Ausgabe 
28.11.1913 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

\w\

165. Zahrgang

M. 280

Zweites Blatt

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

Mo

.lungsycldcr in die Gehalte der Beamten durch die Höhe derßmischem Gel festgesetzten Mietseiitsckfädigung in die Erscheinung tritt,«^MMtgewvz

Titel nicht verbunden.

durchschnittlich zwei Wohnungen aus ein Haus.

TieGiehener Samtlienblätter" werden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da- Krdsblatt für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen seit- fragen" erscheine»» monatlich zweimal.

Tr. Best, Lorbachcr, ~ -7----------

Irgend eine Rang- oder Gehaltserhöhung ist mit dem neuen

aunschweig. berwurst la. i'ib. Mk. 1,30, sowie ml« c^^ttoitrft u. im» empfiehlt 17704 edr. Schreiner iialicher Hofliesermn

ein Zutaten Mandeln

-v Pfund i O terdux ernRprccll 23.

Frühaus" ,"«,30.'M1913 Ausfil'g

8iÄ*

qstnang^_!!^--

cnmiul das Lchiiiuik. iilchen von Giehen. lrTicnstag2g Milt­ach 26., Tonncrötg 27. d Freitag 28. Nov. rnjations-Prograinm ncdc Nummer ein großer Lchlager! llytzatdieSlhIafirailthtit mische Lzene, neiniclr nd. klein. ömbr.Mrj. "arten ohne ($nbt ?n»tvc/cmcbmnggler nriörainntischeTzene. Ier§chwäldchenl!raum amatücke Slomto; einzig das/eM 1 Großer Srtlaocr8 Hprzpn«han>ivV. v. a -.Aöe/isdrau»ai.3Akt. | in. v. Ansangb.iLnde. I Wockcniibrriicht 5 Union TKeaters'. weites aus aller Well.

Mode. Lvorl k.

lius als Billards lzuck. komische Lzene, merkt große Heiieckv.

-äilagcr 1. RaugcSl aslebendcTorpedo Drama in 3 Sitten, ine d. gewaltigste» M- ummern, diese beraus- cqeben worden find. 9" ie>. Film nebl man alles-

ur ersinnen tonnte,

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhchen

nfeie

Ka'N"°ii-uiicbmen. . chlreich teiW'

siu

Freitag, 28. November 1915

Rotationsdruck und Verlag der Brübl'scheo Universiläls - Buch- »»nd Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« slraße 7. Expedition und Verlag: 5L

Redaktion: e-sS 112. Tel.-Adr.:Anzeiger(Sießen»

rb. Die E r st e Kammer der L a n d ft ä n d c ist zur ' Abhaltung ihrer 16. Plenarsitzung für Montag, den 1. De­zember, vormittags 10 Uhr einberufen worden. Auf der Ta­gesordnung steht nur die Beratung der Regierungsvorlage, bctr Hingabe eines Darlehns von einer Million Mark an die Zentralklasse der hessischen lastdwirschaftlichen Genotten- fchaften und die Regierungsvorlage, betr. die Beteiligung be« Staates an der hessischen Landeshypothekenbank.

