Einzelbild herunterladen

der sich zum

spannung des vaterländischen Gebar

Innern, Berlin.

des

20.

Krankenautomobilen hierI zum Staat; bei der Neuordnung dar e die Kirche

war, nach Mainz verbracht.

sistornims inti> die Berücksicht i 71mg der Wünsckie ixu

(irrer. Ter Sv,

/

Die Republik Srotz-Heffen.

Herr Geheimrat Prof. Dr. Sommer schreibt uns: Infolge des Aufsatzes im Gießener Anzeiger vom 12. 1918,eine Republik Groß.Hessen", sind mir

nicht geschädigt werden, er forderte die Abschaffung her Patronatsrechke, eine Aniderung in bei Wakst der Kirchenvorstände, der Synoden und des 5hm«

schnitts'ommanderrr: Kommandntur Wiptx:rfürtb). 3. Von Honnefs bis Lorch ernschließlickH (Ab- schnifts.ommandeur: Kommandantur Westerburg) 4. Eon Lorch ausschließlich bis Zur Schwerzer Grenze (Abschnittskammandeur: Kommandantur

** Der Soldatenr at der Lagerkomman dantur teilt mit: Donnerstag vormittag war eine französische Kommission, bestehend aus einem General« I oberarzt, einem Stabsarzt und einem Hauptmann aus Mainz hier anwesend, um das Gefangenenlazarett zu besichtigen und sich von dem Zustand der Patienten zu überzeugen. Gestern nachmittag wurden 50 von ihnen durch eine französisch, amerikanische Kom« m 1 1 i t A n rm ft ahn/i O6*

Ein Telegramm Hindenburg».

Berlin, 2. Jan. DieFreiheit' veröffentlicht das angeblich vertrauliche Telegramm Hindenburgs an dasArmeeoberkommando Ob er oft, das sich gegen die Beschlüsse des Rätekongresses wen­det. Das Telegramm hat derFreiheit" zufolge fol­genden Wortlaut: Ich erkenne die von dem Zentral, rat der A.« u. S «Räte gefaßte Resolution betreffend Derordnung über das Heerwesen, insbesondere in b?r Stellung der Offiziere und Unteroffiziere nicht an. Ich bin der Auffassung, daß eine solche tief in das Leben der Ration und des Heeres einschneidende Verände­rung nicht von einer einseitigen Ständevertretung, sondern nur von der durch das ganze Volk berufenen Rationalve sammlung getroffen werden kann. Das Heer sieht nach wie vor zu der Regierung (Ebert und erwartet von dieser Regierung, daß die von ihr ge­gebene Zusage über den Bestand des Heeres und die Richtlinien über die Vefugnifse der Vertrauensmänner der Heeresleiiung als maßgebend anerkannt und da. mit dem Offizier, und Unterosfizierkorps ermöglicht wird, weiter Dienst zu tun. Ich bin in diesem Sinne bei der Regierung vorstellig geworden. Es bleibt des­halb bei den bisher gegebenen Befehlen.

Aus Staöt rind Land.

G ießen, den 4. Januar 1919.

Die gestrige Wählerversammlung der Ientrumspartei fand im Stadttheater statt und

führungen das Grundprinzip der Gennssrnsfreilunt lauf religiösem Gebiete, klynte alle unbeirrt) igteri (Singri ne des Staates in die Rechte der Stirne ab !unb gab einen Ueberblick über die l)essische Siirrficnx Verfassung und die reclstliche Stellung der 5?irrfie

