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Zlveiter Blatt Gießener Anzeiger fGenerai-Anzeiger für DberHeffen) Dienstag, 2. Dezember 1919
acben lediglich dmrnrs auS, gewisse ein chnrib.mo.: I tiscber Beziehung ist diese Grenze höchst be- Rr^clwrichriften, z. B. über die 23eiugith der > denklich, da sie geeignet ist, die /Monde
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. besetzten und dem unbesetzten Gebiet errichtete kvor-lEinfuhrkoutrv lle wird von den Hait- denn sie | delSbammern einmütig verworfen. In Pvn-
Fortsetzung 2.
Nachdruck verboten.)
Arbeit morbert. __ „ ,
Dn- Bereut kann die Herstellung der Rut^ und Arb''tsfteudigkeit unter bcn Arbitern nur von der allgemeinen ErÜennMis erwarten, MB ein gesundes Wirtschaftsleben die Selbstvcrnft- worUicbkcit und Sclbständigckeit der llrfternehmer bei der Leitung ihrer Betriebe zur Boraus- tefcims hat, und datz den Arbeitern und Am- gestellten nur hei Ordnung ihrer eigenen Ar- lxits- und Tienstverbälttiisse eine Rtftwirkung luficben Dann. Er richtet an die Nationalversammlung tmederholt das dringende Orfucheil, alle gegen diese Grundsätze vevstohendm Besttnv- nrmigert ans dem Gesetzentwurf zu entfernen oder den Entwurf altzulehnen.
Peter Banken schlief tief und fest. Estrid faß. in ihrem Bette aufgerichtet und lauschte auf das wilde Lied, das der Sturm fang.
Mit Wut peitschte er die See. Dumpf donnerten die Wogen an den (Straub. Es war, als ob taufend Geisterheeve die Luft durchsausten.
Und der Mann da an ihrer Seite, der konnte ruhig schlafei». Er lächelte im Schlafe, während sie verzweifelt die Hände rang.
Etwas tote Haß blitzte pläSich in den jetzt nachtdunklen Augen Estrids auf. Dann schaute sie wieder zum Fenster.
Klang cs nicht wie Hilferuf durch die Nacht?
Ganz von fern klang eine Uhr aus dem nächsten Dorfe. m ,
„Mitternacht," sagte Peter Banken, „cd totrb
Zett, daß lvir ins Nest kommen."
Ein helles Licht blinkte auf.
Der Kampener Leuchtturnt.
Wie geisterhaft die Dünen schimmerten, tote starre, weiße Schneeberg.'
Estrid lehnte sich, wie Schutz suchend, fester an den starken Mann, der an ihrer Seite saß. und beseligt ihr Auge suchte.
Sie aber wandte den Mick wefthm über das Meer
.^Vorwärts, Jap," feuerte Peter Banken dm Kutscher an. „Jung, Jung, de Wind, de weiht kolt und du führst mten Brut."
Der Knecht hieb auf die Pferde nn, dah sie sich hoch aufbäumten und Estrid laut aufschrie.
Nun hielt auch schon der Wagen vor dem stattlichen Hof mit dem Eichenkamp.
Die wuchtige Steinmauer hob sich tote drohend un Ntondenlicht der jungen Frau entgegen. In b?r breiten, grünen Haustür mit dem blauten Klopfer, dar so seltsam in dem gespenstigen Licht kun- Mte, stand die alte Akte, die P^ter Bonten bis jetzt den Haushalt geführt, mit ihr Knechte uns Mägde, und htelten große, brennende Kienspäne wie Fackeln in den Händen. Frau Akte begrüßt,' Estrid:
„De jiurge Frau soll gtferntet fein."
Estrid dankte flüchtig. Die zwei jüneftat Mägde reichten ihr jede eiwm Kranz, einen von Heideblüten, oer andere aus roiifrm Rosen. Just so einen Kranz hatte sie getragen, als fk aus Jngewart Ferks gewartet hatte und er nicht ttd-£w>
Mit einem Schauer hielt sie die weißen Rosen in der Hand Nicht ein Wort des Dankes tim über ihre Lippen, indes sie auf 'die große Diele des uralten Friesenhcrufes trat. Beftenü^t und eingeschüchtert sahen ihr Knechte und Mägde nach. Akte aber schüttelte den weißen Kopf unter ihrer weißen Friesenhaube und scheuchte das Gesinde zu Bett.
