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Mittwoch, 6. August 1919

Eichener Anzeiger Mnerai-Anzeiger für Sberhesten)

Sweites Matt

nr. W

Cloes.

berührt werden!

Punkt.: 13. Preis: Friedrich Hering, Mw. Gießen,

48 Punkt.;

um,

ven eine neue,

nls ititb der größeren Bedeu-

8 I vorläufig in ääK I

war sehr rege.

von

Fortsetzung 26.

(Nachdruck verboten.)

ichnmug des Biei.------- - _____

tmg seiner Gruben für das deutsche Wirtschafts- leben entsprechende Eingabe auszuarbeiten; btmi die La hnerze haben nach den traurigen schicken unseres Vaterlandes entschiede,! eine ycmz «ackere Bedeutung gewonnen und damit ist sicher auch das Bahn Projekt anders zu werten.

Tie anwesenden Vertreter der in Frage kom­menden Werke machten Angaben über die ganz be­brütenden Erz förderungen ihrer Gruben

imb Mannesmann), und den Gewerkschaftssekretä-

------------ iinerwarteten industriellen Aus-

eigenen Hed nit gebild. Wirtitbor- iiichl.FrSulemo..Sr Leo. WA

Ragna Svendburg

Roman von Anny W o t h e.

MH

VH«?

; feiugebildel! um jt Aller von 18 it'wa vlinlchen die 8dmi chait dreier ebech edtldeler Herren v«'- ich an einem Äiuck eiligen möchten- 2<t- icke Angebote m r L9088 an den Sieh--'. i>eb. Herr, v. 'Sert" virt bzw. Dtaf Ml. Alters, wunüdl-

Gründnng

ssx SiS&ä SäS; h IWeren Zeimm- krelionieibsüevM. ,4nÄ«Äit:-

MW N^eri.

ganzen Verhältnissen. Sie mit ihrem törichten Hang nach Selbständigkeit, nach Freiheit. Sie war nicht nur ihretwegen, sondern vor allem der Schwester wegen hinaus in die Welt gegangen, um zu arbeiten. Sigrid, ihrem Liebling, wollte sie ein glänzendes Los schaffen, für Sigrid wollte sie arbeiten, erwerben, ihr sollte das Glück lächeln und sie war gegangen. Sie hatte cm Sigrids Zu­kunst gedacht, aber das Nächstliegende hatte sie vergessen. Unbeschützt, ganz den Einflüssen der hochmütigen, kaltherzigen, berechnenden Gwß- mutter unterworfen, hatte sie Sigrid allein ge- laffen, ohne Schütz, ohne Rat, ohne Hilfe.

War es da eur Wurcher, wenn das junge, glückesdurstige Kind nach dem ersten bunten Falter hasckte, der in sein junges Leben flatterte? Hätte sie diese Heirat hindern können, wmn sie auf Svendburg gewesen?

und tausendmal ja," schrie es in ihrem Herzen, und doch bebte feife und bitter immer wieder die vernichtende Frage nach: Wäre dieses Behüten vor Sven auch ganz uneigemmtzig von dir gewesen?

Ragna schlug aufstöhnend die Hände vor chre von Tränen verdunkelten Augen.

Was tonnte sie tun, um Sigrids und Svens Glück zu sichern. Sven, den sie kaum kannte, und der lwch ihrem Herzen so unendlich teuer geworden, und Sigrid, ihrem Hcrzenslieblrng, deren Glück der einzige leidenschaftliche Wunsch ihres Herzens ivar.

Für sich hatte sie längst auf jedes Glück, ver­zichtet^ für sie lebte es in der Arbeit, im geistigen Schaffen, für Sigrid wollte sie noch alles!

