Ausgabe 
8.8.1919
 
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Nr. 183

Zweites Blatt

Siegener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhefsen-

N»,

Freitag, 8. August 19(9

wird mit einer

fjung angenommen, die

XX

n Gieß. Änz. erben

System zu belassen und nicht die Gemeindevertte-

die

dre weltlichen Mitglieder des Landes- ir

W 5e fftinr. rdfentagea durch die weltlichen Mitglieder der S'

^SiiüM0 Ihr. tanbÄT(f>c Skwählt werden, abgelehnt. u

oh, 116j 1,-3^ /§ 4 ^IIcu aIIc 25jährige männliche und

Snde »klNlche Gemeindemitglreder stimmberechtigt sein, p1

Vorbc^A vK Modale Ort wünscht die Wahlfähigkeit mit L 9? 0 Jahren. Synodale Brill und Genossen b .!5eii Jahre für angebracht. Oberkonsi- I)i

kinige Erläuterungen.

und alten

r in fern

taugen zu belasten.

Synodale Pfarrer Brill weiß aus vielen De- lanatsynoden, daß sie die Urwahlen abfehnen.

Synodale Jaude weiß aus rheirchessischen Dekanaten, daß sie für die Urwahlen eintraten.

Oberkonsistorralprasident D. Nebel erklärt, hag dem Kirchenregiment von zahlreichen Dekana­ten der Wunsch zuging, daß keine Urwahlen staft- finden.

Unterschied zwischen kirchlichen und politischen Wahlen aufmerksam.

Synobale Sanitätsrat Dr. B a ch fe l d hält es nicht für ausgeschlossen, daß die Kirche durch die

!andwirt, Witwer, Mi. trit 3 Kindern, münta nil älterem Mädchen e Witwe ohne Kind, h twaSLandwirlichailiik leht, bekannt ju werd:

Synodal Keil fürchtet die politische Agitation cm fid> nicht, möchte sie aber vermieden wissen. Er ist Gegner der Urnwblen.

Synodale Lehrer Dollinger hat aus vielen Kreisen gehört, daß man die Urwahlen nicht wünscht, was besonders aus einer Versammlung in Gießen zum Ausdruck kam.

Synodale Lic. Dekan Jacob macht auf den

Der Ncstieru'.tgswcchscl in Ungarn.

Budapest, 7. Aug. Sonderausgaben her Blätter melden auf Grund von Informationen, die sie vom Ministerpräsidenten Friedrich erhielten, noch über den RecnerunciSwechstl: Sämtliche n rb- nuitpSIiel Organisationen so

wie die Beamten aller Ministerien hielten gestern Ktonferenzeu ab, ut denen die Lage besprochen wurde. Dabei wurde erklärt, daß der gänzliche Z u s a m m e n b r n ch Ungarns unverm.-idlick sei. wenn sich nicht lenmnh finde, ocr es in zlvölftcr Stynde rette. Darauf begab sich eine größere militärische Deputation nach Alosuth zu Erzherzog iJosep'h und ersuchte ihn, die Lösung dee Lage in die Hand zu nehmen. Nack-dem d.-r Erzherz^ seine Bereitwilligkeit erklärt und in Brtdapest mit der Ententeunssiou verhcrndelt hattt, wurde zu nächst die srühere Staatspolizei versammelt und eine Frciwiltigentruppu von etwa 8000 Bcwafs-

[en als Wähler '. Dornseiff Synodale O r t will

Synodale Kaßlick glaubt, daß mit der Zeit tjrf) der Zwang zu Urwahlen in ber Kirche kom­men werde.

Synodale Pfarrer Dr. Diehl tritt entschie­den für die Wahl durch die Gemeindevertretungen md gegen die Wahl durch das Dekanatssystem ein, da dieses System viele Mängel habe.

