Montag, r. April WW
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen)
Zweites Blatt
Nr. 82
Letzte Nachrichten
ihren Si tz von München verjegt Stadt Fürth hat ftch der Rate-Republ
-Republik a n
war ...
schule die Einstellung auf bic neuen rvcrymrmiie mit besonderen äußeren und inneren schwie- rigleiten verbunden ist, die durch die Kurze der zur Verfügung stehenden Zeit noch vermehrt
Itrnnt sind über 100 Stüjcke mrS tem( 1. Jahrhundert vor und nach Christi. Ter Redner füllte den Nachweis, daß es AnhLnger waren, dre an versiegelte Geldsäcke gehängt wurden und den Prü- ungSvermerk (spectavit nummos, hat die Münzen geprüft) des Münzbesckxluers, nummulanus, crnes Bankbeamten, enthielten. So gedeutet, bieten dre kleinen Stäbchen mit ihren Inschriften eine reiche glitte von Aufklärungen über das römild* Bank- wesen und seine Herleitung aus dem gricchrichen. Ter Brauch hat sich in der einfacheren Form von „Fahnen" durch das Mittelalter hindurch rm inneren Verkehr der Banken, z. B. in Frankfurt bis zunr Jahr 1871, erhalten. Seine wechsel rolle Geschichte hängt auss engste mit den Münz Verhältnissen zusammen. Wertvoll sind auch bie Abschlüsse, welche die Inschriften für dre soziale Stellung des großerr itnb kleinen .Bankierstandes im Altertum geben. Tie Unteriuckuing wird als cr>le einer Reil>e von :,Whandlungcn der Gießener Hochschulocsellschaft" demnächst eilchnnen.
A«» Stadt und «and.
Gießen, 7. April 1919.
Die Einheitsschule in Gießen.
f ^Tbcr Volksschule ist eS immer guter Brauch unjHcn, den Anfangsunterricht erfahrenen „d für diesen Unterricht besonders g e e i g- ,eten Lehrkräften anzuvettraueu. Ange- ichts der neuen Aufgaben, dre an dre Volksschule herongctreten sind, wird auch künftig der Auswahl der Lehrkräfte für den ersten Unter- n<ft größte Aufmerksamkeit gcwrdinet werde,,.
Gießener Hochschulgesellschast.
*• Gießener Hochschulgesellfchaft Herr Pwfessor Tr. R. Herzog hielt am 4. April tot einer zahlreichen Hörcrschast cmen Vortrag. Aus der Gescl)ichte des Banbv.scns im Ultertum . Ter Vortragende bel-andelte «ne seid wer Jahrhunderten umstrittene und bisher ratsell ach ge- dliebene Klasse römischer. Jnsckaiften dic man früher als tesserae gladiatorae bezeichnete. . CS sind kleine, vierseitige Stäben von Bem mitnner Oese für eine Sdyitur. Sie smd auf den 4 Selten Ä-ieben mit dem Namen eines Staren ober Freigelassenen und seines Sxrrn, dem Vernrerk spectavit und dem Tages- und Jalfresuatmm^c^
„Ich bin der Freiherr Dorival. .
Sckvn'" sagte der Kriminalkonnnissar. ^in Sie es nicht anders wollen. Sie L7 ja baß eie™üc diese Frechheit »uf das Schärfste disziplinarisch bestraft werden.
v°. »rmtofter-
„Sie wohnen?"
^Alsenstraße 32, erster Stocks
IBeruf? Personalangaben?
