Ausgabe 
4.11.1919
 
Einzelbild herunterladen

m.258

Awettes Blatt

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

M

vrenstag, 4. November 1919

leiben gef. Lchr.AnO 021174 an b. ®iei).

»S = «u

Votum

Wetter

to

e-*

Höchste Temperatur am 3.11.

Niedrigste

3.11.

Effektvoll und ström spanend

3. 10.

3. 10.

4. 10.

0.7

0.4

0.4

89

100

91

tags meist bedeckt

Airche ttttö Schule.

** Zur Gründung eines Kreis­le l>r e r v e re i n s für den Streik Gi:ßcn findet näcksten Mittwoch im Philiofophenwald eine Dor- sammlung der Lehrer des Kreises Gilßen statt.

,ta9 u. Dienstag »Hotel Einhorn*1

Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen._____

2«.

2 3

D- u E L 5 -o

W

Mt nod) Kunde, unb aotzn bei iit «" «11«

Lahnstratze 9 p.

nm. abds. vm.

b 51.

öenttec II. LMouator.

4.3

4.5

4.0

asqueel' Bary

r dei Inetitnu tfe

Menichenkttov larburg.

S<bamv^^edB,7

Bauer

::«W Aro"A-7 ;>S-stz'

Wi|ll6iJe*l I

AI

Wettervoraussage für Mittwoch:

Vorwiegend trübe und rvebelig, meist tvock'n, Temperatur nahe Null, Winde aus südwestlicher Rich-tung vorherrschend.

^verlebt, angloser itZT ^bend b^L NK rW

Sau einen tipiT;

Teilung

-V'L«» erwUn'Krvor»-^

iteB

Ga lrn'^.,11 ®«rWe*

vermischte».

Schmefall in Berlin.

* Berlin 3. Nov. (Wolfs.) Hier ist leichter Schneefall eingetreten.

Sturm an der englischen Stufte.

London, 3. Nov. (Wolff.) Havas. In der Nacht von Samstag zum Sonntag wütete an der Südoslküste Englands ein überaus heftiger Sturm. Drei Segler wurden auf Sandbänke geworfen. Man befürchtet, daß eines dieser Schiffr gekentert ist und dabei 12 Personen den Tod ge­sunden haben.

«

* Goethe über Ersatzbauten. Inder Ladung der Nationalversammlung vvm 3. Oktober ds. IS. bezeichneten sowohl der Arbeitsminister wre auch der Wohnungslommissar als einzige Deutschiland zur Behebung, der Wohnungsnot ver- blerbende Hoißrungi den Lehmbau! Bon einigen rnchteuvopäischen Völkern, z. B. den Hereros rn Südnesb-Äfrika, wird dieser noch heute mit gmoßem Erfolg angewendet. Ihre Pontoks (Wohn- Hütten) sind nichts mrderes als eine halbkugelige Rerliglaube, die mit L-ehm beworfen ist. Ter Lehm trocknet an der Luft und das Ganze ist durchaus wetterfest, so daß es im äußersten Notfall auch in unseren Breiten versucht werden könnte. Doch versteht der Arbeitsmrnister unter Lehmbauten na- ttirlich etwas Iveniger Primitives. Er will auf das Bauen mit Lehm-Preßsteinen zurückgweifen, wie es fr? auch in Europa üblich war. Sand und Kres norden mit Lehm als Bindemittel zu gc- potinten Steinen gestampft ober auch in Formen S.'gosfen. Wir nennen diese Art Baumaterial t,Gußmauerwerk", der FranzosePisä". Eine intereffcrnte Stelle hierüber findet sich bei Goethe intBuch der Sprüche" seines West-östlichen Ti- vans. Sie lautet:

Getvetner Quark wird breit, nicht stark. Schlägst (bni ihn, aber mit Gewalt

In feste Form, er nimmt Gestalt! TergSeichen Steine wirst du kennen, Europäer Pisä sie nennen!"

Att- Stadt und Land.

V Gießen, den 4. Nov. 1919.

Wie soll geheizt werden?

