Einzelbild herunterladen

4. SW ftfxxn

über den S*retj übcnromme: bet, in 'tot

Krruzer unb vier Zerstörer genügen.

Molkenbuhr (Dernschtanb» tri't mit, daß die deutsche Sonderresolutioii zur dfaBr,Iotb;i:5i» schen Frage vor Kenntnis der aHatmcinen Rrtv- luttvn ringeöracht worden sei. Htach-em die all­gemeine Resolution- ausgestellt sei, zögen btt

iiqeiTiachr worden fct. i)toch.>em br atl- Reiolution. ausgestellt sei, zögen btt deutschen Mehrh:rlsde.cg enen die Acesalurion 5 u r ü ck. Dtr Redner teilt mit, daß man von cer

ÄllS dt» besetzte« RheiißeLict.

Wit«baden, 7. Febr. Die framösifche Btsadun gs> hörde bi [traft htesige Ginnwjner, btt ohne Ausweis nach Biebrich fahren, damit, daß sie cntroeber 10 Mk. Strafe bezahlen ober zwei Stunden Automobile patzen minen.

die südlich dieses (Sebteteä gelegenen überwiegend dänisch sprechenden, b.shtr überroiegenb deutsch ge innten etwa acht bis jefrn Gemeinden, 3. für bit Stadt Flensburg, wenn mindestens ein Viertel der wahlfähigen Bevölkerung die Abstimnmng ver­lange. Die Grenzen wären so >u ziehen, daß Enklaven ausgeschlonen scien. Die nationalen Min­derheiten würden in beiden Staaten die gleichen nationalen Rechte erhalten. Die Volksabstimmung soll: nach übereinstimmender Ansicht der deutschen und der dariichen Delegierten unter der Kontrolle des Völkerbundes ober, roam der Völkerbund zur Jeii Der Abstimmung noch nicht geschafien sein sollte, Enter her Kontrolle einer neutralen Kom­mission erfolgen.

Kantsky (Deutschland» hält bk Snttbtr» reü-lution der deutschen Mehrheitler zur djaß- lothrmgischen Fra^e infolge der allgemeinrn 3le-- solution der Konferenz m territorialen Fragen für überflüssig, da diese schon das Plebiszit in strittig.'» Geburten fordere. Die Bollsabmoimung müsse erfolgm, nicht o!S Konzession zur die deut­schen Nationalisten, sondern als Waffe gegen sie. Schließlich wendet sich der Redner ge.jen den tschechischen Antrag in den jetzt beanspruchen Gebieten bis v'checho-slowakischen Staates kerne Vollsabstimmung M veranstalten.

- Höchst a. M, 7. bruar ein militärischer

Stubcm am ter die Herr-

her zr«rschcid,mq des Bölkerbmrbes oorzunehmen.

6. Schutz bei Bevölkerung der unabhängigen Gebiete, Kvlrnn. n und Protektorate durch die Ge­sellschaft der Nationen, Die dahin zu wirken hat,

5. Die MügNHSkit, «m in Zukunft Grenz-1 Borgbier g (DtnemmA gibt ^rr bentsch- Äebenmga an; Wunsch van BSlkern oder Volks-'dänischcn Fraae eine Erklärung ab dahin- tdlra nach oorhergehenoer Bo.l^cMimnnmg unb; urhend, daß in Schleswig die Volttabftiuunnng sei; L für

Grußpflicht der fron öfischen Osiiziere durch i amtliche uni formierte deutsche Beamte tn streng­ster Weise ein geführt worden.

Mainz, 7. Febr Zum erstenmal, wlangc her Rheinstrom fließt, erschienen dieser läge drei engt if che Kanonenboote auf seinen Flu­ten. Sie ankerten am hiesige» Fddbergwr unb fuhren später stromaufwärts.

= Sossenhe i m, 7. Febr. Zur Bestreitung bet Kosten für die Besatzung beschoß toc Gemeinde die Aufnahme eines Darlehens ton 100 000 Mk.

