Ausgabe 
3.7.1913 Zweites Blatt
 
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165. Jahrgang

Zweites Blatt

Nr. 155

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags.

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Ein Telcgram in des R e i ch s kn nzlc rs. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet:

B^pltilecdfltoc lerne PI.«Wi.

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ktilnSPM.ntioR trübste Tsbafre Iraokoge,« Hein. Blrt« oiaybo. cb nzbnL'ebtw <--- lödbCisplL'! oder eloe Mh-'tll'-

Lustichisscrhrt.

Konstanz, 1. Juli. B «o d en s e e - W a s s e r fl u g 1913. Heule wurde zum erstenmal um den Großen Preis vom Bodensee (40 000 Mark und Ehrenpreis des Staatssekretärs des Reick)s- marineamts: gestartet. Trotzdem heute nur der kleine Motorboots­dienst zur Sicherung vorgesehen mar, starteten vormittags 8,.>2 Uhr Gsell auf Friebrichslxlsen-Zweidecker, dann um 8,56 Uhr Abflug erfolgte bedingungsgemäß vom Land aus, zweimal um den Ablfug erfolgte bcdingungsgemäst vom Land aus, zweimal um den Bodensee mit Zwischenivasserpngen bei Lindau und Konstanz. Flieger und Fluggastgewicht ist auf 180 Kilogramm ergänzt, Flughöhe einmal mindestens 500 Meter, Gesamtstreckc 200 Kilo­meter. Als erster traf im Bojenviereck in Konstanz Gsell ein, der zu den zivei Runden 106 Min. 51 Sek. gebrauchte, bald darauf Thelen mit 118 Min. 51 Sek. Flugdauer. Zn Anbetrackst der schweren Bedingungen sind gegenüber den bisherigen Wasser- Wettbewerben die Leistungen des heutigen Tages am Bodensee ganz hervorragende. .Heute nachmittag werden weitere Maschinen um den Großen Preis starten. Außerhalb diesem Wettbewerb hat heute Faller auf Aviatik-Zweidecker den Höhenbefälstgungs- nachwcis erbracht, Hirth führte Probeflügc auf Albatros-Ein- decker von etwa 1 Stunde Dauer aus.

w Konstanz, 2. Juli. (Bodenseewasserslug 1913.) Ge­stern nachmittag 3 Uhr. 28 startete Kießling auf Ago-Doppcl- decker um den großen Preis vom Bodensee. Er erledigte auch die Bedingungen vom Abflug von Konstanz an, passierte dann die Kontrollstation von Romanshorn, Arbon und Bregenz und was- sertc bcdingungsgcmäs; im Bojenvicreck vor Lindau. Es gelang ihm aber nicht, nach Abstellung des Motors den Apparat wieder in Gang zu bringen, so daß der Wiederaufstieg zum Weiter­flug unterbleiben mußte. Kießling fuhr dann auf dem Wasser nach Konstanz zurück. Beim Start um den Befähigungsnachweis streifte Faller auf Aviatic-Doppeldecker den Boden und zerbrach dabei den linken Flügel des Flugzeugs. Der Flieger Vollmöller auf Albatros Sport-Eindecker taumelte sich während des ganzen Nachmittags auf dem Wasser und führte fünf Flüge aus, meistens mit Passagieren aus dem Publikum. Gsell mit einem Friedrichs­hafen-Zweidecker zeigte den Zuschauern steile Gleitflüge und exakten Wasserstart, ebenso Thelen auf Albatros Doppeldecker und Hirth auf Wbatros Sport-Eindecker tummelte sich während des ganzen kann als ausgezeichnet angesprochen werden.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: 51.

Redaktion:S^Al 12. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.

DieHichener Kamtlienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblntl für den Kreis Kietzen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit­fragen" erscheinen inonatlich zweimal.

Die Berliner Tierärztliche Hock-schulc zählt in die,em Semester 382 Studierende loarnnler 124 Studierende der Militär Veterinär-Akabemü15 Hospitanten, 95 Studierende der Land wirtfchaftlicyen und anderer Hochsck)ulen und 104 Prüfungständi boten, welck>" noch am Unterrichte tcilnehmen. Tie Gesamt- srcquenz beträgt mithin 596. .