Volksstaat der christlichen Kulturwerte niet entbehre» könne. Ihre Forderung sei Freiheit, Gleichheit, Ge­rechtigkeit und Ordnung. Hierauf ergriff Frau Rechts­anwalt Peters das Wort und machte cs allen christ­lich gesinnten Frauen zur Pflicht, an die Wahlurne zu treten, um zu verhüten, daß eine Trennung von Kirche und Staat damit im Zusammen ong eine (Ent- christlichung der Jugend und letzten Endes eine (Ent« christlichung des Familienlebens cintreten werde. Ge- rade die Frau als Hüterin des Family rtedc .s muffe es vor dieser Gefahr bewahren. Hierauf sprach Rechts« anwalt Ruh.Seligenstadt über die neue Zeit und ihre Pflicht. Der Katastrophe des deutschen Volkes gegenüber werde das Zentrum den Freimut und die Schärfe der Kritik haben. Bei der Schuldfrage dürfe man trotzdem nicht in den Michelfehler verfallen, ben Balken nur im eigenen Auge zu sehen. Auch di« feindlichen Staatsmänner hätten schwc s'r Schuld auf ihren Schultern zu tragen. Die Grunde des Zu- lammenbruchs sah der Redner in der langen Dauer des Krieges und der damit verbundenen Entsittlichung, in der Geheimdiplomatie, der lieber ähung der eig­nen Kraft und der der Bundesgenosien, der lieber»

«HMI SRnthrgnr M8 s-mneff -Mchlieblich («b-lpart« »«, mob« « »«Ion« 6« 3«,ur.r...paxu1

n, «--------; auf pnfittDem christlichem Standpunkt, sei aber nettw

konfessionelle Partei. Sie verlange die Freiheit jeoe» Einzelnen und sei der Ueberzeuzung, daß der neu«

eine Reihe von Justimmungserklärungen mit ausführ­lichen Aeußerungen zugegangen. Außerdem hat in der Deutschen (früher Norddeutschen) Allgemeinen Zei­tung, die der jetzigen Reichsrcgierung nahe steht, in Nr. 655 vom 25. Dezember 1918 Prof. Dr. Hans F. Helmolt in einem Aufsatz:Aufgaben der National- Versammlung 11." dazu in folgender Weise Stellung genommen:In den jüngsten Wochen waren an Be- strebungen, sich unter Losung aus Preußen zu ver­selbständigen oder sonstwie die deutsche Landkarte zu ändern, namentlich folgende zu verzeichnen: 1. (bett, die Republik Rheinland-Westfalen), 2.der Gedanke, aus Hessen-Nassau, dem Kreise Wetzlar und dem bis- herigen Großherzogtum Heffen einen Freistaat Groß- Heffcn zu bilden." Dann heißt es weiter:Unter dieser Voraussetzung will es mir scheinen, als ob folgende Neugliederung Aussicht nicht nur auf Billi­gung durch die Nattonaloerfammlung, sondern nament­lich auch auf organische Eingewöhnung Haden sollte:

1. Ost-und Westpreußen; 2. Schlesien,- 3. Branden« bürg; 4. Niedersachsen; 5. Hamburg; 6. Bremen; 7. Thüringen; 8. Odersachsen; 9. Rheinland-West« falen; 10. Hessen, das ist Hessen-Nassau, Exgroß­herzogtum und linksrheinische Pfalz mit 5 Millionen Einwohnern und der Hauptstadt Frankfurt am Main; angeschlossen: Heidelberg und Mannheim; 11. Schwa­ben, das ist Württemberg und Badens 12. Franken; 13. Bayern; 14. Oesterreich; 15. hoffentlich Elsaß- Lothringen.