Lange saß die alte Frau bann noch über ihre Bibel gebeugt und horchte hinaus in das Toben des Meeres.
„Ich bin todmüde," sagte Estrid zu ihrem Mann, als er sie heiß an sich drückte und küßte. Ta zog er sie lächelnd in das Schlafgemach.
(Einfuftrtontrolk zwischen dem besetzten und unbesetzten Gebiet und Goldzoll.
Die hessischen Handelskammern gaben in ihrer letzten Bertreterbe- sprechnng einstimmig die nachfolgedne Erkla-
Geegespenster.
Roman von AnnhWothe.
Amerikanisches Copyright 1918 by Amy Wethe-Malm, Leipzig.
sind.
Die Handelskammern erheben gleichzeitig Einspruch gegen die jetzige verschobene Behandlung des besetzten und unbesetzten Gebiets hinsichtlich der Erhebung der Zölle. Sie verlangen, daß möglichst bald diese Ungleichheit beseitigt wird aus nationalen und volkswirtschaftlichen Gründen, in erster Linie durch Herbeiführung der Zustimmung der Alliierten zur Erhebung der Gold- zuschlage auch im besetzten Gebiet."
*♦ Der Mittelrh einische Fabri- kanten-Berein hat in seiner zahlreich be° in cf) ten Mitgiüder-Versammlung in Mainz am 28 b M. folgende Erklärung einstimmig ange- nomnien, der sich auch der Verband Mitteldeutscher Industrieller in Frankfurt a. M. ange-
in den Aufsichtsrat zu entsendenden Mttglret»er, die AuskunstserteÜung über Bilanzen und gewinn- und Verlustrechnungen sowie über Entlassungen und Einstellungen von Arbeitern uno Angestellten, in etwas ernzuschränken, n.cht pc ;u beseitigen. Der Verein erblickt in diesen Vorschlägen ein falsches Nachgeben gegenüber sozialpolitischen Irrlehren, die weder die Vertreter dieser Irrlehren besriediaen, noch Die schweren Bedenken gegen den GesetzmttmM ve- ieiligen können. Er verweist darauf, daß der Kern des Gesetzentwurfs in der Einführung einer Art parlamentarischen Systems in bte xbirt» schastsbetriebe liegt, eines Systems, das unter Hemmung der unbedingt gebotenen tfnttiatiDc des Unternehmers mit einem ungeheuren Aufwand unproduktiver Arbeit, mit einer Untergrabung der Ordnung in den Betrieben irnb mit einer ständigen Beunruhigung des Wirtschaftslebens notwendig oerbimben ilt. Und dies in einer Zeit schwerster wirtschaftlicher Not, die die äußerste Konzentration produkttver
runa ob: t 3
„Die Einfuhr von Waren mt5 dem Ausland in und durch das besetzte Gebiet hat eine Entwicklung genommen, welche in der gegenwärtigen Form eine große Gefahr für das deutsche Wirtschaftsleben, namentlich aber für die deutsche Valuta bedeutet. Die hessischen Handelskammern sind daher der Ansicht, daß schnellstens Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Einfuhr zu regeln und sie in Bahnen zu lenken, innerhalb deren es möglich ist, die allgemeinen Interessen besser als bisher zu wahren, ohne dabei die Rücksichten auf eine Betätigung der berufenen Kreise außer acht zu lassen
Die bisher zu diesem Zweck zwischen dem tzten und dem unbesetzten Gebiet errichtete
Geflügerausstellung.
