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Kardinals zu verzeichnen. Der Kranke ist Allerheiligentag mit den Sterbesakramenten

des am ver-

Vergarbeiterstreik.

Amsterdam, 1. Nov. (WTB.) Nach einer Meldung der Evening News aus Neu- York ist der B e r g a r b e i t e r st r c i k ausge­brochen. 500000 Arbeiter legten die Arbeit nieder. Der Streik ist aber nicht allgemein. Nach einer weiteren Meldung aus Neuyork schätzen die Arbeiterführer die Zahl der am Streik beteiligten Bergarbeiter auf 377 000 Mann.

Strafverfolgung M früheren König» von Bulgarien.

Versailles, 2. Noch. (WTB.) Nach entern Telegramm aus Sofia wurde eine Strafver­folgung gegen den früheren König Fer­dinand und den General Sawow einA-leitet, Neil Sawvw auf SSeranlajTimg des Wnigs die deutsche Militäridmmissivn in Sofia veranlassen trollte, mehrere deutsche Tivisivnen nach Bulgarrertz zu senden, um gemeinschaftlich mit dem bulgarischen Heere die Heere der Entente anzugveifen.

Vie Kämpfe gegen Petersburg.

Helsingfors, 2. Nov. (Wolff.) Ha Vas meldet amtlich: In der Richtung auf Pleskau griff der 'Feind mehrere Dörfer tut, wurde fedoch zurück­geschlagen. Die Kämpfe gegen Peters­burg halten an. Wir halten uns auf der Linie SerewoKaplisaknBogilowo. Unsere Truvven befinden sich westlich von Kipen in den Dörfern Glubowo und Bittino.

ES dämmert.

In Nr. 55 derGenferFeuille" findet sich unter der Uebersckrift:Die zwei unzufrie­denen Schwestern" folgend" derVaque" vom 16. Oktober entnommene hübsche Notiz über Elsaß- Lothringeu:

Als unsere Revanchehelben einst nach der blauen Linie der Vogesen starrden, träumten sie, wie sie sagten, davon, denteuren Provinzen" Freiheit und Glück zu bringen.

Diese Politik hat uns 1,5 Millionen Menschen und 350 Milliarden Franken gekostet.

Aber das spielt keine Rolle: die beiden Schwe­stern sind befreit!

Doch man hat ihnen weder die Freiheit ge­geben der Schrecken der MilitLrherrschast lastet auf dem elsaß-lothringischen Proletarier

erkrankt. Da eine Herzkomplikation hinzugetreten ist, ist eine Verschlimmerung im Befinden

Zement, Eisen, Stahl, Backsteine und Ziegelsteine der Ermächtigung. Außerdem seien Briefe und Telegramme gestattet und die Wiederaufnahme geschäftlicher Verbmimng mit dem Feinde sei stvaf-

i'ckusses des Völtervercins den Marchill Foch betreuen Tie französischen Zeitungen machen ihreririts '

alli erten I

Eine Feier der Berliner Presse.

Berlin, .3. Nov. (WTB.) Dem heutigen Reichstagskonzert des Vereins Ber­liner Presse, in der der bisherige Hofschau­spieler Clewrng mit glänzendem Erfolge MM ersten Male als Heldendenor auftrat, wohnten der Reichspräsident Ebert, Reichskanzler Sauer, di« Reichsminister Noske imb David, Ministerpräsident Hirsch und eine große Anzahl führender Person - lichkeiten bei.

Die Kohlennot.

Koblenz, 2. Nov. (WTB.) In einer Sitzung des parlamentarischen Beirats beim ReickS-

Aur Sem Reiche.

Der frühere Chef des militärischen Rachrichtenwesens.

Berlin, 2. Nov. DieDtsche. Allg. Ztg." veröffentlicht eine Zuschrift, worin es heißt: Maß­gebende Perwulich-ikett für das gesamt.' Nachrichten­wesen blieb bis Ausbruch der ÄüJoüitim Oberst-

lentnant Nicolai. Man würde also Tingen Gs» ita't antun, wollte man Lethmanns Zurück­haltung so deuten, als wünsche er die militärische Nachrichtenstelle zu decken. Tas Kriegspr'sseamt war einzig und allein von der Nachrichtenabteilung des Großen Hauptquartiers abhängtg, also nur Uebermittelungsstelle. Tie Anr:g mg derMagde­burger Leitung", wonachi Nioolai vor ten Unter­suchungsausschuß gehört, sollte befolgt werden.

