6.1
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165. Jahrgang
Gmeml-MMger für
Carl Gentner, Göppingen.
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Lincoln Menni) Oppenheimer, ist heute nacht im Älter von
Psarrstelle Mühlheim. i. P. 5? er in. 93 er nb
Benny Oppenheimer, 55 Jahren geftorbcn.
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Hol,;- und Heu handel ?c.) Nets bisher durch den Landbricsträger 'I>iniißc( hatte.
und Nlieinhesscn.
dinen teste »pottdllUk- .. aam MiIiiI- Giessen, »ii
s. Nidda, 29. Mürz, liehe, Pfarrer W erneu, in
bekannten Bankfirina
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion:^^I12. Tel.-Adr.: AnzergerGießen»
feine unbedingt uneigennützige technische und wirtschaftliche Beratung weitgehendem Vertrauen innerhalb des hessischen Handwerks erworben hat. Ter Gesamtumsatz stieg van 290 075,36 Mk. im Vorjahre aus 349 522,64 Ml., an welcher Steigerung die Maschinenabteilung allein mit 54 597,13 MV. beteiligt ist. Besondere Erfolge wurden auch in der BenKin- abteilung erzielt, in der den Abnehmern bitrd) einen günstigen Abschluß das Benzin halb so teuer geliefert werden konnte, als dessen Marktpreis am Schluß des Jahres war. Aach reichlichen Abschreibungen und Rückstellungen verbleibt ein Reingewinn von 10 427,68 Mk. Hiervon wurde aus das Ltammlapilal von 100 000 Mk'. die nach der Satzung zulässige Höchstdividende von 4»» mit 4000 Mk. beschlossen. An die Reserven wurden 6000 Mk. überwiesen, so daß dieselben nunmehr 40 000 Mk. gleich 40«o des Stammkapitals betragen. Ter Rest wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Ebenfalls als sehr günstig würden die Aussichten auf das neue Geschäftsjahr bezeichnet, lagen doch Ende Februar bereits» für 201 000 Mk Aufträge vor. Selbstverständlich sind bei diesem außergewöhnlich starken Geschäftsgang auch die Betriebsmittel bis zur äußersten Grenze in Anspruch genommen ÄufsichtsraL und Vorstand hoben darum, um der Genossenschaft die Vorteile der Barzahlung zu erhalten, aus sich heraus ein Darlehen von 25 000 Mk. zur Verfügung gestellt. Tie Genossenschaft erteilt unentgeltlich und unverbindlich Rat und Auskunft in allen Maschinenangctcgenheiten. Es liegt deshalb int Interesse jedes Meisters, bei Beschaffung von Maschinen sich an die Genossenschaft zu wenden.
Kreis Büdingen.
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lucn am 7 iÄ?0« icberjeh i.^nl 1913.
, 'Ul entgegen. M
•"h »chr. Lehreria
steigernden Postvcrkehr, der besorgt wurde, aber manche
Starkenburg
— Mainz, 28. Mürz.
Zur W
Vie Tagung der deutschen Turnerschast.
2 Leipzig, 28. März.
Unter Beteiligung aller seiner Vertreter trat hier der Ausschuß der Deutschen Turnerschaft zu einer außerordentlichen Tagung zusammen. Den Verhandlungen ging eine Ehrung des Deutschen Türners chaftsvorsitzenden. Geh. Sanitätsrat Dr. Ferdinand Goetz (Leipzig), voraus, dem die Deutsche Turnerschaft das von ihm seither bewohnte Haus als Goetz-Haus zum Geschenk macht.
Tie Verhandlungen begannen mit der Frage der Kleidung der am Deutschen Turnfest teilnehmenden Turner. Nach einem Bericht des Ausschußmitgliedes Schmuck «Darrn stadll nuirbc beschlossen, daß alle Turner in langen weißen Hosen, weißem Trikot mit halblangen Aermeln oder weißem Hemd mit aufge- krempten Aermeln, schwarzem, vier Zentimeter breitem Gürtel und Straßenschuhen zu erscheinen haben.
