Mittwoch. 2. April 1919
169. Jahrgang
Erster Blatt
, wo der gröfite Teil seiner I Langmut sei es zu Ende. Uebrrgens kommt auch wti mfintp hi? Dbrtrultwn in der bürgerlichen Prelle dre Memmig zum Ans- I druck, das; dieser Freispn
könne. m.<r
Paris, 1. April. (WTB.) Havas. Wilfon, Lloyd George, Orlaiibo. Clemencoau, Balftair, Sorniino, Lansing und PickZm harren g?itent nad>» mittag e.nc vierstündige Unterre dun g, an der während einiger Zeit auch Marschall Foch sowie die Äencralc Wilson und Tiuz teilruahmen.
Eine Urisis innerhalb der Entente.
für örtliche Anzeigen 25 M.. für aus wärt» gs 30 Pk^ für Reklamen <L'tt.l.-iieb|!20o ,Teue- runaszuf r lag;Plar>vor» fchnn 20 H Aufschlag. Hauotjchn Heiler: Äug. Goen- Lerautwortltch für Politik: Aug. Goetz, für den übriacn Teil: Dr. Reiuholo Zenz; für den Anzergenlelt: p. Beck; fämtltch in G'etzen
Die Regelung der Oftfragcn.
Berlin, 1. April. (Privattelegramm.) Tos „Berliner Tageblatt" nielM aus Amiterdam, biy auch in der Tartziger Frage der von England unterstützte Standpunkt Amerikas übet die französisch? Auffassung t r i u m v l) re r te. Es scheint, Hatz Wilson in dneser, wie in anderen Fragen bv$5 zu der verhüllten T-rohung mit einem Bruch gehen mutzte, um Frankreich zur Milderung ferner Forderungen zu billigen. Nach Meldungen aus englischer Quelle sei es ferner nid>t ausgeschlossen, das; Litauen und E st l a n d m i1 Polen vereinigt würden, damit Lihau der Öauvthafen für Polen werden kömte. Daneben werde die Interna ionalir.wmrg der Witd/sclschlN- sal/rt und die Schaffun.g eines Freihafens tn Danzig weiter erwogen.
Tie Verhandlungen mit Foch.
Paris, 1. April. (WTB.) Savas. Das ..Echo dc Paris" meldet: Marschall Foch ist heute nacht zur Front aogereist mit allen erforderlichen Instruktionen, um mit den deutschen Bevollmächtigen in Spa zu verhandeln. Er wird mit dem Rat der Lier ut dauernder Verbindung stehen. — Der Rat für Unterseetransporte ergreift alle Maßnahmen, um den Transport von Truppen zu sichern Man nimmt an, daß der Rat der Vier nicht zögern wird erforderlichenfalls zu Taten überzugehen.
Die Einreise in da- englische Ä eiatzungsgcbiet.
uiuu, uui) utwi, Freispruch ernste Folgen Haden werde. Selbst der „Tcmps" meint, daß eine '-Ber* urteil ung eigentlich selbstverstäatblich gcroeien wäre, aber, so fügt er hinzu, man müsse sich mit dem Freispruch abfinden. Auch der „Newvork Öeralb findet das Urteil unbegreiflich, zumal nach der Verurteilung des Atleutäters Cottm Es sei nidyt allein nötig, Göttin zu begnadigen, sondern auch eine allgemeine Amnestie für politische Vergehen
- Annahme von Anzeige» f. die Laaesnimiiner vis zum Nackmiinai vorher ' oynejedeBnbindnitzkett
Zeilenpreife:
erfolgt.
Tarifp?rträge im Holclg.wcrl'c.
Frankfurt, 28. März. (WTB.) Im Frankfurter Dos fanden unter dem Vorsitz von Dotier (Köln), Verhandlungen zwischen dem Verband der 5) o t elbesitzer Deutschlands und den Arbeitnehmerverbänden des Hotelgewerbes über den Abschluß von Tarifverträgen statt. Mit dem Verband der Koche kam es zu einer Einigung über einen sich über ganz Deutschland er- streckenden Tarifvertrag mit Grundlöhuen, Zonen- und Teuerungszuschlägen. In den Verhandlungen mit der Arbeitsgemeinschaft der gastwirtschaftlichen Angestellten verbände wurde grundsätzlich die Notwendig leit einer ausreichenden festen Entlohnung aller Hotelangestellten anerkannt. Es tarn jedoch nicht zu einer endgültigen Einigung über die Abschaffung der Trinkgelder, die die Arbeitgeber zunächst für das eigentliche Hotelpersonal durchführen wollen, um damit schrittweise zu einer befriedigenden Lösung dieses Problems zu gelangen. Die Fortsetzung der Verhandlungen zwischen den beteiligten Parteien wurde einem engeren Ausschuß aus Ar- beltnehmeru und Arbeitgebern übertragen. Schließlich wurde der Abschluß eines Tarnvertrages mit dem Hotelbeamten-Verein vorbereitet, der demnächst zum Abschluß gebracht werden wird.
