Ausgabe 
27.2.1913 Zweites Blatt
 
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m. 49

Zweites Blatt

163. Jahrgang

Erscheint sR-Nch mit Ausnahme des Sonntags.

Schluß IV4 Uhr. Fortsetzung nachmittags

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ßiunevt, Oessnung

des Geheimrats 31/2 Uhr.

Febr.

191

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Höchste Temperatur am Siiedrigste ,

Liiederschlag: 0,0 mm.

Nachmittags-Sitzung.

Um 3.35 Uhr eröffnet Vizepräsident Dr. Sitzung.

Donnerstag, 27.8ebruar 1913

Rotationsdruck und <5 erlog der Br üblichen tiniversitäts - Buch- und Steindrrickerei.

R. Lange, Gießen.

Abg. Dorsch (Bbd.). Die Bauern können es nicht verstehen, daß auch noch Lasten für die Pfarrbcsoldungen auf die Gemeinden allen. Tic Steigerung der Bodenprcise ist auf die wirtschaftliche Tüchtigkeit der Bauern zurückzuführen. Davon hat nicht nur der Einzelne, sondern auch die Staat Vorteil. Daß der Groß­betrieb zugenommcn bat, kann ich als Praktiker nicht unter­schreiben. Es find allerdings Fälle bekannt, daß Bauern an Standesherrn verkauft haben. Wenn man sieht, wie die Fort- chrittliche Volkspartei Schritt für Schritt von Position aus Po- ition gedrängt wird, dann versteht man, wenn sie sich nach Neuland umsieht. Wenn die freigemachten Bauern den Tlreorien des Liberalismus gehuldigt hätten, dann wäre es schlecht um ic_ bestellt. Die größte Gefahr der Sozialdemokratie liegt darin, daß sie shstemaüsch aus national gesinnten Bürgern Welt­bürger machen will. Es ist eines großen Volkes unwürdig, eine Tierquälerei wie das Schächten zu dulden. Das ist bar­barisch. Wir haben die Pflicht, hier einzusckreiten. Betrachten wir uns aber die Sache auch volkswirtschaftlich. Das aus dem Schächten gewonnene Blut darf nicht zu menschlichen Nahrungs­mitteln verwendet werden. An Orten aber, wo es an Aussicht fehlt, geschieht dies aber doch. Wenn nrir dagegen kämpfen, dann schaffen wir kein Ausnahmegesetz, sondern wir beseitigen eins. (Bravo!)

Abg. E i ß n e r t (Soz.l. Wenn mein Kollege Ulrich von zuviel Regieren gesprochen hat, so ist das durchaus richtig. In Oer Bauordnung muß Remedur geschaffen werden. Wenn ein Fenster zugemauert werden soll, muß die Regierung erst gefragt werden usw. Dadurch wird die Regierung zu stark be- '.aftet. Es hat mich gefreut, daß von der Regierung anerkannt ivurde, daß tatsächlich eine Fleischnot besteht, und daß Mittel und Wege gefunden werden müssen, diesem Zustande zu be­gegnen. Die deutsche Landwirtschaft kann den Bedarf nicht mehr decken. Man muß die Grenzen offnen. Der Redner beschwert sich über die Nichtbeantwortung einer Eingabe der Freien Turncr- schaft an das Ministerium um eine Zuwendung aus dem Fonds sür Jugendpflege. Wir nutzen unserem Vaterlandc ebenso wie jeder andere. Wir sind aber der Meinung, daß man mit der jetzigen Gesellschaftsordnung nicht zufrieden sein kann. Der Zu- lunftsstaat muß kommen. Wir sind der Ansicht, daß ein Geist- licher keine Politik treiben soll.

Abg. Lang (Ntl?, schwer verständlich, stimmt den Ausführun­gen des Geheimrat Best über die Sicchenhäuser zu und fordert Zuschuß dazu für Starkenburg. Er kündet einen Antrag an.

Abg. Nebel (Zentr.) beschroert sich über ungleiche Behand- lung der beiden christlichen Konfessionen, die besonders bei der Besetzung der Lehrerstellen stattfände. Das läßt Zweifel an dem Paritätsgefühl der Regierung aufkommen. Er sucht das an einigen Beispielen zu beweisen.