Bctriebsrätegcs.'tz und Demokratische Partei.

Die demokratische Parteikorresponden-, schrcibt parteioffiziell:Die Frage des Betriebsräten gesctzes und die Stellung der Deutschen demo­kratischen Fraktion in der Nationalver­sammlung zu diesem Gesetz hat in letzter Zeit außerordentlich viel Beunruhigung geschaf en. Da über die Ausgestaltung dieses Gesetzes noch nichts Endgültiges vorliegt, war selbstverständlich eine große Zurückhaltung in öffentlichen Kundgebungen zu vieler Frage geboten. Tie Lag? ist aber be­dauerlicherweise von politischen Gegnern der De­mokratie dazu ausgenutzt worden, um vollkommen falsche Darstellungen zu verbreiten, und e£> ist den Urhebern so irreführender Gerückte offenbar ge­lungen, die so Wie so schon vorhandene Verwirrung noch zu Steigern. Unter diesen Umständen erscheint es doch geboten, hierdurch das Folgende in aller Oeffentlichkeit festzulegen:

1. Entgegen allen anderen Nachrichten ist die Fraktion in ihrer Abstimmung über das Betriebs-, rätegesetz vollkommen frei. Sie ist in Liner Weise durch die dem Eintritt in die Regierung vorangegangenen Verhandlungen gebunden. 2. Heber eine zweckmäßige Ausgestaltung des Ge-> setzes schweben zur Zeit noch die Verhandlungen irmerhalb der Regierungsparteien. 3. Die Frak-> tion der Deutschen demokratischen Partei in der Nationalversammlung ist entschlossen, vor einer endgültigen Stellungnahme zu diesem höchst wich­tigen Gesetz, das Lebensinteressen dec deutschen Wirtschaft berührt, in breitestem Umfang ^ntei> ef fenten aus Arbeitgeber- u n b Ar­beitnehmerkreisen der Partei zusammen­zuberufen. ihnen die politische Lage eingehend darzulegen und eine gründliche Aussprache mit ihnen zu haben, um so Unterlagen für die endgüte ttge Stellungnahme zu dem Gesetz zu fdxwicn. Hieraus ist zu epehtrn, daß alte Bei-aupnrurgm die schärfste Zurücknxisung verdienen, welche den deutschen Demokraten eine von sack fremden Gri sicktsptmtten beeinflußte Stellungnahme zu diesem Gesetz unterschieben wollen." '

Streik der Angestellten.

Berlin, 3. Nw. Tte kaufmännischen An­gestellten in Industrie, Handel und Verkehr beschlossen heute, in dm Ausstand zu treten.

Haases Befinden.

Berlin, 3. Nov. SautSotaf an seiger" hat sich der Zustand des Abg. H a a)' ? im Lause des cgi tri gelt Sonntags wieder etwas gebessert. Das Fieber hat nachgelassen und die Herztätigkeit hat sich gehoben. Komplikationen sind im Augen­blicke nicht zu befürchten.

Kardinal Hartmann schwer erkrankt.

Berlin, 3. Nov. Wie demBerl. Tagebl." aus Köln berichtet ward, ist Kardinal Hart­mann seit einigen Tagen an Gesichtsneuralgie

Uns dem besetzten Gebiet.

DerEntente-Gencralstab" für das besetzte Gebiet.