= Ober-Ramffadt, 7. Febr. Die fran^ zösischen Besatzungsma.hematiker haben heraus­gefunden, baß Der Ort auch nock der neutralen Zone angbön unb dementsp.ech-nd der Bürger- meist er ei ixe entsprechenden SLohtverlxtltungsmaß- regeln zudikriert.

= höchst a. M., 7. Fei« Die militärische Berkvaltung teilt mit, daß neue Fälle von Flecktyphus vvrgekommeu |i.ib. Die Vorbeu- 'gungsvorschrifteu erfuhren en I sprechende Ver­schärfungen.

^-hend, daß in Schleswig die Volks» Nir drei Gebiete gesondert Donunebmen das geschlossene Sprachgebiet Nordschtcstvig, 2. für

des Wafsenftillstandsvertrags haben abrüflen müssen, ttrieber ausrüsten und in Dienst stellen zu dürfen, um in Libau geringe Streitkräfte ständig stationieren zu können. Die'e Anträge sind bisher abgelehnt morden. Infolgedessen rtrtrb nunmehr der Oberste Kriegsrat der Alliierten gebeten, anzuordnen, daß die alliierten Seestreitkräste ständigen Au enthalt in Libau nehmen und gegebenenfalls zum Schulder Äüsten-lätze gegen bolschewistische Angriffe mit den Waffen eingreisen oder von den bisherigen durch Admiral Browning übermittelten Standpunkt abzugehen und die Indienststellung geringer deutscher Streit- näfte zuzulassen. Es werden zunächst ein

daß Einrichtungen getrogen roerben, die deren ein* adwreivr Bevölkerung möglichst rasch zur staatlichen Selbstbestimmung entwickeln euren Gründung von Schulen, Gewährung zunächst totaler Autoiwmie, Dresse-, Vereins- unb Versammlungsfreiheit unb andere v-ültische Rechte.

Die JTonferen.! protestiert gegen jeden Versuch, die genannten Grundsätze zu verfälschen, unb bet> wirst deshalb:

1. Das Recht des Siegers auf Beute unb alle Bündnisverträge, bie ihm gestalten, für feinen Ein­tritt in den Krieg einen Gebietszuwachs aus Kosten fremder Nationen zu suchen.

2. Die Festsetzung der Grenzen nach strate­gischen Gesichtspunkten.

3 Die gewaltsame ooer verschleierte Annexion aus Grund lOflcnannter hestorijcher Ansprüche ober <mgtbüdx-r ötononti|d)cr Notwendigkeiten.

4. Tie Schaffung von vollendeten latfirpen durch vvrgrcijenbe militärische Besetzung strittiger Gebiete.

5. Schaffung von ökonomischen Einfluß- sphären

Die Konferenz fordert bk Proletarier aller Länder auf, mit allen Straften auf ihre Regie­rungen einen Druck auszuüben, um diese Grund­sätze bei dem Abschluß des kommenden Friedens zur Geltung zu bringen unb diesen damit #u einem bettencDeu zu g.-ftehen.

Nemec (Tscheche) stellt fest, daß die Resolu­ten gegen den W.llen der Tschcho-Sloroaken an= genommen worden fei, bk einen Znsatzantrag eingebracht hätten, wonach bie Konferenz bk gewaltsame ober versrchleierte Annexion vcr- toirft, bie durch Oköalüiren und mittels i rem Den ßati ;5;nu5" cntnatiorwlifiert wären. Es handele (M) hierbei nicht um internationales Recht, sondern um internationale Moral. Die von der Konferenz befürwortete Schaffung von gemijchtsprachigen Be­zirken bedeute für bk tschecho-stowakische Republik die Lebetisitnsäh gkcit.