Hier wird unter Nr. 10 mein Plan durch Hin« Zunahme der zur Zeit bayrischen Rheinpfalz, so- wie von Heidelberg und Mannheim in einer Weise erweitert, der ich besonders, was die beiden badischen Städte betrifft, vorläufig nicht zustimmen kann. Die angedeutete Aufhebung von Baden mit Verteilung an Württemberg und Groß-Hessen halte ich für einen Fehler, gegen den Baden selbst sicher Einspruch er« heben wird. Besonders wäre eine Hinzunahme von Heidelberg mit seiner Universität zu einem Groß­hessen, das schon drei Universitäten, Marburg, Gießen und Frankfurt, umfaßen wurde, für beide Teile bedenklich. Heidelberg gehört ethnologisch und g<-ographisch zu Baden. Anstatt dieses aufzuheben, wäre es sogar bester, Baden durch die Nheinpfalz vielleicht mit Ausdehnung der Grenze von Rheinhessen zu erweitern, wenuman dieRheinpfalzunterErgänzung van Bayern durch Salzburg und Tirol, wie es bei Helmolt unter Nr. 13 gedacht ist, abtrennen will. Helmolt zitiert dann die Worte von Nadolny in der Deutschen Allgemeinen Zeitung (oom So. 22.12.1918): Solche Umgruppierung kann nicht auf höheren Be- fehl der Nationalversammlung erfolgen; sie muß, als Parole ausgegeben, von den Gemeinschaften selbst ausgehen, die sich zusammengehörig fühlen" und sagt am Schluß:In der Tat, die Einzelgeblete müssen ihr Geschick und das ihrer Nachbarschaften selbst be­stimmen, allerdings nach reiflicher Prüfung auf ge­setzmäßige Weise. Der Nattonaloerfammlung bliebe dann die letzte Entscheidung darüber, gegebenenfalls eine linde Berichtigung verbesserungsbedürftiger Um. gruppierungen vorbehalten. (Eine Unmenge alten Unrechtes und Unrates würde mit dieser Dismem. brierung Preußens und dem, was sie im (Befolge hätte, weggeräumt werden, zum Heile des gesamten aus tiefer Not und Zerschlagenheit sich neu erhebenden Vaterlandes." Es ist also jetzt tatsächlich notwendig, sich über das Schiksal des alten Hestens und des bis­herigen Großherzogtums klar zu werden, damit nicht bei der Verfassungsarbeit der Nationalversammlung ungenügend vorbereitete Deschlüste mit Ucberraschnn- gen gefaßt werden. In dem Programm der politt- schen Parteien kommen diese wichtigen Fragen bis. her nicht gunr Ausdruck, es ist daher nötig, sie un. abhängig von den Parteien zu behandeln, was ge- schehen wird. Dabei muß, wenn das alte Kurhesten mit Kastel ebenso wie Nastan und der Kreis Wetzlar in dieses Groß-Hessen eingezogen wird, vor ollem die Frage geprüft werden, wo die Ientraü dieses Gebietes liegen soll, das Helmolt in seinem Aufsatz den südwestdeutschen Eckfeiler des Reiches nennt.

Zur Besprechung dieser Fragen soll noch vor den Wahlen zu der Nationalversammlung am Sonntag den 5. Januar, früh 11 Uhr, eine öffentliche Ver­sammlung in Gießen stattfinden.

Dem ber habe Luden borff der Reichsreg-ierung durch den Kriegsminister mitlrilen lassen:

Sagt, was Ihr von mir wollt, ich arbeite nicht gegen Euch, stelle mich vielmehr, unter Wahrung meiner Ueberzeugnng, lohnt auf den Boden des durch die Abdankung des Kaisers (Sftooibeiten. Aber ich muß um Euren Schutz gegen die Nachstellungen und Bersolgungen un­reifer, gegen mich ausgehetzter Elemente bitten, nicht um meinetwillen, sondern für diejenigen, die mich anfznnehmen bereit sind. Seid Ihr praktisch nicht in der Lage, mir diesen Scl/utz ui gnoähren, dann bitte ich um Euer Einver­ständnis damit, daß ich für einige Zeit ins Ausland gehe, bis sich die Verhältnisse in Deutschland wieder gefestigt haben. Ich betone fcbrr, daß ick darauf warte und jede^rit bereit bin, Rechenschaft über mein Handeln und Wollen vbzulegen."

Am Abend desselben Tages Würbe Ludendorfs sMitgeleilt, die Neichsregierung sei mit ferner Reise in Has Ausland einverstanden. Es wird dann weiter ausgeführt, daß Ludendorfs durchaus der Marrn sei, seine Geschäfte selbst zu führen, und die Zeit kommen werde, wo er seinen Angreifern onttoorten werde. Alle Wett erzähle jetzt, Luden dorff habe durch seine maßlosen Forderungen einen Verständigunasfti.-den verhindert. Demgegenüber erhebt der Verfasser die Frage: Hatte denn bk Äkichsleitung. als sie sich auf den Boden des Ver- Mndigungssriedens stellte, irgenbeate Gewißheit, daß ein leidlicher Friede jeden Tag zu haben fei? Diese Frage heische Antwort, denn der unselige Glaube, es wäre bei gutem Willen ein leichtes ge­wesen, zu einem Verstäirdigungsfrieden zu ge­langen, Ijabe in erster Linie Hermat und Front tampfmübe gemacht. Seit Ludendorss im Aligus: 1916 in die Oberste Heeresleitung berufen wurde, sei ihm von feiner Seite, auch nicht txm der Neichsleitnng, die Möglichkeit eines solchen Frie­dens gezeigt worden.