Dr. Frhr. v. Heyl erklärt, es sei ein R&er Irrtum, zu glauben, daß durch Unvahlen die Masse der Kirche gewonnen werden könne, aer Kirche gegenüber komme es der Masse nicht

i'iimrÄ»

auf dem Festhallengelände stattfindenden Ausstel­lungfo-of und Garten" hat unter 48 ein gegan­genen Entwürfen 10 unter Gruppe 1 und 13 unter Gruppe 2 preisgekrönt. Hwei Entwürfe fanden lo- bente Anerkennung. Wettere gute Entwürfe gin­gen infolge zu reicher Ausbildung über das Pro­gramm hinaus. Tas Ergebnis des Wettbewerbs wird vorn 1020. August der Besichtigung frei-

Frnftffemeinte fdmhlld 'naebote unter i

nasgeschäften beteiligt zu werden. Dagegen 'lischt im Volke auch heute noch religiöses Be- Myns. Davon habe sich auch ein Adolf Hoff­mann überzeugen müsseir, als er mit der Kirche mspringen nwllte.

Alles Streben müsse darauf gerichtet sein, mach unserer evangelischen Kirche durch eine gute Verfassung die Möglichkeit zu geben, diese Macht ttszuüben.

ncten bercitgeftcllt. Eine Abordnung derselben führte die Abdankung der bisl-erigen Minister herbei,, die vorübergel>cnd in Gewahrsam genom men, später aber wieder frei gelassen wurden. Der Regierungswechsel vollzog sich grösster Ruhe uitd ohne Zwisck-cnsall. Der I

Entschädigungen für Anschaffungen und besondere Anmendungen bezahlt.

nr. Frankfurt a. M., 6. Aug. Dem Ma- rtnesicherungsdienst gelang eS, einen Waggon Fett unr Speck, der tm belebten Gebiet gestohlen war, abzufanc.ren. Der Speck und das Fett, die schon dem Verderben nafx waren, wurden an Minderbemittelte verteilt.

men angenommen.

Ehrung eines dmtschen Kriegsgefangenen.

Amsterdam, 7. Aug. (WTB.) Das Presse» bureau Radio meldet aus Horsea, daß dem deut­schen Kriegsgefangenen Brückmann vom Re-, serveregiment 97 vor mehreren Tausend in Po radeuntform ausgestellten deutschen Kriegsgefange- neu in Dorchester in Anerkennung feiner bei ber Rettung von zwei britischen Fliegervffiziereni aus einem brennenden Flugzeug bewiesenen Tap­ferkeit eine silberne Uhr und eine Summe Geldes überreicht wurde. Brückmann wurde hier­auf zur Heimat zurückbefördert

Eichhorn in der Nationalversammlung.

Weimar, 7. Aug. (WTB.) Der Abgeord­nete Eichhorn, ehemals der sogenannte Polizei­präsident von Berlin, war heute im Sitzungssaal der Nationalversammlung anwesend.

Zum Erscheinen Eichhorns in der National­versammlung berichtet die ^Deutsche Allg. Ztg.", daß Eichhorn von irgendeiner dazu berechtigten Stelle eine Bürgsckraft nicht gegeben worden ist, daß er nicht berhaftet werden dürfe. Nach der neuen Verfassung sei die Festnahme irgendeines Abgeordneten nicht zulässig. Wenn aber Eichhorn sich auf diese Bestimmung verlassen habe, so wäre er im Unrecht, da die neue Verfassung noch nicht ratifiziert worden ist. Falls seine Verhaftung er- folgen würde, müßte Eichhorn allerdings nach Inkrafttreten der Verfassung wieder freigelassen werden.

Der Polizistenstrcik in Liverpool.

Amsterdam, 7. Aug. (Wolff.) DerTele- graaf" meldet aus London: Die streikende» Polizisten in Liverpool suchen auf jede Weise einen allgemeinen Streik herbeizuführen Die städtischen Arbeiter haben gestern eine Sym° pathreerklärung für die ftreitenben Straßenbahn- angestellten abgegeben und beschlossen, nad 24 Stunden die Arbeit ebenfalls niederzulegen wenn die Forderungen der Sttaßenbahner und bei anderen städtischen Arbeiter nicht bewilligt werden. Infolge dieses Beschlusses wird heute allen stäoti- chen Arbeitern, u. a. auch den Elektrizitätsange- teilten, gekündigt werden.

