Ausgabe 
12.9.1913 Erstes Blatt
 
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^^^orhebliche Mehrerirnahrmm geb rächt. Äuch hinsichtlich ^^erschrockenen Pionieren der neuesten praktischen Wissenschaft, der Entwicklung des Elektrizitätswerkes haben sich die Er- bic)-c schmerzliche Erfahrung lehrt, sollte sehr beachtet wer- Wartungen der Stadtverwaltilng ui vollem Maße erfüllt. bcn, ^mlich, das; die Entwicklung der Luftschiffe mit dem Aus­

weiche schwerer als die Luft sind.

Die Versorgung der Stadt mit elektrischer Energie hat in erheblichem Maße zugenommen, doch ist dor rechnerische Ver­lust, der sich bei der Herabsetzung des Lichtpreises von 70 auf 50 Pfg. in Höhe von ea. 80 000 Ml. ergab, irotz der bedeuten-

5 883 867 gestiegen. Auch die Einnahme durch die Monats­karten ist von 9207 Mk. auf 32664.40 Mk. gestiegen. Die Aus

TerStandard" schreibt:

Nicht weniger als 14 tapfere Offiziere und Mannschaften der

Ein rumänischer Flieger.

Bukarest, 11. Sept. Leutnant Kapsa hat mit4025 Metern einen h e ns l u g r c k o r d für R u in ä u i e n aulgestellt.

den, nämlich, daß die Entwicklung der Luftschiffe mit dem Aus­trieb nicht gleichen 5djritt gehalten hat mit den Flugzeugen,

Saxlehner's Bitterquelle Zjforffe®!-1*

HUNYADI JANOS

Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibig- .//,

keit, Blutandrang, etc. Gewöhn!. Dosis: J Wasserglas oo/f. U

Lnftschiffahrt.

Englische Prefsestimmen zum Untergang des Marinelust­schiffes.

Lo ndon, 11. Sept. DieTimes" schreibt zu dem Unglück des deutschen MarineluftschiffesLI":

Es besteht kein Grund, das Unglück vor Helgoland anders anzusehen, als einen regelrechten Betriebsunfall in der Luftschissahrt. Wir haben noch keine Erfahrungen mit Luft­schiffen, welche lveite Strecken über die Meere zurücklegen. So­bald wir eine Luftflotte besitzen, werden wir gelegentliche Unfälle von derselben Art zu erwarten haben.

Daily Telegraph" schreibt:

Man empfindet in England die rückhaltlose Teilnahme für die deutsche Nation und den Kummer über den Untergang der tapferen Leute. Das Unglück wird in Deutschland einen um so ge­wichtigeren Eindruck machen, als es sich ereignete, wo der un­bedingte Erfolg nahe zu sein schien. Jedermann wird mit Deutsch­land empfinden, aber niemand erwarten, daß es seinen Eifer vermindert auf dem Piade fortzuschreften, den cs sich vorgezeichnet hat.

Daily C h r o n i c l e" schreibt:

Das deutsche Volk wird die Teilnahme aller Völker haben. Das Unglück beweist neuerdings, daß Zeppelin, wofern er nicht aus ganz falscher Grundlage arbeitet, Schwierigkeiten gegenüber­steht, die von ihrer Lösung noch weit entfernt sind.

vermischtes.

* Allgemeine deutsche P en si vnSan st alt für' Lehrer und Lehrerinnen, Berlin W. 8, Behren--^ st raße 72 Es ist bekannt, daß die Allgemeine deutsche Pensums . an statt in Berlin durch Reichsgesetz vom 3. Juki öffentliche Der- , siclierungsanstalt Jür Lehrer und Lehrerinnen geworden ist. Ihre . Abteilung für Ange stellten Versicherung (Abt. 3) ent­spricht in ihrer Einrichtung der Reichsversickiernngsanstalt für Angestellte, fordert die gleichen Beiträge und gewährt unter den gleichen Bedingungen die gleichen Ruhegelder wie dirse^ Nebenher bietet sie Vorteile, die für Lehrer und Lehrerinnen von Bedeutung sind. Zeder Lehrer und jede ehLrerin kann ihr mit rückwirkender Straft vom 1 Zanuar 1913 an beitreten, selbst dann noch, wenn sie bereits Beiträge an die Reichsversicherungs­anstalt gezahlt haben. Es bedarf dazu mir eines Antrags an die Allgemeine deutsche Pensionsanftolt auf Versicherung in .Abt. 3 vom 1. Januar 1913 ab, der auch vom Arbeitgeber zu unter­schreiben ist. Beizufügen sind die Papiere, die man von der Pen­sionsanstalt in Händen hat, und die Bftte, die Ueberführuny der schon gezahlten Beiträge vorzunehmen. Ende Juli waren in Abt. 3 bereits 6300 Lehrer und Lehrerinnen versichert, und neue Anträge laufen in wachsender Zahl ein.