Der österreichische Sozialdemokrat Ellen­bogen weist in überaus eindrucksvoller Weik, häusiq von dem Beifall der Konferenz unterbrochen, die Versuche des tschechischen Redners zurück, als wollten bie Deut'ch Oesterre?ch.w die Konferenz -u ihren Gunsten einseitig cmsrutzen. Die dcnrsche Sozialdemokratie toün'che nichts anderes, als daß die Äonfereu» oem Selbstbestimmm gSrecht zu­stimme und damit bk Forderung erfülle, die sie seit 30 Jahren erhoben hätte An Hand von Hahlreicheri Beispielen uub Einzekfällen weist Ellen bog-n nach, tvk oft bie tsch: chosloroa kischen Trup^ pen bk deutsche Mmberl-eit vergmxlltigt hatten. Er pi-vtessiert ew-rg sch gegen bk Behauptung, daß bie österreichischm Soziald.nnokraten die Methoier, deS alten Oesterreichs unterstützt hatten. Für bic von den Tschecho-Slowaien großmütig -ngeftan- denen Smldnctx'günsligungen dankten bk Oester-- reicher. Sie verlangten nichts anderes als das Recht der Selbstbestimmung. Nur damit könne der Frieden der $k[t gesichert werden.

Der Vorsitzende verlieft sodann »wei Reso- Itttioucn der deutschen Mehrheits- Delegierten.

Dk Resolution über bte staatliche Zn- gehörigkeit lautet:

Dk deutsche Sozialdemokratie weist die Ent- jdkibtrru/ über bk -nkünftige staatliche Zuge­hörigkeit

Elsa h-Lothringens dem freien Ent» chluß seiner Bevölke­rn n g zu, dk vor Ausbruch des Krieges im Lande ansässig war. Sie will dk friedlichen Bezklmngen zu dem fränkischen Volke zu dauernden fr-galten, bic der ju errichtende Völkerbund für die unbeein­flußte Entscheidimg bet elsaß-lothringischen Be- völkertmg schassen wird.

Die Resolution über bie Rückweisung französi- scher imperialistischer Absichten auf das Saar-- gebiet, bk Pfalz und das linke Rhein- nfer lautet:

Die Absicht des französischen. Imperialismus auf Absplitterung deutscher BolkSteile vom großen Äörtrr der Geiamtnation, bie so die Abtrennung deS Saargebiets, der Pfalz und des linken Rhein-- »fers zur Folge hätte, rorikn bie deutschen Sozial­demokraten mit aller Schärfe zurück. Jede Ab- trenminq dieser Gebiete vom Deutschen Reiche, kbe polilsick-e oder ivirtschaftliche durch den Frie denSverlrag erzwungene Sonderstellung wäre un­vereinbar mit dem Selbst! estimmuuflsrccht bei' d-"'kfb-,7 Bottes Si- hribben seine Lebensin*er- e sen verl e i ei e At no't t des Hasi S sckaf en mu. khuuit den Keim zu neuen Krieg-n le-^n und deshalb uuvercinbar sein mit einem Rechtsfrieden und mit den Grundsätzen des zu gründenden Völker Hundes.

G r u m ba ch (Elsaß) nimmt zu der deutschen Rdosiition über El>-Lolbringen in fast einhalb- ftüubigrr Rede Stellung, indem erdie deutsche Genaltherrschaff im Elsaß schildert. Er verliest dann eine Erklärung der elsaß-lothringischen Ar­beiterschaft und d<s «-ttästisch-n

Hundes ;ur elsässischen Frag-, bte im wesentlichen §olg nd-s besagt: Dk eliäs.^ch- Ar«ite^Mait er­blickt in dem Anschluß des Elsaß und Lothringens an Frankreich bie leit langen Jahren heiß ersehnte Erss'llung^ihrer Wün'che, in den Schoß des fron» gösischm Staates zurück ui kehr en.

Granting erllärke, er habe Grumbach ab­sichtlich g-nügende R-^>ezeit gewährt, weil das Lhemn Elsaß-Lotbringen genau so tme die Frage der Schuld und der Verantwortlichkeit die wich­tigsten Fragen der Konferenz darftellen.

