Ausgabe 
4.8.1919
 
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Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (Seneral-Anzeiger für Oberhessen)

unsere

'^nschaft

lsPe!er,

Aug. i9lq

gust 1919.

örtlich

img gesucht

werden

5te»engesuche

dm sollst glücklich sein, Sigrid,

tut es.

Nachdruck verboten.)

Fortsetzung 25.

Anzeiger

-ar nicht

gust, nachm. lofs aus statt.

liebenen:

Heitmann.

schartsgemeinschaften, richtet werden.

tuen, meinen ^legervater,

I Endlich aber raffte sie sich auf. Feige wir W; nie gewesen. Langsam nahnr sie das umsang- fll5 Schriftstück Sigrids zur Hand und las mit

IMlendem Herzen: \

Bund sympathisch Hinweisen, daß die

uoctc j, orbentlidr inckchcnzumbald: Uritt gesucht A

C. 6k ltlcinhem

Lahnboinr. A uchtigcöMadchttki. an sür einige emr-i cmiliagvingliche^ eimal in der Woche,--.! >uöb.s.sosorl gesuch!" n.jvranksuri.Lir'!.

internationaler Sewerkschastrkongreh.

Amsterdam, 2. Aua. (Wolff.) Es wurde te von brr zweiten Kommiffion unterbreitete Re- elution beraten. In dieser Resolution wird zum .sluedruck gebracht, daß der internationale Gewerk- mastslvngreb in Amsterdam die Paragraphen r A r b e i t c r g c s e tz g e b u n g , die in dem Rriebe naoertra g aufge-iwmmenworden sind, iüid11 als den Ausdruck der Forderun­gen der Arbeiterklasse aller Länder cner fe n uc it könne. Im einzelnen werden & Unterschiede, die zwischen den Paragraphen des kbeiisabkoinmerrs im Friedensvertrag und dem m den internationalen GcwerlschaftSorganisrtio- «i gebilligten Berner Programm tont Februar 1919 bestehen, dar gelegt. Diese Unterschiede betref- X 1 die Arbeit von Ländern und Jugendlichen, - Frauenarbeit; hierbei wird bemerkt: Tie Tat-

Werkt Tu, Sven sagt, in erneut Stück Ibsens käme ein verrücktes Frauenzimmer vor, dasnit der Schönbeit" stirbt. Tas fnrbe ich fo übel. Man muß ebenso schönheitsöedücstige peelen verstehen, um sie zu begreifen, und ich, rch glaube, ich bin auch eine solche und brächte c*<

Aus Statt und Lcrnd.

Gießen, den 4. August 1919.

UntcrtunftSräume von landwirtschaftlichen Arbeitern.

Tie Unterbringung der Arbeitswilligen in offenen ©teilen der Landwirtschaft sowie in staat­lichen Forstbetrieben scheitert vielfach daran, daß die vorhandenen Unterkünfte ungenügend mit Strobföcken, Tecken, notwendigen Möbeln,- und Kochgeschirren ausgestattet sind.

In zahlreichen Fällen ist der Arbeitgeber in Unkenntnis über die Besck)afsungsmöglichkeiten und die einschlägigen Bekanntmachungen der zustän-

lautDffcnb. Ztg." u n z u t r e f f e u d. Da es Dr. Streckers Bemühungen, vereint mit dem baonchen Kultusminister Professor Hum­mel gelungen ist, in dem Säiulkompromiß

Tr. K r e n tz behandelte die Ernährungsfrage nach dem Kriege. Ter Reformbund sei durch das Hess. Landesgesttz ins Leben gerufen, er verzichte auf alle Polilit und behand.'le die Frage rein bom wirtschaftlichen Stanüpimkt. Ter sozialen Frage Der Ansässigmachung auf dem Lande steht der " "" ,enüber, aber er müsse darauf

... - Haltung des Großgrundbesitzes

heilig rür die Ernäl-rung unserer Städte sei. Des- l-alb muß der Staat den Großbesitz erhalten. Tie Oefsentlichkeit muß auf die technische Seite hinge- wiesen und über die tatsächlichen Leistungen oon Groß und Klernbesitz für die Ernährung aufge­klärt werden, auch gegeitüber irrigen Behauptun­gen in der Volkskammer. Sonst bleibt die Ent- täuschung nicht aus und madjt sich in Anssckweituw- gen Luft.

kommen. Er behauptet, ich wär« immer hübsch. Ter Fürst aber meint, je schöner das Bild, um so glänzender müsse der Rahmen sein. Na, ich habe gegen den kostbarsten nichts einzuwenden. Weißt Tu, wer immer so wie wir herumgelausen ist, namentlich in bett letzten Jahr eit wollte es ja immer nirr noch zu den diomen Kattnnföhn chen langen, der ist glücklich, roemi er sich schmücken kann. Zum ersten" * * - -

skut einem Rücktritt des Präsidenten des hessi­schen Landesamtes für Bildungswesen nickt zu rechnen.