> AIS Nachfolger von Prof. Jores wurde Professor Dr. med Albert Dietrich, Prosektor am Krankenhause Weitend und Leiter des städt. bakteriologischen Untersuchuugsamts in Charlotten bürg, zum Professor für pathologische Ana­tomie an der Kölner Akademie für praktische Medizin und Direktor des pathologischen Instituts der städtischen Kranken- anftaltcn berufen. . . ,

_ Erweiterung d er Breslauer iu rist l, che n Fakultät Wie derHochsckmlkorr." aus Breslau gemeldet wird soll die oortige juristische Fakultät in eine rechts- und staotswissenschasUiche Fakultät erweitert werden : der, Nachiolgcr des Nationalölvnomeu Geheimen Regrermrgsrats Prof. Wolf soll nicht in die philosophische, sondern in die rechts- und staatswisscn srbattliche Fakultät eintretcn.

$ Ju M ü h st e r ist am 30. Juni der Historiker, ord. Pro­fessor an der dortigen Universität, Geh. Negierungsrat Dr. Georg Erler gestorben.

Märkte.

1 Nidda, 2. Juli. Heule fand hier S ch m e i n c m a r f t Haft wozu der Austrieb von Ferkeln recht stark war. Die Preise blieben nu* der bisherigen Höhe. Tas Paar Ferkel, 8 Wochen alt, foftete 5560 Mk., iür 10 Wochen alle Paare wurden 75-80 'Mk. bezahlt. Einleger kosteten 1201^0 Mk das Paar. Für fette Echivcme znblten noch in voriger Woche die Alegger 60 62 Pig. pro Pfund Schlachtgewicht. Der Preis ist indesse etwas gestiegen, auf 64 Pfg.-, größere Transporte von Schlact t,chweinen gingen kürzlich aus unserer Gegend durch einen Händler aus Wingershausen nach Frankfurt und Mainz. Auch die Aeiladung von jungen Rindern war heule auf dem hiesigen Bahnhof sehr stark. Schöne einährige Tiere foHelen schon 220260 Dtark.

-r. Lauterbach, 2. Juli. Der am 4. Juni infolge Maul- und Klauenseucheverdachtes verschobene V i e h m a r k l, verbunden mit Schau und Prämiierung, wurde heule abgehalteu. Aufgetrieben waren Rindvieh und Ziegen in befriedigender, Schweine in ge­ringerer Zahl. Ter Marklverkehr war lebhaft, wenn auch das Großvieh und die Ziegen in überwiegender Mehrzahl nur zum Zwecke der Schau aufgctriebeu waren. Gehandelt wurden "Bullen Simmenthaler Schlages, 1 bis l^jalpig, mit 500 Mk. und darüber. Bei den Ziegen (weiße, hornlose, sog. Saauerziegen) ronv die 'Nachfrage nach guten Tieren der von auswärts erschienenen Auf­käufe' sehr rege und es wurden darum auch recht gute Preise erzielt. Für Ziegenlämmer wurden 30 Mk., für Bocklämmer bls 50 Aik., für Ziegen 70 Pik. bezahlt. In Schweinen war das Ge­schäft etwas fchlevvend. Ferkel kosteten 60 Mk. lmd etwas mehr,

ach. Jdi. '286 rb.

Weidemaflschase:

Mastläiiimer und Piasthammel .... 4d,50-o7.00

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Verantwortlich fürAus Stadt nnd Land" i. V.: K. N e u r a k h.

Donnerstag, 5. Zuii WZ

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Blich- und Steiiidrilckerei.

R. Lange, Gießen.

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OSSI ec II l. nd tfifl mit ieb. 350 M 360 :rb.

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Ränder

eine Gefängnisstrafe von zwei Wochen.

Wegen Jagdvergehens -

war K. P: zn Hof Albach vom Schöffengericht in Lich zu einer Geldstrafe von 5 Mk. oder 1 Tag Gefängnis verurteilt worden. Er hatte im Dezember 1912 etwa 400500 Meter von seinem Hof ent'ernt eine Falle aufgestellt und darin einen Iltis ge'angen. Er­halte sich damit verteidigt, er habe nicht gewußt, daß ein Iltis zu den jagdbaren Tieren gehöre und geglaubt, ihn erlegen zu dürfen. Die Strafkammer bestätigte das erstiimanzliche Urteil, indem sie die Berufung des'Angeklagten und der Staatsanwaltschaft verwarf.

