müssen — ist heute begonnen worden Der Ausschuß rrnrd auf den Ankauf praktischer Gegenstände bedacht sein
Landkreis Gietze».
b. Dieses, 25 März. Am Freitag abend 8 Uhr findet eine Ge m e in de r at s sitz u n g mit folgender Ta gesordnung statt: 1. Prüfung der Rechnung der Gemeindekrankenkasse von 1912. 2. Baugesuch des Heinrich Römer IH. für die Möserstraße. .9.^Genehmigung des auf Submission vergebenen Holmes 4. Festsetzung der Zahltage für den Gemeindeeinnehmer vom 1. April 1913 ab. 5. Die Entschädigung für die eisernen Masten der hier in Betracht kommenden Grundeigentümer.
Kreis AlSfeld.
(OK- Als selb, 26. März. Am 1. April nimmt die Firma Lstheim-Marburg auf der Strecke A l s s e l d — N e u st a d t wieder den Kraftwagenbetrieb aus, der im Winter wegen schlechter Beschaffenheit der Straßen nicht aufrecht erhalten werden konnte. Das Postauto fährt dreimal, morgens, mittags und abends, von Neustadt nach Alsfeld und zurück.
= Windhausen, 26. MäiH. In einem unbewachten Augenblick überschüttete sich heute morgen ein ein ein halbjähriges Kind mit kochend heißer Milch, so daß sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Die Verbrennungeil in Gesicht und Händen sind wohl schwer, jedoch nicht lebensgefährlich.
(OK) Romrod, 2-; MS» Tnrrh Unvorsichtigkeit wurde die in der Nähe des Wasserwerks stehende „Ernst- Ludwigs-Eiche" in Brand gesteckt und vernichtet. Durch die Feuerwehr lvurde ein Waldbrand verhindert. Da die Eiche unter Denkmalsschutz steht, dürfte der Fall wohl ein gerichtliches Nachspiel haben.
Kreis Lauterbach.
---Engelnrod, 26. März. Mit dem Abbau der sich in der Nähe unseres Dorfes befindenden Eiscnsteingrube wird bald begonnen lverden Wie festgestellt wurde, ist eine Menge Eisenerz Vorständen. Die Buderuswerke in Wetzlar und eine Essener Firma werden die Arbeiten lveiter fi'lhren.
Hessen-Nassau.
X. Hanau, 26. März. Zu Offenbach mietete heute ein junger Mann ein Auto und ließ sich nach Hanau sowie in die Umgegend fahren. Nach der Taxe war der Betrag von 23 Mt. fällig geworden, es stellte sich aber heraus, daß der Fahrgast ol.ne jede Barmittel war. Ter Chauffeur brachte ihn zum Polizeibureau, wo sich ergab, daß es der stellenlose Kellner Metz ans Gießen war.
F. C. Wiesbaden, 26. März. Oberstleutnant a. T. W i lh e l in i, einer der letzten Offiziere, die unter der nassauischen Fahne gestanden haben, wurde heilte zu Grabe getragen. Zahl- reiebe Leidtragende aus Wiesdat-cn rmd Umgegend, aus Mainz, Frankfurt usw., darunter Prinzessin Elisabeth v. Schaumburg Lippe, Regierungsvr rüdent Tr. v. Meister, der Luxemburmsch" £berfammerbr:. Wir2 " >!. Rat Frei!,.re von Shberg zu Sümmern, Landesl»auplmanii Kretel, Sionfiftoria(pr ifiixmt Tr. Ernst, Oberbürgermeister Tr. u. Fbell, das Oüizierkorps des Fcld- attillerir Reamlems Nr. 27 „Oranien" folgten dem Sarge. Nachdem der Nililärpfarrer in der Leichrnhall' des allen Friedhofs die Gcdac! .uisrcde gelralren lxrtte, Lanügerichtsdirektor Grimm namens der Äugenheilanstatt und Stadtverordneter Schneider im Auftrage der Konservativen Vereinijnmg für den Regiernuigsbezirk Wir -Hadeii Kranzsvend^m niedergelcgt hatten, bewegte sich ber Zug nach dem Nordfrieolxü. Bon 'iiwls Unteroffizieren des Regiments ,Oranien" unter Poranrritt der Rcgimentskapclle wurde der Sarg nach der Gruft getragen.