Genf, 31. Ott. Ueber die Errichtung eine? Ententegeneralstabes unter dem Defohl des Mar­schalls Foch teilen die froTrzösiichen Zeitungen jetzt mit, daß es sich darum hantele, eine einheit­liche Leitung Herzustelten für die im Fri'dens- vertrag vorgesehene Besetzung der teutschen Ge­biete. Die ftanzösifchm Zeitungen ^eröffnen da­bei bereits eine Polemik gegen Amerika und geben zu, daß die Vertreter der Bereinigten Staaten in Paris ernste Bedenken gegen den Vor­schlag erhoben haben, Marschall F o ch an der Spitze eines interalliierten Generalstabes zu lassen. Sie macken ge'bend, teß Frankreich ber'its dlirch Bourgaois aus der Friedenskonferenz derartige An­träge gestellt habe, die jedoch in den Verhand­lungen an dem Widerstand Wilsons gescheitert seien. Nack' vem FriÄ>msvertrag solle die Be­setzung des linken Rheingebietes in Zukunft unter die Aussicht des Ausschußes des Bölkervereins ge­stellt werden und es sei mtzunehmen, daß. Wil­son nicht bereit fei, mit der Leitung dieses Aus-

M alb-,3tegen.,5^f', ;5-, Aiardei-, 3ltis-, ini) fianin«) höchsten Preisen MlMng

stifte siegel Wt, ich bs Ar, röie.

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Lin französische; Anerbieten wegen de; Au;tausche; öts Saargebiete;?

Berlin, 1. Nov. (Wolff.) Bon zuverlässiger ©rite gingen der deutschen Regierung Nachrichten zu, daß int Saargebiet Gerüchte verbreitet werden, wonach die deutsche Regierung an die französische Regierung mit tem Llner bieten herantrat, das Saargebiet sck-on fetzt gegen die Ueberlassung eines en tjpre dienten KoLoüialbesitzes endgültig an Frank­reich abzutreten.

Wir sind zu der Festsetzung ermächtigt, daß selbstverständlich an dieser schamlosen Behauptung teilt wahres Wort ist. Die deutsche Reginung ver­trant daraus, daß der gefiutte Sinn der Deutschen im Saargebiet selbst die Möglichkeit eines solchen Planes nicht in Betracht zieht. Deutschland ver­gißt das Saartecken nicht und ist überzeugt, daß das Saar gebiet auch in diesen schweren Zeiten sein Deutschtum hochhalten und die Zugehörig- tert zum Mutteilande betonen wird.

Lache zu untersuchen. Beim Zusammmlveten ne- ien ixe Muangekvmmenen schon, sie b ieten übw- l>aupt nicht hier. In Hamburg sei ihnen 17 Mk. ie Schicht und freie Verpflegung versprochen wor­den, man habe He betrogen. Einer fugte hinzu, er brauche 20 Mk. täglich, für Zigaretten. Anvere riefen, sie gingen wieder nach Hamburg, da te- lämen sie w<ch-72ttlich 45 Mk. und brauchten dafür ntchts zu tun. Atte Bemühungen des Betriebs- fül;rerd und der Betriebsratsmitg über, die Leute über die hiesigen Arbeits- und Lobnverhältnisse auszuklären und zu einem ruhigen Verhalten und zur Arbeitsaufnahme zu bewegen, waren erfolglos." , . Aehnliche Vorkommnisse, wie sie hier ge- lchildert sind, werden von einer Reihe anderer Zeckten gemeldet. Vielen Erwerbslosen, die in letzter Zeit mit den Arbeitertransporten ins Rubrgebiet gekommen sind, fehlt der ernstliche Wille zur Arbeit; ihr Bestreben ist darauf ge­richtet, Unruhe unter den Belegschaften zit stif­ten, sie verschwinden in der Regel nach einigen Tagen wieder, um den bequemeren Beruf der Arbeitslosigkeit wieder aufzu- nehinen. Andererseits muß festgestellt werden, daß diejenigen Leute, die wirklich arbei­ten wollen, auch eine ihnen zusagende Be­schäftigung g ffunden haben. Namentlich wissen die verheirateten Stute die besonderen Vor­teile, die der Bergmann im Vergleich zu andern Arbeitern genießt, wie kürzere Ar­beitszeit, Bezug von Deputatkohlen die Kohlen werden den Arbeitern zu einem kleinen Bruchteil der Selbstkosten geliefert wohl zu schätzen und haben auch vielfach bereits ihre Familien ins Ruhrgebiet nachkommen lassen. Die! Belegschaftsziffer im Ruhrgebiet ist seit Juli dieses Jahres um mehr als 30 000 ge­stiegen, eine weitere fortlaufende Zunahme steht zu erhoffen.