Zweifamp s.

Tie Stndenten H. K. und D. T. zn Gießen halten im Mai ds. IS. in der Nähe von Gießen eine Säbelmensnr auSgefochten. Das Urteil lautete wegen Vergehens nach § 205 des St.-G.-B. gegen K. fünf Monate, gegen T» vier 'Monate Feslitiigshaft.

Wegen Jagdvergehens

hatten sich seinerzeit der GntSverwaltcr F. I. auf Hof Hasselheck, Freiherr Fr. W. Ad. L. von una zil St., Privatier B. St. I. in Bad-Nauheim, Zimmermann 5k. St. II. dasellvt nnd der :Beutner K. 5t. zil Franksiirt a. M. zu uernntiuofien. S,e waren befchlildigt, in der Gemarkmig Ober-'Mörlen int August 1912 an Orten, an denen sie zn jagen nicht berechtigt waren, die Jagd ausgeubt zn haben. Weiter ivar dec tziutspächter F. 5k. auf Hof Hasselt.eck ivegeit Anskiftlmg zu diesen Straftaten angeklagt. Tiit Ausnahme des K. St , der freigefvrochen wurde, hielt das Schöffengericht Bad- Nanheim die Angeklagten der ihnen zlir Last gelegten Delikte schuldig und verurteilte sie zn Geldstrafen. Wegen das Urteil des Schöffengerichts hatten die Slaatsanmattfchaft und die Verurteilten Berufung verwlgt. Nach einer unifangreichen BeiveiSaufnahme kam die Strafkammer zn einem freifprecheilden Erkenntnis auch bezüglich der in erüer Instanz Verurteilten.

A uS > etznng des Vecfahrens wnrde in der Straffache gegen den P. TL W. von Ober-Tlörlen wegen Sittlichkeitsverbrechens beschlossen Es sollen nod) weitere Ermittlungen bureb die StaatSa,t,valtschaft üorüenoinmen iverden. Wegen Vergehens gegen das Neichsoiehsenchengeset; in je z'vei Fällen mürben vier Einwohner von Bieven unb em Landwirt von Wallcrsdotf zn je 2 Geldstrafen von 15 Tlk. oder 3 Tage (tzefängms für je 15 Mk. verurteilt.

Kleine Cageschronik.

AuS Kiew wird gemeldet: Tie südwestlichen Eisenbahn­linien sind durch Gewitterregen teilweise unter» brachen. Bei Wolotschisk wurde durch den Einsturz einer Brücke die Eisenbahnverbindung mit Oesterreich gestört. Die russischen Passagiere wurden in WolatschiÄ', die österreichischen in Tarnopol zurückgel)alten. Bei Tschcrbinowka ist die Stteckc JmerinkaOdessa unterbrvckien. "

In Breslau regnete es am Tiensiag den ganzen Tag in Strömen. In Bayern treten große N c b e r s ch w em m u n g e n ein.

Gießener Strafkammer.

)( Gießen, 1. Juli 1913.

Gelegenheit m a eh t Diebe.

Die Auaeklagten E. W. und W. S., beide in Gießen, waren am 15. Mai 1913 in der Klinkel'fchen Mühle mit Dachdeckerarbeiten beschäftigt. Angeblich um Zink für ihre Arbeiten zu suchen, begab sich W. in einen Schupven. Er benutzte dort die Gelegenheit imd nahm drei Bronzeschalen im Werte von etwa 30 Tif. mit, die er zusammen mit Sch. für 2,20 Mk. verkaufte. Bei bem Versuche am Nachmittag, eine weitere Schale zu entwenden, ivurde er ertappt. Später zur Rede gestellt, verletzte er den Zeugen L. K, diirch einen Faustschlag int Gesicht. Der Angeklagte W.. wegen Diebstahls mehrfach vorbestraft, ist rückfällig. Tas Gericht erkannte gegen ihn wegen eines vollendeten und eines versuchten Diebstahls in wiederholtem Rückfälle, sowie wegen Körperverletzung ouf eine 6fesa:ntftrafe von sechs 'Monaten Geiängnis, wobei ein Monat der Uutersud>ungshaft angerechnel wurde. Sck). erhielt megcit Hehlerei

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General-Anzeiger für Oberheffen

Höchste Temperatur am 1. bis 2« Juli

Lliedrigsle , » 1. » 2.