Sport.
' Radsport. Bei der Fernfahrt „Quer durch W e st d e u t s cb l a n d", Strecke Betzdorf—Köln lind zurück, insgesamt L50,9 Icm, errang die vom Gieß euer Radfahrer Verein 1885 entsandte Nennmannschaft einen glänzenden Erfolg Herr E. A l t h o f f erhielt den 2. Preis nebst wertvollem Ehrenpreis und Herr E. U n v e r z a g t in der Seniorklasse einen Ehrenpreis. Ein weiterer aussichtsreicher Fahrer R. Schön hals mußte wegen Raddcsclt aus dem Rennen scheiden, nachdem er einen großen Teil der Strecke inmitten der Spitzengruppe zurück gelegt hatte.
Der Stallmannprozeh.
Berlin, 26. März.
Einer der größten Spielerprozesse der letzten Jahrzehnte nahm heute unter gcmaltigcm Andrange des Publikums vor der ersten Strafkammer des Landgerichts Berlin I seinen Anfang. Die Verhandlung richtec sich gegen 1. den vielgenannten Spielerkönig „Baron v Korfs-.ikönig" oder Rudolf Stallmann, 2. Leu Laut' nant a. T Niemele und 3. den „Freiherrn v. Bredo>o--Ztzramer" oder vielmehr Rentier Benno Kramer.
Ter Prozeß bildet gewissermaßen den Abschluß der Aufsehen erregenden Prozesse gegen bcu Grafen Wolft'-Metrernich, den rumänischen Spieler und Hochstapler Stephan Bujes unb verschiedene andere Angehörige einer Glücks- und Falsckypielerbande, die sei, Jahren nicht nur alle Hauptstädte des Kontinents, sondern auch die gros.eu Bergnüguitgsstärtei» in Aegypten und Algier und selbst in Indien unsicher gemacht haben. Als das Haupt dieser Bande ist der frühere Berliner .Handlungsgehilfe 'JhiDvlf Srall - man n ouzusehen. der nach verfänedenen :'lventeuern und Irr führten znm Falschspieler herabgesunken war lind als solcher eine Reihe anderer verkrachter Existenzen um sich sclmrte. um mit ihnen jene vielbesprochnen Hochstaplerfabrten durch die Dell zu unternehin.lr. Tie Dorunlersitäulng gegen die drei Angeklagten hat lange Zeit in Anspruch genommen, da Stallmonn sich immer imeber durch die Flucht der drokeirden Verhaftung zu entziehen wußte. Lelbst nach seiner endlichen Festnahme durch die englische Polizei in Calcutta in Indien gelang es ihm, die Freiheit wieder zu erlangen. Erst nach seiner Rückkehr nach Älgttknd wurde er auf Veranlassung der deutschen Regierung in London noch tinmal festgenommeu und schließlich nach Berlin ausgelicfcrt.
Stallmann ist am 14. April 1871 geboren. 92 i em eia, der am 7. 3vli 1884 geboren imirde, war früher Leutnant im Wütttembergisch»m Infanterie.Regiment Nr. 124. Kramer ist am 8. Juni 1855 geboren. Ter Vorsitzende stellt aus den Akten fest, daß Stallmann mü> Niemela wegen Betrugs im Falle Dippe und Stromer wegen Erpressung ebetifaNs im Falle Dippe aus- geliefert worden siitd.
Tvr Vorsitzende, Landgericktsdirrttor Lampe, schreitet dar- aus zur Vernehmung des Angeklagten S t a l l m a n it.