Der Verfasser kommt dann aus die Vorgänge irmnittelbar vor dem Rücktritt Lrrdendorffs zu sprech.m. Ludendorss drängle nach energisckvm Hairdeln, die Lage in Europa mußte sich verschlech lern imb jede Verschttchtcricng mußte ungünstig auf die Verhandlungen wirken. Nicht Nerven- Zusammenbruch, nicht Zagl)afttgkeit oder Furch! waren der Grund für das Drangen Ludendorsss, sondern die klare inü> wohlliegründete Ueberlegmug. Die Lage kann sich verschlechtern, je sckstechter aber die militärische Lage ist, um ssHchm'rer 1 Derben die zu erwartenden Bediugmtgen fein. Ludendorss verttat, nachdem der Beschluß, in Verband! ringt" einzutreten, gefaßt toordeir war, daß jedes iocitcrc Blutvergießen, auch nur um 24 Stunden, ver mieden werden müsse, da jeder Augenblick zur Verschlimmerung der Lage, ja selbst zum Durch druch führen könnte. Aber Lrrden dorff bat niemals «sagt, die Westftmtt ist nur noch 24 Stundeir zu halten. Auch betonte er scharf, daß bei Bcdingun gen, die das deutsche Leben i>edrobten, toeiter ge kämpft werben müßte, solbst auf die Gefahr, hin geschlagen zu werde,:.

Prinz Max von Baden schreibt in seiner kürz lich veröffentlichten Darstellung dieser Vorgänge Nunmehr erklärten die militärischen Autorttäten, daß sie sich in ihrer Beurteilung der Lage am 1. Oktober getäuscht hätten. Prinz Max-re sagen, welch" militärische Autorität bas erklär: habe: Ludeirdorsf war es nicht. Er habe den seit August l>e schritte neu Weg nicht verlassen. Der Ar­tikel schließt:

Subenbinff ist gegangen, schwerstm Herzens und voll Bitterkeit. Nie war ein Menschmlos harter. Klarsten Erstnmens, treuester Hingabe und stärkstem Wottcw blieb nafr? vor dem Ziel bo . Vollbringen vevstigt. Haß und Verleumdung sind ihm gefolgt. In guten Tagen jubelnde Hnmnen, in der Folge gehässige Angriffe. General Silben- dorff ist jederzeit bereit, für sein Handeln einzu-

........ ... - .... ..bschmtte: 1. Vo über holländischen Grenze bis steh<-n, aber eines darf er beanspruchen, nicht un-, nördlich vom Brückeirkopf ^ölir-Ratu gen (91b- gehört verurteilt zu werden. I schnittslomuumdeur.^ Xvuimaiüxuitut ALescl). 2,

Karlsruhe).

1. stkicht wehrpfl'chttge Zivilverlonen erhalten die Erlaubnis zur Einreise in das besetzte Gebiet von dem Kommandeur desjenigen Abschnittes ber neuttalen Zmte, in dessen westlicher Verlängerung bas Reiseziel gelegen ist. 2. Ordnungsgemäß eitt- lassene Wehrmlich'ige, welche vor dem Krieg 11. 8. 1914) nicht in dem besetzten Gebiet gewohnt haben, erhalten die Einreiseerlaubnis ebenfalls je nach der geographischen Läge ihres Reisezieles Poq dem obenerwähnten zuständigen Abschnitts­kommandeur. 3. Ordnungsmäßig entlasseiteWehr­pflichtige, die schon vor dem Krieg int besetzten Gebiet anfässuk ivaren, dürfen ohne besondere Er­laubnis einrersen. 4. Ordmmgsmäßig aus dem Militärdienst entlassene deutsche Dämmte, bereit Familien sich bei Kriegsausbruch auf dem linken Nl-einuser befanden ober erst im Verlauf des Krieges dorthin gekommen sind, dürfen ebenfalls ohne besondere Erlaubnis einreisen. Entlassungs­papiere, die etwa von Soldatenräten ausgestellt sind, gelten bei dem Oberkommando ber Allierten nicht als ordnungsmäßig. 5. Zivilpersonen, denen zur Vorbereitung der Wahlen für die Naftonal-- verfammlung eine ber Leitnirgen der Pol irischen Parteien Deutschlands einen besonderen Auftrag für die Wahkgitation im besetzten Gebiet erteilt hat, erhalten Einreiseerlaubnis vom Neichsamt

Eine norwegische Stimme über den Frieden.