Abg. v. Brentano (Zentra. Man kann nicht an die Aufrichtigkeit der Sozialdemokratie glauben. Abg. Eißnert will keine Betätigung der Geistlichen in der Politik, aber die Politik des Abg. Kore'.l-Jngclheim haben Sie unterstützt. Der Redner behandelt dann die Bestattungsfrage in Offenbach.

Abg. Dr. Schmidt (Ztr ) wünscht die Erhaltung des Obst- marktes in Alsheim. Zu den Ausführungen des Abg. Dorsch über das Schächten habe ich zu bemerken, daß, ich niemals lauf diesen Boden treten werde. Solange es sich um eine rituelle Vor­schrift handelt, solange ist für uns eine derartige Einrichtung unantastbar, weil wir Respekt vor der religiösen Ueberzeugung

frage anlangt, so schließe ich mich den Ausführungen des Abg. Dr. Osann an. Ein Ministerium, das von der jetzigen Stellung abweichen würde, würde sich das schärfste Mißtrauensvotum der Mehrheit dieses Hauses holen.

Im komme zur Turnhallenversammlung. Ich nehme das nicht tragisch. Die Versammlung wollte nicht der sozialdemo statischen Lehre zustimmen, das ist lediglich Massenstimmung. Es war ein Fehler, alle Parteien zu dieser Versammlung ein-

8"/, 'echt für Giessen. Schaunummern.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« ftrafee 7. Expedition und Verlag: 51.

lRebattion:e^ll2. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen.

hessische Zweite Kammer.

bs. D a r m ft a dt, 26. Febr.

Um 9.30 Uhr eröffnet Präsident Köhler die Sitzung. Am Uegierungstische der Minister des Innern, der Finanzminifter. Es wird fortgefahren in der Beratung über den Hauptvoranschlag, Ministerium des Innern. Das Wort nimmt

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Gut!

DieHleßener FamiNenblätter" werden dem Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das .JCretstlatt für den Kreis Slehen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit» |r«feb erscheinen monatlich zweimal.

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unserer Mitbürger haben.

Er geht dann auf die Bestattungsangelegenheit cm und erkennt die Stellungnahme der .Regierung an, die klar war. Ter Verstorbene hat 12 Tage vor seinem Tode zweimal wach den Sakramenten verlangt. Die Sozialdemokratie hat aber behauptet, daß der Verstorbene erst, als er seinen Verstand verloren hatte, sich von der Sozialdemokratie abgewandt habe. Wenn der Geist­liche sich weigert, hinter der roten Fahne herzugehen, dann folgt er der Kirchenordnung. Es handelt sich nicht um die Beteili­gung als solche, sondern um die demonstrative Beteiligung. Der Abg Adelung hat unsere Stellungnahme zu Ausnahmegesetzen kritisiert Er meinte, wir müßten mit der Sozialdemokratie zusammengehen. Wir werden die I e s u i t e n f r a g c bei der Revision des Ordensgesctzcs mit aller Gründlichkeit behandeln. In der Jesuitenfrage handelt es sich darum, daß wir unter einem Ausnahmegesetz stehen. Wie steht es aber mit der Sozialdemo­kratie Die Herren haben unserem Staate in seiner gegenwär­tigen Ordnung und Verfassung den Krieg bis aufs Mester er­klärt. Ter Redner geht dann näher auf die Natur der Sozial­demokratie ein. Tie Revisionisten sind die schlimmsten.

Geheimrat S ü f f e r t antwortet dem Abg. Nebel auf seine Anfrage über Heranziehung der katholischen Leh- rer Es fehle in der T a t an geeigneten Straften. Unter 509 Lehrern waren 90 Katholiken, unter 92 Geprüften 19 Katholiken. Alle katholischen Lehrer befinden sich in geho­benen Stellungen. Eine Vorschrift über die Besetzung der ©tei­len besteht nicht. Es ist ja nicht ernstlich gegen uns der Vor­wurf erhoben worden, daß wir nicht paritätisch verfallen: der Vorwurf kann auch nicht erhoben werden. Auch von evangelischer Seite werden wir oft nach dieser Richtung bin angezogen

a).. r t n f h rffni 'i fipfrfunrrf nch über die Konkur-

Au- ßeHen.