rb Der Finanzausschuß der Zweiten Kam- m e r nahm am Donnerstag in seiner gemeinsamen Sitzung mit der Regierung zunächst den Bericht des Ausfchußbericht- erftatters Dr. Osann über das Besoldungsgesetz entgegen. Es sand sodann nochmals eine Prüfung der Regierungssor- derunq, betr. die Einrichtung von fünf Amtsgerichts- direkto reu-Stellen statt. Rach eingehender Würdigung der von der Regieriiug geltend gemachten Gründe wurde aus erheblichen dienstlichen Interessen beschlossen, die snns Amtsgerichtsdireltoren-Stellen zu bewilligen. Dagegen wurde vom Ausschuß beschlossen, von den rn Aussicht gc- Tiomntencn Etcllmzulagm von je 1000 Mark für die P r ° - vinzialdirektoren rn Darmstadt und Gießen Llbstand ru nehmen Die für die Beamten in den fünf Städten Darm­stadt Mainz, Offenbach, Worms und Gießen vorgesehenen lokalen Zulagen wurden vom Ausschuß wie folgt geändert: Die Beamten in den Gehaltsklassen 1-10 einschl. crhcAten 50 Mark, in den Gehaltsklassen 11-24 einschl /o Mark, in den Gehaltsklassen 2536 einschl. 100 Mark und in den Gehaltsklassen 37-47 einschl. 150 Mark Ortszulage Die Ge- baltsskala für die akademischen Beamten wurde in der Weise sektaesetzt daß die Gehalte von 3500 um je 500 Mark bi» 7(X)0 Mark ünd dann noch um 400 Mark auf den Höchstgehalt von 7400 Mark steigen, jedoch nur für die jetzt im Amt be­findlichen Beamten. Es sand sodann noch eine eingehende Aussprache mit der Regierung über die Abvechnung der Be­sold u n g s v o r d i e n st z e i t statt. Man einigte sich vor L(lcm darin, daß die Berechnung des 5o. Lebensjahre^ bei der zukünftigen Regelung in Wegfall kommen soll. Wegen der Anwendung auf die im Amt befindlichen Beamten oll eine Formulierung in der morgen vormittag mi der Re- aierung stattfindenden Sitzung erfolgen Am Freitag sollen noch die Berichte der Ausschußberichterstatter über die Leh­rerbesoldungsvorlage und über die ZiviNiste des Großher- zoas sowie über die Vorlage, betr. die Anträge der Städte zu den Kosten der höheren Schulen festgestellt werdm. Die Sitzung ist voraussichtlich die l e tz t e Si tz un g de» Finanz- nnä^nsses die sich mit der Besoldungsvorlage zu beschas- SM' ue6?r ben zur Bes°ldungsvorlagr aeböIenden Gesetzentwurf, betr. den W o h n ung»- gehorenoen u __ ber nad) beit Beschlüssen des Finanz- ausschu ses bekanntlich ganz in Wegfall kommen und dasur

L?f Jr?rhenber Betrag in den Gehalt niiteinbezogen werden ^ll -Mr®ÄB6eri<St«|tatt« Adg. Tr. M o 11J an l° rrifattet Es wird dazu bemerkt, daß der Aus-

Muß bt cl ter Linie aus dem Grunde die Regierungsvorlage tr t 1 La nrnüer Wert aus eine einheitliche »s d"eIb ÄTb -"Gesetzes, über bic. Besol- xs e r a oj aj i c u> < wird dabei auch

bctonrCr°ba& die' Ausrechterhaltung des Wohnungs- JS' oav gtz^eiche Eingaben der verschiedenen

S-ld-s, bereits beweisen, einen dauernden

Wettbewerb zw'ecks (Hnrci6an^in anber? 5c«t8«af|en zur ^°?Bcamt°°n Äb»raneÄ' ein«. »n/iSTb* «t1» I gen'nöcb'ieb? tawitem ÄnWenb. In Bietzen kommen

i mischem Gebiet judie Moser wie bei den ^beotoqen ein Harles zu pslanzen. Um diesen Beamten die rectzle Vor­bildung geben m können, wurde 1777 in Gießen eine Teilte Iakullär errichtet, die erste ökonomische Fakultät, und das -stU' diu in der K ameralwissenschaneu eingesührt. Es sollten wmcn- schastliche Untersuchungen über die Frage angcitcllt, werden, wie das Land empor zu bringen sei. Zwei Gedanken Mojers lind aber ganz besonders ljervorzuheben. Er betonte die Rotnnmdigteit der I n d u st r i e und der Landwirtschaft, die jich beide er­gänzen müßten. Viele Verordnungen,suchten überall kleine In^ dustriebelriebc zu heben oder neu zu schäften: es sei nur an das durd) sdjarsc Verfügungen bedingte Emporblühen der lehr her- ! unlergekommenen Alsjelder Wollindultrie erinneii. Beionders I großzügig zeigte sid; der Minister aber bei der Umgellaltung Iber Landwirtschaft. Zwangsweise wurde der Anbau von ..... ' des Grund und

^reltat2üi6e ^reifc' 1 GewöM^WiI>e.l!

