Ausgabe 
29.11.1913 Drittes Blatt
 
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Ttt. 28 \ Drittes Blatt

165. Jahrgang

Effchcini tiktzlich mit Ausnahme des Sonntags.

DieSiehener Kcnnilier.blitler" werden dem .Anzeiger" Dtcrmal wöchentlich bciqeleqt, daS Kreisblatt für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zett' fragen erscheinen monatlich zweimal.

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefien

Samstag, 29. November 1915

RotationSdnlck unb Verlag der Brnhl'scher» UniversitätS - Buch- und Steindrnekerei.

R. Lange, Gieße»».

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition »mb Verlag- 5L 9iebaftion:e^®112. Tel.-?ldr.:AnzetgerGießen,

veuticbes Heid).

Der Kaiser traf mit Gefolge am Freitag abend 6 Uhr 35 Minuten im Sonderzug in Donaueschingen ein. Er tourde auf dem Bahnhof von dem Fürsten Fürstenberg emp­fangen.

Die Einberufungsorder für den preußi- scheu Landtag wird in den nächsten Tagen erfolgen. Wie verlautet, hat sich das StaatSministerium dahin schlüssig gemacht, den 13. Januar als Einberufungstag vorzuschlagen.

Der Ausschuß des Reichstags zur Borbera­tung des Entwurfs eines Gesetzes gegen den Verrat militärischer Geheimnisse trat am Don­nerstag nach Schluß des Plenarsitzung zur Konstituierung znsanrmen. Zu Vorsitzenden wurden gewählt die Abgg. Dr. v a nEalker und Dr. M u l l e r -- M e i n i n g e n, zu Schrift­führern die Abgg. Nehbel, Dr. Br ab and und Land­berg. Angesichts der schwierigen juristischen und politischen Fragen, deren Erörterung zu erwarten ist, sowie angesichts der herrschenden Unklarheit über die Frage, wo un£ in­wieweit sich bei der bisherigen Rechtsprechung Lücken gezeigt haben, wurden aus dem Ausschuß statistische Unter­lagen gewünscht, so über die Anzahl der bisher vorgekom­mener» und behandelten Spionagefäkle, der Freisprechungen, Verurteilungen usw. In einer Sitzung der nächsten Woche sollen diese Wünsche formuliert und der Regierung unter­breitet werden. Die Weiterberakung wird dann voraussicht­lich nach Weihnachten stattfinden.

Schutz der Arbeitswilligen. Dem Reichstag ist.folgender Antrag des Grafen W e ft arp und Genossen zu­gegangen: Ter Reichstag wolle beschließen, den Reichskanz­ler zu ersuchen, noch vor der in Aussicht gestellten aC(gc« meinen Revision des Reichsstrafgesetzbuches dem Reichstag einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen ein wirk-a- mer gesetzlicher Schutz gegen den zunehmenden Mißbrauch des K o a l i t i o n s r e ch t e s geschaffen, bcm immer schärfer ausgeübten Terrorismus gegenüber den ar­beitswilligen Arbeitern entschiedener entgegengetreten, ins­besondere aber das Streilpostenstehen verboten wird.

Bestimmungen über Hausarbeit in der Tabakindustrie, wie sie der Bundesrat auf Grund des § 10 des Hausarbeitsgesetzes erlassen hat, sind dem Reichs­tage zur Kenntnisnahme zugegangen. Die Bestimmungen be­ziehen sich auf die Herstellung und das Sortieren von Zigar­ren und das Abrippen von Tabak in der Hausarbeit. Die Bestimmungen sollen Anwendung finden auf Werkstätten, in denen zur Herstellung von Zigarren erforderliche Verrich­tungei» vorgenommen werden, wenn in ihnen jemand aus­schließlich zu seiner Familie gehörige Personen mit solchen Arbeiten beschäftigt oder eine oder mehrere Personen solche Arbeiten verrichten, ohne von einem den Werkstattbetrieb lei­tenden Arbeitgeber beschäftigt zu fein. Die Bestimmungen treffen Anordnungen über die Arbeitsordnung, die Beschäf­tigung von Kindern und jungen Leuten und die Regelung des Betriebes, sowie die Kontrolle und Aufsicht. Die Bestimmun­gen sollen am 1. Juli 1914 in Kraft treten.

