Soldaten und Tinten klecks er.
Formverstöße der Behörden ließ sich Blücher nicht bieten, während er dagegen feinen Soldaten die erstaunlichsten Vertrau- lichkeiten gestattete. So kcmr es vor, das: ihm am Tage von Waterloo ein freudig erregter, pulvergeschwärzter Füsilier sckwllend auf den Schenkel schlug mit den Worten: „Na, alter Marschall Vorwärts, viel Glück zum heutigen £agc!" Tie Truppen lachten und Blücher'mit, der sich seinen Schenkel rieb. Aber die „Federfuchsers wies er stets in ihre Schranken zurück. In einem amt-» liehen Schreiben war er mit „p. p. Blücher" bezeichnet n>orben. Als ihn der Minister von Klewst- das nächstemal aufsuchte, nnt ihm zu in Geburtstag zu gratulieren, fuhr ihn der Fürst mit den Worten an:
„2lber Euer Exzellenz! Seid Ihr des Teufels, mich einen „p. p." zu^nennen? Ta soll doch gleich das'Wetter dreinschlagen! Für den Soldaten bin ich der Vater Blücher und will ich auch gar nicht anders heißen, aber für Euch Tintentleckscr bin und bleibe ich Feldmarschall und Fürst!"
Tie obigen, wahllos herausgegriffenen Anekdoten des fast 300 Seiten umfassenden Buches können dessen reichen Inhalt nur andcuten. Die „Blücheranekdoten" verdienen es, in jedem deutschen Hause gelesen zu werden. Sie bringen uns in jeder .Hinsicht dem Helden näher, der vor 100 Jahren das vorberciten half, was Moltke und Bismarck später vollendeten.
— Große K u n st a u s st e l l u n g Düsseldorf 1913. Am Himmelfahrt tag wird die G. Große Kunstausstellung im Düsseldorfer Kunstpalast eröffnet weroen. Tie Ausstellung wird Werke von Malern, Bildhauern und Architekten und daneben eine Mteilnng für Raumkunst umfassen . Mit besonders umfangreichen Kolleüionen toerben Eugen.Kampf und I. P. I ung h anns vertreten sein. Zum ersten Male ist die Einrichtung getroffen worden, daß die Düsseldorfer Künstler der Reihe nach auch in tued selnden Sammelausstellungen eine Uebersicht über ihr Schaffen geben können. Von auswärtigen Künstlern, die SaMmelaus- stellungen veranstalten werden, seien genannt Franz M e h n c r, Leo Putz, Lovis Corinth. Vom Auslande werden Wien Paris, Brüssel und London besonders glänzend vertreten sein.
— Deutscher Mu siköir ektorentag. Tie in Magdeburg tagende 14. Hauprversammlung des Deutschen Musikdirektoren Verbandes war von Delegierten aus allen Teilen Teutscklands zahlreich besucht. Die Tagung beschäftigte sich im wesentlichen mit internen Verbandsangelegenheilen, darunter die Errichtung einer eigenen Sterbekasse. Es wurde beschlossen, eine solche ins Leben zu rufen unb zu diesem Zwecke Anteilsckieine in Höhe von insgesamt 30 000 Mk. auszugeben, die von den 25er» bandsMitgliedern übernommen werden sollen-
165. Jahrgang
Zlyettes Blatt
Kr. 69
Erscheint täglich irm Ausnahme des Sonntags.
'r lvernex
fr
Roch dem neuen Entwurf betragen die Kosten
Komman-
Division, Sch mun d t, Kommandeur bi'
333 (609).
Hosen, wurde aber durch den starken Stiefel abgchaltcn, so daß
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DirekU Her®
Arzt dem Feldmarschall Wassersuppen waren aber nicht nach Blüchers Ge-
5. G ard e- ivision er-
Feldmarschall mit einer starken Quetschung davonkam.
Sofort quittierte er diesen Vorfall mit einem Witz.