SV

SKrKLS unln&nfla Wrk Z iro^i jjjuiif® " »v 1

vom hessischen Verein für länöli i e heimatpfiege. wühisahrt- und Aunftpflege.

Zu dem gestrigen kurzen Vorbericht erhalten wir noch folgende ausführlichen Darlegungen:

0 Friedberg, 26. Rov.

Rachdern erst vor einigen Tagen in Darmstadt eine B^sarnm^ lung des tzeimatpflegevereins ab.gehalten und im ^nschlutz daran ein Kreisverein Darmstadt gebildet worden ist, sand heute nach­mittag im Saale des HotelsTrapp" dahier eme ähnliche^ gut- besuchte Vcranstaltting für die Provinz Oberhecn statt. frovim sinlbhettor Geheimerat F e v - Darmstadt den Vorntz. Fn | den einleitenden Begrüsningsworten lprach er beachten'.'werte ^.orl über die Bestrebungen und die Aufgaben des Vereins aus. ^n teressanteS statistisches Material ließ einen lrinblick m die Be^ völkerungsl?en>egung auf dem Lande, bei anders aul ^..Aonderu g nach der Großstadt tun. Es gelte daher mit allen Masten zu ar­beiten, daß die Bevölkerung mehr seßhast t^rbc, rumal nnfere Gesetzgebung die Bodemständigkest nid,t begunsttge. Au einer Re Itz

21115 Ocssen.

Tic akademisch gebildeten Lokalbeamten und die Besoldungsvorlage.

Aus Darmstadt wird uns geschrieben:

Am Mittwoch tagten in Darmstadt die Vorstände der Vereine akademisch gebildeter Lokalbeamten in Hessen, um zu den Beschlüssen des Finanzausschusses Zweiter Kammer in der Frage der Besoldungsordnung Stellung zu nehmen. Das Ergebnis der Verhandlungen war etwa folgendes:

Ter Ver'band fühlt sid? dem Finanzausschuß gegenüber zum Danke verpflid)tet dafür, daß die akad. gebildeten Lokalbeamten unterster Instanz mit den Richtern gleichgestellt werden sollen. Ta «legen erscheiiien die vom Finanzausschuß den akadvmisd) gebildeteir Beamten unterster Instanz zugedachten Bezüge unzureichend. Schon die letzte Rcqierungsvorlagc blieb sehr wesentlich hinter den im Reich und in Preußeii den alademisd) gebildeten Be tonten seit 1908 gewährten Bezügen zirruck. Run bleiben die Be­schlüsse des Finanzausschusses abermals in allen Gehalts­stufen um 180 (200) Mark hinter der R e g i c r u n g s v o r läge, ja sogar wcsentlid) hinter dem Provisorium Zurück. Demroch blieben nad> den Besdstüssen des FinanzauS- sdmsses die akademisch gebildeten Beamten unterster Instanz Hesicns in Zukunst hinter dem Reid) «Preußen!' zurück:

a) im Anfangsgehalt um j ä h r l i ch 2 5 0 M a r k,

b) im Höchstgehalt nach 21 definitiven Tierlstjahren um jährlich 9 5 0Mark.

Dieser Unterschied vermindert sid) nad) 24 destnstiven Dicnstiahren auf 450 Mark, im Höch stbetrag beträgt der Unterschied in M a inz und O f fe nb a ch 1570 Mark jährlich. .