Lliederschlag: 0,0 mm. ,

Pros. Tr. med. Kruse, Tirekbor deS hygienischen Um I versitätsinstituts in Bonn wird dem Rufe an Die Universität Leipzig als Nachfolger des in den Ruhestand tretenden Geh Rats Franz Hofmann mit Beginn des Wintersemesters 1913/14 Folge leisten. , . . .

Ter a. o. Professor Tr- Lndwig.F a b r t e t u s wurde vom 1. Oktober an zum etatSmäßigen ordcutlichen Prosessor der sorst- licheii Produktionslehre in dec Naatstvirtschastlichen Fakultät der Universität München ernannt. Tr. Fabricius ilt 18/o zu Wals­dorf, Untertaunuskreis, geboren.

Aus Freiburg i. Br. wird uns berichtet: ^cr o. Pro­fessor der Nationalökonomie Tr. IKarl Diehl in Freiburg t. Br. hat einen Ruf an die Universität BreSlau als Nachfolger von Geh. Rat Pwf. Wolf erhalten.

Die Kaiser-Wilhelms-Univcrsität in S t r a ßb urg zahlt in diesem Semester 2037 immatrikulierte Studierende. Dazu kommen 92 Hörer und Hospitanten. Die Gcsamtfrcgucnz beträgt mithin 2129

Der Mathematiker Pros. Dr. Max Dehn in Kiel hat den Ruf an die Technisch? Hochsckmle in B reis lau an­genommen : er wird dort Nachfolger des nach Göttingen über­siedelten Prof. Earatheodory. . -

In Danzig ist am 30. Juni der etatmäßige Professor nnd Leiter des Maschinenlaboratoriums an der dortigen Techuisck'-en Hochsckiule Aussust Wagkner im 48. Lebensjahre gestorben.

Der Lektor für englische Sprache an der Akademie zu Posen, Arthnr Watts, ist mit Beginn des Wintersemesters 1913/14 in gleicher Eigenschaft an die Universität Jena be­rufen tvorden. _______

Der Spielteufel.

Marschiert Frankreich noch immer an der Spitze der Zivilisation? Im schlimmen Sinne, ja! Tenn es ist d-as einzige Land, das öffentliche Spietvanken anerkennt, nicht etwa nur ui Monte Carlo, wo es trotz der Sou.veränität eines Tul-dez fürst en längst die größte aller Spielbanteu hätte aus'>eben lönnen, sondern auf frauKÖstschem Gebiet selbst in "en .Kurorten und Bädern an der Riviera und der atlantischen Küste, auch im Jmnern, selbst nahe bei Paris. Wie der französische Minister des Innern Klotz zugcben mußte, bestehen 135 solcher Spielkasiuos, die geheim en Spiel hol len nicht mit ein gerechnet. Fortan sollen sie ihren Betrieb auf die Fremdenzeit beschränke?!!. Die Umsätze in diesen Spielmsinos sind nicht entfcrirt so groß wie in Monte Carlo. Fast itberafl1 ist der 5-öchsteinsatz auf 100, hier und da auf 50 Franken beschränkt worden. Aber es toirt>- schon ein Einsatz von einem Frank angenommen und jedermann, auch der ärmste, kanu ohne weiteres an dem Spiel tei! nehmen. Dadurch wird die Lust am Spiel in die weitesten Kreise der Bevölkerung getragen.