Die Wahlen im besetzten Gebiet.

hl. M a i nz, 2. Aug. Man rechnet ziem- ltch stark damit, daß die Gemeindewah- l e n nun auch im .besetzten N h e i n h e s s e n bald stattfinden dürfen. Die Parteien rüsten sich, soweit das unter den heutigen Verhält­nissen erlaubt ist. Es ist auch angeregt wor­den, die Wahlen auf dem Wege her Verein­barung kampflos vorzunehmen. Dafür besteht aber wenig Neigung.

mpfang bei Hofe werde ick ein kostbares, wer pes L pitzenkleid, das von lauter losen Brillanten überrieselt, tragen. In meinen roten Haaren wird sich unser Familienschmuck auch nicht übel ausnehmen, und ich werde schön fein, ach schön!

verstehen müßtet. Wenn Sven auch schilt, daß Du auf und davon gegangen, so empfinde ich dock!, daß er Dir in Wirklichkeit nicht zürnt und es nachzufühlen versteht, warum Du gegangen.

Er erzählte mir auf unserer Reise auch von einer jungen Tarne, die ihm im Vorjahre in der Sckstoeiz begegnet, und die ihm mächtig imponiert hwte. Er beschrieb sie ziemlich genau und gestand mir treuherzig, daß das die einzige gewesen, die er geheiratet hätte, meint er mich nicht schon ge­lebt hätte. Hübsches Bekenntnis. Was? Na, ehr­lich ist mein guter Soen, das ntufe ich sagen. Wüßte ich nicht, daß Du dm ganzen Sommer in Berlin Kinder gewartet hättest, ich hätte ge­glaubt, Ihr wäret Euch in der Schweiz begegnet Schade, daß es nicht so ist, das 'untre ja ein Hauptspaß geworden. Da habe ich aber nvch immer flau; vergessen. Dir zu sagen, welch' reizenden, interessanten Gast wir hier haben. Fürst Gorat- schin, ein junger, eleganter Russe. Tente Tir, 'wir trafen ihn auf der Reise. Sven tarnt ihn schon lange, vm den Hoffestlichkeiten her. Es war grofee Wiedersehensfreude und der Fürst schloß sich uns an. Denke mal, auf der Hochzeitsreise mit solchemAnhängsel" wie Goratschin von sich selbst sagt. Es war aber bezaubernd, zumal er uns das Zeugnis ausstellte, daß wir das erste vernünftige hockzeitsreisende Ehepaar wären, das ihm begegnet. In Genua trennten wir uns dann, und nun ist er hier und amitfiert uns himmlisch. Selbst Großmama, die nie mehr an der Gesell­schaft beilnimmt, ist ganzfutsch" von ihm. Sven findet diesen AusspruchDulgar", aber nicht wahr, meine geliebte Ragna, zu Tir kann ich reden, wie mir der Schnabel gewachsen ist? Na, der Fürst versteht es aber auch, sich angenehm zu machen. Wirst Tu glauben, daß er oft stundenlang bei Großmama sitzt und ihr vorliest, sogar aus der Bibel, er, der so weltlich gesinnt ist, daß ich überhaupt glaube, er hat die Bibel zum ersten-

Jn der Aussprache ergriff auch Finanzminister Henrich, das Wort. Er betonte, daß der Regie­rung die Mitarbeit der Interessenten erwünscht fei. Tie Frage, ob Gwß- oder Kleinbesitz wirtschaft- txdyex fei, laste sich nicht auf eine einfache Formel bringen. Nord und Süd lasse sich bei der Behand­lung der Siedlungsftage nicht vergleichen. Soziale und wirtschaftliche Gesichstspunfte seien bei der Berteilimg maßgebend. Bei der Änstösnng der Fideikommisse werde man daraus sehen, daß die Güter nicht umvirtschafttich behandelt werden. Tie Städte, seien an den Großbetrieben besonders wegen der Milchwirtschaft interessiert. Man wird sich bei der Zerschlagung der Gutshöfe manche Enttäu­schung nick t erfparen können. Bei der Ausführung des Gesetzes werden Sachverständige zu gezogen und

Sozialisierung der LlektnzitSK- wirlschaft.