Der Finanzausschuß der 1. Kammer hat schon ant 10. Juli 1912 in einem Augenblick also, in dem die hessisdien Finanzen sich !l»ei weitem noch nicht so günstig entwickelt hatleir wie jetzt, dre Eirwartting ausgesprochen, daßdiese Ungcrechtigleit in der Ge­haltsstellung" der lstiheren Beamten bei der organischen Regelung auSgemerzt würden. -,v..r-

Vergleid)t inan nun die neuerdings in den Beschlnnen des Finanzausschusses für die akad. Lokalbeamtetr vorgesehenen Er- höhuilgen von etwa 15 Proz. mit den für alle übrigen Beamten- kategorien höhere und niedrigere bestimmten, die zwischen 20 und 41 Proz. sd)w>anken, so ergibt sid) auch hieraus sofort, rote sehr sich die akad. Lokalbeamten im Nachteil befinden. _ ,

Was die Anrcchmmg der Besoldungsvordienjtzeit anlangt, o können gerechterweise nach unserer Ueberzengung die vor 1. Aprrl 1914 angestellten Beamten nicht anders als die s v ä t e r angestell­ten behandelt werden. Auch sollten die hessischen akademrichen Be­amten bei der traurigen Gestalttlng der AnstellnngSverh.rltnisle keiner nicht anrechenbaren Berwcvlduncislzeit unterworseir werderr als die Beamten im Reid) und in Prcmtzen ivier Jahre).

Daher bittet der Verband der Vereine akademrsch^gcbtldeter Lokalbeamten in Hessen alle zur Acitwirkung berufehen Instanzen, die Gelmltsbezüge aller akademisch gebildeten Beamten icnterster Instanz unter Beibehaltung der 21 jährigen Spanne Mr Erreichung des Höchstgehaltes jetzt endlid) den im Reich «Preußen^ schon sett 1908 gelteirden auszugleichen und glecchzcrttg gejetzlich eilte gerechte Anredinnng der Besoldungsvordienstzeit vorzunehmen.

welche die mit Diensttvohnungen bedachten Beamten an die Staatskasse abzu führen Ijeibcu. Im übrigen kann gesagt werden, daß die ganze Besoldungsvorlage nunmehr in einer Form verabschiedet worden ist, die, wenn sie auch nicht alle Beamtenwünscl)e befriedigt, immerhin wesentliche Verbesse­rungen sowohl in Bezug auf eine bessere Besoldung der Be­amten, als aus eine organische Aenderung der Besoldungs­ordnung bringen wird. Die einmütige Annahme der Vor­schläge im Finanzausschuß bietet auch eine gewisse Sicher­heit dafür, daß das ganze Gesetzeswert^ in der Zweiten Kam­mer eine glatte Abwickelung erfahren wird. -----------_

rm. Hessische ,Staatsrat e". Ter GroßherzoF hat neuen Gewachsen eingesührt. Bis 1772 war - tur9Un?e"rfÄn: Än Ä baf

Räten den üitel:Staatsrat zu führen haben. Diesen Titel I |-e^tcn .ur Als aber an den Hahn er Bauern, die zur nehmen alsbald an die jetzigen Gel>eimrate: Dr. Becker, Zwangsarbeit im Herrenganen verurteilt worden sind, (in Eiern- ''ffert und Wilbrand. statuiert wurde, da blieb die Wirkung der Est-nmltma'^eget