Wohl noch nie zuvor ist diese Frage bei uns so ,chrennend" gewesen, wie in der kohlenknappen Gegenwart, die es aller Welt zur dringenden Dsllcht macht, mit dem Brennmaterial nicht allein sparsam, sondern vor allem auch vernunftgemäß umzugehen, also so zu Heizen, daß nichts unnütz vergeudet wird. Lassen wir uns darüber von einem Sachverständigen belehren. Im 57. Heft der SainmluNg Berg- und Hüttenmännischer Abhand­lungen bemerkt Ingenieur M. Buchlwlz M dem hochaktuellen" Thema u. a.:Wenn Braun­köhlen oder Briketts oder Steinkohlen bnm Feu­ern, eine ungenügende Luftmenge zugeführt und die Ofentür geschlossen toerbe, bevor die Kohlen durchglüht, womöglich wenn sie noch schnoarz seien, dann könne eine vollständ'ge Verbrennung nicht wehr stattsinden." Es leuchtet ja auch ohne wei-- tercs ein, daß die Kohlen darin langsom schwelen, ahstott in offener Flamme flott zu verbrennen. Tie Wärmeentwicklung bleibt ungenügend, die Gase gehen teilw'ise ungenützt als Kohlenoxyd and Äll/enwasserstoffverbindungm in den Schornstein, kählcn sich dort ab und dringen, roerm das Mauer­werk durchlässig ist was leider meist der Fall in das Innere des Gebäudes oder scheiden sich als tcerartiger Ni dersckilag an den Kominwänden ops und bilden, sobald der Schornstein wieder er­wärmt wird, stets von neuem eine Quelle des triderwärtigen Geruches. Tas fortwährende H:r- um stochern im Feuer ist vom liebel. Zu beherzigen ist auch, daß, toeiut im Herd oder in Oefen, die von unten her bvennen, auf einmal nne zu hohe Kohl en schicht aufgeworfen wird, die Kohle verkoct; es bilden sich massenhaft Gase, die sckstvw, b. h. zu spät und zu kalt entweichen: es gibt Rauck' und Ruß. Man soll nun nach der An­weisung unseres Sachverständigen, der es geradezu als die Hauptsache bezeichnet, bei ebenen Rosten Brennmaterial in kleinen Mengen vorn auf- gebcn, in Brand kommen lassen, es dann erst nach hinten schieben und vorn frisches nachfüllen. Tann verbrennen nämlich die nutzbaren wertvollen (ffoie der Kohle über dem hinten in voll.'r Glut befindlichen Brennstoff und entweichen nicht mehr unverbrannt und unausgenutzt. Freilich macht ein solches Verfahren mehr Arbeit, es lohnt sich aber auch.

* Tas Aufgeld für die Zahlung der Zölle in Gvld beträgt für die Zeit vom 2. bis 8. November 1919 520 tont Hundert.

** Die Zentrumspartei veranstaltete gkslern abend int Einhorn eine öffentlickw Ver­sammlung. Nach einleitenden Morten des Rechts- arth.nl td Peters trat Mittelschullehrer Schwarz, Mitg>liü> der Nationalversammlung und des UuterfuäamgÄtlsschusses, vor das Redner­pult. Zunächst beantwortete er die Frage, warum dis Zentrum in die Koalitionsregierung eingetre-- tat sei: Weil das Zentrum eine Volkspartei sei, eme christlich: Partei und weil das Christentum auch im neuen TeutschLand eine Rolle spielen musst, htiL der demolratische Gedanke sich sieghaft durch- «setzt habe und, nach des Nedrters Ansicht, dte drei Regierungsparteien allein von einer währen Tenwkratie durchdrungen seien. Don ihrem Pro­gramm hätten die einzelnen Parteien aber nichts cin'g?geben. Dfr Regierung sei eine Arbeitsgemeiu- sctafk, ferne Gesinnungsgemeinschaft. Gröber bade bei Bildung der Koalitionsregierung ausdrücklich trllärt, daß das Zentrum auch heute noch nach­drücklichst flcßen die Revolution, gegen die DolkS- frumänität, gegen die sozialistische Ltxmtsform pro^ testiere. Nachdem der Redner die Haltung seinerPar- tri in der Friedensfrage präzisiert, behandelte er einzelne Abschnitte bet Verfassung. Art. 18 sei durch die Loslösunysbestrebungen im Rheiland notwendig gacorbcit. Einer Selbständigmachmtg im Rahmen bro Reiches stehe daS Zentrum nicht im Wege: mit Dotten und Konsorten habe die Partei aber nicht das mindeste zu schassen. Weiter hätten Reli­gion und Religionsgesellschaften, auch vom katho- iÜschen Standpunkt aus, sehr gut in der neuen vtaatsform abgesckmitten. Auch mit bet Bebaut ihntg der Schulfrage könne das Zentmtm voll tmd Eiufriebeit sein. Wenn auch die Simultan-

e die Regel fei, so könnten auf Antrag doch :öi(b bekenntnisfreie und Bekenntnis-Schulen er- , röfoet werden. Werrrr Mimstcr S t r e ck e r in G i e- 16t n ettläct habe, baß die Eltent keinen Einfluß darauf haben dürften, welche Schule die Kinder bemdjen, daß dies einzig Sache der Lehrer sei, so 'wisse er als Lehrer dem ganz entschiedert wider- .breäxn. Sehr, sehr aussührltch behandelte Herr fritoarj nun die Auseinandersetzung zwisck-en Frlffetich und Erzberger. Als Parleifreutü» unseres «zeitigen Finanzmiiüsters erklärte der Redner Wtürlich ausschließlich Helsferich und feilte Freunde vrantwortlich für die jetzige düstere Finanzlage ds Reickws, wohingegen es eine Schaitde sei, daß bei deutsche Volk Erzberger nicht gebührend an-

Büchertisch.

