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Fortsetzung 19.
sNachdruck verboten.)
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Rede daß
Rindfleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Fleischwurst
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dauert den Rückgang des Fo-lenauftriebs auf di« Weiden imb cnuificMt, auch die Wallach' auf die
auf den Schlcichtvfehprcis, ein Drittel ist au Reich abzuführcn unb das letzte Drittel ist dem Kcmmunalverband zur Herabsetzung Fleischpreise zu venoenden.
Die zur Zeit geltenden Zuschläge sind Rinder 54 Mk., Kälber 75 Mk., Schafe 60
Dgs Glück der andern
Original-Roman von Erich Eben stein.
Copyright 1916 by Oreiner e- Comp.. Berlin W 30.
rück!"
Er erschrak vor
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2. Die der hiesig andere Zu kommen, bt em itändige Vertreter w ftintw Be ws für hei d dfö tm feiger mwirt
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Lbeit-- u Abbitte ütx 'evliche.6or des schlicht lif von üjii Unwohl tr|
Lebensmittel.
** Butterverforgung. Nach einet Mitteilung der Landes-Milch- und Retiftdle roirb diese voraussichtlich nicht in der Lage sein, im Munal Oktober Butter zu liefern. Ms Ersatz wird Margarine gegeben werden.
** Fre ibank. Freitag den 3. Oktober loer- den von 1—3 Uhr die Nr 2501—2600 beliefert.
♦♦ Kriegsgefangenen - Heimkehr. Der gestern für 11 Uhr vormittags an- | gekündigte Transport Heimkehrer traf erst gegen 2 Uhr aus der Richtung Köln—Deutz kommend, auf dem hiesigen Bahnhof ein. Es waren etwa 1500 Mann, die aus englischer (Gefangenschaft heimkehrten. Die Begrüßungsansprache am Bahnhof hielt Tr. Döring, 1. Vorsitzender des Poltsbundes.
** Betriebsein s chr än kun g f ür M o - tote. Die elektrische Ueberiandzentrale teilt mit. daß sie wegen unzureichender Stromlieferung durch das staatliche Kraftwerk Wölsersheim sich veranlaßt sieht, den Betrieb von Motoren jeder Art in der Lichtzcit von Gintrüt der Dunkelheit bis abends 10t/2 Uhr zu verbieten. Sollte feitgestellt werden, daß Motoren in dieser Zeit benutzt werden, so wird deren dauernde Ausschalmng bis zur regel- mäßtgen Stromlieferung seitens des Kraftwerks Wölfersheim erfolgen.
** Volkshochschule Gießen. TerAn- zeigenteÜ der heutigen Nummer enthalt das Programm der Eröffnung des Wintersemesters 1919, die am 5. Oktober nachmittags 5 Uhr ht der Neuen Aula der Universität stattfindet und als schlichte Feier gedacht ist. Im Mittelpunkt steht eine Rede des bewährten Führers in der Volkshochschulbcwegimg, Pfarrer Tr. K och- Langd. Ter Bau er sch« Gesangverein tst in lekannter Liebenswürdigkeit bereit, unter der Leitung seines verdienstvollen Dirigenten, Lehrer G ö r l a ch, durch einige Chöre zur Verschönerung imd Weihe der Veranstaltung bei $u tragen. Der Vorstand lädt außer den Mitgliedern, Lehrern und Hörern jedermann em, der irgendwelchen Anteil an der Sache nimmt. — Tie Arbeit beginnt am Montag, 6. Oktober. Anmeldungen werden zu dm im Verzeichnis der Vortragsreihen und Arbeitsgemeinschaften angegebnen Zeiten und in den Sprechstunden der Geschäftsstelle (Löberstr. 26II) angenommen. Tas Verzeichnis kostet 30 Pf. und ist in allen BuEhandlungen sowie aus der Geschäftsstelle zu haben.
** 25jähriges Jubiläum. Gestern waren es 25 Jahre, daß Herr Ludwig De der in der Stadtmädchenschule m voller Rüstigkeit aus sein Amt zuriickblirkcn konnte.