zum Segen des Landes nicht aus. Keine Gemeinde widerjetzte sich fortan noch. Moser ließ auch ganz neue Betriebe einfühcen, io den Kartoffel- und Kleebau. Besonders gegen den letzteren sträubte man sich zuerst auch. Aber das Beispiel des Hofpredigers Krämer, der selbst die Säschüssel in die Hand riahm und unter die Bauern ging, verfehlte seine Wirkung nicht. Durd) derartige ökonomische Reformen ist dem Bauern mit einmal eine neue Welt aufgegangen. Er hat gesehen, daß es aud) Menschen und Beamten gibt, die für ihn empfinden: er hat vor allem eine rapide Steigerung seiner Erträge gemerkt. Von 1772 bis 1780 hat sich die ganze wirtschaftliche Lage des Landes zu dessen Gunsten geändert. Durd: die Einführung der Kartoffel als Nahrungsmittel war die Bevölkerung auf einmal etwas ganz anderes geworden, wie sid) auch der gesamte Viehstand merk- I lief) gehoben hatte, seitdem der Kleebau sid) verbreitere. Aber dabei ließ es Moser nicht bewenden. Er wollte bei Bauern nicht nur Vorbilder und Muster geben, er wollte sie vor allem auch zum Denken anregen und für ihren Beruf interessieren. Das führte zur Gründung der Darmstädter 3 c i t u n g 1 < <<, die zunächst gemeinnützige landwirtschaftliche Fragen im Volke verbreiten sollte: aber aud) heimatgeschichtlicl)e Erörterungen, dre das Heimatgefühl des Bauern stärken sollten, wurden in den Kreis (Newtzgevung uie wuimiuiwuinu ber Betrachtung hineingezogen. Tic Pfarrer mußten am Soniktvg

von Hilfsmitteln zeigte der Redner, wie aut bemjianöe eine grau natf) ^cr tzje Dorfjugend um sid) sammeln und die T a r in - Heimatliche und Bodenständigkeit zu erzielen und, uno gao oaiei städter Zeitung auslegen. Tic inngen Leute empfingen so interessante Mitteilungen über das wirttchattliche uiw loziati. c Anregungen und trugen sic weiter ins Torf, lieber

der Landbevölterung. Daraus hielt Pr o t. l>. ie 0 l - tyn - ^em @>an$cn Zeitung lag ein gemütlicher Ton. Es war em berg einen mit lebhaftem JntercNe aufgenommenen Boitrag uv r gutcr von Moser, daß er den Tichter Matthias Claudius, R e ü r c bu n a e n des hessischen M i n i st e r s F. K. v o n der in stimmungsvollen Gedichten den Bauernstand verherrlichte.

Moser den hessischen Bauern ihre Heimat lieb zum ersten Redakteur der Darmstädter Zeitung gewählt hotte. Mojer, den 1>c,,l,cYen Mosers Werk hat reiche Früchte getrageft Obwohl er nur

2«r Redner zeigte m seinen Ausführungen zunächst, daß 8 Jahre als Minister im Amte war und 1780 ui Ungnade siel, diese Bestrebungen ^als Moser 1772 hessischer Staatsmiuister wurde, hat die von ihm gctchatfene Grundlage iiioftiziell Ul den Jahren f2SSia roarem ®enn in »iekr Beziehung feien ine 1780-90 dod) wütcr gewirkt. Landgraf Ludwig.X. griff 1790 Zustande SStor S z^r' Zeit des 30jähttgen Krieges ge- sogar wieder direkt auf Mosers Pläne zurM. Tic meisten Be- wesen Trotz der schlechten sozialen Lage zur Zeit des Sieges vcr- sttcbungen, die heute auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege und lor die Landbevölkerung nie ihr stark enttoickeltes Heimotgefühl, Volksbildung im Vordergrund des Jnteresfes stehen, iuaren durch Ue 'immer wieder zusammenschloß uni> zur Schotte zurück- Moser schon angeregt und zum Teil verwirtlidst worden. Uiu;o führte Anders wird das aber im "Anfang und in der Mitte des urchr muß es bedauert werden, daß sein Werk in den vOer Jahren 18 Iuhrlmnd?rts Um '1720 setzt, nachdem 1706 schon Agenten des 19. Jahrhunderts ganz über Bord geworfen. ivorden ist für eine Auswanderung nach Carolina tätig gewesen tparen, eme )0 daß wir erst heute wieder in dew Anfängen sind ielk^wußte A u swander ung in Hessen ein. Große Scharen große Tat besteht darin, dast er die Finanzen auf eme gute Grund- von Familien sind nach Ungarn und dem heutigen Rumänien ge- läge gc,teilt und den Baiicrnstand io gehoben I)at, daß er die .wgen wo wir heute noch Gegenden finden mit spezifi,ch hemichcr naposeomschen Zeiten überdauern konnte.