Eine umgekehrte Examensprämie.

Man schreibt uns:

Nach dem hessischen Beamtenbesoldungsgesetz kann einetrt Justizbeamten bei seiner definitiven Anstellung ein Teil seiner Vordienstzeit, d. h. der Zeit seiner Verwendung als Gerichtsassessor auf sein Befoldungs-Dienstal.er angerechnet werden. Er kommt dann bei seiner Anstellung nicht in die erste Gehaltsklasse, sondern sofort in eine höhere. Nach dein Gesetz kann die Vordienstzeit bis zum Belaufe von sechs Jahren angerechnet werden. Von dieser Bestimmung macht die hessische Regierung nur dann Gebrauch, wenn der Be­amte bei seiner Anstcttnng über 34 Jahre alt ist. (Es soll dadurch ermöglicht werden, daß er im 55. Lebensjahre in den Genuß des Höchstgehaltes kommt.) Tie Zeit über 34 Jahre wird ihm bis zum Belaufe von sechs Jahren angerechnet. Nehmen wir z. B. an: Zwei Gerichtsassessoren sind in dem­selben Zeitpunkt in Verwendung gekommen, sind etwa zehn Jahre als Hilfsrichter verwendet worden und werden gl.ich- zeitig als Amtsrichter angestellt. Ter eine ist im Zeit­punkt der Anstellung 38, der andere erst 34 Jahre alt. Man sollte meinen, beide Beamte erhielten, da sie gleich­lange dem Staate gedient hab.n, auch den gleichen Gehalt. Dem ist aber nicht so. Dem ersten werden vier Jahre von seiner Vordienstzeit die Zeit vom 34.38. Lebensjahre , dem anderen nichts angerechnet. Der eine kommt da­her sofort in die zweite Gehaltstlasse, der andere bleibt in der ersten und zwar noch drei Jahre. Wenn der erste bereits 4000 Mk. Gehalt erhält, bezieht der zweite immer noch 3000 Mk. Diese Bevorzugung verdankt der 38jährige dem Umstand, daß er auf der ©ckstile oder Universität vier Jahre länger studiert hat als der andere. Derjenige also, der nicht rechtzeitig seine Examina gemacht hat, w.rd im Gehalt bevorzugt vor dem, der sie rechtzeitig bestanden hat. Tie Examensprämie wird hier umgekehrt verteilt.

Nicht nur, daß Richter von gleichem Dienstalter un­gleich besoldet wurden, es kam sogar vor, daß Richter, die später angestellt worden sind, mehr Gehalt erhielten als früher angestellte. Ties alles, weil sie im Zeitpunkt ihrer Anstellung in verschiedenen Lebensaltern standen, obwohl doch die Höhe der Besoldung sich nicht nach dem Lebens­alter, sondern nach dem Dienstalter richten sollte.

Die geschilderte Art der Anrechnung von Vordienstzeit hat zu den größten Unbilligkeiten und Härten in der Ver­gangenheit geführt. Hoffen wir, daß die Justizverwal­tung und die ©tändekammern baldmöglichst sie zu beseitigen versuchen werden.

0effert Stellung zur Landwirtschaft kritisierend. Ich habe meiner Partei mit meiner Stellung Schwierigkeiten bereitet, das gestehe ich ein. Ich liebe nicht den Hochschutzzoll, ick habe ihn bekämpft. Nachdem aber sich alles darauf eingerichtet bat, bin ich anderer Ansicht und halte einen Abbau für schädlich. Nun zu den Lehrern. Herr Süsfert soll mit Schärfe gesprochen haben. Ich war leider nicht zugegen. Ich bleibe auf meinem Standpunkt stehen. Ich halte es vom staatsbürgerlichen Standpunkt für verwerflich, einem Lehrer verbieten zu wollen, in einer Bildungsgemeinschaft Vor-- träge zu halten. Ich bedauere den Standpunkt der Regierung.