Bern, 7. Febr lWTB.l Als erster Redner sprach tu der heutigen Vormitta^-sitzung der internationalen Soziakiftenko ufe­re nz der Ho''ider Troe I ft ra. Er erflärte, haft das anElsaß-Lothringen began.^ne Unrecht ebenso ri>e Kri gtorsache gewesen ki. tote bie Besetzung Bosnien- Der Fr-ndeitsdrang fei in der Dell nneber kräftig erwacht. Aber es gebe Bötter, dk ihre Freiheit Jwtturr von Parv- als von Bern ernxtrlckn. Dk Frag- des Selbftbefttm- »ungsrech.es fet die erste Forderung bc» Berner Kongresses. Der Völkerbund mögt sofort er­richtet luerbm. Der Redner begrüßt es. daß d« deutsche Sa ialdemokratk dk txattsch-volnilche Httdeuianbcrkpung einem Plebiszit unterwerfen wolle, und daß auch Grumbach sich al- ein An­hänger bei Plebiszits für Eliaß-Lothnnqen be- Icnuc. Aller di dürften bkie Plebisirtr nicht unter fiticiriger Kontrolle erfof-vn sondern sie müßten unter der mternationa.en Kontrolle des Völlerbund,^ Dorgcuommen werden. Der iiiter- uptivuale Okbanfc müsse siegen über bie nationalen Ätokaitotttn.

Die Sage in den baltischen Provinzen.

Berlin,/. Febr. (WD.) UeBer die Loge in. den baltischen Provinzen und die damit im ZufammenHang stehenoe Bekämpfung des Bvlsck^wrsncus wurde in Spaa am 6. Febr. folgende Rvre übergeben:

.,Die Lage ber in den baltischen Prvvin zen des ehemaligen ruffischeir Reiches gegen die Bolschewisten fampfenben freiwilligen deutschen unb baltischen Truppen hat sich weiter verschleclrtert. Die hafienstabt Windau (nördlich Libau) ist :iach hier vorliegenden Nachrichten von. bo schewästischen Trupven be­seht worden. Gelingt es itid)t, dk botsche- trnfttidje russische Welle halb WM Stehen zu bringen, so brandet sie über die Grenzen nach Deutschland hinein. Die Alliierten haben zu wiederholten Malen von Deutschland die Nie­der kämpfung des Bolschewismus gefordert. Dies ist aber nur möglich, wenn den deutscl-en Truppen alte erfordertiche Unterstützung zu­teil wird. Hierzu gehört, daß in geivisjem Umfange von der See aus Schutz für die Häfen unb unter llmftänben auch für die Transporte gewährtoislet wird. An­gei ichts dieser Lage ist von Admiral Brow­ning der Antrag gestellt worden, einige Kriegsfahrzeuge, die infolge des Artikels 23

Aus Stadt und Land.

G i e ß e n, 8. Februar 1919.

Spart Kohlen!

Die uits mitgeteilt wird, hat sich bie Kommission für Kohleitverteilung in ihren Sitzungen wiederholt und ernst mit der Koh- lenfrage beschäftigt, wobei man zu dem Er­gebnis kam) daß Ko f> l e nunmehr f a st n i ch t niehr zu beschaffen ist. Dre Ursache ist, wie hinläTu^lich bekannt, in den Streiks der Zechen, sowie in dem gegenwärtigen Mangel an Lokomotiven und Ei)enbahnwac'.en zu er­blicken. Sehr erschwerend wirkt der Umstand, daß das Saargebiet keine Kohlen mehr lie­fert, ebenso kommt ein Ausfall von monat­lich ech» 15 Wa-ygonS Braunroh'en-Briketts, die bisher aus dem linksrheinischen Brikett- Gcbkt ge icfert wurden, infolge der Besetzung des letzteren in Fra^e. Die Bedeutung einer solchen MinderbeliepermU; kann man leicht ermefton, wenn man in Betracht zieht, daß vorn Reickskommissar für Kohlenverteilung nur insgesamt inonattich 150 Waggons a zehn Icnneu Brennstoffe bewilligt waren. Bon dieser Ei)>hrän!ung in der Versorgung mit Briketts nxrbcn in erster Linie ok BScke- reten sthwer betroffen, da dirse hauvtsächlich auf deren Berfeuerum^ crnge.nie en smo. Um diesen Uebdjianb zu bcseitrzen, sind Ersuche gemacht worden, Briketts aus mitteldeutschen (Gebieten zu beziehen. Die Versuche sind jevoclz sehlgeschlagen, da es den dortigen Händlern nicht einmal mLstich ift ihre Stammkund­schaft zu befriedigett. Die Bäckereien norden mit anixrux'iti eit Brennstoffen (Koks, S ein- kohlenbnlctts) durch ehi ten. Auf ein erneu- tes Ersuchen an den Rcick-skommissar für ok Kohlen verso^ptng, Ab hi fr in dem Brennstoff- mangel zu schaffen, hat dieser err.ärt, hierzu nickt tn der Lage ui fein. Hiernach tst es leider unmvglrch. Oie Ausgabe einer dritten 1 Rate von Brenn,tofpm, ncuuertt-ich an die Bc-

