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Zweites Blatt
165. Jahrgang
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
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Mitglieder.
IcißWit
Die „Eiehener Zamilienblätter" werden dem ,Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ^Lreisblatt für den Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. D,e „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
.iber 100 .Hausanschlüsse, dazu die Schmitte, 4 Fabriken und fast alle Heiner eit gewerblichen Betriebe nehmen Anschluß, so daß das Unternehmen gesichert ist. Schwierrg- ieiten entstanden wieder in Bieber, da dieses Dorf nur zur Hälfte zu Rodheim zählt, während der übrige Teil zu Fellingshausen gehört.
w. Wiesbaden, 27. Febr. In einem hiesigen Hotel wurde heute vormittag eine ältere Dame, eine Russin namens Morgenstern, die seit längerem hier zur Kur weilte, im Bade tot aufgefunden. Sie mar bewußtlos geworden und ertrunken, bevor Hilfe zur Stelle war.
Die Vermittlungstätigkeit der an den Mitteldeutschen -lrbcitsnachweisvcrband berichtenden
Arbeitsnachweise im Januar 1913.
Von 24 Arbeitsnachweisen des Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverbandes, die tut Januar an das Kais. Stat. Amt berichteten (gegen 18 im Januar 1911) wurden 5079 (4503) männliche und 3836 (3419) weibliche Personen vermittelt, zusammen 891a (7922). Hiervon entfallen auf Alzey 6 (—), Aschaffenburg 46 (—), Bebra 42 (—), Bingen 50 (46), Butzbach 5 (—), Haftel 914 (915), Darmstadt 261 (265), Dieburg 18 (—), Frankfurt a M. 4256 (4039), Friedberg 25 (51), Gernsheim 1 (1), Gies,en 100 (ftO), Groß-Karben 15 's—), Hanau 47 (36), .Herborn 30 624), Kreuznach 57 (20), Mainz 851 (671), Marburg 16 (4), Offenbach 253 (238), Weilburg 15 (14), Wetzlar 31 (34), Wiesbaden 1480 (1230), Witzenhausen 9 (1) und Worms 387 (307). Rach Berufsgruppen getrennt wurden vermittelt: In den männlichen Abteilungen: Landwirtschaft 450 (gegen 290 im Januar 1912), Metallgewerbe 533 (553), .Holzgewerbe 288 (290), Industrie der Nahrungs- und Genußmittel 59 (93), Bekleidungsund Reinigungsgewerbe 290 (257), Baugewerbe 148 (133), Maschinisten, .Heizer und Fabrikarbeiter 111 (78), Gast- und Schank- wirtickwitsaewerbe 889 (747,. Lohnarbeit und häusliche Dienste 2051 (1945). In den weiblichen Abteilungen: Gelernte und angelernte Arbeiterinnen in Fabrikbetrieben_ 109 (89), Beklei- dungs- und Reinigungsgewerbe 33 (33), Gast- und Schankwirt- schattsgcwerbe 293 (254), Lohnarbeit und häusliche Dienste 3380 ,.3031). Von den an den Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverband berichteten nichtöffentlichen Arbeitsnachweisen wurden im ganzen 1015 Stellen vermittelt gegen 717 im Vorjahre. Von diesen 1015 Stellen entfallen auf Jnnunasarbeitsnachweise 188, auf Arbeitnebmernachweise 263, auf paritätische Arbeitsnachweise 116 und auf Vereinsnachweise 448. Bei den 13 an den Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverband berichtenden größeren Ortskranfenkassen war der Bestand am1 1. Februar 288 226 (gegen 268059 im Vorjahre), darunter waren 182 839 (170 711) ver- sicherungspilichtige männliche Mitglieder. 72958 (67 582) ver- sicherungspslichttae weibliche Mitglieder, 10 483 (9796) freiwillige männliche Mitgtieder und 21946 (19 970) freiwillige weibliche
Ans Statt und Canv.
Gießen, 28. Februar 1913.