„Das ist schlimm," sagte er, „denn wir haben mehr Doktors der Armee als Schuhmacher!"
der 82. Infanteriebrigade zum Kommandeur der 19. Division, Riedel, Kommandeur der 41. Infanteriebrigade, zum Kommandeur der 7. Division, JsbertL K,..........
beirr der 15. Infanteriebrigadc, zum Slomneinbcur der
einen tüchtigen Schluck zu fick, genommen, erklärte er: „So, ici;t ist mich schon besser zu Acut, aber sag Er ja
Doktor nichts davon, sonst holt Ihn das Tonncrwettcr!"
*
In die Fresse hauen!
zum Generalleutnant befördert. Die Generalmajore von der Decken, Kommandenr der 14. Kavalleriebrigad?, Borcken Hagen, Inspekteur der 2. Fußarti11erie-Insp?f- tion wurdeu zum Generalleutnant befördert. Prinz Friedrich Wilhelm von Hessen, Portepeeunteroffizier, Abiturient der Hauptkadettenanstalt, wurde als Fähnrich im Thüringischen Ulancn-Regiment Nr. 6 angestellt.
Jnsanteriebrigade, juin Kommandeur der 20.
nannt. Prinz Friedrich Karl von Hessen wurde
und Sert zu vertreiben. Zu diesem Zweck brach die Hauptkolonne unter General Leau i o gestern früh um 6 Uhr von Tebadut gegen Assaba und die Höhen rvestlich der Wadi Arbaa auf, i rührend eine Hilfskolonne unter dem Obersten Fabbri, rocldK sich hauptsächlich aus eingeborenen Irregulären zusammensetzte, von B i r l u z a auf Mont r u s und 9t abta vorrückte. Nach- C.'ji die Kolonne Leguio nach langem Kampfe mit geringen Ver Esten um 11 Uhr vormittags sich der Höhe von Assaba bc rnächtigt hatte, ging sie gegen das mehr westwärts gelegene Kindliche Lager in Bewegung. Tas führte zu einem noch hef- cki g e r e m K a in pse, der nach wiederholten Bajonett- Angriffen mit der Einnahme des feindlichen L a - nerv endigte, daS reichlich Proviant und Munition enthielt. Es wurde durch Feuer zerstört. Die Feinde zerstreuten sich in -[igcr Flucht teils in bei: Richtung auf Mizga, leils auf Jeffren. Tie wurden über vier Kilometer weit verfolgt. Außer vielen Gefallenen, die auf feindlicher Seite im ersten Teil des Kampfes lleerdigt wurden, blieben auf dem Schlachtfelde noch 2 2 0 Tote und noch m ehr Verwundete. Nach Aussagen ch-r Araber, die im Lager vorgefunden wurden, waren mehr als
Wie
Bei Wavre hatte der Verordner. Wassersuppen
Die „Eichener ^amilienblätter" werden dem „Anzeiger" viermal wochenllich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gichen" zweimal wöchentlich. Did „Landtvirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal.
N e u e i n t e i (u n g der Armee-Inspektionen.
Das „Armee-Verordnungsblatt" , veröffentlicht einen kaiserlichen Erlaß an den Kriegsminister über die Acnde- rung der Bezeichnung der Zusammensetzung der ^Armee- Inspektionen. Den sieben Armee-Inspektionen werden vom 1. April 1913 ab folgende Armee-Korps zugewiesen: Der ersten (bish. zweiten > Armee-Inspektion Danzig das erste, zweite, siebzehnte und zwanzigste Armeekorps, der.zweiten .(bish. sechsten) Armee-Jnspelkion Berlin das Gardekorps, das sechste Armeekorps, außerdem das zwölfte (erste königlich sächsische) und das neunzehnte (zweite königlich sächsische) Armeekorps. Der dritten (bisherigen britten । Armee-Inspektion Hannover das fünfte, siebente, neunte und zehnte Armeekorps, der vierten ibisherigen vierten! Armee-Inspektion München das dritte Armeekorps, ferner sind ihr zugeteilt das erste, zweite und dritte königlich bayerische Armeekorps, der fünften (bisherigen fünften) Armee-Inspektion Karlsruhe das achte, vierzehnte und fünfzehnte Armeekorps, der sechsten (bisherigen ersten« Armee- Inspektion Stuttgart das vierte, und elfte Armee-Korps, außerdem bas dreizehnte (königlich württembergische) Armee-Korps, der siebenten (bisherigen siebentem Armee- Inspektion Saarbrücken das sechzehnte, das achtzehnte-und das cinundz.wanzigste Armee-Korps.
