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28. 11. 29. 11.

29. Nov.

<m

Fortsetzung 1.

(Nachdruck verboten.)

«Dienstag den 2. Dezember nach«. 2 Uhr

H. Benner, Auktionator.

023006

In

ieo>C

Besichtigung: Mittwoch vormittag 1012 Uhr.

WCIUUHHUIIH. anmivvw ............ -- - H

Versteigerung bestimmt und pünktlich. 10Cflen Onoe

L. Althoff, BdtMe 16, Id. ZMfÄ

6,07*/.

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12,79

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van Baerles

Schweiz . . Amsterdam. Kopenhagen Stockholm .

Martmotierungen:

Datum:

Wettervoranssagr

für Dicnsta g:

Nebelig, sonst trocken, Temperaturen Um null Grad, Wlndc vorwiegend aus südlichen Richtungen.

Zugverkehr.

VpiU heute ab werden folgende Schnell- und Perso'- mzüge bis auf weiteres an Werktagen

wieder gefahren:

D-Zug, FrankfurtDuisburg, Gie­ßen an 3.33, Gießen ab 3 42 Uhr nachmittags.

D-Zug, DuisburgFrankfurt, Gie- ckn an 1.26, Gceßen a>. 1.36 mitt-igs.

D-Zug FrankfurtAltona, Gießen an 10 (X), Gießen ab 10.10 vormittags.

D-Zug Alton aF r a n k f u r t, Gießen

Devisenmarkt.

28. Nov.

arotze Versteifterung

Kaiser-Allee 13.

Wer erteilt

Mathematik- Unterricht?

Wiederholung d. elemen­taren und Einführung tn die höhere Mathematik. Schrlftl. Angeb. u. 13468 an den Gießener Anzeig.

3.48 achmittagS.

T beiden letzten Personenzüge verkehren zwischen Betzdorf und Köln auch Sonntags.

** Aus dem Stadttheaterbureau. Es sei ausdrücklich daraus hingewiesen, daß die morgige Schüfe rauf Irrung vonW i l h e l m Teil" bereits um 5 Uhr nachmittag beginnt.

9.53, Gießen ab 10.03 abends.

P-rfonenzug KölnGießen, Gic^n 12.25 mittags.

Personenzug GießenKöln, Gie^n

7, Stntntr SüfiwI gegen andere Aepses um- Volk, Licher Straße 7.

Katufätfe bei Aufgabe v. Inseraten inallenZeitungenu. Zeit« schrtften erteilt kostenlos yferso j

Mitteldeutsche 6 Annoncen'Ervedition

Gießen. Plockttraße 5.

Seegespenster.

Roman von AnnhWothe. toerikanhehe» Copyright 1911 by Anny Wothe-Mahn, Leipzig.

IWttfl der bvntscheckigen Titelwesens werde erstrebt. Künfttg sollen mir die Bezeichnungen Amtsrichter, Landrichter, Oberlandesgernlrsral und Reichsgerichtsrat bleiben. Ferner erftrebe matt eine ^«ich mäßige Ausbildung und Vorbil­dung aller Juristen an. Frauen sollten in Zuttinft zur,ersten juristischen Prüfung zugelassen werden, wobei aber noch nicht gesagt werde, daß ie in Zukunft auch zur zweiten juristtschen Prü- ung und Richteramt Zutritt erlitt len würden.

Tagung dtS Verbandes deutscher Beamtenvcreine.

Berlin, 1. Dez. In Anwesenheit zahl­reicher Vertreter von Behörden tagte gestern ber Berband deutscher Bea m tenver«tne, bet gegen 370 Bereme ptit l/j Millionen Mil- glieder umfaßt und der fick kürzlich in einem xnrtftben BeamtenwirtsckMlK''und umwantelte. Reichsminister des Innern Koch überbrachte die Grüße der Reichsiegierung. In einer einstimmig angenommenen Entsckstleßung wurde nejen etwa durchgreifenden Besoldungsreform die Forderung gestellt, daß die Beamten künftig auch> alS Wirt- schastsresorm an der Entscheidung aller vvl ks- wirtschaftlich bedeutungsvollen Fragen beteiligt werden. _ ,

Vom frauzöfischtn Parlament.