** T i e W ä h l e r l i st e n f ü r d i e W a h l e n zur Kirchengemeindevertretung liegen bis 3. Oktober, jedesmal von XI bis 1 und von 5 bis 7 .Uhr offen und -zwar für die Matthäus- und Markurgemeinde im Gemeindesaal (K'irchstr. 9), für die Lukasgemeink: im Psarrhause (Licbigstr. ^56l, für die Johannesgemeiiid' im Psarrhause (Sud- Anlage 8). Wegen der besonderen Bedeutung der nächsten Kirchenwahlen ist es für jeden Wahlberechtigten von Wichtigkeit, sich von seiner Ein- tragimg in die Wählerliste zu überzeugen, zumal, wie wir hören, ein großer Teil der Berechtigten nicht eingetragen worden sein soll. .
** H i n d e n b u r g - G e b u r t s t a g s f c r er. Die von der Deutschnationalen Dolkspartei heute abend tm Einhorn veranstaltete Hindenburg-Geburtstagsfeier beginnt pünktlich um 8 Uhr. In der Person des Herrn Pfarrer Werner, langjähriger Prediger an der Paulskirche in Frankfurt, ist ein Redner gewonnen worden, dem in iveitesten Streifen ein glänzender Ruf vorausgeht. 2ktrck> deklamatorische Vorträge vaterländilchen Inhalts der Frau Mendelsohn-Bartholdi) und Gc sangsvorträge des Fräulein Ida Stammler wird die Feier in schöner und würdiger Weise gestaltet werden. Die Begleitung am Flügel bat in liebenswürdiger Weise Herr Pianist Julius Hahn übernommen. Alle vaterländisch gesinnten Männer und Frauen sind willkommen. Karten sind bei Ernst Ehallicr und im beschränkten Umfange an der Kasse zu haben.
** Der Orchesterverein 1908 veranstaltet heute abend 8 Uhr in der Turnhalle am Osivaldsgarten ein Wohltätigkeitskon tert zum Besten der zu rück kehr enden Gießener ^Kriegsgefangenen, an dem sich als Solisten Fran Schotte-Frei: (Sopran) und Fritz Leib iKlarinette) beteiligen werden. Das gut gewählte Programm bringt u. a. die Ouvertüre zur Kantate ,,Tie vier Menschenalter" von Lachner, sowie Thema und Variationen aus dem A-Durduartett von Beethoven __
** Ter Gedan kenlef er Erik de Pas- aueet zeigte gestern abend im S-äale des Hotels Einhorn vor zahlreich erschienenen Zuschauern feind Künste. Mag es sich nun nm wirkliche Gedankenübertragung handeln ober um feinstes Reagieren au» unlwwußte Muskelbervegmigeii oder Pnlssdchag-
veränderung des Führenden, jedensaNs sind diel
Leistungen be Pasqueels außerordentlich und san ' lebensgefährliche Verletzungen zu.
pro Zentner Lebendgewicht, die wie vorstehend angegeben ht drei Teile zerfallen.
Infolge dieser Neuregelung sah sich der Kom- mimalverband genötigt, die Höchstpreise für Fleisch und Wurst mit sofortiger Wirkung wie folgt sestzusetzen:
bet den Produzenten von den Areiosleischitellen aus Grund der vorgeschriebenen Löchstvrnse gewährt wird. Die Tatsache der heimlichen Etn- nahmen, die dm Fleischstellen hierdurch zufiietzen, ferregt in weitesten Kreisen der Landwirt« chatt berechtigte Empörung. Weiterhin beten tiehahm Häut preise bei gleichzeitig nie origen Höchstpreisen einen direkten Anreiz zu G e h e i m s ch l a ch tun« gen. Ist die Regierung bereit, dahin zu wirken, daß eine Rückgabe bet Felle an die Ablufkvet erfolgt, ooer, falls dies aus techniick-cn Gründen nicht möglich ist, ist sie bereit, Mafeiabinm zu treffen, daß den Ablieferern der Erlös für Häute direkt zusließt?
Aus Hessen.
dem aufgedrungen................. -- x_
Nehmen Sie es mir ab! O bitte, Magnus, bitte Magnus, geben Sie dies Geld Ihrer Tante zu
Partei gegen 53 mehrbeitssozialistische Stimmen die von den Melnbeitsfi^iasisten auf Grund der gefcfylid.cn Bestimmungen geforderte Neuwahl bf j Arbciterrates ab. Von den Wahlgegnern imrrtv* geltend gemadt, daß der «rbcürrnrt at ferner gegenuärtim Zusammenfetzimg ein .Kind der Revolution sm und als solche:. !kf) nicht an die tetfat- tidjen Beslimmnn^n für gebunden erachte into baß "bcvlmlb aud. das laprtaliskifche Bürgertum nicht in dem 2lrbeitenat zu vertrvten sein braucht.