2 0 G K a m e t c und M a u l t t c r e mit Schwerver w n n - beten beloben worben. Wälfrend bes Hauptkampfes ent wickelte sich die Kolonne Fabbri auf ben Höhen unb begann ein lebhaftes G e f c ch t in der Richtung aus Montrus, daS über üiif Stunden bauerte. Sie gelangte bis zu einer Stellung einen Kilometer vor Montrus. Tie Verluste b c r Jtalienerbe- trugen 24 Tote unb 133 meist Leichtverwunbete.
keilungsmaßstabes — auf das Reich 11 587 000 Mk., auf Hreußen 1 837 000 Mk., auf Hessen 2 024 000 Mk. Tie ■ Greifen (firner Verbindung, die Preußen allein belastet, er- | böht sich auf 1 083 000 Mk.; die Ockenheimer Kurve, die
Hessen allein belastet, erfordert 896 000 Mk., so daß eitt- fillen: auf das Reich 11 587 000 Mk., aus Preußen 2 920 000 Mark, auf Hessen 2 920 000 Mk. Hierbei darf bemerkt beerben. daß es auf einem Zufall beruht, wenn sich der preußische und der hessische Anteil gleich hoch stellen. Tie Mehraufwendungen Hessens gegenüber dem ursprünglichen Entwurf betragen hiernach 902 000 Mk.
Aus HeUeu»
Verbindungsbahn Rübesheim-Sarmsheim.
Die neue Regierungsvorlage über den Bau einer Verbindungsbahn von Rüdeschetm (Geisenheim) narb Sarmsheim (Ockenheim > liegt nunmehr bei den Kammern der Landstände als Tringlichkeitsvorlage vor.
Der einzige Artikel der Vorlage verlangt für die Regierung die Ermächtigung, für den Bau einer Verbindungsbahn von Rüdes heim (Geisenheim) nach Sarmsheim (Ockenheim) weitere 902 000 Mark zu verwenden.
Zur Begründung dieser Mehrforderung wird aus- geführt: Wie bereits in der Begründung zum Gesetze vom 21. Dezember 1912 erwähnt, konnten die Kosten der projektierten Bahnanlagen vorerst nur auf Grund allgemeiner SS erarbeiten ermittelt werden. Die genauere Feststellung der Baukosten sollte erst später auf Grund ausführlicher Vorarbeiten erfolgen. Bei dem Bau des Gebirges glaubte man aunehmen zu dürfen, daß in dem über Ilmenau geführten Linienzug guter Baugrund für die Pfeiler der M.hembrücke in angemessener Tiefe gefunden werden würde. Dieser Erwartung hat sich nach dem Ergebnis neuer Bohrungen als nicht zutreffend erwiesen. Dagegen fand sich cmf der etwas mehr stromabwärts gelegenen Rüdesheimer Efue guter Baugrund, und es ist bei der Bearbeitung des Projekts gelungen, unter Beibehaltung der bisherigen Ein- mündungspunkle Rüdesheim, Geisenheim, Sarmsheim und Lckeuheim den Entwurf so umzugestalten, daß die Brückeu-
Scrigen.
der Stammlinie Rüdesheim—Sarmsheim 15 448 000 Mt. Hiervon entfallen — unter Beibehaltung des früheren Ver
Nicht tninber eigensinnig benahm er sich nach der Schlacht von Brienne. In diesem Falle aber handelte es sich nicht bloß nm ben Verzicht auf einen kulinarischen Genuß, sondern er brachte durch seine Hartnäckigkeit nicht nur sich, sondern seine ganze Umgebung in große Gefahr.