Berlin, 2. Aug. (Wolff.) In bent der Mationalversaininlung zugegangenen Ent­wurf eines Gesetzes betreffend S o z i a l i si e - rung der Elektrizitätswirtschaft t cißt es u. a.: Das Reich ist befugt, gegen eine angemessene Entschädigung zu übernehmen: l. Anlagen, welche zur Fortleitung von elek- trischer Arbeit in Spannung von 50 000 -sott und mehr bestimmt sind und zur Ver- lindung tnehrerer Krastwerie dienen: 2. An­lagen zur Erzeugung elektrischer "Arbeit (Elek­trizitätswerke) mit einer installierten Ma- schii-enleistung von 5000 Kilowatt und mehr, :mlche int Eigentum privater Unternehmer stehen und nicht ganz überwiegend zur Erzeu- ;uug elektrischer Arbeit für eigene Betriebe chenen: 3. privaten Unternehmern zusteheudc liechte zur Ausnutzung von Wasserkräften für Erzeugung elektrischer Arbeit mit Lei- tungsfähigkeit von 5000 Kilowatt und mehr, welche nicht ganz überwiegend zur Erzeugung tt.ktrischer Arbeit für eigene Betriebe be­stimmt sind, einschließlich des Eigentums an den in Ausübung dieser Rechte errichteten An­lagen und des Rechtes auf Benutzung techni- idjer Vorarbeiten. Aus Antrag eines Landes ist das Reich verpflichtet, die beim Jnkraft- r ten des Gesetzes bestehenden oder in Aus- lÜhrung begriffenen staatlichen Leitungsanla- en zu übernehmen. Rach § 3 gehen bei der iltberimlniie die in § 1 genannlcn Attlagen i nb Rechte nnb die auf sie bezüglichen Rechte jnb Pflichten der bisherigen Eigentümer und berechtigten gegenüber Dritten auf das Reich über. Den Berechtigten ist eine angemessene tzntschädigung zu gewähren. Sie soll in der Regel in der Beteiligung an den übernomme­nen Rechten und Anlagen bestehen. § 7 führt aus, daß, wenn eine vertragliche Vereinbar- rung zwischen den Beteiligten über die Ueber- nahnte und Eittbringung der Anlagen und fürchte nicht zustandekommt, ein Schiedsge- r'cht entscheidet. Nach § 15 hat daS Reich vor Ausführung eigener Leitungsanlagen inner­halb eines Landes die Landesbehörde zu hören. Zur beratenden Mitwirkung bei An­gelegenheiten der Reichselektrizitätswirtschaft errichtet die Reichsregierung mit Zustimmung des Staalenausschusses einen Beirat, wo-

Mckun welche vertraut inii- enen non JliiWA lwiein7chwaGr°-I ihren sind, sucht 1°';! liuernde SteQung. 1 Ingebote mit ZtW bidiniien und W orücben an d. tnäeigcr_crbetemj Fräulein, 23^ urachenknudia. nw; ^mnnbcrtiniemcr e- vausbali, m tff(ung alS^ oder E

Kam liebste» "- (iahe dienen. & (brüten uni-^L gCflUltHltOOl-

uuiu-L, iuyx o 1 uhu.ii, ,, ui-

iikn 'meint, und sie hat doch noch nie gemeint, b dabei hat sic ben Brief nicht mal gelesen." Ja, Ragna weinte. Ihre Tränen tropften ter auf die vielen, eng beschriebenen Seiten - Brieses, den zu lesen sie eine seltsame Scheu ?lr I Ms-md.

agna Gvenöburg

Roman von Anny Wothe.

namentlich, wenn er so vieles was ich tat und sagte, dumm und kindisch fand, jedenfalls impo­nierte er mir mehr als jetzt, 'wo er mich bloß v5r- wöh-nt durch tausend Aufmerksamkeilen. Na, weißt Tu, Liebchen, hübsch ist ja so was, aber auf die Tauer verteufelt langweilig!Sven ist ein guter Junge", sagte ich neulich zu Großmama, die Jahr ein Jahr aus am Kamin sitzt und das Feuer schürt. Weißt Tn, 'was sie mir darauf an tato ritte?