.Bin bis vor drei.Jahren Leutnant im Gardedragonerregiment X. S
von einem Bruder meiner verstorbenen Mut ter, die geborene Engländerin war, Bergwer - länDercien in Brasilien
„Ach nee1 Brasilien?" t ... \
. . in Brasilien. Habe mich deshalb feit bach
Sonntag sand im „Rappen" eine gutbesuchte Versammlung zur Gründmlg einer O r t s g r u p P c des Volksbundes zum Schutze unse^erKn^»' gesangcnen faxtt. Ter Vo r s chmde des ^^ertor- eins, Direktor angel berge r, hielt emenVor trag, in dem er u. a. das Ver^tenmckerer Femde und unserer Regierung m der gefangenenfroge behandelte und forderte, da» das deuttcke
Volk sich zusammenschluße, um die Herausgabe unserer Gefangenen zu erreichen Hievqul schilderte Lehrer Jung- Lindem ffcmeErlebinsse rn ftmr zös'scher Gesa gmsd^fk Roa'.lehrer Koh bach- Grünberg svrad) anschließend über die Ziele des Vollsbundes. Nach ci. gehender Auslvrachc wurde eine Ortsgruppe gogrülldct und Direkdor An^el berger einstimmig zum Vorsitzende;' chuxim
Q Lang-Göns, 4. April Xnet wurde erne VÜrgerwehr gegründet.
Starkenburg und Rheinhessen.
BM.K Darmstadt, 6. April. In der Nacht zum Samstag wurden einem Restaurateur in der Alexanderstraße, der am /^n^ größere Anzahlung aus "N gekauftts da»s machen wollte, der Betrag von 6 7 000 M a rk an ba rem Geld gestohlen. Die Summe bestand, aus 38 Tausendmatkicheinen, bO Hurchertmarkicbcwcn, 450 Scheinen zu je 50 Mk„ 600 blauen und 400 braunen Zwanzigmarkscheinen. 9hi« cm Sckwckbuch der Teutsd>en Bank auf den Namen Hch Reichert lautend ist verschwmiden, ebenso zwei goldene Taschenuhren, die sich bei dem Gelbe in zwei eisernen Kassetten befanden.
AuS dem besetzten Nheingebiet.
--- Sossenheim, 6. April Die franmsifche Ortskommandantur hat hier größere Ackerflächen Mt Gemüseländereien für dre Besatzungs- truppen aus vorläufig ein Jahr gepadltet.
- Nied a.M., 6. April. Das ftanrosnchc Militärgericht verurteilte den Gastwirt Horn, der während des Krieges hier wohnen e französische Gefangene beköstigt hatte, wegen Be ■ wud-erung unb Ai ißHandlang der Leute zu einer außerordentlich hohen Geldstrafe Man ipncht in eingcweihten Kreisen von 100 000 Mark.
drei Jahren in Brasilien aufgehalten. Bin erst vor acht Sagen zurückgekehrt."
„So? Legitimation?"
Dorival suchte. In seiner Brieftasche waren außer einigen Geldscheinen nur Drsiten- arten.
<8itte v
"Aber Schnepfe? Auf Visitenkarten falle ich doch nickt herein. Also seien Sie nun ver- """himmeldonnerwetter - Beiftijt - ver- Naxt — und zugenäht! Herr! Ich ... bin ... )CT Da^blitzte ein vernünftiger Gedanke in
^Diese Komödie wird langweilig. Lassen Sie ' Bitte, meinen Freund und ehemaligen Regimentskameraden, den.Rittmeister von Umbach, Gardedraaonerregiment X-, Auas- burger Straße 67, durch Fernsprecher herbei-
Gctadc jetzt vor Beginn des neuen Schuljahres, das gleichzeitig zur Einheitsschule überführen soll, besteht in Eltern kreisen große Vvrge, welche Auswirkungen die ersten Erlasse, des tost. Landesamtes für daö Bildungswesen für G i e ß c n haben werden Wir haben uns daraufhin mit den maßgebenden Stellen besprocl^cn und teilen bas Ergebnis nachstehend unseren Lesern mit.
Ter Erlaß des Land-esam s ritt das Bildung wesen vom 4. März 1919 über die Sinfübrung der Einheitsschule lieht als vorbereitende Maßnahme zur Verwirklichung des Einheitsschulge- dankens den allmählichen Abbau der an ftöftcreii Schulen bestehenden Vorschulen vor Demgemäß ist ungeordnet, daß von Ostern 1919 ab die unterste Klasse der Vorschulen in Wegfall kommt. Neue Aufnahmen in dieser Klasse dürfen also nicht mehr staktfinden. L.agege..i können die bereits aufgenommenen Schüler bei regelmäßigem Aufstieg die Schule nach bis zum End-' durchlaufen. Ta der Nachschub von fetzt ab fortfallt, wird der völlige Abbau der Vorschulen zu O st e t n 19 21 beendet sein.