* Die Verkannten.Welch eine schreiende Ungerech- tigkeit, die neuesten Ernennungen für dre.Ehrenlegion! Da hat man 50 Aerzte dekoriert und nicht einen einzigen Kranken. Und nurt frage ich, was würde aus den Aerzten, toenn wir nicht mären?"

Kleine Tageschroaik.

Aus London wird berichtet: Der bei der Mashburn flower- Gescllschast in New Park an gestellte 23jährige Kassen­beamte Schildknecht unterschlug in kurzer Zeit nahezu 400000 Mark. Er führte .ein merkwürdiges Doppel­leben. Von 9 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags war er Kassierer bei der genannten Gesellschaft, nachts und besonders Samstags und Sonntags lebte ex in den feinsten Seebädern in den teuersten Hotels zusammen mit einer jungen Dame, die et für seine Frau ausgab. Er besaß zwei große Luxusautomobile, hielt sich einen Kammerdiener, einen Chauffeur und anderes Personal. Der Schwindler ist spurlos verschwunden.

Ile-. Herr Schreiner sah zufällig durch die Türscheibe des LadenzimmerS, als die Frau, die in Begleitung eines Mädchens war, das Jlcischstück wegnabm; er nahm der Diebin ihre Beute wieder ab und ließ sie nach einer ernst­lichen Verwarnung lausen.

Hebet das Abladen von Kohlen ans der Straße enthält das heutige Kreisblatt eine Bekanntmachung, aus bie wir Hinweisen. Danach darf das Abladen der Kohlen nur aus der Fahrbahn erfolgen und das Wegbringen der Kohlen hat umnittelbar nach dem Abladen zu erfolgen. Die verunreinigten Straßenleile find sofort gründlich zu reinigen.

Landkreis Gießen.

k. Heuchelheim, 11. Sevt. Das goldene Arnts- j u b i l ä u m des .Hauptlehrers Schneider ist auf den 1. Ok­tober festgelegt worden. Herr Schneider ist trotz seiner 70 Jahre noch sehr rüstig und gedenkt noch einige Jahre in seinem Berufe auszuharren.

X. Lich, 11. Sept. Begünstigt durch das vorzügliche Wetter der letzten Wochen, ist die Grummeternte in den ausgedehnten Wiesengründen des Wcttertals nun schon seit einigen Tagen beendet, also im Vergleich zu den Vor- fahren zu einem sehr frühen Termin. Wie die Heuernte ist euch die zweite Graserntc in Güte und Menge vorzüglich c usgesallen. Trotz den reichen Erträgen wurden bei den Ver- Weigerungen gute Preise erzielt. Von einer Hamsterplage, wie sie in der südlichen Wetterau herrscht, kann man hier gerade nicht reden. Dafür aber sind es hier Feld- und W ü h l m ä u se, die in manchen Teilen der Gemarkung sehr s arf Auftreten, wenn auch nicht in der großen Zahl des Jah­res 1911. Viele Landwirte sehen sich daher jetzt schon ge- r ötigt, mit dem Ausmachen der Kartoffeln zu beginnen. Die Kartoffelernte liefert, wenn man von dem Schaden, den die Mäuse und die Kartoffelkrankhcit, die hier und da aufge- : treten ist, absieht, recht gute Erträge. Von den hier an- gebauten Obstsorten geben in diesem Jahre nur die ZWet­schen eine reiche Ernte.

