, an. Ter Sbaatskmzle» <m ^en' Ranzig von Deutschlarrd zu trennen. I rcV"b beauftragt, bat Friedensvertvag zu unter-

.vcan Hütte es nur zu einem Freihafen machen ävidmeu, der Puotest tourbe einstimmig angeinom- irtüficn. Ms Zuftchr hätte leine genau tote bfr Weich-1 men. -ter Auftrag an ben StaEmzle'r, bei. n®Ut.t^5rnatu,na^ccn*)e Eisenbahn genügt. So F'riedcnsvertrag zu unterzeichnen, würde mit 97 aber habe man aus der deutschen Stadt eine pol- gegen 23 Stimmen angciummcn.

sftlche ^macht. Wie sich das mit dem Grundsatz der l s. ,

freien Wahl der Bevölkerung vertrage-1 Tie Wie- Ungarn erkennt den Vertrag Von derhersttllung Polens sei von der gesamten Welt St. Germain nicht an.

gutgeheißen worden. Trotzdem habe man diese Be-I Wien, 6 Sept ^WTB.) Das Nene Wiener ^^Jtc die stärkstenI Tageblatt" meldet aus Wiener Neustadt-: Ter ^un^lScn ^.rjC9 in [TC^ trag2- Ganz Regierungskommissar der Biwapester Regierung und nicht nur die für Westungarn, Graf Sigray, teilte dem Regie- b revolutionären Sozralisten rungskommissar für Oedetchurg. Fertsag, in einem fte verlasieu habe. Vom Telegramm mit. daß der zwischen L Entente Völk^drt^rteSembatbieÄhrustmV. Wenn und Deutsch-Oesterreich abzuschl:eßende Vertrag Sicher Heck bringen solle. Hur d:e un garmche Regierung als nicht nlle Ctaircn angehorm: denn erst bindend erachtet werde, da die ungarisckse Re-

Ästst3to'i^nd L'^uug mit der Entente noch keine entfpredjenbcn

r . Frwdcnsvereinbarungen getroffen habe. Tie mi- br und garncye Regierung erkenne daher die Gültigkeit

-5?. dieses Vertrages noch n.cht an und werde einer gieren, weck die Untert^rndler :hn nicht im Ge- eventuellen Besetzung Deut sch west- K? unoarn« mit Sa f fen gematt e n t gw

mtten._J,:e zeitliche Pesttorna der Rbemaeotete |ti treten und sie verhindern Gleich^tiawerden K6l Tie Reglung die magyarischer: Truppen angewiesen, den Grenz-

CSÄ ««IW« verl-hk M6m D-utsch-O«,Irrrnch und Ungarn ^mperwU^mu->. *,:e vvn Perswn, itlem» I ftreng zu überwachen und das eventuelle lleli-r- t Con Mavowo feien ge- schreiten der Grenze durch Deutsckr-Oesterreicher

man etiwt geglaubt, durch die zu verhindern. Auch andere Blätter bestätigen die

I Reibung von der Grenzsperre. Ten Blättm: Gou de trat warm fiir die zufvlae erklärte Staatskan^ler Nenner hpr

tnift 111 r.-MT Kav ii*. z 111i t" deir ^3riJ)Lödtrctcrn u. a.: Mit der

bänatokeft gewesen fei, der inche Iftwb-i Unterze:chnung des Friedensverttages ist unsere

nicht beendet. Mr bettachten den Ab- -^caur??r) ^116 der Frieder^verlmndlungen nur als eine

XftetfÄSÄ Etappe int Instanzenzuge, und wir werden vor

er Frankriick/ md.it das Intfc Rhemufer brachte. der ReparatiouskommissiM: und dem Völkerbund

Die Cntschädigungsfraae. welterkämpsen. Am Sonntag, fahre ich nach St.

«... f Germam, um dort nach den in W:en eingeholten

wenj, 6 Sept. D:e französ:sche De- BescÄüffen zu handeln.

putiertenkammer gelangte :n der Verhand­

lung über den Friedensvertrag geftern zu der Die Entente und Rumänien.

V n.a 11 e n Seite des Vertrages. Der w ,

^ortahft Bedouce erklärte, daß die finanzietle n der Schweizer Grenze, 8. Sept. Lage, bie aus dem Krieg hervorgehe, Frankreich! « S' ^ec Meldung derKöln. Ztg." wird die von erdrücken werde und daß sie auf den Kopf der Be- redigierte neue Nvte an Rumänien völkernng ausgerechnet schwerer sei als selbst in L? ^a.u?c bie>cv Woche in Bukarest überreicht. Tie Teulfchland. Der Redner erblickte die einzige Ret- X< r ,et etn£ni weitsichtigen und versöhnlichen (Nmg darin, .daß der künftige Völkerverein inter- 1YCTte ^tr<^cn Die WCbungi, daß Rumänien mit nationale Geldquellen schaffe, um Frankreich zu I ""garn . ^nen Sonderfrieden abschließen oufe zu kommen. Sodann nahm Finanz- wird von enwm rumänisch-:: Friedensdele- miutfter Klotz das Wort, um die Entschädi- Sorten m Rumamen für falsch erklärt.

gimgssrage zu ^behandeln. Er schilderte insbeson- I ---

Entschädigungen Deutschland auf-

UI? SU.beweisen, daß diese Entschä- Eine deutsche Note über die Räumuna miSI9 r!Cttc 950l$ fei und keineswegs die Vor- p-x baltischen Gebiete

toure rechtsert:ge, als ob Frankreich nichts be- m vamwn ^tötete.

Redner führte aus, daß Frankreich .Berlin S.Seht. (W.B.) Die deutsche Re- rmch den Besttmmungen des Friedensvertraaes ?icrtm9 richtete :n der Frage der Räumung ?^wde von 36 Jahren eine'^" ------ - -- .....-

® o.u 4 6 3 Milliarden erhalten »' nicht sagen, daß dos

Ti bemühte sich dann, nachzu-

teisen, M Deutschland bie)e Entschädigung wirk- ich bezahlen könne und versicherte, daß das auch to^^Ä^Ä^L^ns sei Der Finanzmftckster lvird seme Rede am nächsten Dienstag nach- mrttag fortsetzen. r