Als er nämlich ans Brienne ausritt, mit dem nachdrängenden Feinde auf den Fersen, geschah dies in einem' Tempo, als befinde er sich auf einem gemütlichen Spazierritt. Einige jüngere Ossi ziere seines Stabes, die erkannten, wie sich der Feldmarschall unnütz der "Gefahr aussetzte, drängten ein wenig zu schnellerem' Tempo.
Blücher aber ließ sich dadurch nicht beeinflussen unb rief nach hinten zurück:
„Wenn einer von Ihnen drängt, meine Herren, so werde ich ihm eins in die Fresse hauen!"
*
Blüchers Zusa in' mentreffen mit Wellington.
Gleich hinter dem' Pachthofe von Belle Alliance trafen Blücher und Wellington am Abend der Schlacht zusammen. Die beiden Führer sanken sich, freudig erregt, in die Arme. Ms Blücher Wellington begrüßt hatte, und nachher aus Müfflings Munde erfuhr, daß dieser fein Hauptquartier in St. Jean zu nehmen gedachte, wo Napoleon habe schlafen wollen, entgegnete er:
„Sagen Sie dem Herzog, daß ick dahin gehe, wo er diese Nacht noch schlafen will: da ftöterc ich ihm! raus!"
£
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:^^112. Tel.-Adr.-AnzeigerGießen.
Dienstag, 25. März <913
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jcheii Universitäts - Buch- und Steiudruckere:.
N. Lange, Gießen.
Linienzug
Entwurfs stellen sich erheblich höher als die für den biä-
Hfeiler in einem über die Rüdesheimer Aue zu führenden errichtet werden können. Tie Kosten des neuen
schmack. Er rief seinem Leibhusaren. „Petri," sagte er, „dem Quacksalber wollen wir eine Nase drehen. Er hat mich bepflastert und eingesalbt, aber das Innerliche tvill ich mir selbst verschreiben. Hol er mich eine Flasche Champagner, aber heimlich!"
Ter Husar schmuggelte denn auch glücklich die Flasche ins Zimmer unb goß dem Fürsten sein Bierglas voll. Nachdem dieser
Heer und Llstte.
Wech sel in h o h en Stel lun g en.
Der kommandierende General des 10. Armeekorps General der Infanterie v. Prittwitz u. Gaffron ist mit 1. April zum General-Inspekteur der 1. Armee-Inspektion in Danzig ernannt worden. Der General der Infanterie Mudra, Chef des Ingenieur- und Pionier Korps, ist mit 1. April zum kommandierenden General des 16. Armeekorps ernannt worden.
Zunt Nachfolger des kommandierenden Generals des 15. Armeekorps General der Infanterie v. Fab eck wurde Generalleutnant v. Deimling, bisher Kommandeur der 29. Division in Freiburg im Breisgau, und zum Nachfolger des Gouverneurs von Straßburg i. E., Generals der Infanterie Freiherrn von unb zu Egloffst e in, welchem in Genehmigung seines Gesuches der Abschied bewilligt worden ist, wurde Generalleutnant v. Eberhardt, bisher Kommandeur der 19. Division in Hannover, ernannt.
Tas „Militärwochenblatt" meldet in einer Sonderausgabe: Prinz Leopold von Bayern wurde auf sein" Gesuch von seiner Stellung als Generalinspektor der 4. Armeeinspektion enthoben und gleichzeitig zum Chef des Infanterieregiments v. Alvcnsleben Nr. 52 ernannt. Dem Prinzen Rupprecht von Bayer n wurde int Einverständnis mit dem Prinzregeuten Ludwig die Stellung eines Generalinspekteurs der '4. Armeeinspektivn übertragen. Priitz Friedrich Leopold von Preußen wurde auf sein Gesuch von seiner Stellung als Generalinspekteur dpr 1. Armeeiiispektion enthoben. Generalleutnant v. Elaer, Kommandeur der 11. Division, wurde zum Chef des Ingenieur- und Pionier-Korps und Generalinspctteur der Festungen, Generalleutnant v. Dorr er, Kommandeur der 26. Feldartilleriebrigade zum Kommandeur der 1 i. Division, Generalleutnant v. Quast zum kommandierenden General des 9. Armeekorps, Generalleutnant v. Gündell zum Direktor der Kriegsakademie unb Generalleutnant von 3 aft.ro tu zum Kommandanten von Graubenz ernannt. Dem General der Infanterie v. F ab eck, der als tomman- bicrcnbcr General bes 13. Armeekorps nach Württemberg fonunanbiert ist, wurde das Großkreuz des Roten Adler ordens mit Eichenlaub und der königlichen Krone verliehen. General der Infanterie Frhr. von und zu Eglofs st ein, Gouverneur von Straßburg, wurde in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension zur Disposition und gleichzeitig ä la suite des Infanterieregiments Nr. 26 gestellt. Unter Beförderung zum Generalleutnant wurden die Generalmajore Hoffmann, Kommandeur
Mk $ 3it UÄ
Ma> GrassameJi u“'1 Bleichrasen f Eäen- Stiefre»! ;ze’ne: Weissklee i llte Runkelrüben
Vom Marschall Vorwärts.