L o l l a r, 12. Sept. Pvotokokl vom 9. September 1913. I tln der Gemeinderatssitzung waren anwesend: Bürgermeister Schmid t, Beigeordneter Ge rl a ch , sowie der Gemeinde- i rat in beschlußfähiger Zahl. Entschuldigt ist Direktor Weber imb Gemeinderat Ringleb. Zur Olemeinderatswahl am ; 2\ September 1913 wurde als Protokollführer Hofmann, als Beisitzer Erdmann und Ringleb gewählt. Stellver­treter sind Schmitt, Forbach und R ö m e r. Der Ge- j weinderatsbeschluß vom 23. Juli 1913 betr. Gemeinderats- | nahl »wird dahin abgeändert, bufj, die Wahlzeit nicht von 114 Uhr, sondern nachmittags von 37 Uhr stattfindet. Die egabe von Basaltsteinen aus dem Gemeindewald an Aus­märker wird abgelehnt. Die von Hch. Deibel II. vorgelegten .^äne über die projektierte Baufluchtlinie auf dem Stein | wird vom Gemeinderat einstimmig genehmigt.

Kreis Lauterbach.

2. Dermutshain, 10. Sept. Gegen 6 Uhr nach- ; mittags wurde ein von der Richtung Gelnhausen kommender Flugapparat sichtbar, der direkt über unfern Ort, den östlichen D berwald und bis nach Hochwaldhausen flog. Hier kreiste ! er einige Male in großen Bogen und flog dann auf dem- eiben Wege zurück. *

' Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 11. Sept. Die Militärbehörde hat die betreffenden Arbeiten sowohl an den provisorischen wie an bett neuen Kasernenbauten den hiesigen Handwerkern, den hiesigen Geschäftsleuten übertragen. Ebenso hat bie hiesige Metzger-Innung die Fleischlieferung übertragen bekommen.

I Ville 11 Tage liefert ein anderer Metzgermcifter. Der hiesige - S chützenverein, welcher 60 Mitglieder zählt, geht mit dem ! Plane um, einen neuen Schießstand zu erwerben. In unfern nahen Taunuswäldern zeigen sich dieses Jahr viele Hirsche.

r. Bad-Nauheim, 11. Sept. Heute nachmittag sand aus I1 btr Naturbühne im Kurpark die erste Vorstellung für Er- inachfene statt. Zur Aufführung gelangte das LustspielIm weißen Si-ißl'. Die Aufführung batte einen sehr hübschen Erfolg und das in leidlicher Anzahl erschienene Publikum unterhielt sich recht gut. ! stur Stücke ernsteren Charakters wird man Umschau nach einein cderen Platze halten müßen, da die von der Kurhaus-Terrasse > be rübertönende Musik störend wirkt. Im übrigen ist der aus- pc mahlte Platz reizend gelegen, und es ist da er ringsum mit 1 Daumen und Büschen abgeschlossen ist sogar möglich, intime i W irkungen zu erzielen. Im heutigen elften Sinfonie-Kon- j er t der Kurkapelle wirkte Herr Otto W e i n r e i ch vom Leipziger ktonservatorium mit. Herr W. gehört nicht zu den Blendern, aber tr ist eine durchaus noble und selbständige Künstlernatur, die ihre «neuen Wege geht. Ein von ihm mitqebrachtes Klavierkonzert von Jul. Weismann, das bei uns zum erstenmal onS dem Manuskript skivielt wurde, stellt eine bedeutende Leistung deS Komponisten dar, irmüdet aber durch seine drerviertelstündige Dauer. Glücklicher ioar der Künstler mit kleineren Sachen von Beethoven, Schubert und Paul Juon. Prof. Win der st ein brachte zwei Neuheiten liie Orchester zur Aufführung. Den stärksten Erfolg errang Friedr. Gernsheim mit seiner sinfonischen TondichtungZu einem Drama*, tti.i Werk, das jedenfalls seinen Weg durch sämtliche Konzertsäle rnachen wird. Die zweite Neuheit Ouvertüre zur OperCleo- | patra" von dem Dänen August Enna entzückte das Publikum bnrd) den bei aller Sinnlichkeit des Inhaltes schwermütigen Ton, der durch die ganze Ouvertüre geht.