Wie gestaltet sich nun ut hiesiger Stadt die Schulversorgung der -Kinder, die unter: den bisherigen Verhältnissen die Bor,chule besucht hatten ? Rach den Vorschriften des Erlasses, wid insbesondere nach den für die Privatschulen geltenden Beschränkungen kommt grundsätzlich nur der Besuch der Volksschule tn tfrage^ Ob und inwieweit Privatunterricht als Ersatz des schulmäßigen Unterrichts gelten kann, unterliegt für jeden einzelnen Fall bc- sondererPrüfunaund Entscheidung. 3dxn-- ialls muß im Interesse der Kinder angeratenl nxnden, von der Möglichkeit des Privatunterrichtes, wenn sic überhaupt offen stehen lollte, nur bei ganz zwingenden Gründen Gebrauch zu nwchen.
Es lügt auf der -Hand, daß für die Volksschule die Einstellung auf die neuen VerhaltnMe
zu richten.
Die Machtprobe auf dem Rätckongrcß.
Berlin, 6. April. (WTB.) Es mehren sich die Anzeichen, daß in dicker Woche der R a t e- ko n q r e ß von den Spartakisten und dem ihnen nahestehenden linken Flügel der Unabhängigen zu einer letzten 6 roßen Machtprob e mißbraucht werden soll. Die Genamiten sehen m deri Freiwillig en-Korps mit Recht, ein.Hm-. derniZ für den Umsturz und bie Anarchie. Da sw ihnen nicht anders beizukommen vermögen, bere suchen sie, jeden Einzelnen, der ftd) an werben laßt, abzuschrecken. Die spartakisklche Neunerkommissww in Eisen sprach ihnen die tiefste Verachtung aus, kündigte ihnen den wirtschaftlichen Bovkott an und beschloß, sie wie die Pest $u meiden In der Bere> sammliing der Berliner Arbeiter-und Soldatenrate wurde auf AMrag des Kommunisten Hersurth den FreiwllligewBerbänden die schärfste Verach^ tung ausgesprochen und ebenso die künftige Aussperrung der Freiwilligen angedroht. Die Jtegic» runastruppen bewahrten in den schlimmsten Tagen die Republik vor der Zerstörung Die Reichsregie- iung wird ihnen das nie vergessen. Der Reichs- wehrminister ließ Photographien von Spartakisten niedergemetzelten und, verstümmelten Negierungs- soldakeii nach bogtaubiiiten Ausnahmen der A^zte jetzt veröffentlichen. Die Unabhängigen versuchten von Druckerei zu Druckerei die Herstellung von ihnen so unangenehmen Tokumenten und Beweisen zu verhindern. Dies ist ihnen aber ni^ gelungen. Die Bilder geben nun die von Nos^ versprochene Antwort auf die Behauptungen HaaseS in der Nationalversammlung, daß Ausschreitimgen gegen Regierungstruppen überhaupt nicht vorgekommen seien.
Eine Niederlage der Bolschewisten im Norden.