Paris, 30. Nov. (WTB0 Kammer und Senat werden für den 8. Dezember zu enter außerordentlichen Sitzung einberusen.

England uud Rußland.

Paris. 30. Nov. (WTB.) Der .russische Bolkskommissär für Auswärttges, Tschitscherin, beglückwünscht Lloyd Georae wegen seiner friedfertigen Reden über Rußland, ine aus mr russischen Dolksmassen tiefen Eindruck gemacht IMten.

Ein draufgängerischer ftanzösischcr General von einen« englischen Admiral zurecht gewiesen.

Schon len, 30. Nov. (WTB.) General N ie ss el richtete an Admiral He pm a n ein Schreiben, worin er von Drohungen Mitteilung macht die Telle der Bermo.ndttruppen qegen die in Memel stationierten alliierten Offizier aus­gestoßen haben sollen. Darnach sollen sich diese auf die vor Memel liegenden Ententeschiffe zurück­gezogen haben. In der Mitteilung droht General Niessel, Feuer auf die Stadt von den Schissen . zu eröffnen. x m

Admiral Hepman antwortete hieraus w* neral Niessel, daß er gegen derartige Dro­hungen deren Durchführung in schroffem Wi­derspruch zum Wafsensttllstand und zu den Satzungen des Völkerrechtes stehen würde, pro­testieren müsse und ihn ersuche, sich aut die der internationalen Kommission zugestandene Ueberwachung der Räumung des Baltikums zu beschränken und die Aufrechterhaltung der Ord­nung aus deutschem Boden den deutschen Be­hörden zu Überlassen. Die erforberheben Maß­nahmen, um die Ordnung im Memel herzustellen, sind getroffen. General Niessel wurde wiederholt davon in Kenntnis gesetzt, daß bei der Rückkehr der aufsässigen Truppen sich Zwischenfälle ereignen können.

Wie WolffS Telcgr.-Bureau dazu hört, leitete die deutsche Regierung beim obersten Rat in Paris bereits entsprechende Schritte ein._________________

nicht einheitlich. Mehrpvozeirtige KurSerhS- hüngen erfuhren Gelsenkirchener, die mit

290 eröffneten und im Verlause auf

301 fliegen Buderus und Phönix neigten zur Ab­schwächung. Auch Deutsch-Luxemburger gaben 1 Proz. nach. Schiftahrtsaktt^n wurden bei leb- barten Umsätzen ansehnl ch geueiiert. Norddeullcher Lloyd gewannen Proz., 'ßaretfabrt en. 6 Proz. Deutsch-Uebersoe wurden m t 610 19 Proz. hoher bezahlt, später wurden s.e bis 612 gehandelt. Bon ch mischen Aktien wiesen Scheideanfta t mit 540 6 Proz, Höchster Farlen iv8 Proz. Kurs^ewmi.e aus Am Rentenmartt ro .rten Kr egSai l ile un­verändert m.t 77V2 Proz. um gesetzt. Aeltere An­leihen blieben gut behauptet. Eine sensaiionellr Steigerung erfuhren Gol.-Merikaner, b.e 35o- 360390, Sil cr-Mexico er. die 270280330 genannt wurden. Otavi Geunßsch.ine randen zu er Höchte 11 Kursen Aufnahme. Tie Börse zeigte auch im w iteren Verlaufe eine feste Grunds.immung. Privatdiskont 4 Proz.

Frankfurt a. M., 1. Dezember.

Güterperkauf

Mittwoch den 3. Dezember d. 36. verlaufet! die Ludwig Lchneko Erben, ihr in der LSolken- 8affe Nr. 7 aelegeueö Wohnhaus, sowie rei am Nahrungoberg auf dem Steinbacher Weg gelegene Grab» ttr < « Kau slicbhaber hier« zu wollen sich am 3. Dezember morgen5 9 Uhr bei der Wohnung Wolkcnaasie Nr. 7 emsinden. mw,

Laß das Greinen. Ich konnte nichts tun als warnen, ihn und Estrid. Sie haben nicht hören wollen, nun müssen sies tragen.