•• Die Sitzungen des Schwurgerichts für das 1. Vierteljahr umfassen folgende Fälle: 1. Montag, 3. März, vormittags 9V2 Uhr: Elisabeth Deubel von Busenborn wegen Meineides; die Anklage vertritt Staatsanwalt Trümpert, Verteidiger sind die Rechtsanwälte Jullizrat Katz und Kans- inonn. 2. Dienstag, 4. März, vormittags 9 Uhr: Karl Schnier le Eheleute von Selters wegen Meineides; die Anklage vertritt Staatsanwalt Trümpert, Verteidiger ist Rechtsanwalt Römheld. Donnerstag, 6. März, vormittags 9 Uhr: Wilhelm Jttmann von Frankfurt n. M. wegen Verbrechens gegen § 205 und 206 Str.-G.-B.; die Anklage vertritt Oberstaatsanwalt Hofmann, Verteidiger sind Justizrat Dr. Jung in Gießen und Rechtsanwalt Falk in Frankfurt a. M.
y Der Provinzialausschuß hält am Samstag, 8. Marz, vormittags 3/49 Uhr, eine Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: Ablösung der Streu- und Weide- berechtigung in den Gemeinden Pfordt, Uetz Hausen und Rieder-Stoll.
*• Theaterverein, Die letzte Opernvorstellung dieses Winters wird nach Mitteilung des Großh. Hoftheaters am Freitag, 14. März, stattfinden. Zur Aufführung kommt die romantisch-komische Oper von A. Adam „Wenn ich König iDÖre", die schon für die zweite Vorstellung in Aus-
Sport«
— Die Universität Gießen hat zur Austragimg eines Fuß'' ballwettspieles zwischen den alad. Mannschaften der Universität und der Hochschule in Darmstadt einen Kranz gestiftet. Die Austragung erfolgte zum erstenmal am Sonntag auf dem Platze des Sportvereins von 1900 an der Hardt. Dem Spiele wohnte der Rektor bei. Die Mannschaften, die in der Hauptsache durch den Fußballllub Olympia-Darmstadt und den Sportverein von 1900 gestellt wurden, lieferten sich ein interessantes, gleichmäßiges Spiel. Bei Halbzeit führt Darmstadt durch ein iTigentor und einen 11 Meter mit 2:0 Toren, Gießen holt jedoch in der zweiten Hälfte auf, so daß das Spiel schließlich unentschieden mit 2: 2 Toren endete Tie Darmstädter Mannschaft zeigte das bessere Zusammenspiel, während die hiesige Mannschaft durch Einzelleistungen hervortrat.
Arbeiierbeweaimg.
M Offenbach, 26. Febr. In der Schuhfabrik „H a f» sia" sind die sämtlichen Arbeiter und Arbeiterinnen wegen unerfüllter Lohnforderungen in den Aus stand getreten., Die Firma hat darauf auch das übrige Personal ausgesperrt.
iiflcto!
taj gültig.
nett einen Versuch waj'.i
Die Abreise öes dänischen Kömgspaares.
Berlin, 27. Febr. Der König und die Königin von Dänemark sind heute morgen 8.10 Uhr vom Stet tincr Bahnhof ab gereist. Der Kaiser geleitete den König, die Prinzessin Eitel Friedrich in Vertretung der Kaiserin die Königin in Automobilen zur Bahn. Mit dem Gefolge war der Ehrendienst zur Verabschiedung erschienen; ebenso waren auf dem Bahnhof der Gesandte Graf v. Moltke, die Damen und Herren der dänischen Gesandtschaft und Vertreter der dänischen Kolonie erschienen. Die Verabschiedung war sehr herzlich.
ter % Stier 20 V . yn Ain 60 ab ... 57 , inen diese Tage für uni n Zollagern von LI« anenbutg inidGievm rändert naturw untersucht.
. Proben gratis.
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Sreitag, 28. Fevruar 1913
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläls - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expeditton und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51.
Redaktion:s^I12. Tel.-Adr.: AnzeigerGieben.
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sicht genommen war.