Köln, 29. März. Für die Einreise ans dem unbesetzten Gebiet in das englrsche B e - satzungsgebiet iiL wie die internationale Telegraphenaqentur ersälrrt, für dringens Geschäftsreisen folgend.' Erleichterung getroffen worden: Solche Reisende besorgen sich einen dentlchen Reisepaß bei der Poli^ibehöcde il>res Aufenthalts- ortes Für Reisen nach dem engluchen besetzten Gebiet mutz der Reisepaß vom Bürgermeiltcr oder Landrat befürwortet und mit einer kurzen Be- grünbung über den Zweck der Reise an die Handelskammer Köln weitergegeben werden. Von der Genehmigung seines Antrages wird der Gesucki- steller durch ein Telegramm beanchruhttgt, das hn tzur Einreise nach Köln berechtigt, wo er dann auf dem Hauptlxihnhos, Balmsteig 4, seinen Patz in Empfang nehmen Sami.
Ein englisches Zeitung-vcrbot.
Es kommen heut« ernsthafte Meldungen über Unstimmigkeiten bei den gegnerischen Verbandsinächten, die in deutschen Landen selbstverständlich mit Genugtuung betrachtet werden. Wir brauchen daran, daß Ele- menceau und sein Anhang.meh r in den Friedensbedingungen verlangen, als Wilson und Lloyd George, nicht zu zweifeln. Wir dürfen auch daran glauben, daß die Möglichkeit einer Trennung der bisherigen Bundesgenossen besteht, daß Wilson tatsächlich aus der Parker Sphäre aus^cheidet. Aber diese Möglichkeit ist gering und geht in Unwahrscheinlichkeit über. Wir haben gerade in einem Großftadlblatt den alten Trick gewißer Ringkampfunternehmer wieder aufgesunden, die die Schaulust des Publikums mit dem Wettbewerb eines „Unbekannten" zu beleben und zu steigern pflegen, der mit vorgebundener Maske die Preiskämpfe interessant macht. Mit einer so durchsichtigen Mache hat nun der angebliche Konflikt auf der Pariser Konferenz gewiß nichts zu tun. Aber der Deutsche, dem nach des Dichters Wort List und Kuns schleckt gerät, könnte zu gegebener Zeit doch ähnlich genarrt und getäuscht werden. Wie, wenn Willon, Lloyd George und Clemenceau auf den Einfall kämen, uns wirklich noch einmal eine Komödie vorzuspielen. Clemen- cenn erschiene als der Unterlegene, die Deutschen würden sich darüber freuen, wären aber in Wahrheit, wenn sie die Sacke nicht durchschauten, die Geprellten. Scheidemann hat in der Nationalversammlung schon erwähnt, wie die Entente uns an die unsinnigsten Forderungen gewöhnen möchte, damit wir schließlich das Schlimmste noch erträglich finden sollen. In derselben Absicht könnte auch die Geschichte eines angeblichen Konfliktes sich bewegen. Wir können dagegen nichts tun, wollen uns aber nicht voreilig freuen, sondern lieber wach und mißtrauisch * fein. Die Losung muß lauten: Keine anderen Bedingungen, als die 14 Punkte Wilsons sie vorgezeichnet haben!
