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Nr. 128
Zweites Blatt
165. Jahrgang
General-Anzeiger für
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Kade Wäsche Z A. Salomon & Cie.
bung ist, in* ssen Auflage 1.20
An den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine längere Aussprache an, die erkennen ließ, daß auch die Vereinsmitglieder den Wunsch haben, daß Einrichtungen für die Fortbildung geschaffen werden. Es^ wurde ein Ausschuß eingesetzt, der das Nötige beran- lasscm soll. Hiernach wurde 'der rein geschäftliche Teil der Tagesordnung rasch und ohne längere Erörterungen erledigt. Tabei lvurde der bisherige Vorsitzende des Vereins, der frühere Oberstaatsanwalt, jetzige Direktor der Bank für Handel und Industrie, Geh. Lberjustizrat von bessert in Darmstadt, in Anerkennung seiner Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernannt. Nach einem gemeinschaftlichen Mittagsmahl im Saalbau wurde noch ein Ausflug mit Damen nach dem.herrlich gelegenen Ober- waldhaus unternommen, und erst btc Abendzüge entführten die auswärtigen Teilnehmer wieder der schönen hessischen Residenz. Die nächste ordentliche Hauptversammlung findet
’arbe:: rsten Preisen "dinenh aus lacht S!
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: es$G) 51. Redakt:on:^^I12.Tel.-Adr.:AnzeigerGießen.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Siebener Zanulienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen nionatlich zwennal.
jiir Kolonial' Einläufe für lieft
Mittwoch, 4. Juni 19(5
RotationSdrirck und Verlag der Brühl'fcheii UniversitärS - Buch- und SteiubrucfercL R. Lange, Gießen.
Arverckerdewegursg.
So n n e'b e r g, 3. Juni. Die Packer und Einbin - der her hiesigen Spielwarenfabrirante n sind in eine Lohnbewegung eingetreten: da die Fabrikanten und Kaufleute mit dem Sekretär des Transnoi'arbeite-r- verbandes nicht verhandeln wollen, legten in vermiedenen Fabriken die Packer die Arbeit nieder. Die Fabrikanten und Exporteure haben sich zu einem Verband zusammcnqeschlos- cn und geben den Arbeitern bis Donnerstag anheim, die Arbeit wieder aufzunehmen, andernfalls eine allgemeine Aussperrung erfolgen würde.
•* Die Mainzer Hundertsechzehner. Die Vereinigung ehern, l Itter Kaiser Wilhelm von Mainz und Umgegend kommt am Samstag nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr mit Sonderzug hier an mit der Musikkapelle be5 Infanterie-Regiments Nr. 117 von Mainz. Die Mitglieder tragen einheitliche dunkle graue Hüte. Das Stand- auortier ist im „Frankfurter Hof".
" Von dein Hassia-Kriegerbun d. Auf dem Hassiatag zu Hirschhorn wurden Ehrendcnkmünzen an mehrere Mitarbeiter des KriegervereinswesenS verteilt, die Denkmünze in Silber erhielten Ka bey - Nieder-Olm und Zim m er- Eroß-Umstadt, die Denkmünze in Bronze Sch na tz° Fehl- heim, Ger lach-Naunheim, Holler-Eberstadt, Levper- Beuern, G e i ß - Ober-Eschbach, Dane ruhe im, Nieder- Florstadt und H o sm a n n - Kirch-Brombach.
"'Verband der Rangierbenmten. Am Freitag und Samstag tagte hier im Hotel Einhorn der Verbandstag der Rangierbeamten und Anwärter der Prenßisch-Hey. Eisenbahngemeinschaft und der Neichseisen- bahnen, um über Standessragen unb Wünsche zu beraten. In ernster Arbeit haben die au§ allen Gauen Deutschlands herbeigeeckten Vertreter der örtlichen Vereine sich ihrer Aufgabe entledigt und alich des LandeSsürsten und des erhabenen deutschen Kaisers gedacht. 9luf die abgesandten Huldigungstelegramme lief von dein Kaiser ein Danktelegramm ein. Nach der Arbeit war es dem größeren Teil der Vertreter möglich, einer Einladung der Ortsgruppe Gießen Folge zu leisten,_um sich die Unionbrauerei Gießen anzusehen. Auf der Terrasse gab es eine Kostprobe.
" Unser Schlachthof hat jetzt vor dem Feste der H6er einen sehr verstärkten Betrieb. Es wurden am Montag allein 166 Schweine, die höchste Zahl, die jemals an einem
Deutsche "Kofiomcn.