Könnte sie bei ihr sein! Wie/würde sie _oug» zugleichen suchen, wie würde sie sich mühm, diese beiden Herzen mit tausend Banden aneinander 5u ketten. Sigrid war, das wußte Ragna, unter richtiger, liebevoller Führung leicht zu leiten. Es "würde, es mußte ihr ja gelingen, das Glück, das

WillS- Versag

Na, wenn ich den nicht hätte. Tu glaubst licht, wie er sich von mir tyrannisieren läßt. Ich Machte Sven wäre jetzt öfters unfreundlich zu ihm. Nir erfüllt Sven jeden Wunsch. Schade, daß er mir immer nach gibt, man weiß gor nicht, warum nwn eigentlich lebt in diesem Tasem, ohne all die kleinen reizenden Kämpfe und Nörgeleien, die taS Leben so süß machen, ach so süß! Vieles mochte ich Dir noch erzählen. Liebste, Süße, aber ich darf nicht. Ich muß zu Großmama, die nicht cynen darf, daß ich Tir schreibe, ©eitbem Sie veiß, daß Tu die Stellung in der Familie, die T-u imtc haltest, uufgegeben und nun ganz,allem für Tich lebst, bist Tu rvirklich ganz tot für sie.

Ach, könntest Tu Dich doch überwinden, Rag­na. und zurüÄehren in die Heinrat. .Ach, könn­test Tu es doch meinetwegen tun. Sieh, ich bin ja so glücklich mit Sven, er trägt mich auf den bänden, ich habe alles, was das öebai verschönt unb angenehm macht, aber zuweilen, da kommt tZ über mich wie eine heiße, qualvolle Angst, frü ein leises Grauen vor etwas Schrecklichem unb wenn ich dann an Tich denke, an Dich, Tu Gute, und es mir ist, als könnte ich meinen ivpj in Deinen Schoß legen, wie einst als Kind, M Dir alles sagen, das Gute und das Böse, das 'N mir ist, daun suhle ich, daß nur Du allein mein Mutz und Schirm sein kannst, Tu, nur Du allein ®nt Deinem großen, reichen Herzen.

, Jetzt lachst Tu .gewiß über Deine dumme, feine Sigrid, die hier so tragische Dinge schreibt.

ist ja auch alles Unsinn,, aber weißt Tu, es überkommt einem manchmal so.

.Was schreibst Tu denn eigentlich? Wenn es

daß man sich von einer neuen Denkschrift den besten Erfolg versprechen kann!

Nack Erkennung des Zieles einte man sich im 2 Punkte der Tagesordmcng über Aufbringung der erforderlichen Geldmittel für die V o r a r b e i - ten (Erhebungen, Vermessungen nsw.) dahin, von den beteiligten Kreisen Biedenkopf und Wetzlar je 3000 Mar? und von Gießen 4000 Mk. zu fordern.

Im letzten Punkt der Tagesordnung (Son* fttiges") wurde erwähnt, daß eine Autover­bindung Wetzlar Edertal geplant sei, diese aber niemals als Ersatz für eine Bahn be­trachtet werden könne.

Die anregende Sitzmrg wurde vorn Vorsitzenden geschlossen mit dem Ettoarten, daß die beteiligten «tun mit Eifer und Energie dem gesteckten Ziele zustreben!

Der Stadt Gießen wird der Geschäftsführer einen Sitzungsbericht zugeh-rm lassen und hofft man von nun an auf eine lebhaftere Beteili­gung dieser Stadt, deren Interessen ganz besonders

Romane sind, möchte ich sie woA mal lesen, Alv- deres ist mir zu langwellig.

Morgen haben wir ein Kostümfest. Ich werde mich als Rheintochter bemühen, einige MÄmer- herzen zu brechen und dm Fürsten ein Öetn wenig eistrsüchtig zu machen. Es ist zu schön so etwas! Tu Arme kannst natürlich davon gar niefit nut» reden, Tu siehst wohl gar keine Männer? Mir wird schlecht, itNerai ich an Dein Dasein dmke.

Tausend Grüße, Liebste, Tein Herzenskind Stgrid.

Ter Regen tropfte eintönig gegen die Scheiben und klagend zog ein letzter Vogel mit heiserem Schrei über die fülle, einsame Heide.

Totenstill war es im Gemach Ragna starrte entsetzt aus den Brief, der ihr ein Bild entrollte, das zu sthen für sie eine Qual war. Sigrid, das Kind, für deffen Glück sie freudig ihr Leben ge­opfert hätte, wandelte an einem Abgrund in© ffe tonnte und durste nichts dazu tim, sie zurück zu reißen, sie mußte es ruhig mitansehen datz tijr Liebling, wie die Motte dem Licht, ms Verderben ^"^Wie Schluchzen klang das Falken der Regen- tvopsen, die an die Fenster schlugen, in dem em* famen Heidehaus. n ..