Amerikanische Lohnforderungen.

Washington, 7. Aug. ^WTB) Reuter Vierzehn amerikanische Eisenbahnverbänbe, -ie etwa zwei Millionen Arbeiter vertreten, legten der Cisenbahnverwaltung gemeinsam ein Forderung auf sofortige Erhöhimg der Löhne vor.

Anlehnung an das Reichstagswahl recht. Man brauche gegnerische Tendenzen nicht zu fürchten. Die Frage, ob daS Verständnis für daS Wesen bec evangelischen Kirche mit 25 Jahren größer tft, wi? mit 20 Jahren, fei sehr fraglich. Auch die werblichen Wähler seien im bürgerlichen Leben vollständig aus der Höhe der Gleichberechtigung.

Hier wurden die Verhandlungen abgebrochen. Nächste Sitzung Freitag früh 9 Uhr.

xi liebeln, Gemeindevertretungen oder Urwah- M, das letzttre System für geringer.

Synodale Berichterstatter D. Dornseiff »te die weltlichen und die geistlichen Abgeord- Mn einbegriffen wissen.

Kirchliche r7achvichten.

Israelitische Religionsgemrinde. Gottesdienst i. d. Synagoge (Süd^Anlage). SamS» tag, 9. Aug. Vorabend: 7.30 Uhr: morgens: 8.30; abends: 8.05 und. 8.45.

Israel. Religionsgesell schäft. Sab- batscier 9. Aug. Freitag abend 7.20; Samstag vormittag 8.00; Nachmittag 4.00; Sabbat.iusgang 8.45. Wochengottesdienst: morgens 6.30, abends 7.00.

bern als nach Frankreich verboten.

Berlin, 8. Aug. Zur Koblenkrisis führt derVorwärts" aus, der Umstand, daß die En­tente durch die Einfuhr fremder Arbeits­kräfte eine Erhöhung der deutschen Sttinkohlen- sörderung erzwingen könne, mache es notwendig, daß seitens Deutschlands alles aufgeboten werde, um eine Steigerung der Produktion ans eigener Kraft zu erreichen. Andernfalls setzten wir uns im Gebiet der gesamten Steinkohlenindustrie einer erhöhten wirtschaftlichen Ver­sklavung durch die Entente aus.

Die Sixtusmission und der Derftändigungs- frieden.

Berlin, 7. Aug. (WTB.) In denHam­burger Nachrichten" erörtert der ehemalige deut­sche Botschafter in Wien, Graf Wedel, die Frage, ob ein Derstänbigunasfriebe möglich war an Hand der Sirtus-Mission, deren Verlauf er als eine feststehende Tatsache, an deren Bestehen nicht zu zweifeln ist, bezeichnet. Er erklärt darüber: Im Herbst 1917 sandte Kaiser Karl seinem Schwa­ger, dem Prinzen Sixtus von Parma, den be­kannten Brief, in dem er sich erbietet, seinen ganzen persönlichen Einfluß für die Abtretung Elsaß- Lothringens einzusetzen, um zu einer Verständi­gung zu gelangen. Prinz Sixtus sandte das An­erbieten der französischen und der englischen Re­gierung zur Kenntnis. Lloyd George empfahl dieses den Bundesgenossen Englands zur Be­achtung, hatte bamit aber kein Glück. Frankreich wollte sich nicht mit Elsaß-Lothringen begnügen. Im Mai erschienen die Brüber Sixtus und Xaver von Parma m Wien. Nur ber Hof scheint von ihrem Besuch vorher gewußt zu haben. Auf bie Frage Czerntns, ob an einen allgemeinen Frieden gebucht werden könne, in den Deutschland ringe- schloßen würde, konnte Prinz Sixtus zwar nicht mit einem klaren Ja antworten, erklärte aber, er habe keinen Grund, die Frage zu verminen. Czer- nin machte dem deutschen Reichskanzler sofort Mit­teilung und Bethmann Hollweg kam unverzüglich und zwar am 13. Mai nach Wien. Da aber Prinz Sixtus bie Bebingungen nicht mitgebracht hatte, waren beide Staatsmänner der Meinung, daß man bie Bebingungen besser nicht erwähne, son- bern nur antworten solle, die Mittelmächte seien zu einer Besprechung jederzeit gern bereit. Die Entente möge einen Modus wählen, der ihr ge­eignet scheine, den von Prinz Sixtus angeknüpften Faden fortzuspinnen. Die Entente spann den Fa­den nicht weiter. Es ist anzunehmen, daß nur ein Sonderfrieden mit Oesterreich, aber nicht cm einen allgemeinen Frieden gedacht war. Dafür spricht, das Ezernin, ber weitere Fühler ausstreckle, später die Mitteilung erhielt, nur zu einem Sonderfrieden mit Oesterreich sei bie Entente bereit, wenn Lester- reich sich btm Londoner Ab'ommen unterwerfen wolle. Das bedeutete nicht meyr und nicht weniger als Kapitulation. Prüft man Sixtus' Mission und ihre Behandlung bei ber Entente, so stellt sich heraus, daß Frankreich ein überaus günstiges Angebot erhielt, auf bas es gerabezu hätte springen müssen, wenn überhaupt die geringste Neigung zu einer Verständigung vorhanden gewesen wäre. Frankreich aber lehnte das Angebot mit einer hoch­fahrenden Geste rundweg ob.