wagen an einzelne Güterzuge ermöglicht wer­den. Die Arbeit, die uns allein aus dem großen Elend, dem wir jetzt ausgesetzt sind, wieder befreien kann, wird nidjt gesperrt und soll auch nicht einen emsigen Tag eingestellt werden. Wenn es gelänge, den fremden Machthabern vorzuführen, welchen Raubbau sie an ihren eigenen Wirtschaftsinteressen be­treiben, indem sie uns den überaus knappen Kohlenvorrat und die unzulänglichen Trcnts- portmittel für ihre eigenen Ztvecke iroch mehr kurzen und abschneiden, mürbe ein weiterer Schritt zur Sicherung unseres Wiederaufbaus geschehen sein.

Berlin, 1. Nvo. (WTB.) Auf Grund der die wirtschaftliche Demobil-nachnmg betreftenben Be­fugnis wird nach Maßgabe des Erlasses tetr, die Auflösung des Reichsministeriums für wirtschaft­liche Demobilmachung vom 26. April, Reichs- Gesetzblatt 438, mit Rücksicht auf die Transportny t und die SSerbefierimg ter Kartoffel- imb Kohlm- berforgung in Ueberehrftinunuitg mit den Eisen- balynberl Haltungen der Länder an geordnet, was folgt:

1. In der Zeit vom 5. bis 15. No­vember einschließlich ist auf sämtlichen, dem öffentlichen Verkehr bienenten, tellsourigcu Haupt- und Neteneisenbabneu der gesamte Personenverkehr einzustellen. Aus­nahmen sind nur zulässig zur Abwicklung des unbedingt notwendigen Arbeitervertebrs und des Vorortverkehrs der Großstädte.

2. Nach dem 15. November dürfen auf den ju 1. bezeichneten Bahnen bis auf weiteres für den Personenverkehr nur die im Interesse der Erhaltung des WirtsdxfftSlebens unbedingt not- trenbigen Züge gefahren werden. Tas Reichs- vertelstsministerium hat die Durchführung dieser Verordnung zu überwachen.

Berlin, 3. Nov. Gegen die völlige Ein­stellung des PerHnmvertehrs .'.rhob lautTagl. Rundschau" Sachsen Einspruch.

Die Schwierigkeiten der Arbeiter­beschaffung im Kohlenbergbau.

Es wird uns geschrieben:

Für die zukünftige Gestaltung unserer Kohlenversorgung ist die Frage, ob es gelin­gen wird, dem Kohlenbergbau genügend ge­eignete Arbeitskräfte zuzuführen, von größter Bedeutung. Mit welchen außerordent- ichen Schwierigkeiten die Zechenverwaltun­gen bei der Arbeiterbeschaffung zu kämpfen laben, zeigen die Mitteilungen einer Zeche aus dem westlichen Ruhrgebiet. In dem Bericht einer vom Aktionsausschuß der sozialdemokra­tischen Parteien von Barmen (Mehrheits­ozialisten und Unabhängige) in das Ruhr­gebiet entsandten Kommission, die sich salsch- ich als Koftlmission^ der Elberfelder Staot- »erwaltung akksgab, war behauptet woroen, daß die Zechenverwaltungen von einem An­gebot an Arbeitskräften trotz vorliegenden Be­darfs keinen Gebrauch gemacht habe. Dazu be­richtet die Verwaltung u. a. wie folgt:

Nachmittags tarnen uneter 17 Mnnn an und wurden im Ledigenheim untergebracht. Als Ab'.nd- efftn gab es an tem Tage Pelllartofflln und Hering. Während die übrigen Ledigenh'imbvroh-' ncr sich wie ge.vöbnlrch anständig und ruhig verhielten, bambarbterten die Nruhinzu- ge komme neu ten Ledicenhüiriverwalter iwgen des Essens, schrien und johlten, das sei kein Fvessm für Hamburger. Am nächsten Morgen kam ter Vebigentetmrcura'ter, um infol-e diffes Dargmgs eine Sielte zu fünoigen; er nx>.te lieber Straßm fegen, als mit falcfen Menschen umgeben. Ter BetriebSfütecer ging darauf mit tem zufällig an­

Einschränkung öts personenver-! kehr§ aus der Eisenbahn.