Aber sah sie nrcht zu schwarz? (Sigrid war ja Svens Gattin, und hatte Som nicht gelobt, sre zu schützen, über sie zu wachen?

Würde seine Kraft dazu cmsrerchen?

Nein, denn es sthlte ihm eins, die Liebe, btt gwfie, alles überwindende Liebe.

Ragna schauerte. Wie eine Berbcecherin hm fxe sich vor. Sie hatte diese Liebe der Schwester gestohlen, ihretwegen tonnte Sven Sigrid das nicht cntgeen bringen, was ihr Recht war und dann kam ihr ent anderer, furchtbarer Gedanke, der Ragnas ganzes Sinnen und Tmken ver- roirt©ie selbst, sie allein trug die Schuld an den

Stillegung.

Nach diesen Ausführungen wird nochmals ein* wütig betont, für beide Linien Gießen Hohensolms und Wetzlar Hohen* lohn § mit gleichem Interesse einzutreten und gleichzeitigen Ban anzustreben.

In den oberen, nördlichm Tellm der geplan* zn Bahnstrecke muffen sich die Interessenten der

f. Gonterskirchen, 5. Ang. Bei der Beigeordneten st ichwahl war Waljibeteili- ffinig und Agitation sehr lebhaft, während es bei der Gcmeinderats-- sowie Bürgermeisterwahl ziem­lich ruhig herging, ^ogar alte Frauen, die sonst kaum das Haus verlassen, wurden zur Wahlurne geholt. Im ganzen haben 80 Prozent der Wähler von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Gewädlt tourbe_ ber Landwirt Georg Heinrich Gras mit 175 Stimmen, während der Gegenkandidat Fried­rich Lind I. 95 Stimmen erhielt. Die Jugend brachte demNeuen" ein Ständchen, worauf Gras seinen Wählern seinen Tank aussprach und ver­sprach, stets für das Wohl der Gemeinde besorgt zu sein. Leider kam es im Lause des Abends «.ich zu einigen bedauertickien Ausschreitungen. Es ist gut, daß die Gemeinde wählen jetzt beendet sind, und die Gemüter werden sich hoffentlich bald wieder beruhigen.

? Vilbel, 4. Aug. Bei der Wahl des 2. Beigeordneten wurde der von den sozialdemokca- tiscken Parteien aufgestellte Kandidat, Modell- schreiner Jakob Möller mit 1339 Stimmen ge­wählt. Die bürgerlichen Parteien hatten von der Aufftellung eines eigenen Kandidaten abge­sehen, so daß von 3000 Stimmberechtigten 1641 von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch machten. Von dem einschließlich Bürgermeister und zwei Beigeordneten 21 Köpfe zählenden Gnueindeparla- ment gehören nunmehr rund 2/s den sozialdemo­kratischen Parteien an.

tomtige Glück auf Schloß Svendburg zu bannen, aber sie war allen Wünschen, allem Wollen gegen­über ohnmächtig. Sie Surfte nie mehr wieder die Schwelle von Svendburg betreten, sie durfte Sven nicht Wiedersehen und Sigrid war für sie als Wäre sie gestorben.

Und wenn sie sich über alles hmwegsetzto? Wer bürgte ihr für Sven? Setzte sie , ihn nicht neuen Konflikten aus und gefährdete sie dadurch Sigrids Glück noch mehr?

Für sich selbst fürchtete,sie nichts. .Seitdem sie die glühende Leidenschaft für Sven, die mit so elementarer Gewalt über sie gekommen, erkannt und dabei die Entdeckung gemacht, daß dieser Mann, den sie einst zu hassen glaubte, das Eigen­tum ihrer Schwester war, hatte niemals ein Ge­fühl der Sehnsucht nach ihm ihre Brust geschwellt, nie sich ein eigennütziges Begehren in ihrem Herzen geregt, sierctoc gefeit gegen lebe Versuchung.

Und doch tonnte sie nickst helfen, einschrellsr und raten, sondern mußte schweigend siorgen um beider Glück.