Ein sehr wesentlicher Punkt, der die Versammlung lange 3eit in Anspruch nahm, war der der Olympischen Spiele. .Hierzu lagen acht Anträge vor.
Ter Vorsitzende, Geh. Sanitätsrat Dr. Goetz ^Leipzig! bemerkte hierzu: Die ganzen Olympischen Spiele haben sich als ent ganz überflüssiger Kram gezeigt und seien überhaupt ent großer Mumpitz. Man hätte das überhaupt nicht mitmachen sollen. In der weiteren Aussprache wurde neben Zu- stimmnngserklärungen auch, mehrfacher Widerspruch gegen die Ansicht des Vorsitzenden laut. Man dürfe nicht aus einem so engherzigen Standpunkt stehen bleiben und einfach jeden Sport für Mumpitz erklären. Wenn das weiter geschehe, so gerate man in die Gefahr, schließlich an die Wand gedrückt zu werden. Zur Saclre selbst wurden die Anträge angenommen und zum Vertreter der Deutschen Turnerschaft Schulrat S ch m u ck Darmstadt , zu desse« Stellvertreter Kr egenow (Berlin! gewählt. Der Antrag auf Beitritt zum Europäisck>en Tnrnverbande wurde zurückgezogen. Im Jahre 1915 soll ein vorder eiterndes Turnen für die Olympischen Spiele abgehalten werden, jedoch sollen dadurch keine Kosten für die Kasse der Deutschen Tnrnerschaft entstehen.
Hierauf wendete sich der Ausschuß der- Frage der 'Beteilt gnng an der Feier des Kaiscrjubiläums und dn der Oktober-Feier in Leipzig zu.
Die Beratungen werden fortgesetzt.
Gestern feierte der erste Gcist- bewundeinsiverter gciuigcr und
$8tfi heimich XIV. von Reutz t-
Kvvst. .Heinrich XIV. von Renß jüngere Linie ist, wie tetr schvn kurz, meldeten, am Samstag morgen gestorben. Er h*rr gedoren^ am 28. Mai 18:32, ist also fast 81 Jahre alt gä*Ri)en. Im Jahre 1867 folgte er seinem Vater in der Regienrny des Fürstentums. Im Jahre 1858 hatte er sich mit der Herzogin Agnes von Württemberg und nach deren 1890 morganatisch mit Friederike Grätz vermählt, ine twumif z>ur Frau v. SaaIburg erhoben wurde. Schon bald nach seiner zweiten Vermählung, im Jahre 1892, beauftragte er mit seiner Stellvertretung in der »Mpenmg seinen ältesten Sohn, den Erbprinzen Hsei.nrich XXVII., der 1910 auch formell die verfafsungs- nrafeLgfc Regentschaft wegen dauernder Behinderung des regiereirden Fürsten übernahm. Ter Erbprinz hatte vorher schon auch die Regentschaft des Fürstentums Renß ältere Linie übernommen. So kommt es, daß Heinrich XXVII. nurrmehr die Regierung beider Fürstentümer führen wird.
Gera, 29. Marz. Das fürstliche Hofmarschallamt ordnete - ei» halbjährige Hof trauer, sowie eine Landestrauer bis zu m 28. April an. F-crner haben bis zum 1. April, sowie am Freitag, dem Tage der Beisetzung, alle öffentlichen Beran- statt ungen, K-onzerte usw. zu unterbleiben. Ein heute erschienenes Pchcnt gibt die Uebernahmie der Regierung des verstorbenen Fürsteu Hemrich XIV. durch den bisherigen Erbprinz-Regenten Hein rich XXVII., sowie gleichzeitig die llebernahme der Regentschaft »mt Reuß Aeltere Linie bclaitnt.
zng, der die Teilnehmer in der Stärke von etwa 400 nach Gießen bringt, jährt über Hanau-Friedberg von Frankfurt- Süd und trifft um 83J morgens hier ein. Ter Verein wandert darauf zu Fuß von hier nach Butzbach, von wo ein zweiter Soudcrzug, der dort um 925 abends abfahrt, die Ausflügler wieder nach Frankfurt-Süd zurückbefördert.