Aus dem Reiche.

SSnsche eertriebentr ElfaS-Lotbrmzer.

Freiburg i. 7. Febr. (W. D.) Eine gestern abend hier abgehaltene, starkbesuchte Versammlung vertriebener Elsaß.Lothringer richtete an bie deutsche Nationalversammlung eme Entschließung, m der sie dringend um Hilfe in der jetzigen Rotlage bittet und gegen die widerrectzt. lich« Verletzung de» Waffcnstills'.andsoertrages durch die Ausweisung der Elsaß-Lothringer sowie durch die schmachvolle Zurückhaltung chrer Habe und ihres Gutes protestiert. Sie bittet um fortlaufende Der. tricbenenunterstützung aus Peichsmitteln.'tzeichszuschuß und Reichsbürgschaft sür genossenschaftliche Darlehns. Kassen der Semitbenen zur (Erleichterung ihres wirt- schaftlichen Wkderansbaus, sowie schließlich Aufnahme der vertriebenenBeamten, Geistlichen. Lehrer usw. in gleichartige Stellen im Reichs dienst unb in den hier- jn ju verpflichtende» Bundesstaaten.

TrsK-Hesiev.

Hanan, 1. Febr. Gestern abend fand hier eine ie bas Gasthaus .Zur Soune- etiberufene Der. fammlung statt, welche zur Gründung der Orts, gruvpe Hanau des hessischen Dvkksbundes führte. Schriftleiter Bruno Jacob von ber Hiupt, leilung des Du»des in Marburg gab einen lieber, blick über bie gesamte politische Page unb zugleich über bk Ziele unb Zwecke des Hessischen Volksbnn. des: daran schloß sich eine rege Diskussion an, welche noch einige schwebende Fragen klärte, worauf bie Mehrzahl der anwesenben Herren sich sofort als Mit- glieber einzeichneten.

sttzer von ZentralvetFnngSanrage^, varzwrebmen, ba die gegernvärtigc Zufuhr an solchen kaum hinreicht, um die Belieferung von iflinifcn, S^iyirencn imb sonftirien In­stituten, Bäckcr^en, Sch.äcßterecen uiio. aus- zufühven.

Aus Bvrstebc-ndem ergibt sich bie orin- gende Nottoeik>igkeir, Holz als Haus- and Küchenbranb zu verwenben imb wenn diese Art der Heizung wohl etwas teuer erscheint, fo har man doch ben Vorteil, Holz jederzeit in gemtgender beschaffen zu können. Die Bevölkerung w.rb brnigcnö er- mahnt, mit ihren ^pva vorhandenen Breun- stoffen äutzerst sparsam umzugeheu.

Lebensmittel.

Die angekünbigte fi ä fe o e r t e t le wg muß, tote uns bas Lebensmittelamt mitteilt, bis zum Mittwoch verschoben werden, da die Ääfefenbung noch nicht eingcrroffen ist.