Hüte Tich, seine Güte zu mißbrauchen, Tn 'würdest dann vielleicht schrecklich erkennen, daß er mehr und etwas anderes ist, als für was Tu ihn hältst."

Wie findest Du Großmama mit ihren Orakel- sprüchen? Tie tut, als ob Sven ein Gott wärt! Mein Gott, das ist ganz natürlich, die hat ja eitrig außer Sven und unfern gegenwärtigen Gast keine anderen Männer gesehen. Aber ich, ich kenne sie jetzt. Weißt Du, auf der Hochzeitsreise, da sah ich viele, ach und dann hatten wir so .viel Besuch. Sven liebt es, stets das Haus voll Gäste zu haben und ich na ich erst recht. Ach, es ist doch herrlich, sich alle Tagt für einen großen Kreis swher Gäste zu schmücken, die mich natürlich alle bewundern. Findest Tu übrigens auch, daß ich so schön bin? Man sagt es mir alle Tage. Nur Sven nicht, er meint, ich wäre eitel, wenn ich ihn danach frage. Ter gute Sven ist ein Pe­dant. Wazu bat man denn seine Schönheit, wenn man sich iivck nicht einmal daran erfreuen soll? Sven ist meift so ernst, während ich mit den an­deren lache, tolle und schwatze.

Neulich fragte er wieder nach Deinem Bild. Tue mir beit einzigsten Gefallen und laß Tir endlich mal einen Abklatsch machen, damit er Dich wenigstens im Bilde kennen lernt. Weißt Tu, was ich glaube,- daß Ihr beide Euch sehr gut

!nm'~r und allein da draußen in der Welt G- überhaupt verbieten. Ta sah ich ihn

an uitb fugte: Tann würde ich fterben. Sven fleJEhS 'cm Wort, aber an der Art, wie er meine küßte, sah ich doch, daß er mir das erlaubt, et fc.^nr freute macht. Ueberhauyt Sven! Du IP16WWW gar >nch§. metn Süßing, wie verändert er 8 ttü der letzten Reise im vorigen Sommer, ?1r kurz vor unserer Hochzeit zurückkehrte. plld,, kW Eann das unsinnigste Zeug verlangen er

Schließlich wurde folgende Entschließung angenommen:

Tie Teilnehmer der heute tn Darmstadt aus Einladung des.ReformlnmdeS der Gutshöfe abge­haltenen Versantmlimg hobeir sich überzeugt, daß m Interesse der Ernährmrgssichermrg der ftabtte <kien Bevötkenlng sachliche Erhebungen darüber unerläßlickt sind, welche Folgen eine Aufteilung der größeren Gntsbetrrebe für die BolkSernährung, haben wird. Ohne die soziale Notwendigkeit wvhl- erstandener Siedlmtgsrnaßnahmeir zu verkennen, hält es die Berscnmnlnng auf Grund der heute zahlenmäßig^erbracksten überwälttgenden Belege für erwiesen, daß das Verschwinden der größeren Guts­betriebe ton katastrophalen Folgen für die benach­barten Städte sein wird. Tie beschleunigte Dnrch- ührung der geforderten Erhebungen dürfte das Mindeste sein, was ton den vevanttvortlichen Stel­len zu verlangen ist, zur Vermeidung einer schweren Bersorgungssefährdung der Allgemeinheit.

Kein Rücktritt Dr. Streckers.

Die Nachricht derMainzer Volkszei­tung", Dr. Strecker trage sich mit R ü ck - trittsgedanken, da das Schulkompromiß in Weimar in dritter Lesung angenommen sei, ist1

fertig, an meinem Sckönlteitslaumcl zu Grunoe zn Lehen. Kennst Tn das Stück? Ich glaube,.- < lteitzt Hedda Gabler Ter Fürst wollte es mir schicken lassen.