London, 6. Llpril. (WTB.) Reuter meldet aus Archangelsk: Ter Feind griff am Morgen des 5. April in der Nahe von Shrcdmor- Hengs nach vorausgehender Artillerieoorberer-I tung an und wurde mit schweren Verlusten zuruck- . geschlagen. Ein Bataillonskommandcur und 100 Mann wurden gefangen genommen. Wir hatten > keine Verluste. ______________________
Sr Beruhigung besorgter Eltern muß indessen gesagt werden, daß von der verantwortlichen Stelle a l l e s gc s ch te ft t, .was unter ben gegebenen Umständen geboten erscheint. Vor allem hat die Frage der Unterbringung der im Vergleich zu den Vorjahren mehr aufzuiielMenden t-inber bereits eine befriedigende L ö s u n g aefimben. Hierdurch ist zugleich die Moglichbit gegeben, die Klassen, dem Zuivack^S^ an toM* refruten entspreche'id, zu vermehre«, selbstverständlich auch geschehen wird Ww bisher fckon, wird dasiir gesorgt werden, dav sich die Kl a, senkest ä n d e t-er lffes gen Dollssdiule r n G r c n z e n matten, die einen gedeihlichen Unterricht ermöglichen Nach vorläufigem Ueberschlag kommeii in die nächsten Elementarklasf.en Maischen 4 0 und 5 0 Kinder: das snrd nicht mehr Schüler, als auch in den Vorsckml klassen untergebracht werden mußten Tie Besürchtungen, baß durch starb, liebetTüffung der Klassen die Unterrichsarbrnt be- emträch igt werden könnte, smd also grundlos.
Hinsichtlich des inneren Betriebes der schale wird durch organisatorische Maßnahmen Fürsorge getroffen werden, daß die b e gab te n und g et ftig angeregten Kinder zu ihrem Recht
„Wieso? Ist doch alles glatt wie Oel! Polizei hat sich entschuldigt —"
„Weil dir trotzdem jeden Tag erne neue Verhaftung droht. Das ist doch klar. Dein amoser Herr Schnepfe wird natürlich eifrigst resucht unb du kannst darauf wetten, daß ämtliche Polizeibeamte dein Bild —
„Mensch?" _
ya, sein Bild bei sich trauert Man sieht dich, erkennt dich, verhaftet dich ..
"^".Entweder schrie her Poliz-i- kommissar, ,>Sie sind — oder ... nun, wir erleben ja s^derbnrkeiten genug ,m Berus. Meiner, telephonieren Sie! Herr von Arm brüster, nehmen Sie, bitte, Platz. Aber wehe ^^Ei'ne^Stunde später stand der Freiherr von Armbrüster vor dem Spiegel nn Wohw- zimmer feines Jnnggesellenheims in der Alsenstraße und betrachtete sich.
„Fabelhaft!" brummte er.
Sein Freund, der Rittmeister von llm- bach, saß im Klubsessel, rauchte eine Zigarette und lackte. *
„Einfach fabelhaft!" .
„Richtiges .Gaunergesicht!* meinte Um*
Der Doppelgänger.
Roman von Carl Schüler.
Fortsetzung Nr. 1.
Unter der ersten Photographie stand: Emil Schnepfe, alias Graf von Gleichen, aftas Oberleutnant Freiherr vori Bingenheim, alias Baron von Massow. Hochstabler Hotel dieb. Heiratsschwindler. Zehr gefährlich. Ausgezeichnetes Auftreten. Gibt sich als ehe-
-'M Bild°"di-se Bilder ioaren nicht etwa ähnlich, sondern das war er. Er selber. Die Stirn, die gerade, etivas lange Nase der seingeschnittene Mund, das ener- Lstzi Kinn. Genau! Nicht eine Spur von Unterschied...
'Mcht^meinte^der Kriminalkommissar.
