Zahlungen nicht mehr zu machen. Der wiederaufgerufene Zeuge Neff ftertt dies in Mrede.
Die Sitzung schließt um 12'° Uhr. Morgen sollen Teilte Zeugen vernommen werden, da die einzelnen Urkundenfälschungen festgestellt werden sollen.
Vie Tätigkeit der Mitteldeutschen Arbeitsnachweis verbandes im März.
Von den 26 Arbeitsnack-veisen des MittelderUschen Arbeit^ nachweisverbandes, die int Mar^ 1913 an das Stal. Amt berichteten (gegen 18 im März 1912) tourben 1)405 (6527) männliche und 4952 (4325) weibliche Personen vermittelt, zusammen 11357 (10 852)., Hiervon entfallen auf Alzey 8 (—), Aschaffenburg 50 (—), Bebra 48 (—), Bingen 99 (97), Butzbach 12 (—), Kassel 1162 (1039), Darmstadt 370 (272), Dieburg 14 (—), 'Frankfurt 5164 (5125), Friedberg 72 (108), Gernsheim (4), Gießen 122 (131), Groß-Karben 28 (—), Hanau a M 43 (45), Herborn 17 (16), Kreuznach 106 (68), Mamz 10o6 (1234), Marburg 17 (4), Offenbach a. M. 262 (324), Wellburg 40 (35), Wetzlar 62 (41),. Wiesbaden '2145 (1728), Wttzen- hausen 4 (—), und Wovms 444 (461).
Nach Berufsgruppeu wurden ermittelt in den männlichen Abteilungen: Landwirtschaft 720 (gegen 604 im! März 1912), Metall- äewerbe 538 (835), Holzgewerbe 406 (437), Industrie der Nah- rungs- und Gemißmittcl 86 (101), Bekleidungs- und Reinigungsgewerbe 307 (360), Baugewerbe 594 (704), Masännisten, Hetzer und Fabrikarbeiter 155 (103), Gast- und Schanlwirtschastsgewerbe 965 (783), sonstige Lohnarbeit und himsliche Dienste 2273 (2217). In den weibliäwn Mteilungen: Gelernte und ungelernte Arbeiterinnen in Fabrilbetrieben 65 (58), Belleidungs- utrd Rcr- nigungsgeiverbe 47 (30), Gast- und Scl-ankwirtschaftsgewerbe 411 (400), sonstige Lohnarbeit utrd häusliche Dienste 4379 (3804).
Von den an den Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverband berichteten nichtöffentlichen Arbeitsnachweisen tvurden iM März im ganzen 1233 Stellen b ermittelt gegen 958 im März 1912. Von diesen 1233 Stellen entfallen auf Jmmngsarbeftsnackstvei.se 323, auf Arbeitnehmerttachweise 343, auf paritätische Arbeitsnachweise 154 und cuts Vereinsarbeitsnachweise 413.
Von den 13 an den Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverband berichtenden größeren Ortskrankenkassen war der Bestand am 1. April: 294145 (gegen 287 090 ans 1. April 1912); darunter waren 186 736 (178 110) versicherungspflichtige männliche Mitglieder, 74 450 (79 127) versicherungspflichtige weibliche Mitglieder, 10 887 (9792) freiwillige männliche Mitglieder und 22 072 . (20 061) freiwillige weibliche Mitglieder.
Ans Stadt sind Land»
Gießen, 29. April 1913.