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Höchst a. M„ 1. Oft. iPrfv.-^Äk.) 'Dem Ochiterbahnhofsüberwockiun ^dienst der hiesigen Polizei ist es gelungen, zwei Personen festzunehmen, die fieft svstematßck, mit der Beraubung von Güterwagen beftf/rfrigten. Tie Verhaftete haben Gütersendungen bestohlen, die nach Frank« furt a. M. beftimmt waren, und die infolge der Grenzkontrolle hier mehrere Tage stehen mußten. Bis jetzt fonittrn für ctiva 20 (XX) Mark des r> - ftpljtcnen Gutes wieder herbeigeschafft inerben.
--- Niedershausen, 1. Oft. Beim Fischfängen benutzte der 20jährige Marl Steup Dvnamitpatronen, in die er, um eine noch größere Sprengwirkung zu erzielen, Erde stopfte. Die Mischung explodierte, riß dem jungen Mann die rechte Hand ah und fügte ihm im Gesicht und an der Brust
--- Frankfurt a M., 1 OM. Der Arbeiter« .... lehnte heute nach einer stürmische von noh tischen Leidens.Insten toirckiwogten Sitzung mit 101 Stimmen der U.S.P nnb der kommun i«tisck«m
das Pfund 3,— Mk. 2__
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ctrna gar eine verkappte Frauenrechtlerin „Nein. Ader . .
„Nun also! Gottlob? Dann haben Sie t>i3 Heiraten ia nicht verichwvom und werden wi: Ihre Sä'Western sehr bald einen natürlich m Besä ützer finden. Wenn man so schön und lieblich ist, braud’t man wirklich nicht erst an einen „Beruf"' zu denken! Bis dahin . .
M ödeste fuhr zornig auf.
,^Ich will nicht geheiratet inerben, bloß weil id rin hübsches G.'sickst habe! TaS ist viel schmachvoller als der clenbeik Srrnf! Ich werde über« Haupt nie heiraten!"
Magnus betrachtete sie plötzlich sehr inter- enieri. „Et der Taufend!" dachte er b troffen. „Welche Raffe steckt in diesem kleinen schüchternen Ting! Das hat bi5 Mädel für selbständige An- Hduen!"
„Sie haben mich wieder mißverstanden," tagte er bann laut. „Ich gebe natürlich zu, dost L!
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müssen," das klingt so traurig und häßlich v,n M odd«mlippen/'
Modestas Elfengestalt reckte fich empor, und ihre schönen dunklen Augen blickten ihn stolz an.
„O nein, das klingt weder traurig noch häßlich! Ich sprach auch nur vom Tafeldecken — selbstverständlich werde ich mir einen anderen Beruf ausdenken, der mid> weniger mit fremden Leuten in Berührung bringt. Traurig ist ja nur, von anderen abhängig Mi sein, unb häßlich, auf . .
Sie verstummte erschrocken — „auf eine gute Partie zu warten" — nein, das durfte sie ni<ht ausfprechen.
Magnus betrachtete sie lächelnd.
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Aus Stadt und Land.
Gießen, den 2. Oft. 1919.
Die Erhöhung der Eisenbahntarife am 1. Oktober hat, wie zu erwarten war, in den letzten Tagen des September eine außergewöhnliche Steigerung des Eisenbahnverkehrs hervorgerufen. Jeder versuchte nod) schnell, zu dem alten Preise seine Reiseaüsich- ten auszuführen. Die Züge waren so volb- gepfropft, daß man nicht wußte, wie die Mengen fid) zusammenpferchten, um in solchen Mengen die Abteile Übervölkern zu können.
Aber auch nach dem 1. Oktober hat sich dic Reisewut nicht wesentlich vermindert. Die Schnellzüge vor allem sind immer noch überfüllt. Ihre starke Benutzung mag allerdings auch mit der Frankfurter Messe Zusammenhängen, die einen regen Besuch von auswärts aufzuweisen hat. Ein merkliches Nachlassen des Bahnverkehrs haben die erhöhten Tarife bisher wenigstens noch nicht bewirkt. Der um 10 Uhr morgens von hier nach Kassel—Hamburg abgehende I)-Zug war gestern und heute derartig überfüllt, daß ein Vorzug abgelassen wurde.