Der Entwurf über die Verlängerung des Handelsprovisoriums mit Englands ist dem Reichstage zugegangen. Er bestimmt, daß das zurzeit gel­tende Handelsprovisori»»m zwischen Deutschland und Eng­land, das am 31. Dezember d. I. abläuft, bis zum 31. Dez. 1915 verlängert wird. In der 'Begründung wird an der Hand der neuesten Handelsstatistikei» oie Notwendigkeit der Pcr- längerung des Provisoriums nachgewiesen. Der Entwurf dürfte vom Plenum ohne Ausschußberatung angenommen werden.

Die badische Zweite Kärntner wählte am Freitag nachmittag zum e r st e»» P r ä s i d e n t e n der Zweiten Kam­mer Rohrhurst (Natl.) mit 37 von 73 abgegebenen Stim- men wieder. Der Zentrumsabgeordnete Dr. Zehnter er­hielt 35 Stimmen, der nationalliberale Parbeivorstand Reb­mann eine Stimme. Bei der Wahl des Vizepräsidenten wurden in» ersten Wahlgang abgegeben für Dr. Zehnter (Ztr.) 42 Stimme»» und außerdem 30 weiße Zettel. Geiß (Soz.) erhielt eine Stimme. Dr. Zehnter lehnte die Wahl ab. Im zweiten Wahlgang wurden 35 weiße Zettel abgegeben. Geiß (Soz.) erhielt 38 Stimmen und nahm die Wahl an. Bei der Wahl des zweiten Vizepräsidenten erhielten Venedep (Fortschr. -Vp.) 37 Stimmen, 31 weiße Zettel' wurden abgegeben.

Nach N»ederlegungdes Mandats durch den nationalliberalen Ab g. Kölsch sind im Reichs­tage drei Mandate erledigt, durch Ableben außer­dem die Mandate der Llbgg. Klose (Ztr.) und Zürn (Rpt.).

Ausland.

Der deutsche Militärattachee Oberstleutnant v Winterfeldt ist soweit nricbcr hergestellt, daß er das Bett verlassen kann. Voraussichtlich wirb er an» 1. Dezember in seine Wohnung nach Paris übergeführt nrcrbcn können. Er wirb den Winter wahrsä)cinlich in Aegypten verbringen.

~ Die rumänische Thronrede. Tic Botschaft, mit wel­cher der König von Mmänien die parlamentarische Session er­öffnete, lautet u. a.: Die gemäß dem Frieden von Bukarest am ?8 Juni durchgcführte Annexion des neuen Gebietes jüirb dem- näi&ft im Sinne der Verfassung der Genehmigung des ParlameiUs unterbreitet. Infolge der politische»» Haltung meiner Regierung wäbrcnb des Balkankrieges roaren und sind die internationalen Beziehungen Rumäniens die besten. Einerseits konnten die Groß- rnächte unseren Beistand bei bei» Bemühungen um den Frieden fckvtzen lernen, anderersefts besiegelte der Friede von Bukarest die außerordentlich engen Freundschaftsbeziehungen zwisckxm .Runtä-- nien und den Staaten jenseits der Donau. (Beifall.) Wir können nunmehr der Zukunft mit größerem Vertrauen entgegensehen und n^den alle unsere Kräfte zusammenfassen, um dasjenrge, was wir Gewonnen zu wahren und zu fettigen. D»e schmerzliche Geißel die von jedem Kriege unzertrennl»ch zu icnt scheint, wütete.auch in unserem Heere und drang »ns Land. Dank den von der wisscn-

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Meteorologische Beobachtungen der Station Eiehen.

Niedrigste

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>cl>aftlichen Erfahrung vorgeschriebenen Masmahmcn konnte bet Antteckungsherb trotz aller Schwürigk.'iten isoliert unb die Seuch: erstickt worben. Staats- und Pr»vathilfe unterstützten und werden auch in Zukunft die Familien der Opfer unterstützen. Ungeachtet der großen Mobilisierungskosten gestattet uns die ausgczeich- ne t e Finanzlage des Staates, den wirtschaftlichen Bedürf nissen zu entsprechen, und vor allem den Wagenpark der Eisen­bahnen zu ergänzen.