9. evangelische Landessqnode.

rm. Darmstadt, 7. Aug. Es wird die Ent­sendung des Divisionspfarrers L ü k g e n - Darm­stadt als geistlicher Vertreter in die Landessunode autgehrißen. Hierauf wird die Vorlage des Obcr- wnsistoriums betr. die Verbesserung der Ein­künfte ber Pfarrstellen und des Zen rralkirchenfonds (Gesetz vom 26. August 1912) beraten. Es ist in bet Vorlage bestimmt, daß der Durchschnittsertrag aller Pfarrstellen jetzt aur 4500 Mk. erhöht wird. In der Begründung wird ausgeführt, daß diese Maßnahmen als Gegen­gewicht gegen das Anwachsen der Landeskirchen- fteuem gelten soll und der tatsächliche Aufwand inzwischen bedeutend gestiegen ist. Das ganze Gesetz

A MrkiSndlich. w eniemteJlnfleUin i^enGWiLnM Äuto-ZeltstW nuf dein Wege MarbM Nauheim.ve?to| ^iedcrbrinaer boo -1 äSI

Au» Stadt un- Land.

Gießen, den 8. Aug. 1919.

* Amtliche Personalnachrichten. Am 19. Juli wurde der (Scheune Regierungsrat xr. Hans Siegfried Schneider zu Mainz zum Oberregiciungsral in der Hessisch-Preußisch.'N Gi)cnbahngemcinfd)aft vom 1. Juli ab ernannt; am 4. August der Rechtsanwalt Karl Keil in Büdingen zum Notar mit dem Amtssitze in Bü­dingen.

** AuS dem Militär-Wochenblatt. Frhr. v. Preu scheu, Oberleutnant im Tra.?.- Negt. 23, Leutnants Fleckner, Rohmann im Jntz-Negt. 118, Leutnant der Res. Krüger des Jns.-Negts. 118 (Ludwigshafen, bisher bei der Train-Abteiluna 11) wurde der Abschied mit der gesetzlichen Pension und ber Erlaubnis zum Tra­gen ber Uniform ber Reserve-Offiziere biefer Ab­teilung bewilligt.

**. Bei ber Rückführung ber aus Belgien und Frankreich entfernten Maschinen mehren sich in ber letzten Zeit bie Klagen ber belgisch-französischen Kommission über bie schleckte und unsachgemäße Verpackung ber iurürfgefanbten Maschinen. Ein Teil ber Ma­schinen fiel auch währenb bes Transportes um nnb wurde schwer beschädigt. Im eigensten Inter­esse der deutschen Versender betonen die sämt­lichen mit der Zurückführnng betrauten Behörden, daß auf gute Verpackung größte Sorgfalt zu legen ist. Für alle infolge unlachgemäßer Verpackung entstandenen Schäden haben die Absender selbst aufzukommen.