Leider wird auch in Deutschland das Spiel geduldet und anerkannt, wenn auch nur in gewissen Formen, haupt­sächlich am Totalisator, der angeblich im Interesse der Pferdezucht nicht zu eutbchren ist. Auch hier kann sich jeder ohne weiteres an dem Spiel beteiligen, und Tausende lassen sich dazu verleiten. Am zweiten Pfinastfcicrtage erzielte der Totalisator auf der Berliner G-rnnewaldbahu einen Umsatz von 798 810 Mark. Danach hat diese Art des Spiels bereits einen bedenklichen Umfang angenommen. Tie meisten Leute besuchen die Rennen nicht um zu sehen, son­dern um zu spielen. Was dabei herauskommt, lassen an­deutungsweise Gerichtsverhandlungen erkennen. Tie An­geklagten beginnen mit dem Spiel am Totalisator oder in 'Sen zahlreichen nicht unterdrückten Privat w e 11 st ei le n imt> enden mit Unterschlagungen, ja mit Diebstahl und Raub. Vielleicht uehmcu die maßgebenden Kreise endlich einmal Kenntnis davon, was George Washington vom Spiel sagte. Er nannte es die Wurzel des Lasters, dem jegliches erdenkbare Unheil entkeimt.Es vernichtet nicht nur den Charakter, sondern auch die Gesundheit derer, die ihm crr(: ;?i sind. Es ist das Kind der 5Msncht, der Bruder der Ungerechtigkeit und der Vater des Verderbens. Es bereitete mancher ehrenwerten Familie den Untergang, 'brachte viele um ihren guten Namen und veranlaßte man­chen Selbstmord." Unser Philos-oph Schopenhauer war selbst dem .Kartenspiel in dem Maße abhold, daß er es für einenBankerott der Gedanken" erklärte.

Reichskanzler richtete an die Witwe des Abgeordneten ^Grafen v. Kanitz folgendes Telegramm:Bei dem wider nnser Hoffen nun'doch eingetretenen Hinscheiden Ihres auch von mir hochverehrten Gemahls spreche ich Ihnen, gnädigste Gräfin, meine aufrichtigste, herzlichste Teilnahme aus.Im Dienste des Barerlarrdes" das war der Wahlspruch^

V. H. c.

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AN-/ schonen- v!r

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Schafe 41, Schweine 474.

Geschäft mittet

Ochse n.

Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- ivertes iin Alter von 47 Jahren ....

Tie noch nicht gezoaen haben (unqejod)te) . . Junge, fleischige, nicht ausgemästete unb ältere anSgemästete Bullen.

Vollsieifchige, ausgew., höchsten Schlachtw. . .

Vollfleijchige, jüngere

Färsen, 5k ü h e.

Pollsleifcknge ausgeniästete Färsen . höchsten ScblacbtwecteS ...... . . . -

Vollfleifcksige ausgeniästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren.....

Acllece ausaeinälleke Kühe unb wenig gut ent- wicfclte jüngere Küye Tläßig genähne Kühe unb Färsen Gering genährte Kühe unb Färsen Kälber.

Feinste

Mittlere Mast- unb beste Saugkälber . . . . Geringere Mast- unb gute Saugkälber . . Geringere Saugkälber.........

Einlegefduveine bis 150 Mk. bas Paar.

L Friedberg, 2. Juli. Der heutige Viehmarkt uxir nut Schweinen nicht so stark befahren, wie der vorl)crgehende. Immer­hin waren über 1200 Schweine aufgetriebcn, lauter säsiine Mio gesunbe Tiere. Ter Hanbel war lebhaft und fast alle Tiere wurden verkauft. Gegen 1 Uhr wurde der Viehmarkt aufgeräumt. Die Preise sind etwas hcrimtergegangen. Ferkel kosteten 2a bis 30 Mark das Paar. Läufer kamen auf 40 bis 50 Mark das Paar zu stehen. Springer auf 60 Mark. Die größeren Schlacht­schweine sind im Preise nicht herabgegangen. Recht gut war ber Gemüse- und Obstmarkt. Butter kostete 1,40 bis l,aO Mark das Psiind, Käsematte -20 Pfg. das Pfund. Eier 9 Pfg. das Stück' Käse 7 Pfg., Kernerbsen 20 und 25 Pfg. das Pfund, neue Wetterauer Kartoffeln 8 Pfg. Kirschen 50 Pfg., Johannisbeeren und Stachelbeeren 20 Pfg. das Pfund, Heidelbeeren der schoppen 20 Pfg. Der Krämermarkt war ohne Bedeutung. .