Tas gestern ans Raummangel zirrüchnstellte Ergebnis der $rci£>DerteiIimg laßen wir tfute folgen. Es erlscttcn:
A. Abteilung Hühner: Klaffe 1 Plv- mouth Rocks: Ehrenpreis W. Grotb-Echzcll; Klasse 2 Wpondotles: ElHceuPreise E. Rübsamen- Gießen, Lehrer Schneider-llMerschnitten, W. Nern- Pohlgöns. W. Heß-Echzell, E. Wallensels-Grün- berg; Zusatzehrenpreise: H. Vtogk III.-Echzell, W. Nern-Pohlgöns; 2. Preise: F. Becker-Gießen, W Heß-Echzell, W. Ncrn und H. Mögt: Klasse B Orpiiigton: Ehrenpreis Wilh. SchuchlZrrdl-GettS- nau; Klasse 4 Rodeländer: G. H. Keü-Streben- dorf; Klasse 5 Italiener: W. DommerSheim - Bettenl)ausen, Tl). Svamer-Nidda, Aug. Mäser- Selters, W. Dechert-Gießen; Zusatzehrenprene: G. Schnell-Obersorg und E. Rübsamen-Gießen; 2. Preise: Hoppe-Altenstadt, L. Wagner ll.-Alten- Buseck, Rübsamen-Gießen. Klasse 6 Hamburger: K. Grünewald-Alsfeld, G. Hamich-Gießen; Kl. 7 Silberbrackel: 2. Preis L. Mogk-Echzell; Klasse 8 Zwerghühner: Ehrenpreise: Hch Hellnwlt N. - Gießen, Joh. Bnl--Ostheim, Joh. schaler HL*« Gießen, Ed. Bär-Nidda (2); 2. Preise: Hch. Hellmolt jr.-Gießeil (2), Hch. Mcher-Wieseck, R. Hoppe- Altenstadt, W. Groth I.-Eckyell: Klaisc l) Sammel- Nasse: Ehrenpreis der Landwirtlchaftskammer: August Schwan-Gießen und Konrad Rübsamew^ Gießen; Ehrenpreise: G. H. Keil-Strebendvrf, 2. Grünewald - Alsfeld. G. Forbach - Gießen, W. Dechert-Gießen; Zrrsatzehnmpreis: W.
ters; 2. Preist W. Groth I.-Echzell, Hch. Moak-. Echzell, Pst Ostih.-im-Echyoll; Kl. 10 «Stimmt ba Zuchtstationen deS Landwirtfchastskammer - «nS- schusses für Ober Hessen: 1. Preis Hch WheV' Selters (2), F. Rühlmann-Himbach, K. Theiß- Stockhausen, K. Rahn II.-Alteichain und G H. Keil-StokbLNdorf (2); 2. Preise: A. G. Walftro* Bauernheim. H. Fischer (2);_ Kl asst 11 Truthühner: Konr. Rübsamen-Gießen Ehrenpreis.
6. Abteilung Wassergeflügel: Kl. 1 Enten: Landwirtschaftslammerprnse: Konr. Rüb- samen-Gießen und Ph. Ostheim-Ostheim; Sl. 2 Gänse: Landwirtschastskammcrpreis: © H. Mist Strebendors, Ehrenpreis: Konr. Rübsamen-Gießen; Klasse 3 Sammelklasse: Konrad Rubsamew- Gießen. Landwirtschvftskammerpveis «nb Ehreu-
C. Abteilung Farben - Tauben: Ehrenpreise: PH. Ofll?eim«Echzell, E. Pfeil-
Lin Protest öer presse gegen verfehlte Sestmmungen im Setckvrrütegejeh.
Ter Vorstand des Vereins Deutscher Zeitungsverleger hat der Reichsregierui'.g und den Mitgliedern der Nationalversammlung folgende Entschließung überreicht:
Ter in Magdeburg versammelte Borstxnü> des Vereins Deutsckier Zeitungs-Verleger und die Delegierten ferner 20 KreiSvereine folgen einem Gebot der Pflicht, wenn sie in letzter Stunde nochmals auf die schweren Gefahren Hinweisen, die gewisse Bestimmungen des Betriebsrat e g e s e y e s, wie der Einfluß der Räte auf Anstellung und Entlassung von Mitarbeitern, das Recht der Einjrchtnahme in die Bilanz und die Bücher, die Vertretung im Aufsülftsrat für das wirtschaftliche Leben Deutschlands mit sich bringen. Geradezu vernichtend werden sich die Wirtungen tiiqer Besttmnnm<iin aber namentlich auf dem Gebiete aller derjenigen rein geistigen Betätig u n g e n geltend machen, die sich aus privat- ivirtschastliche llnternehmungcn aujbauen. Als die berufenen Vertreter der deutschen Zeitungsverlcyer müssen wir diese Befürchtung in erster Linie in- bezug aus die Presse zum Uusdn^ck