Dar-es-Salaam, 3. Juni. Tie Mittelöffnung der Malagarast-Brücke um T a n g a n j i k a - B a h n b a u Ta- bora-.ttilgvwa in Kilometer 236 jenseits Tabora, eine Eisen onftrufhon von 51,2 Metern Stützweite, ist am 1 Juni bet Hochwasser mit Pontons auf die Strompsci.'?r unter der Leitung des Baurats Hos;mann glatt eingefahren worden.
Wanöern und Reifen. Lüder und Sommerfrischen.
— Seel is berg. „Hier laßt unsere Hütten bauen !" Vor Seelisberg wird dieser Wunsch zur Sehnsucht und aus den, Strom der .liegenden i|t er in Tausenden erwacht, die in dem herrlichen Bergdorf nut der Felseuterrasse über den, Vierwaldstätter See verwert oder bei der Fahrt über den See eine Vorstelluiig von der .-ebonhe.t Leelisbergs erhalten haben. Es ist kaum möglich ein Aoneres Landschattsbild zu finden, als eS das auf einer Höhe von 800 Meter über dem Meer liegende Bergvlateau bietet. Unter sich
,’^-rie ^l>e, aus dessen Fluten die senkrechten Felsen anksteigen, cue blühende ^Ilveumalten, Wälder und blitzende Schneegefilde tragen. Fm^Westen schaut das grüne Hügelland herein. Tie große Natur von ^eelisberg füllt das Ange mit Schönheit und die Seele mit Nabe, aus der neue Krack quillt. Hotel-Pension Bellevue ' n SeeNsberg erfreut lieb eines vorzüglichen, wohlbegründeten Allies. -ta§ Haus i|t durch einen modernen Neubau erweitert worden und mit einer Halle versehen worden. Daneben ist die große Aussichtsterrasse mit der wundervollen Fernsicht und schattigen Anlagen. Eu, verwandtes Haus ist Hotel M ü l l e r LH o h e n e ck in Engelberg, das ebenfalls vergrößert und neu ausgestattet wurde. Engelberg liegt 1019 Meter ü. M., in einem herrlichen vochtai de, >5entralschweiz, 21/, Stund von Luzern.
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hessischer Richtcrtog.
. Samstag, 31. Mai, tagte in Darmstadt im städtischen Saalbau die diesjährige ordentliche Hauptver- sammlung des .Hessischen Richtervereins unter außervrdent- starker Beteiligung der Vereinsmitglieder aus den drei Provinzen des Großherzogtums. Mit besonderer Freude war, so schreibt man uns, festzustcllen, daß sich gcrabc btc älteren Vercinsmitglieder in stattlicher Zahl eiugefunden hatten. Nachdem der Vorsitzende die Erschienenen, darunter besonders den Präsioentcn des Lberlandesgerichts und die Mitglieder des Justizministeriums, die Geheimerätc Dr. Best unb Lorbacher unb Oberjustizrat Schwarz, begrüßt und diese gebaut! hatten, hielt der bekannte Strafrechts lehrcr der Lanbesuniversität, Professor Tr. Mitter- maier einen hochinteressanten Vortrag über
bie Fortbilbung ber Iuristen. ©r erklärte eine Fortbildung auf allen Gebieten, besonbers aber auch für bie Juristen, für nötig unb betonte mit Nachbruck, baß auch .Hessen hier nicht zurückstehen dürfe, und daß es namentlich auch Pflicht der Regierung sei, nicht untätig zu bleiben. Die Ausführungen des Vortragenden gipfelten in folgenden Lei tsätzen:
Die Fortbildung der Juristen, besonders in Rechts unb Staatswifsensckaften, ist als Teil der allgemeinen Fortbildung eine Notwendigfeit. Sie verlangt die Mitwirkung des Staates, ^-ie muß der Ausbildung systematisch angepasst sein, aber sie soll nicht ein Repetitorium sein, nicht Lücken der Ausbildung aus füllen, sondern diese in Einzelheiten vertiestm, die stete Entwicklung in Theorie unb Praxis darstellen und auch Praxis und Wissenschaft in steter lFschlung halten. Mittel der Fortbildung sind: d,e Einzeltätigleit aller, das nur für wenige geeignete Nachslndiiim auf einer Hochschule, — vor allem besondere Kurse, am besten von 1 bis höchstens 8 Wochen, sodann Studienreisen unter sachkundiger Leitung, aber auch Einzelvorträge unb Be sichtigungen, sowie btc Beschäftigung in wirtschaftlichen Betrieben. Es erscheint, nach den bisher gemachcen Ersahruitgen erwünscht, das; in Hessen eine Vereinigung für rechts- unb staatswissenschaftliche Fortbildung unter hervorragender Anteilnahme des Staates nach dem Vorbild bestehender Bereinigungen begründet werde. Ihre Aufgabe wird es sein, Fortbildungseinrich'tungen im Großherzogtum zu schaffen und auch sonst zusammen mit den bereits bestellenden Vereinigungen der Fortbildung her Juristen und böseren Verwaltungsbeamten, aber auch anderer Personen zu dienen.