Kristiania, 2. Jan. (WTB.) InTagbladet" tritt der Stört hing Präsident in warmen Worten für den Frieden ein, um den jetzt die ganze Welt einen harten Kamps auskämpse. In diesem Streit könnten bie Neutralen nicht unbeteiligte Zusciumer bleiben, sondern sie müßten aktiv am Ausbau eines Friedens mitarbeiten, txm dessen Ge­staltung auch ihr nationales Dasein abhängig sein werde. Aber der Widerstand, den es hierbei zu über« nnnben gäbe, sei mächtig. Deshalb scharten sich letzt alle, die mit Sorge und Bekümmcrung den Frie­den in Gefahr sähen, um Wilson, zu beffen Ein­fluß sie noch Vertrauen Tratten. Aber die ganze Welt sei mit ängstlicher llnfid>crbcit erfüllt. In Deutschland sei das atte System völlig zusammeu- gebrotlten, aber es seien in dem rmglücllichm Lande anarchistische Zustände zu besürrtsten, toeitn nicht Deutschland durch den Frieden die Möglichkeit für einen wirtschaftlichen unb nationalen Ausbau er­halte. Leider zeigten aber die Sieger hierfür kein wachsendes Verständnis, im Gegenteil, es deute vielerlei auf die Ausbreitung einer bedauerlichen Reaktion hin, sonne darauf, daß der Geist des Im­perialismus, des Machtgläubnrs und des Mili­tarismus, den man bei Deutschland so lange und opferfreudig bekämpft habe, jetzt sein Haupt wieder chei den Siegern zu erheben suchte. Jetzt predige man offen einen Giemaftfrieben, der nur Erbitte­rung und Rachcgesühl bei den Bestersten Hervor­rufen und die Keime zu neuen Kriegen in sich tragen müsse. Lius allen Schichten der KrieNuhrendeer und Neutralen steifte zu Wilson, von dem das Schicksal der ganzen Welt abhänge, ein Notschrei auf, daß er an fernen 'Grundsätzen für das zukünftige Zu­sammenleben der Nationen im Völkerbund festhalre, damit nicht alles Blick in innen Jahren vergeblich geflossen sei. Bei dieser furchtbaren tirge könne nie­mand ruhiger Zuschrner bleiben. Alle hätten die Berpfliclftung, ihre Meinung offen herauszufagen. Tie norwegische Regierung sollte deshalb die Jnr- tiative ergreifen, damit ber Stört bin g iirfammm mit den Naticnialversammlungen der übrigen mckdi- fdjen Li eiche eine (rntfdjiie&ung fasse, rvorin der brennende Wumch nach einesn Frieden zwi- s ch e n allen V ö l k e r n auf der tzft-undlaae von Wilsons Gnindsätzen zum Ausdrrlck koimne, fowir der Wunsch stiorwegens, einem Völkerbund aller Völker beizutreten, der in freundschaftlichem Zu- sammeimürken wiccher aufbauen könne, was der Krieg zerstört habe.

Aus der belgischen Arbeiterpartei.