Die schönsten Märchen aus Tau­fen d und ei n e r Na ch t. Für die Fugend aus­gewählt von Paul Momtz. Mit 4 farbigen und 16 schwarzen Bildern nach Originalen von K. Mühlmeister. 160 S.; Oktav. Gebunden 4.50 Mk. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. Die vor­liegende Ausgabe, schon in vielen Tausenden ver- breitet, ist von Paul Moritz mit größter Sorgfalt für die Jugend bearbeitet worden, während der bekannte Münchener Maler Karl Mülstmeister das Buch künstlerisch ausstartete. Seine farbigen und schwarzen Bilder harmonieren in vortrefflicher Weife mit der Poesie des Testes, der sich an die Originale mit den farbeitprächtigen, fremdattigen Schilderungen eng anschließt.

Aus dem Amtsverknndigungsblatt.

Arzy ei mittel. Mit Rücksicht auf die ah» dauernde Steigerung der Einkaufspreise sind die Verkavfspreffe für eine Anzahl Arzneimttttl er­neut festgesetzt worden,

Beschädigung der Hochspannungs­leitungen. Wiederholt vorgekommene llnglücks- fälle und Betriebsstörungen, die durch die Berüh­rung von Leitungsdrähten durch Drachen- schnüre bertiorgerufen worden sind, veranlassen das Kteisamt, der Schuljugend zu verbieten, Drachen in der Nähe von Hochsvannungsleitungen teigen zu lassen.

Ausschluß unzuverlässiger Per- onen vom Handel. Gemäß Beschluß des Kreisausschuffes vom 27. Oktober 1919 wird der Metzger Jean Krämer zu Watzenborn-Steinberg als unzuverlässige Person vom Handel mit Vieh, Fleisch und Fleischwaren ausgeschlossen.

Kartoffelversorgung. Nach dem Aus- schreiben der Reichskartoffelstelle vom 23. Oktober ist in den Grundsätzen, Ord.-Nr. 3, e (Amtsver­kündigungsblatt Nr. 92) folgende Aenderung vor» zunehmen: Ein Fünftel wtrd in Einzehntel ge­ändert. Weiter wird zur Vermeidung von Zweifeln benterft, daß mit einer Aufhebung der Zwangswirtschaft für Kartoffeln der Ernte 1919 nicht gerechnet werden kann.

7

10

10

1.4°, 4.

2.8°, 4.

erfenne, Erzberger, der, wie kein zweiter in Rc- Merung und Parlament, un.mtüdlich für das Wohl des Volkes arbeite, ein Mann, dessen Charakter und vor allem dessen Ehre rein und ohne Tadel fet. Aus der Fülle der hierbei vorgesührten Einzel­heiten ist vielleicht bemerkenswert, daß das deutsche Volk nach sachverständiger Schätzung fün'ttg eine Steuerlast von nicht weniger als 500 Mark auf ben Kopf der Bevölkerung zu tragen haben werde. Leiter teilte er mit, daß unsere Valuta jetzt evtten Stand von 12 bis 13 Pfennige erreicht habe. Der Redner schloß seine Ausführungen mit dem Bekenntnis, daß das Zentrum eine nationale Par­tei, eine wahre Volkspartci unb vor allem eine christliche Volispartei sein wolle. In der A us- sprache ergriff.nur ein Student das Wort zu längeren, mit jugcnblidjem Ueb.rschwana und Be­geisterung, aber auch mit jugendlicher Verschwom­menheit unb Unklarheit vor getragenen Ausfüh­rungen, deren $runbgebante imgefahr war, daß bas deutsche Vokk nach seinem ungeheuerlichen Nie­dergang sich vom materialisttschen Denken los­machen und ganz von der christlichen Idee tragen lassen müsse. Beifall gab es für betbe Redner in Fülle.

Landkreis Gießen.