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^°9C m Gießen zur Schlachtbank kamen, geschlachtet. ?lußer. dem aber wurden 25 Stück Großvieh verarbeitet. Tie Einnahme der Schlachthofskasse betrug an diesem Tage rund 1100 Mark. Es trafen gestern abend noch 12 Mastochsen au§ Kurhessen ein, deren Fleisch noch zum Feste Verwendung sinden soll.
__ Mit der Staubverminderung auf unseren Straßen hat das Tlesbauamt jetzt in der Frankfurter Straße einen Versuch gemacht. Weitere Versuche mit anderen Straßen werden folgen. Als Mittel, der Staubplage, besondets der chaustierten Fahrbahnen, Herr zu tverden, wird eine Besprengung mit Antistaubit und Hygromit vorgenommen.
* Foldbergfest am 1. Inui hatte unter ber Ungunst der Witterung, besonders unter den im Taunus ht rumziehenden Gewiltermund Hagelwettern sehr zu leinen. - rotzdem wurden verhältnismäßig gute Leistungen erzielt. Auch der hiesige Turnverein (gegr. 1846) hatte wieder hier seiner Turner entsandt Sic errangen bei etwa 700 Mitbewerbern folgende Preise: Rud. Wenzel den 9. Pr mit 79 Punkten, Raid. Schmidt den 21. Pr. mit 67 P., Marl Loos den 24. Pr. mit 64 P. unb Otto Müller den 28. Pr. mit 60 P.
Kreis Friedberg.
.. — B a b -Nauheim, 3. Juni. Am Donnerstag abend findet tm .ckonzerthans bas zweite K ü n st l e r ko n z e r t der Kur la pelle unter Leitung des Professors Hans Win der stein statt. Ter Solist des Abends ist der Spanier Ioan bc Manen, einer ber ersten Geigen- rünstler ber Gegenwart, lleberall wo er auftritt, erweckt er durch das tiefe musikalische Empfinden seines Spieles, feinen wundervollen, scbönheitsgesättigten Ton und die staunenswerte technische Virtuosität große Begeisterung. An- seines Auftretens in Stuttgart schreibt die „Scl)wä- bifaie Ehronil': „Ioan de Manen feierte einen Triumph, mic er nicht eben häufig ist. Dieser Geiger ist nicht bloß em vollendeter Künstler aus seinem Instrument, er jst auch Vollblutlünstler, eine Persönlichleit. Manöns Zon wirkt auf der prachtvollen Geige wunderbar bestrickend in dieser Schönheit und Reinheit". Herrn de Manen wird das Konzert H-Moll von Saint-Saens und die Schottische Phantasie von Max Bruch, beides mit Orchesterbeglei- tung, vortragen. Das Srchester bringt M ozarts Ballettmusi k aus der Pantomime ,,'Les petits ricn" und Schuberts Sinfonie H-Moll (Unvollendete) zu Gehör. Ter Abend wird ohne Zweifel hochinteressant und genußreich werden.
Hessen-Nassau.
h. Köppern, 3. Juni. Die iin Köppemer Tal be- legcnc Teichmühle soll zn einem Erholungsheim für bie Mitglieder des deutschen Beamtenvereins angekauft unb umgebaut werden. Tie 9lnkaufsvcrhandlungen sind zwischen den beteiligten Körperschaften bereits eingele'itet.
X Wächtersbach, 3. Juni. Heute fand hier bie T r a u un g ber Prinzessin Resita zu Psenbnrg - Büdingen-Wächtersbach mit bem österreichischen Kam- mc-rherrn Grafen Z e s ch i a Sa n t a Eroce statt. Tie lirch. l-.che Trauung vollzog der Bischof von Fulda.
Balgareen vor der Entscheidrrna.
