Ausgabe 
23.12.1913 Drittes Blatt
 
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Nr. 31

Drittes Blatt

(63. Jahrgang

öddxtm 'üß'ich mit Mutnabme bei Sonn tag«.

Tiele|rwCT SeellkebUflrr" werben bem ,lniei<ier* viermal iDixbemiid) beiqeteqi. bei Irtiibliti Ihr bee Krell We|re** zivei nal iDbcbendtcb. Ttc ,,Cen«wirtl*a|iuft<e -eil freute erimenten menanuD zweimal.

Gietzener Anzeiger

Seneral-Anzeiger für Gderheffen

Dienstag, 25. Dezemder 1913

SotaniM'Vbnnf und xiertaa ber Vr Abi*M>en Untperuiil unb cieinb ruderet

9U LaRDO, Geven»

Sebafnon, (eipebuion und T rudern: 6rt»ul- irrert 7. (♦rpebiitou mtb Vertag: e»»M. Äebahicice^ 111 lel-lMbuJUueigeriftieBen.

Profeffptrfammlang ijtffifrtitr Dithb nM r.

d VI a i ni, 21 Ttiember

Tfr i)eift(dx Viehhändlei Bern» hielt gestern im öotelSRein mmlnng ad, Vie aj(ti von a.ifoer beffiüben Vernern stark befudii war

Ter tmevr Vorftbenbr, 3flvi i?e<frt«beim. hrfprach eingeben" bie schweren -di it>-n, bir bem B 'd!>a iblerstand burch bie Anor

frnnhen sind Tat autMnbifthe Vieh. au; treusten. Baben. Bavern

rantäne gestellt it^rbr In Ziesten In dagegen von bem ftrei-.' veterinärar»l ft n e 11 bie vernünittge flnorbnuna getroffen worben bafc ber MarA ohne Quarantäne befahren werden bÄrfe Tag-«'n werben in *Raini, Alzey. Bingen. (Hrofo-i'Wrou. Cf'enbad) in bei id)(immüin 2k>eik die Lerorvuuugen bei Mrei*ämtec autgeiübu Unter bieirn Vftbäüniffen in e* bem steuer zahlenden Viebbänbkr nickst mehr möglick. bie Markte <u befucben Tie stäbnfcke Berwot tung in Mainz werbe alle» versuchen, um in Tarmstabt bie Anorb nungrn rückgängig zu machen, man wolle auch bie Stabt Mainz nicht burch einen Bovkott fchädi ien, denn der fc*anbel würbe tick' onft nack, den benachbarten^ preüblichen Stäbten nayrbni, Wal von einform wirtschaftlichen S (bähen für bie Stabt sei.

Ter Vorufirnhe nom Bund brr Viehbdnbler Tentichlanbs. Öerr Daniel führte aus, beft bie Behandlung ber bei fischen Mrei# amtet den Biebbänblem gegenüber schon lange oVgrnitonb eingehen- ber Beratung bei Bundes fei. l5r habe sich beim den Ministerium für morgen angemelbet, um birfem bie Wünsche ber Viehhändler ;u unt-rbredrn. man möge deshalb vorläufig von einschneidenden Beschlüssen obgefeben

Herr B> igeorbnrttr Tr ftülb bemerfte, haft bie stabt Main, nichts dafür könne, wenn bie hessische Regierung bem Han- bei Veichränkungen auferlege Mit Vergnügen habe er gehört, bafo bie Bi.«Wandler mit den Beamten des S dilacbt- und Vtebbok- flbr ufriedcn feien Auch er werbe morgen beim Mntsterium inTarm» stabt oorfbredien und darauf binmirfen, bafo die Bestimmungen .ui« der Welt geschafft würden Tie Interessen der Viehhändler seien auch bu- Interessen der Stabt Bezüglich der Quarantäne könne er die Versicherung abgeben, bau aul dem Mainzer Schlackst und

mackst mürben, es würde dabiN gewirkt, bah die Cuarantäne ganz aufgebobrn werbe, bannt ber freie Verkehr auf den Viehboi komme Was ui Brennen. Frankfurt. Vi> .U»aben rechtens fei, müsse auch in Hessen fo behandelt werden

Herr VanMagMbg S ohei i Bingen versprach die 3ntereffen und Bestrebungen der Vt. hb.inbler beim Ministerium in Tarmstabt ui fördern. sei die Pflicht der Vanbtagiobgeorbnefen und der Stäbtc, den Verkehr non Hessen nicht abiulenken. fondern herbei uh lieben L6» wäre nck'tiger gewesen, wenn bie Regier ing erst den Rat vrakttsckrr Vrnte gehört hatte, ehe sie die Anordnung emfübrte.