** Daubringen, 4. Nov. Bei der am ver- gangenen Sonntag vorgenommenen Bürger- mcisterwahl erhielt Tiesbauunternehmer Preis 217 und Limdwirt Wilhelm Albach 171 Stimmen. Preis ist somit gewählt und wird in den ersten Tagen in sein Amt eingesührt werden.

** Lollar, 3. Nov. Heinrich Bierau I. und helfen Ehefrau feiern am 7. Nov. das Fest der goldenen Hxh-eit.

Starkenburg und Rheinhessen.

I D a r m ft a b t, 1. Nov. Ter vom Richard- Wagner-Verein veranstaltete Liederabend von Opernfänger Max Kraus-München war ein musikalisches Ereignis ersten Ranges. Er brachte Lieder von Schtrbert, Schumann, Richard Strauß und Löwe zum Vottrag und wußte durch seinen verinnerlichten Vorttag seine Darbietungen zu einem künstlerrfchen Erlebnis zu gestalten. Die Zuhörer spendeten ihm hingeris'ene.n Bei'all.

I. Darmstadt, 2. Nov. Eine große A n- geflelltencerfammlung im Rummelbräu forderte für alle verheirateten ?lngestellten eine Beihilfe von 600 Mk., für die Unverheirateten eine solche von 400 Mk. Außerdem mürbe cinstimmig ein Tarifvertrag angenommen, iib.r den sofort in Verhandlungen eingetreten und dessen Annahme mit allen Mitteln erkämpft werden soll. Tie Ver­sammlung frug einen stark radikalen antikapitalisti­schen Charakter.

Hessen-Nassau.

ra. Biedenkopf, 2. Nov. Nach allen Auf- zeicknungen hat dieLudwigsHüttehedem in ^'önigsberg gestanden, ist aber naefi Biedenkopf verlegt n>ori>en/n>eit man in Anbttrackt der groffrn Hinterländer Waldungen hier die Kühlen wahl- feiler haben kannte. Die Urkunde hiervon, bei n«eichem Herrn Landgrafen die Erbauung geschehen, ift in dem Archiv nachzusehen. Es war Ludwig X., nachmaliger GroßherKog, unter welchem die Lud- Nigshütte erbaut wurde (1803).

ra. Von der Lemp, 2. Nov. Sämtliche Gemeinden auf der Lemp petitionieren schon feit Jahrzehnten nm den i8.ru einer Eisenbahn von Ehringshausen (Ti.l) über Hohen- ffolms nach Gladenbach. Sie würde den Jnteresfen der gesamten Bevölkerung auf der Lemp von großem Nutzen sein, dazu für den Staat von großem Gewinne, weil Bodenschätze aller Art in Der nächsten Umgebung nur auf Ausbeutung warten.

Kriegsgefangeuen-Heimkehr.

Heute vormittag 1/36 Uhr traf auf hiesigem Bahnhof -abermals ein Transport -heimkehrender Kriegsgefangener -ein. Es waren ttwa 1000 Mann, die sich zuletzt in englischer Gefangenschaft be­fanden. Rach der üblichen Begrützung am Bahn- hoi, wobei Herr Dr. Göring, 1. Vorsitzender des Volksbundes, die Begrüßungsansprache hielt, wurde der Transport unter dem Klange der Regimmts- muiif nach dem Durchgangslager überführt.

Letzte Nachrichten

Ein Sttafantmg der Mitglieder der Reichs­regierung.

Berlin, 3. Nov. (WTB.) Der Reichs­präsident unb die Mitglieder der Reichsregrcrung haben g;gen dm veranv« wottlichen Redakteur derDeutschen Zeitung", Dr. Bülck, wegen des AussatzesWie lange noch?" Strafantrag wegen schwerer Beleidigung gestellt.

Die Schulung der Finanzbeamten.