Sie gehörte auch nicht mehr zu ihn«. Ein Blick über das bescheidene Stübchen der Ge- bante an das Redaktionsbureau, indem fte sttzu- sagenHandlanger" war, sagten ihr selbst genug, wie fern sie der Sphäre stand, in der sie früher gelebt und daß es kein Zurürkftnden mehr gab.

Aber zuweilen in stillen Stunden, wie eben jetzt, wenn die Abendglocken über die kahle Heide zu ihr herüber klangen, dann kam es über sie wie stille Sehnsucht nach einem verlorenen Glück, nach demzv. Hause", das sie einst gehabt. Und sie körte int Geiste das Branden des Meeres, und sah die grünen Wellentäler auf und nieder wallen. Bis auf den Grmcd des Meeres meinte sie schauen zu können. Ein Wunderland w-ar's der Fee Mor- gona zu eigen, und sie kannte es, und sie streute Blumen, feurige, leuchtende Blumen hrnem.

(Fortsetzung folgt.)

Sport.

** DerBerein für Rasen-spiele 1900 e. V. feierte am vergangenen Samstag fein 19« jädriges Stiftungsfest. Tie Beranftaltung, die erste des Vereins nach dem Kriege, nahm unter zahl­reicher Beteiligung einen schönen und wohlgel an* genen Verlauf. Das Mitglied Ta. Schütz gab sn seiner Begrüßungsansprache einen kurzen lieber» blick über die Vergangenhell des Vereins. Er betonte unter Anerkennung der augenblicklichen großen Sportbewegung, daß ihr nickst durch Zer­splitterung ber Kräfte Gründung neuer Vereine usw. gedient fei, sondern daß die jetzige Zeit den Zusammenschluß mehrerer Vereine zu großen Ver­bänden erfordere. Mit einem Hoch auf das fernere Gedeihen des Vereins schloß er seine beifällig angenommenen Ausführungen. Frl. Werner vom hiesigen Stadttheater hatte sich dem Verein in letzter Stimde noch zur Verfügung gestellt und trug durch einige schön Dorgetragene Lieder rum Gelingen des Abends bei. Der übliche Tanz hielt die Festteilnehmer bis 1 Uhr in freudiger Stim­mung zusammen. Am Sonntag kam das an« gekündigte Wettspiel gegen den Nor dkreis- meiftcrHanau Viktoria" 1894 auf dem Sportplatz an der Hardt zum Austrag. Wie man vorausgesehen hatte, war Hanau überlegen. Ob­gleich Gießen bis kurz nach Halbzeit mit 4:0 führte, mußte sie den Gästen, doch den Sieg, mit 5:4 überlassen. Hanau verfügt über eine in jeder Weife ausgebübete Mannschaft, in der jeder Mann feinen Posten voll und ganz ausfüllt, was man bei Gießen nicht ganz sagen tarnt. Dem von Hanau oorgelegten Tempo tonnten die Hiesigen am Schlüsse nicht mehr folgen und sielen merklich ab. Jedenfalls ist das Ergebnis für Gießen in Anbetracht der Stärke des Gegners gut zu nennen. Tie -'weite Mannschaft spielte gegen Verein für Vewegungsfpiele---Marbnrg und mußte auch dies­mal den besser spielenden Marburgern den Sieg mll 6:3 überlassen. Eine große Zufchauermenge hatte sich zu den Spielen eingefunden. Kommenden Sonntag wird ein Wettspiel der ersten Mannschaft gegen den Kasseler Dallspieloerein zum Austrag kommen.

Aus dem Amlsverkündigungsblatt.

** Das Amtsverkündigungsblatt >Nr. 68 vom 5. August enthält: Termin für die Einsendung der Gemeinde-, Mark- und Stistimgs- Rcchnungen für 1918. Einsendung der Kreis- abdeckeretverzeichnisse für den Monat Juli 1919. Tie Wahlen zum Kreistag. Pferdefleisch und Ersatzwurst. Schweinerotlauf. Erlöschen der Räude. Gefunden und verloren.

Die Wahlen zum Kreistag falben am 17. August statt.