L(? wurde folgende von dein Bundesvor fitzenden Herrn T a niet vorgeschlaaene Entschließung einüiutmig angenommen:

Tie heutige von Vertretern iainilicher hessischer und benack- harter Viellhiiiölcrnrrnne zahlreich besuchte Bicl)hänbler»Ver i'ammliiii'i, in der auch Vertreter de> Bundes her Viehhändler Deutschland?, Vertreter hessischer Städte tcilnahmen, proto- liiert entschieden gegen bir Anordnungen der drofib il r e i ä m t e r mit Bekämpfung d e r M a u 1- unb Klauenseuche Tiefe Anordnungen sind nicht geeig­net. bie seuck» au bekämpfen. sondern vernichten mir einseitig hiM Tie Vcraminlung ist der Ansicht, bah diese das ganze oferotrbe untergrabenben Mafonahmen, von sämt­

lichen Bundesstaaten nur allein von Helsen angewandt werden. Tie Vrt'oinmlunc. beantragt den anwesenden Vorfibenben des V indes der Vir: halbier TeutfchlandS. Herrn T a nie! noch­mal» die gerechten frn her ungen der heisischen Viehhändler dem Ministerium in Tarmstabt lu unterbreiten sollten die Anorb nun gen der ftreisämtei nicht in zufriedenstellender Seile obaeänbert werben, so soll innerhalb 10 Tagen eine weitere Versammlung bie gemeinsamen Mann ah­men der besfifchen. der damit verbundenen aufocrbcihicben Vieh­händler beraten "

Tie Versammlung defchäfnate sich »um Schlüsse noch mit Cr- iommtwn*iragen und inneren Angelegenheiten

fftrictotftfaaL

Wrf diaft: Enzy'likn.

ftöln. 22 Tez Rach brritägiien VeiHandlungen fällte beite abend bei» SdiSffrnirnctf in der PrivatbeleibigungsNage ber chrift* li-fen t'Vitirrrcf»t?rübrrr ge en eine Anzahl Redakteureouafbrm>- fratiKber Blätter das Urteil Tie Angeklagten wurden I t^eld- ftrasen von übis üüOMk. verurteilt 91 uherbem wurde bem Brivat- Öäger Siegermalb bie PuhltkattonSbesugni« de« Urteile in den ver­urteilten Leitungen mit ber Jütqabe ber <**nmür, btt für da« ie- weilige Blatt lutreffen, »ugefproeben. Tie Klage gegen den V aner Mn von dem Blatte ..Wartburg" ist bereit« am sam«tag zurück­gezogen worden, nachdem oer Beslcrgte bie beleidigenden Aeuste- runaen mit Bedauern zurückgenommen und 50 Mk. Vertrag zu den ftoften übernommen hatte

vermischtes.

* Gescheitert Ter BergungSdampier ..Trngpe" ber Nor­dischen VergungögefeUidboft scheiterte gestern im Sturm bei ftrie- dnckstabt, südlich von Krifliania. Tie au« sieben Mann bestedenbe Vefanungertrant Ein anderer Bergungsdampser versuchte vergeblich an das finkende scknsf heranzukommen

I ötl idici Faust kampf. Au5 Vonöoii wird gemeldet: Bei einem Bor kamps in einem hiesigen Variete erhielt ein iiirtflet Vor er namens Vurrouö in der 10. Runde von seinem Gegner einen änHerst heftigen schlag in bie Herzgegend und starb bald daraus im S.X'ipital

Zum Raub der Monn Lisa. Die Pariser Po­lizei per haftete die Brüder Vincenro und Michele Vancelotti sowie bie Geliebte des letzteren unter ber Beschuldigung, dah sie dem Diebe ber Gioeonda. Perach«, al« Helfer gedient hatten

^ingcfnnöL

Rür ftorm und Inhalt aller unter Piret Rubrik stehenden Aetike übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung)

Unsere verehrten stadtvöter haben in ber letzten 3 t a b t o er­erb n c t e n d c r f a m m l u n g bie Antrögebes Arbeiter­au « s ch u s f c o bis auf bie endgültige Veamtenbefolbung«regeliing zurückaeftellt. was ihnen bie städtischen Arbeiter sehr ver­übeln Bei all diesen Anträgen galt ihnen in erster Linie die Bezahlung ber in die Dockte sallenden Feiertage. Daran sind die ladtischen Arbeiter gewist nickt schuld, dah diese Tage in die Docke lallen Tie im Tiefbauamtebetriebe beschäftigten Arbeiter haben von dem 25projentigen Zuschlag für Ucberftunben fast gar keinen 9!uyen, da hier selten lleberftunben gemacht werben. Die Mehr­heit der Herren Stadtverordneten hätte hierbei bock bedenken müllen, dah sie es nickt mit Arbeitern zu tun hatten, die oft ihre Stelle wechseln, sondern mit Leuten, die sozusagen ihre Arbeits­kräfte auf ihre Leben-zeit ber Stadt verkaufen, also 90 bi« 25