A m st e r d a m, Z. Jan. (WTB.) WieAl- gemeen Handelsblad" aus Brüssel meldet, tnurde bei der Beratung der Leitung der bel­gischen Arbeiterpartei am 1. Januar über die Frage der Teilnahme an der Lausanner Kon­ferenz Huy sm ans wegen des Zusammen­gehens mit den deutschen Mehrheitssozialisten angegriffen. L e q u e u sagte, die belgische Ar­beiterpartei rönne erst dann mit den deutschen Sozialisten zusammcnkommen, wenn diese ihre Mißbilligung über die Unterstützung der imperialistisck)en Politik ausgesprochen haben würden. Das scheint auch die Ansicht der Mehrheit der Parteileitung zu sein. Wau- t ers sagte> der Krieg sei noch nicht aus. Ein Jusammengel?en mit Sck)eidemann würde eine törichte Brüskierung der öfsentlick)en Meinung sein. Vandervelde sagte, er sei nicht immer derselben Ansicht wie Huysmans gc- inesen. Stockholm wäre für die Internationale eine Katastrophe geworden. Aber Huysmans habe sich nicht vor der Parteileitung, sondern vor der Internationale zu verantworten. Er, Vandervelde, denke über die deutschen Mel>r- heitssozialisten nicht viel günstiger als Lequeu. Aber jetzt, wo der Krieg tatsächlich vorbei sei, fei die Frage, ob manmitderdeutschen Mehrheit zusammenkomme oder nicht, nicht mehrvongroßer Bedeu­tung. Er n»erde ihr bei Gelegenheit selbst scharfe Vorwürfe machen. Mit Rücksicht aus den Völkerbund unb den Kamps gegen den überall auftauchenden Länderhunger, der in 20 Jahren wieder zu einem Kriege führen könnte, sei der Zusammenschluß aller Kräfte erwünscht. Rach der geschickten Verteidigung Huysmans, der sich Vandervelde anschloß, und oie Internationale als unentbehrlich in dem Kampfe gegen den Chauvinismus und den ^künftigen Wirtschaftskrieg erklärte, beschloß Die Parteileitung auf Antrag Vandervcloes, sechs später zu ernennende Delegierte ohne be­stimmte Rkandate zu der interalliierten Kon­ferenz nach Lausanne zu entsenden, aber die Frage der Teilnahme an der internationalen Konferenz noch näher zu erivägen.

'Ter Verkehr mit den deutschen besetzten Gebieten.

Berlin, 3. Jan. (WTB.) Die demsche Waffenstillstandssommifsion teilt mit: Do über die Brstimnkulgen, ivelche für die Einreise in das Don der Enteitte besetzte deutsche Ge­biet gelten, vielftch UnNarhcit herrscht, wird folgenbti in Erinnerimg gebracht: Die neutrale Zone zerfällt von Norden und) Süden in vier

watt ber Ossift-we in die,em Volksheere. Weitere Auskünfte erteilt die bmi Leutnaitt Mulzer gZettele Geschäslvs.ellc des National Verbandes, Eerliu- Tempelhof, ftuingimbeuftrnbe 5. Auch die Deutsch nationale Volkspartei (Ber­lin SW. 11, Bernburger Straße 24/25 L Ixit einen Ausschuß für Offiziere begründet, der bei der Regierung bie Belange ber O,ftfteve zu Der» treten hat. Tic Geschäfte dieses Ausschusses führt Major Solger, Berlin N 39, Reiniacitdorfer Straße 4.

Gewerkschaftlicher Zitsammenschlust der Akademiker.

Ter Reichsousschuß der dlkademifchen Vcrufs- ftände, dem bereits 220 000 Akademiker bei getreten sind, erstrebt den gewerlfchaftlickrezr Strammen sÄuß ber atabemi>dien Bcrussstäirde einWieüIicb ber Student en zur Wahrung der gem'ftnsamen Interessen imb zur Förderung der beutfrf'e;1. Kul­tur. Er tritt für die Freiheit der Wissensch.rfl unb ber geistigen Arbeit, sowie für ben Ansdcui ber hentfrt)Cii Hochfrtutlcn ein und iordert für Ange- ftorige aller Fakultäten die Möglichkeit, in ben Verwaltungsdienst zu treten. Er verlangt ferner au^reirtym >e V^'soldung für alle geistigen Arbeiter fcntb für die Akademiker höheres Einiommen in Rücksicht eno ben Außvcmd für die Ausbildinig, im freien Benise Schutz gegen unlauteren bewerb: für die Beamten das Recht, mit 60 Ja I ren init Höchstpension in den Ruhestand zu treten, Er­höhung der Pension und Bezüge der Hinterblie- ^nen, Entschädigung der Anurirter während bet Wartezeit, Stftxmdien für den Borbereittingsdie'itst; Kammern für sämtliche akademischen Stände, Peit- sions- mtb llnterstutzungskasse für freie und nicht beamtete Akademiker, Stellenvermittlung, Berufs­beratung, Regelung der sozialen Fürsorge für Stu- hcittm. Vor ollem fordert er die foforttge Ein­berufung der Natümalveriammlimg und eine feiner Dedeutmrg eiftkprechende Vertretung in der Natio­nalversammlung, um babin zu wirken, daß in dem künftigen (^nnetniDefen die Arbriismöglickckrit der geistigen Arbeiter gesichert ist. Auch für die Zwi­schenzeit werden entfpretbenbe Forderungen auf» (gcftcUt. Ter Reichsnusscknlß treibt keine Partei- volittk; er verlangt aber von feinen Mitgliedern, daß sie sich einer politischen Par!ei airsthließen, um fomerbalb der Partei für die Ziele des Verbandes $u wirken.