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Erfolg; die Anklage vertritt Oberstaatsanwalt die Verteidigung führt Rechtsanwalt H o n» - Mittwoch, den 3. Dezember, uorni. 9 Uhr:

Verzeichnis der Sitzungen des Schwur­gerichts für das 4. Quartal 1913: 1. Montag, den 1. Dezember, vormittags 9/2 Uhr: Verhandlung gegen Elisabetha Wämser, geb. Ursprung, au§ Gießen, wegen Verbrechens gegen § 219 d. Str.-G.-B.; die Anklage ver­tritt Staatsanwalt Trümpert, die Verteidigung führen die Rechtsanwälte Juslizrat Katz und Kaufmann. 2. Diens­tag, den 2. Dezember, vormittags 9 Uhr: Verhandlung gegen

Verhandlung gegen Rosa Wiegand auS Herbstein wegen ftmdeStötung; die Anklage vertritt LtaatSamvalt Dr. Brill, die Verteidigung führt Rechtsanwalt Justizrat Dr. Jung.

** A r t e r i e n v e r k a l k u n g u n d S ch l a g a n f ä l l c ist das Thema eines am Dienstag, bei» 2. Dezember abends 8/2 Uhr im Saale des Hotel Schütz stattfindenden Vortrags. Als Redner hat der Naturheilverein Herrn Dr. med. E. B u ch- 1 olz, Chefarzt des Sanatoriums Schledehausen bei Osna - »rück gewonnen. Unter den Todesursachen, welche in neuerer Zeit so oft genannt werden, kommen namentlich die Verkal- ung der Blutgefäße und Schlaganfälle häufig vor. Es han­delt sich hier gewissermaßen um Kulturkrankhciten, deren häufiges Vorkonrrnei» auf unsere moderne, vielfach natur­widrige Lebensweise zurückzuführen sind. Wie man Arterien­verkalkung verhütet und wie sie die Naturheilmethode heilt, soll der bevorstehende Vortrag zeigen.

** Sachbeschädigung. In der Nacht auf Freitag zwischen 2 und 3 Uhr schlugen 2 Herren im Selterswcg an einem am Hause befestigten Schaukasten die Scheibe ein. Sic wurden dabei von dem Wächter 92r. 4 des Gießener

mit löblichem H üfinann, b e r g e r. 3.

Peter ©lautnie au5 Petrovo-Selo wegen Körperveiletznng

chein nach oie erwachsene Tochter des Heizers Jakob Le » n- veber, der am Riegelpfad wohnhaft ist, in die Lahr» ge­drungen, wie wir bereits gestern in einem Teil der Auflage kurz »nitteilten. Das Mädchen hatte am Dienstag (nicht Mitt­woch) abend die Wohnung der Eltern verlassen unb blieb seit­dem verschwunden. Der Bruder der Unglückliche»» teilt uns mit:Ob meine Schwester sich selbst das Lebe»» genom­men hat, darüber fehlt noch jede Aufklärung. Sie hatte am; Dienstag abend unsere Wohnung verlassen.. Seitdem haben wir sie nicht wieder gesehen, wohl aber erhielten wir durch die Post einen Brief, der die Aeußerung enthielt:In einem besseren Jenseits werden wir uns Wiedersehen!" An der Mündungsstelle des Mühlgrabens in die Lahn fanden zwei Fischer an» Donnerstag morgen gegen 11 Uhr einen große»» Damcnhut und eine schwarze Handtasche, in der sich ein Paar Handschuhe und ein zerrissenes Stück Papier be- fanden. Bis zum Wasser hinunter führten deutlich sichtbare Fußspuren. Die Nachforschungen der Polizei sind bisher ohn«

Au» Stadt nnd LanS.

Gießen, 29. November 1913.

Hessischer Zentralverein zur Errichtung billiger Wohnungen.

rb. Darmstadt, 28. No>v.

DerHessische Zentralverein für Errichtung billiger Wotz nungen", Ern st-Ludwig-Bereit», trat heute vormittag im städtischen Saalbau zu seiner Hauptversammlung zu sammen, der u. a. Finanzminister Dr. Braun, Minister des Innern v. Homberg k-, die Ministerialräte Dr. Kratz und Schliephakc, die drei Provinzialdirektoren und zahlreiche Bürgermeister und Kreisräte beiwohnten. Nachdem der stellver­tretende Vorsitzende, Provinzialdirektor Fey, in einer Ansprache die Anwesenden bergüßt und kurz die Ziele und die Tätigkeit des Zentralvereins beleuchtet, erstattete Landeswohnungsinspck- tor Gretzschel den Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr.