? Butzbach, 11. Sept. Anfang dieser Woche wurden auf Ibem hiesigen Bahnhof Zwotschen zum Preise von 4Mk für den Zentner verladen. Manche Obstzüchter erwarteten eine Preissteigerung, die aber nicht eintraf. Heute wurde der Zentner zu 3 bis 3,50 Mk. verladen. Da nur ein Händler ' am hiesigen Platze ist, so war es ihm möglich, den Preis dc-runterzusetzen. Die Zwetschenernte ist hier sehr gut.

f. K irch -- Göns , 11. Sept. Am 17. Sept, findet Ge­meinderats-, am 8. Oktober Bürgermeisterwahl statt, und da der Beigeordnete jedenfalls bei der Bürgermeisterwahl kan- i didiert, so wird sich jedenfalls auch noch eine Beigeordneten- ivahl anschließen.

Starkenburg und Rheinheflen.

bs D a r m st a d t, 11. Sept. In der heutigen Stadt- verordnetenfitzung machte der Oberbürgermeister 7).c Mässing Mitteilung von den Ergebnissen des erften Ge- se'!lschastsia'hres der Hessischen Eisenbahngesellschaft. Danach : bat sich die gemeinsame Arbeit der Provinzial- und städtischen Skrmaltung sowie der Vertreter der Süddeutschen Effen- bcnhngcscllschaft gut bewährt. Die elektrische Straßenbahn hcut, die im Geschäftsjahr 1911 12 unter Führung der städti- jtfiben Leitung 42945.13 Mk. und im Jahre 1912/13, also in bsm ersten Jahre der Heag, 80 624.19 Mk. mehr Ueberschuß ÜI3 in dem vorhergehenden Juhre erbracht. Die Anzahl der beförderten Personen ist von 4.535664 im Jahre 1911 12 ans

den Zunahme tzu einem großen Teile noch nicht ausgeglichen. Der noch nicht gedeckte Betrag kann auf ca. 40000 Mk. ge­schätzt werden. Infolge der Einheit des Verkehrs hat auch die Dampft) ahn eine Verkehrssteigeruug zu verzeickpten, was auf die Möglichkeit des Umsteigens zurückzufüyren ist. Für die nächste Eleneraloersammlung der (Gesellschaft wird von dem klorstand dcr Antrag gestellt, die Verteilung einer Divi­dende von 4'/z Prozent zu beschließen.

m. Offenbach a. M., 12. Sept. In der gestrigen Stadtverordnetensitzung 'bildete die Frage der Ein­führung der Arbeitslosenunterstützung den Gegen­stand langer Beratungen. Diese kommunale Arbeitslosen- versick)erung ist auf Grund des sog. ©enter Systems auf- gebaut und sieht Unterstützungen 'bei unverschuldeter '21 r- beitslosigleit vor. Der Zuschuß beträgt für den Werktag 50 Pfg. für Ledige und 70 Pfg. für Verheiratete. Ferner werden für jedes Kind unter 15 Jahren täglich 15 Pfg. be­willigt. Der Höchstbetrag des Zuschusses darf 1.30 Mk. nicht übersteigern Die 'Gewährleistung erfolgt im Jahre auf höch­stens 78 Tage. Die Angelegenheit soll, wie der Oberbürger­meister auSführte, nickst durch ein Ortsstatut, sondern durch die Festlegung der Grundsätze geregelt werden. Beig. Rest begründete die von ihm ausgearbeitenen Grundsätze, die schließlich mit einigen kleinen Abänderungen in namentlicher Abstimmung einstimmig angenommen werden. Die Ar­beitslosenunterstützung tritt am 1. November d. Js. in Kraft. Es sollen während der Uebergaugszeit für die ersten sechs Monate auch die Sparer Vorschüsse erhalten, deren Spargut­haben sich noch nicht aus die vo>rgeschrie'bcne Dauer von drei Monaten erstreckt. - Tie Stadtverordneten beschlossen weiter,die seit Jahresfrist eingefiihrte Berufsvormund- s ch a f t auf den Dienstbezirk des Großh. Arntsgerichts Offen­bach auszudehnen. Die Grosih. Zentralstelle für Mütter- und Säuglingsfürsorge hat zu den hierdurch entstandenen all­gemeinen Verwaltungskosten einen Jahresbeitrag von 100 Mark zu zahlen. Außerhalb der Tagesordnung brachte Tr. Katz das Eisenbahnunglück an der Sprendlinger Landstraße zur Sprache und richtete an die Verwaltung die Anfrage, ob sie keinen Einfluß bei der Verwaltung geltend machen Tonne, damit das langsame Zeitmaß der Balchhofs- umbau-Arbeiten beschleunigt wird. Weiter bat er um Aus­kunft über den Stand der ^lstsgleichsvorschläge über das Aufgeben einiger Züge in Offenbach. Oberbürgermeister Tr. Düllo bemerkt, zunächst müsse der G ü t e r b a h n h o f fertig- gestellt werden, dann erst könnte die Höherlegung des Bahn­körpers begonnen werden. Wegen der Ausgleichsverhand­lungen habe die S t adt Fra n'kfu rt schon längst ihr Ein­verständnis zum gemeinsamen Erwerb der Lokal­bahn gegeben; beide Städte seien an den Eisenbahnfiskus um Angabe des Kaufpreises heran getreten, der aber noch nicht festgesetzt sei. Zum Schluß gabs noch eine Aus­sprache wegen der Straßenbahn, da Offenbacher Kon- trolTbeamte die Frankfurter Straßen'bähnfchaffner wieder­holt zur Rede stellen mußten, weil sie Fahrgästen auf Offen­bacher Gebiet keinen Gemeinfchaftsvertehr-Fahrschein ver­ausgabt und so die Stadt geschädig't hatten'.