** Kindergarten verein. Am Mittwoch, den 19. Febr. wurde der schon längere Zeit geplante Verein, der sich der Erziehung und Beaufsichtigung noch nicht schulpflichtiger Kinder annelmen will, unter dem Namen „K indergartenveret \V , gegründet. F-rl. Moeser, die sich die letzten Monate sehr mit der Sache beschäftigte und in deren Hände die verehrliche Lüadt- vertretung auch die von dem damaligen Ausschuß erbetenen 1000 Mark für die Miete des Lokals, legte, hat nun die 1000 Mk., die seit Anfang Januar auf der Sparkasse angelegt sind, auf den Verein übertragen. — Es möge dies die irrtümliche Auflassung, daß Frl. Moeser die 1000 Mark für ihr Seminar und Seminarkindergarten von der Stadtvertretung erhalten habe^ aufklären. — Der Kinder garte nverein nimmt Kinder von 3—6 Jahren auf: wir machen aus die Anzeige aufmerksam. Kindergärten, besonders ogenannte Bürgerkindergärten, werden nicht nur in den Groß- tädten errichtet, sondern'sind auch schon sehr viel in Städten vorhanden, die noch lange nicht die Einwohnerzahl Gießens erreichen. Merkwürdigerweise war man in Gießen, das doch sonst mit feinen Einrichtungen mit an der Spitze steht, mit einer solchen Wohl- sahrtseinri'chtnng zurückgeblieben. Durch die Erösftiung des Gießener Fröbel-Seminars und seines Seminarkindergartens hat sich das Interesse gehoben. Ter Verein wird dem steigenden Bedürfnis nach einem Bürgerkindergarten abhelfen können. Die vor einiger Zeit schon angekündigte Sammlung, die nun in den ersten Aagen ihren Anfang nehmen soll, soll dem Vereine die Mittel bringen, das zeitgemäße Werk ins Leben treten zu lassen. Tann kann Gteyen tolz auf seinen Kindergärten iverden, denn wenige Städte werden einen solchen Platz aufzuweisen haben, in dem die Kinder so reckst Licht, Luft und Sonne genießen können und man kann sich kaum einen idealeren Platz für einen Kindergarten denken, wie das von bem Verein gemietete Besitztum der Frau Kommerzienrat Koch. Tom Verein, der sich der Arbeit und der Leitung unterziehen ivird.
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für GbertzeUen
Au; den Reich;tag;au;schüssen.
:: Berlin, 27. Febr.
Eine neue Küsis im Leuchtölausichuß. »
Der Leuchtöl-Ausschuß setzte heute die zweite Lesung fort I :md kam in dieser neunten Sitzung Lunächst zum Beschlüsse über \ .!ie Gestaltung des Aufsichtsrats. Ihm sollen fünf Reichstags- i -Mitglieder und je zwei Vertreter des Kleinhandels und der ; Konsumgenossenschaften angehören. Hierauf ging der Ausschuß . iber die Beratung der Gewinngestättung für die Vertriebsgefell chast, und das Ergebnis war ein durch die Mehrheit von Zen rum und Sozialdemokraten gefaßter Beschluß, wonach der Ge- o i n n _b e r Gesellschaft auf höchstens 5 Prozent 'e st gesetzt wird. Da durch diese Bestimmung die Aktiengesellschaft, für welche keinerlei Reichsgarantie besteht, in ihrem Mert 'eeußerordentlich herabgesetzt wird, ist es zweifelhaft, ob «iiif dieser Grundlage das Gesetz zustandekommen kann, zumal dieselbe Mehrheit auch die Absicht hat, einen Höchstpreis für Den Verkauf festzusetzen. Die Verhandlung hierüber führte teilte noch nicht zu einer Abstimmung. Es gab sehr scharfe Auseinandersetzungen insbesondere zwischen den liberalen Parteien und dem Zentrum, aber auch zwischen Zentrum und Sozialdemokraten. Tie Regierung gab die Erklärung ab, daß sie zu den Beschlüssen zweiter Lesung int einzelnen keine Stellung nehme, ehe die Lesung beendet sei. Bekanntlich ist noch eine dritte Lesung in Aussicht genommen.