bringen.. Das A.'triebsrätcsystem, ime es in deut Entwurs fest- gelegt ist, trifft gerade die Zeitungen nicht nur in chrer Eigenschaft als Erwerbsunte-cnebmcn, sondern besonders in ihrer Eigenschaft als össentlick>' Ein- richtimgen, als Organe der öffentlichen Meinung, also nach ihrer geistigen Seite. Mft mnertr Notwendigkeit müssen die geplanten Bestimmungen in kürzester Zeit zu einer Beaufsichtigung und Zensur der Zeitungen durch die Betriebsräte führen, das Nedaktionsgeheintnis ausheben, die Beziehungen der Zeitungen zu ihren Mitarbeitern, zu den einzelnen Politikern und Parteien der Oeffentlichkeit preisgeben, überhaupt die Presse dem Willcn bestimmter politischer Strömungen unterwerfen. Das Betriebsrätesystem o-c- bentet das Ende der Pressefrechtf t, der Unabhängig» feit der Redaktionen und bannt die Vernichtung der in der Arbeit eines Jahrhunderts aufgebautcn volüischen Presse Deutschlands, die Verkümmerung unseres politischen LebenZ überhaupt. Im Namen der deutschen Presse fordern wir, daß die oben an- gcfiilTttcn, für das allgemeine Wirtschaftsleben und insbesondere für die Presst verderblichen Bestim- numgm bei der Ausgestaltung des Gesetzes in
Ta hob Estrü> ihre weißen Hände empor ttrtb stoßweite kam eK von ihren Lftchcn:
„Nnd vergib un8 unsere Schuld. Ta zerfloß die Erscheinung -an Nebel und becu&est da» schwarz Geifterschitf war verschwanden. ___.
„Die Gespenster der 6e*. schkuchztze fte_axd und grub ihren blonven SEdpT lies m btt
Ihr Mann, aus dem Schufte schreckend, tafnte zärtlich nach ihrer Sxmb.
„Scküat, Estrid, SühcS," flLstertt er halb ün Traum, ,chu bist im Hasen." . .
Gstrid aber gewahrte nur Schrecken und Tod und ine Scegesvenster, bi* an bee Fenster klopftrn und ste riefen, sie, tnc Treulost.
Im NttttagSsonnenstrahl lag die HeSde. Rosenrot schimmerten die Glöckchen der Erika, bmnt ein feiner Duft entstieg, und von ferne rauschte das Meer.
Frau Estrid wanderte über bat rosenrotem Teppich am Lenchtturm vorüber, dem GotteS- to08^tatfIid) thronte der große Hof mft stineo vielen Neben geb Luden auf einer mäßigen LuhStz^ die eine Seite nach dem Watt, dst andere nach der Nordfeite zugewandt.
Um das Haus herum in weitem Abstand, bei den Garten einschloß, reihten ftch die vom Wind gebeugten hundertf ährigen Eichen, dst Peter Bankens Borfahren gepflanzt. In bet Sonne blmfte die Jahres^ihl über der Haustür, in der dis Haus entstanden: 1566. .
Tas war die Zeit, wo die großen Deiche un Fnetenland errichtet wurden und nach deren einen hatte man das stattliche Frieferchaus genannt.
^Fortsetzung folgt.)
schlossen hat: , . _
Die bisherigen Verhandlungen un Ausichug der Nationalversammlung über das Betriebsrätegesetz haben gezeigt, daß die Mehrheitsparteien sich bet schweren Gefahren dieses Gesetzentwurfs für unser ganzes Wirtschaftsleben nicht ausreichend bewnß geworden sind. Aucb die Kompromiß- f d) I ä g e zeigen diese Erkenntnis nicht, denn ,
bcn (2), I H. Weilert-Stammheim, H. Schmidt- Gießen (2) und Konr. Rübsamen-Gießen.
D Brieftauben: Ehrenpreise: H. Henrel- Gicßen H. Hambach-Gießen, W. Schomb^-Are- ßcn. Iah. Schäfer lll.-Gießen, A>. Bär-Nidda, Rühl-Gießen, Aug. Schwan-Giestm- 1.teile: Hambach-Gießen, G Bär-tf)ftdda, I.
U Heuke^Gstßcn, W. Lxhmnber: den EtzrenpretÄ der hessischen Taubanzüchter erhielt: Ed. Bär-Rftdda.