Hefsett-Nasfan.

h. Rödelheim, 10. Sept. Ein nicht alltäglicher Fall trug sich gestern früh auf dem Bahnhof zu. Man hatte vergessen, für da? Stellwerk einen Beamten 311 beordern. Und so kam es, daß drei Züge vor der Station ankamen, aber nicht einfahren konnten. Erst nach langem Raten wurde von einem nahewohnenden dienstfreien Beamten einer der Stellwerksschlüssel geholt, der Turm aufgeschlossen und den Zügen Einfahrt gegeben. Viele Reisende verpaßten natürlich den Anschluß.

h. Cron berg, 11. Sept. Zum erstenmal, seitdem er die Krone der Hellenen trägt, hielt heute König Konstairtin von Griechenland seinen Einzug in Schloß Friedrichshvf. Der .Wnig war kurz nach 1 Uhr über Kassel und Gießen auf dem Frank­furter Hauptbahnhof eingctrvffen, wo er von der Prinzessin Jriedrich Karl von Hessen und seinem Sohne, dem 5kronprinzen Konstantin, empfangen tmirbc. Dann begaben sich die Herrschaften in mehreren Autos nach Cronberg. Heute abend fand im engsten Kreise Familientafel statt. Tie Abreise der Königsfamilie erfolgt am Samstag.

w. Kassel, 12. Sevt. Bei dem Bau der Edertal­sperre stürzte die Laufkatze der Drahtseilbahn von 25 Meter Höhe ab. Der darin befindliche Führer V 0 lland ist lebens­gefährlich verletzt worden. Der Wagen stürzte auf einen böhmischen Arbeiter, der schwer verletzt wurde.

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Ich denke nicht dran, zu bestreiten, daß eine Autofahrt, eine Fahrt im Aerovlan, daß Bobsleighs, Ski und wie sie alle heißen, so etwas wie ein Nervenbad sind. Aber ich behaupte auch, daß alle diese Sportarten eine stark erhöhte Neigung zur Erkältung in sich schließen. Eben darum verwende ich stets Fays ächte Sodener. Im Auto, beim Wintersportim­mer laß tch von Zett zu Zeit eine Mineral-PasttlleFays Sodener im Munde zergehen, und nun erst hab ich den vollen Genuß,weil ich weiß, daß tai ohneErkältung durchkommen werde. Fays Sodener kosten8)Psg., man hüte sich aber vor Nachahmung. Befand.Kennzeichen: Der Name^ay"u.weiß^Kontrollstreifen mit amtl. Bescheinig, des Bürgermitr.-Amtes Bad Soden a. T.

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Herbstverkehr und Konjunktnrrückgaug.

