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Heber Vermerke, die tm Strafregister gelöscht sind, dars nur den Gerichten, den Behörden der Staats anwoltschaft, sowie aus ausdrückliches Ersuchen den höheren Verwaltungsbehörden Aus Fünft erteilt werden. Auch die Ortspolizeibehörden werden um Löschung des bett essenden Vermerks in der polizeilichen Strasliste ersucht. Dem Verurteil ten ist aus Anfrage Auskunft zu erteilen, ob eine Strafe gelöscht ist. ,
Stammtisch. Das Aufgebot enthält nur dieNomen, alle Zusätze, wie geschieden, unehelich, verwitwet usw.. bleiben weg.
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Katholische Gemeinde.
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heimatete Maler Emst Eimer, der auch iii der Äusstelluug des oberhessischen Kunstvereins in Gießen vertreten war, eine umfangreiche Kollektion feiner Arbeiten ausgestellt, die einen nm- affenden Ueberblick über bas gesamte Schaffen, des Künstlers gewähren. Im großen Oberlicht- saal, inmitten seiner heimischen Motiven entstammenden Gemälde , hängt sein Selbstbildnis, bas wie kaum ein anderes Ernst Eimers künstlerisches Mollen und Können zeigt. Kriegsbilder enthält die große Kollektion nur wenige. Aber dieses Wenige ist gut und all denen vielsagend, die den Kni.'g erlebt staben. Tie nächste größere Gruppe sind die Arbeiten, die wir von früheren Ausstellungen kennen. Den ganzen Oberlichtsaal füllen diese Landschaften aus der hessischen foeimut, Volks- lppen, Interieurs, Bauernhäuser, enge winklige Gassen, Fachwerkbauten, Menschen und Tiere bei der Arbeit (Bauernarbcitl. Natur ist es, die den Künstler immer wieder fesselt und zu neuer Tätigkeit rtiat. Und immer muß Sonne dabei fein, um feine: Kolorit Leben und Buntheit zu leihen. Seine Maltechnik ist locker, breit und manchmal auch flächig, aber feine Farben leuchten uno er sieht Lust und Sonne. Was aber Ernst Eimer von einer ganz neuen, bisher weniger ober gar nicht bekannten Seite seiner Kunst zeigt, sind die Märchenbilder. Er hat seine Kunst hinübergetragen in das Reich der Träume, der Märckien. Und ist auch in dieser neuen vielversprechenden Entfaltung seines Kunstkönnens ein Heimatkünstler geblieben in des Wortes bester Teutung. Wackowcben malt er wie nur der deutsche Wald es gchiert, Tiere und Menschengebilde, die man nie gesehen, die man aber träumt, greifbar nahe, roerm man losgelöst von der Zeitschwere im Walde liegt, sich zurückver- setzt in Zeiten glückvoller Kindheitötage. Nicht sonderlich groß in der Erfindung cknd Phantasie, aber von ausgeprägter Eigenart sind diese Bildchen, auch wenn ein Gedanke variiert öfter nneder- kehrt. Wie wenio verfügt Eimer über hervorragendes zeichnerisches Können. Diese gute handwerkliche Grundlage mag es mit sich bangen, daß die Bildchen bei allen Vorzügen des ruhigen, ab- gehörten Kolorits von ausgeLeichneter illuftrtw tiver Wirkung sind. Die Gestalten der Waldmann chen und 4oeibtein sind von fannrüymt Hu-
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seirigkeit deL Kolorits beeinträchtigt dieses eine gewisse Sprödigkeit, wie vielleicht in der technischen Eigenart der Malweise begründet ist. Der römischen Campagne fehlt das sonnendurchflutete Leben der Natur. Die Porträts an sich lebensvoll und sicher gut charakterisierend, lassen kalt, gleichwohl der konventionelle St. Sebastian, an Dem die noch fliegenden Pfeile zu schwer und unmöglich wirken. Zweifellos vorhandenem Können ! fehlt noch die Vollendung. Es müßte von Interesse sein, neuere Werke 'L-egantinis zu sehen, dem vielleicht mit der Ausstellung dieser Bilder lein großer Dienst erwiesen wurde.
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I *D o r m ft a b t, 31. DM. Das Landestheater brachte Puccinis „Boheme" in Neueinstudierung. Hervorzuheben ist die außerordentlich sorgfältige 3n= zenierung durch Regisseur tzeythekker, der in An- ehnung an Leoncaoallos gleichnamige Oper das zweite Bild, das im Innern des Kaffeehauses spielt, ins Freie verlegte und dadurch Gelegenheit gewann, zu einer prächtigen (Entfaltung eines bewegten Volks- lebens. Allerdings stand diese Inszenierung in etwas gewaltsamen Widerspruch zu der Auffaffung des Kompo- nisten, der sein Stück um di Weihnachtszeit spielen laßt. Die Mimi fang Frl. Wühler, gesanglich und darstellerisch sehr ansprechend. Herr (Bioberger gab den Poeten Rudolf. Don den übrigen Darstellern ist der Maler Warcell des Herrn Heuser und die Murette der Frl. Dungbauer rübmenb zu nennen. Zu dem Gesamteindruck trug wesentlich die Orchesterbegleitung unter Leitung des Kapellmeisters v. Pander bei.
Gittge;andt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber tein<rfci Verantwortung.)
Eber stadt, 31. Okt.