De Kruk geiht so lang to Waler, bit he breckt," schloß sie, wie fast immer, mit einem guten Spruch ihre Rede. Dann ging sie Sölve voran ins Haus.

-Tas Mädchen schüttelte sich unwillig den weißen Schaum, den die Wogen herüberspritzten, aus ihrem Rosenkranz. Da fielen alle Blätter lautlos zur Erde und der wilde Atem des Windek entführte s,e weit hinaus ins Meer.

Der Sturmwind heulte, als Estrid mit Peter Honten Über die Heide fuhr. So schaurig hatte sie es sich nicht aedacht. Sie kannte doch ihre Heide seit ihren frühesten Kindertagen, und das Meer hatte ihr stets seine Sturmlieder gesungen.

Wie die dunklen Wogen mit weißumschäum- ten Mähnen wildbäumend ans Gestade tosten, wie die bleichen Dünen bebten, die sturmerprobten. Em Helles Licht stand über dem düsteren Heide- grund Tie Nebelftauen schwangen ihre lichten Schleier Schauerlich schön war es, und Estrids Auge konnte sich nicht losreißen von.dem Anblick. Dunkle Wolken,etzen, zwischen denen ab unt> zu der Mond mit Hellem Licht hervorlugte, jagten sich in wilder Flucht. , L

Peter Banken hatte den Arm um seine junge Frau geschlungen.

Du zitterst ja, Estrid/' sagte er besorgt.

Ich glaube, der Heidemann*) steigt," ant­wortete sie tonlos.

Natürlich, bei dieser Sturmnacht. Na, bei Heidemann wird uns ja nicht gleich fressen. Wir sind bald to HuuS." (Fortsetzung folgt.)

I*) Eine gefährliche Nebelschicht, die Unglück bedeuten soll. __________

Erstlingswäsche - sind Hemdchen, Jäckchen,Windeln, Ein- schlagtüchef, Kalmnkdeckchen, Lauf- kleidchen,Taufkleidchen, Lätzchen usw. wieder in größter Auewahl am Lager.

FritZ NoWack, Wäschefabrik.

Bnchertisch.

Das Gesetz über eine außerordent­liche Kriegsabgabc für das Rechnungsiahr 1919. Für den prattischen Gebrauch erläutert von Tr. Ernst Decke, Rechtsanwalt. Preis 6 Mk. und 10 Proz. Teuerungszuschlag. Das Gesetz über eine Kriegsabgabe vom Vermöge nq- zuwachs. Für den prattischen Gebrauch er­läutert von Dr. Ernst Decke, Rechtsanwalt. Preis 4,50 Mk. und 10 Proz. Teuerungszulch^g. Verlag von Wllh. Gottl. Korn in Bres.au.

,,D ie Sirene", Halbmonatsschrift zur Wahrnehmung imb Verttctung dr Jnieresen Schwerl^riger und Ertaubter. Tr. Gaspary's Ver­lag, Berlin SO 16, Eöpenicker Straße 114.

Weißes Licht fiel plötzlich in die Stube. Angst­voll starrten Estrid und Sölve nach der Tür.

Sölve murmelte leise ein Vaterunser.

Tritte wurden laut schwere Tritte. Jetzt waren sie schon aus der Sttege.

Nun pochte es an die Kammertür. Mit einem All enden Schrei brach Sölve in die Knie. Estrid stand aufrecht und sah wie gebannt aus die Tür, t»dlicke Angst aus dem blassen Gesicht und Ent­setzen in den dunkelbewimperten Augen.

Seid Ihr beim toll geworden," lachte ernt kräftige Stimme und ein Mdnn trat in die nic­htige Tür. Hoch und breit stand er da, nachdem er gebückt die Schivelle überschritten und seine Hauen Augen zwinkerten Estrid fast belustigt an.