Das einzige, was siä) gebessert hat, ist die Pünktlichkeit. Die großen Verspätungen lassen nach. Die Züge aus Kassel, bei denen man in letzter Zeit mit einstündigcr Verspätung rechnen mußte, haben bereits nur mehr — eine halbe Stunde Verspätung.
Bei der P o st hat sich die Erhöhung der Tarife im Verkehr kaum bemerkbar gemacht. Eiue Steigerung trat vom 1. Oktober ab in der Aufgabe von Paketen ein.
Schlachtvieh-, Häute- und Fleischpreise.
Um einen Ausgleich in der seit Freigabe der Lederbeioirtschaftung ungered)tsertigten, außergewöhnlichen Preissteigerung der Häute und Felle von Schlachtticren lRinder, Kälber, Schafen unb Pferden) herbeijuführen, hat das Reichswirt- schastsministerium angeordnet, daß für die Folge durch Sachverständige bis zum 16. jedes Monats aus Grund der vorhergegangenen Häute- a n 11 i o u c ii, der den Höchstpreis übersteigende Mehrerlös sestgestcllt wird.
T>er' sich aus den Zentner Lebendgeividst ergebende Mehrerlös wird in (Gestalt eines Häutezuschlags wie folgt in fRcdynung gestellt:
Ein Drittel erhält der Tierhalter als Zuschlag
feit, mit der sie jetzt sprach und ihm das Kuv.'rt aufnötigte.
„Davon tonn doch feine Rede fein, Modesta! Was Cie in Ausübung Ihres Berufes bisher verdienten —"
„Aber ich bin doch nicht Tafeldecker in von Beruf!"
„Nicht? Ich dachte." . . . Jetzt war er der Verlegene.
„3d> tat es immer nur aud Gefälligkeit unb aus Freude an der Sache selbst. So wollte ich 's auch bei Ihrer Tante. Erst vorhin drang meine Freundin in mich, ich soll es zu meinem B^rus machen, weil Ihre Tante meinte . . . ab?t ih schlug eS natürlich ab. Ich weiß ganz gut. Die Schwester Ihn? Braut darf sich ihr Brot nicht in Dieter Weife verdienen! ..."
Schneeglöckchen im rauben Märzwind — der Vergleich fuhr ihm unwillkürlich durch den «tzopf
„3d) wußte es wohl," stammelte sie nied.'r- ge''chlagen, „Sie sind böse deshalb .... Sie schämen sich unser ... wir ... das heißt, ich — habe Ihnen Schande gemacht dadurch! Aber," sie schlug die Augen in heißem Flehm zu ihm auf, „ich tat es ja nickst für Geld! Ich wollte wirklich nichts nehmen. Man hat es mir jetzt trotz-
völkerung.
Auck ocr weite Ausschuß wird am nächsten Mi.lwocki seine Berattingen beginnen. Von Inter- esst ist unter den zur Beratung» stehenden Gegenständen der Antrag Knoll und Gen. betreffend die Pereinsackuny der Staatsverwaltung inib Herabsetzung der Verwaltungslösten, der Antrag Bor ne mann betreffend Revision des Land- wirtsck.asbs amwergesetzes, rin Antrag Hofmann in der gleichen Angelegenheit, eine Regierungsvorlage betreffend beit (Gerichtsstand imd das gc- ridtluti' Verfahren in Ansehung dcS Landesherrn, verschiedene VorsteNungen betreffend den Reli- gionsnnterrick-t in den Schulen, Vorstellung des Hessischen Oberkoniisloriums betreffend die Wahrung oes ckristlichm Grundcharatters des deutschen Schulnesens, Vorstellung des Tr. Walz betreffend Erhaltting des Reckites der Privatfel'-uleif, Vorstellung des Hessischen Krankentassenverbandes betressend die Für sorge lasse für die Beamten mich Bediensteten der Landgemeinden usw.
LaudeS-Pfcrde^tchtoercin für Hessen.
