165. Jahrgang
Drittes Blatt
Nr. 256
Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen.
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1913
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+ 12,2' C.
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Erscheint «glich mit Ausnahme beS Sonntags.
Die „etefctMtr Za«itten blätter" werden dem »yngeifler* viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
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Darmstadt. erstattete den Jahresbericht, aus dem hervorgeht, das; der Verband rund 1300 Mitglieder hat. Die größte Mitgliederzahl hat die Offenbacher Vereinigung mit 330 Mitgliedern; ihr folgen Mainz mit 250, Darmstadt mit 200, Worms mit 150, Gießen mit 120 Mitgliedern usw. Vank- dircktor Diehl-Offenbach hielt einen interessanten Vortrag über Treuhänder-Institute, deren Gründung er empfahl. Die Vor- 'tandswahl ergab Wiederwahl des bisherigen Vorstandes. AlS Ort der nächsten Tagung wurde Darmstadt bestimmt.
" Der Bund deutscher Militär anwärt er, Zweigverein Gießen, begeht, toic aus dem Anzeigenteil ersichtlich, am Samstag, den 1. November, in StemS Garten sem
Freitag, Zf. Gttober 1915
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universttäts - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^öl.
Redaktion:112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen.
Landkreis Gießen.
—. Lich, 30. Okt. Der hiesige Volksbildungs- :in beginnt am nächsten Sonntag mit einem Kinemato-
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2fu» Hessen«
Parlamentarisches. . !
bs. D-armstadt, 30. Okt. Der Finanzausfchn.K der , Zweiten Kammer hielt heute eine Sitzung ab, in der Mc Beratungen über das Besoldungsgesetz fortgefuhrt wurden. Nach Erledigung der geheimen Beratung wurden vom Ausschuß noch andere Gegenstände durchberaten Ein Ail- irag Raab auf Errichtung einer Verladeftelle aut dem Haltepunkt Erzhausen wurde für erledigt..erklärt da die Eisenbahnverwaltung die Errichtung die er Verlade stelle m den Etat 1914 ausgenommen hat. Ein Antrag ^outz über die Vereinigung von Hoch- und ^^'bauamtern wurde für vorläufig erledigt erklärt, da d^ /llngelegcnhcit im Bereinfachungsausschuß zur Beratung steht. Ein ^Intr g Joutz, die Eisenbahnüberschüssc zur Schuldend lgunä zu verwenden, wurde abgclehnt, da die Frage der ^muldei tilgung durch Gesetz des Vorjahres geregelt sei. Die Vorstellungen der Irren wär ter sollen nochmals Mit der Negierung besprochen werden. Die Gesetzesvorlage nbcr die -oc, willigung von 5 Millionen für die Hypothekenbank konnte nicht erledigt werden, da von der Regierung noch Aufklärungen hierzu ausstehen.
D a s P l c n u m d e r E r st e n K a m m e r soll m allernächster Zeit zu einer kurzen Sitzung zusammentreten, da einige spruchreife Gegenstände zu erledigen sind.
Die Wirtschaftliche Vereinigung der Zwe ien Kammer stimmte heute folgender Entschließung zu.
„Tic Wirtschaftliche Bereinigung bleibt aus ihrem Standpunkt stehen, das; ein pensionsfährges W o h n u n g - g cA d ab^ Au(chncn sei, erklärt sich aber bereit, um eine Einigung unter den Parteien ui ermöglichen, die im Gesetz von l007 geschallenen Un- taSS et«» und Land »ls nicht P-M'°nsiab^ Lrt->lulaacn auch fernerhin besteben «u lasten, varausaeseht, das die übriaen ssorderunae» der Wirtschaftlichen Beremtgung, » fie in der Eriläruna «’m 4. Juni 1912 mebergde«! smd. ersnl t werden Tic nach Abzug der Ortszulagen verbleibenden Mittel, die für Wohnungsgeld von der Regierung vorgesehen waren, sind zur Regelung der Beamtenbesoldung, und zwar gleichmäßig für Stadt und Land, zu verwenden."