** Reich s verein liberaler Angestellter und Arbeiter. Man schreibt uns: Am Samstag, 26. b. Mts., fand im „Schipkapaß'" die Gründungsversamm-- lung der Ortsgruppe Gießen des Reichsvereins liberaler Angestellten und Arbeiter statt. Unter Anwesenheit des 1. Vorsitzenden des Vereins der Fortschr. Vvllspartei Herrn Geh. Justizrat Metz erteilte der Versammlungsleiter Herr Stey nach der Begrüßung Herrn Zorn das Wort. Zorn sprach 3,4 Stunden über die allgemeine politische Entwicklung der letzten Jahre, besonders über die Finmtzreform, neue Wehrvorlage und Steuervertzältnisse. Weiter über Zwecke und Ziele des zu gründenden Vereins und über die Schulpolitik. Als einen der größten Feinde des werktätigen Volkes und des lleinen Landwirts nannte er den Großgrundbesitz und bewies an der Hand von Viaterial, wie schädlich dieser auf das geringere Volk einwirkt. Mit denr Aufruf an alle, an dem Kampfe für das Wohl und die Freiheit des Volkes und der Forderung der Nation mitzuarbeiten, schloß er unter lebhaftem Beifall. Hierauf sagte Herr Geh. Justizrat Metz die tatkräftige Unterstützung der Volksparbei zu. Herr cand. Fritz Salomon sagte als Akademiker tatkräftige Unterstützung des Vereins zu. Nachdem cand. Phil. Arnoll) unter starkem Beifall die seit- herige Tätigkeit des Vereins, vor ollem seiner Begründer, besprochen hatte, ergriff Landtagsahgeordneter Urstadt das Wort. Er besprach seine frühere Stellung zu dem Verein und betonte dann die Notweridigkeit der Gründung. Bei der sich anschließenden Vorstands Wahl wurden einstimmig folgende Herren gewählt: K. Zorn 1. Vors., Wagens. Stey 2. Vors., Schmalz zum Schriftf., K. Peter zum Kassierer nrtb die Herren Pfeiffer, Appel, Geiz und Adam zu Beisitzern. Als Vertrauensmänner wurden die Herrn Reitz, Losch, Ruhl und Schmidt gewählt. Es wurde ferner beschlossen, am 22. Mai eine große öffentliche Versammlung abzuhalten, in der Reichstagskandidat Erkelenz, Professor Urstadt und voraussichtlich Pfarrer Korell sprechen werden.
** Die ärztliche Beratungsstelle für Epileptische in Nieder-Ramstad t war 1912 von 15 Kranken, in Anspruch genommen, von denen 14 aus .Hessen und zwar aus Starkenburg, und einer aus dem Großhe zog'um B den stammten. Auch im laufenden Jahre soll Die Beratungsstelle beibehalten werden. Die Beratung ist für Unbemittelte unentgeltlich und wird abgehalten an jedem ersten Montag im Monat in der Anstalt für Epilep- tische in Nieder-Ramftadt, an deren ärztlichen Leiter, Dr. Heid, man sich wegen näherer Auskunft wenden wolle.
"Die von dem „Schutzverein für Nieder - Modau" cingeleitcte Hilfstätigkeit hat, wie uns geschrieben wird, in den Kreisen der Spareinleger des Niedcr- Modauer Kreditvereins lebhaften Anklang gesunden. Obwohl die Durchführung der Hilfstätigkeit seit kurzem begonnen hat, hat schon die überwiegende Mehrheit der Spareinleger mit Einlagen von über einer Million Diack von dem Angebot des Schutzvereins Gebrauch gemacht und ihre Einlagen auf den Schutzverein übertragen. Der Schutzverein zahlt alsbald 50 Prozent für jede Einlage aus und hat bereits über 5 00 000 Mark in bar an die Spareinleger aus bezahlt. Außerdem erhält jeder Spaceinleger noch einen Gutschein für die bei der Durchführung der Hilfe des Schutzvereins sich ergebende weitere Quote. Wegen des starken Andrangs ist die Frist zur Anmeldung der Forderungen bei dem Schutzverein und zur Auszahlung bis zum 5. Mai verlängert worden, so daß alle Spareinleger, denen das Angebot des Schutzvereins bis jetzt zugegangen ist, ihre Forderungen noch bis längstens 5. Mai bei dem Schutzverein zur Uebernahme anmelden können.