Petroleumversorgung. Die bis zum 15. März 1919 gültigen Petroleum-Marken werden am Montag, den 10. ds. vormittags 8*/, bis 12 Uhr, in den juftänbigen Bezirken ousgegeden. Anspruch auf Petroleum Haden nur Famihen unb Einzelpersonen, denen weder Gas noch elektrisches Licht zur Verfügung steht. Auf jede Marke entsLHt Liter.

** Freibank Montag, 10. Februar, werben von 12-4 Uhr bie Arn. 1401-1600 beliefert.

burch 0>r«ntbach vorg.'bvachten A«il-at'vnsrri^ Südekum» nach Straßburg erst durch Mumbach selbst Keirnttiis erhalten habe: im Parb.iruftrafrr habe Südellun ichcnsolls nicht gehandelt. Der Redner erfiärt sich dagegen wenden -,u müssen, »renn va>: Ärumbach die von den beuüdxm Mitt- tärbebörben g.pianw Deoortatzüm der eliässischen Bevölkerung als Granfamk.k, dagegen die Aus- üKiiitng von Tausenden von deutschen Familien durch bk französischen Behörden ais human be­zeichnet worden sei. Im Namen seiner Partei­genossen erllärt er, baß bk deutschen Mchrhe lS- dclegierten bk Resolution über b.e ttrritonclot Fragen ohne Cinichräncung amtäbmen. Die Reso­lution. breche mit erheblichen Tei.en des Bötter- rechts imb namentlich mit seinem gefährlichsten Teile, dem Rechte des Eroberers.

GLrrhessischer lkunstverein.

Die anoenbückliche Ausstellung bdte so viel Anlaß zu grw'dlegeideu (Erörterungen, daß man es aber­mals bedauern muß, aus Platzmangel statt einer ein­gehenden Besprechung nur einen notdürftige» Hi», weis bieten zu können.

Am ausgiebigsten ist die Ausstellung von Pros. Th. Frank-Berlin beschickt, der mit großzügig ge- seheuen Landschaften impressionistischer Art aufa>ariet Besonders eindrucksvoll ist das räumlich klar auf. gebaute BildDurchbrechende Sonne und ber färben, wucherndeSteinbruch. Weniger glückt chm die Gestaltung von Tieren, vor allem imWaldweg. (Ein bloßer Hinweis auf Zügel genügt, um zn er­innern, was hier erreicht werden kann. Denbaden­den Knab/tz. mangelt UngezwunHenheil unb Kind­lichkeit. Dies gilt in übertragenem Sinne auch für die Fa­milienszenen. Als stimmungsbeherrschender Land­schafter erweist sich A. Herzog-München, besten . 'Brertcnftein von üblichen Alpenbildrm in ber Auf­fassung wohltuend adweicht. Do» I. D. Holz» München erfreut ein farbig reizvolles Genrebildche» ,Am Zaun. Starker Gestaltnngsa»ille »nb sicheres Forrngejühl sprechen aus den Landschaften von Elisabeth Deyrer- Witting-Obersidorf, von denen wirSchilf­ufer,Winters Adichied- unb derverwunschene See hervorheben, alles Arbeiten, in denen bie (Eigenart der Temperamalerei äußerst glücklich zur Geltung kommt. Dollig abweichende Stellung nehmen die offensichtlich von Mathies bermflußlen Arbeiten von Dora Bromberger-München ein. Sie stehen hu- biftßcher Raumgestaltung nahe und verzichten daher auf ein stärkeres Auswerten der Farbe, die nur eine untergeordnete Funktion hat. Wem diese Kunstrich­tung ungewohnt ist, der wird an ber Landschaft mit Kirche vielleicht Verständnis dafür finden. Mit einem schroffen Uebergong zu ungleich anderer Malweise sei auf die wie auf Porzellan gemalten Stiöeben (Eugenie von Schackns-München hi »gewiesen, die aus dunkler Tapete einen dekorativ ruhigen Zimmer- schmuck abqeben werben. Moderner empfundene Still­leben in satten Pastellfarben, die den wirkungsvollen Dreiklang ans Geld, Violett unb kaltem Grün be­vorzugen, zeigt Toni D eit h-Fritzel-Gießen. T. Fries-Gießen bringt Stilleben und Landschaften in Del, die auch ba, wo sie m jüngeren Ardetten ber Plein-air-Malerei zustreben, einen speckigen Ton nicht vermeiben können. Einige Zeichnungen sprechen sehr an, unmöglich ift aber z. B. der pointilistische Himmel über der ganz anders angeleg en, sonst brauchbaren An­sicht von Ortenberg. Als dritter Gießener ist W Barthel mit wenigen, aber recht guten farbigen Landschaftsblättern unb mehreren Federzeichnungen oertrefen, von denen dieHeide im Sturm* bemerkens­wert ist.