sierung int Orient mit jüdischen Kolonisten zu fordern wobei im Gegensatz zu der Z i o n i ft e n Bewegung iedc nattonal-polt- t iichc ei? er Vartettendenz ausgeschlossen fei. Nicht du reis phtlantro- pische Vereine, sondern durch Betriebsgesell|chaften aift kvmrnei- zielter Grundlage werde das gesteckte Ziel erreicht Von der ov- manischen Regierung, aber auch von maßgebenden.onglischen I Staotsmäimcrn werde die Kolonftation int heiligen -ande otr-1 ständnisvoll unterstützt und gefördert .. . \
•» Arbeitsjubiläu m. Am 1. November sind es 25 Jahre, daß der Hutmacher Hermann Nagel bei der Tirma W & G. Schuchard ununterbrochen in Arbeit steht. >
•• Preußische Riaffenlotterie.. Die Erneuerung der »ose zur 5. Klaffe der 229. Lotterte mutz mit Vorlegung der Lose 4. Klaffe spätestens bis zum 3. November abends 6 Ubr, geschehen sein Auch müssen die Freilose der o. Klasse gegen Rückgabe der Gewinnlose 4. Klaffe bis zunt vorerwähnten Termine emgefor-
* W i e man R e t t u n g s b o o t e fieber .ins Meer bringt Die Katastrophe des „Volturno" hat eine bcwndere Gefahr bei der Lebensrettung aus baber ^ec wieder einmal schart beleuchtet ■ die SckMierigkeit, die Rettungsboote in den hoch Abenden Wellen sicher vom. Schiss zu bringen. Die ersten Boote die hcrabgelassen wurden, sind von den hohen Wellen gegen die Schiffswand geschlendert und zerschmettert i vor den. Zur Beseitigung dieser Gefahr werden nun ztvei neue Dersahren ovrge'chlagen, über die „La Nature" berichtet. Ter erste Weg besteht in der Anordnung mehrerer schiefer Ebenen an den.Längsseiten des Schiffes über die die Rettungsboote automatisch ins Meer gleiten. Tie Boote werden mit ihren Passagieren besetzt und auf Dienen l an die Stelle im Bord befördert, wo die Gleitbahn beginnt. And
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhetzen
das Boot auf die Bahn geschoben, so drückt es durch sein Gewicht diese wie einen öebel langsam herab, da- Boot gleitet auf der nun entstehenden schiefen Ebene durch sein Gigengeioick't herab und erreicht in einer durch eine automatische Bremse verlangsamten Bewegung das Wasser. Auf derselben Balm kann das Boot auch mit vilse eines Seiles und einer Wmde unedel an Bord gezogen werden. Noch aussichtsreicher erselwint eine ander, ^orrickftmig, die von Theodore Fonrrier in Melbourne vorgeschlagen „t. Statt der üb lickten seststelrenden Kräne, in denen die Rettungsboote lrängen, ist hier der Sfr an in halber vohe swutben der ^dxTiv brücke und deni Wasserspiegel angebracht und kamt selbst nach außen gedreht und hinabgeschnmngen werden. 3m B^mattr^cMfteht ber Kran aufrecht an der Lcknssslvand, sodatz das Boot darunter geschoben und ausgebängt werden lann Alsdann wird der WJW Kran mit einem Drahtseil herabgelallen, und
in dem das an ihm heransgeschwungene Bove das Waller berührt und nicht mehr mit seinem ganzen Gewicht hangt, löst sich der Öafcn der es mit dem Kran verbindet, und das Boot lchwr'mnt frei. Ter Kran wird wieder liochgezogen und kann nun emueues Boot ai Wasser bringen. Ter Vorteil der Anordnung beftebt vor allem darin, Mb das fflUot auf diese Zeise etwa b M^er von der Schiffswand entsernt nur da-.' Wasser gesetzt.wird und daher frei manövrieren kann. Außerdem ac'iugen wenige Kra«, um alle Rettungsboote m kurzer Zeit sicher zu. Wasser zu brmgl.ll, sie nehmen wenig Platz ein, und da die EiNschisMngssteNen an Bord rveniger zahlreich sind, rönnen |ic leichter von den ^chists- offizieren überwacht werden, sodaß also eine Banik eher zu mr hüten ist. Schließlich köimen die EiMchillungen rn die Rettungs-
' ■■ Seiten des Schiffes zugleich vorgenomlnen werden.
: PreisN? 3i4 5 6 8 10
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Dent^che IColonieit.