Es ist selbstverstäublich, daß sich um die populärste Figur der beulfd'.cn Freiheitskriege, den alten Blücher, auch in besonders Michern Maße die populärste Form historischer Ueberlicferuug gc- schlmigcn hat: die A n c kdo t e. Ten reichen Schatz solcher Histor- chen und Legenden hat Adolf S a a g e r gesammelt und m feinem Smfce veröffentlicht, das vor lnrzem im Verlag von Robert Lutz, wt Stuttgart erschienen ist. l2,50, geb. 3,50 Mk.) Tie >,Blümer- Dnekdoien" geben eine anewotische Darstellung von Blüchers Leoen, die sehr kurzweilig zu lesen ist und ben alten Marschall Vorwärts äit seiner schlichten Größe frisch und lebendig vor des Lesers Auge cuf er rieten läßt. Wir entnehmen dem Buche die folgenden Keinen Einzelheiten:
E r läßt sich nicht zum reichen Mann machen!
Im Jahre 1805 kam Blücher als Gouverneur nach Münster. : Dor? behagte ihm weder seine Arbeit die aus Sckweibereieir bestand, roch da- Land, das er bald das „Land der Heiligen , bald das ■ „Pfafjeuland" nennt. Ter König suchte ihm den Aufenthalt so an- i .-enehm wie möglich zu machen und übertrug ihm die Lieferung Fier Kavalleriepserdc in ben wefttäluchen Provinzen. , Bei lolchen Lieferungen konnte man „verdienen^. Hter aber iiegtc wieder einmal Blüchers Rechtlichkeit. . .
Triumphierend tat er mit Bezug auf diese Lieferungen ben , folgenden Ausspruch, der des unfreiwilligen Humors nicht entbehrt: I Der König wollte mich schon mehr als einmal zum reichen Mann machen. Llbcr das foll chm nicht gelingen!"
Die Theorie nach der Praxis.
Köstlich ist. Wie Blücher nach der Schlacht an der Katz buch eine Semerhmg fallen ließ, in der er in feiner Art sich über den Standpunkt der Theoretiker lusttg machte. -
Gleich nach beendigter SchlackN, als er begleitet von )einen Stabsoffizieren im Dunkel des späten Abends und unter sort- ! Ehrendem Regen in fein Hauptguartter zuruckrltt, war icinc I gewöhnliche Ruhe und Gemütlichteit wieder völlig wtedergekehrt.
Na Gnüsenau," sagte er aus seinem Regenmantel hervor N, seinem Freunbe, sobald er, dicht neben ihm.reitend, ihn erkannt lütte „Die SchlackK haben wir gewonnen, das kann uns bie ganze ‘ Äelt nicht abjtreitcn. Aber jetzt laß uns mal dran denken, was wir llugerweisc zusammeubriiigen, um den Leuten zu sagen, w i e nir sie gewonnen haben!"
Doktors u ifb Schuhmacher.