. .. Das Wiener Kor^-Bur. meldet aus So f i'a: Von zn- ftandlger^Stelle verlautet,,das Kab i n e t t habe schon am vorrgen ^amstag aus konstitutionellen Gründen angesichts der Haltung Serbiens seinen Rücktritt eingereichi. Tic Kn,esoll jedoch erst nach der Rückkehr Tr. Dau e w s, ivelche für Donnerstag erwartet wird, aktuell werden. Man hält die Rekonstruktion des Kabinetts für wahrscheinlich.
^Drc griechisch-bulgarischen <)usame?lcnstöße.
, . la " iki, 3. Juni. Die Agence d'Atl)«nes erklärt, oatz die Meldung ausländischer Blätter, daß bei den Pl- fammenstößen im Pangäongebirge die Griechen 'bic An greiser waren, vollständig unrichtig sei. Die Zusammenstöße wurden durch den Vormarsch der Bulgaren :n ein von der griechischen Armee besetztes < e bn!c vcröofffcruic”- Die aeringfügä-gen Streitkräfte ^CEr^1C^C1- nördlichen Seite des Pangäongebirges versuchten ieinen Vormarsch gegen die gegenüberstehend^ fünffache Uebermacht der Bulgaren und beschräntten sich nur auf bie Verteidigung dem bulgarischen Einfall gegenüber. T:e griechischen V e r l u st e während der Zusammenstöße waren: Drei Offiziere und 5 7 Sol- i-aten t o_t, drei Offiziere unb 165 Soldaten verwundet. Zwanzig Soldaten Warden vermißt.
Das Reich und die Mohnungsfrage.
Ter Ausschuß des Reichstags zur Vorberatung der Anträge wegen ber Wohnungsfrage bat bürd) beit Wg. Dr. Jaeger (Zentr.) seinen dritten Bericht erstattet. Der Bericht gibt Aufschluß über den Standpunkt des Bundesrats in dieser Frage. Die meisten Bundesstaaten hatten sich auf den Standpunkt gestellt, daß ein Eingreifen des Reiches nicht erwünscht sei, diejenigen, die Landesgesetze bereits erlassen lsätten, fürchteten, durch das Vorgehen des Reiches auf dem Gebiete des Wohnungswesens in Schwierigkeiten zu kommen. Für das Reich käme nur bie Wohnungsaufsicht in Frage sowie bie Uebernahme einer Bürgschaft für die Baugelder von Wohnungen, bie auf reichseigenem Gelänbe hergestellt werden. Der Bundesrat hat sich aber schließlich dahin ausgesprochen, auch den Erlaß von Wohnungsaufsichtsgesetzen den Einzelstaaten zu überlassen. Preußen hat ein Wohnungsgesetz ausgearbeitet, das dem Landtage im Winter zugehen'werde. Andere Bundesstaaten werden folgen. Deshalb ist bie Ab- . sicht des Reiches, ein Rahmengesetz zu erlassen, hin- r fällig geworden, zumal ein solches Gesetz nur geringen unb wenig bedeutsamen materiellen Inhalt haben könne.
Der Ausschuß war der Meinung, baß trohbem noch Aufgaben für das Reich übrig blieben, die Vornahme von Wohnungsstatistiken, die Ern ch tu naeines Bürgschaft s- ionds fürzweite Hypotheken usw. Tie Pläne wurden ausführlich besprochen. Es wurde erklärt, daß Ver- t Handlungen über den Gedanken des Ausbaues einer solchen Zürgschast für zweite Hypotheken zurzeit schweben, daß ein ' Entwurf bevorstehe, daß auch mit den Versicherungsanstalten über diesen Gedanken oert-andelt werde, und es mürbe beiter darauf hingewiesen, baß bas Reich, auch wenn es Kittel für die Beschaffung ber zweiten Hypotheken nicht jur Verfügung stelle und auch ferne Bürgschaft dafür übernehmen könne, jedenfalls die Aufgabe habe, zu prüfen, ob und inwieweit die zivilrechtlichen Grundlagen für das Hypothekenwesen einer Verbesserung bedürfen.