Zaber und herüber, und dah indem noch ein trofoer Toi! 18 bi« l'.i Üt im Winterhalbfahk v\ den hohenKabrnn-ttmiUrfpmtm und Dohnungsmieten wöchentlich verdienen.^Soviel soziale« Omp- :nihrn » äffen wir doch bei .^heit un-erer J taMmMer beigemtiyng -atz fte :nt Arianern an ctc en e mo rn den Lohn dennl taten bxc wäre es. wenn ein Arbeiter, der bei einem Herrn Stabioerorbnettn wohnt, einfach für die bftr. Feiertage die Miete nickt bezahlte mit der Antwortsie haben mir für heute den Lohn mckk be­willigt, müdm kann ich Zdnen für di. e Tage keine Miete zahlen." Denn man bedenkt, morgen« früh in ber Sck.il e fingen die Jhnbcr: C bi; fröhlich.', o du selige, gnabnibrtngrnbe Deidnack:! ze»r" kurz, überall in der ftxrdw ufiv klingt ,.3-re n dich, o 6dristen beit!" Da« nützt dies alle«, wenn viele stad!ticke Arbeiterkinder Deihnackten und Reuiadr vor leerem T t cke fitzen, denn bei einem solchen LohnausfaU bat ber Arbeiter seine La t. bau er was zu effen auf den Tisch bringt iüc die f^eirrtagt Muncher bitte fick em stletdungsstück zu Detbnackten gekauft, was der Gefckaitäwelt wieher zugute kam. Man bat dcu B e a in t e u vor ge4 Ja r eine angemessene Teueruugszulage gewährt, de» Arbeitern aber ganze Aioei l'frnnig bewilligt, in hast ihnen im ömterbalbiabr bet Lohn immer mxb Nicht an-reicki. ihren Lebensunterhalt zu bestreiten Hoffentlich werdet die städtischen Arbeitei nächste« ."trübiahr bei der Erledigung ihrer Eingabe nickt wieder in den April gcldtiiö, wie dies schon oft der ifall war

Heinrich Becktho 1 d.

" Tez. Zn bei oanhXagnuntmer des Vieh.

An» wild ftlage über die Auszghlung der Jtinbf t- untei ft Übungen bei den öifenbabtrbeamten geführt. Es wild aber banr nur von Beamten g> redet, i'^ewih mollen wir die Untentützungödedürftigkeit bieia Mltnlen bei der letzt gen Teuerung nickt verkennen, aber roie. Hebt es am> tmt dem Staatsarbeiter? Von diesem Staat »diener bön man bet solchen fragen gar nicht», ak ob er mdit rnftiere. Nun sind al»er an Bao! 339 5fK) im preuftifdi-hcffiidien Staatseisen- bahndienst und erst 1 KG 640 Beamte Tiefe Arbeiter stehen an sich hnamiell doch hinter dem Beamten und beziehen and) fein VohnungSgeld Wohl müffen sie, und das üm sie auck gerne, ihre Tienftpflidjten io gut wie die Beamten erfüllen, ebenso baten auch fte Jhnber und ziehen solche für das Vaterland gron und meisten« werden die Mrähe diese« Nachwuchses ebrnfaU« dein Staate wieder zur Verfügung gestellt, wohingegen ein nröfter Teil pcn Beamtenkindern die besseren Sckulen bnneben Inuit und fick vielfach nachher anderen Berufen bingebcn So enttäuscht der ptäfele Teil von Beamten ist, so enttäufcht ist auch die ganze Aideiterschaft, denn sie ist der Ansicht, das, man tn solchen jriagen an der minbeftbcfolbetcii ttlaife, Beamte oder Arbeiter, anfangen und an bei besser besoldeten Jflaiie auihören solle.

Viele Arbeiter.

Die ausgeze ebnete rNagenpficgevor- H e n ft 2lrzi. s

Eine wirNick bauergbe Heilung gegen Verdauungsnorungett, wie Blähungen. Säure im Magen, Lcberbeickwerden and berg!, wird in der Voridmit eine« berühmten SpezialarzteS für ^lagen hanfheiint zugesichert, tfr fagt:Denn die Verbanungoorgnne mit einer hinreichenden Menge von Lzon versehen werden können, fo wird dessen besinsizierende und reinigende Wirkung seh« 5<*r» bauungt'ftörung unmöglich machen" £jon in TVonn von Tabletten, genanntStomorngen" ist in jeher Apotheke erhältlich Bei gepackt ist eine Broschüre über Ursachen und Heilun i diverser Vcrbauungeftdnnigen. Ter Spezialarzt fügt noch HinzuZch kann nie und nimmer zugeben, bafo man die vielen schädlichen Abführmittel anroenbet, bie allgemein gebraucht warben. hvie/i3

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