Rotterdam, 1. April. Ter ..Rieuwe Rot- t -bamid)? Courant" bringt heute eine Meldung s.. Qpnbmvr „Daily Telegraph', bte er mit ber Umschrift versieht: „Zieht Amerika sich aus der Friedenskonferenz zurück? Das Londoner 23fatt gibt eine Tepe icke Wines Neuyoder Karrespvnden'.en wieder. M-wach der Pariser Korrespondent der „New York Times sti° nein SÖlat'e gedrahtet bat, fei möglich, daß Amerika sich von der Friedenskonferenz zurnck- ?ieben werde. Ter „Nieuwe Rotterdamsche Eou- rant" bcw.erft bmu, das; der Vertreter der „New- Yovk Times" sich der Verantwortung für feine Nachrichten bisher immer in vollem Umfange bewußt gezeigt bat, und daß feine Mcldilngen in Amerika fcljr beachtet werden. Er, sagt in feinev Depesche, wrnn die Dinge auf der Friedenskonferenzi sich nickt schnell bessern, so sei es wvhr,ck>einlich baü der Welt eine grofc Transakti on bevor- stehe Tatsäckflich feien die ©ttumgen des Viererrat es zum Stillstände gekommen Tie da»« Woche fei vergeudet worden, und am Sonn- Mg hätten sich. die Verhandlungen auf das schlimmste zugespitzt.
Ter heutige „Daily Ehrmncle^ das Blatt Lloyd Goorg.'s, schreibt auch «us ostenbar mlPi- riertec Quelle, die Frage der WnHerlferstellimg sei das ernsthafteste Hindernis für den .Frieden gerben. ATs kvas sich auf dies ina nzie II en Abmachung en beziehe, werde von den fran- infifdien Vertretern auf ixts ängstlichste geprüft. Sie nx'llen -offenbar keiner Abmachung zustunmen, die ihren Fordermigen mcht in wct.estcm Umfange entgegenkonrrnt. Man sah em, daß, wenn die Fixm?-osen der von AmerikavorgeschlägenenMe thede zur Lösung der Frage der Wiederherstellung Anstimmen würden, der Friede so gut wie^epchert Ä Aber gelbem habe sich die «E Sachlage voilst-äudig verändert. Man weiß noch nicht genau, um was es sich handelt-, ^r mitzerlplb des Vierenmsschusscs habe Elemenc^n daraus beitam deii, daß der Ausgleich über Wiederherstellungsfrage davon abhängig gemacht werde, daß das Saar becken den Franzosen zuA,ewiesen werde. Tie Ftan^sen stellen auf dem Standpunkt, daß das ganze Saartal an Frankreich abgetreb.n wnden muß als Teil der EntschadM^! Teutfchland für die zerstörten frmizoiischenBerg-
2-1, tt>iftiCTi habe. Aber obgleich über die Vorgänge in d-m Ausschußsitzungen leine Mi^ tfiliinrnm gemacht werden, so nehme man doch an d^ WUson und Lloyd George da- aeaen stimmten. Ter amertkanyche »tanb» SimPf aebe babin, daß die Alliierten, a.r dem Gründ atz festhalten müssen, daß die Völker nicht ohne iiyre Genehmigung verteilt und
ren Lande zugelviefen werden dürfen. Mali brrua)6 Sr^aat Sb Chrvnicle", keine Einzelheiten wefter, imi zu wissen, w°S-W ^te Tte kraßen 'Könner, deren Emschl utz eine ^ölung aller Fragen zu versuchen, um den l?uge ver schleppten Frieden endlich zu fielen, die größtes Hoffnungen erweckt iljatte, Fountcn letzt n ch und seien in der übelftat ^Wtimung. Man dürfe sich nicht wundern, meint das {?, ß e
sident Wilson vor der Frage stehe, oberesnoch rn i t de n Int eres sen f c i Kandes vereinbaren.konne, lahacr i
Austrag zu bringen.
Bayern und die Friedenskonscrenz.
München, 1. April. Baharn hat vor kur- 5cm bei der Reichsvegierung das Verlangen gestellt, aus der Friedenskonferenz mitvertreten zu sein. Tie Rrvchsreonrnng bat dieses G-rfudjen abgelehnt. Eine Rückaußem»^ Va erns ijt auf diese Ablehnung bi-er nicht
Ta- freifpreckende Urteil gegen den Mörder Jaurös'.