*♦ Amtliche Personalnachrichten. Am 29. März ds. Js. wurde,.. die Militäranwärter Johmmes Heil aus Klein-Umsto.dt uno Friedrich Braun aus Limburg zu ©teueram» sehern ernannt. Am 31 März ds. Js. wurde der Steueraufseher Heinrick) Mohr zu Mamz vom 1. Juli ds. Js. an in den -Bteueraufse^r- bezirk Groß-Gerau versetzt. Am 1. April ds. Js. wurde der Pfandmeister für ben ^Beitreibung^ bezirk Mainz IV Heinrich Schneider tn glnrt.er Tiensteigenschaft vom Tage AAenftantntt§ an in den Beitreibungsbezirk Darmstadt III versetzt. Am 28. März ds. Js. wurde der Obersteiger auf dem Braun kohlender gitork Ludwigshoffiiung H-em- rich Schmidt zu Weckesheim auf sein Nack>- snchen unter Anerkennung feiner dem -Staate geleisteten Dienste vom 1 April ds. Js. an in den Ruhestand versetzt. — In den Ruhestand versetzt wurden: 1. am 14. März ds. Js der LokomoNo- füftrer Andreas Wilhelm Brendel zu Bischofsheim, 2. am 15. März ds. Js. der Oberbabn- assistent Martin Kneib zu Darmstadt unö der Lokomotivführer Wilhelm Scheerer zu Hanau, 3 am 17. März ds. Js. der Bahnhofsverwalter Heinrich Tamm zu Heidesheim und der Obere lademeister Nikolaus Schmelzer zu Heweshnm, sämtlich in der Hessisdr-Preußrichen Gtienbaftngre meinschast, auf ihr Nachwchen vom 1. April
atliierbcn Offiziere haben mehrfach Be^ triebe der deutschen Industrie rn der neutralen Zoiie unangemeldet.revidiert. In den beteiligten industriellen Krei,en ist d« Befürchtung entstanden, daß diele häufigen Revlswnmi namentlich den Zweck haben, die Eckchen «yabrik- betriebe kennen zu lernen. Der deut>ck>e Borsitzeiwe wies in einer Note aus dies^ Tatsache hm und oex tonte, daß die Wasfenstill standsbedingungen zu sol- chem Vorgehen kein Recht geben unb ersuchte die (2(0netten, hierin eine lAendcrung eintreten iU lassen. Die belgischen Besatzilngsbeftorden vermchm in zunehmendem Maße, ten geichastlichen verkehr zwisck)LN der belgischen Bemtzungszone unb oemun-' besetzten Deutschland abzusperren, lver en Überhaupt keine Pmse , mehr nach iem unbelebten s^Lutschland erteilt, und die Zahl der Paffe tzur Neberschreitung der Brücke zwilchen Neuß und Düsseldorf ist mißerordentlich eingeicftrann worden. Ter Paketverkehr ist untersagt und .der Brief- imb Geldverkehr in einschneidender Weile evlgeschrankt worden. Der Warenverkehr auf der Bahn wird fortschreitend eingeschränkt. Gegen blei« Matz- nahmen, welche das lWirtschaftsleben im Iwks- rklinischen Gebiet ersticken müssen, wurde beutidxre seits die nachdrücklichste Verwahrung eingelegt und die Belgie-c um '?lushebiing der Maßnahmen ere sucht Die militärisdren Besatzungsbehörden der Entente haben wiederholt von Heineren Gemeinden. Lieferungen verlangt, die deren Leistungsfähigkeiv weit übersteigen. . «...
Ojencral von Hammerstein ftat Fudant tn einer Note um allgemeine Anordnung ersucht, Anforderungen für größere Truptoustärken aV die in dem Beitreibungsorbe untergebraajtejt inicht an die Gemeindebehörde, sondern an kne Kreisbeftörde ober an den Regierungsprasidente«
scherseits bei den Brüffeler Verhar^gen vorge- Magrn worden, daß schiffe, die weder zu ^rai^* Porten verwendet werden, noch tn England i" bun kern brauchen, uuf ihrer Reise deutsche Mvrnisd^lteiv bel>alien können. Deufsckücmd Ixitte Jto4er ben Jin-' terten miigeteilt, eS sei bereit und m
diele Sehiffe mit .Vti>T)len für die irMisatlcmtischen Reisen zu versehen. N u d a nt ctivibcrte
diese Mitteilung, daß der rn Bruffel g.-m«hte bcuT sch-.- Varsdilag abgclclmtirerbe. Meii iv Alliierten das deutsckie Ersuchen ab, die iürTeutfch- land bestimmte H er i ng s la du n g M outge bracksten norwegtscheii Dampfers „Reiinwe.g tret'
U. Bonder Landes-Universitat. Professor Dr. Phil, et meb. L>-,G r i e s b a ch, bisher Privatdozent an der Universität Basel, und dem Professor Dr. meb. Walter Schür ma nn, bisher Privatdozent an der Universität Halle «. S., ist die venia legendi an unserer Umprr t‘at Tur das Fach der Hygiene erteilt roor ei. — Das ane am- l a. fehlet. d°h i=ber Ausländer (m-ht nur An- gehörige feindlicher Staaten), der seine Auf nähme an der, Landes-Universitat wünscht, sich sV äte stens bi s 15 f christlich, unter Vorlegung serner Zeuguiffe, namentlich des Reifezeugnisses, m Urschrnt oder gegebenenfalls auch tn beg.aubtgter deutscher Uetor- etzung, bei der Landes-Universitat zu melden bat.