Pferdefleisch und Ersatzwurst. Für den Kreis Gießen wird der Ankauf von Schlacht- Pferden dem Pferdemetzger Friedrich Keßler in Gießen, Neuenweg 33, übertragen. Tie Ausgabe von Pferdefleisch und -Wurst darf nur gegen Fleischkarten erfolgen. Auf die Fleischkarte ist die doppelte Menge be§ sonstigen Schlachtviehs!eisches auszugeben. Ter Höchstpreis für Pferdefleisch und Wurst ttnrb für Bratensleisch auf 2,20 Mk., Koch­fleisch auf 2 Mk. und Leber- imb Blutwurst, frisch, auf 1,80 Mk. das Pfund festgesetzt. Diese Prelle treten sofort in Kraft. Es ist nicht gestattet, für bestimmte Fleischstückc höhere Preise als die vor­stehenden zu fordern ober zu zahlen. Zuwiderhand­lungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis zu 1000 Mk. bestraft. In Fällen, wo eine Notschlachtirng erforderlich wird, ist eine Bescheinigung eines Tierarztes oder wo ein solcher nicht zu erreichen, des Fleischbeschauers und in dessen Verhinderungsfall da-Bürgermeisters dem Gesuch der Notschlachtirng beizusügen.

Schweinerotlauf ist in dem Gehöft des Ludwig L o t h zu Beltershain und, unter dem Scknveinebestand des Theodor Reichert zu Weitershain ausgebrochen.

Die Pferderäude in bem Pferdebestande des Heinrich Stauf in Grün berg und unter dem Pferbebestand des Daglöhners Philipp Schick in Gießen, im (StaHgeb-äube des GasthofsZum Pfau" dahier, Neustadt 55 H., ist erloschen.

Gefunden wurden in ber Zeit vom 15. bis 31. Ltoli in hiesiger Stadt: 1 Buch, 1 Brille, 1 Sparkassenbuch, 1 Portemonnaie mit Inhalt und 1 Medaillon; verloren, 1 Tennisschläger gez. Biktori, 1 schwarzes Handledertäfchchen mit 4 Mk. Inhalt, 4 silberne Messer, 1 silbernes Uhr­armband, 1 braun ledernes Portemonnaie mit 24 Mk. Inhalt, 1 schwarzledernes Portemonnaie mit 13 Mk. Inhalt, 1 bvaunledcrnes Porte­monnaie mit 20 Mk. Inhalt, 1 Siegelring mit rotem Stein, 1 grauwrldlederneS Porteuro nulle mit 15 Mk. imb ellrrgeu Brotmarken Inhalt, 1 goldne Damemchr- 1 TSachstuchtasche mit einem kleinen Portemonnaie mll 90 Pf., 1 Rosenkranz und Lebensmittelmarken Inhalt, 1 silberne Damen­uhr, 1 Huhn, 1 grünleberne Gelvtafche mll 170 Mark, soww Vb Los der Prenß. Klaffenlotterie, 1 rotes Ledertäschchen mit 1 Tastentuch und 1 goldne Brosche mit etioa 10 blauen Steinen. Die Empfangsberechtigten der gesundenm Gegenstände belieben ihre Ansprüche alÄald bei uns geltend zu machen. Die Llbholung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentage von 11 bis 12 Uhr vor­mittags und 4 bis 5 Uhr nachmittags beim Po­lizeiamt Gießen, Zimmer Nr. 1, erfolgen.

Die ttommunalwahlen.

Cbonore, Abercdstern, Königsberg und betonten imc Recht, daß man durch Bahnbau die Werke erst in die Lage setzen müsse, Arbeitsgelegenhellen geben zu können.

Die Meinbahn ist zur Bewältigung der Erz­beförderung nicht geeignet, zumal die Erze ver­teuert werden uni) durch verschiedene Umstände die Abbeförderung so leidet, daß die Grube Eleonore 1 B. s/8 ihrer Förderung aus Halden abstürzen muß. So lagern z. B. soeben 17 00Ö Tonnen. Durch diese Verhältnisse droht diesem Werke zellweisä

SalMW

WrkiplaV ^ i-.

p Versink wW"