(Fortsetzung folgt.)

mal auf Schlich Svendburg gesehen. Tu wirst ram natürlich denken, er wäre seite schön, nicht wahr? Fehlgeschvsfen, mein Herz. Er ist sehr lang und dünn, hat graue, etwas stechende und doch sehr sprechende Äugen, die fast immer halb verschleiert sind, und einen sehr Min­nen, gar nicht schönen ©djnirrrbart, aber weißt Tu, er ist sehr vornehm, sehr amufant und sehr fa­szinierend, fo daß sich in der Gesellschaft immer alles um ihn schart. In vier Wochen weroen wir an den Hof gehen. Fürst Goratschin natürlick auch. Ich habe alle Tage zu tun, Stoße für meine Toilette auszusuchen, wobei mir Durchlaucht red­lich hilft. Sven darf ich mit solchem Trödel nicht

Will/ daß nach den vom Reichsverwertungsamt gegebe­nen Richtlinien ein Verlaus freiwerd an­der Geräte und Wäschestücke zu Untcr- kunftszniecken durch die Heeresverwalttmg nicht ft n 11 i i n b c n darf. Alle Geräte, mithin auch alle Bettstellen, die für die Heeresverwaltung ent­behrlich werden, müssen dem Reichsverwei'ttings- amt und alle Wäschestücke ans Leinen oder Baum­wolle der Reichs-Textil-Aktiengesellschaft Berlin W 50, Nürnberger Platz 1, nnb solche ans Papier> garnen der Faserstoffvertriebsgesellschaft, Berlin W 8, Taubenstraße 8/9, zur Verfügung gestellt werden. Eine Abgabe seitens dieser Stelleir erfolgt mir an Kommunalverbände, Handwerker-, Indu­strie-, Landwirtschafts- und sonstige V e r - braucherverbände oder an besondere W irt-

** Aus dem Militär-Wochenblatt. Ter Abschied mit der gesetzlichen Pension wurde Lt. d. R. Krüger des Jüf.-Regts. 118 und Mertens, Hauptmann im Feldart.-Regt. 27, bewilligt.

** Die Bi ehz ählung in beiden Hes- c n. In der Pvooinz Hessen-Nassau wurden am 2. Juni in 240 090 oiehbesitzenden Haushal­tungen 85 715 Pferde, 489388 Stück Ittndoieh, 233 433 Schast, 329 180 Schweine, 293 591 Zie­gen, 1 743 878 Stück Federvieh und 273 468 zahm? Kaninchen gezählt. Ju H e s s« n - Da r m st a d t zählte man 158 221 viehbesitzende Haushaltungen mtt 56 624 Pferden, 278 086 Stück Rindvieh, 72 807 Schafe, 183 462 Shweine, 160328 Ziegen, 1 041 745 Stück Geflügel und 179 340 zahme Ka­ninchen.

** Der Brief- und Postkartenver- kehr mit Dosen ist gegen Jnlaudsgebühr wieder aufeenotnmen.

** Im Postscheckverkehr treten am 1. September bemerkenswerte Aendemngen ein. Bei Sammelüberweisungen und Sammelschecken stellt jetzt das Scheckamt die Mitteilungen an die einzelnen Empfänger aus. In ^ukrmst sind die Kontoinhaber verpflichtet, für jebc Eintragung in der Sammelüberweisung eine Ersatzüberweisung auszustellen. Ebenso ist bei Sammelschecken für jede Eintragung eine Zahlungsanweisung vom Kontoinhaber Aufertigen. Sie treten an Steile der bisherigen Gutschriftzettel und amtlichen Zah- lungsanweifungien. Die Vordrucke für die (Sitte schriftzettel müssen jetzt dem Scheckamt bezahlt werden. Tie Vordrucke zu Erfatzüberweifungen und Zahlungsanweisungen werden vom Postsckieckamt unentgeltlich geliefert. Der Abschnitt kann zu Mit- teihmgen an den Empfänger benuüt werden.

** Tie Deutsche Liga für Völker­bund veranstaltet gelegentlich der internationa­len Messe im Oktober in Frankfurt eine Ta­gung, bei der Redner von iuternativ-nalem Ruse

M) §21) wird bem RcichSschatzministcr für die Durchsührung des Gesetzes ein Geldbetrag bi-5 zu einer Milliarde Mark zur Verfügung Mellt.