In einer Entschließung wurde die Regierung auf» gefordert, dem Reichstage eine Vorlage zugehen zu lassen, "ach welcher das Reich in Verbindung mit den Einzel- sta-aten die Bürgschaft für die zweiten Hypotheken der Klein- dohnungsbauten gemeinnütziger Baugesellschasten über» nimmt. ' Ferner wurden Entschließungen angenom- men auf Vorlegung von Entwürfen, durch die eine Ausschaltung des Erbbaurechts für Zwecke der Wohnungsfür- ßsorge erfolgt, eine Abteilung für Wohnungsstatistir zu kschaffen, einen Ausschuß einzuberufen zur Prüfung der ' Datschaftlichen und rechtlichen Grundlagen unseres Real- IcLditsystems sowie des Sckstitzungs- und Beleihungswesens Hc zu Wohnzwecken verwendeten Grundstücke besonders
Rücksicht auf die Bedürfnisse des Kleinwohnungsbaues iinL die Mängel durch Reichsgejetz abzustellen.
Ver^mikchtee.
Hk. Russische Erpeditionen in das Sibi- n i ch e Eismeer. Tie Eisbrecher „Taimyr" und „Wai-. gatsch", btc sich augenblicklich in Wladiwostok befinden, treten im Auftrag ües Marineministeriums eine neue Er- pebition ins Nördliche Eismeer an. An die Spitze tritt der ^Generalmajor des hydrographisch-ge^odätischen Korps V" Sergjejew. Tie Schiffe fahren Mitte Juni von Wladiwostok aus unb sollen Mitte Juli, bas Kap Deschnew umsew.ffend, bas Eismeer erreichen. Die Aufgabe ber Expedition ist, längs der Küste Sibiriens und durch das Karpche Meer nach Europa zurückzukehren und auf diese Weye den ganzen nördlichen Seeweg zu erforschen Wie „Peterm. Mttt." weiter berichten, wird der Dampfer Ko- ttk", der bereits im Vorjahr eine Reise ins Mündungsgebiet der Kolyma unternommen hatte. Anfang Juli feine Reife dorthin von neuem antreten. Er nimmt ein zusarnrne^ Wores Holzhaus mit pir den Fall, daß er durch bas Ei» zum lleberwintern gezwungen wirb. Zur Aufftelluna von rz-achrtzeichen von der Flußmündung bis Rishni— Kolymsk ist bereits eine besondere Expedition abgegangen.
Erne allerliebste llcbcttüfcbung für unsere $ (einen finh hir* oon der Rente - Gesellschaft neu herausgeaebenen Ausschneide- nnopen „Dornroschenrveiche infolge ihrer farbenprächtigen Ans-
^cr mebrracben Umkleidunocmöglichkeit den Kindern viele löbliche Stunden bereiten. • Vtan wende sich Zwecks foüenlofer Gr-
f -nJl *)u? ‘Jl’c’iIc ' Ufchan. Berlin W". 7-7. die der ^endung aut Wunicl, eine Vrobedoie des feit einem halben Jahrhundert bewahrten Kmdermehles gratis beifügt. lss^^
-—T^Tjiie mW' i:obn* MilliÖJ ■$*(«*»
Aus Stakt uud Candf.
Gieße u, 4. Juni 1913.
•• Jahrhundertfeier 1913. Auf die an den Kaiser unb den GroßHerzog abgesandten Huldigungstelegramme gingen dem Oberbürgermeister folgende Dank- telegrainme zn:
-Seine Majestät der Kaiser u n d K ö n i g lassen der Stadt und Universität Gießen für die freundliche Begrüßung vielmals danken. Ter Geheime Kabinettsrat von Valentins."
„Tch zur Hundertjahrfeier vcrfnimneltcn Bürgern der Stadt und der llmvcifität Gießen danke ich herzlich hiv die mir dargebrachten treuen Grüße. r n st L n d iv i q."
LU. Landesuniversität. Tr. Adolf Jeß, Assistent an der hiesigen Augenklinik, der sich für bas Fach der Augenheilkunde an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hält am Donnerstag, 5. Juni, um 6 Uhr in der kleinen Sinin eine öffentliche Probevorlesung über das Thema: ^Die sympathische Oph tha lmie".
töricht ist Material zu Reichswohnungsgesetzen (Wohnungsmspektion, Verbesserung der Wohnvory-ilf.iisse, Wohnungsaussicht) beigegeben.
DcrtroKlidie vespiechunaen über Öen Wehrdeitraa.
Man schreibt uns aus Berlin:
•v'im Reichstage sanden am Dienstag nachmittag weitere vertrauliche Besprechungen züvlschen den Vertretern ber Fraktionen und Vertretern des Reichssckfatz- amtes über die endgültige Gestaltung des Wehrbei- statt. Falls es zu einer Einigung kommt, soll die udgetlvmmission sich mit den neuen Vorschlägen bereits fini Mlttstroch boschäftigen.