Will». Wacker, Tur uv. Lick und Rud. Gilbert, Heuckelheim, als Kampftickster tätig. Es fanden ein V i e r k a m p f (Weitsprung mit Brett, thiael" tosten 20 Psd., Stemmen 75 Pfd., Wettlauf 100 Dieter für Erwack-sene über 17 Jahre und ein Dreikainpf ^Weitsprung mit Brett, Kugel- tosten 10 Pfd., Wettlauf 100 Meter) für Zöglinge und Sckülcr statt. Im V ie r ka m p f siegten tarn 406 Teilnehmern 227. Tie beste Leistung mit 78 Punkten iEhrenpreis) erhielt Joseph Deuter, Turngemcinde Fulda. Aus dem D r c i k a m p f (Jugendturnen) gingen von 181 Bewerbern 120 als Sieger hervor. Erster Sieger blieb Fritz Gieß, Turnv. Offenbar!: a. M. mit 60 Punkten. Im Sonderurttkampf int Scksteuderballweittverfen er rang Adam G r n newald, Tv. Griesheim a. M. mit 51,55 Pieter den ersten Preis. Bei den M a n ns cha st s kam p fen (Eill-otenlaus 400 Meter) erwarb die Tnrngemeinde Bockenheim ban Staatsw-anderpreis des preußischen Kultus­ministeriums mit 51s/j Sek., ber Turnverein Hers-- eld mit 554/s Sek. den Wanderpreis für Jugend* turmm. Nachfolgend bringen wir die Ergeb­nisse des Wetlurn-nts, nur insowstt sie für den Gau Hessen und für unseren Leserkreis Interesse haben dürften: 1. Vierkam Pf: 12. Preis: Hch. Henkel, To. Lauterbach mit 63 Punkt.: 13. Preis: Hans Thöt, Mtv. Gießen, Karl Bernhard, Mtv. Gießen «und Jean Heß, Tv. 1860 Bad-9iouheim nrrt je 62 Punkt.: 14. Preis: Anton Weide, Tv. Obermörlen mit 61 Pmrtt.: 19. Preis: ßubtoig Hassel doch, Mtv. Rodheim ,Bieber) mtb Wilh Lang, Tv. Lang-Göns mit 56 Punkt.; 20. Preis: Hermann Neuser, Tv. 1846 Gießen mll 55 Punkt.; 21. Preis: Mols Mantel, Tv. .Kwosdorf, Otto Kchätz, Tv. Heuchelheinr und Fritz Brand, Tv. 1860 Bad-Nauheim mit 54 Punkt.: 22. Preis: Kttrt Platz. Tv. Obermörlen, mll 53 Punkt.; 23. Preis: Karl Nolte, Tv. 1846 Gceßen mit 52 P.; 24. Preis: Karl Fey, Tv. Lich und Theodor Bell, Tv. Ober' mörlen mll 51 Punkt.; 25. Preis: Richard Lütge und Will^lm Ge^er, Tv. Lang-Göns, mit 50 Punkt.: 26. Preis: Lldolf Neurath, Tv. Harheim, Karl Metzger, To. Butzbach. Wilhelm Hofmann, Tv. Krofdorf, und Rud. Kvller, Krofdorf, mll 49 Punkt.; 27. Preis: R. Krauskopf, Tv. Rvd- Tjrtnt, Jvh. Euler, TV. Hüttengesäß, und Peter Fleifchkauf, Dortelweil, mit 48 Punkt.; 28. Preis: H. ^Freitag, Heuchelheim, mit 47 Punkt.; 29. Preis: Emil Wagner, Kwstxorf, mit 46 Punkt.; 30. Preis: Will-elm Brückel und H. Roth, Tv. Lang-Göns, Fr. Stamm, TV. 1860 Bad-Nauheim, Karl Dornm und Hch. Gonds, TV. Lauterbach, Ernst Röhrs- heim, Krofdorf, und August Bolknumu, Heuchel* heim, mit 45 Punkt. 2. Drei kämpf (Juyend- tumen): 6. Pveis: Karl Schreiner, Tv. Dortel*

W ii 6 ith artenzam Sieiernrfoiten, rto?n S<hr. 9ng c Säte LsK n'ttfl. in der Ludnä» «BelHIMnuE , metzgeF L°bre ölt, mit 15 >, W U Perm., sich, >chl. Mädchen mit $-- v- sväl. Heirat bei:.-" > werd. Einheirat r unqe Witwe ebent.r lisgeschiossen.

teinle Angebote imt.^ d. Gietzener An« rn.