* Preise für Süßwasserfische. Durch Bekanntmachung des Lai.d.sernährnngsamts vom 5. August ist bie Bekanntmachung des Mi nisteriums des Innern vom 7. Mai 1918 über Festsetzung von Preisen für Süßwasserfische auf­gehoben worden.

**TasamerikanrfcheWeizenmehl, das durch Hafenarbeiterstreik längere Zeit in Frank­furt lagerte, ist mittlerweile eingetroffen und wird in der nächsten Woche zur Verteilung kommen. Auf den Kaps der Bevölkerung entfällt varaus- sichtlich ly2 Pfund.

** Das Verbot der Versteigerung von Grummetgras (Ohmctgrasl wirb laut Bekanntmachung des Landesernähruiigsamtes vom 2. August wieder aufgehoben.

Kreis Lauterbach.

xi. Blitzen rod, 7. Aug. Die weitbekannte Firma R. und M. Wegener, Filzhnt- sabrik, feiert am 16. August ihr lOOjähriges Bestehen. In Altona gegründet, siedelte sie im Sommer 1885 nach Blitzenrod über, wo sie an die Stelle einer abgebrannten Baumwollspinnerei die jetzt noch stehende modern aus^eslattete Fabrik errichtete, in ber ber berühmte Blitzchiröder Haar- Hut angefertigt wird. Tas nur aus einzelnen Bauernhöfen bestehende Dörfchen ist durch die Fabrik zu einer Gemeinde von 250 Seelen ge­worden. Eine Menge von Arbeitern aus Altona und Hamburg folgte seinerzeit ihrer Firma nach, so daß jetzt iwch hier rwrddeutscher Typus und Aussprache zu merken ist. Stattliche Arbeiterwoh­nungen find errichtet, elektrisches Licht ist an­gelegt. Tie früher mit Frifchborn vereinigte Ge­meinde hat letzt eigene Bürgermeisterei. Auch im Krieg hat der Betrieb nicht geruht. Außer den hier ansässigen Arbeitern sind auch viele Leute aus dem nahen Lauterbach und Frischborn beschäftigt.

8 Aus dem oberen Vo gels berg, 5. Aug. Volle sieben Wochen sind nun schon die Bewohner hiesiger Gegend mit der Heuernte beschäftigt, und immer n-och kern Ende. Tie un­günstige veränderliche Witterung zieht das Heu­machen immer mehr in die Länge. Nicht allein wird dem Bauer die Lust an dieser Arbeit dadurch mehr und mehr genommen, es kann ihn auch teilweise die Güte seines Heues wenig erfreulich stimmen. Im Anfang hatte man einige gute Fuh­ren geerntet und hätte 'wohl auch etwas weiter porgeschritten, wohl fertig sein können, doch konnte man divekt anschließend an die Aberntung der aftigen Grundwiesen, nicht mit der der mager en Bergwiesen beginnen, denn hier war der Gras­wuchs noch gar zu schlecht. Infolge des auschebigen Regens hat er sich zwar gebessert, doch nicht ge­nügend. Auch ist auf Grummet nicht allzu sehr ^i rechnen, denn der Gras stand ist zu dünn. Es inb dies alte, fdjon oftmals gemachte Erfahrungen, daß ein im Frühjahr ausbleibenbcr Regen den tanzen Sommer in Mitleidenschaft zieht. Tie oie- ;en kleinen im Boden verzweigten Faserwurzeln, welche im Frühjahr mangels Nahrung keine Gras- hälmchen treiben, können es auch im Sommer bei reicher Nahrung nicht nachholen.

Krcls Friedberg.

Y. Butzbach, 7. Aug. Gestern nachmittag inb Sträflinge der hiesigen Zellenstrafanstalt von ihrer Arbeitsstelle aus entwichen und konnten bis jetzt noch nicht wieder eingefangen <wrbcn.

oa. Friedberg, 7. Aug. Ter gestrig.' Ferkelmarkt war sehr gut beschickt. Das Geschäft ging flott. Tie Preise für 6 Wochen alte Ferkel betrugen 6580 Mk. pro Stück, ältere Ferkel kosteten 150180 Mk.