Bevölkerung und hessischen Verhältnissen. Tiese Auswanderer >i l ^ic einstündigen Ausführungen des Redners, die

nicht etwa Slbent^rer geweien,svn^rn v^bittcne^eute, Ml prächtigen Humor gewürzt waren, wurden mit leb-

auf der ^dwllc Et mehr ivohl fühlten^^denen Et die VciM°t i $cifaU undTank ausgenommen, welch letzteren der Vor- eiuerlci und gleichgültig geworden war. ^hre Grunde hat DK: c. ji^nbe nochmals besonders abstattete. Im Anschluß an den scheinung in den i am m e r v" l l e n s o r i a l c n r w Vortrag erfolgte die Bildung eines Kreisvereins Frrcd- n i s s e n , die nnt Anfang des 18. Jahrhutchcrts^ingetretcm wa n. hessischen Hcimatpftegerereins. In den Vorstand

und darin, daß von der Regierung nichts gefdxil), bu traungen ig ä«t. y Dr. Diehl- Friedberg, Pfarrer

Zustande zu ändern Wohl wurdeii mancherlei Verordnu Q Dörr-Ossenheim, Pfarrer Vogel-Reichelsheim, Bürgermeister laßen, aber lie halfen nichts In ben 40er imb aO er -3 Urn Kat) sc r-Bad-Rau heim, Hauptlehrer Storch Butzbach, des 18. Jahrhunderts ging bie XiiSmanbcrung »urug, u rst , Will- Rendel, Lehrer Oßwald - Bad-Rauherm, Bürger-

um 1760 setzt sie wieder erneut m großem Maßstabe em. ESIBäcker-Holzhausen. Mit Worten des Tankes an alle tarn i>a$ große ^SrKanb^V © * o t't cn und Förderer ber H e i m a t bestreb u ng c n schloß

auch Geheimerat Fey die Anre^ng und gewiniibringcnd verlausenc uni bis zur E-k>z-ll°r M-rks Vcn-mmlun-,_______________________________________________

Die Auswanderung aus dem hohen Vogelsberg kann man noch - »

verstehen Daß sic sich aber bis in die Kornkammern der Wetterau AUS Stadt 11110 Caitö»

hinein ausdehnte, das muß doch tiefere Gründe haben. Den Gießen, 28. November 1913.

iicUtCmu6mUH,nEnC Ä S "LdL L.. Ti- W°hnung-v-rWtniss- in Stadt und Land.

Redner erklärte: In den Akten aus der Zeit des 30jahrigen Wie früher, so ist auch in diesem Jahre wieder eine Um-- Krieges sei mit Freuden zu konstatieren, daß danials Bauern und - an die Wohnungsinspektoren deS Großhcrzogtums ge- Bcanttenschaft eine zusammengehörige Maste gebildet batten, Die . ^rden, nach deren Beantwortung der Großherzoglich