** Die UmgehungOffenvachs. Die „Darmst. Ztg." schreibt: Die „Offenb. Ztg." bringt in ihrer Nummer 95 vom 24. l. M. einen Artikel „Die Umgehung Offenbachs", in dem heftige Vorjvürse gegen die Eisenbahnverwaltung erhoben werden. Am Schlüsse wird die Hoffnung ausgesprochen, daß sich die hessische Regierung Genugtuung wegen der Art und Weise zu verschaffen wissen werde, mit der sich die Eisenbahnverwal - tung „über jedes Recht ', über alle Verhandlungen und über jede Verständigung" hinausgesetzt habe, wenn nach dem ab 1. Mai gültigen Fahrplan bestimmte Züge statt über Offenbach über Frankfurt-Ost geführt würden. Wir sind ermächtigt, festzustelleu, daß die Eisenbahnverwaltung sich zu ihrem Vorgehen nach den Ergebnissen der Verhandlungen für berechtigt erachten durste. In diesen war in einem Zeitpunkt, in dem Der Druck de? endgültigen Fahrplans nicht wellcr aufgehalten werden tonnte, über die von der Eisenbahnverwaltung in .Aussicht gestellten Umleitungen
eine Verständigung erzielt worden, deren einzelne und in dein fraglichen Artikel teils richtig, teils falsch und unvollständig wiedergegebenen Punkte noch näherer Feststellung bedurften. Die weiteren Rücksprachen über die noch schwebenden allgemeinen Fragen sind gestern nachmittag und abend in Offenbach und pwanksutt beendet worden, die Einzelsragen sollen in direkten, am Montag beginnenden Verhandlungen zwischen der Eisenbahndirektion Frankfurt und den Vertretern der Offenbacher Interessen erledigt werden. Die Auslassungen des fraglichen Artikels stehen hiernach mit den Tatsachen nicht in Einklang und entsprechen nicht dem augenblicklichen Stand der Angelegenheit, sie können vielmehr, zumal in ihrer Maßlosigkeit, der Sache nur schaden.
Landkreis Gießen.
X Treis p. Lda., 28. April. Der Geflügelzüch-- terveweinAllendorfund Umgebung hielt gestern nachmittag bei Gastwirt Wil 1 eine Wanderversamm- l u n g ab. Sie brachte außer der DLrichterstattung des Vorsitzenden, Ranft-Allendorf, über die tags vorher in Gießen abgehaltene Ausschußfttzung des Verbandes Oberhiffs. Geflügelzuchtvereine eine eingehende Besprechung über die vom 15. bis 17. November in Allendorf abzuhaltende Be- zirksausstellung, mit 'ber eine Verlosung von Geflügel und Zucht'gerätsllsaften verbunden werden soll. Zur Ausstellung wird nur selbftgezüchtetes Geflügel zugelassen. Es wurde auch über 'das, nur nvchj in einer Gemeinde des Vereinsbezirks und 'zwar in der hiesigen, alljährlich zweimal von der Ortspvlizeibchörde angeordnete Einsperren der Tauben £iir Saatzeit gesprochen und allgemein anerkannt,, daß dieses Einhalten der Tierchen nicht mehr zeitgemäß ist, weil es nicht nur eine Tierquälerei darstellt, der die meisten Jungtiere zum Opfer fort eit, sondern auch der Landwirtschaft direkt schadet. Die nächste Sitzung wird anfangs Juli in Climbach stattfinden.
Kreis Büdingen.
□ Büdingen, 27. April. Im Dauernheimer Gemeindewald, südlich von Blofeld in 20 Minuten zu erreichen, liegt eine altgermanische Gerichtsstätie, im Volks- mund „der wilden Frau Gestühls". Eine viersitzige Steinbank mit eingehauenen Sitzen, mehrere Bruchstücke von Einzelsitzen umgaben bis vor einigen Jahren noch einen steinernen Tisch in Altarform. Der eine Steinsitz trägt die Jahreszahl 1438. Die Forstbehörde hatte in früheren Jahren den Platz schön Herrichten lassen, eine längere Fichtenallee führte den Wanderer nach der Gerichtsstätte. Im Sommer 1912 wurde die Fichtenallee dürre und der schöne Ausflugsort geht, wenn nicht Abhilfe geschieht, in Gesträuch und Wildnis unter.
-k. Kohden, 26. April. Unser langjähriger Beigeordneter Konr. Ludw. Rühl ist auf sein Nachsuchen durch das Kreisamt Büdingen von seinem Amte entbunden worden. Die Neuwahl seines Nachfolgers wird voraussichtlich anfangs Juni erfolgen.
Kreis Lauterbach.