** Polizeibericht. Aus einem garten auf dem Nahrungsberg imirben tn der Nacht vom 4 »um 5. April 1919 vier Enten und ein Hutm entwendet und am Platz abgeschlachtet. Am 5. April 1919 vormittags wurde ein ।einem
Hause in der Walltorstrahe ausgestelltes Fahrrad entwendet Tie Fabrikationsmarke und Nummer des Rades ist nicht bekannt. Es hat sÄvarzen Rahmenbau und Felgen. Ter vordere Radmantel ist grau und bet hintere rot. Die linke Pedale ist schadhaft unb mit Kupferdraht umwickelt, die Glocke ist mit Draht an der Lenkstange befestigt. Beide Mäntel haben lieber limen Tas Rodt ragt die Pol-Nr. G. 6998. Sachdienliche Mitteckungen nimmt die Kriminalabteilung entgegen.
** Eilzüge Zuschlags frei Ter neue Personentarif hat am 1. April eine Erleich erung gebracht. Tie Eilzüge gelten nicht mehr als zu- schlagspflichtise Schnellzüge, sondern wi^er wie früher als zuschlagssreie Personenzu^ In dem Fahrplan werden die Eilzüge deshalb künftig nicht mehr durch eine punktierte Linie an der linken Seile der Zugspalte gekennzeichnet, sondern nur noch durch fetten Truck hertotgeho^n Inzwischen sind fast alle wichtigen Eckzüge besonders die für den durchgehenden Verkehr, in tt-Zuge umaewan- bett worden. Tie Zahl der verbleibenden Eckzuge ist nur gering. Solange es an D»3ugn>agen man* gelt, müssen in den O-Zügen auch Abteilwagen verwendet werden.
Landkreis Gießen.
** Grünberg, 3. April. Am vergangenen
^ München, 6. April. (WTB.) Ter Gan- tag der s o z iald e m o k r a t i s che n Partei Südbayems hat mit 240 gegen 13 Stimmen beschlossen, der Gründung einer Räterepub 111 zuzustimmeu unter der Bedmgung, dag dre Unabhängige sozialdemokratische Partti und die kommiinisttsche Partei an der Durchführung dieser Räterepublik mitttrirfcn
Berlin, 7. April. Tie zum Räte- kvngreß nach Berlin rrbgesandten bayerisckMi Vertreter sind tcklev-l^nfch wieder iuriktgeruien twrteL Bezeichnend für bie Stimmung unter ben Münchener ^ruppm ist, wie der '„Lokalanzciger" bcricfttet .daß daS erste Infanterieregiment, sonst König, fente Kaserne tn Kurt Eisner-Kaserne und das zwei.e Infanterieregiment, sonst Kronprinz, ferne Kaserne tn Liebknecht-Kaserne umge:aust hat, _ ., „
T«r Grund dafür, daß sich Die Entsch-iduig in Münck)en, die sich nach einer Wolffmeldung bereits vollzogen hat, so schnell vollzog, ist nach der , Teutsckien 21(1 gemeinen Zeitung die etter gische Haltung des Landtages sowie die klaren Absagen, die aus ben verschiedenen Teilen der Provinz eingegangen sind.
Heuer Hotenaustaufd) mit der «Entente.