Hessen-Nassau.

----- Frankfurt a. M., 6. Aug. Tas Preis- aeridt für den Wettbewerb für Garten- täuschen zu der tm September und Oktober

manbierenbe rumänische General, ber Unruhen befürchtete, hatte für die rumänische Garnison Bereitsck>aft befohlen. Sämtlidje MifsionSleiier Per sicherten die neue Regierung ihrer wärmsten Unterstützung. Erzherzog Joseph wird im Lause des heutigen Tages sein Palais in Ofen beziehen

Aus Ungarn.

B u d a p e st, 7. Aug. (WTB.) Nacv einer Meldung des Ungar. Korr.-Bureaus ist in Buda­pest eine Kundgebung des Erzherzogs Joseph angeschlagen, in der es u. a. heißt: es drohe eine Katastrophe, wenn die ungarische In telligcrti nicht vereint mit der nüchternen Ar- beitorfdjaft und dem ackerbauenden Volke mit starker Hmtd Oxdnimg schaffe. Weiter gibt die Kundgebung folgende Mitglieder deS Dorläungen Kabinetts an: Ministerpräfidium der frühere Staatssekretär für Heerwesen Stefan Friedrich, Inneres: Adolf Samassa, Aeußeres: General Mn briet Tanezos, Kultus und Unterricht: Dr. Alexan^ der Imre, Krieg: General Franz Schinetzer, .Han del und Gewerbe linteriinistisd)): Stefan Friedrich, Firimizcu: Tr. Johann Gruenn, Volkshygiene: Dr. Andreas Csillery, Ernährung: einstiveilen un­belebt Ministerium der nationalen Minderheiten Dr. Jakob Bleyer, Justiz: Dr. Bela Szaszy, Ackerbau: Tr. Roland Gyocry. In einigen Tagen soll eine UebergangSrcgicrung nach Anhörung der Bürgerschaft, des ackerbauenden Volkes und der Arbeiterschaft gebildet werden.

Die Schantungsragc.

A m ste r d a m, 7. Aug iWTB.) Tas Presse- bureau Radio meldet aus Amerika: Tin aus Tokio über London eingetroffenes Telegramm br­ingt, daß Japan nicht die Absicht hat, irgcnbiixlchf die territoriale Souveränität Schaut ungs be­einflussende Rechte zu beanspruck^en. In der Erklär ruug wird gesagt, daß die japaiiiichen Truppen sich, sobald eine lieberemüimmmig mit China erreich' ist, zurückziehen werden.

Ehrung englischer Führer.

Am ster dam, 7. Ang. (Wolff.) Die englische Regierung brachte im Unterhaus erneu Anttag rin, ben verschiedenen englis chen Führern im Kriege Titel zu verleihen und Geldsummen zu schenken. Die .Monring Post" erfährt, daß die Arbeiterabgeordneben beabsichtigen, gegen die Zu- Weisung der Summe im ^efamtbetra.TC von 2DO 000 Pfund Sterling zu protestieren.

»London. 7. Aug. (WTB.) Reuter. Tas Unterhaus hat eine Resolution angenommen, tr her allen britischen Truppen und denen der Do- miniums für ihren Kriegsdienst und Foch für seine dem britischen Volk enoiefenen wertvollen Dienste Dank ausgesprochen wird. Außerdem stimmte das Unterhaus einem Geldgeschenk an verschie­dene Besehlshaber zu Lande und zur See zu. Es handelt sich insgesamt um 585 000 Pfund, bar unter je 100 000 Pfund für Haig und Beatty. T« Arbeiterpartei hatte beantragt, die Gesamtsumme auf 200 000 Pfund herabzufetzen. Dieser Antrag wurde mit 288 gegen 66 ©timn\en abgelehnt Tet Regierungsantrag wurde mit 274 gegen 34 Stirn-

Syn eommttiti nit(

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5 Seit vor und mai- «Ä®8ble N°ch - nterfertinten C, k, , >^!°n sind, bis itj feutember 1919 am> leiben, nnderensalls i orcjlt nicht bertillsudv werden können. y ^er C. C. der ealn 175D I. A.