E Deutsche Kröpfer-Schau: Ehrenpreise: Aug. L>eil-Osseicheim,d. Jäger-Ob«- börgern .Ah. Bogt-RelchelSheim (4); L Preis: F. Göbel-Laubach. , ,
In fast allen Abteckungeu wurden auch noch I zahlreiche 3. Preist ausgegeben.
Dröhnte nicht rin KvnouenschuH über das grollende Meer:
„Schiss in Not?" _
Sie sah durchs Fenster «oft die schLumende See
'Was war das? ®fitt nicht gespenstig fern am Horizont rin dunkles Schift vorüber? 3er» sttzt hingen die Diasten, brausende Wogen stürzten darüber hin, als wollten sie daS dunkle Schuf tn bcn Grund ziehen. Estrid unterdrückte nur mft Mü^ emen Schrei.
War daS nicht der „Schwarze Falke , mft dem ernst Jngewart hinauSzog auf das weite Meer?
Wie töricht sie war. Die junge Frau strich sich das aufgelöste goldene Gelock ^.vou der w^k-n Stirn, ein scheuer Seitenblick ftectftz den Mann °n t^Tv^stcmd nicht, was ihre Seel« betagte, würde es nie verstehen.
Wie furchtbar bte vergangene Nacht gewesen, und jetzt, jetzt tarn er wieder.
Beide Hände preßte Estrid auf daS Mtgstvoll llopstnde Herz. Sie starrte zum Fenster, s« starrte 8UC ^^pp, tapp," klang es durch die Nacht.
Eifcskälte kroch ihr den Rücken hinab. Sre vernahm, wie mft einem Male btt Uhr m 6er Stube stille' stand und auf der Schwelle erschien tm geisternden Lichte einer, den sie rinst gekannt und geliebt und betrogen hatte. Er lab ftc so ettiam aus gebrochenen Augen an. Aus Bart und Haar floß das Wasier an seinemlichten Kleid hernieder. Sie ataubte btt Wasserttopftn zu hö«n, tne ain die Diele ftelen.
Er sprach kein Wort, nur unverwandt blickte er in das blasse Frauengesicht._____
rungsbesttebungen zu fördern und in der Bevölkerung oas Gefühl einer Trennung von Deutschland hervorzurufen. In wirtschaftlicher Hinsicht schädigt sie den berufenen, eingesessenen Handel aufs einpfindlichste uno begünstigt das Schieber- und Sck>leichhänoler- tu in. In finanzieller Beziehung hat sie ihren Zweck gänzlich verfehlt, wie die dauernoe weitere Verschlechterung der deutschen Valuta beweist. Techniscft hat sie sich als undurchführbar erwiesen und bedeutet eine große Gefahr für die Moral der Handeltreibenden und der Grenzbevölkerung. Dazu kommt die große Unsicherheit für den reellen Geschäftsverkehr infolge der vollständigen Unklarheit über die maßgebenden Bestimmungen und des Fehlens jeglich^ Uebersicht über die der Beschlagnahme unterliegenden Waren, infolge der ungleichen Handhabung in den einzelnen Gebieten, infolge der ungenügenden Durcharbeitung und der Systemlosigreit der bisherigen Anordnungen, infvlge jeglichen Mangels an genügendem Schutz oes legalen Verkehrs vor Behinderungen und Verlusten. Aus allen diesen Gründen halten die hessischen Handelskammern die schnellste Aufhebung dieser Einfuhrtontrolle für dringend geboten.
Das einzige Mittel zur Verhinderung einer weiteren planlosen, die deutsche Valuta immer yrehr schädigenden Einfuhr erblicken sie in der Wirirerherstellung oer Zollgrenze an den deutschen Reichs grenzen und in der Herbeiführung einer Vereinbarung mit den betreffenden benachbarten Staaten über den Grenzverkehr. Zur Wahrung der Interessen der berufenen Handelskreise empfehlen sie deren Heranziehung durch Erteilung von Einfuhrkvnfenten für gewisse Waren in bestimmten Gesamtwerten ohne Festlegung der Preise. Bis dahin ist eine weitere Uebergangssrist für die ungehinderte Einfuhr nach dem unbesetzten Deutschland zu gewahren, und zwar mindestens bis jnm 31. Dezember d. I., und ist ferner die Einfuhr aller Waren aus Abschlüssen freizulassen, die nachweislich vor dem 1. Dezember 1919 zwischen deutschen und ausländischen Firmen getätigt
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