Ausftmft erteilt: Reichsausschuß der Dka^emi- schnt Vcrr sstäude, Berlin E. 2, Dureauhaus Börse, Burgstraße 28, Zimmer 37, 2 Tr.

Ludendyrff; KoHe beim Kriegsende.

Berli n. 3. Jan. Zu den zahlreichen An- 'ßriffen auf Ludendorff nimmt imT a g" eine offeulmr gut unterrichtete Persönlichkeit das Wort, umFeststellungen im Interesse der Wahrheft^ zu marhen. Dabei bespricht sie in erster Lime ben Rücktritt des Generals. Am 13. N^

mar ftl)r gut, befonöers auch von Fraueu, besucht stttorttimS UM» kne VerücksiäftlMNg d Reccksanwalt Peters eröffn eie als ckorsihender die OXmernden bei der Anstellung der Pfarrer. Ter Svi Dervimmtung unb legte bas Programm ber Zentrums« ziatdernokrat Stephan wrdert^ FrriheiL beä

nationalen Egoismus auswuchs, ber Verkennung des Rechtsgcdankens, der unter cen Völkern aufgerichtet werden sollte und in einer Uebertrc ung des Macht- 'gedankens, und in einer Dernachläfsigun.; der politt- chen Kriegsführung gegenüber der polittschen Offen- ioc der feindlichen Staatsmänner. Weitere Gründe eien das Fehlen des sozialen Leutnants mit staats­bürgerlicher Erziehung, die falsche Politik im Innern, die mit allem zu spät kam und ganz besonders das System der Verhetzung, das der Sozialismus von Innen nach Außen getragen habe. Die Revolution habe das Maß des Un-stücks voll gemacht. Die rote Fahne sei das Leichentuch Deutschlands ge- worden. Die Schärfe der Waffensttllstandsbedingungen stehe im Zusammenhang mit der Revolution, die uns machtlos gemacht habe. Wir brauchten Frieden, Ordnung, Brot, Freiheit, Arbeit. Wer sie bringe, sei willkommen. Die deutsche Revolution habe noch keines dieser Güter gebracht. Sie bringt einen schlech­ten Frieden. Sie habe die polnische und tschechische Gefahr über das entwaffnete deutsche Volk a_e- bracht. Sie habe eine Klassenherrschaft in Willkür und ohne Recht errichtet, der wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenbruch, die Gefahr der Hungers­not, die Unsicherheit des persönlichen (Eigentums und eine Kirchenfeindlichkeit verschuldet. Die Revolution könne keine Lebensnotwendigkeiten schaffen. Der Ueberm litarismus habe uns um den Sieg gebracht, die Revolution sei daran, uns um den Frieden zu bringen. In die deutsche Nationalversammlung und hessische Volkskammer gehörten 3beenDcrtreter, ow große Zukunftsgedanken vertreten, und keine Inter­essenvertreter. Die christliche Dolkspartei des Zentrums biete hierfür die vollste Gewähr. Wahlteä nisch be­merkte der Redner noch, daß für eine Ver­bindung der Wählerlisten des hessischen Zentrums mit den früheren Nationalliberalen und dem frü« Heren Bauernbund Derstündnis vorhanden fei. - Hieraus führte Rechtsanwalt Schröder-Friedberg in längerer Ausführung an Hand der Geschichte des Zentrums ben Nachweis, daß das Zenttum eine nicht konfessionelle christliche Partei sei und dies jederzeit durch die Tat bewiesen habe Das Zentrum sei der parlamentarische Träger der deutschen sozialen Reform gewesen. Zum Schlüsse dankte der Vorsitzende allen Anwesenden für ihr Erscheinen, fo berle zu reger Werbetätigkeit auf und teilte mit, daß auch die hes­sische Ientrumspartei ein Wahlbureau in Gießen et- richten werde.