X Schlitz, 28. April. Die hiesige Molkerei- Genossenschaft, die sich schon seit längerer Zeit in schwieriger Lage befand, hat in ihrer Generalversammlung am Samstag nach heftiger Aussprache die Auflösung beschlossen. Mancherlei Gründe haben den Rückgang des Molkereibetriebes, der in früheren Jahren sich durchaus rentabel gestaltete, herbeigeführt; namentlich war eS der Umstand, daß die größeren Bauern, obwohl sie Mitglieder der Genossenschaft waren, in den letzten Jahren die Mtlchlieferung großenteils gänzlich einstellten, weil sie sich, veranlaßt durch die Höhe der Fleischpreise, durchweg auf die Mastviehzucht verlegten. Statt 6- bis 8000 Liter, die täglich in der Molkerei hätten verarbeitet werden können, wurden so in der letzten Zeit nur ca. 300 Liter geliefert. Seit gestern hat die Genossenschaft den Betrieb bereits eingestellt und läßt den Mikchwagen in der Stadt nicht mehr verkehren. Jedes Mitglied j>er Genossenschaft hat vorläufig 300 Mk. und außerdem noch 50 Mk. Geschäftsanteil zu zahlen. Es ist außerordentlich bedauerlich — namentlich im Interesse zahlreicher kleinerer Bauern, die auf diese Art ihr Geld verlieren — daß es so weit kommen mußte.
Kreis Friedberg.
B. Friedberg, 28. April. Unsere Friedhofskapelle ist jetzt abgebrochen. In den ersten Tagen beginnen die Maurerarbeiten für das Krematorium, die Kapelle und die Leichenhalle. Zur Verfügung stehen 30000 Mk. — Gestern nachmittag stürzte am Usaberg ein Radfahrer so unglücklich, daß er blutüberströmt liegen blieb. Der herbeigerufene Arzt ordnete seine Ueberführung ins Krankenhaus an.
— Bad-Nauheim, 28. April. Fran Cornelius Vanderbilt auS New 4)ork ist im Hotel Kaiserhof zur Kur eingetroffen. Bald darauf erhielt sie den Besuch der Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen, die mit ihr zu mittag speiste.
h. Nieder- Esch bach, 28. April. Schuhmachermeister Johannes Becker feierte gestern mit seiner Ehefrau das goldene Hochzeitsfest.
r. Reichelsheim, 28. April. Die Gesellenprüfung des Ottsgewerbevereins fand ihren Abschluß. Den 7 bestandenen Prüflingen wurden von dem Vorsitzenden Metzgermeister Sprengel die Gesellenbriefe überreicht. Hauptlehrer Höhn von Nidda richtete an die Junggesellen kernige Motte. Hierauf folgte ein Vortrag von Gewerbelehrer Endres von Nidda über „Elektrisches Licht und Kraft und seine Anwendung in Gewerbe und Landwirtschaft". Pfarrer Vogel von hier gab seiner Freude über die Feier Ausdruck, die beweise, daß die Bedeutung der Gesellen- und Meisterprüfung vvin Handwerk immer mehr erfannt werde.
Starkenburg und Rheinhessen.
m. Offenbach, 28. April. In der Bahnhofsfrage fand haute in Frankfurt unter dem Vorsitz des Präsidenten Reuleaux eine Besprechung statt, in der» die Kompensattonsvvrschläge Offenback)s eingehend erörtert wurden. In den meisten Punkten wurde eine Einigung erzielt. So will die Eisenbahnverwallung ein würdiges Bahnhof-Entpfangsgebäude errichten und im Hafen cihe Güterabfertigung einrichten. Auch die Unterführung der Kaiserstraße soll mit einem entsprechenden Zuschuß der Stadt durchgesührt werden. Den weiteren Wünschen der Stadt, die in den nächsten Tagen ihre endgültige Erledigung erfahren werden, steht die Eisenbahnverwaltung ebenfalls sympathisch gegenüber. — Tie S ch w e i n e m e tz g e r° Innung hat gegen die Maßnahme des städttschen Teuerungsausschusses, der von den Schweinemetzgern eine Herabsetzung der Fleischpreise forderte, da andernfalls die Einfuhr und der Verkauf des Auslandfleisches wieder ausgenommen werden müsse, Stellung genommen und beschlossen, mit Wirkung vom 1. Mai einen Preisfestsetzungsausschuß einzusetzen, der jeden Monat eine Abänderung der Verkaufspreise vorzunehmen hat, damit den Schwan
kungen der Schweineprekfe schnell nachgegeven werden remr. — Die Bluttat, die in der Nacht zum 18. April in der Mathilden strafte verübt wurde, ist jetzt aufgeklärt. Täter ist der vielfach vorbestrafte Dachdecker Karl Will mann aus Erbach, der vor einigen Tagen wegen unsittlicher Handlungen festgenommen wurde. Willmann wurde von der gestochenen Schneiderin mit aller Desttmmtheit als der Täter bezeichnet. W. ist ein gefährlicher Mensch, der früher schon aus der Butzbacher Strafanstalt und aus einer Jrren- anfialt aus geb rochen ist. Obwohl er die Tat in Abrede stellte, wurde er überführt. Auch bei der Angabe seines Alibis verwickelte er sich in Widersprüche.