** Friedberg, 30. Sept. Der La n des - p fe rde zu ditbe r e in für Hesse n trat am Sonntag zu feiner 42. ordentlich «en Mitgliederversammlung im Hotel Trapp basier zusammen. Es 1 raren etwa 20 Dtitglteder einschließlich des 'Siorstandev erschienen Oekon-omierat Muller <Neuhof bei Gießen) hieß dic Anwesenden willkommen. Major von Neufville erstattete den 3alrte»bmdit und erwähnte die geradezu unser* antnartlide Vers ch^lechterimg von Pferde material in den ersten Tagen der Auflösung des Heeres. Man müsse letzt alle Kraft daran setzen, das Pserde- materral wieder zu ergänzen. Ter Vonitzcnlx^ be
ben reichen Beifall. Namentlich die Eittdecku.eg ces Mörders gvenzte ans Frbelhrne. Nachdem füf. der Gedankentever de Dasau-el unter mt- ioredfenber Äontrolle aus dem ^aate_ entternt, wurde vom Publikum ein Herr als Marder, ein anderer als Ermordeter, einige wettere Herren alJ Spießgesellen des Mörders, die Mordwafte. tot Sörverstelte des Todes'treichs, du: genaue Zeit des Mordes, der Mordzcselle, welcher das geraubte Geld bei sich trug, unb der Telepath bezeichnete alles aufs genaueste. Es sei daraus hm gewiesen, daß morgen eme zweite Vorstellung gegeben nurb. die wohl gleichfalls reaen Zuspruch nnben durste.
KreiS Schotten. .
E. Laubach, 1. Okt. Ter gestrige Mtchae- lis-Sckweinemarkt war sehr schwach bc^ fahren. Es waren nur 14 Stück Ferkel von auswärts auf getrieben Das Angebots und auch die Nachfrage waren daher . gering. Es batten Jun wenig Aäufer eingehmben, zumal auch gestern die stäbttsche Obstversteigerung stattsand, wodurch viele Käufer abgebalten wurden Tas Stück 6 bis 7 Wochen alte Ferkel wurde mit 80 bis 110 Mark bezahlt. Zwei Stück Ferkel mußte ein Landwiit aus Villingen wieder vom Markte mit nach Hause nehmen. „ .
E tiaubatfi, 1 Ott. Bet der gestern tner abgehaltenen städtischen Aevfelversteige--. r u n g wurden wie überall nt diesem Jnhre ganz enorme Preise erzielt. Sekten kam «n Apfelbaum unter 100 Mark zu stehen. Ter Zentner stellte sich auf dem Baume wohl bis 50 Mark und darüber. Ter Getemterlös konnte bis jetzt noch nicht angegeben werden. Auch das Sefetttekün ist sehr teuer. Händler zahlen für den Sentnri 30 Mark und liefern die Aepfel noch 'Frank furt a. M.
Kreis Friedberg.
Q Bad-Nau he im, 30. Sept. Tie veni - ;u Ende gegangene Sommer!ur sch'.rß in allen Seilen außerordentlich erfolgreich ab. Währ.'nd der Sommerfur waren über 33 000 Kurgäste an- roefenb und wurden weit über 320000 Bät^r ab- gegeben. Trotzdem auch in Bad-Nauheim stucker Zuzug von Familien herrscht, die hier ihren Wohnsitz aufgeschlagen haben, wurde die Unterbringung und Verlegung der Kurgäste in durchaus befru digender Weise ermöglicht. Ter Bad:- und Kurbetrieb erleidet mit Beginn der Winterkur fein: Unterbrechung. Tie Badehäufer bleiben geöffnet, täglid finden Konzerte des Kurorchesters und son fiige Veranstaltungen statt. — Zur Behebung des Mangels an Familienneohnungen läßt die Sdidt- verwoltung in der alten Kinder Heilanstalt Elisabeth- Haus etwa 10 Wohnungen einrichten.
Friedberg, 1. Okt. Der K'reiStag wählte in den Kreistag drei bürgerlidic uno drei sozialdemokratische Kreistagsabgcordnete
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 10. Okt. Das Kriegsgericht der 10. Französischen Armee hat weitere 28 Deutsche, welche sich zu Tätlichkeiten oder Verleumduugen gegen deutsche Francn hinreißen ließen, die m i t Franzosen btr kehrten, zu Gefängnisstrafen bis zu 2 Jahren, oder mit Geldstrafen bis zu 1000 Mk. Denn teilt Die Verurteilten stammen meist aus starkenburgischen, rheinhessischen oder nassauischen Landgemeinden.
Hessen-Rassau.
Ablehnung der Neuwahlen für den Arbeiterrat
Weide zu treiben. Oekonoinierot Breidenbach Blut- imd Vcbemnnft, frisch, „ . „ 1,80 „
betont, man habe die Wallache bisher ni-fa auf wobei das dem Kommunalverband zusallende die Weide treiben können, weil die Platze überfüllt! Drittel schon zur Fleischpreissenkuna benutzt wurde.