Pcter Banken," kam eS tonlos von Söloes Lippen

DaS Lütje sieht Seegespenster," entgegnet? Tstnd, schnell gefaßt aus Sölve deutend, drc noch immer verängstigt am Boden kauerte,und sie h-n mich mit ihrer Gespensterfurcht fast angesteckt,

^,'DaS wäre," gab dieser behaglich lachend zu­rückDu bist doch sonst nicht furchtsam. Um den Gotteskoog braust der Sturm noch anders als hier, aber Seegespenster sind mir dort noch nie begegnet. Nun fixing, Estrid, die Gäule stehen schon ungeduldig vor der Tür und Modder wartet."

Ist das Möbel auch warm?" fuhr er fort, indem er seiner jungen Frau in den Mantel hals Sorgfältig zog cr ihr die dunkle Kappe Über das Blondhaar. hji ,

Ganz warm," gab Estrid zurück, aber die

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eine' SCnc*ri'j \«in«? ?Uum "Da in^rquQm ttn dvrber tont, k

«^8*.5kldi'

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älterer Ma » kmut^megung

'Nachrichten.

> der Lovwrsij niemtft11 i iS Midi toi, ?

bet Rektor tne E-Umgchimq °

Räume tem amt aniumdben.

und Schule.

28. f>lov. Zu bet & rnLinbexTtr tung nmr'e rt ufgeftellt 3niolgtte|cn In A ntd* statt. Tie biibni* ^lnenbe gelten als uik ntorjene 6,Mo oeczoxm ö1 snmddesWahlvorAag-lv K'tUeS Schwarz II., $ RiU I. unb ZvHannes Uja Sorbnung für die etfc tzjw i ZitzrelH bet Staunt" le haben nämlich bk >- n ter Küche ihn frftiw stauen Idnncti insolgchesl.- ohen Kirche allzuoft niihi tnl su unliebsamen Mw t hier soll nun Dank auen gleiches Rrä» eingtrii i ter &ci>äfrnüffifr ur- m Zotnjonnlag brrtn Nr en Litt ter Aertnvm? reg aus H-

fielen auf ben L ;ben m den Folgen N en auf hiesigem Frirbhe nitzl, ninnlich ChnM r.

nUffenschch. töötringt W'' rf> uni Lüfteten: Ter vw ter UniDenrit M. to® t gute WW bnau5gitea5 Haire, tonnt y wi bcS tW w«; DetanlW J jct Styr btt MotwM, te

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rtah® Ä KrK LSW vt*.! ante^Xti brau-

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V.

-1*^8

NachlGverfteigemng.

Der gesamte Nachlaß Bettaud eines beffereu Hanfes fommt Mittwoch, den 3. d. MtS-, nackm. 2 Ubr, im Rett. z. Pfau (Nenttadt 55) ösientlich meittdietend zur Versteigerung.

U. A.: 1 Schlafzimmer, best. aus 2 komvl. Betten, Svieaelschrauk, 1 Wasch- und 2 Nacht­tische uu Marmor u. 1 Handtuchhalter, 1 bochf. Salon, best. aus Sofa, Sesseln, «tubleu, Tisch, Ditriue.m herrlicherAnSführung.sebrgui erhallen: sodann: 1 geschn. Sofa mit 6 Poltterttüblen, In. Qual.. 1 Cbaifelonguc, 1 la. Vertiko, vcrfch. Bettstellen mit Matratzen, dtv. Stühle, 1 Sofa, 4 Rednerpulte;

ferner: 1 TranSv. Dreirad, 1 Phonograph mit INdovveli.Platten, 1 Haarichneidemafchine, ein Bandoneon. Brillen, Zwicker (gold. und doubl.), slindcripiclzeng, 1 sehr schöne Bowle in. Gla­sern u. Untergestell u. 0. a. HauS« u. Küchengerät,- sowie: 1 Partie Ton-Baken, Jardiuiere, Blu­mentöpfe rc. in ff. Ausführung, Nrvv- und Auf- ttcllsacheu;

außerdem: 1 SaudnShmaschine ISingert und große Posten Schubmachcr-Art kel lled. sohlen, Damen-Absavstecke. Sohlenfchoners, l Baar Hal^ schuhe <37>. 1 Unterhose, Seide- und Voile-Stosi für Blusen und 1 la. aus Seide gearbeitet^ Smokiug, wie neu. ld4tx>

Bet

Hals- u. Lungenleiden aller «rt, wie Äatartlen, tubethtlileit Erkrankungen. Ufthma a. |. s. etjielUn, wie zahlreiche Mitteilungen von Ärzten, «potheierv unb Leidenden einwandfrei beweisen, unsere Notolin-Pillen

Zähne schlugen ihr plötzlich auseinander und chr l Antlitz war geisterhaft bleich.