-S Seit btennenb .rben finb

ßUnftuv der französischen Sitte, der so verderblich am erstattet hat. Der Bericht, der den <2toff, soweit er für die Volksganze wirkte. Ter Einbruch des französischen Leichttinns Jghre 1910 bis 1912 in Betracht kommt erfchopfend be- und der französischen Unsittlichkeit war schlimmer als der Em- handelt, kennzeichnet mit nngefchniinkter Offenheit alles, was fall der französischen Soldaten mit seinen schrecklichen Ver- -n |ciner Jnteresscnssphäre liegt. Und gerade durch diese ruck- wüsttlngen. Besonders sdirecklid) wirkten u. a. die Parforceiagden h^^^se Klarheit stellt er ein kommunalpolitisch hochinteres- mit ihrem großen Wildschaden Weit iunb wertvolles Werk dar, dem für die Allgemeinheit - S'S JSn ungenm ganz-n Land- wirtsÄft lag'in^n l^ten Zügen,"dazu griss^Werglauben um beläuft sich danach auf 3004. Da aber 8er ^wachs an neuen fidi Tic Finanzen hatten derart notgelitten, daß am Ende der Haushaltungen in jedem Jahre nach dem Ergebnis der letz- Reaierung des Landgrafen Ludwig VIII. allein 300 000 Gulden I ten Volkszählung 3700 beträgt, so ist es klar, daß die neuen Schulden und 150 000 Gulden ausgelaufene Zinsen an den Frank- Wohnungen dem eigentlichen Wohnungsbedarf keines- furter Bankier von Wiesenhü11en zu zahlen waren. <do trat ro e q genügen. Auch Gießen hat an diesem Uebel- Minister von Moser 1772 das Land an. j,er ctaat roar io ver-1 JU ^iden. In der Stadt Gießen sind 46, im Kreise schuldet, daß: der Karfer KomEndo ^zis^r T«pp n d- ]21 Neuwohnungen geschaffen worden, wonach auf je 10000 ^iiurter Bankier die Äuld g^hlt^den konVcke Moser Einwohner in der Stadt 20,9, im Lande 21 neue Wohnungen mar ein ilngcr und denkender Kopf, aber auch ein rücksichtsloser kommen. Recht ungünstig ist auch für die wziale -Schichtung Mann Er fühlic sid, innerlich verpslidstet, Aenderilngen herbei- per Bevölkerung die Tatsache, daß zu einem Drittel größere, iuiübrcn die er mit einer groß angelegten Reform des Be- zu zwei Dritteln kleinere Wohnungen errichtet worden sind, anttenwescns und der Abstellung schrecklicher Mißstande begann, utäßrend das Bedürfnis nach K l c i n W o h n u n g e n so stark So wurden zunächst die Wildbahnen abgesckiafst und Parks cm- - 'b errt bcc dreifache Teil aller neuen Wohnungen genü- gcführt. Moser drang.darauf, die Beamten auf der Universttat ' °ü b' um ben Bedarf für die Minderbesteuerten zu so zu erziehen, baß ne tick im Gewmen verpflichtet fühlten ZZen Ganz unverhältnismäßig gering ist die Zahl der :>ie «cute nicht zu tbrannmeren, tonderu ihnen Mit Rat und oekien. lualiz miunyuiui p a h y

Tat ieüriteiu stehen. Ter Beamte als Freund des Kleinwohnungen im Kreife F ricbberg, auch in Gt^ Bauern, das ist der Grundton, der sich durch die Berord ßen-Stadt sind die größeren Wohnungen in de z h^ nunaen zieht. In Gießen gründete Moser ein Predigersemi- Bedauerlich ist der R uck g a ng des kleinen i^insa - narium, das den jungen Theologen eine praktische Ausbildung lienhauses auf dem Lande. Man kann ihn nicht aufhal- für ihre Tätigkeit unter den Bauern geben sollte. Interessant ift ten, aberes sollte alles gefcheheu, um ihn nach Moginyreir auch die Verordnung vom Jahre 1776, wonach jeder Student ber ,u verlangsamen, und es kann hier namentlich durch die Theologie an der Gießener Universität verpflichtet war, ein bc- ^rtsstatuteu und Lrtsbaupläne recht viel gefchehen. ^m- snmmtes medizinisches Colleg zu hören, um dem Aberglauben aber bas kleine Bürgerhaus mit 2 bis 4 Wohnun-