Die Ausstellung weist ferner Arbeiten des öfter erwähnten Darmstädters Zernin auf. Don der vor­herigen Ausstellung übernommene Werke, wie das ?>estenmädchen VON Olga Hasselmann-Knrz, dk Schwälmer von W. Thiel mann und vor allem Landschaften von H. von Volks man»-Karlsruhe, begrüßt man gern nochmals. j.

Kaufmann Emil Fischbach s. Gestern ver> schied hier nach kurzem Krankenlager int 78. Gebens» fahre der tn wetten Kreise» bekannte Inhader der Kolonial-, Material- und Fardwaremhandlung (Emil Fischbach. Herr Fischback gründete vor 50 Jahren im Eckhause Seltersweg-Plocksttaße sein Geschäft unb verlegte es später in ben gegenüber errichteten Neu­bau, in dem es sich heute noch befindet. Dem Grund­satz strenger Reellität, mit dem das Geschäft errichtet wurde, verdankt es fein Ansehen in der Bürgerschaft. Herr Fischbach war Veteran von 1866 und 1870 71, und ehrenamtlich verschiedentlich tätig; als Ortsge- richtsmann wi hte er lange Jahre. Sein Wunsch, den Tag seines 50iährigen ©edjäftsjubiläums (II Febr. d. j.) zn erleben, ging leibet nicht in Erfüllung, er wird an seinem Ehrentage zur letzten Ruhe bestattet werden.

** Bon ber ßanbcSunioer fitflt. Im Sommerfemefter 1919 nierixn nachkhent»' öffent­liche Vorlesungen gehalken: (Zn ben mit * bereich- neten Borlemng-m roerben mir immatrikulierte Hörer zugrlassen ) Skaa <jürgcrhmbe: Tr. 3)1 üter» mckr. Dre Regierungs ormen der Republik, dne Ci:isührtmg in die neue brutsche S*rfah"ung: Dr. (5»mdm. Äcunb.üge ber L.hre vom L». ben, mit Ver­suchen: Dr. Bürker.Gxpciimentdk Psycho og e u Psnch-akr e: Dr. Sommer. über ftiiio. ftratv- kenpftegr: Dr. Sommer. ^Bekämpsung ber ®e- schß chtskratrkhcikn: TT>*de io :et Fickfte, seine Persönlichkeit und seine Phitosophk in ihrer Be­deutung für die Ökgcnnn*-L: Tr. Messer. Dk bcntfdKTt Phi n orchrii als Vo i i'er: Dr. Streck'-e. Geolog ich? Gesch ch e d s <o rrg s: Dr. Har- ran'onnB. LauElttschafUiche Er Ätzmittel unb HÜssstosse in Her Jbacg^jeit: Dr. Klederzer. Henrik Ibsen, fein Werk, feine Weltanschauung, fein Leben: Dr. Collin. Frankreich; Qkog apfoir Zrank- reichs: Dr. Sievers. Patts (mit 8id>L>i!bcrn): Dr. Franz Probleme ber jüngsten franzS:ischen ^et- raiton^enümtfümg: Dr G nelin. Tie fraiijösi'chen kototuen: Dr. Rotofs. Kirche und Staat im heu­rigen Frankreich: Dr. Schum. Die Kunst bet Kirche nnt bk Ännft der Könige in Fra ikrttch. Mittelalter unb Renaissance (mit Lich:bildern)-. Dr. Rauch. Der Sozial s.nuS in Frankreich: Dr. Skaltvttt. Deutsche Mnltureinflüik auf Ftmikrttch im Spiegel des Lehnwort-: Dr Bebreirs. Be­ziehungen zwischen ftanzösischer unb deutscher Phi­losophie im 19. Jahrhundert: Dr. Messer. 3. I. Rvussetw (Borlesimg in franzöticher Sprache): Lektor N. R. Modem Eng ich Poetry (Vorlesung in englischer Sprache): Lektor N N. Tic Entnnck- lung der Klaviert'uite (mit Beispielen): IrautmainL Don der ßanbesunioerfität erfahre» wir ferner, daß Dolkshochschulkurse wie in anderen Univer­sitätsstädten anch hier in Vorbereitung sind. Bei der gegenwärtigen Utbctlüfhing der Universität mit Um- terricht können bie Kurse jeboch im günstigsten Fal erst im kommende» Sommer eingerichtet werden.