Die Stimmung der Parteien kam am Schlüsse der heutigen 'Aussprache über den H ö ch st p r e i s, den das Zentrum beantragt, in einer Reihe resümierender Erklärungen zum Aus- Druck. Regierungsrat Dr. Kestner hatte die Bedenken der Regierung gegen eine gesetzliche Festlegung einer Höchstgrenze des Preises l'chr eingehend und dringend dargelegt. Eine solche Festlegung lebentc eine Verteuerung des Erdöls für den Konsumenten. Son Zentrumsseite wird das Erstaunen geäußert, daß, Rnn die Regierung sich auf feste Verträge berufe, sie nun feine Garantien für feste Preise gewähren wolle. Der Vertreter 5er Freisinnigen hält mit den vorliegenden Anträgen das Schift -für bis zum Sinken überlastet. Man zwinge geradezu durch die TvefHegung des Höchstpreises zu teuren Einkäufen und mache die Aktien überdies unverkäuflich. Das Interesse seiner Partei am besetz sei heute auf ein Minimum gesunken. Als Bemerkung des fortschrittlichen Redners, daß durch die ursprünglichen Bedingungen ein billiger Preis zugesichert mar, aus dem Zentrum Berufen wird, das glauben wir nicht, erwidert er, Sie find doch sonst so stark im Glauben, warum denn hier nicht? Der sozialdemokratische Redner meinte, die Regierung solle die Abschlüsse zwischen zweiter und dritter Lesung und dann Vorschläge über die Löchstgrenze machen. Demgegenüber wird von nationalliberaler Seite die Menge Gefahren betont, die die Festsetzung eines Löchstpreises in sich schließe. Der Uii t er sta a t s s e k r c t a r erklärte, soviel wolle er jetzt schon erklären: werde eine <Mt- legung verlangt und sollen Verträge sofort abgeschlossen werden, so werden die Konsumenten davon keine Vorteile haben. Die Preise werden höher werden, weil man sich beim Mfchluß der Vorverträge dann ganz in der Hand der Lieferanten bejinbe 3um Schluß erklärte ein nationalliberaler Vertreter, datz ba§ Stentrum mit seiner jetzigen Haltung die Verantwortung trage für ein Scheitern des Gesetzes. Wenn man die Aktien unver- , käuflich mache, so sei es dasselbe, als wenn man das Gesetz überhaupt in den Mgründ stoße.
Die Aussprache wird morgen noch fortgesetzt.
wünschen wir Entgegenkommen.
Kreis Büdingen.
(?) Lindheim, 27. Febr. Gestern wurde bürd) das rasche Eingreifen von Lindheimer and Enzheimer Bewohnern in dent, der Gemeinde Kleinkarben gehörenden, in der Nähe von Enzheim 'liegenden Wald ein größerer Brand verhütet. Ein Waldarbeiter hatte cur einer reien Stelle ein Feuer angezündet. Durch einen Luftzug griff das Feuer um sich, durch hohes dürres Gras fand cs reichlich Nahrung und in kurzer Zeit war die ganze Lichtung ein Flammenmeer. Die haushoch emporschlagenden Flammen wurden vom Dorf aus gesehen, die Einwohner eilten rasch herbei und durch ihr tatkräftiges Eingreifen war in kurzer Zeit die Gefahr beseitigt. Es ist mir ein verhältnismäßig geringer Schaden entstanden.
Kreis Alsfeld.
□ Bleidenrod, 26. Febr. Der im 86. Lebensjahr stehende Konrad Ritter, der 1846 von Bleidenrod nach Nordamerika ausivanderte und heute in Findlay im Staate Ohio wohnt, ließ vorige Woche durch einen seiner hiesigen Verwandten seinem Vater und seiner Mutter auf dem Fried- Hofe Grabdenkmäler fetzen.
Kreis Friedberg.