Zu Beginn der Vernehmung gibt Stallmrun an, bar. er in Berlin das Lmsenstädrifcke Gnmnaiinm besuche und dort die Berechtigung zum einährigen Dienst erworben habe Er ilt dann in eine taufmärattidxr Lehre gefommen, uw er es aber Zucht lange aushielt. 1897 ging er nach Südamerika, wo er l1. <afcre em Abenteuerleben als Zager und uriegsfteiwilliger während der dortigen Revolution rührte. Er lehrte dann nach Berlin frurii-., nachdem er feine Mittel vollständig aufgcbraiitbt batt? Er )ei dann auf die Idee gekommen, nach Mont? Earlo zu gehen und dort zu spielen. Ich war dann etwa 6 Monate in Monte Carlo. Bors.: Haben Sie von dort noch Geld zurückgebrackst? ^.'Ingefl.: Nickn einen Pfennig. Ich bin dann über Paris nach ?vaa ge fahren. Von'.: Tort haben Sie wohl and- die Gauucr kenri.u gelernt, ebenso halvn Sie sich- hier ztierst ,,'töuin" genannt. Angell : Jawohl Bors.: Wie kamen Sie denn dazu, »ick einen falftfcn Nan.en beizulegen? Angelt : Mir war es unangenehm, dar. alle Äugenblick in den nach Berlin gesandten Litzen der Name „Rudolf Stallmann" auftauehte. Jn^Svaa verdiente ich sozusagen mein erstes (Veld und zwar 12000 Franks Als ick uh, dar die Sache florierte, gründete ich weitere Klubs und gewann nach und nach 120 000 Franks 3d) verlegte miet dami auf Minengesck-äfte in Südafrika: es war dies zur Zeit des Burenkrieges. Tas Terrain kostete nichts außer dem ^englischen Stempel. Nachdem ick 5000 Pfund -st er
ling hineingestectt Itatte, erhielt ick 400 000 Mk. als Reingewinn wieder heraus r der batte, lieber feine Familienverljällnisse befragt, gibt er an, im Jahre 1905 geheiratet zu haben, daß seine Frau eine Argen tincrin aus sehr reicher Familie sei, dar ihr Großvater ein Vermögen von 25 Millionen bar hinterlassen habe.
Bors.: Aus welchem Grunde haben Sie fick denn den Adel zugelegt? — Angekl.: Nun, weil dies doch immer einen gewincn Vorteil hat. Bors.: Wie kommt es denn, daß Sie von den verschiedensten Polizeibelrörden als Falschspieler bezeichnet werden? — 'Angeklagter: Es gibt nach meiner festen Ueberzeugung einen Falschspieler, der sich „Rudolf von tzönig" nennt. — Ter Vorsitzende hält dem Angeklagten Einzelheiten aus der Auskunft der Zentralvolizeibehörde in Paris vor, die ihn als ben An- früher eine Bande von Leuten bezeichnet, die von Tiebstiblen in Lupuszügen, Betrügereien und Falfckfpiel'ii lebe. .'Ingekl.: Tas ist absolut unwahr! — Bors.: Es wird auserdent behauptet, das Sie im September 1908 in Münster a. Stein einen Tieb- tahl an einem mit Juwel eit gefüllten Post -Geldsack ausgeftilnt haben. — Angekl.: Ick bin noch nie in Münster a. Stein gewesen.
Im weiteren Vmlause der Verhandlung wird der Angeklagte, der ehemalige Leutnant
Niemela vernommen.
Er gibt an, wegen ein'*? Unfalls als Flieger aus dem Dienst ansgeschieden zu sein. 9ütf die Frage, wonon er seitdem gelebt habe, bekundet er, von feinem Schwager allein 50 200 Mk. erhalten zu haben. Ich habe auch von meiner SdimefterJ^k'lb bekommen, im ganzen etwa 25 000 Mark, von meinem Schwager, der meine andere Schwester geheiratet hat, viel mehr. Vorf.: Haben Sie gespielt? Angekl.: Nein, nur mitunter einmal Bakkarat. Ter Vorsitzende hält dem Angeklagten vor, daß er aus dem Spielklub ausgewiesen worden ist, weil er in Begleitung des Falschspielers Schenck von Schweinsberg gewesen ist und sich andauernd int Kreise von Leuten bewegte, die in den». Rin von Falschspielern standen. Angekl.: Diese Leute hatten ausgezeickn ". vornehmen Verkehr. 3n ihren Anhängern gehörten u a. ein deutscher Thronfolger, ferner ein anderer deutscher Prinz, ein Vetter der Kronprinzessin. Einige dieser Leute sind viel mit ihnen zusammen gewesen und sind gute Freunde von ihnen Bors.: Wann lernten Sie Wramcr kennen? Angekl.: Im vorinen Jahre in London in einem Nachtlokal. Es wiro dann ein Bries des Angeklagten Niemela vom 15. November 1912 verlesen, in welchem er feine Familie bittet, daß sie ihre Aussagen verweigern soll! Hieran sckstießt sich die
V e r n e h in un g K r ant e r s.