** Ob erhessischer Kun st verein. Tie gegenwärtige Ausstellung ist nur noch in ben nächsten acht Tagen, morgen Sonntag, Mittwoch unb Freitag von 111 Uhr ge­öffnet. Die folgenden Aussteflunaen bringen Sammlungen von Professor Ria)ard Kai» s e r - München, Prvfe [ar W Thielmann- Wi.singshausen, Emil Be tz ler-Frankfurt a. M., Rodert Eckert-Darmstadt, Agnes 2an> genbeck-Zachariae- Frankfurt a. M, W._Tiedjen- urto Prof B. Buttersack- Münck)rn. Im übrigen verweisen wir auf bk Besprechung in heutiger Nummer.

*' Der Gießener So n-ert-BeeeiN veranstaltet morgen nachmittag 41/» Uhr in der neuen Aula der Universität sein fünftes Konzert. Tas Mannheimer Voka»-Quarlett mit Frau Dr. Kuhn-Brirnner 'Soprans. Irl. Jane Freund ^Alt), Herr Ma; Livmann >Tenor» unb Wilh. Fentett. (Daß) roirb Hentschel. Okiaugd-euartette, BrahmS, Zigeunertreder und ZUcher Lo.'kS leteriptei zum Borlrag dringen. Für das am Saalei taang zu be­ziehende Programm muß dus nal im Hmdsick aui tae holten Äonen unb den Zweck der b etanfuütnne eine Gebühr von 50 Pf erhoben werden

(Ein Sinfonie.(öohltäligkfit9.)flo»- je»t jum Besten der Hinterbliebenen gefallener und für d»rch Kriegsmaßnahmen erwerdsuufähig gewor­dene aktioen Unteroffiziere des Gießener Regim-nts w,rd am Donnerstag. 13. Februar, abends 7.30 Uhr do» der gesamten Regimentsmusik des aktiven 3nf.» Regis. 116 unter Leitung von Obermusikmeister Wil­helm Läber auf der Liebigshohe ausgeführt. Dk Musikfo!gc ist aus dem Anzeigenteil zu ersehen.

** Der kolksbund zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivil-gefan­genen schreibt: Am 17. Februar läuft ber 52ar* fenftilfftanb ab. Tie Verlängerung roirb dem beut- l<bat Volkeneue £pkr kosten. Absichtlich verzögert der (Regner den Frieden Mit ihm bk Verdanb- lungen über die Herausgabe unserer f'>danflenen. Grft sollte ber Waifensttlistand darüber bestimme», barm der Vorfrieden, bann der Frieden. Dan» wird er kommen? Wie lange noch sollen umere Grtangenen in aualvoller Unsicherheit schmachten? Schon der neue Wassenstillstandsvertrag muß übet ihr Los entscheiden, schon er muß ihnen Befreiung bringen! Unsere Unterhändler müssen mit eiret klaren Antwort des Gegners vom Berhandlungck' tische d» die Heimat jurückkehren. In ber komme,»- den Äoche sollen alle Gaue Deupchtonos uxban