Bern, 31 März. Tas Urteil im Prozeß gegen Villmin, des Mörders Jaurös, empfmden die französischen Sozialisten als einen Fausychag ins Gesicht. Es wird propl»ez?it, die Tage derjenigen, die das Urteil gefällt hätten, seien ge> ääMt Für die „SSerite" ist das Urteil ent Ereignis, das wie kein anderes geeignet ici. Die soziale Ordnung zu bedrohen. Der „5Iomrne lwre hält das Urteil nicht nur Tür l>ellen, WalMMN, sondern auch für einen schweren po ttiidym Fehler mit ungeheurer Tragwcck.v Die >o la.isti'.che Par- I iDcrbc das nie vLEÜen lämuin. mit ihrer
hessische roHsfammer.
Darmstadt, 1. April. Die l)e si che Volkskammer, die heute wieder zusainmengetrelen ist, nahm bei bter BeraNing des Notge.etzes wegen Verlängerung des Budgets folgenden AuSfchnß- antrag an: Die unter Kapitel2 vorgesehene Zivilliste des früheren Groß Herzogs> in Höhe von 1410000 Mk ist gestrichen. Die Regierung wird ermächtigt, bis zur deanuiven Beschlußfassung über den Staatsvocamchlag bte Betröge zu zahlen, die zur Deckung der Bezüge für die seitherigen Beamten und Bediensteten der Lwsverwaltung und des Hofthealers, sowie von Rubegebaltsemvunoem und Hinterbliebenen er- forderlich sind, soweit nicht bte Ber! and-angen mit dem Großherzog schon trüber zu einer Ber- ftänbigung führen. Die S t e n e r v o r r e ch t e des früheren Großherzogs und der Mitglieder deS großberzoglichen Hames fmb am 2o. yeuiuar 1J1» fortgefallen.
Eine Warnung vor japatrischeti -inwerl'ungcn. In letzter Zeit mehrten sich bi? Stimmen, di< über eine Anwerbung deutscher Offiziere unb Sok baten nach Japan berichten. Es wird erzählt, daß ein öanbgelb von mehreren tauienb Marl uno ein monatlidicr Sold von 1200 Mark gezahlt werden soll. Im „Hamburger Fremdenblatt" wird darauf bingewiesen, daß Japan jahraus jabrern ernftere Verluste auf Formosa hat. Diese Intel, die nach tycm letzten d)inesisch-japanisd)cn Friebensvertrag an Japan kam, konnte trotz aller Wnftrcnguwrt ber Japaner bisher nicht unterwonen werden. Las mörderische Klima bereitete den Japanern ungezählte Verluste: der von Krankl>ei.?n und Entbehrungen geschwächte Rest wurde stets noco von den kriegerischen Eingeborenen uberroaihgt und in die Ausgangshäsen zurückliedrangt. Japan wird deshalb auch für sich die Bildung einer -rremb. truppe erstreben, es sucht deutsche Al>enteurer, bte die einmalige Fahrt in die ichöne herrliche Tropen- Welt mit dem Tode bezahlen müssen. Wer ftch vou
zur Heberttubmt bei benndjen Slaatsbohn durch das Reich. <
Bayern und die Vereinheitlichung der Eisenbahnen.
München, 1. April. (WTB.) Tor,bayrische Lanbes-Eisenbahnrat beschäf.igte ftdi gestern mu der Frage der Beretnhettllchung der d e it t s ch e n E i se n ba»h n e n. In der Ausspiache wandten sid» alle Redner gegen eine Berstewnlti- gungspolitik bei der Abgabe der bayrncheu Bahnen. Verkehrsminisler Frauendorfer betonte, daß Bayern bereit fei, den Reich^nhertS- g danken zu sinken: aber aufs der Weinutrer Gruttd- bage sei dies nicht möglich. Kvmesfalls dürfe Bayern zur Abgabe seiner Bahnen lwznmnget, werden. Eine Veoeinhcntlichung der Erfeiibahiien werde vor allem ein Wveberernxtchen der monie Großpreußcns bringen. Zum sd).uli nahm der Eisen bahn rat mit überwältigender Mehrhett eine Entschließung an, in kr er sich mit einem einheitlichen Ausbau der Emnchtur.geii der deutschen StaatseisenbahnverwaltuuV.'N und mut einer Stärkung der Rrichsaufsicht über bte .Rem>s- eisenbahncn cmoerflanbcn erklärt und nut EM-* schierx-nbcit le out, daß eine liebernabane der bay- ri)d>cn Staalseisenbahnen auf das R ich nur t m Wege des freien Vertrages nut Zustimmung ber baDcriidxm Vcllsoert.elungz erfolgen könne. Ferner erklärt er, daß er den gegenwärtigen Zeitpunkt wegen der pvlllisd).ni und witt- id>aftlid)en Wirren für. ungeetgilet halte, viele so weit:ragende Frage zu einem allseiü, befnedigelida»