Kreis Wetzlar.
— Wetzlar, 27. April. In körperlicher und geistiger Frische feierte am Samstag Dr. Ernst Lei'tz sen., der Begründer der Optischen Werke seines Namens, seinen siebzigsten Gebnttstag. Mit unermüdlicheln Fleiß und weitschauendem Blick hat er in einem Zeitraum von 40 Jahren seine Fabrik aus kleinen Anfängen zu der Höhe einer Weltfirma einpor- gebracht. AuS seinen Werkstätten, in denen an tausend Angestellte beschäftigt sind, ging vor einiger Zeit das hundert- undfünfziqtausendste Mikroskop hervor; die Unwersität Marblwg hat ihm vor einigen Jahren für seine der naturwissenschaftlichen Forschung zugute kommenden Leistungen die Würde eines Ehrendoktors verliehen. Als Mann von liebenswürdiger, bescheidener Einfachheit des Charakters und nie versagender Bereitwilligkeit, auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge und allgemeinen Wohlfahrt sich in wirksamer Weise zu betätigen, darf Herr Dr. Leitz an seinem Ehrentage der höchsten Anerkennung der Bürgerschaft unserer Stadt sich erfreuen. Ihr gehötte er, was am heutigen Tage gewiß von besonderem Interesse ist, gerade in diesem Monat 50 Jahre lang an — im April 1863 ist er nach Wetzlar gekommen — und ihn nennt sie mit freudigem Stolze den Ihrigen als einen Mann, der den Namen unserer Stadt durch die Erzeugnisse seines Hauses ehrenvoll in die Welt hinausgetragen hat. Die Feier des Geburtstages fand, n. d. „Wetzl. Anz.", im engsten Familienkreise statt.
O Dutenhofen, 28. April. Unser Turnverein feiert am 20. und 21.Juli sein Fahnenweihfest. Gleichzeitig findet ein Musterriegenturnen statt, wozu die Genehmigung vom GauauSschliß erteilt ist.
vereinrnachrisjten.
** Der !T Vang. Arbeiterverein veranstaltet ant Him- ■ m'elfahttstag einen ^lusslug, bei dem abgekocht werden soll. Tie Wandenulg geht von Großen-Buseck nach Älllendorf oder Londorf. Der Rückweg erfolgt, über Staufenberg und Lollar.
= Taubringen, 28. April. Der Turnverein T aub rin gen unternahm' am Sonntag den 27. Apttl einen ’ Turn gang. Es ging über Alten-Buseck, Großen-Buseck, Reiskirchen und Lürdenftruth, wo es den ersten Aufentl)alt gab. Dann wurde der Marsch nach Queckborn fottgesctzt, wo das Wasserwerk besichtigt wurde. Unt 2 Uhr ging es nach Grünberg, wo der Turnverein die Wanderer herzlich empfing. Nach kurzem Zu- samtn-ensein wurde mit der Bahn heimgefahren.
— La n g-G öns, 28. April. Der G e i a n g v e t c i n „F r o h- sinn" veranstaltet amHimmelsahrtstag einen Ausflug nach der Sa alb urg.
1. Nidda, 27. April. Im Gambrinussaale sand heute eilt großes K o n k u r r e n zs i n g e n der S ä n g e r v e r e i n i g u n g ■ Nidda - W elterau statt, an dem sich 11 Vereine aus Schotten, Nidda, Bingenheim, Bellmutb, Fauerbach, Wallernhanscu, Eichelsdors, Geiß-Nidda, Ecbzell lind Naustadt mit etwa 350 ©ängerp b» ■ teiligten. Ter von jebent Verein vorgetragene Preischor, das Volkslied »Die zwei Königskinder" von A. Neff, op. 59, wurde durchweg gut gesungen, außerdem trug noch jeder Verein einen selbstgewählten Ehor vor. Preisrichter waren Lehrer A. Neff aus Psungstadt und die Alusikdirektoren Langen aus Tiaing und Schlosser aus Wiesbaden. Tie Vreisverteillmg imb Tiplomüberreichung sand um 7 Uhr statt. Den ersten Preis erhielt der Gesangverein Orpheus - Geiß-9iidda, den zweiten Preis der S ä n g e r k r a n z- 9lidda und den dritten Preis E i n t r a ch t - Wallernhauien.