Berlin, 3. Nov. (Wolff.) Der Bereinig gung für staatswissenschaftliche Fortbildung ist' vom Reichssinanzmiilister die Leitung des Lehr-' ganges zur Ausblldung der Finanzbeamten m Berlin übertragen worben. Die Führung liegt in den Händen des Professors an der ^Berliner Uni­versität Dr. Sering. An den Steuerkursen neh^ men nur die zugelasfenen Bewerber teil, denen bte1 erste Ausbildung für ihren neuen Beruf ver­mittelt werden soll. In diesem Kursus merbot die theoretischen Grundlagen gegeben. dem zweiten Teil, der sich umnittelbar an ine theo­retische Schulung anschließt, werden den Tcil- rrehmern die prakttschen Grundlagen vermittelt/ Für die theoretische Ausbildung sind von der staatswifsenschafllichen Vereinigung gewonnen: Prof. Dr. Tastrow, Prof. Tr. Erich Kaufmann, Prof. Dr. Leitner, Tr. Meyer, Geh. Regierungs­rat Norden, Rechtsanwalt Dr. Nußbaum, Prof. Dr. Prien, Rechtsanwalt Tr. Rosendorfs, Dr.> Sagawe, Prof. Dr. Sombart, Prof. Tr. Triepel. Der Kursus Dürfte sich insgesamt auf vier Mo­nate erstrecken. Außer diesen Fachoorlesungen werden jeden Donnerstag abend akademische Vorträge gehalten, bte den Hörern die Ver­hältnisse von Deutschlands Volks- und Finanz- Wirtschaft nach Friedensschluß darlegen sollen. Den ersten Vortrag hält Prof. Dr. Sering. Für diese Abende sind ferner u. a. bis jetzt gewonnen: Pros. Dr. Herkser, Minister a. D. Koeth, Dipl - Jng. Helwig, der Unterstaatssekretär im Reichs- ftnanzministerium Moesle und der Prorektor der Universität Berlin, Prof. Seeberg.

Ein Streik der Gastwirte.

Braunschweig, 1. Nov. Ter Arbeitgeber-' verband des GastwrrtegewerbeS hat ein-* stimmig beschlossen, allen Angestellten heute zu kündigen unb sämlliche Hotels, Casßs, Gastwirt­schaften und Konditoreien in Stadt unb Sand' Braunschweig am 1. De z ember zu schließen.! In einer vor einigen Wochen abgehaltenen Prv-- testverfammlung der Gastwirte war der Regierung^ die Schließung angefünbigt ivorden. Tie Gastwirte kiageir über die unzureichende Bllieserung (Saft* wirtsgcwcrbes mit Lebensrnitteln, schikanöse Durch­suchung der Betriebe, die Beschlagnahmuna von Lebensmitteln sowie die Belegung der Gastwirte mit hoben Geld- und Gefängnisstrafen wegen Schleichl-andels. Tie Stimmung ist durch die be- hördliche Ankündigung, daß die Gastivirte in die­sem Winter auf Belieferung mit Heizmaterial nicht rechnen können, noch bespnbers gereizt.

Die Verluste Sachffens im Weltkrieg.

Berlin, 4. Nov. Laut Lokalanzeiger wird der Gei amtver tust Sachsens im Welt* friege von dem sächsischen statisttschen HanbcSamt auf 420000 Personen geschätzt, einschließlich der Zivilisten.

Tschechische Beamte.

Prag, 3. Nov. (WTB.) Ter Sektionsches im Finanzministerium, Iirak, ist ivegen versuch'! ter Bestechung des Außenministers verhaftet worden Im Zusammenhang damit wurden auch der Direktor der Prager Krsditbank, T11 m a und der Wiener Dr. Freund verhaftet. Ferner wur­den wegen ungesetzlicher Kohlengefchäfte auch ein Direktor unb zwei Angestellte der tschechischen Agrarbank in Prag verhaftet.

Die Frauenbewegung in England.

Amsterdam, 3. Nov. (WTB.) Bei den Londoner Gemeinderatswahlen wurden 35 Frauen gewählt.

Die Streiklage in Amerika.

Amsterdam, 3. Nov. (WTB.) Die ame­rikanische Regierung stellt 52 Regimenter^ Infanterie, 28 Regimenter Feldattillcrie, 4 Re­gimenter Kavallerie und 20 Maschinengewehrkoln- pagnien für die Bewachung der Bergwerke zur Verfügung. Es wird ein Streik der Eisen bayner befürchtet.

Unruhen in Kairo.

Amsterdam, 3. Nov. (WTB.) In Kairo« kam es zu neuen ernsten Unruhen. Verschiedene/ Laden wurden geplündert. Die Menge wurde mit Maschinengewehren auseinandergetrieben, wobei es Tote gab. Auch unter den Studenten, Kairos drohen Unruhen.

e-*e-

^5

et stbneibtrin Ian stürze einen flamei rbeiten? Lchrisil.^ MlK an d. Gieiz

300 Marl

11. --- 0.3°

11. --- 0.6°

Wer kam» WM ieren ? tiuaeb.:

I.) a. b. ÄM

e iunge Hatte, 11. wröz gozcichnel, a tfen. WtederbriW ballen Belohnung .ci Astcrwea 53,1

Terjruig'! »t atn Samsiag abtr. en Ucberzicber aufbr iebigsböbe nmflwr at, wird etiudit W icqen Belohnung 91t. tabt 79 H abiueebeo. liefern stalle whb l Zlrafanzeige aWju [~~ Vereine__|

W.MW Generalversam-M am 5.11«

im abenWjXB^