** Trennung von Staat und Kirche In der gestrigen, felyr stark besuchten dffetttlirtrn Versammlung ber Deutschen dem-ftratischeu Partei im Fürstenhvf widerlegte zunächst Professor Tr. Bo u s f e t den ber Partei gemachten Vorwurf, he drücke sich um diese Frag« herum, und sie unter-- scheide sich in dieser Frage von der national libe­ralen Pariri; er befinde sich nrit seinen Au ft ü Ir­rungen in liebertinftirnmiing mit den anfgestellttn Kandidaten und mit der Zentral leitung der Dem»- frntifd)en Pariri. Sodann ging er in ausführlictrer Weise auf das Problem ein, er schilderte das mittel* elterliche Kirckienwrien, wo Satt und Stirdjc zu­sammen eine Einheit bildeten unb oft um die Vor- berrfdyaft stritten, Ivie Luther durch die Zertrümme­rung der Hierarchie eine Trennung des weltlirt^n Regiments von dem kirchlichen Staate fx>r^-rte aber nicht durchdrang, wie benut in den einzelnen Staaten die evangelischen Fürsten die Oberer iMer and) der Kirche waren, wie im modernen Staate, in dem jeder nach seiner Fasson selig werden konnte, das System der privilegierten Ktrchen eirtftwio und im 19. Jahrhundert in der evongeliscl)en Kirckte kirchliche Belwrdert eingesetzt wurden urfb ixe Laien­vertretung darin Platz fand, aber der Landr^i^rr immer als oberster Bisckwf die kirchlichen Gesetze ihnftionierte. Mit dem Rücktritt der Fürsten sei fiim eine Neuordnung nötig geworden, die in Frankreich radikal durchieführt worden sei, wie tnrt jetzt auch bei uns der derzeitige SVnltu ZMinister Adolf Hoffmann zu tun beabsich.igt habe. Er pernrie.- mf Holland, England, Älmerila mtb den .ManUm Basel, der uns als Muster dienen tbnnc; er verlangte die (Erhaltung der Vottokirche, in die jeder Ira irin- geboren tverbe und in der jeher das Wahlrecht habe, solange er nickst aus der Kirche aus-getreten sei. Des­weiteren fori>erte er die finanzielle St stellun^ ber Existenz der Kirche durch das Rottt der Be- fbcucnmg, überhaupt eine Lösung der Frcuze durch wohlwollende Achtung vor den Skditen ber Kirche; ferner die Lluftecksterhattung des Religionsuntev« richtes in der Schule im Rahmet, des ge'anrtni staatlich-.m Unterrichtes unter Ausschluß dr-s ttJe- nüssenszwanges gegen Lehrer uitd Kinder: der Religionstmterrickst solle getrennt nach Konsessio. nen, aber keine-kirchliche Vorbereitung fein, er s.rtle die Glaubenslehre ausschließen, sich mis die biblinl-o Geschichte brichränken und frei oon Jnwleranz freu. Die theologische Fakultär der Universität müsse durch Umwandlung in eine religiöstvissensck>aftli ft- plbteihmg erbalten bleiten, das Dognuriische grijüre fns Seminar. Tie .stvnsenmtiven hätten nntev Stöcker früher die Tretrnung von Staat und Kirche durchmhrctt wollen, um die liberale Miirderheit zu- gi rüsten ter Oribohnrie aus der 5tird)c hinaus zu« treiben. Prof. Michel forderte in seinen AuS»