lunger Mann, 27 It- In guter @ttik- mnscht mit Bfc om Lande tauch Sir litroei in Berki i treten zwecks lai: m r Heirat. L fjriftl. Sna. ant 01» den Eicll Anzeich

47 Puntt.: 16. Preis, Karl Scheer, Harheim, und Ph. Jakob, DorteVvell, 45 Punkt.: 19. Preis: Wilh. Wenzel, Mtv. Gießen, 42 Pmckt.; 20. Preis: August Spelkus, Lang-Göns, 41 Punkt. ,21. Preis. Fritz Samuel, Tv. 1860 Bad-Nauheim, und Stob. Fal ter-Tortelwell, 40 Punkt.: 22. Preis: Richard Kaffer und Wilhelm! Beppler, Lang-Göns, 39 Punkt.: 26. Preis: Joh. WM, TV. 1860 Bad- Neuhatm, 35 Punkt.: 29. Preis: Richard Lnh, Lang-Göns, 32 Punkt.; 30. Preis: Karl Rvmpf, Lang-Göns, und Christürn Klein, Mtv. Gießen, 31 Punkt.: 31. Preis: August Jockel, Mtv, Gie­ßen, 30 Punkt. In Frckda, Gersfeld, WLstcn- sachtfen, Poppenhausen und Abtsrvde war dem Tur­nern gute Unterkunft und Berpflogullgi geboten. Ten bei ber Preisverkündigung schon abgereifta» Siegern werden Eichenkränze tnti> Urkunden nach- gesckstckt. Etwaige Rekbvnationen sind an Ed. Kaufmann in Fulda (Arrftckstr.7) zu richten

tt. LangSdorf, 4. Wug. Aki dem gestri­gen Bezirksturnen des III. Bezirkes des Gaues Steffen in Hirzenhain errang der hiesige Turnverein 10 Preise. Bon den aktiven Tur­nern erhielten Heinrich Geißenhvf den ersten, Walter Fay den neunten, Wilhelm Hut den elften und Willy Bender den vierzehnten Preis: in der Zöglinas-O ber stufe Jakob Heil den vierten Preis, in der^kintzS-Unlerstnfe Friedr. Happel den elften, Karl Roth den einundzwanrig» sten und Ernst, Jatob den dreiundzwawzigsten Preis. Bon den Schülern gewann Hans Heil ben bnttett und Ernst Bender den effumddreißigsten Sieg.

Veemischtes.

Los Angeles, 4. Ang. (HavaS.) Eine Bombe zerstörte die Wohnung des General- staatsonwalts L a w l e r. Seine Frau ymrde schwer verletzt. Das Attentat wftd Anarchist^ zugeschirir- ben, mit denen der Generalstaats anwalt im ver­gangenen Jahre gerichtlich zu tun hatte.

Das hinterlandbahn Projekt.

Am 2. August fand üi Marburg eine Ver­sammlung des vereinigten Cfa"enbabrttomitce-5 zur Viedcrausnahme der Vorarbeiten für die Hrntcr- (mtbbabn statt. Wie in, der Montagnuminer in euer Zuschrift: Wo war Gießen? feftgcftrilt ttirrbt, war (stießen dabei nicht vertreten. Nack^ stehender Sitzungsbericht laßt die Abivesenheit ernes Gießener Vertreters iroch bedauerlicher erscheinen.

Marburg, 2. Aug. Nach langer Kriegs- pause tagte hier im Hotel Kaiserin der Ar­beits-Ausschuß für das Hiüterlandbahn- Projekt. _ .

Fünfzehn Berrreber der verschieoecien Bezirke ysn Saitenberg im Norden bis herunter nach Vetzlar, sowie die Vertreter der industriellen Werke rrf! Biebertals nxreen anwesend. Ter Vorsitzende, Bürgermeister a. T. Kern- Naunheim, eröffnete «ne Sitzung mit einer herzlichen Begrüßung and ybaditc der schweren Zeit, töelche die Tätigkeit des AuSscintsses so lange unterbunden hatte.

Tas allseitige Skrtrauen, welches bein Bor- iisenden entgegengebracht lourde, veranlaßte ihn, «a Vorsitz auch ftrnerhnr ^u führen. .