Berlin, 6. April. (WTB.) Notenaustausch vom 5. April. Bei den Verhandlungen mit Den Franzosen tu Rotterdam Über die Einfuhr von P a l m n ü s s e n nach Den sdstand Tritten bte brüt- sckpen Vertreter vorgeschlagm, 40 000 Tonnen Pglinnüzse zur Bereitung von Oel ernzusühren und sie den alliierten Lebensmittellieserungen an Deutschland Hit 12 000 Tonnen Fett anLurechncn. Der ftanzosisckie Vorsitzende teilte ftmitcmit, der Oberste W-rffchaftsrat habe diesen Vor d/Iag angc noinmen. Um so weit wie möglich.deutschc Mann- idtaften an Bord deutscher Schiffe zu belassen, welche ben Miierten übergeben werden, war deut-
^Da hat man sich nun eingebildet, ein oanz netter Kerl zu sein, sozusagen, äußere lich, unb nun rstz man auf einmal ein Herr Schnepfe, pfui Deibel, will sagen, ’n Gauner, 'n Hochstapler — heiliger Bimbam, ich fahr aus der Haut ..."
„Tu' 'das ja nicht!" meinte der Rittmeister. „Wer weiß, was bann unter der Laut zum Vorschein kommt. Womöglich ’n Lustmörder! Unb nun mein Sohn, barfst bu mir einen Kognak geben — klingle 'mal ..."
„Umbringen könnte ich den fterl!" schrie Dorival.
„Das würbe nur beweisen, daß bu wirklich ein Verbrecher bist!"
„Mach' keine Witze."
„Ich würbe mir an beiner Stelle ’n Vollbart stehen lassen," tätige der Rittmeister
„Fällt mir nicht im Traum ein!" schrie Dorival. Er hatte einen sck)önen Munb unb wußte bas. „Uebrigens, mein Doppelgänger scheint sich einer gewissen Berühmthett bei ber Polizei zu erfreuen. Höchst gerissener Junge den sie schon lange vergeblich suchen. Legt sich hochklingenbe Namen bet, gibt sich als ehemaligen preußischen Kavallerieoffi^er aus, unb legt in ben vornehmen Hotels bie heben Leute links unb rechts herein. Fabelhaft. Na, er sieht ja gut aus —"
„Junge! Sei nicht eitel!"
m... Na, Prost, Umbach! Scheuß- liches Gefühl. Na. ja. Kann nischt dafür. Sache ist auch erlebigt."
„Prosit! Ach nein, mein Sohn," faale ber . Rittmeister langsam und feierlich, „die --
Sache i— iß durchaus nicht — erledigt
Drohender vürgerlrieg in Bayern.
Nürnberg, 7. April. lWTB.) Ein Erlaß des Ministerpräsidenten Hoffmann erklärt, daß bie Negie rung Bayerns nicht zurückgetreten ist, sondern weiterhin einzige Inhaberin der höchsten Gewalt bleibt und
- ■ ■ m 1— * - - * D i e
„Mensch!?"
_ unb an beiner Stelle würbe ich vorläufig sttikt zu Hause bleiben unb vor allem alle Vergnügungslokale meiben. Was übrigens sehr gesund fein soll."
„Nee! Nee, mein Lieber! Das Gesunb- fein der Vergnügungslosigkeit hab' ich brüben auf dem einsamen Bergwerk zwischen ben gelben Galgengesichtern genugsam ausprobiert. Danke gehorsamst. Gehst bu mit ins Metropole, llmbach^
„Wenn es sein muß."
,!,Es muß fein. Auf in den Kamps — ba —'bi — ba — rababa ..."
Unb der Chronist muß hier mit Bedauern konstatieren, baß ber Rittmeister von Umbach ’imb der Freiherr von Armbrüster um acht. Uhr morgens'nach Hause tarnen. Was auch für Berliner Verhältnisse nicht gerade ffrühe war ...
Von neun Uhr vormittags bis zwölf Uhr vormittags träumte Dorival, der Herr Emil 'Schnepfe zu fein Der Traum endete mit •feiner Hinrichtung durch das Fallbeil. EK war ein furchtbarer Traum.
(Fortsetzung folgt.)