** Handwerker- Ze ntral-Ge n o ssenschaft. Die von der .Handwerkslamrner zur wirtschaftlichen Forderung des Handwerks errichtete „Hessische Handwerker-Zen- tral-Genossenschaft in Darmstadt" hielt heute vor dem Amtsgericht Darmstadt ihre 9. ordentliche Hauptversamm- lung ab. Von der Verwaltung konnte nieder ein in jeder Hinsicht günstiger Geschäftsbericht und Jahresabschluß vorgelegt werden. Infolge der fast gleichzeitigen Errichtung der Ueberland-Zentraten in Starkenburg, Rheinhessirn und Oberhessen stieg die Nachfrage nach maschinellen Einrich- tungen in einer Weise, daß die Genossenschaft den zeitweise geradezu stürmischen Anforderungen selbst mit Anspannung aller Kräfte kaum gerecht zu werden vermochte. Besonders beachtenswert ist die Erscheinung, daß von den im abgelaufen en Geschäftsahr gemachten Abschlüssen über 52<y0 gegen bar innerhalb 30 Tagen bezw. 3 Monaten gezahlt werden und nur für 5o/o Zahlungsfristen bis zu 4 bezw. 5 Jahre gewährt werden mußten. Mit Recht sieht die Verwaltung hierin den Beweis, daß die Genossenschaft nicht nur wegen ihrer günstigen Zahlungsbedi-NMUugen. in Anspruch genommen wird, sondern sich vor allem durch seine streng gewissenhafte und sorgfältige Bedienung und
Die S<mHienbIätter“ werden dem
»Mmzeige-r" viermal wöchentlich beigelegt, das „KrctsWart fit -en Kreis Gießen" zweimal «ch«6nh. Dir. „LandwirtschasUichen Seih fro-e«" erscheinen monatlich zweimal.
> b. setzuiig wird ausgeschrieben : die 'coang. Pfarrstelle zu V-J; it tel-Se ernen; dem Fürsten zu Sto'berg-Ros.la sielst das Präsentaliensrecht zu.
Montag, 31. März <915
Rotationsdruck und Verlag der B-rühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckere:.
R. Lange, Gießen.
'd-Anlagc 7
TiÄ5®'
hoben einen sich durch die gcivcrblid)cn Betriebe (Holz schneidereien, Papierfabriken
II. a. war der Lcmdesweinbandirektor Reckendorfer aus Wien anwesend, der sich sehr lobend über den. Stoff und die Einrichtungen des Donlänrgebä.'ches aussprach. Die größten Einläufe machte das Weinbaus Kempinski in Berlin. Der billigste Wein, dw zur Versteigerung gelangte, war ein Halb stück Dienheimer Guldemnorgen, das für 600 Mark verlauft wurde. Auch ein Gießener Wein Händler hat sich- Doinänenwein ersteigert.
Hessen-Nassau.
z. 5)0 (3 b auf en, 30. März. Unser Pfarrer und Lehre» beide zum 1. April versetzt. Pfarrer Montenbruck Kochern und Lehrer Zickler nach Frankfurt.
w. Frankfurt 0. M., 29. März. Der Mitinhaber
to. 74 Drittes Blatt
te-Nch tmr Ausnahme des Sonntags. Z;
l ich st herbeigewünschten Schwesterleins begrüßt Um ihn willig zu machen, werfen in einem Orte Westfalens oic Bittenden sogar Stückchen Zucker in das sogenannte „Süße Brün neben", woraus er bekanntlich die kleinen Menschenkinder fischt. Sie fingen dazu: „Eber Ester, bring in 'ne lütje swester!" oder, „Eber Oder, bring nri 'nen lütjen broder!"
Der Storch wird als ein glückbringender Bogel be trachtet, und mancher Landmann glaubt dem Glücke da durch hilfreiche Hand zu leihen, daß er dem Storche ein weiches Rest auf seinem Dache bereitet. Der Vogel ist auch dafür -erkenntlich und erfreut den guten Mann jahraus, jahrein durch seine Wiederkehr. Alt und jung cill herbei, wenn er, auf einem Beine stehend, seine Ankunft durch lautes Geklapper verkündet und freut sich, ihn als Sommergast wieder zu haben.
