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M iiekrftit Nkyteiek M Yen» CsIchS Zkllcs.

Stanan von H. A. Adams.

(Nachdruck verboten.) (43

Gortketz-ung.)

,/Varmn," fuhr die Stiimne fort, und es Botte sich eine große Mattigkeit in sie einge- ssch licken,darum hat Vater mich verhindert, daß ich mit Horace zusammentraf, und ließ wich auch nicht schreiben. Er behielt auch alle Briefe, die Horace mir schrieb."

Aber hat Ihnen Horace gesagt, daß er ^schrieben habe??'

Natürlich," erwiderte sie mit einer Be­stimmtheit, die Galahads Argwohn beschämte. Horace hatte sie dann eben angelogen, denn Galahad war überzeugt, daß der junge Mann nicht geschrieben hatte.

Der Doktor kam jeden Tag und unter­suchte mein Blut," fuhr das Mädchen fort. Er sah ernst und besorgt aus, obgleich er mich auszulacken versuchte darüber, daß ich vorgäbe, krank zu fein. Er war noch ein ganz junger Arzt, aber sehr geschickt. Vater sagte, er sei der beste Arzt in Svdney, und ich könne sicher fein, schnell gesund zu werden; dann könnten wir auf unsre lange Reise gehen. Aber währenddessen nahm jene Müdigkeit immer mehr zu. Natürlich kam mir niemals auch nur der leiseste Gedanke, daß es wirklich etwas Ernsthaftes fein könnte."

*Unh es ist and) jetzt nur eine Vermu­tung?"

Rein, ich weiß es gewiß entsetzlich gewiß. Denn eines Tages es war gerade vor zwei Wochen wartete der Doktor auf den Vaters bis er nach Hause kam, uno ich wußte, daß es sich um etwas wirklich Ernst­haftes handelte. Deshalb bekam ich Angst, als Vater mit ihm ins Arbeitszimmer ging. Ick lag im Bett, aber ich stand auf und schlich an die Tür des Arbeitszimmers. Sie stand halb offen, und ich horchte. Ich hatte mich längst entsetzt wegeii all der Heimlichketten Mischen ihnen und fühlte iraend etwas Furchtbares hinter all ihrem Lächeln und ihrerr beruhigenden Worten. Sie behandelten mich wie ein Kind, rode ein krau les Kind. Und ick hörte, was der Doktor meinem Vater mitteilte.

Es scheint, daß ich an einer seltsamen Krankheit leide, von der die Aerzte saft nichts wissen, außer, daß die Menschen daran sterben. Es ist eine Krankheit, die perniziöse Anämie genannt wird nein, es ist feine Auszehrung! Und als er das Vater mitteilte, fühlte ich, daß er recht hatte. Es gibt feine Heilung dafür. Er wußte das ganz besttmmt und hielt es deshalb für das beste, es Vater beizeiten zu sagen. Nichts könne mich retten. Alle Hoffnung, die er geben konnte, war die Möglichkeit einer kleinen Kräftezunahme bei mir. Es ist irgeiid etivas mit dem Blute. Er sagte eine Menge über weiße Blutkörperchen. Das Blut wird dünner und dünner, die weißen Blutkörperchen im Blute )verben lang­sam verzehrt, bis der Kranke endlich sttrbr."

Ah!" flüsterte chr Zichörcr muvillkür-

ltcy. ,^Fyr verletzter Finger, der nicht bluten wollte."

Ja," sagte das Mädchen,das ist eines der untrüglichen Zeichen. .Der Doktor er­wähnte es Vater gegenüber. Das Blltt ist so sehr verarmt, daß bei einer Verletzung des Fingers feines mehr fließt. Seit heute abend weiß ich, daß alles wahr ist; denn ich habe mich seither oft gesträubt, es zu glauben. Es gibt Zeiten, wo ich mich Wohler fühle; aber dies macht es zur Gewißheit." Sie schaute wieder ihren Finger an, mit einem so vom Irdischen losgelösten, unpersönlichen Gesichtsausdruck, daß der Mann in seinem Entsetzen beinahe laut hinausgeschrien hätte.