Schluß der Sitzung 6.40 Uhr. Fortsetzung morgen vor­mittag 9 Uhr.

Siebener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

«eist dann auf andere Staaten wie Bayern und Baden, wo es eine ganze Anzahl von Orten gäbe, wo Sozialdemokraten Bürger­meister seien. Die Regierung hat kein Recht, Angehörige einer bestimmten Klasse von der Bestätigung auszuschließen. Das Bc- Migungsrecht besteht nur, um ungeeignete, und in moralischer Beziehung nicht vollwertige Leute von solchen Aemtern fern- schalten. Abg. Dr. Osann hat den Genossen Bebel zitiert. 1 Für uns i st Bebel keine Autorität. (Große Unruhe.- Tcr Abg. Dr. Osann ist aber auch gegen den Abg. Busold los- .. gtjogen. Er hat gesagt,daß Busold nickst in derartigen Aem- tem sein könnte, da er in ungehöriger Weise gegen die Re­gierung vorgegangen sei." Wir wollen ausdrücklich festnageln, frafc Dr. Osann behauptet, ein Beamter dürfe nicht als Ab- Itorbneicr der Regierung gegenüber eine derartige Kampfstel- ling einnehmen. Der Minister des Innern bat erklärt, daß mein Parteifreund Ulrich in Bezug auf die Bestätigungspraxis eine Enttäusckwng erleben wird. Wir geben uns aber auch gar keinen tt Hoffnungen hin. Wir können auch ohne das wirken. Wir wer den uns in Zukunft alle diejenigen, die gewählt werden, genau | ansehen. Uns tun Sie keinen Abtrag.

Ter Redner kommt bann auf das Verbot, das dem Lehrer I Kaiser erteilt wurde. Es habe sich nicht um eine sozialdemo I kretische Versammlung gehandelt. Wie wäre es, roerp^ber Lehrer I in einer sozialdemokratischen Familie Privatunterricht erteilen I ItJÜrbe. Tie Erklärung des Geheimrats Süsfert von gestern wirk I Lochen im deutschen Blätterwald Hervorrufen. Es ist eine Schande, | wenn man Scheidewände errichtet. Der Redner bemängelt bann I die Bewilligung bes Postens im Bubget für bic Jugendpflege uni H für die Leibes Übung der Studierenden in Gießen I Ferner bemängelt er die schlechten Beleuchtungsverhältnisse in | der Hofbibliothek. Er wendet sich bann gegen die Nabel stich W Politik, die gegenüber ber Offenbacher Stadtverwaltung getrieben I ttmbc. Der Abg. wendet sich ferner gegen, einige Unzulässigkeiten, I die sich die Rheinische Schuckert-Gefcllschaft habe zu Schulden U kommen lassen, wodurch der Mittelstand arg geschädigt werde

Ter Redner kommt bann wieder auf Offenbacher Verhalt- V nisse zu sprechen, wo er das seiner Ansicht nach bestehende ' Spitzelwesen kritisiert.

Abg. Brauer (Bbd.), schwer verständlich. Er wendet sich Al gegen einige Punkte in den Lttisfühmngen des Abg. Korell- I Ingelheim. In vielen Gemeinden herrsche Aufregung, weil sic W durch die Einrichtung des Zentral-Kirchenfonds über, bic Em- H fünfte der Psarrbesoldungsgebühr nicht mehr selbst verfügen kön nen und nun trotzdem diese Einkünfte sehr hoch seien ge- üDungcn seien, eine ganze Reihe von Ausgaben für die 2öe» jßlbungen ber Geistlichen zu machen. Er wenbet sich bann noch U gegen die Beteiligung der Geistlichen an ber Politik, bie nickst I dazu angetan fei, bic Autorität der Kirche zu stärken. Tie Art Wund Weise, wie der 9lbg. Kvrell-Jngelheim hier von der Land | Wirtschaft gesprochen habe, habe sich vorteilhaft unterschieden von H feinen Ausführungen im vorigen Jahr. Der Redner spricht sich bann über bic Wanblung bes Freisinns m Bezug auf den I Schutzzoll aus. Er bespricht dann die Wirkungen der Futter I niitteizolle, bie nicht an ben hohen Fleiscypreisen schuld Wien, ff Deshalb verstehe er nickst, wie der Fremnn für eine Aushebung ' Ufer Zölle rintreten könne. Er tritt für wettere Zmchuße , i*itcn5 der Regierung an die Landwirt! chaftskammer ein, da er=- Übliche Mittel für Meliorationen, Viehzucht ufto. benötigt wer-