EngischM.

ui i-1? 3abte sur angebracht. Oberkonsi-

LC;olJat D- Nebel tritt für ben Ausschußantrag

von JJu.ba man nur reife Mansche

3J16öyoo!^MMAkn. wolle. Berichterstatter D

gegeben. Einige ber Häuschen werben ausgeführi uno in ben Ausstellungsgärten aufgestellt.

----- Frankfurt a. M., 7. Äug. Ter Ma­gistrat bewilligte den Kr ie ger f r a u en mit Wirkung vorn 1. August ab eine wesentliche Er - »öhung der Unterstützungssätze. Es er­halten monatlich erwachsene Krtegshinterbliebene und Frauen ber Kriegsgefafigencn 90 Mk. statt 60 Mk., Kinder unter 14 Jahren 45 statt 25 Mk. unb Äiniwr über 14 Jahre 60 statt 40 Mk. Außerdem werden nach Bedürfnis die Mieten,

der Erwartung Ausdruck gibt, daß das Ministe­rium demnächst durch entlprechende Abänderung des Gesetzes Verhältnisse schasst, die allen Wün­schen Rechnung tragen.

§ 3 erhält nach einem Ausschußantrag fol­gende Fassung:

beträgt das Mindesteinkommen einer Pfarr­stelle bereits 4500 Mark, ohne jedoch den Betrag deS jeweilig einem Pfarrer zustehenden Höchst­gehaltes zu erreichen, so ist die Kirchengemeinde berechtigt, unter Inanspruchnahme der vorgesehe­nen Einnahmen den bereits vorhandenen örtlichen Ergänzungsfonds bis zur Erreichung des Höchst­gehaltes zu stärken oder einen solchen neu zu bitten."

Ter Antrag deS Ausschusses, ber die Beratung ber Vorlage betr. die Bildung dec Kircknmgemeinde- öcrtrctungcn und die Einberufung eines Landes­kirchentages verschoben haben wollte, wird mit 25 gegen 22 Stimmen abgelehnt.

Oberkonsistvrialpräsident D. Nebel hält das Gesetz für den wickftigsten Gegenstand, den die kynvde feit Bestehen ber Reichsverfassung zu be­raten hat. Neu ist im wesentlichen: 1. baß ben Frauen Stimmreckst und Wählbarkeit zugestanden wird; 2. daß die Zahl ber weltlichen und geistlichen Abgeordneten, die bisher gleich war, zugunsten der weltlichen eine Verschirirung erfährt; 3. daß die geistlichen Abgeordneten von den OKistlichen Kählt werden sollen; 4. daß die weltlichen corbncten von den Gemeindevertrettingen un­mittelbar gewählt werden sollen und nicht erst auf dem Umweg über die Dekancttssynoden.

Nach S 1 soll alsbald ein allgemeiner Kirchen­tag gewählt werden. In 8 2 ist bestimmt, baß alsbald durch das Oberkonsistorium bie Neuwahlen der Gemeindevertreter durchzuführen ist. Nach 8 3 ebie jetzigen Vertretungen und Kirchenvoc- als aufgelöst.

Synodale Kaßlick beantragt die direkte Wahl durch das Volk und nicht durch die Gemeindever­treter. Tas Volk fei- mündig genug, allzu große volitische Störungen fürchte er nicht, man müsse den Strömungen ber Zeit Rechnung tragen.

Synodal Pnof. Dr. Diehl ist Gegner der llnoahlen. Man dürfe nicht an bem geschiMich feftgelegten Gemeindepriit-ip ber Kirche rütteln.

Synodal Fritsch stimmt bem Vorredner zu. Auch die Sozialdemokratie wähle ihre Führer nicht direkt, also btaudje man nicht weiter zu gehen wie diese.

Synodal Bfr. Weber widerspricht gleichfalls dem Antrag Kaßlick.

mI ......_ _ ____________________

krauf an, wählen dürfen ober an Verwal

t'etllet- cr>---

Verantwortlich für Politik: I. V.: Dr. Reinhold Zetlz.