L Friedberg, 27. Febr. Am Dienstag kommender Woche findet hier die Evang. Konferenz (sogen. Friedberger Konferenz) hessischer Geistlicher im Hotel Trapp statt. Prof. O Gunkel von Gießen wird einen Vortrag über: „Die Propheten des Alten Testaments" halten. Mit der Konferenz ist die Abschieds fei er für den Direktor des PrediFer-Seminars, Geh. Kirck)enrat D. Eger, verbunden:
Kreis Wetzlar.
g. Krofdorf, 27. Febr. In dem Anwesen des Wich. Leib, Rodheimer Straße, entstand gestern abend im Stall F e u e r. Tank der neuen Wasserleitung und sofortiger Ent- derkung hat das F-euer nur geringen Schaden verursacht. Es ist nicht festgestellt, wie der Brand entstanden ist. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt.
Hessen-Nassau.
* RodH eim a. d. Bieber, 27. Febr. Der 1906 erbauten Wasserleitung für Bieber-Rodheim folgt jetzt die Versorgung mit elektrischem Licht. Weit
Der Kolonialvoranschlag.
Die gestrige Aussprache wurde fortgesetzt. In derr b e i t e r- ffrage wünschte der fortschrittliche Berichterstatter zwar Huma- ' •jiität, aber nicht Sentimentalität. Der Vertreter des Zentrirms , befürchtet in der Eingeborenenfrage in wenigen Jahren einen Zusammenbruch vieler Unternehmungen wegen Arbeitermangels. rTer 3 ent runter ebner verlangt eine Tenkschrnt über bi e »Beseitigung ber Haussklaverei. 'Tin konservatwer lln- "irag wünscht Unterstützung derer, die EmgÄoreneMPitale betreiben ober Eingeborene ärztlich behandeln, rm' Falle der Ver- irauenswürbigleit. Gegen bieten Antrag wenben >ich bie Sozial- bemoiraten, die davon Bevorzugung dirmwn^nrichttmgen befürchten, die nicht nur der Hygiene dienten. Ter Staats,ekvetar crflärt das Arbeiterprogranirn der Verwa l tu n g fei Lbsch-a'ffung der wilden Anwerbimg, Auferlegung vieler Pflichten ^ Fürsorge auf die Arbeitgeber, bei größeres Bedars Zentrali- iicrung der' Arbeiterbeschaffung. Auf ^usmbrungen von national^ liberaler Seite, in denen betont wirb, daß an ^e,in’.l5öL [unaen gar nicht zu benken fei unb^ gefragt wirb,. ob das ^olonialarnt bem Siebetungskomitee bet Deutschen ^^nial- qesellschaft genügeub Land zur Versügmig stellen kann und will, J h ® ptnnt&icfrctär, daß die Benebelung der geeigneten
ÄriAe Ä Häutige.. Ein national,
teÄZi) oerurteilt das ExMdttwnöMnzw, das mir «1ir 9terwüituna des Landes führe. Wenn ein weißer Stu^tu^■ erliegt, braucht nicht immer gleich ESiftaSfl3^b^Su?* ?Si|\Xwn unb Etappm.^Src Staats-
was« KÄue MLMWM sie morden nicht! - äSritcrbcratung Stettag.
Ter Wahlprüfungsausschuß.
verhandelte heute über das Mandat des Abg. F rommer (Kons., Pr.-Eylau), kam aber noch zu keinem Beichluß.
Die Wohnungsgeldznsch sie.
Der Bittschriftenausschuß veM^tte^heut^unter Z^hung eines Kommissars aus dem Reaierungsvertreter erbetreffend den Wohnungsgelbzuschuß. -- 9 . Befoldungs-
klärte! ba6 der Bundesrat auf Grund M 8 M d^-umng». Gesetzes ihm gegebenen 5,?£[£n.(j?aMeo*tcl habe und da 68 Orten in »N° Mt nene Sittetunge
für eine ganze Reihe Orte m narni o Ausschuß einstimmig stattfinden werden. Eine: Harte erblickte oer ltac(;
in der Verordnung des Bundesrats vom - • tert Tari'-
der der Ermittelung der bezahlten Wohn g. Angaben
HaffeV (mittlere SSeamte) jugrunhe überwiesen
wurden dem Reick)skanzler als 21c a r r ür
und in einer Entschließ u n g bcvc D - ^„^rbeamteu die Bemessung des Wohnungsgelbzuschusses der iinrcroeann anbere Grundsätze aufzustellen.