Bei Mer» wagte sich Müchet, wieder einmal seinem Ungestüm ffslgend, in bie feindliche Schußlinie und wurde dabei von einer - Äugel leicht am rechten Fuß bcrmunbet. Sie ging burch die Reit-
11
Kartoffzl-
Pfisnzlodi-
Maschine,
>:<* Aus dem Militär-Wochenblatt. Generalmajor Prinz Friedrich Karl von Hessen, Hoheit, Chef des 1. Kurhess. Jnf.-Regts. Nr. 81 und ä la suite des 1. Garde- Trag.-Regts Königin Viktoria von Großbritannien unb Irland wurde zum Generalleutnant befördert. Tie Majore Fischer im Generalstabe des 16. Armeekorps wurden als Bataillonskommandeure in das 5. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 168, v. Legat im Generalstabe des 18. Armeekorps, in das 4. Lothring. Jnf.-Regt. Nr. 136 versetzt. Tie Majore Frhr. v. Stoltzenberg im!
Mnwse der IZa!iener mVi Msftändsichen in Tripolis.
y;A Ü Tripolis, 24. März. (Agencia Stefani Infolge zahl-
"-»Ämicher S t r e i s z u q e der Auf st ä n d i s ch e n , die sich gegen F-' • i'fjcv ©barten festgesetzt haben, beschloß General Ragni, Os) . sic aus ihren festen Stetiungen zwischen den Tälern der Arbaa
Siphon 403. wachs, !1h Bechen etc.
Arrs Stcröt rrnd Lcrsrd.
G i e ß e r., 2L5. März 1913.
Die Sterblichkeit in Hessen 1912.
Nach den Feststellungen der-Zentraistelie für die Landes- statistik ereigneten sich im Jahre 1912 (bezw. 1911 > 17 710 (18 575) Sterbefälle. Die günstige Sterblkch-eit des Jahres 1912 ist durch bie niedrige Säugli n g^fterb l ich leit ,'U erklären. Denn im Alter von unter 1 Jahr ft arbeit im Jahr 1912 3247 Kinder gegen 4273 im Jahr 1911. Ferner starben im Jahr 1912 Personen: im Aller von 1—1 Jahren 1298 (gegen 1277 im Jahr 1911 >, im Alter von 5—14 Jahren 628 (635), im Alter von 15—29 Jahren 1290 <13121, im Alter von 30—59 Jahren 3914 >39471, im Älter von 60—69 Jahren 2941 (2719 unb im Alter von 70 unb mehr Jahren 4362 (4412). — Nach Tobesursachen ver eßen sich bie Sterb, fälle: Angeborene Lebensschwäche 809 ,826 , Älters- .'97 (201.5 , Kindbettsieber 58 (491, andere Folgen der Geburt 69 -55>. Scharlach 33 (60), Masern und Röteln 328 (58 . Diphtherie und Krupp 181 (188, Keuchhusten 219 (166), Typhus 25 (27), übertragbare Tierlrankheiten — (2), Rose 49 (57), andere Wundinfektionskaankheitest 116 (100), Tuberkulose der Lungen 1679 (1778., Tuberkulose anderer Organe 474 (547 , akute allgemeine Miliart ilrerfujofe 61 (6), Lungenentzündung 1466 (1.421), Influenza 198 (2771, andere übertragbare Krankheiten (venerische Krankheiten nsw.) 30 (32),. Krankheiten der Atmungsorgane 1010 (1033 . Krankheiten der Kreislauforgane (Herz ujw. > 2057 ! 1829), Ge- hirnschlag 989 (883), andere Krankheiten des Nervensystems 833 (929), Magen- und Darmkätarrh, Brechburebfall 817 (1922), andere Krankheiten der Verdauungsorgaue 524 (444\ Blinbdarmentzünbung 72 (891, Krankheiten der Harn- unb Geschlechtsorgane 411 (457), Krebs 124.5 (1156), andere Neubildungen 142 (146), Selbstmord 327 (303), Mord, Totschlag, tödliche Körperverletzung 21 (321, Verunglückung ober andere gewaltsame Einwirtung 369 (431), andere benannte Todesursachen 545 (590) unb Todesursache nicht angegeben
Zehnfach
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Schneidemühl
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