Das Reichskabinett hat in seiner Sitzung am Samstag einen Beschluß von großer Tragweite gefaßt, der auf den ersten Anblick geradezu katastrophal anmutet, aber doch von oer verständigen Ansicht diktiert ist, größerem Unheil vorzubeugen. Der Personenverkehr auf den Eisenbahmnr soll vom 5. bis 15. No­vember vollständig ruhen.

Der Winter ist plötzlich mit aller Macht über uns hereingebrochen und hat wegen der hehlenden Brennstoffe, der mangelhaften Kar- toffelversorgung und der schlechtert Aussich­ten, die zur Behebung dieser Uebel bestehen, die Bevölkerung in die schlimmsten Sorgen versetzt. Da mußte etwas geschehen, um Wan­del zu schaffen, und der Beschluß, den Per­sonenverkehr zeitweise einMstellen, ist der erste Schritt. Angesehene Körperschaften, wie Handelskammern, hatten bereits ähnliche Vorschläge gemacht. Die Absicht ist haupt­sächlich, alle Lokomotiven freizumachen zum Transport der so wichtigen Lebens- und Heiz- nrittel. Es wurde in Berlin von zuständiger Stelle erklärt, daß die Eisenbahn in den letz­ten 14 Tagen häufig nur auf rund 3 Tage Be­stände an Lokomotivkohlen gehabt hätte und die Hautzteisenbahnstrecken vollerGüterwagen steck­ten, für deren Weitertransport die Maschinen fehlten. Wir wollen uns daher gerne die Ein­stellung des Personenverkehrs auf einige Tage gefallen lassen, damit die frierende und zum Teil der Hungersgefahr ausgesetzte Pevölke- rung vor der äußersten Not bewahrt werden kann. Der Arbeiterverkehr, soweit er zur Fortführuna der industriellen Werke erforder­lich ist, wird durch Anhängen von Personen-

Sortierungen öes errate; von venUchlanti.

Versailles, 2. Nov. (Wolff.) Der Funfer- rat beschäftigte sich nt seiner gestrigen Vormittags sltzung unter Clemenceaus Vorsitz wiederum mit den Maßnahmen, um den Frietensvertrag von Versailles in Kraft zu setzen. In Anwesenheit des Marschalls Foch wurde beschlossen, durch eine Note die deutsche Regierung aufzu- f orbern, in kürzester Frist Delegierte nach Paris *u entsenden, die gemeinsam mit ten Vertretern der alliierten Mächte und des interaUiiiTten Gene­ralstabs die einzelnen Maßnahmen beraten sollen, bie lotort nach dem Jnttafttreten des Friedens- Vertrages von Vcr'ailleZ getroffen werten müssen, laut ,'Temps" hauptsächlich wegen ter Räumung imb Besetzung ter abzutretenten Gebiete und der Tätigkeit ter interalliierten Kommissionen Auch müsse die deutsche Regierimg vor tem Inkraft­treten des Friedensvertrages rin Protokoll miterzeickmen, in tem sie erklärt, daß bie noch nicht.Iig erfüllten Wasfenstillslandsbedingungen erfüllt werden müßten. Nach demTemps" ist e? unmöglich die Ratifikationsurkunden am 11. No­vember auszutauschen.

Versailles, 2. Nov. (Wolff.) Eine halb­amtliche Note hebt hervor, daß bie Einfuhr eusDeutschland von ter besvnteren Ermüch- tigung ^urch das Ministerium für ten wirischaft- fei. Aus tem be- eu nur Holz, Lrlk,

ie Bettunterlagen, Ver- mdstofle, Irrigatoren, ipuiiipen,BniBthutchen, ie DesinfektiousQjL'eZ und -Gürtel empfti: bswert llliix- Kreuzplatz

geltend, baß tee Schaffung eines inter- Generalswtes unabhänyig von tem N.ttc des Vötterveteuts ten Nordanverckanern ih c Mit- arbeit auch fernerhin gestatten werb.', selbst nxinr ter Senat den Friebensverivag nicht ratifizieren sollte.

Au;Ianti;tie«tschtiim unti Kitto.