Es konnte darin konstatiert werden, daß die im vorigen Jahresbericht begonnene Wiederbelebung der gemeinnützigen Bau­tätigkeit auch im Berichtsjahre angehalten habe. Die Zahl der 1912 neuerstellten Wohnungen beträgt nach Abzug der weggesal- lenen 3004, und die Zahl der ncuentftanbenen Haushaltungen dürste sich auf mehrere Hundert beziffern. Nach bei» angestellten Ermittelungen herrscht in vielen Orten ein Mangel an Woh­nungen, namentlich an kleineren, auch in manchen Landgemeinden, so daß eine Vermehrung der Wohnungserstellung notroeitbig er­scheine. Redner rühmt das Vorgehen einzelner Gemeinden zur Förderung des gewerblichen Wohnungsbaues. Die Verwaltungen dieser Gemeinden kaufen größere Grundflächen auf, parzellieren sie und stellen die so geschasseiten Baustücksstellen zmn Selbst­kostenpreis zim» Verkauf, so daß Privatleute und Bauunternehmer leicht und billig Bauplätze in ihren Besitz bringen können. Auch die private gemeinnützige Bautätigkeit betreibe den Kleinwoh­nungsbau : besonders habe die gemeinnützige Baugeiwssenschast in Glistavsburg eine erhebliche Bautätigkeit ausgeübt und die Genossenschaft in Bischoftheim eine größere Anzahl Bauprojekte ausgearbeitet. In verschiedenen andern Gemeinden seien solche Ge­nossenschaften in der Bildung begriffen. Tie hessischen Bau­genossenschaften verdienten volles Vertrauen. Ihre Reserven be­trugen 1912 372 700 Mark. 32 000 Mark mehr als im Vor­jahre: das eingezahlte Geschäftskapital bezifferte sich auf 1 132 350 Mark. Tie Landgemeint-en des Kreises Worms sind zu einen» Zweckverband zusammengetreten und im Ansckstnß daran tauchten Bedenken auf, daß durch solche Zweckverbände die gewerbliche und private gemeinnützige Bautätigkeit und die Wohnungsfürsorge der Arbeitgeber geschädigt oder lahm gelegt werden könnte. Der Vorstand des Zentraloereins begrüßt dagegen, daß nnnmehr auch die Organe der Staatsverwaltung sich mit derartigen Organisationen befassen; der Ernst-Ludwig-Verein habe schon frühzeitig Anregungen auch für die Mitwirkung des Staates auf diesem Gebiete gegeben. Auch für die Landgemeinden des Kreises Darmstadt sei ein solcher Zweckverband geplant, der sich gleich dem Wormser namentlich die Beschaffung zweiter Hypo­theken im gemeinnützigen Kleinwohnungsbau zur Aufgabe stellen werde. Zur Weckung des Interesses unb Verstänbnisses für den Wert einer guten, gesunden Wohnung soll auf Anregung des Vor­standes eine belehrende Schrift herausgegeben werden, deren Be­arbeitung unter dem Titel:W ohnungsfrageund H ans - f r a u", Sanitätsrat Dr. P u l l m a n n - Offenbach übernommen hat. Für die Bearbeitung einer kleinen Schrift über beit ra­tionellen Gatte »tbau ist ein tüchtiger Fachmann, Kreisobstbau- Jnspektor Mazarin-Worms gewonnen worden. Einige in­dustrielle Firmen, namentlich im Kreise WormS, haben im Be­richtsjahre für ihre Arbeiter Wohnungsfürsorge betrieben, resp. sich mit größeren Summen bei gemeinnützigen Bauvereinen betei­ligt oder zweite Hypotheken beschafft: auch die Verbände der Ar­beitgeber zeigten Interesse für die Bestrebungen der Wohnungs- fürforge. Ter Zentralverein wird sich zukünftig auch mit der Verbesserung der Wohnsitten und mit der Sanierung ungesun­der Wohnungen zu beschäftigen haben. Ungesunde Woh­nungen im Wege der Wohnungsaufsicht einfach zu schließen, sei nicht angängig und würde zu einem wirtschaftlichen Ruin der Hausbesitzer führen.