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„Sie haben jnid; vorbin inißvci-standen. entern Zn-ang könnte da nb.Tbaum nie ein.* fein. Aber es fr;ut mitt um Ihretwillen <;v feinen ?*rul o. süb n „Sein Vr-n t*.-rt
Anfragen und Anträge in der Kammer.
lf Darmstadt, 1. Okt Abgeordnete ort Deutschen Vottöpattei und des Zentrums haben folgende dringlich. Anf.'age in brr Kammer (Bterau und Genossen, em.iebracht: ,,«nt 25. tember hat die Ärbritersck-ast der ^lieun'chen ,to' brik E. Merck in Tarmstadt, soweit ste im sozial- demökralischen! Fabrikarb-iteroerband organisiert ist, den ganzen Betrieb stillgelegt und von denjenigen Arbeitern, die Mitglieder des chnstlichen Fabrika^beiterverbandes waren, gefordert, datz fte unter völliger Beiseitefchtebung ihrer Ueberzeu- gung dem sozialdemokratischen Fabrikarbeit er verband bnzutreten hätten ober sofort die Arbeitsstelle verlassen müßten Der Firma E. Merck wurde von dem sozialdemokratischen Arbriterauslchust ein Ultimatum dahin gestellt, da st diejenigen Mit- gtieber des christlichen Fabrikarbeiter Verbandes, die trotz der v^rstehmden Drohung ihrer Ueberzeugung und ihrem Verbände treu blieben, die Arbeitsstelle nicht mehr betreten dürsten, widrigenfalls sofort
gesamte Fabrikbetrieb stillgelegi würde
Wir fragen: Sind diese Vorgänge der Regie
rung bekannt? Was gedenkt die RegierunA zu tun, um dem durch die Berfasiung gewährleisteten Grundrecht der Koalitionsfreiheit und Ueberzeugungsfreiheit gegenüber derartigem Terrorismus nacßbrfiifHd) zur Geltung ui verhelfen und solchem versassungswidrigeii und strafbaren ^Bedrohung) Verhalten der organisierten Arbliiersckaft für die Zukunft vorzubnigen? Was gcdcnkt die Regieruirg zu tun, um den brotlos gemachten fÄrbeitcnt zu ihrem Recht zu verhelfen?"
rm. Dar in stadt, 1. Ott. Der am Donnerstag iufammentretenbe Finanzausschuß der Hessischen Volkskammer wird u. a. auch eine Bor- stelluns des Verbandes deutscher Zeituitgsverleger, betreffend die Rückvergütung für Zeitungspaplcr beraten. Auch die Vorstellung der Stadt Mainz, betreffend einen Staatszusck.uß zu dem Mainzer Stadtcheater, steht zur Beratung. Ein Antrag des Adg. E i ß n e r t betrifft den Urfunbcnftcmz url und ein Antrag Kiel.Aufl)rimng von Stern- pelg.'bühren. Eine gaiye Reihe von Vorstellungen, Antrag'n betreffen die Wünsche von Beamten, Sckneibg.'lstlfen über Anstellimgsverhälttiisse, Ge- t^ltsertzöhung usw. Die Oberlehrer fordern Erhöhung des Wartcgeldes und Abkürzung ihrer VorbereiNingsdieustzeit. Tcr Antrag Urstadt u. Gen. nünscht Förderung der tanblu. Gütererzeu- gung uno Sickerstellmig der Ernährung der Be-
die nur auf äußeren Reizen fußt, für euK Fran entwürdigend ist. Aber ba5 Aeußeve ist s;hr oft die Brücke zum Innern und mir scheint. Sie haben gerade dort einem Mmrn Schatze zu bietm, wie wenig andere Mädchen! Nur in jenem höhnen idealen Sinn — wo Liebe auf lieber*initimnyang der Seelen beruht — ist sie ja etwas Heiliges, Erhabenes $u nennen. Warum sollten Sie triefer Siebe nicht auch tetfbaftig werden? Bis dahin aber sollen Sie sich nicht in einem Beruf ab- auälen und lieber alle Sorgen um äußere Dinge mir übertaffen, der ich ta fetzt zu Ihnen gehöre . .
„Sprechen Sie nicht weiter!" imtz'rbrach ihn M-odesta, die sicb kaurn^ etwas,benibigt hatte, von neuem auffahrend. „Sie dürfen erwarten — ] i fordern, daß ich Jfeien feine Schande mache, aber mir em Almosen bieten, wie einer Bettlerin, das dürfen Sie nicht!"