Sodann gab der die Geschäfte des Ausschusses 'ühreirde und leitende Syndikus der Handelskammer Tetzlar, Tr. Metschke, cinnt Ueberblick über ?rie Geschichte des H inter la ndba hn- Projektes und zeigte, bis zu welck>em Grade tte Angelegenheit gedielten war bei Ausbruch des sftieges, der auch hier einen Halt gebot.

Blll war schon geleistet. Die Nottvendigkstt ckner Eisenbahnverbindung von der »bereu Rubr über Battenberg 99ie* denkopf Gladenbach nach bem Lahn - t a t bei Wetzlar wurde in einer Denkschrift »on dem zur Förderung des Bahnpvojekts ge- mhlten Komitee im April 1912 dar getan. Zu chstcher Zeit bearbeiteten die Vertreter des Bieber- lates und der Stadt GießendieAnschluß- linie vonGießendurchs Biebertal nach Hohensolms und fanden den vollsten Anllang bei der betreffenden Stelle des Ministeriums. Be-- soirders war es die Stadt Gießen, welche es über­nommen hatte, die Wege, hinsichtlich Ablösung der Biebertalbahn zu ebnen. Leider ist sie den 8ericht über die diesbezüglichen Erfolge schul­dig geblieben.

Nach erfolgter Verschmelzung der beiden Lahn- komllees war das angefangene Werk im besten Aorwärtskommen, als der Kriech, wie so vielem, so auch diesem gemeinnützigen Schaffen eine Ende nachte.

War der Rückblick hoffnungsvoll, soll auch llichts den Mut und die Zuversicht für die '.Zu­kunft rauben!

Damit tarn man zur eigentlichen Tagesord­nung, deren erster Punkt,Aussprache über neue Schritte zur Förderung des Hinterlarllchahn* Ärojckts", nach IcbbaftA: Besprechung zu der En t - ichließung führte, in engster Gemeinschaft mit den inimstriellen Werken (Finnen Gebr. Stumm

Turne«.

Nhönturnfest.

# Girßen, 4. Aug. Tas 13. R ntur n- f e st, das gestern auf der 950 Meter hohen Großen W a s s e r k u p pe in der Rhön abgebalten wurde, war ans allen Gauen Deutschlands, selbst aus bem besetzten Gebiet, stark besucht, hatte aber unter ber Ungunst des kalten stürmischen Wetters stark zu leiden. Tie Nacht vorher hatte es nnmtterbvochen geregnet, intb den ganzen Dag übeo waren die Berg­kuppen in graue Nebel gehüllt. Trotzdem waren außer den 600 Wetturnern noch mehrere Tausend Festbesucker aus nah und fern erschienen. Auch unser Turngau Hessen war sehr stark ver­treten. Don den beteiligten Vereinen des Gaues waren Wilh. Tlstft, Münnerturnverem Gießen, Kart Erb, Turnverein 1846 Gießen, Lehrer Os­wald, Turnverein 1860 Bad-dtauherm, Willi Hel­ler, Turnv. Lang-GSns, Wllh. Leib, Turnv. Krvf- dorf, Helfenbein, Lmllerbach, Wilh. Wagner, Rod- Heim a. b. Bieber, Ad. Feuerstein, Ober-Mörlen,

** Klein-Linben, 5. Aug. Bei ber Bei­geordneten-Stichwahl wurde der Eisen- zn Bahnstrecke muffen sich die Interessenten der I bahn-Untevaffistent Heinrich Luh zum Bcigwrb- vkffchicdemm Richtungen auf eine Linienführung ncten gewählt. Der (Gegenkandidat, bisheriger Bec- nmgen, was ja auch so well geschehen ift 1 geordneter Wilhelm Jung VIII., erhielt 52 -Stirn» Die Ausführungen der Vertreter aus dem men weniger. Dre Wahlbetelligung war feto ' Mittleren und nördlichsten Teile des Von 1110 Wahlberechtigten madjteu 1022 Kreises Biedenkopf ergaben, daß auch diese Teile ihrem Stimmrecht Gebrauch, toogar nuht mehr durw ihren Mineralreichtum imb ihre Industrie gehfähige ältere Leute konnten der Betelligung an ftne Hoffnung erweckende Rentabilität bieten, so der Wahl nicht widerstehen.