Vorf.: Sind Sie Deutscher'^ Angekl.: Nein: ich bin früher Deutsckier gewesen, ietzt bin ick englischer Staatsangehöriger Bors.: Was sind Sie von Beruf? Angekl.: Ich bin Maschinen tedmifer Bors.: Was taten Sie, nachdem Sie Ihre Militär zeit in Deutschland absolviert hattenv Angekl.: Ick ging nach Spanien, Portugal und Englatw: dort ließ ick mich dauernd rrieber. Ick kam mit einem >kavital von 8 10 000 Mk. nach England, dort geriet ick gleich in Buckmacherlwnde. Ick batte das Unglück, gleich 5000 Pfund zu gewinnen, und so blieb ick diesen Streifen treu. Ich null es osten zugestehen, daß ick ein gewerbsmäßiger Spieler bin, ick) habe auch als Buchrnack-er ge arbeitet und viel Geld verdient.
Hieraus tritt die Mittagspause ein.
Nack, Wiederaufnahme der Verhandlung wird zur Illustration der Gesellschaft, in der sich die Angeklagten bewegten, eine Reihe von Fällen erörtert, die nicht mit zur Anklage stehen
Ter Angeklagte Niemela crtlärr im weiteren Verlause der Verhandlung, daß er nientals an Geldmangel gelitten habe. Seine Regiiueniskontnrandeure würden and. stets nur Gutes über ihn bchntirtr. Staatsanw.: Tas ist durchaus nickt der Fall. VZettn Sie mir damit kommen, werde ick Sie gattv ruinieren. Ihre Kommandeure stvsrcn Sie mit Widerwillen von sich. Angekl. j sehr erregti: Tas tun sie erst seit »in ben Zeitungen solcke? etrtstellte Artikel erschienen waren. Staatsanw.: Nein, das run fie, seitdem sie Sie iTfaniü haben Es ist überbaiün (nbaucrlidx daß ein solcher Offizier wie Sic in den Reihen der deutschen Armee gestanden hat. Bewegung.
Hierauf wurde die Verhandlung auf morgen vertagt.
vermischtes.
'Der kluge Mann baut v o r. Von Lord Kranen? Ünollys, dein langjährigen Privatsckretär König Eduards VIL, erzählen englische Blatter eine luftige kleine Geschickte, ickrd Knollys, der sich fegt ins Privatleben zurückziebt, mar schon in den Kron- prinzenzeiien des späteren StönigS dessen Sekretär und ,>reimt». Bei den Meinen Herrendiners in Sandrnighnm ging es int intimen Kreise oft sehr heiter und au5gelafien zu. Einer der regelinäßigen Gäste, der bekannte Sportsmann Eavtain Dliddleton, hatte dabei eine seltsame ®ciuobnhcil: in der Fidelitatz schlick er sich zu irgend einem der Gäste, packte dessen beiden Frackschöste und riß fie mit einem Rucke auseinander, so daß fid), rnschratsch, die Naht bis zrnn Kragen öffnete. Eines Abends ivählt fick Thbblcton als Gegenstand seiner wunderlichen Vergnügung den Lord Knollns. Ter hört seinen Frack reißen, aber er zuckt mit keiner Wimper und bewahrt inmitten der allgemeinen Heiterkeit ein leises Lächeln. „'21 ber Knollys,- ruft ber Prinz von Wales, »warum protestieren Sie denn gar nickt?' »Ach,' erwidert der Sekretär freundlich, „ich konnte die 'Dlanie unseres Captain und ich ahnte schon, daß ich heute abend au die Reihe konnneu würde. Und als vorsichtiger 'l'lann zog ich mit den Frack deS Eaptain Pliddleton au, sein Qammeröicner war so sekundlich, ihn nur zu leihen.' Ter ftüh- liche Eavtain soll ein sehr verblüfftes Gesick)t gemacht haben: und er zerriß nie wieder ehren Frack. . .