n. Offenbach, 27. April. Bei sehr zahlreickier Beteiligung feierte der Zweigverein vom Vogelsberger Höhe u- ; klub sein 4. Stiftungsfest, das als „Körnerfeier" begangen rvurde. Lieder des Freiheitsdichters wurden durch den gemischten Chor, das Männerguartett, in Einzelgesüngen sowie in gemeinsamen Liedern geboten. Körners Einakter „Deutsche Treue" wurde < prächtig dargestellt und die schönsten Köruerschen Gedichte im Rahmen eines von P. Fuchs verfaßten Volksstückes „Frühlings- ■' j Ahnen" geboten.
Universitäts-Nachrichten.
—- Der Privelldozent Dr. Lndwig Mecking in Göttingen hat einen Ruf als ordentlicher Professor der Geographie an die Universität Kiel erhalten und angenommen. Er wird dort Nachfolger von Prof. Sck)ultze.
— Der a. o. Professor Dr. phil. Johann Plenfge in Leipzig hat den Ruf auf den Lehrstuhl der ^Nattonal- ökonomie an der Universität Münster i. W. als Ordinarius und Nachfolger des verstorbenen Professors M. von Heckel angenommen.
— Der a. o. Professor Dr. jur. Hans Gmelin in Freiburg hat einen Ruf als Extraordinarius für öffentliches Recht an die Universität Kiel als Nachfolger von Prof. E. Kaufmann erhalten.
Sport.
w. Londorf, 27. April. Ter Radfahrerbund Ober» Hessen, dem jetzt 15 Vereine angehören, unternahm gestern seine 1. Vundesfahrt hierher. In Großen-Buseck trafen sich die Vereint und fuhren dann gefchlossen über Alten-Buseck—Taubringen usw nach Londorf; hier kanten die Fahrer im Vereinslokal des Rad kahrer-Vereins Rabenau, Loridorf, au.
Lnftychisicrhvt.
Prinz Heinrich und die hessische Geistlichkeit.
Friedberg, 28. April. Die hier abgehaltene Haupt Versammlung pes hessischen Pfarrervereius hatte an den Prinzen Heinrich eine Eingabe gerichtet, in dem sie diesen auf die Störung nnd Entheiligung des Pfingsffeftes durch den Ueberlandflug hinwies und ihn bat, alle erforder lichen Schritte zur Vermeidung dieser Störung einzuleiten. Der Prinz hat das Gesuch jetzt abschläglich beschieden unk dazu bemerkt, daß wegen der Kürze oer Zeit in diesen^ Jahr eine 'Piwgoammänderung nicht mehr vorgenommen werden könne, außerdem aber erfolge der Flug über Hesser1 und die Landung in Gießen so früh, daß mit der Kirchen zeit die Gefahr einer Kollision nicht vorhanden sei.
GerichtssaaL.
Kriegsminister contra Oberst a. D. Gädke.
~ Berlin, 28. April.
Vor der ersten Strafkammer des Landgerichts Berlin I halb sich heute der bekannte ftühere Obürst Richard Gädke (Berlin-. Steglitz, .wegen Beleidigung der preußischen mili türischen Ehrengerichte zu verantworten. Ter Strai- autrag war vom preußischen Kricgsminister gestellt worden, un1 zwar auf Grund eines Attvkcls im „Kleinen Journal", der di
UL daß man fg n(
Sn delikaten - außerdem m E Lidb-M -d--
erunletge!» gerimte iickE Institution kann st tafln Männer kei selbst entschieden in den Kram patzt rates berufen, |o I Sache." .
Auf Befragen den ütfrimmircten
Dr Staatsar Angeklagten eme tzaft, sänne Publi preußischen Kriege Nach dtva ,ha! das Urteil, das s eventuell 30 Tage im „Kleinen ;W geklagten wurde i zugleich aber ausg« nicht straflos bie Intelligenz des A trachtet, daß er rii Mafiung des frag durchdrungen war, lich schlecht sei.
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§ebr oft wirt ihre Zeinde, also durch Vererbung ums Tafem erwe zeige". Es steht niemals mit dem inmmentreffen m als ihren Feind t die Möwen und t dem lNeiischen bii bekümmert den Le
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