Pariszu bleiben-------------
Zeit ausgewendet werden müßte, die Obstruktion. zu überwinden, die den Friet-ensschluß verzögert. | Die Lage sei jetzt zu einer Krisis gediehen, in der man offen zugesleht, daß jede Verzögerung auf die Franzosen zurückfalle. Das Sdstimmste an der Haltung ber Franzosen sei, daß sie, nachdem sie gciuii'fen Regelungen zugestämmt l>aben, später sich nicht daran halten, sondern ani'cre 9tegelungen •Derlangen. Die ganze Reihe der Veridstepputigrn sei yu lang und zu unangenehm, als da» man sie aufzähleil könnte. Auch die Lage irn Osten sei so schlimm geworden, daß mand)Cy Volk iub frage, ob man ihrer über!>aupt noch Herr werden
Strapazen. m
Herzlicher Beifall lohnte beit Rednev yc Mid)oelis brachte auf General v. Lettow-Borbeck unb alle, die aus Ostafritä zurückgekehrt sind uno sich dem Vaterland sofort zum Sckutze der Helrnat- grenzen zur Verfügung gestellt haben, em Hoch aus, Luis jubelnden Widerhall fand.
2tus dem Reiche.
Eine Maßregel NoSke».
Berlin, 1. Aprst. ?lbendblättermelbimgen. (Priv.-Tcl ' Die „Vv s fdte Zei ung" meldet: Der .flommaniHint von Berlin, Kiawunde, ist tve^ en gvber Verf'hlungm vom R?id)swehnmni,:er N oske Ins aus weiteres s ines Dienstes enthoben worden. Di? Verrehlimgen, über die wohl die Hntersudmng Genauen^ ergeben ^wird, werden aus g-ro sm Uuftimm g\n:e:i m den Abred>- imnacn g folgert. Tie Fü wnng der Geilbafte hat nach einer Mitteilung, die heute vormittag tn enter V^samm.u g der KvrPs-Sv'da-enra e deo Gard?- kvrps gemacht wurde, vorläung der Ange.'/orige des Kommaudanttrrrates Fellchner übenivm- men, bis der Gouverneur Schöpf Im, dem die Kommandmitur untersteht, im.Emoerneymen mit dem Rei-liswehi-mi. i'er über die eitogultig? lieber* nalmte dec Gesd-af.e verfügt
Rücktritt des EisenbahnminifterS Hoff.
Berlin, 1. April. (WTB.) Staatsrnmister H o s s, der von dem Posten als preußlichcr Eyen- babnminvter zurückgetreten ist, bleibt C h es der Verwaltung der Reichscifenbalweii und führt alä solcher die Verband)unaen über btt Vorarbeiten
zu erlassen. _ , L
Bern, 1. April. Das „Journal de Geiiöve schlägt vor, den Mörder V i l l a i n rn entern Irrenhaus unterzubringen.
Hochverrat-Prozesse in Pari-.
Paris, 1. April. (WTB.) Havas. Gestern haben vor dem Kriegsgericht die Verhandlungen in der Anklage gegen Lenoir , De, suche s, Humbert und Ladoux begonnen Lenoir und Desouch.'s werden des Einoerständnisies, Humbert des Verkehrs mit dem Feinde bezichtigt: Ladoux ivird beidyulbigt, ein die Landverteidigung betreffendes Schriftstück unterschlagen zu haben.
Unruhen in Peter-bnrg?
Amsterdam, 1. Apr l (WTV.) Dem ,^All- gemeen Handelsblad" zufolge meldet „zaitl) Lelo» graph" aus Helsingsors, daß in Peter sour g sehr ernste UÄttu h e n stattfanden. Das Ansehen Lenins nehme ab. Trotzki werde im Kreml m Moskau ron let'.ifchen Soldaten ^uadyt. Er kbc ans Furcht für sein Leben in vollkommener Zurückgezogenheit.
v. Lcttow-Vorbeck über den Urieg in Ostafrika.