kf. Tie Zäbue als Steckbrief. In Ko IU cif reifen er- örtert man gcaemvärtig eine Erweiterung des Maßsy'temS. Tas Bertillonfche Snstein iveist trog feiner Vorzüge dock mancherlei Mängel auf, und ein Ameiif uier, Tr. Rii'ard Gradv, Militär-- ar-t an der Morineakademie zu Annavolis, befürwortet ei'rlg das Berlillonscke System durch ein Meffen ber 3äbne zu erweitern. Seit Fahren schon bat er genaue Zahnmaße der Seftadetten von Annavolis ange’crtigt, die besonders im Kliege bei der Rekog- uoSzierung von unfcnnilicb Qeivorbcafn Leickeu von größter Wich» ligkeit sein können. Als vraftifckes Beispiel führt Tr. Graby den Fall deS unglücklichen Prinzen Lull« an. der in Südafrika den Zulus zmn Opfer fiel. Ter Leichnam deS Prinzen rvurde dadurch erkannt, daß feine Zähne bestimmte Kennzeichen besaßen. 6in Pariser Zahnarzt hatte nämlich dem Prinzen einst bvei Zähne ae »rillt, sowie mehrere Vorderzähne, die infolge eines Unfalles beschädigt ivaren, anSgebeffert. Ein Vergleich der Gediffe der Getöteten icb dann den Lcicknam des Prinzen 2uht erkennen Tie New Borker Polizei hat bas System des Tr. Graby audi schon an Verbrechern anZgeorobt, uub zwar mit sehr gutem Erfolge. Bei den Fingerabdrücken v'legen die Verbrecher der Polizei dadurch ein Sck i.rvockeu zu schlagen, daß fie durch Säuren oder ähnliche ätzende Flüssigkeiten die charakteristischen Linien undenklich machen. Will aber ein Verbrecher ber Erkennbarkeit bnrch das Zahnmaßsystem des Tr. Grady entgehen, fo muß er schon seine sämtlichen Zähne auSdrechen »mb ersetzen lasten.
* Fm Theater (Garderobiere izum Ehepaar vorn Lande, das mit Hut, Mantel und Tckirm in den Theatersaal treten will : „Tie Garderobe müssen die Hcrrfckaften aber ablegen!" — Bauer zu seiner Frau : „Tu, Alte, lumm 'raus, wir find falsch gelaufen : das muß hier ’ne Badeanstalt fein V*
Märtte.
O Lanbach, 26. März. Ter Oster-Sch weine markt war mit 122 Stück Jungvieh befahren. Ter Preis für das Tapr Läufer stellte sich auf 65—90 Mt. Begünstigt von guter Witteruua, war der -Markt von der Bevölkerung der umliegenden Orte gut befiuft: es herrschte eine rege Kauflust. Für auswärtige HLitdler
war der fDlarft gefpeirt.
fc. Fraufsnrt a. 9)1., 26. März. Tie F rühjahrS - Leb c r- messe nahm am 25. März unter ziemlich lebhafter Beteiligung ihren Anfang. Tas Geschäft war fest. Trotzbem in lewer Zeit bic Käufer etwas zurückhaltend waren, ist eS ariSgefcklofsen, daß eine Erleichterung auf dem Roluvarenmar'te eintreten wirb. Trc gegenwärtigen Ledcrvreife lieben noch immer nickt im Einklang mit dem Wert der Rohware. Tic im Großhandel erzielten Preise stellen sich: Feine Zahmsoglleder ISO - If«? Mk., geringere Zahm- sohlleder 150—170 Dtk., feine Trierer Wildknhleder 00—215 Mk., feine Malmebyer Wildkuhleber 185—195 Alk, Vacheleder, reine Eichengerbnnq, 180-2,0 -Mk.. Vacheleder, flute FobrikationSwore 150—165 Mk., Zahmvachecroiivous 21^-245 Mt, Wildvache- crouDonS 180-2’0 k, Wildvacheleder in Häl'ie.i 140-155 Mk., Rindleder in »einer Ware 2,70-3,10 Alk.. Riudieder geringere Ware 2,50 —2,70 Bit.. Kiole fernere Sorten 2,30—2,60 Mk, Kivil Qerinaere Sorten 1,80—2,10 Mk., Kipfc ziveilklafsiflc Ware 1,50 dis 1,70 Mart
F.C. Wiesbaden. lehh o< »M arkIbe rc cht vom _r>. Mär; Au'iricv Rinder . (Ochsen oü, Bullen 0, Kübe n7>, Käl'oec 201, Schafe 42, Schweins 278.
Geschäft mittel. Greife für 100 l;tb
Lcbenb» Schlacht»
Ockic n.