Southampton, 30.Okt. Staat s s e fr c tä r Dr. So H, von Deutsch- und Britischwestafrika zuruckkehrend, traf gestern hier ein und begab sicki zwecks Besprechung der .Liamaiitcnrragc auf einige Tage nach London. __ ___________
Saxlehner’s Bitterquelle
HUNYADIJÄNOS
Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibigkeit« Blutandrang, etc, Gewöhn/. Dosis.' 7 WassepglasDolh
ICtrdic unö Schule.
□ Alsfeld, 29. Okt. .Heute fand hier int ,'Deutschen Haus" die K r e i s l c h r e r k o n f e r e n z statt. Kretsschul- inspektor Schulrat Eck teilte bte statistische Uebersrcht mit. Danach bestehen in unsermK reise ^7^Volksschulenwrvon sind 48 einklassig, 22
zweiklafsige verwandelt. SchM I merksam gemacht? daß wächen'd'der nächsten Tage die..Haus-
den fertiggestellt im Herbste 1912 in Nieder Oslet r \ zur Verteilung kommen. Um em möglichst vollständiges Klassensalen m Alsfeld mit 13 .^lnVc"'haffp 191q u„b fehlerloses Adrcssenmaterial zu erhalten, werden na-
Alzenharn mit 2 K-lchsensalen. tm^i^crbSnf.ß(ni' pol- mcntlich die Hausbesitzer darum gebeten, für die ordnungv-
Wettsaasen mit 1 Klassensaal., ^m Rohbau mäßigeVorlegung der Dausliste an jeden selbständigen Haus-
lendct sind die Gebäude ,n Merlau und n Flensungen Mit ^aMge Borlegung per Fuders wesentlich, daß die
je 2 Klassensälen. Im Fruhiahr ^14 s^l mit dem Bau I bewohne einzelnen Bewohner selbst ausgesullt
von neuen Schulhäusern in Wahlen und Bernsburg bego -D ciu genaues Adressen-
nen werden. In 119 Schult ä sen werden 62^7 Schuler ein zuverlässiges Adreßbuch für
(6143 im Vonahre) unterrichtet Auf eine Lehrkraften mat i Bewohner der Stadt zweckdienlich ist, wird fallen durchschnittlich ->l,6 Schuler oegen 52,1 Schuler im en ein qcrite der kleinen Mühe des cigenhandl-
Vorjahre. Von den 3209 Schulern und 3038 Schülerinnen sich unterziehen. Die ausgefüllten Hausliften wer-
fnrd 5767 evangel., 378 ath., 101 tftad. unb 1 avostolisch- gen Antrages uErz^y ^pter-Schntzleute von der
finb 110 c»"n8 , 7 tatDol. gle.chcn Stelle abgcholt. an bic fic ausgchänd.gt wurden.
10. Stiftungsfest. „
** T i e Gründung einer Ortsgruppe tu r Gießen der „Allgemei ne n I ü dis ch e n .st o Ion na - tionsorganisatio n" , welche ihren Sitz '".Berlin hatvol zog sich am Mittwoch abend m einer zahlreich betuchten Versammlung, die im Gesellschaftssaal des Hotels Großherzog von Deffen stattfand Tr. Alfred N o ß i g - Berlin, der Vorytzende des Ge- schäftsführenden Ausschusses der Vereinigung, '"'es darauf hm, daß die Bedrückung und Verfolgung der Juden m Rußland und zum Teil auch in den Balkanländern heute s^mmer für die davon Betroffenen sei als Trüber in ien. Tie Aiiswanderung dieser Massen über den Ozean gestalte sich aber tur sie mcht nur nicht leitfam, fonbern bic gmiormten tarnen gctoificrm^cn tont. bdbcn
Regen in die Traute. Ter Redner ichildert, wie wi.^.^en^ande, , -—
in Palästina, in Syrien usw. mit Erfolg cme indische Bevolke- ICtrcblicbC NttchrrchtSN.
rung als Ackerbauer sich ang^etiedelt lsabe, wie aber keine der b -l stehenden Vereinigungen des Judentums in der Lage sei, diet«. sto I Katholische GemetNOe.
lonii'ation weiter zu organisieren. Um hier tatkräftig einzugreifen, Gottesdienst.
iei die Allgemeine Jüdische stolonisationsorganisation geschatten Freitag, den 31. Oktober'.
worden bic^ sich über Teutschland, England, Oesterreich-Ungarn I Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit und Preußen ausdehne und bezwecke, aus rein kaufmannitcher I h^l. Beichte.