In der Begründung des Gesetzee. >oird angeiührt, daß die Elektrizitätswirtschaft im -inne § 2 beS SozialisierungsgesetzeS^ vvm -V Mörz 1919 als sozialifierungsreis ange- tejcit werden muß. Die Zersplitterung in zahl- nühen Einzelunternehnlungen zurzeit Le» i'-!;cn in Deutschland über 4000 Elektrizitäts- fterfe hat vielfach zur Entstehung unwirt- tt-vftlicher Werte geführt. Für die künftige deutsche Wirtschaft muß mit großem Kohlen- inaiigel gerechnet werden, weshalb dringend poten ist, zur Energiewirtschaft Deutsch­lands in weit stärkcrenr Umfange als bisher die Wasserkräfte heranzuziehen.

fache, baß diese Frage erst dem i:ctemcitivnalen Kongreß ift Waitzingttm vorgclegt werden solle, be­weise, daß das Berner Programm nicht beachtet worden sei; 3. achtstündigen Arbeitstag, 4. Herab­setzung der wöchentlichen mrunterbrochenen stttihe- zeic von mindestens 32 Strmpen auf 24 Stun­den im Friedensvertrag, 5. die Heimindrcsttie, 6. das Bereinsrecht, 7. die Arbeit von ?(!änbcrn, wobei bemerkt wird, daß der F riedensvertrag über die von der Berner Konferenz geforderte Auf­hebung der die Einwanderung uerbiclenben Be- Stimmungen schweige, 8 Mindestloh?, 9. wird bemerkt, daß der Friedensvertrag die ^-ordcnuig.-n der Arbeiter bezüglich der Bckämpftcng der Er- werbslvsigteit 4inö in der Frage der Arbeiter- Versicherung nicht ermähnt. Es wird darauf hin- gewiesen, daß int Frich-ensvertraoc nicktö neu.'s von ivirklicher Bedeutung enthal t', ist, daß ohne ein internationales Arbeiterrecht der Völler^ bund kraftlos und der Friede unvoll- kommen ist. Tie Resolchion schliesft: "Angesichts ber Tatsache, daß die Arbeiterklasse ihre Forderun- gen selbst sestftellte, befräftigt der Internationale Kongreß von Amsterdam das Berner Programm und ruft olle nationalen Arbeiterbewegungen aui, dasselbe vollständig und unmitkckbar zu verwirk­lichen. Bei der Abftimmmtg wurde die Resolution der Kommission mit 31 Stimmen angenommen.

Au» Hessen.

Der Großgrundbesitz und die Ernährung der Städte.

I. Darmstadt, 1. Aug. Der Reform- buitb deutscher Gutshöfe hielt Heine nacfji* mittag im Fürstensaal eine aus Hessen und Hessen- Nassau sehr gut besuchte Versammlung ab, die von

JJJrtj!. f >L>ie hielt den Dries in der einen Hand, einen , MMN fbiMblick starrte sie tote geistesabwesend darauf, spiiier. sll'IWlM aber käm es wie ein Schrei ton ihren te nn. M»pen:

H. .,Vou Daheim!"

über den Völkerbund spreck»en taerben. Tabci wird jirf) voraussichtlich Estlegeiih.it bieten, die aiu-«. ländischen Besuch.-er der Messe uber die deutsch- Auflassung trom Völterbund und Deutschlands Be­teiligung an ihm aufzuklaren. Personen int West- ^.utschen Bezirk, die. fiel für die Tagung intcr- elfteren und an ihr teilnehmen möchten, werden gebeten, ihre Adresse ansugeben an txm Westdeut- deutscken Bezirk der Deutschen Liga für Völlet- bund, West-Frankfurt am Main, (Skirtncrweg 62.

Landkreis Gießen.

fg. Groß en-Bus eck, 1. Aug. Dem neu- gewählten Bürgermeister Ferdinand G a n , der beute in sein Amt verpflichtet und eingeführt mutbe, brach te am gleichen Ülhcnd der Bürgerverei; unter Beteiligung des Oktsvorstandte, Kriegerver- eins und der beiden Gesangvereine Germania und Heiterkeit eine Huldigung bar. Eine vielhun- dertköpfige Menge hatte sich vor seiner Wohnung eingefunben. Ter CteiangrerernGermcaria", unter Leitung seines Trrigeirten Konrad Ricvlai, er» freute durch stimmungsvoll vorgetragene Lieder. Der zweite Vorsitzende des Bürgervereins, Land­wirt Heinrich 2 dj e I b IV., brack-te in einer An - spräche die Glückwünsche der Bevölkerung und des Bürgervereflts zum Ausdruck und wies I-auptsiLcklich daraus hin, daß die Ehrung ein Beweis sei für dac- Bertrauen, das die Bürgerfchaft ihrem neuenvähl- ten Oberhaupte entgegenbringe. Bürgermeister Gans dankte für die erwiesene Ehre intb das Ver trauen. Gleichzeitig versicherte er, für alle ein gc rechter und unparteiischer Bürgermeister sein zu wollen nnb seine ganze Kraft für das Wohl ber Gc- meinbe und ihrer Bürger einzusetzeic. Dieses Ver» sprechett gelte nicht nur feinen Wählern, sondern allen Bürgern der Gemeinde. Die Gemeinde nack den tteuzeitlichen Verhaltttissen und dem Gnmbsatz Recht und Gerechtigkeit" jedem einzelnen zu füh­ren, werde er als seine vornehmste Aufgabe bc< trachten. Stürmischer Beifall wurde ihm zuteil Hierauf bewegte sich die huldigende Menge, zu einem festlichen Zug geordnet, nach dem Saale, von Gastwirt Brück, in welchem iwch ein vom Bürger' verein veranstaltetes Tanz kränz dien abgehalten lourde, bas alt und hing bis zum frühen Morgen in stimmungsvoller Weise zusammenhielt.