FC. Wiesbaden. Viehhof-Marktbericht vom 2. Juli. Auftrieb: Rinder 104 (Ochsen 29, Kühe 60, Bullen 15), Kälber 241,^

dem dieser wurzelfeste Sohn seiner ostpreußischen Hcinmt von jeher gefolgt war, so schon als Mitglied des Nord^ deutschen Reichstags nnd auf den Sclstachtfeldern Oester­reichs und Frankreichs, so (btt späteren politischen Leben, wo ihn ein reiches Wissen und praktischer Mick, ein schlicht­vornehmer und ritterlicher Charakter und auch ein den Gegner gewinnendes sreundliches Wesen zu einem berufen­sten Führer erhoben, der namentlich in allen wirtschaftlichen Fragen einen weitreichenden Einfluß ausübte. Dem arbeits­reichen und erfolgreichen Leben ist ein allzu frühes Ende gesetzt worden."

Arbetterbewequng.

Beendeter 91 u § ft n n b. Tec in ben K n r he ss i s ch e n B a j a l t w e c k e n, 6). in. b. H., Tlarbucg-Dreihanfen feit Mitte Tiärz beftebenC'e AuSstaub ist nach 13roöd)ioer Dauer burd) Bei- Mittelung bes Deutschen Jnbiistrieschutzvecdanbes, Frankfurt a. Ti., beigelegt worben. Es tum ein Tarifvertrag mit bceiiähcigec Gültig­keit zustande.

Hmvcrfifräte*2Iadmd)tcn*

Der Ausschmückung saus schuß des Reichstags lttt noch kurz vor der Vertagung des Reichstags einige Be- stimmirngen getroffen, die von allgemeinem Interesse sind. Bekanntlich soll !>em Erbauer des Reichstags Wallot in der Vorl/allc am Portal IV des Reichstagsgebäudes eine Büste gesetzt werden. Der AnSschrch beauftrage Prof. Rob. Dietz- Dresden mit der Anssichrnng der Büste, die zu Beginn des nächsten Images fertiggestellt sein soll. Prof. Dietz hat meh­re«? Modelle eingereicht. Ferner sollen im Sitzungssaalei Les' Bundesrats die Porträts der bisherigen Kanzler aus­gestellt werden. Reichskanzler Fürst Bülow', der bestimmt hat, daß nach seinem Tode ein in seinem Besitz befindliches Porträt von ihm dem Reichstage zum Gescheut gemacht wird, bat vorläufig eine Kopie dieses (Gemäldes überwiesen. Ein Porträt des Grasen Eaprivi wird nach Photographien " ' Prof. Schcurenberg gemalt werden, da ein brauchbares Ge­mälde des Grafen bisher nicht existiert.

Ein wohlschmeckendes Morgen-, Mittag- und ^lbenbacträni statt Kaffee unb Tee ist eine Slbtocbung vonK ufer c tn Miitt (1 Teelöffel M niet c " am eine -tnnc Milch,> 'Minuten 6ekocht! Es wird von Minbern unb Erwadifenen gern nenommen unu ut i. vielen Familien ständig im Gebrauche, bewnders zur' ^atttgnn von fdimädilidicn Personen, Nervösen unb Rekonvalesnenten. Aua Sie sollten einen Versuch mit »tz niete" machen, wenn H>e na matt mib abgeivann: suhlen; Sic werden nch dann [ii ei jn_

.Körper von der stärkenden Wirkung, ineicr Slo t überzeugen. , Suppen nutKufeke" Aubcieitct, imb ^bemalls iehr belieb, u sind schmackhaft, nahrhaft, und avvenlanregend: die enorderuwer ] Kochrezepte erhalten Sie m Apotheken und Drogengeschasten grau.

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Vollsieischrge Schweine von 80-100 kg Sebenb- gciuicbt - - 56-o 8

Vollstcischige Sduvcine unter 80 kg Lebendgewicht 5 l'/,-o7 Vollfleiichige Sd)weine von 10 )120 kg Lebend­gewicht öl /z-v9 Vollsieifchige Schweine von 120150 kg Lebend- gewid'l..............55-00

Limburg a. d. Lahn, 2. Juli. Frachtmarkt, schnitlspreis pro T!alter. Röter Weizen (naffcuiifdier) 17,60 Tif., weißer Weizen langebaute Fremdforten) 17,10 f., Korn 12,80 Mk., Gerste: -Kittergerste 10,50 Tif., Braugerste 0,000.00 Tif., Hai ec 7 000,00 Tif., Erbsen 0,00 Tif Kaitösfelil Tif. 4/0-0,00 Tif.

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