Man mag Äl<r dos Kino denken wie man will, für die Auslandteutschen ist es eine Gottesgabe. Nie haben wir es so sehr empfunden, scheibt Tirtftor I. W. Dealer in ter ersten Notember- iuzmmer ter H<ckbmvnutSschriftDer AuÄand- teutsche", wie seit dem Umsturz. Bücher und Zei­tungen kamen nicht mehr über die Grenze, Briefe und Bilder schon gar nicht, und doch nxtr vielleicht nie die Sehnsucht nach ter Heimat, nach deutschem GeisteÄeben imb deutscher Kultur größer als eben jetzt. Ta hcckf uns das Kssw. Wohl war ter deutsche Teri ganz ober fast ganz verschwunden, ater die Bilder formten sie nicht slawisieren, die waren in ter deutschen Heimat aufgrnenmnai, das war Berlin, das Hamburg, das München O wie stolz tr-amt wir, unfern Mitzuschauern in irgend einem teinarfrldffigi'ten Slawenstädtchen es zeigen zu fön» nen: Seht, so sieht es in unserer RÄchshäuptsffadt und so in unserem Vaterland aus! Sv leben die Merrschen bei uns, so Seiten sie sich, so sieht ein deutsches Heim aus imb so ein deutscher Garten! Achtlet auf die Reinlichkeit unb Ordnung in ten Straßen, achtet auf den Komfort in den Lokalen ober Eisenbahnen! Seht wie Jeter seine Pflicht tut, wie alles arbeitet! Ich gurube, nichts ist in fo hohem Maße geeignet, dem Ausland, zumal in der Provinz, eine S^rfirilimg zu geben von ter kulturellen Hohe Deutschlands, wie eben das Kino. Bloß möchten wir die Erzeuger ter Films dringend bitten, verleugnet nicht die Herkunft te5 Films! Wir ter Orten, wenn tem Geschäft zuliebe ter deutsche Text entfällt, wiewohl an vielen Orten »nriiprachiger Text friyr willkommen taäre. Aber test ter Film aus Täutsck)land fommt, sollte jedes­mal stark unterstrichen werden. Wir haben l)eute so selten Gelrgenteft, stolz zu sein aus unser Vater­land, so soll man es uns wenigstens hier sein lassen. Aber alkertengs ist auch btt Kehrseite nicht 8U übersehen. Wenn ter deutsche Film so starken Einfluß besitzt, dann fommt auch alles darauf an, daß brfer Einfluß gmt sei. Zeiget Deutschland von seinen besten Seiten! Schickt uns keinen Kitsch hinaus, nicht abgeoaUtc, in TeutfÄand nicht mehr gängige Ware, verschonet uns mit Geschmacklosig­keiten und mit noch Schlimmerem! Vor und wäh­rend tes Krieges kam es häufig vor, daß sich im die deutsche Bürgerschule in Agram (Zagreb) Schü­ler meldeten zur Aufnahme, nur um Deutsch für ten Kino zu lernen. Heute ist fast Überall sck?on der slawische Wortlaut auf ter Leinwand und damit bie deutsche Werbekraft tes Kino stark verringert. Aber noch immer ist sie groß genug, um Beachtung zu finten, und von berufener Seite trürte man gut tun, einmal eine genisse Kontrolle über die ins Ausland kommenden Films bezüglich QualftL und völkischem Wert auszuüben und bann mit gesetzlichen Bestimmungen dafür zu sorgen, baß jeder für TeutschLanb nach irgend einer Richtung reklamefähig.' Film unter allen Umständen über seine Heimat Auskunft gibt und Umeridjfogungtn auf diesem Gebiete mit entsprechend schtoeren Nate teilen für den Schuldi^m verbunden weichen. Sckfliehlich aber sollen die Fabrikanten unb Ver­leger ftch ter Au am telten, daß ihre Erzeugnisse für ims Auslandteutsche ersehnte Grüße aus ter Heimat und oft auch überhaupt aus ter Kufturwclt sind, und follen dafür Sorge tragen, baß wir uns bitfer Grüße freuen unb darauf stolz sein können.

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(69. Jahrgang Montag, 5. November l9s9

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