Die Lanbwirtsch.rftskammer kann nut ben ictzigen Mitteln nicht mehr auskommen. Er tritt, dann Wr das landwirt- s ha f t li che Institut in G i esten ein .Zum «chln^ stimmte den Ausführungen des Geheimrats fert von gciteni1 gu Nach einer Pause nimmt zur Geschäftsordnung das Wort Abo Lutz (Bbd ', der beantragt, bie Vomuttagsntzungen KZ 4 Uhr auszudehnen, und dafür die NackMittagsfitzungen aus-

Adg. Dr. Fulda (Soz.). Der Geburtenrückgang ist nicht ;wi uut yuiKicu »u uiqui

allein eine Folge des steigenden Wohllebens. Der Staat muß Sm freue mich über die klare Stellung

wch weiter Steuerermäßigungen für kinderreiche Familien ein- ......

treten lassen. Der Abg. Osann hat auch die Frage ber Nicht-;

Bestätigung angeschnitten. Er tat dies in einer erfreulich ruhigen Brise. Er hat sich auf bie Verfassung berufen. Er sagte, wir (hinten keine Bestätigung fordern. Bei den Abgeordneten han- twlt es sich aber nicht um Staatsämter. Hier Istindelt cs sich um Stellungen, bei denen bie Regierung nicht das Recht der Er- mntnung, sondern nur das Reckst ber Bestätigung hat. Es ist Ms mit Unrecht von Dr. Osann der Vorwurf gemacht worben, daß wir uns zu berartigen Aemtern brängen. Der Rcbner ver-

Bertholb >Soz.'^ beschwert sich über die Konkur- Gefängiiissc und der Anstalten für Verwahrloste, ins- uuuv«. ber St. Joicphs-Anstalt in Mein-Zimmern.

Abg Helmolt lBbd.^ spricht gegen bie Ansicht bes Aby. daß Dcntschlanb sich nicht selbst erhalten könne. Die der Grenzen würde das Gegenteil bewirken, was be­absichtigt ist. Industrie und Landwirtschaft sind gleichberechtigte Faktoren. Wir sind kein Jndusttiestaat. An der Teuerung sind vorzugsweise bie Zwischenhändler schuld.

Abg Gauck lBbd.) tritt für die landwirtschaftlichen Genossen­schaften ein, bemängelt aber die Kassenverhältniss^

Abg K 0 rell - Ingelheim (Fortschr. Vp.): Für bic Frage ber Beteiligung des Geistlichen an ber Politik ist nur ber Geist­liche selbst zustänbig, bann bic Verfassung und Kirchenverfassung. Die Bemerkungen bes Abg. Eißnert sind falsch interpretiert worden. Die Sozialdemokratie hat selbst Geistliche in" ihren Reihen. Ter Redner erkennt bas Entgegenkommen ber Regierung in bezug auf Revision bes Gesetzes von 1875 an. Der Rebncr verwahrt sich bagegen, baß seine Stellung zum Schutzzoll parteivolitiich ausgenutzt wirb. Die Landwirtschaft braucht die Mithilfe aller ____

Parteien. Der Redner beschäftigt sich bann mit ber Mitten | DriirkArPi Srhulstr. 7

(Stellung des Abg. Osann unb geht hieraus zum Zentrum über, Brühl SCh© UHIVCrSItatS UfUCKerei, ounuio <

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Emtmt auf bie Ausführungen Korells zu sprechen. , Tas Staats Aktz geht über bas Kirchengesetz. Die Regierung ist aber bereit, ©ner Aenberung des Um'.agegeietzes Naher zutret en.