Wettervoraussage

für Samstag:

Vorwiegend wolkig und trocken, Temperatur wenig geänoert, westliche Winde.

Letzte r^aehvichten.

Die Deltkohlenkrisis.

Vern, 7. Aug. (W. B.) Die Frage der Kohlenversorgung Frankreichs ist Gegeirstand ernst­hafter Erörterungen ber wirtschaftlichen Stellen. Der Oberste Wirtschaftsrat hat die Kohlenfrage mit Hoover besprochen. Dieser erklärte, man dürfe nicht auf eine Kohleneinfuhr aus Amerika rechnen. Abgesehen von dem mangclnben Schiffsraum sei auch in Amerika die Kohlenförderung sehr ge­sunken. Daraufhin hat der Oberste Wirtschafts' rat eine besondere Organisation für die euro­päischen Staaten, den Interalliierten Rat für Kohlenförderung und Vertei­lung. beschlossen. Dieser Rat wird durch eine sehr scharfe Kontrolle der Bergwerke bemüht sein, die Prc^uktion nach Möglichkeit $u heben und da, wo die Kohlenförderung nicht tntenfio genug ist. durch Maßnahmen, die noch nicht auögear- beitet werden konnten, nachhelfen, ferner ben Pro­duzenten Arbeitskräfte zur Verfügung stellen, foivic eine große Auswanderungsbeioegung augenblicklich arbeitsloser polnischer und tfck>echischer Arbeiter ins Leben rufen und durch freie Verträge und Käufe versuchen, die Kohleneinftihr aus Westfalen und Schlesien zu sichern und zwar abgesehen von ben Kohlenmengen, bie Deutschland vertraglich zu liefern hat. Dieser Interalliierte 5kohlenrat wird aus je einem Vertreter aller interessierten Länder bestehen. Die erste Zusammenkunft findet am kom­menden Freitag ober Samstag statt. Der Temps" befürwortet die Bildung einer internatio­nalen Gesellschaft aller interessierten Staaten, welche vorerst die europäische Transpvrtfrage regeln und alsdaim bie Kvblenverieilung organi­sieren soll. Diese Gesellschaft solle Autorität be­sitzen unb in ihr jeher Staat, gleichsam als Ak­tionär vertreten, sein. Die Kohlenverteilung soll gleichfalls durch eine internationale Organisation aeschchen, die vor allem die Ausbeutung ber Koh­lenbergwerke in den letzt noch strittigen Gebieten Oberschlesiens unb Tschechen übernehmen soll.

Versailles. 7. Aug. (WTB.) Die belgische Regierung hat nach Meldungen aus Brüssel bte Kohlenausfuhr nach anderen Lün-

.... i.n Pin® . Synodale Pfr. Bo kitsch wünscht, daß bei Mhl U xbehaltung des seitherigen Wahlsystems auch bie W[||llluUW (ttiuiberheiten zu ihrem Recht kommen.

LilW i2 Synodale Pfr. Dittmar hält unter ben ®Vi .[kart Uebeln. Gemeinbevertretnnm'n ober llrtnoh-

4^*6? ^c......o

>r.^W»oirb ber"Antrag Kaßlick, der sor- bld5 c!' oie weltlichen Mitglieder des Landes-

Synodal Dekan Ja udt hält bte von Synodal * .. . Diehl vor gebrachten Gründe nicht für richtig. Es

lasst iid) auch bei der indirekten Wahl das Hiw- AeiÄäiNmami, oW» Werfen ber politischen Strömungen nicht vermeiden, Ziehend, mit IM 11a r vermög., i Stinw« Stellung, lucht mit -M? lein oder Wtwe in^ binduug zu treten zwei Heirat. Einheirat nie aukgeschl.DiSkr.E-m Scheut!. Äng-unUM an den Gieh. Anzetgr

NkiWß-D'

Strebs.GeW>>sm..A. .

kaib. wünscht m. »w btreften Wahlen vielleicht mehr Zuspruch Uräuietn auS gut-pai ^tbat erhalte. Es sei richtiger, es bei dem