£>, ich weiß noch alles!" fuhr sie ge­lassen fort.Jenes ganze feiertidje Geschäfts- gespräch im Arbeitszimmer. Es ist keine wirk­liche Krankheit, nur Mattigfett und Schwäche, bis ... bis es zu Ende ist .... plötzlich Herzlähmung ganz plötzlich . . . keinerlei

Und als der Doktor zu Ende geredet hatte, sagte Vater nur mit entsetzlicher jüttze: ,W ie lange noch?"

Und der Doktor sagte: /Drei Wvcherf.

Dann gab es eine Pause. Ich bennnte, daß Vater versuchte, es zu fassen. Endlich sagte er: Lst es ganz gewiß?'

Der Doktor erwiderte: ,Unbedingt gewiß. Ich feint weiter nichts mehr dabei tun. Drei Wachen allerhöchsiens. Es kann natürlich eher kommen, aber ich glaube es nicht.'

Daun fragte Vater: ,Nichts kamt sie retten?*

,Nichts/ sagte der Doktor.

Lch werde ehren andern Arzt zu Rate ziehen/ sagte der Vater. ,Erwird vielleicht'

Und der Doktor sagte ganz ruhig: ,Tun Sie das!'

Und aus dieser Ruhe entnahm ich, daß es nutzlos sein würde.

Und dann Vater muß dem Doktor lange ins .Gesicht geschaut Haden, und ich hätte während dieses Schweigens laut auf­schreien mögen daun sagte Vater vor sich hin: ,Drei Wochen!.Und erst siebzehn! Armes Kind!*

Ich weiß nicht, wie ich ins Bett zurück- gekommen 6in.'*

Aber der andere Arzt?*' fragte Galahad, blindlings sich an diesem Strohhalme fest- klammernd.

Er kam, aber ich wußte es vorher." Tas Mädchen sprach noch immer in derselben leblosen, entsetzlich eintönigen Weise. ,^Jch sah es an Vaters Gesicht, am Abend, nach- dem der Arzt dagewesen war, obtvohl Vater mit einem fröhlichen Lächeln in mein Zimmer fein. Aber er pflegte immer zu lächeln, toenn er hereinfem. Ich hörte feine Fußtritte draußen vor meiner Tür einen Augenblick stocken, ehe er klopfte. Er blieb wohl ein Weilchen stehen, um die Sorge aus seinem Gesicht zu wischen. Aber ich lachte immer über die Späße, die er machte. Ich mußtr das tun, ober er wäre argwöhnisch geworden, llfechdem er fortgegangen war, weinte ich.

'(Fortsetzung .folgt)

Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen

Emmy Semmler

Theodor Behning

Gießen (Asterweg 16) Westfalen Neujahr 1919.

ooeie

STATT KARTEN I

Die Verlobung Ihrer Tochter mit Herrn Ernst-Horst Harmening zeigen an

Deuben, Dezember 1918.

44hv Kurt Orützner nnd Frau Meta geb. Lindner.

Ich habe mich mit Friuleln «tud. jur. et rer. pol. Armgard Qrfltxaer, Tochter des Direktor* des Deutschen IndusrrierchutzvertMnde* Kart GriTaoer and Fraa Meta geb Lindner, verlobt. Ernst-Horst Harmening, cand. jur.

Lisl Zteinheimer Theodor Engel

geben ihre Verlobung bekannt

Nürnberg Gießen

.......... .rra

Den Bürgern von Steinberg sprechen wir für die liebevolle Auf­nahme und Sastfrcnndfchaft während unseres fast 4 wöchigen Nufmthaltes unferen berrUchsten Dante aus und wünschen ihnen ein frobes Neujahr.

Nach den rauhen »ricgsjahren werden uns die schönen Cage in Steinberg immer in der bcRraerinnerung bleiben.

Im Hamen der HIuimKoI. der I. Batterie fußart.»Regts. is homberg, Leutnant u. KolonncmKdr.

.............. 012

Die 3. Batterie

5. Garde - Feldart.- Regts. spricht den Bewohnern von Langd für ihre liebevolle und gastfreie Aufnahme und den Damen für ihre liebenswürdige Unterhaltung nochmals ihren HERZLICHSTEN DANK aus

3. Batterie. 19n

Mi Ftitio Giessen.

(Staatlich anerkannte Unterrichtsanftalt).

Der Nnterricht unserer Anstalt beginnt

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