VcNKekschige. miSaemöstete, löcksten Schlacht- ivertes im 9lltcv von 4—7 fahren ....
Tie noch nicht gezogen haben (nugeiockil . .
Funge, steischige. nicht auSgemästetr uuD ältere ouSgernäflete ‘-UuCl e n.
Vollfleisckige, ausgew^ höchsten Schlachtiv.
Voltsteifchige, jüngere Färf en. Kü (>».
t'oriflciidnqe auSgentäftete Färsen höchsten
Schlachtivertes . ........
IToUflctfdjtge ausgemästete Kühe höchsten
Schlachtwertes bis ni l Fahren ...
Wenig gut entwickelte Färsen
'Jl eitere ouSgemäftete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe . .
Mäßig genährte Kühe und Färsen St ä l ber.
aeivutjt
2Ur. Bit
Bl—55 !'3—W.
50—54 91—95
45-49 84-86
4.8-51 80—v.:>
44-47 74-79
49-63 87—92
42—45 75—80
44—48 78—86
37—41 70—74
32—35 60—69
Feinste Mastkälvec. . ..... . . 68—72 113—120
Mutiere Mast- und beste Saugkälber .... 65—70 108-1»', Eeinigere Atas»» und gute Saugkälber . . . 60—64 100—107 Geringere Saugkälber 55—59 93—100
S ch a E. .
Weidemaslschafe:
Mastlämmer und Mailhammel . . . 45 60-47 00 94—98
Geringere Mauhammet und Schafe . . . 41—43.50 86 —90
Schwein:.
Bollsteifchige Schweine von 80—100 k? Lebend-
gewicht 63-64 81—82
Vollfteischige Schweine inUec 80kß: Lebendgewicht 627,-63 30-81
VoUsteischige Schweine von 100—120 kg Lebend
gewicht 647,-66'/, 81—8*
Bollsleifchige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .......... 63-00 79—00
Tie Marktpreise für Vieh und Frucht uub die Gießener Fleisch» und Brotpreisc
am 26. März 1913.
Weizen 100 Kg. 21.25—21.50 Mk. Weißbrot 2 Kg. 56 Vtq..
Roggen 100 Kg. 17.75—00.00 Mk. Schwarzbrot 2Kg.48 Lfg.
Schlachtviehpreise in F r a n k f u rt cu TL
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 75—95 Mk.
", Kg. Schlachtgw. 95-114 Di.
V, . , _ 80-82 ,
'/, Kg. 92-100 Psg.
7t . 94—98 , V, , 90—110 ,
Eetreibepreste in Mannheim
Drotpreise in Gießen
Bei Nierenkrankbeiten cbeniowobl wie bei Gichtleideuder ivielt die Reizlosigkeit der Nahrung eine große Rolle. ES ist deShald oft sehr fdnöcr. den Wünschen nach Abwechselung in ben Sveifen gereckt zu werden, weil die Äuswabl der Gerichte eine beschränk» ist. „fluiefe" vermag hier Abhilfe zu schaffen, besonders, da ee in manuiflialiiacr Form als Wetränt Siwve ober in Gemüsen ge reicht werden kann: - man bcbicnc stch dazu der in den Verkaufs- »teilen gratis erhältlichen kleinen Kochbücher, bad 104 wertvolle Rezepte enthält. hvw/,
Ä«Coryfin- Bonbons«.
Für Geistliche. Lehren. Redner
überhaupt für alle, deren Beruf einen intensiven Gebrauch der Sprachorgane erfordert, sind die Coryfin-Bonbons ein vorrflg- liches Hilfsmittel. — Bei stimmlichen Indispositionen, Heiserkeit, Hustenreiz urw. lasst «man etwa zweistündlich einen Bonboo langsdin im Munde zergehen.
Sehr rasch wird die wohltuend kulüc, reizmildcmde Wirkung auf die katarrhalisch erregten Schleimhäute empfunden. Die belegte Stimme wird wieder kräftig und klar, die bekannten Listigen Beschwerden lassen bald nach.
Der Erfolg wird nicht durch sonstige Schädigungen erkauft, denn das Coryfin (Aethylglycolsäurementhylester) ist trotz lang anhaltender und internvrer Wirkung von den schädlichen Nebcnendieinungen mancher alteren Präparate frei.
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