Dem alten Glauben nach ist der Storch der Gewalt .des Donnergottes untertan. Da dieser aber Alleinherrscher über Blitz und Feuersgefahr ist, so ist es ratsam, dein Adjunkten Aufmerksamkeiten zu erweisen und so ein Haus vor dem Verderben zu schützen. Wer es recht gut machen will, legt ein Wagenrad aufs Dach, das dann der Storch als bequeme Unterlage zum Nestbau zu benutzen pflegt. Man schreibt dem Vogel nicht allein gewöhnliche Klugheit, sondern sogar provhetijche Gaben zu. Er soll durch ein auffallend unruhiges Gebühren Krankheit und Tod Voraussagen und den Ort selbst verlassen, wenn diesem ein bejon deres Unglück bevorsteht.
Daß der Storch ein nützlicher Bogel ist, steht fest. Er ist ein Sumpfvogel, welcher sich, auf langen Beinen stelzend, mancherlei Heines Getier zur Beute ersieht. Er dient aber auch durch seinen Mörpcr, indem der Apotheker ihn zu verwerten versteht. Früher war das wohl noch mehr der Fall als heutzutage; immerhin werden die Sehnen der langen Leine bei Verrentungen und Verstauchungen als sehr feste Bandagen angewandt. Wie cs heißt, soll ein Storchenbraten das Podagra, Zipperlein und Lendenweh vertreiben, der Genuß des Magens ober des Hirns gegen Schlangenbiß und den Biß toller Hunde schützen, und wer ein hohes Alter zu erreichen wünscht, muß Storchblut trinken, — so befiehlt der Volksglaube.
zu dem Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps Großmütigen verliehen.
Der511g. Am Sonntag, 6 April, unternimmt der Hochspcssart-Jryunde Rothcubach-Frauk- einen A uss 1 u g n a ch Gießen. Der Sonder-
G c f. 0 r b e n ist der ewing. Pfarrer ; von Nieder-Wöllstadt in Gießen
Aus Stadt und Land»
Gießen, 31. März 1913.
Der Storch, unser Frühlingsgast.
Der Storch ist da, in b-er vorigen Woche konnte er bei Lmnsdach beobachtet werden.
Es ist bekannt, daß der Storch, unser lieber Freund ob guter Bekannter, ein Zugvogel ist, der uns im Herbst | v-wläßt, um warme Länderstriche mit seiner Gegenwart zr b-eglücken, und der getreulich zu uns zurückkehrt, sobald dste lauen Lüfte es ihm gestatten. Mit welcher Freirde idrb er alsdann von groß und klein willkommen geheißen. (Et wird an gesungen von der lieben Jugend, die ihn noch a!s den Ueberbringer eines kleinen Bruders oder des sehn-
am 5. März.
Die noch vor- : S Tätigen Federn, Blumen, Stroh- borden etc. ver- 1 ehmbaren Preise. Für 1 günstige Gelegenheit. I ‘h, Wetzsteinstr. 38 & angefertigt und garniert ij
| tziegengcsctzt sind, die Homöopathie will durch Armeimilicl indi- 3 vidualisiereno aus 9rauchcitscrscheiuungcn ci.irvirfcn und ?,ivar I mit medilluischen Mitteln, die im gefunden Körper möglichst ähn- b Cicbe Erscheinungen Hervorrufen, wie sie im kranken Körper in I Qrscheiuuug treten, also mit „Aehnlichem" heilen, und da-5 ist 1 rin großes Verbicnsl des Gründers der .Homöopathie Dr. Hahne I nann, daß er an feinem eigenen Körper die Wirkung solcher I medizinischen Mirtel feilstelltc. Nun drängt das allopathische I Eeilprinzip zur Anwendung von großen 91 rzue gaben, während tz iors homöopathische Heilprin,ip auf möglichst klein? Gaben hin R »reift, weil schon, w i e das Beispiel lehrt, mit einem
Dropsen Blausäure ein Mensch getötet werden !ea n p. , (!) also es keiner großen, aber nur der richtigen , Arznei bedarf, um einen Fremdkörper oder den die Kraill- ivit hervorrusenden sonstigen Einfluß m zerstören. Während : mun aber bei Irrungen im Arzneimittel eine große Dosis den Körper oder einzelne seiner Organe schwer schädigen und sogar titen kann, ist eilte kleine Gabe'nicht dazu imftanö und ist deshalb wich, wie die Statistik beweisen soll, b;c St--rblichkeit bei Au- nrendmtg der homöopathischen Heilmethode eine geringere als bei der allopathischen."