Peter Banken lächelte gutmütig. DaS kam s wohl so vor bet einer jungen Frau am Dach- zeitsabend, wenn man das Elternhaus für immer verließ. ,.. . , .

Na, Lütje." wandte er stch dann lachend Sölve zu und streckte ihr seine breiten, kräftigen Hande entgegen.Krauchst ja noch immer aus der Erde rum, ich tue dir doch nichts, Kindtng.'

Sölve nahm die Dünde nicht, die der Schwager ihr entgegenbidt. Mühsam erhob sie sich, noch immer die heiße Angst in den dunkellllaum Augen.

Ich mutz mir die Furcht abgewöhnen," mur­melte fie.

Das ist vernünftig, Söloe. Komm nur zu uns aut den Gotteskoog. Das Haus hält Stand, wenn die See auch tückisch ist. Myüs, Lüfte, träume was Schönes." ,

Sölves Hand lag in der des Schwagers wie EiS und als sie Estrid zum Abschied küßte, oa war es ihr, als seien die feinen, roten Lippen der Schwester ganz erstarrt.

Laut aufweinend blickte Sölve dem jungen Paar nach, das zur Kammertür hinaus aus die Stiege trat. ,, .

Unten in der großen Küche mit den blanken Kacheln, die fromme Sprüche zierten, hockte Mutter Milke am Herdfeuer, beide Hande in ihr graues Haar vergraben und wartete.

Lebe wohl, Modder," sagte die junge Frau leise.

Mutter Wibke mckte, ohne aufzusehen.

Ick heww mein Dag nich in de Lotterie speelt," erging sie sich.

Das braucht Ihr ja auch letzt nicht zu tun, IW? obter," lachte Peter Bon km breit unb behag­lich.

Da haft recht, mien Söhn," gab die alte

van Baerle A Co., Worms tu Rh. Baur« 1838.

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Letzte Nachrichten.

Die Justizreform.

Berlin, 30. Nov. (WTB.) Reichsiusfiz- Minister Schiffer teilte aus ben zweitägigen Verhandlungen mit den Vertretern der Einzcl- staaten über die geplante Justizrcform den Presse­vertretern Ein-elhellen mit. U. a. hob er hervor, die Zustandigkeit der Amtsgerichte würde auf die Streit höhe oon 1200 Mark, die der Gewer he­ge r i ch t e auf 200 Mark und der Kaufmanns­gerichte auf 600 Mark erhöht werden. Ferner habe man tne Einführung von Altersgrenzen für die richterlichen Beamten und die Fraye der besseren Besoldung der Richter erwogen. Tre Bcreinlxtt-

Frau zurück, ..ich dachte gar nicht an mich, son- dern an Estrtd." ... __ _

Nennt Ihr das Lottemesplel, wenn Estrid ?5DaS ist eS immer, Söhning. Du wirst eS noch ersahren:

De nich sehn will, den Helpt keen Brill." ,Ist das dein Segen, SJtutter?" fragte Estrrd leise und ihre Sttmme zitterte.

Mutter Wtbke war aufgeftanben. Einen Augenblick starrte fie in die rote Mut des Herdes, bann strich sie mit der hageren Hand, wie sich be­sinnend, über ihren grauen Scheitel.

Wie segnend legte sie die Hand auf Esttnds weiße Stirn, und ihre hellen, grauen Augen uxit in die Feme richtend, murmelte ste:

Goden Dag. Glück int Hus, Unglück tom Gäwcl herut."

Dann küßte sie ihr Kind, und die Hand des Schwiegersohnes kräftig drüctend, fügte sie schnei hinzu:

Mit ftätskcn*) Perd is qued**) biogen."