Die Kartoffellieftlilusi Edm'tadtS.
Auf die Anfrage des Stadtverordneten Krausmüller in der Sitzuirg vom 27. Oktober tetreffenb KartD.felversch ebuw en Edcrstadts und Oberl,ärgerns erklärte Stadtamtmaim Dr. S e i b, 6b er floht hätte dis jetzt bloß 4 Waggon Kartoffeln geliefert. Wir bedauern sehr, daß ein Mann wie Tr. £>cib, der als Vorsteher des ftäbtifcfy n Lr-b-.msmittelamts, wie wir amrehmen auch Einblick in die Verwaltung des Kvnrilnmalverdands bat, zu fctdier Behauptung fiontnrt, die direkt den Landwirten von Etz.^tadt ixn Vorwurf macht, daß sie ihrer Ablirferungspslicht nichit genügt hätten. Wir stellen einwandfrei fest, daß die Gemernde Ebcrstadt bis jetzt 22 Waggons (je 200 Zentner) verladen und zwar mit ganz geringer Ausnahme nach dem 15. Septemb.r zu dem festgesetzten Höchstpreise von 7.25 Mk. per Ztr. Nun wären wir Eberstädter Landwirte Herrn Tr. S^ib und den Stadtvevordneten von Gießen dankbar, wenn sie uns Aufklärung verschaffen wollten, da die Stadt Gießen, wie ja Tr. Snb in der obengenannten Stadtvervrdnebensitzung angibt, bloß mit 4 Waggon beliefert wurde, wo die fehlenden 18 Waggon hingekommen sind.
Vvkcskasten der iMaftion*
K. v. Im Januar 1916, 1917 und 1918 erging jeweils ein Gnadenerlaß für das Reich imd int Anschluß daran in Dessen, wonach in den Strafregistern A>o löschen waren alle 10 Jahre zurückliegenden Strafen, wenn
1. der Bestrafte keine andere Strafe erhalten hatte als Gefängnis bis zu einem Jahre oder
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— Frankfurt a. M., 31. Okt. Nach dem Ge- ruß von gehamstertem Fleisch erkrankten am Montag alle Mitglieder einer Familie in der Mark. grafenftrafje an schweren Dergiftungserscheinungen. Die ganze Familie wurde dem Diakoniffenhaus $u» geführt. Während sich einige Mitglieder der Familie bald wieder erholten, ist eine 24jährige Tochter geworben und eine andere Tochter l egt lebensgefährlich erkrankt darnieder. Linaehende Untersuchung über die Art der Vergiftung und der Herkunft des Fleisches sind eingeleitet.
= Königstein i.T^ 31. Okt. Hier wurden Der- schiebungen von Lebensmitteln aufgedeckt, die durch Angestellte beim Landratsamt andern Orten und Schiebern zugestellt wurden. Die Waren waren für die hiesige Bevölkerung bestimmt. Eins finanzielle Schädigung Ist für ben Kreis nicht eingetreten, ba eine Versicherungsgesellschaft den Schaden gedeckt hat.
— Dom Westerwald, 31. Okt Dem Kreise Westerburg waren 100 Zentner Kleie für bessere Milchlieferung in Aussicht gestellt Da aber trotzdem die Milchlieferung sich sonderbarerweise nicht bewerte, wurde die Kleie ben Kreisen Oberwesterwald und Ufingen überwiese».
Kriegsgefangenen-Heimkehr.
Cichel sachsen, 28 ON. Aus englischer Gefangenschaft kehrten zurück: W. Emrich, O. ötp» peil, D Bicttcnheimer, O. Kaiser; aus amerikanische Gcfausenschaft kam A. Weber.
E. L a u b a ch, 31. Okt. Durch Flucht aus sibi- rischer Gefangenschaft sind in die Heimat seither zurückgekehrt: Zohannes Schombert, Friedrich Weisel, Kari Becker. Aus englischer Gefangenschaft find zurückgekommen: Georg Laut, Friedrich Stotz. 3n englischer und französischer Gefangenschaft befinden sich bis jetzt noch: Friedrich Frank, Wilhelm Frank, Friedrich Knöß, Willi (Elbe, Wilhelm Jochem, Franz Kraft unb Thristian Frank. Auf den Schlachtfelbern sind aus unserer Stabt 42 Mann gefallen.
ICunft «nd Wissenschaft.
Aührhllndcrifeier der Düsseldorfer «unilalademie.
Düsseldorf, 1. Noo. (WTB.) Heute begeht lit Düffeldorf er Kunstakademie den Hundertjahrtag ihrer Wiederbegründung durck Preußen. Die „Dvffel- fcnrfer Nachrichten- veröffentlichen aus diesem Anlaß einen Artikel aus der Feder des Kultusministers Haenisch, der zur Zeit in Düffeldorf weilt und an tr r Feier teilnimmt. Es sind eine Reihe von Fest, lichkeiien vorgesehen, die heule vormittag ihren An- fing nahmen. Morgen vormittag findet dann die Eröffnung einer Ausstellung von Kunstwerken aus d, m Besitz der Akademie statt. Ium ersten Mal ro-irb der überreiche Bestand der Akademie an alten Homälden, über 15000 Handzeichnungen älterer Meister unb über 30000 alter Radierungen und S liche ausgestellt. Wie die „Düffeldorfer Nachrichten" ft ner melden, wird Akademiedirektor Kröver das
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