Die Begründung geht noch ausführlich weiter und schließt mit folgenden Sätzen:
Das; die größere Zahl der nach allopathischen Hcilgrundsätzcn unterrichteten heutigen Mediziner dieser neuen Lehre, die sie mehrenteils ost gar nicht genügend geprüft, erfaßt und ihre Wirkungen schätzen gelernt haben, abhold sind, darf doch unsere Legierung und die Landstände, als diesem medizinischen Streit «!s Unparteiische gegeuüberstehend, nicht abhalten, uaclidern viele Äunderttausendc der gebildeten Stände ihren Wert anerkannt, mtf unserer Landesuniversitüt nach meinem Antrag einen Lehr
1 süuhl zu errichten. Auch das meistenteils feindliche Verhalten w.ancher Apothekenbesitzer unseres Landes gegenüber der Homöv- Dit6ie, das schon vor etwa einem Jahrzehnt den hessischen Landtag beschäftigte, darf diesen Antrag nicht hindernd beeinflussen, denn bo.e Einfachheit der, homöopathischen Heilmethode und die kleinen Lrzneigaben, die in der Homöopathie Verwendung finden, liegt imcht im Interesse der heutigen Tages zu hohen Preisen er ch hrorbenen Apotheken, aber die Minderbemittelten unserer Gesell- H feperft, Arme und Kranke, müssen es einer Gesetzgebung danken, H O-ie durch Errichtung eines Lehrstuhles für Homöopathie in Gießen ;«n-it geringeren Kosten £ ilerfolge ermöglicht, wie sic die Lehre
' Dr. Hahnemanns, die homöopathische Heilmethode, trotz aller Milfeindungen als NachnreiS erbracht hat.
'M Leife «staiteo "Ha"dsch"he»etc, iplati iz
2Iit$
Errichtung eines Lehrstuhles für Homöopathie an der Landesuniversität Gießen?
Der unermüdliche Vertreter des Wahlbezirks Butzbach- Bad-Nauheim in der Zweiten Kammer überrascht uns schon wieder mit einem Antrag, der sich diesmal sogar mit der Landesuniversität befaßt. Ter Abg. I 0 utz b. antragt näm» lich, e iat c n Lehr st u tz l für H 0 inö 0 pathlle an der lluiv er si t a t G i eßen z u errichte n.
In der Begr ü n b u n g führt er aus:
„Warum gerade ich. von Beruf Kaufmann, einen solchen Antrag stelle, daraus will ich die kurze Antwort geben, weil ich die Wahrheit -< i n e r d e r g r ö ß t e n a l l e r W i s s e n s ch af t e n erkannt, bezw.- an mir selbst erprobt habe, und weil meines Wissens bis jetzt fein Berufenerer, bereit es in unserem Lande gewiß ivelche gibt, einen solchen Antrag int Interesse der BevSlkerunü unseres Landes ge- stellt hat, trotzdem doch die Erhaltung oder Wiederherstellung der menschlichen Gesundheit eine der wichtigsten Aufgaben der Ge^ fellschajt feilt soll. Daß die medizinische Heilwissenschaft von mrei Richtungen hauptsächlich vertreten wird, und zwar von Anhängern der Allopathie, einer alten Anschauung, und der Homöopathie, einer neuen Anschauung, daß beide Richtungen sich schroff gegenüberstehen und daß die Homöopathie von einem Arzt "Dr. Friedrich Samuel Hahnemann, geboren am 10. April 1755 jU Meißen in Sachsen und gestorben in seinem 88. Lebensjahr zu Waris am 2. Juli 1843 begründet wurde, durfte wohl'allen Ge bildeten bekannt und in jedem Konversationslexikon nachzuleseu fein. Worin nun der Unters chi:e d zwischen beiden Heilmethoden hauptsächlich besteht, will ich versuchen hier in möglichster Sürjc, trotzdem dieser ebenfalls dem Gebildeten nicht unbekannt üt, gegenüborzustellen, soweit er allgemein und mir als Laien bekannt und verständlich ist und hier interessieren dürfte.