Nimm dich in acht, Pcter Bonken, und faß die Zügel straft." ,

Hell lachte der brettschultnge Mann aus unv legte fest den Arm um die Schulter Eftrids. eo führte er bte junge Frau aus dem Beinen Haus mit dem grauen Strohdach. ,

Die Mutter und Sölve standen in Nacht und Wind draußen vor der Tür und winkten dem Ge­fährt nach, das ihnen die blonde Frau entführte.

Nicht einmal sah Estrid zurück nach Dem kleinen Haus hinter den Dünen am sturm gepeitschten Watt.

Sölve fiel weinend der Mutter um den Hals und die alte Frau sagte hart:

*) stätSke: widerspenstig.

**) qued: scAecht. ______________________

* rDc an bad Publikum die Dichtung ins Pollttfche, rmlich im höchsten unb besten Shute, zu wenden. tai Stück erwies sich als echte Bolksdichtung und ,rrabe deslnld tarnen feine Vorzüge in der tettantenaufsülirung der Jrttaer Studenten, bte Übrigms szenisch überaus fein gesloltet war, zu starker Wirkung.

Uraufführung einer Humyerdiug-Lper.

rm. Darmstadt, 30. Nov. Die Erstaufsüh- flfltg von H umperdings Ct>.*rD ieHetrat wider Wille n", die am Samstag abend tm ^rndeStheater slottsand und die in ihrer Durch­führung mancherlei Schwierigkeiten zu überwinden jittc, erzielte unter Anspannung aller Kräfte einen ganzen Erfolg. Der Sp.elieiter Heyytte.'ter bat'.ii nnc sehr schwere Aufgabe, die er aber mit sicherem Geschick überwand, auch die Einzelpartien erfor­derten ein hohes Maß künstlerischen Verständnisses, doch gelang alles wohl, zudem auch der Dirigent Generalmusikoirektor Mich. Balling, der eine Reibe vorteilhafter Kürzungen vorgenommen hatte, mit dem vorzüglichen Orchester voll und ganz auf der Höhe seiner Aufgabe stand. Der hübschen Oper dürfte ein dauernder Platz am Landestheater ae- ischert sein.

I?an0cL

Frankfurt a. M., 1. Dez. Frucht­markt. Der Besuch war etwas stärker als in ter letzten Zeit, was vielfach aus bte bessere Wit­terung zurückzuMhren ist. In geschäftlicher Br- zehuna erstreckten sich die Umsätze auf etriic Ar­tikel. Für Hafer übersteigt dir Nachrage das An- g-.bot d e Preise bleiben unDeräi brrt fest. Di'S ist auch bi-: B.'ranlassunz zu stärkerer Ni chfrage nach Ersatz- und Milchfuttcrsorten, die im Preise angejonen In Peluschken bestel.t etwas mein An- gc'iot. Pftwebohnen lanen fest. Auch Luvinen Serad Ua beb eiten feste Jendenz. Für "'ül» stnfürchte Ile ben die Kommu aibehötten K> r; auch der pr rate Hamdel vermehrt sich. Gesucht ie- bcn auch Bolmen und Linsen. Dörrgemüse findet bei guten Preisen Abnehmer.

Berlin 1. Dez. Börsenstimm ungs- bild. Die Tendenz war lebhaft, besonders für Ausl andswerte Schon tu ngbabn waren mit 410

in jahrelanger Praxi» vorzügliche Erfolge. Husten, Verschleimung, Auswurf,

Nach«Ichw«iz. CUche Im «Oden u. 03ruftfrijn-er* HSrten auf;

appetU and R»rpergtwld)l hoben Nch rasch; allgemetnes UZohtirstnden freute sich ein.

ckrtzSINtch He Schachtel ju3.SR. In allen Spotheken; ®enn ntdU uenötla. auch vlrel« o une durch uns Versanvapotheke. «»»sührlich, veoschLe, fostealoo d"rch:

Ploch & Cie., Berlin SW. 68.