Vermischter.
* Fahrlässige Vergiftung. Aus Lörrach i. Baden, 27. Febr., wird gemeldet: Ein bedauernswerter Unfall ereignete 'ich gestern nachmittag bei der probeweisen Inbetriebsetzung der Gasleitung in bem Ort Tumringen, indem trotz sorgfältiger Revision die Zuleitung zu einem Haus offen blieb. Das Gas drang bis in das dritte Stockwerk, woselbst eine dort wohnende Frau und ihre vier Kinder betäubt wurden. Der ärztlichen Hilfe gelang es, die vier Kinder ins Leben zurückzurufen, während die Wiederbelebungsversuche bei der Frau ohne Erfolg blieben.
* Verhafteter Mörder. Aus St. Johann (Tirol), 27. Febr., wird gemeldet: Gestern nachmittag 1 Uhr wurde der Mörder des Bahnhofrestaurateurs Kloo in Lesersfelden am hiesigen Bahnhof von zwei Gendarmen verhaftet. Der Verhaftete ist von Beruf ein Hausdiener namens Michael Danzer und geboren in Eichberg in Bayern. Es wurden bei ihm noch zwei geladene Revolver gefunden, ebenfo das geraubte Sparkassenbuch und die Uhr des Ermordeten. Noch im Laufe des Abends wurde Danzer bei den Gerichtsbehörden in Kidbühel eingeliefert.
* Nach Veruntreuungen von 300000 Mar? ist der Tirektor Paul Richard Lindner in Berlin flüchtig ge- gangen. Lindner war zuletzt Generaldirektor der früheren Land- verwertungs-Gesellschaft, jetzigen Land-Jndustrie-Bank in Berlin. Durch falsche Buchungen setzte er sich int Lause der Zeit in den Besitz der genannten Summe._________________________________
An die Käufer von Bouillon-Würfeln.
»Bouillon-Würfel ist ein Würfel, der dein Käufer beim Uevermeßen mit lockendem Wasser eine Bouillon §ibt: das beißt, eine fertig gesalzene und mit dem Ertrakt der nötigen Suvveukräuter versehene Fleisckbrühe". Diese Forderung erfüllten auch die ersten Bouillon-Würfel. Diese Leistung verfvrechen auch die meister sogenannten Bouillon-Würfel noch heute. Dennoch erhält der Käufei febr oft billige und mit schönen Fantafieuamen versehene Würfel, die nicht mehr in erster Linie die wertvollen Bouillon- d. h. Fleifck' ertratnioffe bieten, sondern nur einen verschwindenden Anteil oder gar keine mehr. Solche Würfel schmecken nach Suvvenkräutern, Zwiebeln, Gewürz und ähnlichem, nicht aber nach Fleisch. Ebensowenig haben sie die kräftige, den Fleifchertraktivstonen eigene an regende Wirkung auf die Verdauung. Der Käufer handelt alfo tn eigenstem Interesse, wenn er den Einkauf von Bouillon-Würfeln als Vertrauenssache anfieht und nur erstklassige Marken verwendet.
Die beste Garantie für einen gehaltvollen Bouillon-Würfel bietet die Liebig Gesellschaft, die in eigenen Fabriken, aus selbft- gezüchteten Rindern den F-leisch-Ertrakt gewinnt und Fleisch- Extrakt als den wertvollsten Bestandtell m ihren, nur noch mit der nötigen Menge Kochsalz, Gemüse und Gewürz versehenen OXO Bouillon-Würfeln verwendet. u I»
Liebig Gesellschaft ur. b. H., Köln.
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