.Modesta!"
Er sah sie schmerzlich erstaunt an. Ihre Augeii ruhten out ihm. Sie strich sich mit zitternder Hand das Hoar aus der Stirn.
„Ich würde lieber sterben, als je etwas von Ihnen annehmen!" stieß sie erregt heraus
„Aber Modesta — hassen Sie mich denn? DaS habe ich Ihnen getan? Fühlen Sie nickst, wie ich Sie und bte Ihren li'b gewannen habe t»om ersten Augenblick an? Daß id) nur wünschte. Sie möchten mich fortan ganz als einen ’ r Ihren . . als Bruder betrachten, und daß to 1 C'xfüN allein mir vorhin Die Worte aui di.' Lip^n legte? Wie rönnen ov. nur denken, ich hätte erie demütigen wollen?"
(Fortsetzung folgt)
MagnuS war sehr betrübt. Er stellte eine Menge Fragen um Evelyns Besinden und schi'n süb gar nicht zum Gehen entschließen zu können.
Sie standen nun im kleinen Vorzimmer, da- Halbdunkel nxir und nur von einem kleinen Ltel- lämpcken spärlich erhellt wurde.
„Mama ist aud: fort mit Lotte," sagte Modesta medstmisch. Aber er ging auch jetzt noch nicht, ivte sie doch so heiß erhofft. Es schien ihm plötzlich ein Gedanke gekommen zu fein, d'n er auch gleich zur AuSfühinng brachte.
„Aber Cie sind da, liebe Modesta, unb avnn Sie mich au di nicht einmal mS Zimincr führen, iondern nur zwijckieu Tür und Angel empfangen, io möchte ich die seltene Gelegenheit, Sie allein zu ipreeben, doch nickst imgenützt vorübergehen lassen. Ich habe nämlich eine Bitte tut Sie."
„An mich ?"
„Ja. Aber Sie bürten es auch gewiß nicht ütrluflimen oder falsch ^»erstehen . .
„Was wünschen Sie?"
„ES handelt sich um Ihren Beruf, in dessen Ausübung ich Sie zum ersten Male erblickte. Sie erinnern sich, liebe Modesta, nicht nxtbr? Es war kei meiner Tante Kammelsberg . . . ab r fürcksten Cie nck doch nicht!" unterbrach er sich plötzlich <nd loden. ,^Jchgrollte Ihnen ja 6?d> gewiß nicht nelje tun . Sie zrttent ja, Modesta . .!"
In der Tat stand Modesta bebend da, w ein
seien Er will sich- bei dem Landnnrtichaftskammer-l Ausschuß für den Vorschlag des Vorittzeltden eut- setzen; die Scutfohteii müßten jeixxf; bevorzugt ir erben. Es seien Bestrebungen im Gange, bte Weiden aufzul-eben. Ter Pferdezucktvercm müiie hiergegen Schritte unternehmen. Ter Redner schildert die Schn lerigleiten bei der Werde in Sautern ba*41 Ter Lorsitz.nde erklärt auf eine Stnrra^c des Defoiromierat Bteidenback , daß der belgische schlag immer nod die Richtschnur des Vereins fei, aber unter den jetzigen Perhältnifsen müßten aud andera Zuctten in Betracht gezogen werden ü,r. Roß erklärt siä bereit, bei der Landwirtchoftskammcr ui Darmstadt dafür einjutreten, daß die Wallache ebenfalls auf die Weise getrieben loerben. Sobaud ntrb der Voranschlag in Einnahme und Ausgabe mit 10555 Mk. genehmigt. Tie Versammlung ist damit einverstanden, daß der bisherige Vorstand unverändert im Amte bleibt, auf Vorscklag von Lekonomierat Sttibenbad. nirb Tr. Noß neu hin- zugewähtt. Nad> den Ausmhnmgen des Vorsitzenden ist die Versammlung mit der Beibehaltung des bisherigen Beitragssatzes einverstanden. Tcm Rech' ncr des Vereins wird unter Tantesworten des Vorsitzenden Entlastung erteilt. Zum Schlüsse betont der Vorsitzende nochmals den festen WUlen des Vereins, alles aufzubieten zur Hebung der Pferderudt, zum Wohle des Einzelnen wie des Vaterlandes. Tie nächste Versammlung findet nächsten Jahre in Darmstadt statt.