Ungefähr GO Proz. höher. Bon Montanwerten trnrnt Phönix und Gelsenttrchener mit 8 Proz. S^fschlai führend. Auch Schisfabrtsattien und die übrigen Montan-, Färb- und Elekttowerte naren fest, die Kursbesserungen jedoch geringer Kolonial- und Petew'.eumiverte zunächst still imd (jji Ix1)auptet. Deut sch-Uebersee und Daimler ti äftig anziel)end. Zellstoff Waldhof auf den stilechten Grichäftsgang 13 Proz. niedriger. Dec ttmtenmartt war fest. Vierprozenttge Httfilche Slaatsanleilie schwankend und nicht gehandelt.

Frankfurt a. M., 1. Dez. Börsen- siimmungSbild. Die Eröffnung der Börse wllzog sich in überwiegend fester Haltung. Rege Umiaßtätigteit entfaltete sich namentlich in Schan- ta ngbabn, die im weiteven Verkehr eine wilde Steigerung erfuhren und mit 380 bis 400 be» E'lt wurden. Ferner zeigte sich rege Kauflust

South West, die 425 bis 433 gehandelt wur- Fest lagen auch Südsee sowie Sck>antung Genußschttne. Deutsche Petroleum gesucht und Hetzer 1476 bis 477). Montanwerte waren

Geld

Brief

Geld

Brief

AfiTTanb...... 1673,50 1676,50 1649,50 1661,50

Dänemark.....

874,-

876,-

849,-

851,-

Schweden.....

969,-

971,-

944, -

946,-

Norwegen . .

Schweiz......

Wien (altes)....

941,50

913,50

924,-

926,-

798,25

32,45

799,75

32,55

785,25

32,95

786,75

33,05

30,05

'Deutfd).Öfterr.abg.

29,45

29,55

29,95

Budapest.....

32,95

33,05

Prag........

Helsingfors ....

137,25

137,75

Spanien , J . . . .

Vörsenkurse.

Frankfurt

Berlin

Schluß.

1-Uhr-

Schluß- Anfang«

Kurs

Kurs

Kurs

Kurs

Datum:

29. 11.

1. 12.

29. 11.

1.12.

5°/Deut.Kriegsanl.

77,50

77,50

77,50

77,50

4°Deut.Reichsanl.

65,70

3"/, Deut.Re:ch-.anl.

62,60

63.-

63,70

63,88

4 0 Prellt, sionfols

63,10

65,-

65,

4 % Hcsf-StaatsanL

75,50

75,50

Darmflädter Dank

119,-

119,-

119,-

117,75

Deutsche Bank. . .

249,-

250,-

Diseonto- Gesellsch.

172,75

173,-

174,50

Dresdener Bonk. .

146,25

146,50

147,-

148,12

Nationalbank f. D.

121,-

128,50

123,-

124,-

125,-

Mitteld.Creditbank

128,50

128,50

Doch. Gußstah wrk. lud. Eisenw.-Akt.

224 -

224,-

228,-

229,87

227,-

226,-

223,50

226,50

D «Luremb.Bcrgw.

196,50

195,50

193,50

195,

GelsenkIrch.Dergw.

287,-

290,-

291,50

300,-

Harpener Bergbau

224,-

224,-

227,-

232,-

162,12

6 erfchl.Eifenb.-D.

164.75

164,50

162,25

Oberfchlef.Eifenind.

171,-

171,-

169,-

169,-

Phönix.Brgb.-Akt.

286,50

286,-

286,25

294,-

H.-Amerik.-Pakets.

120,75

126,50

120,-

126,50

NorddeutscherLIoyd

127,-

132,50 482,-

124,50

129,-

Bad.Anilin-u.Soda

482,-

484,88

485,

(Electron Griesheim

248,-

-

250,-

Höchster Farbwerke

347,-

348,50

350,-

351,75

Adlerwerk.v.Kleyer

264,75

258,-

255,25

258,-

Daimler-Motoren.

257,50

259,50

25'1,25

269,-

Elektr. A. EG...

236,-

238,25

241,-

Felten LGuilleaume

251,-

249,50

250,-

249,25

Schuckert-Werke. .

150,-

151,-