Die Berliner Handelskammer hat dieser Tage ein interessanter Urteil darüber abzugeben, wie sich nach ihrer Meinung die Der- kehrsverhältnisse zum Herbst angesichts der rückläufigen Konjunkttir- beroegung gestatten werden. Die Beranlaffung zu dieser Aeußerung bot eine Anfrage der Königl. Eisenbahndirektion Berlin, die sich an die Handelskammer gewandt hatte, um für die alljährlich im Herbst wiederkehrende starke Inanjprtlchnahme des Wagenparkes recht­zeitig Vorsorge zu treffen. Nach Ansicht der Handelskammer deuten verschiedene Anzeichen im Wirtschaftsleben daraus hin, daß für die nächste Aeit mit einer Abschwächung der bisherigen lebhaften Geschäftsganges gerechnet werden muß. Diese Abwärtsbewegung wird aber in dem Eisenbahnverkehr der nächsten Monate noch nicht zum Ausdruck kommen, denn speziell der 5iohlenversand dürste denmächst noch größere Anforderungen an den Wagenpark der Eisenbahnverwattuna stellen als tm Vor- iahr. Hinzu kommt, daß in Anbetracht 5er nicht gerade sehr günstigen Lage der Binnenschiffahrt voraussichtlich ein Teil der sonst auf dem Wasserwege beförderten Güter auf die Eisenbahn übergehen wird. Für die Verkehrsabwicklungen ist endlich auch der Ausfall der N ü b e n - und Kartoffelernte von großer Bedeutling, die in diesent Jahre recht günstig zu werden verspricht. Unter diesen Umständen glaubt die Handelskammer, daß der Eisen­bahnverkehr der nächsten drei Tlonate die starken Verkehrsziffern deS Vorjahres noch übertreffen wird.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst- Gießen.

Wetteraussichten in Hessen sür Samstag, 'den 13. Sept. 11913: Zunächst heiter und trocken, später Trübung und Niederschläge mit westlichen Winden.

letzte KacbridHen*

Gäste des Kronprinzen.

Berlin, 12. Sept. Tie hundert Berliner Schüler, die sich als Gäste des Kronprinzen in Danzig-Langfuhr aushalten, besichtigten gestern die Marienburg.

Frost im Gebirge.

Berlin, 12. Sept. Wie die Morgenblätter melden, ist in den höheren Lagen des Schivarzwaldes und der Vogesen in der Nacht zum Donnerstag der erste Frost eingetreten. Im Riesengebirge ist ebenfalls am Donnerstag der erste Schnee ge­fallen.

Flug auf den Feldberg.

Karls rtthe, 12. Sevt. Faller hatte bei seinem Flug aus den Feldberg die Flugvost von Mühlhausen und Freiburg mit Genehmigung der Oberposldirektion in Konstanz mitgenommen. (Siehe unter Luftschiffahrt.)

Verhaftung.

Kassel, 12. Sept. Der zweite Direktor der hiesigen S a n i- sätsmolkerei Breßler wurde heute wegen Bilanz- t ä l s ch u n g und Unterschlagung verhaftet.

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E>°!silch- rln J^Nabt am üche Anerkennung. - st>r die Großherzoglß chnungsiahr 1914 __ Mmen sowie Äen- chten. Charakterer-

des «r 'Mchsvepichermioö- in ® Werden 9at emgeführt, die von 9wm beachtet werden an alle handlungs- 'cnversicherungs- g, ob die Lehrlinge von aalten oder nicht. Ferner gsgrenze ton 2000 so daß weite Kreise von waren, Versicherung^ werden, daß die freiwil- ts-, Betriebs- und In- bis zu einem Gesamt- ch jahrelange Beittags- xgelb in einer Zwangs- M, wem sein gesamtes igt, er ist somit in vor- iches Gehalt erreicht Hai, m daher von vornherein nfmännischen Ersatzlran- : Versicherten nach jeder Dauer der Mitgliedschaft bei den kaufmäimijchen i den Zwangskasscn, die >ste und größte fautman deutscher ötuiblung^- ; welche neuerdings aiub arf ykmatäbcitrw m - nimmt irtfitfeaintj#' ärztliche Untermkuna Men w tzar- ij, oftm bereit, genant Stimmungen der KW- rar völlig kostensm an 'stellte ohne RMÄ auf ind die in allen Städten ;n und Krcizvereine des ygcr verbände- angcmc- Eünffe zu erteilen, nvereine imGroß­en diesjährigen Ver­ls Ms., rn Abe ad. SSSSV MVäSr VW

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