Grundlage die landwirtschaftliche Besiedelung und Jndustnali- Samstag, den 1. November,
vjiunuiuyi. u -i.-rx- vavKovm «nhi-t im l ^est Allerheiligen.
Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
um 7 Uhr: Tie erste hl. Messe.
' um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
" um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
um 11 Uhr: Öl. Messe mit Predigt.
" Militärgottesdienst.
Nachmittags um 6 Uhr: Rofenlranz.Andacht mit Segen.
I Adreßbuch derStaöt und öesKreifes Giehen|9U. I31';
FÄÄÄI Di- Emw°hn-rsch°ft.d-r Stadt wird N-rmit darauf aus- | $emperatllc em
Niedrigste
Verwalter und 1 Schulgehilfe. Daran schloß stch die Mitteilung einer Reihe ministerieller Verfügungen und dw Empfehlung des Rechenapparates der Lehrer,vetdt und ^ung, der auch von Direktor Dr. Pitz warm befürwortet wurde, ^inr iüei;ein beginnt am naeynen auumug mu der weiteren Tagesordnung standen die Vortrage von ^hrer ^nabend seine diesjährigen Aufführungen. Die Wmter- Göbel -Vockciirod „über die Raumlehre in der arbeit wird sich wieder auf eme Reihe von Vortragen erltrecken,
und d-z Lehrers N - - b-Alsf-ld .. überInders ein Vortrag des Dozenten ander fha»d-nl Schulrat Ed; 2 J öumbotbt.Sltabemie in Berlin. Herrn Jens Lützen, zu nennen
Ed'iÄmeÄ®it?ng^"fe( übee das Thema: „Die Entdeckung des Südpols.' ®«| fm oberen Saale des Deutschen Hauses, lvo gleichzertrg eine Vortrag wird unterstützt durch Lichtbilder und Film von der Ausstellung von Schülerzeichnnngen der Klasse des Lehrers t Zkoftschen Südpolexpedition. Auch pt wieder eine Vortrags- St rack in Ruppertenrod veranstaltet, war. Kreisrat Dr. |refoe vorgesehen über: Die Chemie des täglichen -oberis, Heinrichs und Schulrat Eck dankten dem Aussteller. L-Ct:ner musikalische und theatralische Aufführungen. Die Siblio» ■-------4— --ihek wird ebenfalls schon recht fleißig benützt.
Aus Stadt uns Laus. Kreis Schotten.
Gießen, 31. Oktober 1913. z Ober-Seemen, 30. Okt. Als vor Jahren das
•• Schulangelegenheiten. Erledigt ist die mit Oberhes'sische Elektrizitätswerk in Frage kam, konnte ■npm evangelischen Lehrer zu besetzende Lebrerstelle zu ,„s^e Gemeinde nicht entschließen, dem Werke bcizutreten, (rortelSbüttc, Kreis Erbach. Dem Inhaber kann emeift inQn aber doch endlich zu dem Entschlutz gekommen, besondere Ortszulage gewährt werden. sich der Zentrale Wölfcrshcini anzugliedern. -ckt den Ar-
»• U cbertragen wurde am 24. Oktober d. IS. dem weiten hat man bereits begonnen.
oehrer Johann Frieß zu Herbstein die Lehrerstelle an der ■
Volksschule zu Gadern, Kreis Heppenheim, und dem Lehrer Herbstein die Lehrerstelle an der Volksschule r , Buchklingen (Gemeinde Löhrbach), Kreis Heppenheim 8 A?ben Ruhestand versetzt wurde am 1. Oktobers s der Lehrer Ludwig Heß zu Gambach, KreiS Fned- l -a fein Nachsuchen, unter Anerkennung ferner lang- treuen Dienste, vom 1. November 1913 an. Aus diesem Anlaß verlieh ihm ber (5ro6^er5og ba§ ^lHerfreu3 k K affe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen.
2‘ D r Verband der Detaillisten des^Groß-
, illin§ Hessen hielt seine dieZfahnge Verbands-
tagung m Offenbach ab. DerVerbandsvorsitzenbe Kalbsutz,
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