Ich Äenne an, daß ftch lycutc der Abg Fulda in ruljwen Qabnen Sgt hat. Er hat der Regierung Venaiiungsvcrletzung

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°ls Krersrat begonnen Behörde kommen,

c? femnrne trifft baß wiche Fälle sich nicht ereignen, Senn btejc ^110^ 1-^ .^.^ ^Zas bie Hofbibliotliek an

«W hw Ä inieiiniiftitor Z>,st°nd. Wir erftreben Jaen Neubau, fobalb bie Mittel es erlauben, m be.n auch das

Wuab'nre fänbe t>ie Saltunn ber Regierung

M b^&^^ÄoÄin orfen' ad,'Äe T »6?n H = ta mit ber Stellung

Seä Wg. ®orell«3ngel|erm^ jut 9tgrarfrage^ SSie 'M ftch aber » ^°°^^°der aus 3u-

T rege amten Abgen r b n.lenh r (3 ort Äl' Tie" Mwesenhrit ber Jtont M^mer^erson MrS^. '"seiS Ö

legende Stellung geändert ®ore[( seine Stellung

in denken? Wie vereint denn ber W Äoreu leine um ©ckMtzzoll mit seiner Gegnerschaft zu - aeifttacr Hoch- Bei der Sozialdemokratie.tommt 0 oft eingefttig^r .vow

- zum Ausdruck. Sic allein^glaubt^die

.u vLstehen. Auch wir haben Verftandnw für dn .irbnr^eue. Dir können nur wünschen, baß es allen gu g1 , '^irOeitcn einige Sozialdemokraten beschäftigt sich >mt V^"wt 2,msck'nrusc unb -chreiben, anbere lesen. Sie machen kem rlei Zlmft^n^sZ -chten überhaupt nickst auf bic Ausfuhru g ation§tätigfeit J Abg. Winkler wendet sich dann gegen die ^"anvnsru g ber Sozialdenwkratie unb ihre Tendenz. Was die Bestätigung^

Büdingen, 2-1. ,\ebr. Lchöi'engerichtSsihung. Ter Handelsiuann S. H. von Düdelsheim nahm seinen lechis- giiltig eingelegten Einspruch geaen einen amtsrichterlichen Straf oeiebl wegen Uebertielnng i>es Viehsenchen--(tze!eßes zn-ück. Der Dienüknecht Wg. D. von ^ieichelsbeim i. Odenw.. zu-zett im Ine- figen 'Diatbilbenholvital, wurde wegen Sadibeirtmbignng zu 10 Mk< ober 3 Tage eänqnis verurteilt: wegen Hausirieden-druchS er- wlgte Frciiprechling. - Der Öändler Ö. W. von Hatnchen wurde wegen vollendeten Betruges in zivei AÖtlen zu je 15 Bit. ober je 5 Tagen Ee'ängnis und wegen versuchten ' etruges in einem Ralle z 16 Mk. oder 3 Tage Geiängnis verurteilt. Die ?. E. Ehe- trau von Vonbausen hatte ihren Einsvrueh gegen einen amtsrichter- (ich en Strafbefehl wegen Uebertrctimg der Gemeinde-Backordnung zuruckgenoinmen.

Vermischte».

* Diebstähle in den französischen Flug­plätzen. Infolge einer Strafanzeige des Leiters des Militärflugwesens General Hirschauer wurden in V e r - saillcs zwei Arbeitet, eine Frau, sowie zwei Sappeure verhaftet, die beschuldigt sind, im Flugpark von Versailles zahlreiche Gegenstände, insbesondere Barometer, Kompasse und Maschinenbestandteile gestohlen zu haben. Die meisten Gegenstände wurden bei Hehlern in Versailles vorgefunden. Infolge der Strafanzeige nmrde festgestellt, daß auch in zahlreichen anderen Flugparks, so in Epinal, Orle­ans und Bordeaux beträchtliche Diebstähle veriibt wor­den sind. In Epinal wurde ein Mechaniker verhaftet, der an den im Militärflugpark vorgekommenen Diebstählen beteiligt sein soll.

Meteorologische veobachtungen ver Station Sietze».

Temperatur der Lust

11

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Relative Feuchtigkeit

Wind­richtung

Windstärke U

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