Tie Allopathie will durch Arzneimittel int kranken Körper Zustände herbeiführen, die dem Krankheitszustande sozusagen ent
törperlicher Frische seinen 70. G c b n r t § t a g, wozu ihn: durch den Kirchen- und Schuloorslnnd, Vertretern der staatlichen Behörden und von sehr vielen Gcmindeinitgli.edern Glückwünsche und Geschenke iiberiiiiltclt wurden.
Kreis Schotten.
s. Eichelsdorf, 29. März. Aw 1. April :v:rd hier eine P 0 stagentnr errichtet, die dein Geineinderechner Mütze übertragen wurde. Auch in O b e r - S chin 1 i t e n i. ll am gleichen Tage eine Postagentur eröffnet werden, doch sind die Verhandlungen über die Anstellung eines Agenten noch nicht ganz abgeschlossen. EichelSdors und Ober-Schwitten
** L c h r er p er s ou a l i e.n. Den Lehrern Philipp Balz in Weiterstadt und Jacob Prob jt e l zu Gräsen- hausen wurden Lehrers.eilen an der Ew'm.indeschule zu Ar- Heilgen übertragen. Erledigt sind je eine mit einem ccatig. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Kelsterbach, M ö r f e I b e n , Gi n s h ? i m und Wall darf und die mit einem rbang. Lehrer zu des! tzAde L^hrerstelle zu Ebers- b e r g. Das Präsentationsrecht steht bem ökrafeir zu Erbach- Erbani zu.
** yi uheftandsve r f c tz u n g. Dcr G r 0 ßtzer z o g hat den Oberlehrer an dem Alten Gymnasium zu Mainz Professor Dr. Ludw. S cd a u m auf sein Aach suchen, unter Aneriennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand versetzt und itzm aus diesem Anlaß die Krone
Heute fand die B ersteige- rung der hessischen W e i n ba ud 0 m äne statt, zu der außergewöhnlich zahlreiche Käufer erschienen waren. Handelte es sich bei der Versteigerung des 1911, ein Wein, der sich neben anderen guten Eigenschaften einer Süße rühmen barst wie sie alle IllO Jahre vielleicht nur einmal vor uni.nt
** O r d c n s a u s z e i ch n u n g. Der König von Preußen hat den Bürgermeistern Matth. Si eben zu Ebers- Heim und Ioh. Schüler III. zu Drais den Kronenorden vierter Klasse verliehen.
** Pfa rr di e n ft n a ch r i ch t e n. Ernannt wurden Pfarramtskandibat Seim zu Rordeck zum Pfarrassistenten in Michelstadt; Psarrve.iral'er Satti e r zu Lber-Kllngen zum Pfarr Verwalter in Hering: Pf ar r Vic ar .H 0 f m a n n zu 'Angersbach zum Pfarrassisienlen in Riis eicheim; Pfarr- ajfifteiit S? e d) I c r zu Heppenheim a b. B. zum Pfarrvikar in Angersbach; Pfarrvikar K 0 ppler zu Rieder- Ramstadt zum Psarrassistenlen in Heppenh. im; PfarrVerwalter Weik z.u Hangen-Weisheim zum Pfarrvikar in Nieber-Ramstadt; PsarramlsKandidat K 0 ch zu Leihgestern zum Pfarrassistenten in Neustadt; Psarramt-iapdidat E ck zu Gießen zum Psarrasfist.'nten in Neu-Isenburg; Pfarr- Verwalter W ei ß zu Bieber 3.11m Psarroeru aller der neu gegründeten Psarrstelie lieber; Pfarrasfistttut Werner zu Nllihlheim -um Pfarrverwalter der inu gegründeten
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