Nach Erstattung des Kassenberichts erfolgte die Vorstands- neuwahl. Es wurden wiedergewählt: Geh. Rat Tr. Dietz- Darmstadt, Pfarrer Loos- Butzbach und neu gewählt Beigeord­neter Günd ner-Mainz, Aba. Wiegand-Heppenheim unh Fabrikbesitzer Clvos - Nidda. Einen längeren interessanten Vor­trag über die Beschaffung zweiter Hypotheken hielt dann Bürgermeister Dr. W e v e r s-Womts. Die Ausführungen bc-5. Redners gipfelten in folgenden Thesen: 1. Tie liebernahme dieses Risikos auf die Gemeinden zu den Selbstkosten, einschl. eines Zinsgenusses zur Deckung der Verwaltungskosten und für die Benutzung der städtischen Einrichtungen. Doch soll der Zinsfuß J i1 Proz. nicht übersteigen. 2. Das Risiko der Gemeinden wird dadurch gedeckt,, daß der Schuldner einen Selbstversicherungs- fondS der Gemeinde einerseits ä fonds perdu, anderseits aber auch unter Ausschluß weiterer Verpflichtungen einen Betrag einzahlt, der den TurchschnittSausfällen bei zweiten Hypotheken entspricht. 3. Tie Zahlung der einmaligen Versicherungs-Prämie geschieht durch Verrechnung gegen das Darlehen. 4. Eine allmäh­liche Herabminderung der Hypothek ist durch entsprechende Til­gungsraten zu erstreben.

Den letzten Vortrag hielt Landtagsabg. Justizrat v. Aren- t a n o - Offenbach über die Frage: Wie erhält man Gärten im Innern der Städte und wie lassen sich weitere Gartenanlagen aussühren? Ter Redner beleuchtete eingehend den großen Nutzen dieser Gärten für die Gesundheit und schlägt vor, die ©arten im Stadtinnern nicht nach dem gemeinen Wert zu besteuern.

Wach- und Schließ-Instituts überrascht und zur Feststellung ihrer Persönlichkeit einen» Schutzmann übergeben.

In selbstmörderischer A b s i ch t ist allem An- tach oie erwachsene Tochter des Heizers Jakob Le i tt-

Erfolg geblieben.

Landkreis Gießen.

r. Wieseck, 27. Nov. In der heutigen Gemeinde­ratssitzung wurde der Voranschlag über die Ueberdeckung der A l i c e st r a ß e, der einen Kostenpunkt von 800 Mk. auf-- weist, nicht genehmigt. Es soll vorläufig nur eine Ausbes­serung vorgenommen werden, um bei einer später vorzu­nehmenden Kanalisation die ganze Decke nicht wieder auf- reißen zu müssen. Zu der am 1. Dezember vorzunehmenden Viehzählung wurden als Zähler bestimmt: die Ge­meinderatsmitglieder. Becker, Weller, L. Deibel, F. Deibel, Oßwald, Heinr. Ihm, Friedrich Vogel und Ph. Weller. Die Neupflasterung einer'Rinne am Alt­busecker Weg wurde genehmigt. Tie Reinigung der Kanali­sation soll in Submissio»» vergeben werden. Hierbei wird' sestgesetzt, daß die Kanalanlagen alle zwei Monate und die Sinkkasten jeden Monat gereinigt werden müssen.

Kreis Friedberg.

Bad-Nauheim, 28. Nov. Tein langjährtgen Vorsitzenden des Kur- und Verschönerungs-Vereins, Lehrer Attguft Wagner, welcher bereits in diesen» Jahre auf eine 20jahrige ersprießliche Tätigkeit als Vorsttzender deS Vereins zurückblickt, besten Mitwirkung an der Hebung des Bades sich jedoch bis zum Jahre 1869 erstreckt, sind von der Kaiserin Augusta Viktoria, sowie von dem Großherzog und der Großherzogin von Hessen für die Zusendung der von ihm verfaßten Jahresberichte des Vereins und Bundes, sowie der Jubiläumsschrift deS hiesigen Gewerbevereins besondere Dankschreiben zugegangen.

Die nach- A aptIa «ind am Sonnt*«», 30. Nov. 1913, stehenden ßvl von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts, nur für drlnrende Fülle sicher anzutreffrn: D 3*^w

I>r. Büchner, Frankfurter Strasse 12.

Dr. erhoff. Süd Anlage (neben der Johanneskirche).

Für dringende Fälle ist am Sonntag, den 30. Nov.,. sicher anzntreffen : D 18/u

Reinewald, Frankfurter Strasse 10, tiaUM-dl Zii Fernsprecher 763.

Nov.

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Saxlehner's BitterquoHe hu mm jänos Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibig­keit» Blutandrang, etc. Gewöhn/. Dosis: 1 Wasserglas do ff.