Kreis Lauterbach.

O Aus dem Schützer Land, 1 August. Allenthalben hat hier ber Schnitt des Korns be­gonnen. Die Ernte fällt sehr gut aus. Auch die Sommerfrucht hat sich iwch trefflich entwickelt. Die Felder stehen zum Tell besser als in der Wett terau. Unser Sandboden, dem in denTaleinschnitten lstiuftg fruchtbarer Löß aufgelagert ist, gibt auch eine gute Kartoffelernte, besonders >vo künstliche Dünger, ivie Kali und schwefelsaures Ammoniak, zur Anwendung gekommen sind. Einen reidjen Graswuchs zeigen die fruchtbaren Wiesen ves Schlitz- und des Fuldatals. Das Futter ist jetzt teilweise schon höher, als es beim ersten Gras­schnitt stund. Die guten Aussichten für die G rum meternte haben die hohen öeupreite schon sehr gedrückt, wenn auch iwch nicht ein Preissturz eingetreten ist, tote er aus den östlichen Teilen des Kreises gemeldet wird. Der Preis für den ^Zentner ist bereits von 35 Mk. auf 25 und 20Ml. ytrüdgegaitgen und dürfte weiter satten. Da die Obstblüte in ihrer Entwicklung zurückgehalten wurde, hat sie die Balte Witterung gut überstanden und trefflich angxsetzt. Besonders Aepsel und Birnen bringen eine sehr reiche Ernte, während das Steinobst geringere Erträae zeitigt. Der Schützer Sommer - oder Krrschen- martt zeigte in diesem Fahre wieder einen leb­haften Verkehr. Zahlreiche Verkaufsstände waren aufgeschlageu und boten die seltensten Waren feil, die man lange nicht mehr im öffentlichen Handel gesehen. Nur an Kirschen fehlte «S. Dre we­nigen, die auf den Markt tarnen, waren trotz des hohen Preises von 2,50 Mk. für das Pfund bald ausverbauft. Nach altem Brauch waren die Bur­schen und.Mädchen deS Schlitzerlarrdes in großer Zahl in ihren alten Trachten erschienen und führten ihre alten Tänze auf. Hunderte von Kur­gästen aus Bad Salzschlirf belebten das Bild und erfreuten sich an dem bunten Markttreiben.

Starkenburg und Rheinhessen.

oz. Offenbach, 2. Aug. Verhandlungen mit dem französischen Verbindungsoffizier führten zu starken Speckzufuhren, der lautOffeub. Ztg." für 4,40 Mk. pro Pfund verkauft wird. Auf den Kopf fällt ein halbes Pfund. Reis sind 160 Zentner eingetroffen für die Krankenhäuser, Man hofft auf weitere Lebensmitteleinfuhr. Auch die Metzgerinnung bezog einen Waggon billigen Speck, Pfund 7,30 Mk im Verkauf, während er bisher noch 10 bis 11 Mark kostete.

Lanbcrcö Wnickch" vormittag^ lick Fran E. Fnhrj SoiMNstt. 25l.\ M w te: cüemenHaEii'i'- >er gesuchl.

eidinitit. d.G.L

, Liebst- R°sn«!

**,u II X bxn ich mal inieder. Am liebsten käme ich »11 Tir. Aber Chaja ist ein alter «fitWav ich auch tue, um von ihr Deine SU erfahren, fit schweigt tote das Grab.

t't wütend, bif> ich für meine Briefe an Tich jjlcrio| 6-bie Vermittlung der Altar braucke und