Ar. Z8
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Berlin, 30. März. General v, Le ttow- (Vorbeck hielt heute mittag am Einladung de-- Vereins Berliner Presse im Mciropo.t ea er emen Vortrag über den Krieg in Deut!ch-Osta-rika. Anwesend traten zahlreiche Vertreter der Kvwmal- verwaiümg, des Heeres und der Macrne, u.a. Gou- verneur Tr. Sdmee unb Admiral v. Trotha. Zu Beginn des Kampfes, so führte V. Lettow- Borbeck' aus, standen ihm eiioa 200 Europäer und 2400 Askari zur Verfüguirg: gegen ihn haben im Verlause der Kämpfe über 10 0 j eindl iche Generäle gejlanben. Zur Em- laftung bet europäischen und anderen Krregs- sck>auplätze beschloß er zunöchst, beit Feino an oer Grenze von Britisch-Ollafrikg durch einen Angriff und durck» die Vedrohung ber Uganda-Bahn zu fesseln Es gelang ihm, die d?utsd>? Kolmne y/3 Jahre fana vom Feind? frei zu Ijaltcu. Da arr|j n Sieg bei /Tanga etfodtt er nut LuOÜ gegen 8000 Mmul. Im Frühjahr 1916 zwang ihn der Anmarsch ber Sübafrikaner unt.r General Smi, ts, seine Tal ic zu rnibcru und durch Aus- ro idten den Feind hintanziiltalteu. Im November 1917 waren Waffen, Munition, ©ani!ät§matenal, das besonders wichtige Chinin lind der Proviant soweit ausgebrauch, daß u. a. die alten Patwnen Modell 70/71 verbraucht iverden mußten. Lrotz des ausgezcidmeten Geifies waren die inneren .Kräfte der Truppe aufgezehrt. Sie mußte vom Fcir.de leben und unter Zmammenraffung der marschsäbighen urd kampstüch igsten Männer sich auf Ucbcrrafdmngcn, schnelle Märsche und Hebe r- fälle eiiiftellcn. Tie deutsche Truppe durchbrach die einschließenden Feiiide. Ein gelungener Heber- sali aus ein portugiemch-s Lager bei Ngeman o, ' am Zusammenfluß be^ Rowuimi und des Lugende am 25 November 1917 brad)te eine gewaltige Beute an Geivehoen, Munition und Proviant. Beim Uebertrit auf das portugiesische Gebiet halte ber General etwa 3OO_Guropaer, 1 <00 Askaris und Sie nötigen Träger. Die Eingeborenen begrüßten die TeMsd?en als Befreier. Em Jahr später, als die 9!achricht vom Wafsenstillstand em- traf, waren noch 150 Europäer und 1200 As- Kris bei ber Fahite. Viele Askins sagten: „Wir werben bei Dir bleiben, bis wir fallen." Aber auch 3000 Träger hielten aus, trotzdem ihnen nichts geboten werden konnte, als Gefahren und
Berlin, 1. April. Wie die „Voss. Ztg." meldet, hat General D a k i n g die Einfuhr \ot= geiider deutscher Blätter in das durch die Engländer besetzte deutsche Gebiet verboten: „Germania", „Berliner Tageblatt , „Berliner Morgenpost" und „Berliner Bor- sen-C5urier".
Englische Waren im besetzten Gebiet.
Berlin, 1. April. Einer Meldung aus Köln infolge werden von englischer Seite Sch.itte getan, um im besetzten Gebiet den E-wort- und Import'anbei auhzunehmen. Eng .ische^Wa en werden in kurzer Zeit rn beträchtlichen Mengen emtreften. Deutsche Kaufleute habeii imt dre Er- lmibnis nachgesucht, einige ^age_na(f> England zu fallen, um dort Waren zu beltelleu.. Doch ist es dringend ernninscht, datz für die Emmhr nach Deutschland von allen Lumswaren abgeiehen wirb, und mir diejenigen SIrtitel cingefabd werden, die mir unumgänglich brauchen. x?m allgtm<Uten ist uns kein Einsuhrarlicel notwenbigec a.s ba^, was zum bringenbfhm LebenSunterhatt gehört, also vor allen Dingen Nahrungsmittel. Jebes Stuck Ware, bas über unseren Bebatt W auS eingefülnd wirb, verringert unsere Zahlungs- sähigkeit für bte vom Auslanb ernzmuhrenben Lebensrnittel, ohne bie wir verhungern. 6


